12.04.2015 Paris - Roubaix

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      12.04.2015 Paris - Roubaix

      Paris-Roubaix - kein anderes Eintagesrennen ruft so widerstrebende Gefühle hervor, reißt Menschen zu ähnlich schwärmerischen, bewundernden Ausdrücken hin oder löst so intensives Kopfschütteln aus. Wenn das Wetter mitspielt, es also regnet oder stocktrocken ist und die Fahrer im Staub kaum auszumachen sind, es zusätzlich noch windet, wenn über 250 Jahre alte Kopfsteinpflasterpassagen, den berühmten Pavés, geflogen und auf ihnen ums Überleben gekämpft wird, fiebern und leiden die Zuschauer heute ebenso intensiv mit wie vor 100 Jahren.

      Quelle=www.cycling4fans.com


      Das erstmals 1896 ausgetragene Rennen findet jährlich Mitte April in Nordfrankreich statt und wird als La Reine des Classiques (Königin der Klassiker), aber auch als L'Enfer du Nord (Hölle des Nordens) bezeichnet. Die Bezeichnung Hölle des Nordens bekam das Rennen nach dem Ersten Weltkrieg, der die Region, in welcher das Rennen stattfand, verwüstete.

      Paris-Roubaix war bis zu dessen Ende nach der Saison 2004 Teil des zehn Rennen umfassenden Rad-Weltcups und gehörte ab 2005 für drei Saisons zur neu eingeführten UCI ProTour, einer Serie der wichtigsten Radrennen des Jahres. Seit 2011 gehört das Rennen zur Nachfolgeserie UCI World Tour.
      Die Streckenführung von Paris–Roubaix ändert sich von Jahr zu Jahr nur unwesentlich. Allerdings wird der Frühjahrsklassiker schon seit 1977 nicht mehr in Paris gestartet, sondern rund 80 km nördlich, vor dem Schloss in Compiègne.

      Charakteristisch für den auf völlig flachem Terrain stattfindenden Klassiker sind die berühmten Pavés, Kopfsteinpflasterpassagen: Wege – teils noch aus dem 19. Jahrhundert stammend – mit grobem Kopfsteinpflaster, die das Rennen besonders bei schlechtem Wetter zu einer außerordentlichen Tortur werden lassen. Ursprünglich war das Kopfsteinpflaster der übliche Straßenbelag im Norden Frankreichs; nachdem aber zunehmend diese Straßen asphaltiert wurden, entschieden sich die Organisatoren im Jahr 1967 Kopfsteinpflasterpassagen auf Feld- und Waldwegen in das Rennen zu integrieren. Heute werden viele Pavés von der französischen Regierung eigens für den Radklassiker erhalten. Der wohl berüchtigtste Pavéabschnitt ist der durch den Wald von Wallers-Arenberg, die Trouée d’Arenberg, der nach zwei Dritteln des rund 250 km langen Rennens bereits oft eine Vorentscheidung bewirkte. 2005 wurde ein Teil des Pflasters aufwendig restauriert, der Abschnitt insgesamt etwas entschärft; er hat dennoch seine Bewertung als 5-Sterne-Abschnitt (höchste Schwierigkeitsstufe) behalten. In den ähnlich schwierigen, im letzten Rennviertel folgenden Pavéabschnitten von Mons-en-Pévèle und Carrefour de l'Arbre fällt ebenfalls häufig eine Vorentscheidung.

      Die meisten Siege in der Hölle des Nordens gelangen dem Belgier Roger De Vlaeminck, der zwischen 1972 und 1977 insgesamt vier Mal auf der Radrennbahn von Roubaix triumphieren (und einen Pokal in der Form eines Pflastersteins entgegennehmen) konnte, sowie dem ebenfalls aus Belgien stammenden Tom Boonen, der zwischen 2005 und 2012 ebenfalls vier Mal gewann. Der bisher einzige deutsche Sieger von Paris-Roubaix ist Josef Fischer, der gleich bei der ersten Austragung 1896 gewann. Mit fünf Siegen in sechs Jahren dominierte in der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre das Team Mapei den Kopfsteinpflaster-Klassiker. Zweimal (1996 und 1998) konnte die Mannschaft sogar alle drei Podiumsplätze besetzen.

      Der Vélo Club Roubaix veranstaltet alle zwei Jahre eine Jedermann-Ausgabe, bei der auf dem Originalkurs neben Teilstrecken über 120 km oder 190 km auch die komplette Strecke des Profirennens von ca. 260 km absolviert werden kann, jeweils mit dem Ziel im Vélodrome von Roubaix.

      Die letzten Podien:
      2010: Fabian Cancellara, Thor Hushovd, Juan Antonio Flecha
      2011: Johan Vansummeren, Fabian Cancellara, Maarten Tjallingii
      2012: Tom Boonen, Sébastien Turgot, Alessandro Ballan
      2013: Fabian Cancellara, Sep Vanmarcke, Niki Terpstra
      2014: Niki Terpstra, John Degenkolb, Fabian Cancellara

      Quelle=www.wikipedia.de
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      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt

      Mit Zuversicht zu Paris-Roubaix - Generalprobe gelungen: Jetzt kommt für Degenkolb „das Sahnestück“


      John Degenkolb (Giant-Alpecin) bei der 99. Flandern-Rundfahrt | Foto: Cor Vos

      06.04.2015 | (rsn) – Die Flandern-Rundfahrt ist Geschichte, jetzt richten sich alle Gedanken auf das grobe Pflaster von Nord-Frankreich: Paris-Roubaix steht am kommenden Sonntag auf dem Programm, und der Vorjahreszweite John Degenkolb (Giant-Alpecin) scheint gewappnet. Sein siebter Platz bei der Flandern-Rundfahrt deutet auch drei Wochen nach dem Sanremo-Sieg noch auf eine gute Form hin.

      „Ich bin zuversichtlich. Roubaix liegt mir noch etwas besser“, sagte Degenkolb beim Ausfahren auf der Rolle nach der 99. Ausgabe der „Ronde“. „Ich habe einen Sieg und eine Top-10-Platzierung, und jetzt kommt das Sahnestückchen“, zog der 26-jährige zufrieden Zwischenbilanz nach zwei der drei Monumenten, die auf seinem Frühjahrs-Speiseplan standen.

      Gefallen hat dem Frankfurter nicht nur das Feedback, das er von seinen eigenen Beinen bekam, sondern auch der Auftritt seiner Teamkollegen, die ihn bis zur dritten und letzten Überquerung des Oude Kwaremont noch gut unterstützen konnten und lediglich im Finale zurückfielen. „Wir haben Geschlossenheit gezeigt und zusammengehalten. Das lässt für nächste Woche hoffen.“

      Bis es am kommenden Sonntag aufs noch gröbere Pflaster in Frankreich geht, steht für Degenkolb nun in erster Linie eines auf dem Programm: „Erholung, Erholung, Erholung. Und am Donnerstag dann nochmal Training“, erklärte er.

