Angepinnt Cantera y Afición

    • Anstoss 3

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      Single Malt schrieb:

      Apropos: War es nicht bei Anstoß 3 so, dass man den Schiri schmieren konnte? Hat einer von euch das mal gemacht?


      Ja, kann man, habe ich aber noch nie gemacht. Ich glaube, das funktioniert nur, wenn man einen Schiri hat, der gemäss Ereignis "pleite und auf der Strasse" ist. Die Konstellation ist äusserst selten bzw. vergesse ich das dann auch wieder.



      Kapitel 53: Marzo 2022



      35. Woche | 28. Februar – 6. März 2022



      Ereignisse:
      • José Gómez und Javier Sánchez unterschreiben Profiverträge bis 2031. Unsere Fixgehälter steigen dadurch auf 27.600.000 €.
      • Ein Angebot über 2.100.000 € von Atromitos Athen für Sergi Enrich wird abgelehnt.
      • Ergebnisse in der Champions League (Zwischenrunde):
        Real Madrid – Manchester United 2:1
        Sporting Braga – FC Valencia 3:3
      • Ergebnisse in der Europa League (Achtelfinale):
        Real Sociedad – HNK Hajduk Split 4:1 / 2:0

      Spiele:

      Mittwoch, 03.03.2022 – Champions League, Zwischenrunde, 6. Spieltag
      SD Eibar107 (1.) – FC Midtjylland85 (4.)

      Aufstellung
      Riesgo – Andújar Moreno, Calderón, Juncà – Pedro León, González, Marín, Astiz, Márquez – Gómez Novo, Enrich

      Kommentar

      Meine Prognose, dass dies eine ausgeglichene Gruppe würde, hätte nicht treffender sein können. Vor der abschliessenden Runde kann jede Mannschaft noch auf jedem Platz landen. Für uns ist die Ausgangslage indes sonnenklar: Sieg = Gruppensieg, Unentschieden = Platz 2, bei einer Niederlage finden die Viertelfinals ohne uns statt. Für die Dänen wäre ein Weiterkommen eine Sensation und tatsächlich schaffen sie es, uns mit einer zähen Manndeckung das Leben schwer zu machen. Erst nach einer halben Stunde kann Gómez Novo nach einem herrlichen Steilpass durchbrechen, schiebt den Ball aber am Tor vorbei. Wenig später hat Pedro León eine Freistoss-Gelegenheit, die er prompt zum beruhigenden 1:0 nützt (36.).

      Nach der Pause muss Midtjylland kommen, agiert aber relativ harmlos. Obwohl wir auch nicht zu überzeugen wissen. Nur bei ruhenden Bällen dürfen die 30 mitgereisten Gästefans hoffen, so auch bei Römers Freistoss in der 66. Minute, der die Latte streift. Mehr ist nicht drin, wir stehen zum zweiten Mal im Champions-League-Viertelfinale!

      Telegramm

      36. Pedro León 1:0 (4. Tor)

      Chancen: 2:2
      Mann des Spiels: Pedro León (2.0)

      Tabelle







      Samstag, 06.03.2022 – Primera División, 26. Spieltag
      FC Valencia101 (15.) – SD Eibar112 (1.)

      Aufstellung
      Riesgo – Andújar Moreno, Calderón, Juncà – Pedro León, Rodríguez, Marín, Astiz, Inui – Gómez Novo, Armas

      Kommentar

      Der Meister hat auch mit neuem Trainer nicht in die Spur gefunden und ist dem Abstieg näher als dem Europapokal. Unsere Partien gegen Valencia sind traditionell wenig torreich, danach sieht es auch heute aus. Bis zur 39. Minute herrscht tote Hose, dann bringt uns ein Freistoss von Pedro León unverhofft in Führung. Sekunden vor dem Pausenpfiff verpasst Pritchard knapp den Ausgleich.

      Nach dem Seitenwechsel geht es zunächst wenig attraktiv weiter. Eine gute Stunde ist um, als Marín für ein Foulspiel eine überharte rote Karte sieht. Wir stellen auf 3-5-1 um, indem Escalante für Armas kommt. Valencia weiss die Überzahl jedoch geschickt zu nutzen und kommt zu Chancen. Hassans Abschluss nach 67. Minuten ist zum Glück harmlos. Dank dem Unvermögen des Heimteams halten wir das 1:0, bis Allen fünf Minuten vor Schluss einen Abpraller verwerten kann. Gleich darauf haben wir Glück, dass Fonseca das Spiel nicht noch dreht.

      Telegramm


      39. Pedro León 0:1 (5. Tor)
      62. Rote Karte für Marín
      63. Escalante für Armas
      85. Allen 1:1

      Chancen: 5:2
      Mann des Spiels: Mikel San José (2.5)
      Elf des Tages: keiner

      Tabelle
      1. SD Eibar 58
      2. Real Sociedad 49
      3. FC Málaga 48
      4. FC Barcelona 46
      5. Real Betis Sevilla 44



      Wochenrückblick
      Letztes Jahr hat unsere A-Jugend nach der Beförderung der besten Talente fast besser gespielt. Hoffen wir, dass es nach dem Abzug von Gómez und Sánchez wieder so ist, denn die Mannschaft befindet sich im akuten Abstiegskampf.
      Definitiv nicht ans letzte Jahr anknüpfen können die europäischen Titelverteidiger, Sporting Lissabon und Hajduk Split. Beide müssen die Wiederholung ihres Triumphes begraben. Wir dagegen sind immer noch im Geschäft und gespannt auf die Auslosung der Viertelfinals. Diese bringt Real Madrid das vermeintlich einfachste Los, je ein deutsches und englisches Duell – und uns einmal mehr Inter Mailand als Gegner.





      36. Woche | 7. – 13. März 2022



      Ereignisse:
      • Die Sperre für Garcia Marín wird auf ein Spiel festgelegt.
      • Real Madrid ist der einzige Erstligist im Halbfinale der Copa del Rey. Neben den Königlichen verbleiben die Zweitligisten Cádiz und Levante sowie Drittligist Alavés im Wettbewerb.

      Spiele:

      Samstag, 13.03.2022 – Primera División, 27. Spieltag
      SD Eibar109 (1.) – FC Getafe92 (13.)

      Aufstellung

      Rodríguez – Capa, A. Fernández, B. Fernández – Pedro León, Rodríguez, Domínguez, Astiz, Márquez – Gómez Novo, Enrich

      Kommentar
      Nach sieben Spielen ohne Sieg muss der eigentlich sorgenlose Aufsteiger aufpassen, nicht nochmal hinten rein zu rutschen. Die Startphase verläuft ruhig, bis wieder mal eine rote Karte gezückt wird. Diesmal allerdings nicht gegen uns – Getafe-Angreifer Luis Pedro deckt den Schiri mit einigen Schimpfwörtern ein, sein Arbeitstag ist beendet. Die Gäste somit im Rückwärtsgang, Rodríguez verpasst in der ersten halben Stunde die Führung jedoch gleich zweimal. Dann wird auch Capas Schuss von Guaita stark pariert.

      Die Geduld nicht verlieren, mahne ich das Team in der Pause. Doch meine ist spätestens mit der nächsten verpassten Möglichkeit durch Rodríguez über den Jordan. Unser Sturm ist heute nicht zu sehen und unsere Abwehr auch nicht, als Scepovic nach 70 Minuten einen Konter zum 0:1 abschliesst. Wir werfen jetzt alles nach vorn, haben gefühlte 90% Ballbesitz. Doch Benigno Fernández vergibt auch unsere letzte gute Chance.

      Telegramm


      13. Rote Karte für Luis Pedro
      70. Scepovic 0:1

      Chancen: 7:1
      Mann des Spiels: Vicente Guaita (2.0)
      Elf des Tages: keiner

      Tabelle
      1. SD Eibar 58
      2. Real Sociedad 49
      3. FC Málaga 48
      4. Real Betis Sevilla 47
      5. FC Barcelona 47



      Wochenrückblick

      Es ist eins dieser Spiele, wo der Ball einfach nicht ins Tor will. Kritisch betrachtet müssen wir uns allerdings eingestehen, dass wir zwar viele, aber nicht sehr hochkarätige Chancen hatten. Zudem hat Getafe unsere beiden Stürmer gut abgemeldet, sodass sich auf unserer Seite die weniger guten Torschützen versuchen mussten. Immerhin, unser erster Verfolger Sociedad hat ebenfalls verloren.



      37. Woche | 14. – 20. März 2022



      Ereignisse:
      • Jugendspieler Javier Ruiz verbessert sich auf Stärke 3.


      Spiele:


      Mittwoch, 17.03.2022 – Champions League, Viertelfinale, Hinspiel
      Inter Mailand94SD Eibar97

      Aufstellung
      Riesgo – Capa, Calderón, B. Fernández – García, Rodríguez, Domínguez, Astiz, Márquez – Gómez Novo, Garrido

      Kommentar
      Vor zwei Jahren hat uns Inter im Halbfinale gestoppt, wobei wir damals das Auswärtsspiel gewinnen konnten. Heuer in der Gruppenphase haben wir mit einem 1:1 auswärts und einem 3:5 zuhause ebenfalls den Kürzeren gezogen. Nach der Enttäuschung vom Wochenende schicke ich eine junge Mannschaft aufs Feld, die unerschrocken beginnt. Astiz und Garrido verpassen in der ersten Viertelstunde den Führungstreffer. Dann kommt Inter: Niang verpasst zunächst noch, doch Perisic weiss mit dem Zuspiel von Gabriel mehr anzufangen. 1:0 für das Heimteam nach 18 Minuten. Die Partie bleibt munter. In der 30. Minute schickt Calderón Capa hinter die Abwehr, der Frara mit der Pike bezwingt. Das Heimteam ist wieder am Zug, doch weder D’Ambrosio noch Jovetic können die Führung wiederherstellen.

      Die zweite Halbzeit beginnt etwas ruhiger. Nach zehn Minuten reagiert der 17-jährige Garrido am schnellsten auf eine Capa-Flanke und markiert das 2:1! Inter erhöht jetzt die Schlagzahl und belohnt sich in der 68. Minute durch Giuliano mit dem 2:2. Das ist immer noch ein gutes Ergebnis, aber Gómez Novo ist anderer Meinung. Gabriel blockt einen Schuss von Rodríguez genau vor seine Füsse und unser Goalgetter lässt sich nicht zweimal bitten – 2:3 (69.)! Davon erholen sich die Italiener nicht mehr, im Gegenteil. Mit etwas mehr Präzision bei den Kontern in den Schlussminuten könnten wir sogar noch einen drauflegen!

      Telegramm


      18. Perisic 1:0
      30. Capa 1:1 (1. Tor | Calderón)
      54. Garrido 1:2 (1. Tor | Capa)

      68. Giuliano 2:2
      69. Gómez Novo 2:3 (3. Tor)

      Chancen: 6:8
      Mann des Spiels: Kevin Strootman (2.0)



      Samstag, 20.03.2022 – Primera División, 28. Spieltag
      Atlético Madrid118 (10.) – SD Eibar121 (1.)

      Aufstellung
      Rodríguez – Capa, A. Fernández, Juncà – Pedro León, Rodríguez, Escalante, González, Inui – Gómez Novo, Garrido

      Kommentar

      Atlético ist auf dem Weg nach oben, wir wollen sie heute ausbremsen. Das Vorhaben lässt sich gut an. Schon in der zweiten Minute erwischt Pedro León Moreira bei einem Freistoss in der Torwartecke. Und bloss eine Minute später Freistoss von der anderen Seite, diesmal herrlich über die Mauer gezirkelt. 0:2 nach drei Minuten, was ist denn hier los? Der Bär ist los, denn weitere zwei Minuten später legt Capa im Strafraum auf Rodríguez zurück, der auf 3:0 erhöht. Das geht hier so weiter – 8. Minute, Garrido legt mit der Hacke auf González zurück, diesmal knapp vorbei. Zehn Minuten später meldet sich das Heimteam an. Carrasco bricht durch und legt quer für Gameiro, der locker einschiebt. Zwei Minuten später mausert sich Carrasco erneut durch, diesmal heisst der Empfänger Correa, aber das Ergebnis ist dasselbe, nämlich Tor. Jetzt ist wieder was los auf den Rängen, doch wir übernehmen wieder die Kontrolle. Bis zur Pause verpassen es Rodríguez und González, die Führung wieder auf zwei Tore auszubauen.

      So kommt in der zweiten Hälfte, was kommen muss. Mit der dritten Chance kommt Atlético zum Ausgleich (53.). Wieder ist es Correa. So wie das hier läuft, müssen wir mit einem Punkt zufrieden sein. Da kommt schon Ñíguez, aber Yoel Rodríguez hält diesmal. Mitten in die Druckphase der Rojiblancos dann ein Zuckerpässchen von González auf den schnellen Garrido, der uns wieder in Führung bringt (64.)! Das scheint den Gastgebern etwas den Zahn zu ziehen. In der 83. Minute entscheidet schliesslich Juncà die Partie mit dem 3:5. Oder doch nicht? Die Zeit ist fast um, als der überragende Correa den Ball aus 20 Metern in den Winkel jagt. Aber dann ist Schluss – uff!

      Telegramm


      2. Pedro León 0:1 (6. Tor)
      3. Pedro León 0:2 (7. Tor)
      5. Rodríguez 0:3 (6. Tor | Capa)

      19. Gameiro 1:3
      21. Correa 2:3
      53. Correa 3:3
      64. Garrido 3:4 (1. Tor | González)
      83. Juncà 3:5 (4. Tor | González)

      90. Correa 4:5

      Chancen: 5:9
      Mann des Spiels: Ángel Correa (1.0)
      Elf des Tages: Pedro León (RM), Sergio Rodríguez (OM), Elkin Garrido (ST)

      Tabelle

      1. SD Eibar 61
      2. Real Sociedad 52
      3. Real Betis Sevilla 50
      4. FC Málaga 49
      5. Celta Vigo 49



      Wochenrückblick
      Tore, Tore, Tore, das fasst diese Woche ausgezeichnet zusammen. Zwei Schützenfeste mit dem besseren Ausgang für uns. Nicht unverdient, wie ich meine. Die Partie gegen Atlético dürfte zu einem Primera-Divsión-Klassiker werden. Und die Ausgangslage in der Champions League ist nach so einem Auswärtsspiel natürlich sehr gut. Doch vor zwei Jahren hat uns Inter im Ipurúa mit 2:0 abgekocht, gewonnen ist da also noch gar nichts.