      Dabei wird Degenkolb darauf hoffen, dass seine Beschwerden vom Sturz beim E3 Preis nun vollständig abklingen. „In der Hüfte ist links nach wie vor eine Prellung. Es dauert eben, bis das Hämatom weg ist“, sagte er in Oudenaarde – eine große Beeinträchtigung scheint der Schmerz aber nicht gewesen zu sein. „Meine Beine tun jetzt sowieso weh“, scherzte er nach den 265 Kilometern über Hellinge und Kopfsteinpflaster.

      Auch in Roubaix wird Degenkolb es wieder mit Alexander Kristoff (Katusha) zu tun bekommen, den er in Sanremo im Endspurt bezwang, der aber in Flandern nun der mit Abstand stärkste Mann im Feld war. Es musste fast Angst machen, wie Kristoff die letzten zehn Kilometer nach Oudenaarde ganz alleine im Wind fuhr, weil Niki Terpstra (Etixx-Quick-Step) ihm nicht mehr helfen wollte, und wie er trotzdem keine Zeit einbüßte, sondern seinen Vorsprung auf die Verfolger sogar noch ausbaute und am Ende Terpstra problemlos bezwang.

      „Das spricht für Kristoffs Stärke“, sagte Degenkolb nach einem anerkennenden Grinsen, als radsport-news.com ihm die Vorstellung des Norwegers in Oudenaarde schilderte. „Aber es bedeutet auch, dass er es nächste Woche sicher nicht einfacher haben wird.“

      Denn auch wenn eine Woche genug Zeit ist, um sich von der Anstrengung im Finale zu erholen, so werden Kristoff und sein Team in Roubaix nun kaum Hilfe erwarten dürfen. So wie Degenkolb in Flandern, als ihn angesichts des Sanremo-Siegs kaum jemand an die Spitze heranführen wollte, so könnte es in Roubaix Kristoff gehen, wenn die Konkurrenz attackiert.

      Quelle=www.radsport-news.com
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      Autor: unbekannt

      An einem Sonntag in der „Hölle“ / Teil 1

      Lassen wir Herbert Watterott auch hier den Auftakt machen, auch zu Roubaix hat er im vergangenen Jahr eine dreiteilige Serie veröffentlicht die ich euch nicht vorenthalten möchte. Quelle ist, wie eigentlich immer = radsport-news.com



      Herbert Watterott Foto: ROTH

      Eine Idee für die Ewigkeit

      Im nordfranzösischen Kohlenrevier herrschen kurz vor dem Ende des 19. Jahrhunderts Depression und Hoffnungslosigkeit. In Roubaix, einem der weltweit bekannten europäischen Zentren zur Herstellung von Wolle, malochen die Arbeiter unter miserablen Bedingungen täglich zehn Stunden und das sechs Tage in der Woche.

      Auf den arbeitsfreien Sonntag freuen sich die Arbeiter. Eine kleine Elite besitzt das große Kapital und sorgt so für „Brot und Spiele“. Viel Ablenkung bleibt den Menschen nicht. Sie spielen Boule, schauen bei Hahnenkämpfen zu, sind Mitglied in zahlreichen Fanfarenchören und Gesangsvereinen oder gehen im Parc Barbieux spazieren, einem der schönsten Parks zur damaligen Zeit in Nordfrankreich.

      Um die Menschen von ihrer schweren Arbeit abzulenken und ihnen mehr Vergnügen zu bieten, lassen die beiden Industriellen Théodore Vienne und Maurice Pérez, die ihr Geld in der Wollindustrie gemacht haben, 1895 in der Stadt der 1000 Kamine ein Radstadion bauen. Um die entsprechenden finanziellen Mittel für ihr Projekt zusammen zu bekommen, werden Anteilscheine verkauft. Vienne und Pérez holen zunächst die besten Bahnsprinter der Welt nach Roubaix. Die Zuschauer sind begeistert vom Amerikaner George A. Banker aus Pittsburgh, Weltmeister im Sprint 1898 in Wien, vom Franzosen Edmond Jacquelin, Weltmeister 1900 und vom dänischen Wundersprinter Thorvald Ellegaard, der zwischen 1901 in Berlin und 1911 in Rom als Sprint Weltmeister sich sechsmal die Krone des Bahnradsports holte.

      Nachdem sich die Bahnmeetings großer Beliebtheit erfreuen, beschließen die beiden Unternehmer ein Jahr später, also 1896, ein Radrennen von der französischen Hauptstadt Paris nach Roubaix zu veranstalten. Paul Rousseau, der Boss der Zeitung Le Vélo reagiert enthusiastisch und stellt ab sofort Victor Breyer als Radsportredakteur und Organisator ab. Die Strecke für das
      Premierenrennen verläuft von Paris–St.Germain über Beauvais, Amiens, Doullens, Lesquin und Hem nach Roubaix ins Velodrom. Im selben Jahr finden in Athen übrigens auch die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit statt.

      1896 – Die Premiere

      Am Ostersonntag, den 19. April 1896, starten morgens um 5.30 Uhr an der Porte Maillot 51 mutige und hartgesottene Rennfahrer, 45 Profis und sechs Amateure, zur ersten Austragung von Paris in das nordfranzösische Kohlenrevier nach Roubaix. Mit Josef Fischer aus Atzlern bei Neukirchen beim Heiligen Blut in der Oberpfalz gewinnt ausgerechnet ein Deutscher die Premiere. Der 31jährige mit dem Schnurrbart in Form eines Fahrradlenkers fährt einen Schnitt von über 30 km/h und erreicht das Velodrom nach einer Fahrzeit von neun Stunden und 17 Minuten mit 26
      Minuten Vorsprung. Fischer wird auf den letzten 40 Kilometer Kopfsteinpflaster von einem Pferd und einer Herde Kühe angegriffen. Den zweiten Platz belegt Charles Meyer aus Dänemark.

      Dritter wird der Franzose Maurice Garin, der damals am Bahnhof von Roubaix ein Fahrradgeschäft betrieb. Garin gewinnt 1897 und 1898 und wird Sieger der ersten Tour de France 1903, bei der Josef Fischer den 15. Platz belegt und einen Etappensieg in Lyon erreicht. Fischer bleibt nach seinem Erfolg 1896 in Frankreich, bis der Erste Weltkrieg ihn zwingt, 1914 in sein Heimatland Deutschland zurückzukehren.


      1905 – Von der Kaserne in den Sattel

      Im Jahr 1905 bejubeln die radsportverrückten Franzosen ihren neuen Liebling Louis „Trou-Trou“ Trousselier nach seinem Tour de France-Sieg mit fünf Etappenerfolgen. Zu Beginn des Jahres befindet sich der Franzose im Militärdienst und bekommt 24 Stunden Urlaub, um Paris – Roubaix zu gewinnen. Er wurde zum Nationalheld in dieser heroischen Zeit des Radsports.

      1910 – „Anhänger“

      Bis 1910 wird das Rennen jeweils mit Hilfe von Schrittmachern ausgetragen. Meistens werden Derny-Motorräder benutzt, das sind kleine Zweiräder mit etwa 80 ccm Hubraum und angetrieben von einem Gemisch aus Oel und Benzin. Noch heute sind die Klein-Motorräder bei den Sechstagerennen in der Halle im Einsatz. Aber auch Autos werden als Schrittmacher benutzt.
      Das führt oft dazu, dass sich entkräftete Rennfahrer an den Wagen festhalten.