      38. Woche | 21. – 27. März 2022



      Ereignisse:
      • Benigno Fernández‘ Freundin Sabrina macht Schluss mit ihm, wodurch er 15 Motivationspunkte verliert.

      Spiele:

      Samstag, 27.03.2022 – Primera División, 29. Spieltag
      SD Eibar114 (1.) – Celta Vigo101 (5.)

      Aufstellung
      Rodríguez – Capa, A. Fernández, B. Fernández – Pedro León, Rodríguez, Domínguez, Astiz, Márquez – Gómez Novo, Enrich

      Kommentar

      Celta Vigo hat einen noch besseren Lauf, wie ihn Atlético hatte: 19 Punkte aus den letzten sieben Spielen. Heute müssen sie jedoch auf ihren einzigen echten Stürmer Guidetti verzichten, deshalb bilden Khedira und Juanpi Añor die improvisierte Doppelspitze. Bei uns steht mit Gómez Novo bekanntlich der Toptorschütze der Liga im Sturm, nach acht Minuten und schönem Heber von Rodríguez verfehlt er volley jedoch das Ziel. Danach wird das Spiel bis zur Pause eigentlich nur noch schlechter.

      Erst einmal konnten wir zuhause gegen die Galizier gewinnen, wird das heute noch was? Die Partie bleibt zerfahren, Celta Vigo ist mit dem Punkt offensichtlich zufrieden und konzentriert sich auf die Abwehrarbeit. Unserer letzte Woche noch so aktiven Tormaschinerie fällt nichts ein. Es läuft die Schlussphase, Garridos Abschluss missglückt völlig, landet aber bei Rodríguez, der trocken einschiebt und uns einen minimalistischen Sieg beschert.

      Telegramm

      84. S. Rodríguez 1:0 (7. Tor | Garrido)

      Chancen: 4:0
      Mann des Spiels: Pione Sisto (2.5)
      Elf des Tages: Sergio Rodríguez (OM)

      Tabelle






      Wochenrückblick

      Ein Sieg im Stile eines Champions, könnte man sagen, aber ich will es nicht verschreien. Weniger in diesem Stil ist Marketing-Chef Luis‘ Vorschlag für einen neuen Fanartikel.
      „Wenn man schon so ein schlechtes Image hat wie unsere Mannschaft, kann man das ruhig etwas kultivieren!“, findet er.



      Aber mir geht das dann doch etwas zu weit.



      39. Woche | 28. März – 3. April 2022



      Ereignisse:
      • Manuel Hernández erleidet bei seinem Comeback im Training eine Oberschenkelprellung und muss den Rest der Woche pausieren.
      • Ergebnisse in der Champions League (Viertelfinale):
        FC Twente Enschede – Real Madrid 0:2 / 0:3
        FC Bayern München – Schalke 04 1:1 / 0:3
        Chelsea FC – Tottenham Hotspur 2:3 / 3:0
      • Ergebnisse in der Europa League (Viertelfinale):
        Terek Grozny – VfB Stuttgart 4:0 / 1:0
        AC Mailand – Real Sociedad 0:2 / 1:0
        Vitesse Arnheim – FC Porto 0:2 / 1:1
        AS Saint-Étienne – AC Florenz 1:1 / 0:4
      • Ergebnisse in der Copa del Rey (Halbfinale):
        UD Levante – Real Madrid 0:0 / 1:2
        Deportivo Alavés – FC Cádiz 1:1 / 4:2 n.E.

      Spiele:

      Mittwoch, 31.03.2022 – Champions League, Viertelfinale, Rückspiel
      SD Eibar101 – Inter Mailand93 (Hinspiel: 3:2)

      Aufstellung

      Rodríguez – Casillas, A. Fernández, Juncà – Pedro León, Rodríguez, Domínguez, Astiz, Inui – Enrich, Garrido

      Kommentar
      Inter braucht zwei Tore, deshalb ist unsere oberste Prämisse heute, hinten sicher zu stehen. Das gelingt – exakt 36 Sekunden, bis Icardi eine Halbfeldflanke von Bauer ins weite Eck verlängert. Das Unheil nimmt weiter seinen Lauf. Nach vier Minuten muss Augusto Fernández mit kaputten Adduktoren vom Feld. Ramos ersetzt ihn. Der Ramos, mit dem wir im Gruppenphase-Heimspiel gegen Inter fünf Stück eingeschenkt bekommen haben. Doch ausgerechnet dann wartet Rückkehrer Casillas mit dem „big play“ auf. Seine starke Hereingabe finde Rodríguez, der zum 1:1 ausgleicht. Eine Viertelstunde später nochmal genau die gleiche Kombination, doch dieses Mal reagiert Keeper Frara stark. Mit dem 1:1 zur Pause sind wir im Fahrplan.

      Kaum hat die zweite Hälfte begonnen, düpiert Ramos die Inter-Abwehr mit einem hohen Ball, Casillas scheitert an einem Riesen-Reflex von Frara. Die Italiener schöpfen Mut, der Versuch von Gabriel aus spitzem Winkel kann Rodríguez jedoch nicht beunruhigen. Nach einer Stunde hat Juncà die Chance für die Vorentscheidung, zielt aber genau auf den Torhüter. Die Gäste brauchen nachwievor zwei Tore und werden offensiver. Zehn Minuten bleiben noch, Jovetic dribbelt sich frei, aber Rodríguez pariert. Auch die letzte Chance durch Ginczek bleibt ungenutzt. Halbfinale!

      Telegramm


      1. Icardi 0:1
      5. Ramos für A. Fernández
      8. S. Rodríguez 1:1 (2. Tor | Casillas)

      Chancen: 5:5
      Mann des Spiels: Marcelo Frara (1.5)



      Wochenrückblick

      Wir haben es erdauern müssen, aber sind nach 2020 tatsächlich wieder im Champions-League-Halbfinale. Zusammen mit Schalke 04 sicherlich die Aussenseiter gegenüber Real und Chelsea, die sich in dieser Woche stark präsentiert haben.



      Die Auslosung beschert uns Chelsea. Wir haben in dieser Saison schon glücklich gegen sie gewonnen und verdient auf die Nase bekommen. Das wird richtig hart.



      Retroperspectivas

      Ein Punkt Vorsprung pro ausstehendes Spiel reicht? Neun Spieltage vor Schluss spricht die alte Fussballregel für uns. Jeder in der Mannschaft spürt, dass wir vielleicht noch zwei Monate davon entfernt sind, Geschichte zu schreiben. Auch wenn es niemand laut auszusprechen wagt. Selbst ich würde es niemandem so sagen, aber diesen Titel müssen wir uns nun einfach holen.

      In der medialen Schlacht gegen die Erwartungshaltung kommt uns zu gute, dass sich andernorts eine sogar noch grössere Sensation anbahnt. In Italien stehen sieben Spieltage vor Saisonende mit Carpi, Sampdoria und Frosinone drei der vier Aufsteiger direkt wieder auf Abstiegsplätzen. Nummer vier hingegen, der FC Genua 1893, schlägt allen ein Schnippchen und steht mit vier Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Vor den etablieren Grössen aus Mailand, Neapel und Florenz. Fairerweise muss man allerdings sagen, dass Genua nicht aus dem Nichts kommt, sondern vor vier Jahren schon mal die Coppa Italia gewonnen hat.

      Hat man als Sportjournalist Italien abgehandelt, gibt es noch weiteren Erzählstoff aus Deutschland und England. Dort ist die Lage genau umgekehrt. Die aktuellen Meister Bayer Leverkusen und Tottenham Hotspur taumeln am Rande des Abstiegs. Beide Teams haben nur einen Punkt Reserve auf die Abstiegsränge. Da ist hierzulande Titelverteidiger Valencia mit drei Punkten direkt gut bedient.

      Dieses Wochenende kommen nun sogar noch besondere Schlagzeilen aus dem Nachbarland Portugal. Ganz im Süden des Landes in der Algarve, in der Stadt Portimão, darf gefeiert werden. Das 0:0 des SC Portimonense zuhause gegen Moreirense ist nicht deshalb denkwürdig, weil das Heimteam seine Tor-Durststrecke damit auf 817 Minuten ausbaut. Nein, es ist der erste Punkt überhaupt, den der Aufsteiger in dieser Saison holt. Gegen den rechnerisch sicheren Abstieg hilft das zwar nichts mehr, aber vielleicht gibt es etwas Mumm, um doch noch den 10. Saisontreffer zu erzielen. Oder eine dreistellige Anzahl an Gegentoren zu verhindern.

      Material für die Saisonpause hat die Presse ebenfalls schon genügend zur Hand. Dann wird es Biografien von Lionel Messi wie Sand am Meer geben. Der fünffache Weltfussballer hat nämlich Anfang des Jahres sein Karriereende angekündigt. Vielleicht bekommt Barcelona deswegen keinen Fuss mehr vor den andern. Nach der Weltmeisterschaft in den USA will er Schluss machen. Der mittlerweile 34-Jährige hat zuletzt nicht mehr an seine glorreichen Zeiten anknüpfen können. Bewunderer hat er trotzdem noch mehr als genug, selbst in unseren Reihen.

      „So einen wie ihn wird es nie mehr geben.“, legt sich Zarra fest.

      Dafür ist er der Meinung, dass an unserer Akademie ein neuer Eden Hazard spielt. Zarra neigt schon ab und zu zur Überhöhung seiner Jugendspieler, aber im Fall von Bismar de las Cuevas hat er starke Argumente.



      Der 16-Jährige könnte von seinen Fähigkeiten her eigentlich schon bei den Profis spielen. Überhaupt präsentiert sich die B-Jugend derzeit hervorragend. Nicht nur de las Cuevas glänzt mit Fortschritten. Auch die Förderung des Keepers Javier Ruiz hat sich bezahlt gemacht. Von Ablenkung durch den Eintritt Víctors in die Cantera ist bei Zarra also keine Spur. Und wie macht sich Víctor in der C-Jugend? Aussergewöhnlich unnauffällig, und das meine ich positiv. Er darf sich auch immer mal wieder in die Torschützenliste eintragen lassen. Beim Tabellenführer mit 89 geschossenen Toren ist das aber fast jedem im Team vergönnt. Die Hauptsache ist, dass es ihm gefällt – dann ist alles gut.
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      From That Final Day to the Stars
      Da kann man dir ja fast schon zur Meisterschaft gratulieren und in der CL ist auch alles möglich. Spanisches Duell oder Aufeinandertreffen der Außenseiter? Krass ist übrigens wie schwach die Top Teams in der Liga so sind. Barca nur 6., Real sogar nur 10., Valencia im Abstiegskampf. All das würde so wohl nie passieren.

      Ach die Kadervorstellung in Kapitel 50 war mal sehr sehr genial und gelungen. Super dargestellt so und dann doch kurz und knapp :)
      Kapitel 54: Abril 2022



      40. Woche | 4. – 10. April 2022



      Ereignisse:
      • Pedro Leóns Wohnung steht aufgrund eines Malheurs einer seiner Töchter unter Wasser, wodurch er vier Motivationspunkte verliert.
      • WM-Qualifikation, 9. Spieltag: Mikel Calderón und Sergio Rodríguez sind dabei beim entscheidenden 3:2-Sieg im Direktduell gegen Serbien. Damit sichert sich Spanien das WM-Ticket.

      Spiele:


      Samstag, 10.04.2022 – Primera División, 30. Spieltag
      Athletic Bilbao88 (14.) – SD Eibar94 (1.)

      Aufstellung

      Rodríguez – Casillas, Ramos, B. Fernández – Pedro León, Rodríguez, Domínguez, Astiz, Márquez – Gómez Novo, Nano

      Kommentar
      Eine junge Truppe muss sich auf unserer Seite im Derby beweisen. Kein Zuckerschlecken im lauten San Mamés. Athletic gehört dann auch die erste Viertelstunde, ohne dass sie daraus etwas Zählbares gewinnen könnten. Danch kommen wir besser in die Parte, vor allem die Aussenverteidiger sorgen für Betrieb. Nano verpasst zweimal die Führung und auch Pedro León spielen freistehend vor dem Tor die Nerven einen Streich (28.). Schliesslich Casillas mit der Flanke auf Rodríguez, dessen Direktabnahme in den Händen von Cillessen landet.

      Unsere Führung wäre verdient, doch nach der Pause wird Bilbao wieder stärker. Mings scheitert zum Glück genauso an Riesgo wie kurz darauf Quiring. Ich muss den stark gelb-rot gefährdeten Casillas auswechseln. Die Partie wogt jetzt hin und her. Hernández verpasst für die Gastgeber, Pedro León auf unserer Seite. In den Schlussminuten suchen beide Teams den Siegtreffer. Benigno Fernández reagiert nach einem Abpraller am schnellsten, doch es stehen zuviele Beine im Weg. Auf der Gegenseite wird Mings nochmal freigespielt, schiesst aber drüber.

      Telegramm

      -

      Chancen: 6:6
      Mann des Spiels: Wanderson Lima (2.0)
      Elf des Tages: Asier Riesgo (TW)

      Tabelle
      1. SD Eibar 65
      2. Real Betis Sevilla 56
      3. Real Sociedad 55
      4. FC Málaga 55
      5. Celta Vigo 50



      Wochenrückblick
      Eigentlich ist die Partie gegen Bilbao alles andere als ein typisches 0:0-Spiel. Das Unentschieden am Ende hingegen geht in Ordnung. Beide Mannschaften präsentieren sich hinten löchrig und vorne zu unpräzis. Dank der Niederlage von Sociedad halten wir unseren Vorsprung von neun Punkten und sind dem grossen Traum einen Schritt näher.



      41. Woche | 11. – 17. April 2022



      Ereignisse:
      • Adrián González wechselt im Sommer ablösefrei zu Real Valladolid.
      • Yoel Rodríguez muss aufgrund von Muskelproblemen fürs Mittwochsspiel passen.
      • Bebé fällt mit einer Adduktorenreizung drei Wochen aus.