      1917 – Gesiegt und gefallen

      Der Franzose Octave Lapize aus Montrouge (Departement Seine) gewinnt 1909 mit 21 Jahren erstmals den Kopfsteinpflaster - Klassiker, und startet damit seine große Karriere. Lapize siegt auch 1910 und 1911, also dreimal nacheinander. Das trägt ihm als erstem Rennfahrer den „Titel“ Monsieur Paris-Roubaix ein. Dieses Kunststück gelingt bis heute nur noch einem einzigen Fahrer, nämlich Francesco Moser aus Italien zwischen 1978 und 1980.

      Der seit 1914 tobende Erste Weltkrieg beendet jäh die Karriere von Octave Lapize, der auch Toursieger 1910 war. Bei der Luftschlacht von Pont-à-Mousson, einem Städtchen an der Mosel auf halbem Weg zwischen Metz und Nancy in Lothringen, kommt der Franzose ums Leben.

      1918 – Das ist die Hölle

      Der Erste Weltkrieg ist endlich zu Ende. Zehn Millionen Gefallene und zwanzig Millionen Verwundete auf den Schlachtfeldern. Allein auf deutscher Seite finden zwei Millionen Soldaten den Tod. In Deutschland sterben rund 700.000 Menschen den Hungertod. - eine grausame Bilanz. Unter den Opfern befinden sich auch drei Tour de France-Sieger.

      Schwer verwüstet sind die endlosen Ebenen in Nordfrankreich. Als die Organisatoren zur Kontrolle den Parcours besichtigen, bietet sich ihnen ein Bild des Grauens. Sie sind erschüttert vom Elend und Zustand dieser Region. „Das ist die Hölle des Nordens“, schreibt einer der anwesenden Journalisten. Das Rennen Paris-Roubaix hat einen neuen Beinamen. Ein Begriff, der bis heute Gültigkeit hat. Kein Rennen ist von soviel Mystik umgeben, so umstritten, dramatisch und auch traumatisch.

      1919 – Neuanfang – Hunger – Hindernisse

      Am Ende des Ersten Weltkrieges wird Roubaix im Oktober 1918 von den Deutschen erobert. Ein Bombenhagel legt die Radrennbahn in Schutt und Asche. Viele Radrennfahrer überleben den grausamen Krieg nicht, darunter auch die bekannten Profis Lucien Petit-Breton, Octave Lapize und der Luxemburger François Faber.

      Doch am 20. April 1919 folgt dann die 20. Austragung von Paris-Roubaix. Einige bekannte Gesichter sind dabei, die meisten sind aber neu im Feld. Vor dem Start wird der Opfer mit einer Schweigeminute gedacht. Die Fahrt geht durch Schlachtfelder, entlang unzähliger Bombenkrater, vorbei an verkohlten Bäumen und Ruinen. Unterwegs muss plötzlich die vorgesehene Streckenführung geändert werden, weil einfach kein Durchkommen ist.

      Der erste Angriff kommt von Henri Pelissier, dem späteren Sieger und seinem Bruder Francis, der dreimal Reifenschaden hat und einen Hungeranfall erleidet. Hunger haben fast alle, weil sie sich nicht trauen auf den holprigen Straßen die Hände vom Lenker zu nehmen, um zu essen. Dann ist die Strecke plötzlich durch eine geschlossene Bahnschranke versperrt, die Eisenbahnwagen stehen direkt vor den Rennfahrern. Henri Pelissier verliert die Geduld, klettert in den Zug, läuft an den verdutzten Fahrgästen vorbei und steigt an der anderen Seite wieder aus. Nur der Belgier Philippe Thys und Honoré Barthelemy aus Frankreich können ihm folgen. Das Velodrom von Roubaix exisitiert nicht mehr, und so erreicht Henri Pelissier auf der Avenue des Villas den Zielstrich als Erster.

      1923 – Alle sahen „rot“

      Kein Belgier und auch kein Franzose gewinnen in diesem Jahr. Die Zuschauer verstehen die Radsport-Welt nicht mehr und reiben sich die Augen. Im Spurt auf der Piste von Roubaix überspurtet der Schweizer Henri (Heiri) Suter aus Gränichen im Kanton Aargau die gesamte Konkurrenz und triumphiert im roten Dress mit dem weißen Schweizer Kreuz. Erst 2006, also 83 Jahre später, gewinnt mit Fabian Cancellara wieder ein Eidgenosse, der 2010 seinen Erfolg wiederholt. Und Cancellara ist nach dem Sieg im letzten Jahr in den illustren Kreis der dreimaligen Gewinner Octave Lapize (Frankreich), Francesco Moser (Italien) und den drei Belgiern Rik van Looy, Eddy Merckx und Johan Museeuw aufgerückt.

      1927 - Pechvogel

      Der Belgier Georges Ronsse ist 1927 der große Dominator der Quälerei über das Kopfsteinpflaster. Aber in den nächsten fünf Jahren bleibt er vom Pech verfolgt. 1928 überspurtet ihn der Franzose André Leducq, im Jahr darauf hat er den Sieg bereits vor Augen. Aber im Regenbogentrikot des Weltmeisters rutscht Ronsse wenige Meter vor dem Ziel auf der Aschenbahn weg. 1932 versucht er es noch einmal. Er wird zum dritten Mal Zweiter, diesmal überspurtet vom Belgier Romain Gijssels.

      1934 – Ein Mann auf einem Damenrad

      Der Franzose Roger Lapébie aus Bayonne passiert als Erster das Ziel – auf einem Damenrad. Wenige Kilometer vor Roubaix hat Lapébie einen Defekt, schnappt sich das Rad einer Zuschauerin, schließt wieder zur Spitzengruppe auf und schlägt sich alle in einem atemberaubenden Spurt. Aber die Freude währte nicht lange. Weil das damalige Reglement einen Radwechsel noch untersagte, wurde der Franzose deklassiert und der Belgier Gaston Rebry zum Sieger erklärt. Als Rebry ein Jahr später zum insgesamt dritten Mal gewinnt, befindet sich das Ziel auf der
      Pferderennbahn von Marcq-en-Baroeul und 40.000 Zuschauer feiern den Belgier frenetisch.

      1936 - Zielrichter und Zielfilm

      Seit 1929 haben ausschließlich belgische Rennfahrer das schwerste klassische Eintagesrennen gewonnen. Das wurmt besonders die Franzosen, denn 1928 war es zuletzt ihr Landsmann und spätere Toursieger André Leducq (1932 vor Kurt Stöpel aus Berlin), der bei Paris-Roubaix erfolgreich war. 1936 machen der Belgier Romain Maes und der französische Straßenmeister Georges Speicher den Sieg unter sich aus. Alle Zuschauer sehen, dass Maes einen kleinen Vorsprung hat und jubeln. Auch das Zielfoto bestätigt Maes als Sieger. Doch die alleinige Entscheidungsgewalt liegt beim Zielrichter, der hat offenbar „Tomaten auf den Augen“ und erklärt den Franzosen Speicher zum Sieger.

      Die knappste Entscheidung über Sieg und Niederlage fällt 1990, also 54 Jahre später. Erneut trennen Millimeter den Ersten und Zweiten. Diesmal ist der Zielfilm entscheidend. Nach 263 grausamen Kilometern gewinnt der Belgier Eddy Planckaert lediglich mit einem Zentimeter Vorsprung vor dem Kanadier Steve Bauer. Das Zielfoto musste extra vergrößert werden,
      um den richtigen Sieger zu ermitteln.
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      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt

      An einem Sonntag in der „Hölle“ / Teil 2

      von Herbert Watterott

      1947 – Mit Diät zum Erfolg

      Der belgische Weltklasse-Sprinter Georges Claes beherrscht nach dem Zweiten Weltkrieg in den Jahren 1946 und 1947 das Rennen, und er verrät einmal auch sein Erfolgsrezept: „Während des Rennens wenig essen. Ich habe heute nur 300 Gramm Würfelzucker und sieben Bananen zu mir genommen.“

      1949 – Campionissimo-Einspruch und zwei Sieger

      Eine kleine Spitzengruppe wird im Jahr 1949 kurz vor der Einfahrt ins Velodrom von den Streckenposten falsch geleitet. Aber wie ferngesteuert gelangen die Fahrer durch einen Hintereingang auf das Zementoval, und der Franzose André Mahé gewinnt. Den Spurt des großen Feldes entscheidet der Italiener Serse Coppi für sich. Dann kommt der Protest von Bruder Fausto und dem wird stattgegeben. André Mahé wird wegen Verlassens der Rennstrecke deklassiert und Serse Coppi zum Sieger erklärt. Erst nach neun Monaten kommt der internationale Verband zur Einsicht, revidiert die Entscheidung und Serse Coppi sowie André Mahé werden beide zu
      Siegern erklärt.

      Für Fausto Coppi kommt der ganz große Tag erst ein Jahr später. 1950 fährt der Italiener aus Castellania in der Region Piemont nach einem Solo über 45 Kilometer die gesamte Konkurrenz in Grund und Boden und triumphiert.

      1955 – Der Stier des Nordens stirbt

      Der Franzose Charles Crupelandt gewinnt 1912 und 1914 als erster Einwohner von Roubaix sein Lieblingsrennen. Er kämpft in beiden Jahren wie ein Stier gegen die damaligen Koryphäen wie Lapize und Garrigou, geht dadurch in die Annalen ein. Mit seinen Erfolgen trägt er mit dazu bei, dass der französische Norden wieder eine neue Wahrnehmung bekommt. Der Volksheld Crupelandt stirbt 1955 beinamputiert, verarmt und halb blind.

      1996, also 41 Jahre später, wird das letzte Kopfsteinpflasterstück unmittelbar vor dem Einbiegen ins Velodrom nach ihm benannt. Wer die Avenue de Crupelandt mit den letzten 300 Meter Kopfsteinpflaster erreicht, ist der „Hölle“ entronnen.

      1958 – „Le Sprint royal“

      „Quel final – incroyable“, schallt es 1958 aus den Kehlen der zahlreichen Reporter von Radio und Fernsehen auf der Tribüne im Velodrom. Vier Koryphäen kommen auf die Piste in Roubaix: Die drei Belgier Rik van Steenbergen, Rik van Looy und Alfred Debruyne sowie der Spanier Miguel Poblet. Ein sogenannter Kaisersprint. Doch alle Vier gehen leer aus, werden vom unbekannten Belgier Leon Vandaele noch überspurtet. Zweiter wird Poblet, Dritter van Looy. Die Sensation ist perfekt.

      1963 – Rolf Wolfshohl ganz nahe dran

      Auf Platz drei der Siegerliste von Paris-Roubaix werden in 117 Jahren sieben Deutsche geführt. 1932 Herbert Sieronski, 1967 Rudi Altig, 1980 Dietrich Thurau, 1982 Gregor Braun, 1993 Olaf Ludwig, 2000 Erik Zabel und 2007 Steffen Wesemann.

      Den Sieg vor Augen aber hat 1963 der dreimalige Querfeldein-Weltmeister Rolf Wolfshohl aus Köln. Gemeinsam mit dem Belgier Noel Foré liegt er in Führung und kann trotz dreier Defekte immer wieder aufschließen. „Auf der Avenue de Crupelandt, die zur Rennbahn führt, war ich allein“, erinnert sich Wolfshohl.

      Noch 1.600 Meter. Sein Sportlicher Leiter Gaston Plaud signalisiert ihm eine Minute Vorsprung. Das muss reichen, und Wolfshohl nimmt etwas Tempo raus, wischt sich den Dreck aus dem Gesicht, um bei der Siegerehrung nicht auszusehen wie ein Grubenarbeiter. Der Kölner kommt auf die Rennbahn, und plötzlich „fliegen“ Rik van Looy, Emile Daems, Jan Janssen, Raymond Poulidor und Peter Post heran und sausen in der Kurve an ihm vorbei.

      Ohne die zeitliche Falschinformation seines Teamleiters wäre Wolfshohl der Sieger gewesen, denn er war der beste Mann an diesem Tag in der Hölle. Zum Glück gewann den Spurt sein Teamkollege Emile Daems aus Belgien und nicht die anderen. Für Rolf Wolfshohl blieb aber nur Rang elf.

      1964 – „Der fliegende Holländer“

      Bei herrlichem Sonnenwetter und viel Staub geht 1964 im wahrsten Sinne des Wortes die Post ab. Der lange Holländer Peter Post legt die 265 Kilometer mit dem neuen und bis heute gültigen Rekord-Stundenmittel von 45,129 km/h zurück und gewinnt vor dem belgischen Straßen-Weltmeister Benoni Beheyt und dessen Landsmann Yvo Molenaers.

      Post ist der einzige Profi der die 45 Kilometer-Schallmauer durchbrochen hat. Sechs andere Rennfahrer ( die Belgier Rik van Steenbergen, Germain Derycke, Pino Cerami und Johan Museeuw, der Schweizer Fabian Cancellara sowie der Italiener Francesco Moser) bewältigten das Rennen mit einem Stundenmittel von über 43 km/h.

      1965 – Kopfsteinpflaster-Krise

      Mitte der 1960er-Jahre muss der Klassiker eine Krise überwinden. Immer weniger Pflasterpassagen enthält die Strecke. 1965 können nur 22 Kilometer in den Streckenverlauf eingebaut werden. Ein historischer Tiefstand ist
      erreicht. Immer mehr Gemeinden haben ihre alten Kopfsteinpflasterwege inzwischen asphaltiert, und so droht das Rennen sein Markenzeichen zu verlieren. Erst als der Technische Direktor und Streckenbauer Albert Bouvet das
      Kommando übernimmt, geht es wieder aufwärts und neue Passagen werden erschlossen und bis heute erhalten.