      Spiele:


      Mittwoch, 14.04.2022 – Champions League, Halbfinale, Hinspiel
      Chelsea FC121SD Eibar110

      Aufstellung
      Riesgo – Andújar Moreno, Calderón, B. Fernández – García, Rodríguez, Marín, González, Hernández – Enrich, Armas

      Kommentar

      Vor zwei Monaten haben wir an der Stamford Bridge kein Land gesehen, aber heute ist ein neuer Tag. Nur hätte ich nicht gedacht, dass Chelsea diesmal noch besser drauf ist. Die Blues wirbeln ab dem Anpfiff wie verrückt. Die erste dicke Gelegenheit hat Elustondo nach fünf Minuten, sein Abschluss vom Strafraumeck huscht knapp am weiten Pfosten vorbei. Im gleichen Stil geht es weiter. Hazard setzt sich auf rechts durch, Batshuayi versemmelt seine Hereingabe. Nach einer Viertelstunde versucht es Hazard selbst, trifft aber nur die Latte. Kurz darauf legt Batshuayi auf für Loftus-Cheek, der es aus kurzer Distanz schafft, den eigentlich geschlagenen Riesgo anzuschiessen. Bei der darauffolgenden Ecke schlägt’s durch einen Kopfball von Zouma dann aber doch ein. Chelsea bleibt dran, Patel verpasst nach einer halben Stunde den zweiten Treffer knapp. Doch dann stellen sich die Engländer selbst ein Bein. Nach einem harten Zweikampf mit Calderón tritt Hazard nach. Gelb für Calderón, Rot für Hazard. Ist das die Wende?

      Wir bekommen in der zweiten Hälfte auf jeden Fall deutlich mehr Spielanteile. Chelsea steht nun tief, wir haben aber Mühe, ihren Riegel zu knacken. González und Rodríguez versuchen es erfolglos aus der Distanz. Nach 70 Minuten findet Rodríguez endlich mal eine Lücke zu Armas, aber Courtois ist mit einer Glanzparade zur Stelle. Dann ein leichtfertiger Ballverlust von Loftus-Cheek, sodass Enrich in eine gute Abschlussposition kommt – kläglich drüber. Auch die Brechstange hilft am Ende nichts mehr, Chelsea gewinnt verdient.

      Telegramm

      19. Zouma 1:0
      37. Rote Karte für Hazard

      Chancen: 7:5
      Mann des Spiels: Kurt Zouma (2.0)



      Samstag, 17.04.2022 – Primera División, 31. Spieltag
      SD Eibar119 (1.) – Real Madrid114 (9.)

      Aufstellung

      Rodríguez – Capa, Calderón, Juncà – Pedro León, Rodríguez, Marín, González, Márquez – Gómez Novo, Nano

      Kommentar

      Real kommt in der Liga weiterhin nicht über das vordere Mittelfeld hinaus. Die Hoffnung, sich über den Gewinn der Champions League wieder für selbige zu qualifizieren, hat mit einem 1:3 am Mittwoch auf Schalke ebenfalls einen Dämpfer erhalten. Für Kollege Zidane geht es heute womöglich um seinen Job. Besonders viel Unterstützung bekommt er von seinen Spielern nicht, denn die bringen wenig auf die Reihe. Nach einer Viertelstunde verpasst Capa unsere erste gute Möglichkeit, wenig später schiesst Rodríguez drüber. Die verdiente Führung erfolgt nach einer halben Stunde, als Gómez Novo einen schönen Angriff über rechts abschliesst.

      Die Königlichen bleiben auch nach dem Seitenwechsel blass. Der sonst so sichere Ballverteiler Kroos glänzt mit Fehlpässen, seine Teamkollegen vor allem mit gelben Karten. Wir dominieren mühelos, spielen aber im letzten Drittel zu leichtfertig. Weder Pedro León noch Nano schaffen es, mit ihren guten Chancen die Führung auszubauen. Gegen ein desaströses Real Madrid reicht es jedoch auch so.

      Telegramm

      29. Gómez Novo 1:0 (15. Tor | Pedro León)

      Chancen: 5:0
      Mann des Spiels: Acorán Gómez Novo (1.5)
      Elf des Tages: Mikel Calderón (IV), Acorán Gómez Novo (ST)

      Tabelle
      1. SD Eibar 68
      2. Real Betis Sevilla 59
      3. Real Sociedad 58
      4. FC Málaga 58
      5. FC Barcelona 52



      Wochenrückblick
      Dass uns Adrián González im Sommer verlassen wird, ist schon länger klar. Umso überraschter bin ich über das Angebot, das ihm Real Valladolid diese Woche vorlegt. Damit hätten sie ihn problemlos selbst aus einem laufenden Vertrag loseisen können. Ein vergleichbares Grundgehalt wie aktuell über vier Jahre, attraktive Leistungsprämien und obendrauf mehr als 750.000 € Handgeld. Das riecht schon nach Rentenvertrag für den bald 34-Jährigen und wenn ich ehrlich bin, hat er den auch verdient. Bei Zweitligist Valladolid muss da wohl jemand die Schatulle geöffnet haben. Denn die Rückkehr ins Oberhaus ist alles andere als gesichert.



      42. Woche | 18. – 24. April 2022



      Ereignisse:
      • Javier Sánchez muss mit Oberschenkelproblemen ein paar Tage pausieren.

      Spiele:

      Mittwoch, 21.04.2022 – Primera División, 32. Spieltag
      FC Málaga109 (4.) – SD Eibar119 (1.)

      Aufstellung
      Rodríguez – Capa, Calderón, Juncà – Pedro León, Rodríguez, Domínguez, González, Hernández – Gómez Novo, Nano

      Kommentar

      Noch nie haben wir im sonnigen Málaga gewinnen können. Heute ist die Mannschaft wild entschlossen, das zu ändern, vor allem Ander Capa. Schon nach 103 Sekunden steht er nach einem Querschläger im Málaga-Strafraum goldrichtig und staubt zum 1:0 ab. Die Gastgeber haben sich noch nicht erholt, als der vorgestossene Calderón den Ball aus 20 Metern im unteren rechten Eck versenkt. Was für ein Traumstart! Dann verflacht die Partie. Über eine halbe Stunde ist schon um, als Málaga den ersten guten Angriff vorträgt und prompt zum 1:2 durch Michael kommt. Unsere Retourkutsche folgt auf der Stelle. Gómez Novo bekommt viel Platz und bedient Pedro León, der mit einem wuchtigen Schuss den Zwei-Tore-Abstand wiederherstellt.

      Die zweite Halbzeit gehen wir vorsichtiger an, lassen das Heimteam etwas kommen. Viel Gefahr geht vom Tabellenvierten nicht aus, im Gegenteil. Durch schnelle Kontervorstösse über rechts sind wir näher am vierten Tor als Málaga am Anschlusstreffer. Weder Rodríguez noch Hernández können die Vorlagen von Capa verwerten. So bleibt es bis zum Schluss beim 1:3.

      Telegramm

      2. Capa 0:1 (5. Tor)
      5. Calderón 0:2 (2. Tor | Domínguez)

      33. Michael 1:2
      33. Pedro León 1:3 (8. Tor | Gómez Novo)

      Chancen: 1:6
      Mann des Spiels: Ander Capa (1.5)
      Elf des Tages: Yoel Rodríguez (TW), Ander Capa (RV), Mikel Calderón (IV), Pedro León (RM)

      Tabelle

      1. SD Eibar 71
      2. Real Betis Sevilla 60
      3. Real Sociedad 59
      4. FC Málaga 58
      5. FC Barcelona 52



      Samstag, 24.04.2022 – Primera División, 33. Spieltag
      SD Eibar113 (1.) – FC Girona96 (12.)

      Aufstellung
      Rodríguez – Capa, Calderón, Juncà – Pedro León, Rodríguez, Domínguez, Astiz, Inui – Gómez Novo, Nano

      Kommentar

      Ignacio Keston ist der nächste Trainer, der kurz vor dem Rausschmiss steht und im Ipurúa Halt machen muss. Girona wartet seit 13 Spielen auf einen Sieg und wurde in der Tabelle entsprechend durchgereicht. Weitere schlechte Kunde für die Katalanen ist, dass unser Capa da weitermacht, wo er am Mittwoch aufgehört hat. Sein Vorstoss in der achten Minute wird von Gómez Novo mit der Hacke gekrönt. Die frühe Führung tut dem Spiel überhaupt nicht gut, das spielerische Niveau bleibt überschaubar. Stattdessen tauschen die Akteure regelmässig Nettigkeiten aus und Schiedsrichter Kanzales verwarnt gleich drei Spieler wegen Meckerns.

      Zu Beginn der zweiten Hälfte können wir uns wieder etwas steigern, haben den Gegner gut im Griff. Je länger das Spiel dauert, desto mehr machen die Gäste hinten auf und bieten uns damit Räume. Rodríguez zirkelt seinen Schuss nach 70. Minuten knapp neben das Lattenkreuz. Wenig später ein toller Vorstoss von Juncà, aber der sonst so treffsichere Gómez Novo schiebt den Ball aus sieben Metern am Kasten vorbei. Fünf Minuten vor dem Ende kommen wir wieder über links, aber Nano kommt nicht an Inuis Hereingabe heran. Wie vor einer Woche reicht das eine Tor.

      Telegramm

      8. Gómez Novo 1:0 (16. Tor | Capa)

      Chancen: 5:0
      Mann des Spiels: Acorán Gómez Novo (2.0)
      Elf des Tages: Mikel Calderón (IV), Acorán Gómez Novo (ST)

      Tabelle

      1. SD Eibar 74
      2. Real Sociedad 62
      3. Real Betis Sevilla 61
      4. FC Málaga 58
      5. Espanyol Barcelona 53



      Wochenrückblick
      Unseren bisherigen Punkterekord (67) haben wir schon letzte Woche geknackt, diese kommen nochmal sechs Zähler hinzu. Weil die Konkurrenz das nicht von sich behaupten kann, ist unser Vorsprung auf zwölf Punkte angewachsen und der Meistertitel somit zum Greifen nah. Das ist natürlich auch Marketing-Chef Luis Villaseca nicht entgangen, weshalb er nach dem Heimsieg gegen Girona auf mich zukommt.



      Der euphorisierte Luis liebäugelt sogar mit der Champions League, aber nach dem 0:1 in London will ich davon nichts hören. Was den Meistertitel angeht… eigentlich will ich es nicht verschreien. Aber Luis meint, das müsse man jetzt in Auftrag geben, ansonsten sei die Zeit zu knapp. Also lassen wir die Meisterschals produzieren. Das kann ja nun wirklich nicht mehr schiefgehen, oder?



      43. Woche | 25. April – 1. Mai 2022



      Ereignisse:
      • Takashi Inui wechselt Ende Saison ablösefrei zum portugiesischen Pokalsieger Vitória Setúbal.
      • Ergebnisse in der Champions League (Halbfinale):
        FC Schalke 04 – Real Madrid 3:1 / 2:2
      • Ergebnisse in der Europa League (Halbfinale):
        Terek Grozny – AC Florenz 1:1 / 0:2
        Real Sociedad – FC Porto 1:2 / 2:0

      Spiele:

      Mittwoch, 28.04.2022 – Champions League, Halbfinale, Rückspiel
      SD Eibar119 – Chelsea FC118 (Hinspiel: 0:1)

      Aufstellung
      Rodríguez – Capa, Calderón, Juncà – Pedro León, Rodríguez, Escalante, Astiz, Hernández – Gómez Novo, Armas

      Kommentar
      Nichts zu verlieren haben wir hier, trichtere ich den Jungs ein. Chelsea muss natürlich auf den Rotsünder Hazard verzichten, was uns das Leben einfacher machen wird. Zumindest rede ich das mir und allen anderen ein. Tatsächlich sind die Gäste erstmal ungefährlich, was jedoch eher daran liegt, dass man sich wie nach der roten Karte im Hinspiel gar nicht erst um die Offensive bemüht. Wir auf der anderen Seite finden erneut kein Mittel gegen die massierte Blues-Abwehr. Das 0:0 zur Pause ist schon fast amtlich, als Batshuayi den Ball vor unseren Strafraum trägt und dann für Fazzi auflegt, der mit einem Sonntagsschuss das 0:1 erzielt.

      In der Pause finde ich einen Scherbenhaufen in der Kabine vor. Es wird deutlich, dass hier trotz meinen Aufmunterungsversuchen keiner mehr an die Wende glaubt. So sieht das Spiel in der zweiten Hälfte dann auch aus. Chelsea zeigt unseren zaghaften Angriffsversuchen die kalte Schulter. Das Gefährlichste ist ein Weitschuss von Hernández, bei dem Courtois mit den Fäusten auf Nummer sicher geht. Es ist heute eine Lehrstunde.

      Telegramm

      45. Fazzi 0:1

      Chancen: 1:1
      Mann des Spiels: Ander Capa (2.5)



      Samstag, 01.05.2022 – Primera División, 34. Spieltag
      SD Eibar109 (1.) – Deportivo La Coruña89 (19.)

      Aufstellung
      Rodríguez – Capa, Calderón, B. Fernández – Pedro León, Rodríguez, Marín, Astiz, Márquez – Gómez Novo, Garrido

      Kommentar

      Die Mannschaft ist nach dem CL-Aus geknickt. Das spricht für ihren Ehrgeiz, aber nun müssen wir uns berappeln, um eben „nur“ nationale Geschichte zu schreiben. Unser Blick richtet sich dabei auch auf die Partien von Sociedad bei Getafe und Betis Sevilla in Málaga. Der Titel kann heute schon Tatsache werden, wenn wir Schützenhilfe bekommen und unsere Pflicht erfüllen. Zu Gast ist heute Kellerkind La Coruña, dessen Trainer Luis Enrique – mal etwas ganz Neues – kurz vor der Entlassung steht.

      Die über 15.000 im Ipurúa sind jedenfalls bereit für eine Party und die wird schnell lanciert. Keine zwei Minuten sind um, da verlängert Calderón einen Eckball vor die Füsse von Benigno Fernández, der mit seinem ersten Saisontor ein kleines Erdbeben auslöst. Davon müssen sich alle Parteien erstmal erholen. Nach 20 Minuten ein langer Ball in die Spitze, Gómez Novo steckt für Garrido durch, der aber gerade noch abgegrätscht wird. Die Gäste kontern: Gil mit dem öffnenden Pass für Trotta, der Calderón im Laufduell stehen lässt und auch gegen Rodríguez das bessere Ende für sich behält – der überraschende Ausgleich. Wir sind also wieder am Zug. Capa stürmt nach vorne, spielt unfreiwillig einen Doppelpass mit dem gegnerischen Innenverteidiger und zimmert das Leder dann an den Pfosten. Mit dem 1:1 geht es in die Pause. Damit können wir nicht zufrieden sein, ganz im Gegensatz zu den Ergebnissen auf den anderen Plätzen, die uns derzeit zum virtuellen Meister machen!