      1968 – Die „Hölle“ wird noch heißer

      Die ohnehin schon mörderische Streckenführung wird 1968 modifiziert und durch eine 2.400 Meter lange Passage durch den Wald von Arenberg ergänzt. Hier sind die Pavés, die Kopfsteinpflastersteine, in besonders miesem Zustand.
      Dieses Teilstück gilt bis heute als „Scharfrichter“, denn noch immer sind rund 100 Kilometer zurückzulegen. Für die Favoriten beginnt hier erst das Rennen, für viele ist der Ausflug in die Hölle jäh zu Ende. Zuschauermassen drängen sich auf diesem engen Waldstück und erleben schlimme Stürze. 1998 bricht sich der dreimalige Sieger Johan Museeuw (1996, 2000, 2002) aus Belgien die Kniescheibe und am 15.April 2001 muss der Franzose Philippe Gaumont mit Oberschenkelbruch ausscheiden.

      Der Franzose war in seiner Zeit als Profi mehrmals in Dopingaffären verwickelt. Es wurde ihm die Einnahme von Nandrolon, Amphetaminen und EPO nachgewiesen. Nach einem Herzinfarkt im April 2013 lag Gaumont im Koma, bis am 17. Mai 2013 sein Hirntod festgestellt wurde. Er wurde nur 40 Jahre alt. Gaumont veröffentlichte nach seinem Rücktritt das Buch Prisonnier du Dopage, Gefangener des Dopings.

      1968 – Triumph des Kannibalen

      In diesem Jahr 1968 steht auch der Name Eddy Merckx/Belgien in der Starterliste. Der „Kannibale“, wie er vom französischen Profikollegen Christian Raymond später genannt wird, „fliegt“ durch den Wald von Wallers-Arenberg und gewinnt erstmals. Eine traumhafte und erfolgreiche Karriere beginnt. 1970 und 1973 kommen zwei weitere Siege hinzu. Insgesamt holte sich Merckx in seiner Laufbahn 525 Siege.

      1972 – Siegeszug eines Fanatikers

      Der Belgier Roger de Vlaeminck, sein Spitzname „Der Zigeuner von Eeklo“, aus dem kleinen Städtchen zwischen Brügge und Gent, drückt Paris-Roubaix über drei Jahrzehnte von 1969 bis 1982 seinen Stempel auf. Er trainiert für dieses Rennen jedes Jahr wie ein Bessener, in der Vorbereitung an vier Tagen nahezu 1000 Kilometer. Er kommt auf 14 Teilnahmen, bei denen er 13 Mal das Ziel erreicht. Nur im Jahr 1980 scheidet er vorzeitig aus. Aber 1972, 1974, 1975 und 1977 gewinnt er in
      der Hölle des Nordens und erhält das Gütesiegel „Monsieur Paris-Roubaix“. De Vlaeminck ist bis heute neben seinem Landsmann Tom Boonen der einzige Rennfahrer, der seit 1896 das Rennen viermal siegreich beendete. Dazu wird er viermal Zweiter und einmal Dritter.

      Und eines ist bemerkenswert: Er hatte in dieser Zeit nicht eine einzige Reifenpanne - Glück und Können zugleich. De Vlaeminck benutzte bei seinen Siegen bevorzugt lange Jahre vorher gelagertes Reifenmaterial mit einer besondern Festigkeit und Konsistenz. Mit 37 Jahren beendet Roger De Vlaiminck seine eindrucksvolle Karriere. Nach einem Rennen in Overijse bei Brüssel versteigert er sein Rennrad auf einem großen Festbankett zu Gunsten der Welthungerhilfe.

      Die italienischen Reporter und Tifosi freilich bewerten die drei Siege nacheinander ihres Landsmannes Francesco Moser zwischen 1978 und 1980 so hoch, denn für sie ist Francesco Moser der wahre „Signore Parigi-Roubaix“.

      1981 – Sieg beim „Anachronismus“

      Vor einer gewaltigen Kulisse wird Bernard Hinault, der fünfmalige Toursieger, 1980 in Sallanches am Fuße der Savoyer Alpen neuer Straßenweltmeister. Neun Monate später fasste er endlich den Entschluss bei Paris-Roubaix an den Start zu gehen. Bis dahin hatte er nie einen Hehl aus seiner Abneigung gegen diesen „Anachronismus Kopfsteinpflaster“ gemacht.

      Meisterlich kämpft er sich im Regenbogentrikot des Weltmeisters mit einer Riesenübersetzung von 53x13 über den rutschigen und mit Schlamm bedeckten Belag und siegt unangefochten vor Roger De Vlaeminck aus Belgien und dem Italiener Francesco Moser. Das war einfach weltmeisterlich!

      1983 – Trauriger Rekord

      Der spanische Bahn- und Straßenspezialist Pello Ruiz-Cabestany aus der baskischen Metropole San Sebastian hält bis heute eine einzigartige Rekord-Pechsträhne: 1983, beim Sieg des Holländers Hennie Kuiper, stürzt der baskische Zeitfahrspezialist auf einem einzigen Kilometer sage und schreibe sechsmal!!!

      1988 – Vom siebten Himmel in die Hölle und umgekehrt

      In diesem Jahr scheint während des Rennens die Sonne über Nordfrankreich. Fast 275 Kilometer sind absolviert und zwei Rennfahrer greifen nach dem Sieg. Der Belgier Dirk Demol aus Kuurne und der Schweizer Thomas Wegmüller aus Bern sind schon 222 Kilometer gemeinsam an der Spitze. Sie haben fast zwei Minuten Vorsprung vor der illustren Konkurrenz, die vom Franzosen Laurent Fignon angeführt wird.

      Beide versuchen sich gegenseitig durch Stehversuche zu überrumpeln. Plötzlich fliegt durch einen Windstoß eine Plastiktüte in die Kette von Wegmüllers Rad. Der Schweizer schaltet wild hin und her in andere Gänge. Aber das hilft nichts. Trotz dieses Missgeschicks kann Wegmüller mithalten, aber am Ende fehlen ihm zwei Sekunden zum Sieg. Für ihn ist es die Hölle, während sich Demol wie im Paradies fühlt.


      Quelle=www.radsport-news.com

      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
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      Autor: unbekannt

      An einem Sonntag in der „Hölle“ / Teil 3

      von Herbert Watterott

      1991 – Olaf Ludwigs unerfüllter Traum

      Gewinner der Friedensfahrt mit einer Menge von Etappenerfolgen, Olympiasieger 1988 in Seoul, Etappensieger bei der Tour de France und Weltcup-Erster. Eine stolze Bilanz. Aber einem Ziel jagt Olaf Ludwig seit Beginn der 1990er-Jahre hinterher: ein Sieg bei Paris-Roubaix. 1991 gehört er erstmals zu den ersten zehn im Klassement und wird Neunter. Dann folgen die Resultate Zweiter, Dritter und Vierter. Aber allmählich läuft ihm die Zeit weg. 1996 zieht Ludwig aus, um das Rennen zum Abschluss seiner Karriere doch noch zu gewinnen. Der Geraer liegt in der Spitzengruppe zusammen mit den vier Mapei-Profis Johan Museeuw aus Belgien und den drei Italienern Bortolami, Tafi und Ballerini.