      Nach dem Seitenwechsel passiert zunächst wenig. Deportivo offenbart zwar immer wieder Schwächen, aber wir agieren zu unkonzentriert, um diese zu nutzen. Doch auch Sevilla und Sociedad bringen weiter kein Tor zustande. 70 Minuten sind um, als wieder Leben in die Partie kommt. Nach einem weiten Ball steht unsere Abwehr katastrophal. Gil geht auf und davon, Rodríguez glänzt mit einer Fussabwehr. Dann legen wir nochmal zu. Sergio Rodríguez mit einem starken Ball hinter die Abwehr, wo Gómez Novo in Position läuft und das Leder unter die Latte nagelt (80.)! Auf den Rängen ist die Hölle los und mein Team wird mitgerissen. Fünf Minuten später wieder Rodríguez, diesmal mit dem Lupfer auf Gómez Novo, dem der Volleyschuss aber missglückt. Zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit windet sich Pedro León am Boden. Kein Zeitspiel, sondern wirklich etwas Ernsthaftes. Escalante kommt rein. Für diese Unterbrechung werden fünf Minuten Nachspielzeit draufgeschlagen. Ich komme kaum mehr klar. Nicht nur auf der Tribüne, sondern auch hier an der Seitenlinie stehen alle. Drei der fünf Minuten sind um, als der ohnehin schon grosse Lärmpegel nochmal anschwillt und Co-Trainer Ranko mit seinem Handy herumfuchtelt. Die Niederlagen von Real Sociedad und Betis Sevilla sind amtlich – es reicht uns hier ein Unentschieden! Aber wir holen sogar den Sieg, denn Tore gibt es keine mehr. 17:52 Uhr: Wir – sind – MEISTER!

      Telegramm


      2. B. Fernández 1:0 (1. Tor | Calderón)
      21. Trotta 1:1
      80. Gómez Novo 2:1 (17. Tor | S. Rodríguez)
      89. Escalante für Pedro León

      Chancen: 7:2
      Mann des Spiels: Benigno Fernández (2.0)
      Elf des Tages: Benigno Fernández (LV), Sergio Rodríguez (OM), Acorán Gómez Novo (ST)

      Tabelle






      Wochenrückblick
      Nach dem Schlusspfiff kennt der Jubel bei vielen keine Grenzen mehr. Andere wie ich schauen bedröppelt aufs Spielfeld. Was hier passiert, will mir nicht in den Kopf. In den letzten Wochen ist die Meisterschaft zwar immer realistischer geworden. Doch dass sie hier und heute, am 34. Spieltag, Tatsache wird, damit hat nun wirklich niemand gerechnet. Nicht einmal die grössen Optimisten wie Luis Villaseca, der sich wahrscheinlich trotz allem ärgert, die Shirts mit dem Meister-Aufdruck erst für nächste Woche bestellt zu haben.



      Retroperspectivas

      Mehr als eine halbe Stunde lässt sich die Mannschaft auf dem Feld von den Fans feiern. Zwar ohne Pokal, weil es den erst nach dem letzten Meisterschaftsspiel gibt, aber das ist uns allen herzlich egal. Sogar Pedro León humpelt mit einem dicken Cooling-Pack um sein Knie herum. Die Spieler holen ihre Freundinnen, Frauen und Kinder auf den Platz. Auch Isabel und Víctor stürmen zu uns hinunter. Seit Víctor in der Cantera spielt, kann sich mehr Frau deutlich mehr für Fussball begeistern. Ich geniesse es, dass wir diesen Moment zusammen erleben dürfen. Auch der Staff gesellt sich dazu. Zarra schubst mich umher und schreit mir regelrecht ins Gesicht.

      „Du hast es geschafft! DU hast es geschafft!“

      Von Alex gibt es eine kräftige Umarmung. „Ich hab‘ es immer gewusst! Auch wenn ich geglaubt habe, dass es mehr als sechs Saisons braucht.“

      Niemand ist auf die Idee gekommen, für heute eine Feier zu planen. Doch davon lässt sich ein Vereinsboss wie Alex nicht in Verlegenheit bringen.

      „Einem guten Freund von mir gehört die Pizzeria Forchetta am anderen Ende der Stadt. Habe ihn eben angerufen, bis in einer Stunde hat der genug Platz für uns geschaffen. Dann feiern wir dort weiter!“

      Tatsächlich fährt etwa eine Stunde später, als die letzten Spieler endlich aus der Dusche kommen, der Mannschaftsbus vor. Nur zögerlich kommt er schliesslich in Bewegung, weil die Fans ihn unaufhörlich belagern und die Mannschaft weiter mit Sprechgesängen feiern. Alex hat die ganze Entourage eingeladen, der Bus ist proppenvoll mit Mitarbeitern und Spieleranhang. Nur einige Frauen mit ihren Kindern haben sich dann doch lieber vorzeitig verabschiedet. Auch Isabel hat den protestierenden Víctor nach Hause geschleift.

      Mit Recht, denn als wir endlich in der Pizzeria ankommen, ist die Zeit selbst für spanische Verhältnisse schon etwas fortgeschritten. Wirt Pako „Pan“ Txeran macht das Geschäft seines Lebens, gerät aber ordentlich ins Schwitzen, als er zusätzliche Tische und Biertanks aus dem Keller heraufschleppt. Unter grossem Applaus verkünde ich, dass das Training am Montag ausfällt. Nicht zuletzt aus eigenem Interesse, denn von so einer ausschweifenden Party werde ich mich selbst erstmal erholen müssen.

      „He, Benigno!“, fällt mir plötzlich ein, als die meisten Leute Platz genommen haben und bereits erste Bestellungen aufgegeben werden. „Das war doch dein erstes Saisontor heute – die erste Runde geht auf dich!“

      Die Menge johlt und Benigno Fernández denkt sich wahrscheinlich, dass er sein erstes Tor auch unter schlechteren Umständen hätte erzielen können - oder besseren, aus seiner finanziellen Sicht. Auf die erste Runde folgen noch einige weitere. An einem solchen Abend lösen sich manche Probleme von selbst. Mikel Calderón und Bebé zum Beispiel vergessen plötzlich, dass sie eigentlich nicht so gut aufeinander zu sprechen sind. Zu sehr später Stunde sitze ich dann plötzlich neben Alex und Zarra, der es zu meiner Überraschung bis jetzt mit uns ausgehalten hat. Denn mit dem wer weiss wievielten Glas Cola für sich ist er mit Sicherheit der Einzige hier, der noch bei klarem Verstand ist.

      „Susana war meine Leidensgenossin“, erklärt er. „Ist vor einer halben Stunde gegangen, sollte ich jetzt wohl auch tun. Ich bin hundemüde. Aber ich wollte dir nochmal unter vier – naja, sechs Augen gratulieren. Unfassbar, was du aus den Jungs rausgeholt hast.“

      „Das ist unser aller Erfolg.“, gebe ich das Kompliment zurück. „Siehst ja, wer heute, oder besser, gestern wieder die Tore gemacht hat. Deine Cantera-Jungs. Und ohne dein Charisma“, füge ich an Alex gewandt hinzu, „würden sie längst woanders spielen.“

      „Hmm.“ Er wirkt in Gedanken versunken. „Oh, da drüben ist ja Luis. Den wollte ich doch noch fragen, ob er irgendwelche Ideen für die offizielle Meisterfeier hat.“

      Strahlend prostet Alex mir zu und wandert einen Tisch weiter. Offizielle Meisterfeier. Das wirkt noch alles wie im Traum.

      Dann beugt sich Zarra zu mir herüber. „Das ist so ein talentierter Haufen, das sag‘ ich dir. Unser Weg ist noch nicht zu Ende.“

      „Nein, das glaube ich auch nicht.“, stimme ich ihm zu.
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      Abgeschlossen

      Kleiner Schweizer im grossen Kanton
      From That Final Day to the Stars
      Kapitel 55: Mayo 2022



      44. Woche | 2. – 8. Mai 2022



      Ereignisse:
      • Die neue Woche beginnt mit Kopfschmerzen. Schlimmer sieht es bei Pedro León aus, bei dem ein Aussenbandriss das Saisonende bedeutet.
      • Bebé wechselt im Sommer für 3.100.000 € zu Sampdoria Genua.

      Spiele:


      Samstag, 08.05.2022 – Primera División, 35. Spieltag
      Espanyol Barcelona93 (5.) – SD Eibar107 (1.)

      Aufstellung

      Rodríguez – Capa, Calderón, B. Fernández – García, Rodríguez, Domínguez, Astiz, Hernández – Gómez Novo, Armas

      Kommentar

      Als frischgebackener Meister geht es zum stark aufspielenden Aufsteiger. Den Katalanen winkt die Europa League. Bei uns macht sich ein bisschen Kater bemerkbar, es gelingt zunächst wenig. Dann lässt Espanyol-Keeper Jiménez eine harmlose Flanke fallen, Domínguez bedankt sich mit dem Führungstreffer in der 23. Minute. Gleich im nächsten Angriff wird Capa freigespielt, schliesst aber zu zentral ab. Das Heimteam macht sich erst kurz vor der Pause bemerkbar. Sahin bleibt im Dribbling hängen, Perea kann übernehmen, vergeigt jedoch die Riesenchance. Dann humpelt Sergio Rodríguez vom Platz und muss durch González ersetzt werden.

      Espanyol kommt entschlossener aus der Kabine. Lee mit dem weiten Ball auf Gil, Yoel Rodríguez rennt gerade noch rechtzeitig aus dem Kasten, um ihn abzufangen. Das Heimteam ist jetzt überlegen, nach einer Stunde wird Camacho Barnola im Rückraum perfekt freigespielt. Rodríguez kann den schlecht platzierten Schuss halten. Eine Viertelstunde vor Schluss endlich wieder etwas Entlastung. Einen Freistoss von García lässt Jiménez abklatschen und wieder ist Domínguez zur Stelle – 0:2. Für die Gastgeber kommt es sogar noch dicker. Ein Handspiel von Vertonghen führt zu einem Elfmeter, den Gómez Novo souverän verwandelt. Für eine gute zweite Hälfte wird Espanyol ganz schlecht belohnt.

      Telegramm


      23. Domínguez 0:1 (1. Tor)

      43. González für S. Rodríguez
      77. Domínguez 0:2 (2. Tor)
      86. Gómez Novo (Elfm.) 0:3 (18. Tor)


      Chancen: 3:4
      Mann des Spiels: Miguel Domínguez (1.0)
      Elf des Tages: Ander Capa (RV)

      Tabelle

      1. SD Eibar 80
      2. FC Málaga 64
      3. Real Sociedad 62
      4. Real Betis Sevilla 62
      5. FC Barcelona 54



      Wochenrückblick

      Es gibt noch einiges aus der letzten Woche nachzutragen. Fangen wir bei unserem Kader an. Mit dem Wechsel von Takashi Inui ist die letzte offene Personalie für nächste Saison geklärt. Inuis Vertrag wäre ausgelaufen und mit Vitória Setúbal hat er eine gute Lösung gefunden. Diese Woche kam ein sehr gutes Angebot für Bebé aus Italien dazu. Der Portugiese ist diese Saison erst zu zwei Einsätzen gekommen, deshalb ist sein Wechsel trotz gültigem Vertrag für die nächste Spielzeit wohl für alle eine gute Lösung.

      Die wackligen Trainerstühle der Kollegen Zidane und Keston haben übrigens vorerst gehalten. Dafür hat es anderswo gekracht – Villareal und der FC Sevilla haben ihre Übungsleiter ausgetauscht. Neu sind dort Eusebio Sacristán bzw. Santiago Dredo am Ruder. Gut möglich, dass es bis zum Ende der Saison noch einen oder zwei weitere Kollegen trifft. Nicht nur in Madrid und Girona ist man aktuell ziemlich nervös. Sogar Lucas Alcaraz könnte es treffen, der mit UCAM Murcia tapfer gekämpft hat, aber seit diesem Wochenende als Absteiger feststeht.



      45. Woche | 9. – 15. Mai 2022



      Ereignisse:
      • Mit einer Verletzung am Sprunggelenk wird Sergio Rodríguez diese Saison kein Spiel mehr für uns machen können. Fraglich ist, ob er für die WM fit wird.
      • WM-Qualifikation, 10. und letzter Spieltag: Augusto Fernández, Mikel Calderón und Manuel Hernández stehen beim Gastspiel in Norwegen in der Startelf. Calderón erzielt den einzigen Treffer beim 1:0-Sieg, womit Spanien auf Rang 2 bleibt.


      Spiele:

      Samstag, 15.05.2022 – Primera División, 36. Spieltag
      SD Eibar112 (1.) – Real Betis Sevilla107 (3.)

      Aufstellung

      Rodríguez – Capa, A. Fernández, Juncà – Bebé, Morales, Escalante, Astiz, Hernández – Gómez Novo, Nano

      Kommentar

      Obwohl das hier nicht mehr das antizipierte Endspiel um die Meisterschaft ist, sind über 2.000 Gästefans mit nach Eibar gereist. Die sehen, wie unser unerfahrenes offensives Mittelfeld Probleme hat. Betis macht den gefährlicheren Eindruck, ein Schuss von Sanabria in der 22. Minute bestätigt dies. Aber Rodríguez ist zur Stelle. Unsere beste Chance hat kurz vor der Pause Morales, doch sein Kopfball geht übers Tor.

      In einem mässigen Spiel gewinnen wir nach der Pause langsam aber sicher die Oberhand. Der bis dahin blasse Hernández kommt nach einer Stunde zum Abschluss, schiesst aber den Torhüter an. Beide Mannschaften scheinen sich mit der Punkteteilung zu arrangieren, als wir nochmal eine Gelegenheit bekommen. Escalante zirkelt einen Freistoss genau in den Winkel, aber Keeper Ryan wischt den Ball noch raus (80.).