      Dann erleidet Ludwig einen Defekt und die Konkurrenz greift an. Ludwigs Helfer Rolf Aldag und Brian Holm aus Dänemark wollen ihren Kapitän wieder an das Quartett heranführen. Dabei fährt Ludwig zu schnell in eine Linkskurve, rutscht aus und findet sich im Krankenwagen wieder. „Ich weiß nicht, ob ich fünf Sekunden oder fünf Minuten bewusstlos auf der Straße gelegen habe“, sagt er.

      Am dichtesten dran ist er 1992, als er nur dem Franzosen Gilbert Duclos-Lasalle unterliegt. Als Erinnerung bis heute bleibt ihm noch die Tatsache, dass er nach der Kopfsteinpflaster-Tortur bei Paris-Roubaix drei Tage lange kein Messer in der Hand halten konnte und seine Frau Heike ihm die Butterbrote schmieren musste.

      1994 – Wintereinbruch im April

      In diesem Jahr sagt der Wetterbericht seit Tagen schlechtes Wetter voraus. Manche glauben sie wären in Sibirien, denn die „Hölle“ zeigt sich an diesem 10.April von ihrer kältesten Seite seit Jahren. Schnee und Schneematsch machten das Rennen zu einer Tortur. Nur die Besten der Besten können bestehen. Es gewinnt eine schillernde Fahrerpersönlichkeit. Der Mann heißt Andrej Tchmil, aufgewachsen in Russland, ausgestattet mit einer ukrainischen Lizenz und damals wohnhaft
      in Roubaix. Zugleich ist es der erste Sieg eines Rennfahrers aus einem osteuropäischen Land.

      1996 – Regie im Hintergrund und eine Drohung

      Die übermächtige Mapei-Mannschaft, mit reichlich Sponsorengeld vom italienischen Industriellen Giorgio Squinzi versorgt, beherrscht 1996 das Rennen vom Start bis ins Ziel. Am Ende treffen Johan Museeuw, Gianluca Bortolami und Andrea Tafi alleine im Velodrom ein und überqueren auch in dieser Reihenfolge den Zielstrich, nachdem ihr Sportlicher Leiter Patrick Lefévère diesen Einlauf bestimmt hatte. Nur weil er im entscheidenden Moment einen Defekt hatte, war der vierte Mapei-Profi Franco Ballerini (Sieger 1995 und 1998) nicht dabei.

      Mapei-Boss Giorgio Squinzi war im siebten Himmel und über Nacht in der Hölle. Die Einflussnahme und die Anweisung des Sportlichen Leiters Patrick Lefévère verurteilten die italienischen Zeitungen vehement, worauf Geldgeber Squinzi drohte, sich als Sponsor zurückzuziehen.

      1998 – Der Gentleman aus der Toskana

      Drei Jahre nach seinem ersten Erfolg begeistert 1998 der Italiener Franco Ballerini aus Florenz die Massen entlang der Strecke durch seine elegante und fast mühelos aussehende Fahrweise. Ich hatte als ARD-Reporter einige Male die Gelegenheit, mit Ballerini zu plaudern. Nach seinem zweiten Sieg trafen wir uns zufällig auf dem Brüsseler Flughafen und er schenkte mir den symbolischen Pflasterstein, den er als Sieger wenige Stunden vorher bei der Ehrung im Velodrom von Roubaix
      bekommen hatte. Natürlich mit seinem begehrten Autogramm.

      13 Jahre lang startet er bei seinem Lieblingsrennen und beendet seine Karriere am 15. April 2001 bei seiner letzten Teilnahme. Franco Ballerini übernimmt danach das Amt des italienischen Nationaltrainers für die Straße und führt in zehn Jahren immerhin vier Azzurri zu Weltmeisterschaften auf der Straße, und zwar Mario Cipollini 2002 in Zolder/Belgien, Paolo Bettini 2006 in Salzburg und 2007 in Stuttgart sowie Alessandro Ballan 2010 in Varese/Italien.

      Am 7.Februar 2010 verunglückt Franco Ballerini als Beifahrer bei einer Auto-Amateur-Rallye in der Toskana und erliegt seinen schweren Verletzungen.

      2000 - Dieses Knie kann es wieder

      Johan Museeuw, von seinen belgischen Fans „Löwe von Flandern“ genannt, möchte nach den beiden dritten Plätzen 1995 und 1997 sowie dem Sieg 1996 im Frühjahr 1998 noch einmal zeigen was in ihm steckt.

      Aber im Wald von Wallers-Arenberg schlägt „der Blitz“ in das Rennen und trifft Johan Museeuw fürchterlich. Auf dem glitschigen Kopfsteinpflaster stürzt Museeuw und bricht sich die Kniescheibe. Nach vielen Komplikationen und langem Heilungsprozess steht Museeuw im Jahr 2000 wieder am Start, das verletzte Knie ist wieder heil, und nach fast sieben Stunden Fahrzeit kommt er als Erster auf die Zementpiste von Roubaix. Er streckt auf der Zielgeraden das linke Bein in die Luft,
      zeigt auf sein genesenes linke Knie und fährt wie ein Kunstradfahrer durchs Ziel als wolle er sagen: „Dieses Knie kann es wieder.“ Zum weiteren Beweis gewinnt er 2002 zum dritten Mal Paris-Roubaix.

      2001 – Pech, Pannen und geplatzte Träume

      Nach dem bisher einzigen deutschen Sieg durch Josef Fischer beim Premieren-Rennen 1896 hat es kein deutscher Fahrer mehr geschafft, den Klassiker Paris-Roubaix zu gewinnen.

      Oft fehlten nur wenige Kilometer bis ins Velodrom. Durch Defekte und Reifenpannen blieben die großen Triumphe aus.

      Nach seinem Pech 1963 traf es den mehrmaligen Querfeldein-Weltmeister Rolf Wolfshohl 1965 erneut brutal hart. Während Rik van Looy das Ziel ohne Reifenpanne und zum dritten Mal als Sieger erreichte, waren seine Widersacher Wolfshohl und Jan Janssen aus Holland auf verlorenem Posten. In weniger als einer halben Stunde erlitt der Kölner Cross-Spezialist drei Reifendefekte und stürzte einmal. Janssen brauchte für die gleiche Pechsträhne nur zehn Minuten!!! So zerplatzten die Siegesträume wie Seifenblasen.

      Im Jahr 2001 musste der Deutsche Steffen Wesemann bei Regen und Eiseskälte nach 255 Kilometer seine Siegesambitionen begraben. Schuld daran war ein defekter Rennschuh. Auf den letzten 70 Kilometern hatte Wesemann wiederholt Schwierigkeiten mit seinem linken Schuh. Das ganze Drama war bestens in der Eurovsionsübertragung des Französischen Fernsehens zu verfolgen. Als Live-Kommentator der ARD hatte ich so etwas in all den Jahren noch nie erlebt.

      Die Sohle mit der Klickvorrichtung für die Pedale war defekt. Zweimal Radwechsel, einmal die Pedale und danach kämpft sich Wesemann immer wieder alleine an die enteilte Spitzengruppe heran. Ein Schuhwechsel war zu riskant, Wesemann verzweifelt, war in blendender Form und konnte nichts ausrichten. Er erreichte die glitschige Piste des Velodroms von Roubaix 41 Sekunden hinter dem holländischen Sieger Servais Knaven auf dem siebten Platz. Nur 55 Fahrer von 190 Startern überstanden die „Hölle des Nordens“.