      Telegramm

      -

      Chancen: 3:1
      Mann des Spiels: Matthew Ryan (2.0)
      Elf des Tages: Augusto Fernández (IV)

      Tabelle
      1. SD Eibar 81
      4. FC Málaga 67
      3. Real Betis Sevilla 63
      4. Real Sociedad 62
      5. Celta Vigo 56



      Wochenrückblick

      Mit einer Mischung aus Besessenheit und Verzweiflung arbeitet Sergio Rodríguez in der Physiotherapie. Er will alles tun, um doch noch bei der Weltmeisterschaft in den Staaten dabei sein zu können. Insgeheim habe ich starke Zweifel, ob die Zeit reicht, aber bei einem Besuch mache ich ihm natürlich Mut. Derweil werden in New York die Gruppen ausgelost. Rafa Benítez‘ Spanien erhält attraktive und gleichzeitig starke Gegner in Gruppe D.





      46. Woche | 16. – 22. Mai 2022



      Ereignisse:
      • Santiago de Paula gewinnt die Fähigkeit „Flanken“.

      Spiele:


      Mittwoch, 19.05.2022 – Primera División, 37. Spieltag
      UD Las Palmas96 (18.) – SD Eibar106 (1.)

      Aufstellung

      Rodríguez – Casillas, A. Fernández, Juncà – García, González, Marín, Astiz, Inui – Gómez Novo, Enrich

      Kommentar
      Der Strohhalm für Las Palmas ist dünn, sehr dünn. Nur ein Sieg hilft heute, aber gegen uns haben sie das in elf Anläufen in der Liga noch nie zustande gebracht (zehn Niederlagen). Heute stürmen sie mit dem Mut der Verzweiflung drauflos und bekommen Hilfe: Handspiel von Juncà, den folgerichtigen Strafstoss versenkt Tana zum 1:0. Das Heimteam schöpft Hoffnung und bei uns folgt der nächste Aussetzer. Casillas mit dem Fehlpass, Araujo ist auf und davon und tunnelt dann noch Rodríguez. Eine schlechte erste Halbzeit geht dem Ende zu, als Marín sich von der Strafraumgrenze ein Herz fasst, aber deutlich vorbeischiesst.

      In der Pause wechsle ich Capa für den unglücklichen Casillas ein. Er soll nach vorne Dampf machen, es kann doch nicht sein, dass wir gegen die Schiessbude der Liga offensiv nichts zustande bringen. Die erhoffte Wirkung bleibt zunächst aus, erst nach einer Stunde scheinen die Kräfte bei den Gastgebern langsam etwas nachzulassen. Enrich bedient Gómez Novo, aber sein Tag ist es auch nicht, sein Schuss wird geblockt. Der Versuch aus halblinker Position von Inui findet den Weg ins Tor ebenfalls nicht (70.). Eine Viertelstunde vor Schluss kontert und Las Palmas eiskalt aus und Araujo entscheidet mit seinem zweiten Treffer die Partie. Denken alle, doch nur Augenblicke später erzielt González das 1:3. Das gibt uns nochmal einen Schub. Flanke Capa, Direktabnahme Inui und plötzlich ist der Anschlusstreffer da (82.)! Wir werfen alles nach vorne, aber die Gastgeber verteidigen den Sieg mit Mann und Maus. Nur freuen kann sich am Ende keiner, weil Villareal im Abstiegs-Fernduell ebenfalls gewinnt und das Schicksal von Las Palmas damit besiegelt.

      Telegramm


      10. Tana (Elfm.) 1:0
      20. Araujo 2:0
      46. Capa für Casillas
      76. Araujo 3:0
      76. González 3:1 (4. Tor | Enrich)
      82. Inui 3:2 (3. Tor | Capa)


      Chancen: 4:7
      Mann des Spiels: Sergio Araujo (1.0)
      Elf des Tages: Adrián González (OM), Takashi Inui (LM)

      Tabelle

      1. SD Eibar 81
      4. FC Málaga 67
      3. Real Betis Sevilla 64
      4. Real Sociedad 62
      5. Real Madrid 58



      Samstag, 22.05.2022 – Primera División, 38. Spieltag
      SD Eibar118 (1.) – FC Barcelona116 (7.)

      Aufstellung
      Riesgo – Capa, A. Fernández, Juncà – Hernández, González, Escalante, Astiz, Inui – Gómez Novo, Enrich

      Kommentar

      Für das letzte Spiel in seiner Vereinskarriere kommt Lionel Messi ins Ipurúa, da ist etwas Demut angebracht. Andererseits wollen wir unsere anstehende Meisterfeier natürlich mit einem Sieg in die Gänge bringen. Es wäre erst unser zweiter überhaupt gegen Barça. Der Beginn ist verheissungsvoll. Inui legt auf für den aufgerückten Fernández, dessen Abschluss ist aber kein Problem für ter Stegen. Nach einer Viertelstunde lässt Messi seine Klasse aufblitzen und wuselt sich durch unsere Abwehr, doch mit einem fantastischen Reflex vermiest ihm Riesgo die Krönung. Auf der Gegenseite wird Enrich im letzten Moment noch am Torschuss gehindert. Das Spiel ist hart umkämpft, umso wichtiger ist unser Führungstreffer kurz vor der Pause. González schliesst einen Angriff über rechts wuchtig ab.

      Safety first lautet unsere Devise für die zweite Hälfte. Wir halten Barcelona gut von unserem Tor fern. Dann setzt Escalante mit einem Traumpass Astiz in Szene, der mit seinem Premierentreffer unsere Führung ausbauen kann (63.). Die Katalanen sind nicht um eine Antwort verlegen. Kenedy schnappt sich einen Prellball und versenkt ihn unhaltbar in unserem Kasten. Mehr geht für Messi & Co. gegen unsere Abwehr allerdings nicht. Wir schaukeln das 2:1 heim und schliessen die Wahnsinnssaison mit einem Sieg ab. Die Pokalübergabe ist der Startschuss zu einer rauschenden Meisterfeier.



      Telegramm


      42. González 1:0 (5. Tor | Capa)
      63. Astiz 2:0 (1. Tor | Escalante)

      64. Kenedy 2:1

      Chancen: 5:2
      Mann des Spiels: Kenedy (2.0)
      Elf des Tages: keiner

      Tabelle






      Wochenrückblick
      Am Samstagmittag steht die Jugend im Zentrum. Genauer gesagt, die C-Jugend von unserem Víctor. Die trägt heute nämlich ebenfalls ihr letztes Saisonspiel aus und hat dabei die Gelegenheit, sich die Meisterschaft zu holen. Verfolger Valencia hat bereits am Morgen gespielt und gewonnen, wie Zarra zu berichten weiss, als ich mich zusammen mit ihm und Isabel am Rande des Spielfelds einfinde. Unserem Junior und seiner Mannschaft hilft also nur ein Sieg. Es geht auch gut los, Víctor leitet mit einem schönen Pass das 1:0 gegen Deportivo Alavés ein. Schon wenig später gleichen die Gäste jedoch aus und gehen bis zur Pause ihrerseits in Führung. Unsere Jungs rennen in der zweiten Hälfte lange vergeblich an, erst fünf Minuten vor Schluss verwandelt Nacho Casadesús einen Freistoss zum 2:2. Dabei bleibt es leider. Unsere C-Jugend muss mit der Vizemeisterschaft vorlieb nehmen, Víctor ist ziemlich niedergeschlagen. Seine Laune bessert sich am Abend, als es mir nach dem Spiel gelingt, ihm eines der letzten Autogramme aus der Aktivkarriere von Lionel Messi zu besorgen.

      Im Anschluss an das Spiel feiern wir erneut ausgiebig. Auf der Plaza Untzaga vor dem Rathaus, wo wir unsere Trophäe präsentieren, wartet ein Meer von Anhängern.



      Das Wochenende fordert allerdings seinen Tribut und damit meine ich nicht die einmal mehr alkoholbedingten Kopfschmerzen. Gómez Novo tut sich am Knöchel weh, als wir mit dem Bus beim Rathaus ankommen. Yoel Rodríguez stolpert danach bei der Parade unglücklich und verletzt sich dabei am Knie. Asier Riesgo macht vernünftigerweise früh Feierabend, dafür erwischt es ihn tags darauf beim Sonntagsausflug mit der Familie.



      Zum Glück kommen alle ziemlich glimpflich davon.



      47. Woche | 23. – 29. Mai 2022



      Ereignisse:
      • Deportivo Alavés dreht im Finale der Copa del Rey gegen Real Madrid einen 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Sieg. Die Trophäe geht zum ersten Mal überhaupt an einen drittklassigen Verein. Alavés hat auf seinem Weg dabei gleich fünf Erstligisten geschlagen!
      • Zwei Jahre nach dem überraschenden Double feiert Real Sociedad den nächsten grossen Triumph. Mit einem 3:2-Sieg über Florenz gewinnt man die Europa League.
      • Jugendspieler Nacho Casadesús verbessert sich auf Stärke 4.


      Spiele:
      • keine

      Wochenrückblick


      El Correo - 29.05.2022
      Die logische Vollendung
      von Ama Azarola

      Die SD Eibar ist erstmals in ihrer Vereinsgeschichte Meister. Seit dem einschneidenden Strategiewechsel vor sechs Jahren hat sich das Team in der Tabelle stets verbessert. Wir haben die fünf entscheidenden Gründe, weshalb es jetzt zum absoluten Triumph reichte – und warum das nur bedingt überraschend ist.

      1. Das Bollwerk Ipurúa

      Eibar konnte sich schon immer einer gewissen Heimstärke rühmen. Niemand hat in den vergangenen sechs Spielzeiten mehr Punkte auf eigenem Terrain gesammelt als die Basken. Jede Mannschaft, die schon mehrmals im Estadio Ipurúa antreten musste, hat mindestens eine Partie davon verloren. In dieser Spielzeit jedoch hat Eibar die Abwehr-Performance auf ein neues Level gehoben. Insgesamt 16 Mal spielte die Mannschaft zu null, davon elf Mal zuhause. Über die ganze Saison resultierten in den Heimspielen lediglich neun Gegentore, ein einsamer Spitzenwert. So reichte es, obwohl die 30 geschossenen Tore biederer Ligadurchschnitt sind, zu einer ausgezeichneten Bilanz von 15 Siegen, 2 Unentschieden und 2 Niederlagen.

      2. Offensive Gastspiele

      Die meisten Fussballmannschaften drücken zuhause aufs Gaspedal und lassen es auswärts vorsichtiger angehen. Bei Eibar funktionierte es dieses Jahr genau andersherum. Im Ipurúa steht die Null, als Gast greift man mutig an. Nicht wenige Teams liessen sich davon überraschen. Mit Málaga (2:5), La Coruña (2:6), Gijón (0:5), Sevilla (3:5) und Atlético (4:5) mussten sich gleich fünf Mannschaften zuhause fünf oder mehr Stück von Eibar einschenken lassen. Sinnbildich dafür stehen die beiden Stürmer Nano und Armas, die vier bzw. drei Mal getroffen – nur auswärts. Am Ende stehen auf fremden Plätzen 48 Treffer zu Buche. Acht mehr, als beispielsweise der FC Barcelona insgesamt erzielt hat.

      3. Ranko Popovic

      Woher kommt der plötzliche Angriffsfokus der ehemaligen Defensivpuristen? Die Antwort geht zurück in den letzten Sommer, als man Pedro Quintana erstmals seit knapp fünf Jahren wieder einen offiziellen Co-Trainer an die Seite stellte. Glaubt man Insidern, ist der Systemwechsel auf das dominantere und offensivere 3-5-2 hauptsächlich auf die Initiative des Serben zurückzuführen. Doch die Taktik ist nicht der einzige Bereich, in dem Popovic erfolgreich Einfluss genommen hat. Dass Cheftrainer Quintana dem Konditionstraining nicht den grössten Stellenwert beimisst, ist ein offenes Geheimnis. Sein Assistent denkt hier anders, war früher gar als Schleifer verschrien. So oder so hat er mit seinen Methoden die Physis der Spieler spürbar verbessert. In Sachen Ausdauer ist das sogar messbar: 20 der 78 Saisontore hat Eibar in der Schlussviertelstunde erzielt.


      Trefferverteilung von Eibar zuhause (rot) und auswärts (blau).

      4. Die darbende Konkurrenz
      Es wäre nicht fair, dem mit Abstand punktestärkstem Meister der letzten fünf Jahre zu unterstellen, man habe von schwachen Gegnern profitiert. Dennoch: mehrere Vereine hättten die Chance gehabt, die Nerven der Quintana-Elf in der Endphase der Meisterschaft zumidest stärker zu testen. Fangen wir bei den „grossen Drei“ an. Atlético Madrid war die meiste Zeit über graues Mittelmass. Dank der besten Auswärtsbilanz in der Liga hat es den Rojiblancos am Ende immerhin noch zu einem Europapokal-Platz gereicht. Real Madrid befand sich noch im Dezember gar im Abstiegskampf. Erst dann rollten die Königlichen das Feld von hinten auf. Das war allerdings selbst für die Champions League zu spät. Entgegengesetzt entwickelte sich der FC Barcelona. Die Blaugrana spielte ein starkes erstes Saisondrittel, knüpfte an Erfolgszeiten an. Dann brach man völlig ein und rutsche bis zum Schluss auf Platz 7 ab. Und der Rest? Lieferte ebenfalls nur Stückwerk ab. Real Sociedad blieb nach schwachem Start zwischenzeitlich 18 Spiele in Serie ungeschlagen. Sobald man sich auf Platz 2 vorgearbeitet hatte, war es mit dieser Konstanz jedoch vorbei. Konstanz bewiesen neben Eibar in erste Linie Málaga und Betis Sevilla. Ihnen fehlte aber die Qualität, um einen gleich hohen Punkteschnitt zu erreichen.

      5. Die Cantera wird erwachsen

      Es dürfte kein Zufall sein, dass im letztendlich entscheidenden Meisterschaftsspiel gegen La Coruña gerade Benigno Fernández das wegweisende 1:0 erzielte. Er ist einer von drei Spielern, die am allerersten „Día de la Cantera“ entdeckt wurden. Während bisher noch gestandene Spieler wie Nano die Mannschaft prägten, drängen sich die Cantera-Abgänger immer mehr in den Vordergrund. Die Nationalspieler Augusto Fernández und Sergio Rodríguez waren schon letzte Saison Leistungsträger, haben jetzt aber noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht. Auf den Aussenverteidigerpositionen ist es nur eine Frage der Zeit bis Ander Capa und David Juncà endgültig von den grossen Talenten wie Benigno Fernández und Iván Andújar Moreno abgelöst werden. Im Sturm ist das bereits passiert. Acorán Gómez Novo hat diese Saison mit wettbewerbsübergreifend 25 Treffern alle überflügelt. Auch die Nachwuchsstürmer Calímaco Armas (Hattrick gegen Gijón) und Elkin Garrido (Tore gegen Atlético und Inter) konnten auf sich aufmerksam machen. Dem Vereinsumfeld ist ausserdem zu entnehmen, dass mit Carlos Valdés Arribas bald der erste Cantera-Torhüter seinen Profivertrag unterschreiben wird. Die einzige „Problemzone“ bleibt dann das rechte Mittelfeld, wo der 35-jährige Pedro León noch immer unantastbar scheint. Solange der Altmeister wieder bester Vorlagengeber der Liga wird, ist das wohl verschmerzbar.
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      Abgeschlossen

      Kleiner Schweizer im grossen Kanton
      From That Final Day to the Stars

      Fanakick schrieb:

      Ich verspüre den Drang etwas kaputtzumachen – oder jemanden kaputtzumachen?

      Unfassbar das ausgwerechnet ICH das einmal sage, aber: Schon mal Koffeinfreien ausprobiert? :cursing:

      Fanakick schrieb:

      „Ein hervorragender Leichtathlet, natürlich.“, antworte ich etwas trotzig, während ich den abrupten Themenwechsel nachzuvollziehen versuche.

      Also eine noch unsicherere Zukunft? Sei vorsichtig, was du dir wünscht!

      Fanakick schrieb:

      Bei seinen Kumpels auf dem Schulhof ist er als nimmermüder Staubsauger berüchtigt.

      :saugen: Hoffentlich nur im übertragenden Sinne.

      Fanakick schrieb:

      Besteht Interesse an einer etwas ausführlicheren Berichterstattung über die WM

      Also ich freue mich immer, wenn auch diese Turniere mitdokumentiert werden. Ob du auch mehr als nur die Resultate präsentieren möchtest, überlasse ich deiner Motivation.

      Fanakick schrieb:

      Diesmal ist die Sache allerdings deutlich mysteriöser.

      Das größte Mysterium dieser Meldung ist jedoch immer, von wem diese Meldung kommt, wenn nur ?, ? und ? davon wissen und es keinem sonst erzählen.

      Fanakick schrieb:

      Kaderübersicht

      Mir ist aufgefallen, dass nicht alle Spieler auf ihrer Lieblingsposition stehen (z.B. Astiz). Ist das Absicht wegen Umschulungen oder Aufstellungserfordernissen, oder kam da nur etwas durcheinander?

      Fanakick schrieb:

      Rekordtransfer: Sean Clark wechselt für 44.400.000 €

      Hübsche Schnapszahl, aber da ist als Rekord noch das Doppelte drinne.

      Single Malt schrieb:

      War es nicht bei Anstoß 3 so, dass man den Schiri schmieren konnte? Hat einer von euch das mal gemacht?

      Nicht in einem regulären Spielstand (da spiele ich immer ohne Doping, Schwalbentraining und dergleichen - lediglich in einem einzigen Langzeitspielstand habe ich die Schwarze Kasse mal aktiviert gehabt, um ein Traumstadion zu beschleunigen), aber hin und wieder mal zum Abschluss einer Spielsitzung mal ausprobiert. Erstens liegt die Käuflichkeitsgrenze scheinbar recht hoch (k.A. wo genau, aber siebenstellig muss sie wohl sein) und zweitens ist sie nur dann erreichbar wenn kurz zuvor ein Zufallsereignis den entsprechenden Schiri zum Pleitegeier ernannt hat. Dass also für den Spieler Motivation und Gelegenheit dieses Mittels zusammenkommen ist also höchst selten der Fall (z.B. ein Sechs-Punkt-Spiel, das einem das Geld wert ist und zufällig von einem Pleitegeier gelitet wird). Obendrein habe ich (genauso wie beim Schmieren von Spielern und Teamkapitänen) nie eine Veränderung im jeweiligen Spiel bemerkt. Also entweder ist die Wirkung eher gering und gut versteckt, oder diese Option gehört leider zu der Handvoll Funktionen in A3, die zwar anwählbar aber nutzlos sind. Hat zufällig einer das legendäre Handbuch zur Hand? :?:

      Fanakick schrieb:

      90. Correa 4:5

      War sicher das Eintrittsgeld wert.

      Fanakick schrieb:

      „Wenn man schon so ein schlechtes Image hat wie unsere Mannschaft, kann man das ruhig etwas kultivieren!“

      Gibt es schon die passenden Spitznamen? "Lapurra" oder so etwas? :mafia:

      Fanakick schrieb:

      Nummer vier hingegen, der FC Genua 1893, schlägt allen ein Schnippchen und steht mit vier Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze.

      Wie schon gesagt, Fluch und Segen. Aber mir macht diese kunterbunte Fußballwelt viel Spaß und freue mich daher auch über diese lustigen Blicke über den Tellerrand.

      Fanakick schrieb:

      Auch die Brechstange hilft am Ende nichts mehr, Chelsea gewinnt verdient.

      So langsam nähert man sich dem Maximalziel zumindest an.

      Fanakick schrieb:

      Zu Gast ist heute Kellerkind La Coruña, dessen Trainer Luis Enrique – mal etwas ganz Neues – kurz vor der Entlassung steht.

      Schade, als einzigen Primera-Champion neben Valencia und dem Dauer-Duopol in über dreißig Jahren waren die mir stets ein willkommener Farbtupfen. Aber wer ist eigentlich dier Enrique? Ich kenne in der Liga nur einen gewissen Quintana.

      Fanakick schrieb:

      Wir – sind – MEISTER!

      Na dann, herzlichen Glückwunsch!

      Fanakick schrieb:

      der sich wahrscheinlich trotz allem ärgert, die Shirts mit dem Meister-Aufdruck erst für nächste Woche bestellt zu haben.

      Ach, die kann man auch zur Pokalübergabe und während der Meisterfeier noch wunderbar promoten - und wahrscheinlich braucht es zum Saisonbeginn sogar noch eine zweite Lieferung für die ganzen Nachzügler.

      Fanakick schrieb:

      Zwar ohne Pokal, weil es den erst nach dem letzten Meisterschaftsspiel gibt, aber das ist uns allen herzlich egal.

      Dann kann man immerhin doppelt feiern - den rechnerischen und den tatsächlichen Titelgewinn. :cheers2:

      Fanakick schrieb:

      Wirt Pako „Pan“ Txeran

      Ich glaube den kenne ich. Ist aber vermutlich nur ein Künstlername. Also der Google-Übersetzer spuckt da sehr ulkige Dinge aus. "Pan"="Brot", "Txeran"="reinkommen" und als Krönung "Pantxeran"="Paniermehl" :lach:

      Fanakick schrieb:

      Rafa Benítez‘ Spanien erhält attraktive und gleichzeitig starke Gegner in Gruppe D.

      Endlich mal eine interessante Gruppe, oder auch "das wird schwer".

      Fanakick schrieb:

      Wir schaukeln das 2:1 heim und schliessen die Wahnsinnssaison mit einem Sieg ab.

      Als Saisonabschluss noch einmal den Culés den Hintern versohlt. Also wenn das kein Abschluss ist. Wer Real und Barca schlägt, der hat sich den Titel auch verdient.

      Fanakick schrieb:

      Deportivo Alavés dreht im Finale der Copa del Rey gegen Real Madrid einen 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Sieg. Die Trophäe geht zum ersten Mal überhaupt an einen drittklassigen Verein. Alavés hat auf seinem Weg dabei gleich fünf Erstligisten geschlagen!
      Zwei Jahre nach dem überraschenden Double feiert Real Sociedad den nächsten grossen Triumph. Mit einem 3:2-Sieg über Florenz gewinnt man die Europa League.

      Klingt ja nach einer baskischen Dauerparty! :party:

      Fanakick schrieb:

      Die logische Vollendung

      Du weißt ja, was man über Eigenlob sagt. Aber bei dieser charmanten Darstellung lasse ich es mal durchgehen. :yeah:
      Spoiler anzeigen

      Panthera schrieb:

      Also ich freue mich immer, wenn auch diese Turniere mitdokumentiert werden. Ob du auch mehr als nur die Resultate präsentieren möchtest, überlasse ich deiner Motivation.


      Es gibt dieses Mal eine ausführliche Berichterstattung, aus verschiedenen Gründen. Aber das wird wahrscheinlich eine einmalige Sache (solange Pedro nicht Nationaltrainer ist), weil es bei A3 für die Endrunde schon ziemlich viel Fantasie auf der einen und händische Arbeit auf der anderen Seite braucht. Bei den Auswahlen der Hauptländer bekommt man immerhin noch die Aufstellung und allenfalls Torschützen, Rotsünder und Verletzte. Beim Rest halt nur Ergebnisse und am Ende noch einen Torschützenkönig.

      Panthera schrieb:

      Mir ist aufgefallen, dass nicht alle Spieler auf ihrer Lieblingsposition stehen (z.B. Astiz). Ist das Absicht wegen Umschulungen oder Aufstellungserfordernissen, oder kam da nur etwas durcheinander?


      Das ist Absicht, es sind alle da eingereiht, wo sie in Zukunft angedacht sind. Leider sind die Charaktereigenschaften in diesen Screens nicht sichtbar, Astiz z.B. ist eben ein Allrounder und kann daher recht einfach umgeschult werden.

      Panthera schrieb:

      Hat zufällig einer das legendäre Handbuch zur Hand?


      Ich habe eine elektronische Form davon, leider schweigt es sich dazu aus. Zumindest fast, unter "Tipps beim Spiel mit mehreren Spielern" wird das Illegale kurz gestreift: "Ausser mit den illegalen Möglichkeiten der schwarzen Kasse (Sabotage, Bestechung) können Sie ihre Gegner vor allem auf dem Transfermarkt ärgern." Meiner Meinung nach gut möglich, dass diese Dinge nur gegen menschliche Mitspieler funktionieren.

      Panthera schrieb:

      Du weißt ja, was man über Eigenlob sagt. Aber bei dieser charmanten Darstellung lasse ich es mal durchgehen.


      Dabei hat die Autorin doch extra ein, zwei subtile Spitzen gegen den Cheftrainer eingebaut.


      Es folgt ein kürzeres Update, sozusagen als Appetizer für die WM.




      Kapitel 56: Junio 2022



      48. Woche | 30. Mai – 5. Juni 2022



      Ereignisse:
      • Schalke 04 dreht im Champions-League-Finale einen 1:2-Pausenrückstand noch in ein 3:2 und darf sich zum ersten Mal Europas Krone aufsetzen.

      Spiele:
      • keine

      Wochenrückblick
      In der letzten Woche vor dem wohlverdienten Urlaub ist die Trainingsgruppe ziemlich überschaubar geworden. Neben den verletzten und angeschlagenen Spielern haben uns auch sechs WM-Fahrer verlassen. Augusto Fernández, Mikel Calderón sowie Manuel Hernández stehen im spanischen Kader und entgegen allen Erwartungen hat es auch Sergio Rodríguez geschafft! Ich bin gespannt, ob er im ersten Spiel schon auflaufen kann. Ebenfalls im Einsatz stehen an der WM Takashi Inui für Japan und Gonzalo Escalante für Argentinien.

      An der Saisonabschlussfete sind dann zumindest die Verletzten auch wieder dabei. Nach den ganzen Feierlichkeiten in den letzten Wochen lassen wir es bei einem edlen Essen ruhiger angehen. Für drei Spieler ist es der letzte Termin in Eibar. Adrián González (Real Valladolid), Takashi Inui (Vitória Setúbal) und Bebé (Sampdoria Genua) verdienen ihre Brötchen nächste Saison woanders.

      Am nächsten Tag mache ich wie üblich einen Saisonrückblick über meinen Tellerrand hinaus. Zuerst schaue ich mir Zarras Bericht über die Cantera an. Wie schon letzte Saison hat die A-Jugend zum Ende hin die Kurve gekriegt und den Abstieg abwenden können, es resultiert Platz 13. Die stark aufspielende B-Jugend hat lange um den Titel gekämpft, muss sich aber dem FC Málaga geschlagen geben. Ebenfalls auf Platz 2 schliesst die C-Jugend mit Víctor ab. Hier habe ich ja die letzte Partie und die verspielte Meisterschaft live miterlebt.

      Mannschaft
      Rang
      A-Jugend
      13.
      B-Jugend
      2.
      C-Jugend
      2.


      Aus der Segunda División gibt es schlechte Nachrichten für Adrián González. Sein neuer Arbeitgeber Real Valladolid hat den Aufstieg verpasst, unser Routinier wechselt somit eine Liga nach unten. Erfreulich ist dagegen, dass die Reservemannschaften wieder etwas zurückgedrängt werden. Wiederaufsteiger Osasuna wird von zwei für mich neuen Gegner begleitet. Real Oviedo kehrt nach über 20 Jahren wieder in die höchste Spielklasse zurück. Cádiz hat immerhin 16 Jahre darauf gewartet. Zwei sympathische Vereine, auf die ich mich freue!



      Nanos magere Torausbeute in dieser Saison hätte für uns zu einem Problem werden können. Dass es nicht eins geworden ist, haben wir Gómez Novo zu verdanken, der ab Dezember des letzten Jahres richtig heiss gelaufen ist. Der verdiente Lohn für die 18 Treffer ist die Auszeichnung zum Pichichi.



      Mit zusätzlich sechs Torvorlagen war Gómez Novo auch im Rennen zum besten Skorer der Liga. Málagas Santos Michael hat jedoch am letzten Spieltag mit drei Punkten die Differenz geschaffen. Hätte er sich nicht am 34. Spieltag verletzt, wäre auch Pedro León mit seinen 14 Torvorlagen ein ernsthafter Kandidat gewesen.



      Was haben die anderen Ligen zu bieten? Schon im März habe ich über die Überraschungsmannschaft aus Genua berichtet. Der Aufsteiger hat die Sensation tatsächlich geschafft und sich den Scudetto gesichert. In England holt sich Manchester United das Double, die Premier League konnte knapp vor Stadtrivale City gewonnen werden. CL-Sieger Schalke 04 ist auch im eigenen Land die stärkste Mannschaft und feiert eine denkwürdige Spielzeit. Vitória Setúbal aus Portugal, Inuis neuer Verein, macht den gleichen Weg wie wir – vom Pokalsieg letztes Jahr zur Meisterschaft in diesem.