      2005 – Tom Boonen der neue Rekordmann 2014?

      Nach seinen beiden Siegen 2005 und 2008, die er im Spurt auf der Piste des Velodroms von Roubaix entscheidet, meistert Tom Boonen, der geborene Kopfsteinpflasterfahrer 2009 alle Klippen unterwegs, hängt das gesamte Feld ab und gewinnt als Solist. Seine mit Abstand beeindruckendste und dominanteste Leistung zeigt „Tommeke“ 2012. An diesem warmen und trockenen Tag macht sich der Belgier 53 Kilometer vor dem Ziel im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Staub und wird nie mehr gesehen. Damit schließt er zu seinem Landsmann Roger de Vaeminck auf, der bisher als Einziger zwischen 1972 und 1977 viermal das qualvolle Rennen von Paris nach Roubaix gewonnen hat.

      Am letzten Sonntag zeigte Boonen eine ansprechende Leistung und wurde Siebter bei der Flandern-Rundfahrt. Aber es fehlen ihm während der Vorbereitungsphase viele Trainings- und Rennkilometer. Die ideale Basis, um Paris-Roubaix zum fünften Mal zu gewinnen, ist noch nicht da, nachdem er Mailand-San Remo wegen familiärer Probleme auslassen musste. Aber Tom Boonen kann sich wie keine Zweiter auf große Ziele konzentrieren. Am Sonntag könnte er mit dem fünften Sieg unauslöschliche Geschichte schreiben.

      2014 – Cancellara macht erenut Jagd auf das Double


      Wie fast bei all seinen großen Siegen wird Fabian Cancellara aus der Schweiz am vergangenen Sonntag hinter dem Ziel der Flandern-Rundfahrt in Oudenaarde von seiner Frau Stefanie erwartet und nach dem ersten Sieg in dieser Saison in die Arme geschlossen. Sie sind im siebten Himmel und könnten das am kommenden Sonntag auch sein. Denn der viermalige Zeitfahr-Weltmeister aus Bern ist in einer bestechenden Form und zeigte bei der Ronde van Vlaanderen eine Meisterleistung an taktischem Geschick und finaler Spurtkraft.

      Cancellara fühlt sich wie sein großer Widersacher Boonen wohl auf den groben Pavés, dem Kopfsteinpflaster so groß wie Katzenköpfe. 2006 und 2010 distanzierte er die gesamte Gegnerschaft und kam als Solosieger ins Velodrom, letztes Jahr schlug er seinen einzigen Begleiter Sep Vanmarcke aus Belgien im Zweierspurt.

      Zum vierten Mal Roubaix-Sieger werden und das begehrte Double mit Flandernrundfahrt und Paris-Roubaix schaffen, sind die nächsten Ziele am Sonntag in der „Hölle“. Und dann warten als Siegertrophäe wieder der Original-Pflasterstein und seine Frau Stefanie hinter dem Ziel auf Fabian Cancellara. Am Sonntag müssen bei der 112. Austragung zwischen dem traditionellen Startort Compiègne, 80 Kilometer nördlich von Paris und dem Ziel in Roubaix 257 Kilometer bewältigt werden, darunter 28 Sektoren mit insgesamt 51,1 km Kopfsteinpflaster.

      Der leider schon verstorbene frühere französische Tour de France-Sieger Laurent Fignon, der Paris-Roubaix nie gewinnen konnte, hat einmal gesagt: „Ein Rennen voller Traumas, voller Ängste und Euphorien, faszinierend und schwer. Wenn die Form stimmt, liebt man Paris-Roubaix, vergisst die fürchterlichen Schmerzen in den Armen und Händen. Wenn man schwach ist, wird alles zur Hölle.“ So ist es wohl!


      Quelle=www.radsport-news.com

      Anmerkung von mir: Wie oben erwähnt, wurde Terpstra 2014 Sieger, also weder Boonen noch Cancellara. Beide sind 2015 nicht am Start. Siehe Flandern Rundfahrt.
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt

      Fünf Favoriten für das 113. Paris-Roubaix

      10.04.2015 | Compiegne (dpa) - 253,5 Kilometer durch die „Hölle des Nordens“ und am Ende wartet zur Belohnung nur ein Pflasterstein als Siegerpokal. Für John Degenkolb ist es trotzdem Anreiz genug. Der zum 113. Mal ausgetragene Frühjahrsklassiker
      Paris-Roubaix, der diesmal 27 gefürchtete Pavé-Sektoren auf 52,7 Kilometern bereithält, ist das Lieblingsrennen des Frankfurters. Im Vorjahr belegte er Platz zwei und schrammte knapp am ersten deutschen Sieg seit 1896 vorbei, als Josef Fischer die erste Austragung gewann. Neben Degenkolb stehen weitere Radprofis im Blickpunkt, so etwa Bradley Wiggins, der seine Straßenradkarriere in Roubaix beendet oder der Norweger Alexander Kristoff, der die Flandern-Rundfahrt gewann und zuletzt sechs Siege in neun Tagen einfuhr.


      John Degenkolb (Giant-Alpecin) will erstmals in seiner Karriere Paris-Roubaix
      gewinnen. | Foto: Cor Vos


      DIE DEUTSCHE HOFFNUNG:
      Für Degenkolb wäre es ein Traum, auf der alten Betonpiste in Roubaix zu triumphieren. Bei der letztjährigen Austragung war er als Zweiter hinter Niki Terpstra schon nah dran am ersten deutschen Sieg seit Josef Fischer. „Die Form stimmt und das
      Rennen liegt mir besser als die Flandern-Rundfahrt. Ich bin zuversichtlich“, sagt Degenkolb. Die Flandern-Rundfahrt hatte er auf einem guten siebten Platz beendet, bei Mailand-Sanremo hatte er seinen ersten Sieg bei einem der fünf Monumente eingefahren. Für viele ist es nur eine Frage der Zeit ist, bis der 26-Jährige auch die „Königin der Klassiker“ gewinnt.



      Bradley Wiggins (Sky) will am Sonntag Paris-Roubaix gewinnen. | Foto: Cor Vos

      DER SEITENWECHSLER:
      Sir Bradley Wiggins hat sich bewusst Paris-Roubaix für das Ende seiner Straßenradkarriere ausgesucht. „Das Rennen ist ein Kindheitstraum von mir“, sagt der Tour-de-France-Sieger von 2012 und ergänzt: „Sicher, die Tour war eine große Sache, aber hier ist nach sechs Stunden alles vorbei. Es ist der große Gegensatz. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass das Rennen mal von einem Dopingskandal überschattet worden ist. Es geht um nichts anderes als um Radsport.“ Wiggins, 2014 Neunter in Roubaix, widmet sich nach dem Rennen wieder dem Bahnradsport und nimmt die Mission Olympia-Gold in Angriff. In Rio 2016 will der 34-Jährige weitere Medaillen zu seiner beachtlichen Sammlung (viermal Gold, einmal Silber,
      zweimal Bronze) hinzufügen.