      Land
      Meister
      Pokalsieger
      Spanien
      SD Eibar
      Deportivo Alavés
      England
      Manchester United
      Manchester United
      Deutschland
      FC Schalke 04
      SV Werder Bremen
      Italien
      FC Genua 1893
      Juventus Turin
      Portugal
      Vitória Setúbal
      CF União Madeira



      49. Woche | 6. – 12. Juni 2022



      Ereignisse:
      • Ohne diverse WM-Fahrer wird zwischen Schalke 04 und Deportes Tolima aus Kolumbien noch der Titel des Klubweltmeisters ausgespielt. Die Europäer machen beim 5:0 kurzen Prozess.
      • Die Weltmeisterschaft in den USA beginnt.

      Spiele:
      • keine

      Wochenrückblick
      Wie jedes Jahr werden in der Hauptstadt die besten Fussball-Persönlichkeiten des Jahres geehrt. Dieses Mal gibt es viele prominente Abwesende, weil man es nicht geschafft hat (oder nicht wollte), den Anlass vor dem Start der WM durchzuführen. Ich rechne stark damit, dass jemand aus meiner Meistermannschaft den Titel Spieler des Jahres abräumt. Die Chancen dazu stehen allein mathematisch schon gut. Von den elf Nominierten spielen fünf in Eibar: Ander Capa, Augusto Fernández, Pedro León, Sergio Rodríguez und Acorán Gómez Novo. Eigentlich ist es ein Duell zwischen Abwehrturm Fernández und Goalgetter Gómez Novo, welches unser Stürmer für sich entscheidet. Eigentlich schade, die Würdigung eines Abwehrspielers wäre schön gewesen.



      Auch beim Trainer des Jahres kommt der Favorit aus Eibar: meine Wenigkeit. Ebenso nominiert sind Lorenzo Dirra von Espanyol, der den Aufsteiger auf einen respektablen 8. Platz geführt hat, sowie Pablo Machín, Trainer des Vizemeisters Málaga. Etwas irritiert bin ich dann schon, als Letzterer tatsächlich das Rennen macht. Da hilft nur gute Miene zum bösen Spiel.





      Retroperspectivas


      Die Nominierten des Galaabends dürfen jeweils einen Gast mitbringen. Normalerweise sind das die Partnerinnen der Spieler oder Trainer, aber die haben manchmal keine Lust, sich hier zu langweilen, wie im Fall von Isabel. Andere wie Acorán Gómez Novo haben (noch) gar keine. So kommt es, dass wir die Gelegenheit zu einem Staff-Ausflug nutzen. Zarra hakt sich bei seinem ehemaligen Schützling Gómez Novo ein, ich nehme als „Partnerin“ Alex mit. Oder besser, er lädt sich selbst ein, denn eigentlich ist das Ganze eine ziemlich kurzfristige Idee von ihm. „Der hat noch eine Überraschung für uns, da wette ich drauf.“, meint Zarra und behält recht.

      Wir sind im Mannschaftsbus (wenn schon, denn schon) auf dem Rückweg, ich immer noch nicht ganz darüber hinweg, dass mir Machín die Auszeichnung zum besten Trainer weggeschnappt hat. Alex nimmt Zarra und mich beiseite und zeigt uns ein Foto auf seinem Tablet.

      „Kennt ihr das hier?“



      Zarra zuckt genauso die Schultern wie ich. Jedenfalls ist es nicht das Ipurúa.

      „Das ist das Inglewood-Stadium.“

      „Sagt mir nichts.“, erwidere ich. Doch dann regt sich etwas in meinem Hinterkopf. „Moment. Ist das nicht dieser Football-Tempel?“

      „Ganz genau.“
      , nickt Alex. „Hat lächerliche drei Millarden gekostet und ist seit letztem Jahr Heimat der NFL-Teams aus Los Angeles. Aber diesen Sommer Spielstätte für die WM. Und ihr könnt dahin, wenn ihr wollt.“

      „Du machst Witze!“, ruft Zarra.

      „Keineswegs. Ich habe je vier Karten für unser drittes Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste und das Finale bekommen. Das findet nämlich auch da statt. Ein alter Bekannter wollte mit seiner Familie hin, aber jetzt müssen sie zuhause bleiben, weil der Sohn mit einem Kieferbruch im Spital liegt. So hat er mir die Karten zum Sonderpreis gesteckt.“

      „Boah. Wer kommt noch mit?“

      „Ich dachte an deine Familie. Du hast doch gesagt, dass Víctor die WM kaum erwarten kann.“

      Das stimmt wohl, aber eigentlich habe ich diesen Sommer eine Pause mit beschränkter Fussballdosis geplant. Nur, wenn Víctor erfährt, dass ich für uns eine Reise in die USA abgeschlagen habe, entvatert er mich wahrscheinlich gleich wieder.

      „Warte mal.“, wirft Zarra ein. „Was ist mit dir?“

      „Ich kann leider auch nicht.“, winkt Alex ab. „Viel zu viel um die Ohren. Ich muss den Leuten beim Stadionbau auf die Finger schauen, vor allem Marc scheint derzeit etwas durch den Wind. Mit unserem Treuhänder muss ich ebenfalls ein Wörtchen reden, der Aktionfonds stürzt langsam ins Bodenlose. Und und und… ein Trip in die Staaten fehlt mir da gerade noch.“

      Das ist zwar schade, aber Zarra und ich können unser Glück trotzdem kaum fassen. Trotzdem gibt es zwei Probleme. Zunächst einmal ist diese ganze Sache mehr als nur kurzfristig. Die Weltmeisterschaft wird morgen eröffnet, wenn die USA gegen die Elfenbeinküste antreten. Das Spiel der Spanier gegen die Ivorer findet dann schon am 19. Juni statt – das ist in neun Tagen! Das geht ja alles noch, denn schliesslich sind wir relativ spontane Menschen. Auch wenn die Flüge und Hotels ein teurer Spass werden dürften. Aber wie zum Henker sollen wir das unseren besseren Hälften erklären?

      „Da wird euch schon etwas einfallen.“, ist Alex überzeugt und kann sich ein Grinsen nicht verkneifen.
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      Kapitel 57: El Mundial



      Am darauffolgenden Donnerstag sitzen wir zu viert im Flieger nach Los Angeles. Da Víctor ob Alex‘ Angebot komplett aus dem Häuschen geriet, musste ich auch bei Isabel nicht viel Überzeugungsarbeit leisten. Schliesslich besuchen wir in den knapp zweieinhalb Wochen nicht nur Fussballspiele, sondern können auch viele andere Sachen unternehmen. L.A. und Umgebung haben einiges zu bieten. Nicht ganz so locker konnte sich Zarra durchsetzen, aber schliesslich hat auch Susana eingesehen, dass es keinen Zweck hat, ihm das auszureden.

      „Dafür schulde ich ihr jetzt wahrscheinlich den Antrag.“
      , meint Zarra mit grimmiger Überzeugung.

      Während unserem über neunstündigen Flug zur Zwischenlandung in Chicago ist Fussball natürlich das grosse Thema.

      „Sag mal, Pe, ist der Thiago Quintana eigentlich mit dir verwandt?“, will Víctor wissen. Seit ich offiziell Vater von ihm bin, will er mich nicht mehr Pedro nennen. Aber padre, papa oder einfach nur pa sind einem Teenager anscheinend ebenfalls zu uncool. So ist er zwischendrin irgendwie bei „Pe“ gelandet. Was Thiago Quintana angeht, der war in den vergangenen Wochen in aller Munde. Nach der Verletzung von Sergio Rodríguez stand das Supertalent aus Girona bei vielen hoch im Kurs als Ersatz fürs zentrale Mittelfeld.



      „Nein, Quintana ist eben nur ein sehr häufig vorkommender Name im ganzen Land. Hast du gewusst, dass de Gea mit vollem Namen David de Gea Quintana heisst?“

      Bei der WM ist mein Namensvetter Thiago nun nicht dabei, da Sergio Rodríguez ja gerade noch rechtzeitig fit wurde. Und wie! Er ist mit ein Grund, warum wir diese Reise mit gut gelaunt und mit viel Optimismus in Angriff genommen haben. Im ersten Gruppenspiel zeigte die ganze spanische Mannschaft eine bärenstarke Leistung. Nach torloser erster Hälfte haben Rodríguez und Rafa Mujica mit ihren Treffern den hochverdienten 2:0-Sieg über Titelverteidiger England sichergestellt.

      Im zweiten Spiel traf man auf einen überraschend starken Gastgeber. Die USA hatten im Eröffnungsspiel die Elfenbeinküste mit 2:1 geschlagen und boten mit dieser Euphorie auch der Furia Roja Paroli. Spanien ging durch Morata früh in Führung, doch eine Viertelstunde vor Schluss sorgte Pulisic für den 1:1-Endstand. Trotzdem kein schlechtes Ergebnis für uns, denn so reicht beim letzten Spiel gegen die Ivorer bereits ein Remis für die Achtelfinal-Qualifikation.

      Nachdem wir den Freitag für ein bisschen Stadtrundfahrt, aber vor allem zur Überwindung des Jetlags genutzt haben, geht es am Samstag ins Stadion. Stadion ist allerdings untertrieben, der Komplex hat wahrscheinlich mehr zu bieten als ganz Eibar. Hotels, Kino, Casino, zahlreiche andere Unterhaltungseinrichtungen, teilweise riesige Läden ohne Ende. Zum Glück treffen wir für das um 20:00 Uhr angesetzte Spiel früh genug ein! Im normalen American-Football-Betrieb bietet das Stadion Platz für etwa 70.000 Leute, beim Superbowl in diesem Februar waren 100.000 Zuschauer dabei und heute erhalten ähnlich viele Fans Einlass.

      Unsere Plätze annähernd mittig auf der Gegentribüne sind hervorragend. Selbiges kann man vom Start ins Spiel zwischen Spanien und der Elfenbeinküste nicht behaupten. Die Elefanten haben nach einem 0:4 gegen England keine Chance mehr auf die KO-Phase, doch das sorgt anscheinend für die nötige Lockerheit. Man spielt unbeschwert auf, während sich unser Team äusserst schwer tut. Ein Raunen geht nach 20 Minuten durch die Menge, als auf der überdimensionalen Videowand „Oculus“ eingespielt wird, wie Joshua Gatt im Parallelspiel die USA gegen England in Front bringt. Damit würden sich die Gastgeber den Gruppensieg schnappen. Nur wenige Minuten später erfolgt allerdings bereits das 1:1 durch Berahino. In unserem Spiel tut sich wenig. Víctors Euphorie hat sich merklich gelegt und ich merke, dass Isabel kurz davor ist, sich irgendwo eine Zeitschrift zu holen. Dann ein Weckruf: mit einem satten Schuss aus 22 Metern erzielt Junior Tallo kurz vor der Pause das 1:0 für die Elfenbeinküste.

      Wäre jetzt Schluss, Spanien müsste heimreisen. Zarra und ich sind uns einig, aus dem Mittelfeld muss mehr kommen. Coach Rafa Benítez sieht das etwas anders, vollzieht mit Alba für Moreno und García für Calderón einen Doppelwechsel in der Abwehr. Unser Spiel wird tatsächlich besser, auch weil meine Eibar-Jungs langsam aufwachen. Nach einer Stunde setzt sich Manuel Hernández auf links durch und findet im Zentrum Rafa Mujica von Manchester United, der zum Ausgleich einnetzt. Stand jetzt sind wir Gruppensieger, aber die letzte halbe Stunde zieht sich eine Ewigkeit hin. Endlich pfeift der Schiedsrichter ab, ohne dass hier oder im anderen Gruppenspiel noch etwas Nennenswertes passiert. Mit Ach und Krach stehen wir zusammen mit den US-Boys im Achtelfinale, Titelverteidiger England schaut in die Röhre.



      Wer kommt als Gegner in Frage? Zeit für einen Blick in die anderen Gruppen.



      Gruppe A



      Kann man nach zwei Spielen mit sechs Punkten und einem Torverhältnis von 5:0 das Achtelfinale noch verpassen? Ja, man kann! Die Ukraine schreibt eine der kuriosesten und zugleich bittersten Geschichten der jüngeren WM-Vergangenheit. Einem 4:0 gegen Aserbaidschan lässt man zunächst ein starkes 1:0 gegen Chile folgen. Im abschliessenden Spiel trifft man auf Frankreich, das nach einem 1:2 gegen Chile und einem mickrigen 1:0 gegen Aserbaidschan unter Druck steht. Les Bleus zünden ein Feuerwerk, gewinnen gleich mit 5:1. Weil Chile seinerseits die Pflicht mit einem 3:1 erfüllt, bedeutet das für die Ukraine tatsächlich das Aus.





      Gruppe B



      Mitfavorit Deutschland startet spektakulär, muss gegen Ecuador gleich dreimal einen Rückstand aufholen. Thomas Müller und zweimal Timo Werner sorgen dafür, dass es mit dem 3:3 zumindest einen Punkt gibt. Im zweiten Spiel ist Joshua Kimmich für den entscheidenden Treffer zum 1:0 über Japan besorgt. Im abschliessenden Gruppenspiel reicht ein 1:1, um die Schweiz auf Distanz zu halten. Ecuador qualifiziert sich ebenfalls, wobei ein Münzwurf über den Gruppensieg entscheiden muss!





      Gruppe C



      Aus dieser Gruppe würde der Achtelfinalgegner Spaniens kommen, so viel steht fest. Das starke portugiesische Team sowie die Kolumbianer sind die Favoriten und treffen gleich zu Beginn aufeinander. Portugal behält mit 3:1 die Oberhand. Unsere Nachbarn geben sich auch in der Folge keine Blösse. Algerien und Schottland werden jeweils 2:0 bezwungen, Alves Jaime trifft in allen drei Spielen. Dahinter ringt Schottland Kolumbien überraschend ein Unentschieden ab und setzt sich dank der besseren Tordifferenz durch.





      Gruppe E



      Belgien wird seiner Favoritenrolle hier gerecht, aber zwischen Costa Rica, Wales und Südafrika hatte man ein engeres Rennen erwartet. Die roten Teufel überzeugen vor allem in der Offensive, Kevin de Bruyne trifft viermal. Die Ticos legen mehr Wert auf eine solide Abwehr, was Keylor Navas und den Kollegen ebenfalls sieben Punkte einbringt.