      Alexander Kristoff (Katusha) will nach der Flandern-Rundfahrt nun auch
      Paris-Roubaix gewinnen. | Foto: Cor Vos


      DER SERIENSIEGER:
      Alexander Kristoff ist der Mann der Stunde. Am Mittwoch gewann der Norweger auch den Scheldeprijs und machte den sechsten Sieg in neun Tagen perfekt. „Ich hoffe, ich kann meine Serie in Roubaix fortführen, aber das Rennen ist anders. Ich habe dort bislang nie gut abgeschnitten“, sagt Kristoff, der in der laufenden Saison schon auf bisher schon elf Erfolge kommt. Als Gewinner der Flandern-Rundfahrt gehört der Katusha-Profi automatisch zu den Topfavoriten. In seiner Heimat gilt er bereits als legitimer Nachfolger des früheren Weltmeisters Thor Hushovd.


      Gelingt Titelverteidiger Niki Terpstra (Etixx-Quick-Step) ein zweiter Coup? |
      Foto: Cor Vos


      DER TITELVERTEIDIGER:

      Niki Terpstra nutze im vergangenen Jahr die Gunst der Stunde und fuhr bei Paris-Roubaix überraschend einen Solosieg ein. Der Niederländer profitierte davon, dass ihm aus der Favoritengruppe keiner so recht hinterherfahren wollte. Dass der Coup kein Zufall war, bewies Terpstra am vergangenen Sonntag bei der Flandern-Rundfahrt, als er mit Kristoff am Kruisberg weit vor dem Ziel davonfuhr und dem Skandinavier nur im Schlusssprint unterlegen war. Roubaix dürfte dem tempoharten früheren Milram-Profi noch mehr liegen.


      Noch nicht viel Grund zur Freude hatte in dieser Saison
      Peter Sagan (Tinkoff-Saxo) | Foto: Cor Vos


      DER UNTER DRUCK GERATENE:
      Ein Jahresgehalt von rund vier Millionen Euro sollen dem russischen Milliardär Oleg Tinkov die Dienste von Peter Sagan wert gewesen sein. Doch der Slowake konnte an seine erfolgreiche Liquigas-Cannondale-Zeit bislang noch nicht anknüpfen und holte erst einen Sieg, was auch ein Grund für das bislang so bescheidende Abschneiden des Saxo-Tinkoff-Rennstalls ist. Teamchef Bjarne Riis wurde vom ungeduldigen Teambesitzer bereits gefeuert. Tinkov fordert vehement Siege ein – vor allem von seinen Stars wie Alberto Contador und eben Sagan. Vierte Plätze wie der von Sagan bei der „Ronde“ sind für Tinkov Niederlagen. Nach außen geht der Slowakische Meister mit dem Druck cool um. Vielleicht klappt es ja in Roubaix, wo Sagan im Vorjahr Sechster wurde.


      Quelle=www.radsport-news.com
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt

      Degenkolb gewinnt die „Königin der Klassiker"


      John Degenkolb (Giant-Alpecin) gewinnt das 113. Paris-Roubaix. | Foto: Cor Vos

      12.04.2015 | (rsn) – John Degenkolb (Giant-Alpecin) hat nach einer makellosen Vorstellung die 113. Auflage von Paris-Roubaix gewonnen. Der 26 Jahre alte Frankfurter ließ über 253,5 Kilometern von Compiégne ins Velodrome von Roubaix im Sprint
      einer siebenköpfigen Spitzengruppe den Tschechen Zdenek Stybar (Etixx-Quick-Step) und den Belgier Greg Van Avermaet (BMC) hinter sich.

      Degenkolb ist nach Josef Fischer im Jahr 1896 bei der ersten Austragung der zweite Deutsche, der die „Königin der Klassiker" für sich entscheiden und der erste Profi nach Sean Kelly im Jahr 1986, der Mailand-Sanremo
      und Paris-Roubaix innerhalb einer Saison gewinnen konnte.

      „Das ist das Rennen, von dem ich immer geträumt habe es zu gewinnen. Mailand-Sanremo war klasse, aber das hier ist etwas, was ich noch nicht fassen kann“, kommentierte Degenkolb im Ziel seinen zweiten Triumph bei
      einem der fünf Radsport-Monumente.

      Einen hervorragenden Auftritt legte auch Martin Elmiger (IAM) hin. Der Schweizer Meister sprintete in Roubaix auf den fünften Platz. Und auch der deutsche Zweitdivisionär Bora-Argon 18 konnte zufrieden sein, denn der Amberger Andreas Schillinger landete auf Rang 16 und war damit zweitbester deutscher Fahrer und lag praktisch gleichauf mit dem entthronten Titelverteidiger Niki Terpstra (Etixx-Quick-Step), der diesmal Rang 15 belegte. Alexander Kristoff (Katusha), am vergangenen Wochenende Gewinner der Flandern-Rundfahrt, wurde Zehnter.

      Endstand:
      1. John Degenkolb (Giant-Alpecin)
      2. Zdenek Stybar (Etixx-Quick-Step) s.t.
      3. Greg Van Avermaet (BMC)
      4. Lars Boom (Astana)
      5. Martin Elmiger (IAM)
      6. Jens Keukeleire (Orica-GreenEdge)
      7. Yves Lampaert (Etixx - Quick-Step) +0:07
      8. Luke Rowe (Sky) +0:28
      9. Jens Debusschere (Lotto Soudal) +0:29
      10.Alexander Kristoff (Katusha) +0:31


      Quelle=www.radsport-news.com
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt
      Aber klar doch, such dir was aus

      Montag 13. April 10:47 - 12:29 Radsport: Eintagesfahrt Paris-Roubaix / Die 'Königin der Klassiker' über 253km
      Dienstag 14. April 16:00 - 17:15 Radsport: 113. Eintagesfahrt Paris-Roubaix 2015 in Frankreich Die 'Königin der Klassiker' über 253km / Aufzeichnung vom Sonntag
      Mittwoch 15. April 10:30 - 11:30Radsport: 113. Eintagesfahrt Paris-Roubaix 2015 in Frankreich Die 'Königin der Klassiker' über 253km / Aufzeichnung vom Sonntag
      15:00 - 16:00 Radsport: 113. Eintagesfahrt Paris-Roubaix 2015 in Frankreich Die 'Königin der Klassiker' über 253km / Aufzeichnung vom Sonntag
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt
      In der Tat war das geil, ich dachte schon er hätte fertig als die anderen wieder ran kamen, doch im Stadion konnte es nur noch einen geben. Flandern hab ich mir komplett angetan, Roubaix nur zwischendurch und noch die letzten 40 km.
      Dazwischen hab ich mir selbst 20 km gegönnt, allerdings ohne Kopfsteinpflaster.
      "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
      "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.

      Autor: unbekannt
      Habe mir noch nachts um 12 die Wiederholung der letzten 40 km auf Eurosport gegönnt. Ganz stark, wie er die Lücke zu van Avermaet und Lampaert zugefahren hat. Er hat damit alles riskiert und am Ende verdient gewonnen. Mailand - San Remo und Paris - Roubaix in einem Jahr: Das ist schon extrem lobenswert!