      Gruppe F



      In der „No-Name-Gruppe“ enttäuscht ausgerechnet jenes Team, dem man an dieser WM am ehesten eine Überraschung zugetraut hätte. Mexiko scheidet als Gruppenletzter mit nur einem Zähler aus. Dafür marschiert Österreich sensationell mit neun Punkten durch, gefolgt von Rumänien. Mit Marokko bleibt eine weitere afrikanische Hoffnung hängen.





      Gruppe G



      Tschechien ist als einziges europäisches Team klarer Favorit, taucht aber am ersten Spieltag gleich einmal mit 0:2 gegen Perú. Die Rehabilitation glückt mit einem 4:0 gegen Südkorea, bevor im entscheidenen Spiel gegen Tunesien ein bitteres 1:2 folgt. Das hätte mit der guten Tordifferenz sogar noch gereicht, würde im Parallelspiel Südkorea gegen Perú nicht einen 1:3-Rückstand wettmachen und noch den entscheidenden vierten Punkt holen.





      Gruppe H



      Lionel Messi will es zum Schluss nochmal allen zeigen. Im Startspiel gegen die Türkei brilliert er, trifft beim 3:0 einmal selbst und legt noch einen Treffer auf. In der anderen Partie schockt China Australien mit einem 1:0. Die Socceroos wiederum lassen ihren Frust an Argentinien aus und schlagen Messi & Co. mit 2:1. Den Gruppensieg holt sich letztlich die Türkei, dahinter zittert sich Argentinien durch. Zehn Minuten vor Schluss erzielt Messi gegen China das rettende 1:1 und verlängert damit seine Karriere um mindestens ein Spiel.






      Mit Abschluss der Gruppenspiele verabschieden wir uns für drei Tage vom Rummel. Ein Wanderausflug in den Ausläufern der Sierra Nevada nördlich von L.A. steht auf dem Programm. Etwas Ruhe und Zeit zum Abschalten. Den ersten Achtelfinaltag verpassen wir damit, aber rechtzeitig zum Duell Spanien – Schottland sind wir zurück in der Metropole. Die KO-Spiele verfolgen wir jeweils in einem der unzähligen Public Viewings in der Stadt, in denen immer gute Stimmung herrscht, auch wenn der Höhenflug der Gastgeber abrupt endet.


      Achtelfinale



      Deutschland – Chile

      Der Weltmeister von 2014 gerät ins Schlingern, als ausgerechnet der Bundesliga-Legionär Eduardo Vargas die Südamerikaner schon nach zwei Minuten in Führung bringt. Es dauert eine Weile, bis Deutschland sein Kombinationsspiel aufziehen kann. Dann belohnen sie sich aber noch vor der Pause mit dem 1:1 durch Meyer. Deutschland ist nun besser und Chile geht zunehmend die Puste aus. Die Quittung erteilt Werner in der 77. Minute mit dem Siegtreffer.

      Endstand: 2:1



      Frankreich – Ecuador

      Frankreich knüpft im Duell unserer potentiellen Viertelfinal-Gegner genau da an, wo sie gegen die Ukraine aufgehört haben, beim Tore schiessen nämlich. Ecuador wird überfahren: Griezmann, Pogba und Lacazette stellen schon in der ersten halben Stunde auf 3:0. Kurz vor dem Ende der Partie gelingt Angulo immerhin der Ehrentreffer, welcher prompt vom eingewechselten Martial zum 4:1 gekontert wird.

      Endstand: 4:1



      Portugal – USA

      Ganz ähnlich verläuft die Partie zwischen Portugal und den USA. Die technisch unterlegenen Gastgeber halten eine halbe Stunde lang dicht, müssen dann aber einen Doppelschlag durch Podence hinnehmen. Mit neuem Mut und gutem Fussball startet das US-Team in die zweite Hälfte, wird aber in dieser Druckphase durch einen Konter kalt geduscht. Moreirense-Torjäger Podence macht den Hattrick perfekt. Das 4:0 durch Silva in der Nachspielzeit ist dann nur noch eine Randnotiz wert.

      Endstand: 4:0



      Spanien – Schottland

      Rafael Benítez schickt auch im vierten Spiel alle Eibar-Spieler auf das Feld: Augusto Fernández, Mikel Calderón, Sergio Rodríguez und Manuel Hernández sind mit von der Partie. Natürlich erwartet hier jeder einen Sieg der Furia Roja, nicht wenige gar einen Kantersieg. In Tat und Wahrheit hat die Mannschaft aber wie gegen die Elfenbeinküste wieder ihre liebe Mühe. Die Schotten verbarrikadieren sich am eigenen Sechzehner. So werden sie zwar nicht ansatzweise gefährlich, lassen selbst jedoch auch nicht mehr als ein paar Distanzschüsse zu.

      Der zweite Umgang beginnt für die Bravehearts dann unglücklich. McKenna springt der Ball bei einem Kopfballduell an die Hand, es gibt Elfmeter. Das ist auch in der Nationalmannschaft eine Sache für Augusto Fernández, und er bringt Spanien nach 50. Minuten sicher in Führung. An der Spielanlage ändert das wenig, erst in der Schlussphase machen die Schotten auf. Das nützen wir in der 89. Minute prompt für einen erfolgreichen Konter. Asensio macht den Deckel drauf. Das Anschlusstor der Schotten durch Armstrong nach einer Ecke in der Nachspielzeit kommt zu spät.

      Endstand: 2:1




      Österreich – Costa Rica

      Für ein Team, das in der UEFA-Qualifikation als zweitbester Gruppendritter gerade noch die Teilnahme geschafft hat (dabei allerdings auch Italien hinter sich gelassen hat), war die Gruppenphase der Österreicher sehr stark. Im Achtelfinale machen sie da weiter. Kvasina und Entrup von Austria bzw. Rapid Wien schiessen die Alpenkicker bis zur Pause verdient in Front. In der zweiten Hälfte schafft George für Costa Rica den Anschlusstreffer, eine gute Chance auf den Ausgleich bekommen die Mittelamerikaner jedoch nicht mehr. Im Gegenteil, Schaub macht mit dem 3:1 alles klar.

      Endstand: 3:1



      Belgien – Rumänien

      Der Aussenseiter Rumänien erwischt einen Traumstart, Stanciu erzielt schon früh das 1:0. Danach rennen die Belgier an, aber keiner ihrer hochklassigen Angreifer bringt den Ball ins Tor. Am Ende stehen bei den roten Teufeln mit Benteke, Lukaku, Origi und Batshuayi vier gelernte Stürmer auf dem Feld, aber den Ausgleich kurz vor Schluss besorgt Kevin de Bruyne per Freistoss. Und dann fällt doch noch ein Stürmertor: Batshuayi schiesst die Belgier ins Glück bzw. ins Viertelfinale.

      Endstand: 2:1



      Perú – Argentinien

      Mit Spannung erwartet wird das südamerikanische Duell. Die Peruaner sind mitverantwortlich dafür, dass Rekordweltmeister Brasilien zuhause bleiben musste und damit nicht ganz überraschend in der KO-Phase. Die Partie entwickelt sich zu einer Mittelfeldschlacht, die kaum Torszenen bietet. Erstmals geht es an dieser WM in eine Verlängerung. Nach 120 Minuten steht es noch immer torlos, im Elfmeterschiessen präsentiert sich die Albiceleste dann makellos und setzt sich mit 5:3 durch.

      Endstand: 0:0, 3:5 n.E.



      Türkei – Südkorea

      Die Türkei hat ein respektables Team beisammen, was sie auch im Achtelfinale beweisen. Die erste Hälfte haben sie komplett im Griff und führen durch Barcelona-Legionär Özcan verdient mit 1:0. Die Südkoreaner können sich nach dem Seitenwechsel steigern, werden jetzt von Startspieler Son angetrieben. Hwang erzielt schliesslich das 1:1. Doch die Türken haben eine Antwort parat und kommen eine Viertelstunde vor Schluss durch Özyakup zum 2:1, was gleichzeitig der Endstand ist.

      Endstand: 2:1







      Alle Gruppensieger haben sich durchgesetzt – bis auf Perú, das an Argentinien scheitert. Holt sich Lionel Messi im letzten Anlauf doch noch den ersehnten WM-Titel? Drei Hürden sind noch zu überwinden. Das Gleiche gilt auch für Spanien, doch nach dem Spiel gegen Schottland sieht man uns nicht in der Favoritenrolle.

      „Wen wundert’s!“
      , gibt Zarra zu Protokoll. „Wenn wir gegen Frankreich auch nur eine klitzekleine Chance haben wollen, muss sich Benítez was einfallen lassen. Seit dem England-Spiel folgt ein trostloser Kick dem andern!“

      Ganz so schwarz sehe ich das nicht. Immerhin sind wir im Gegensatz zur letzten WM schon mal in der KO-Phase. Aber es stimmt: gegen Franzosen in Topform müssen wir uns deutlich steigern, oder es blüht die Heimreise. Denn schon in der Qualifikation waren wir ja gegen Les Bleus nur zweiter Sieger. Auf jeden Fall warten vier spannende Viertelfinals auf uns.


      Viertelfinale



      Deutschland – Portugal

      Schon in der ersten dieser vier Begegnungen ist viel Dramatik enthalten. Mit Portugal und Deutschland treffen zwei Titelfavoriten aufeinander. Die Partie ist in der ersten halben Stunde abwechslungsreich und attraktiv. Dann ein Skandal: Timo Werner betätigt sich als Schauspieler, der Referee fällt darauf herein und schickt André Gomes für eine angebliche Tätigkeit vom Feld. In der Folge mauern die Portugiesen und können einen Teilerfolg verbuchen. Trotz 73% Ballbesitz für Deutschland steht es nach 90 Minuten noch immer 0:0. Je länger je mehr drücken die Deutschen auf den entscheidenden Treffer. Doch der fällt völlig überraschend auf der anderen Seite. Mit dem ersten Torschuss nach über einer Stunde erzielt Silva in der 114. Minute den Siegtreffer für Portugal.

      Endstand: 0:1 n.V.



      Spanien – Frankreich

      Als hätten die Spanier uns gehört, tritt gegen Frankreich eine völlig andere Mannschaft auf. Wir agieren im Spielaufbau flexibel und kreativ und stellen den Gegner mit einem intensiven Pressing immer wieder vor Probleme. Das Übergewicht zahlt sich nach 33 Minuten schliesslich aus. Bei einem Eckball steht Fernández am zweiten Pfosten goldrichtig und hält den Kopf zur 1:0-Führung hin.

      Frankreich muss in Hälfte zwei kommen und das tun sie auch. Noch keine zwei Minuten läuft das Spiel wieder, da fällt der Ausgleich. Wieder ist es ein Eckball, dieses Mal heisst der erfolgreiche Abnehmer Pogba. Erstaunlicherweise lässt sich Spanien davon überhaupt nicht aus dem Tritt bringen. Alle vier Eibar-Profis stehen auf dem Feld, aber es sind nicht sie, die zurückschlagen. Stattdessen vernascht David Concha von Fenerbahçe die halbe Abwehr der Equipe Tricolore und bringt uns nach 65 Minuten wieder in Führung. Gegen Ende zollen wir Tribut für unsere kräftezehrende Spielweise, bringen den Vorsprung jedoch über die Zeit und stehen verdient im Halbfinale!

      Endstand: 2:1



      Belgien – Türkei

      Wenn ich den Turnierbaum nicht völlig missverstanden habe, wird hier unser nächster Gegner ausgespielt. Natürlich rechnet jedermann mit einem Sieg Belgiens, doch die Türken sind nicht zu unterschätzen. Tatsächlich machen sie heute ihrem Gegner das Leben schwer und vor allem lassen sie Kevin de Bruyne nicht zur Entfaltung kommen. Selber tut sich die eigentlich starke türkische Offensive auch schwer. Aber ein erfolgreicher Calhanoglu-Freistoss in der 59. Minuten bringt den Aussenseiter in die Vorschlussrunde.

      Endstand: 0:1



      Österreich – Argentinien

      Auf dem Papier ist die Sache klar, doch Vorsicht. Österreich hat bisher vier Siege vorzuweisen, während Argentinien noch nicht so recht überzeugen konnte. Die Partie startet ausgeglichen, mit beiden Mannschaften eher defensiv eingestellt. Kurz vor Ablauf der ersten halben Stunde gelingt Lazaro mit dem 1:0 der Durchbruch. Messi und die Albiceleste sind gefordert, agieren in der Folge aber zu nervös. Als Österreich in der 70. Minute auch noch einen Strafstoss erhält und Altmeister Arnautovic diesen souverän verwandelt, ist die Sensation perfekt!

      Endstand: 2:0








      Vor den Halbfinals geht es hoch zu und her. Die FIFA macht etwas, was sie eigentlich nie macht. Nachdem bisher unbekannte Fernsehbilder auftauchen, die bestätigen, dass Portugals Gomes kein Vergehen anzulasten ist, heben sie seine Sperre auf. Gomes ist somit gegen Österreich spielberechtigt und das sollte noch Konsequenzen haben…


      Halbfinale



      Spanien – Türkei


      Zunächst aber steht unser Halbfinale auf dem Programm. Spanien-Trainer Benítez überrascht alle, in dem er für den bisher gesetzten Sergio Rico plötzlich Ortiz ins Tor stellt. Ausserdem muss das letzte Sturmduo, Tana und David Concha, auf der Bank Platz nehmen. An ihrer Stelle stürmen Morata und Asensio – das ist unser Luxus. Hauptsache, mit Fernández, Calderón, Rodríguez und Hernández stehen meine Jungs wieder auf dem Platz. Irritiert von diesen Personalentscheiden sind offensichtlich auch die Türken, denn sie bringen zunächst keinen Fuss vor den andern. Wir dominieren nach Belieben. Manuel Hernández bringt Spanien in der 24. Minute mit dem vierten Eibar-Treffer an dieser WM in Führung. Noch vor dem Pausenpfiff legt Asensio das 2:0 nach.

      Nach dem Seitenwechsel schalten wir einen Gang zurück, haben den Gegner aber immer noch mühelos im Griff. Torhüter Ortiz verbringt ein geruhsames Spiel. Bis die Türkei in der 72. Minute wie die Jungfrau zum Kinde zum 1:2 kommt. Bakis‘ Anschlusstreffer lässt die Türken Morgenluft wittern. Das Innenverteidiger-Duo Fernández/Calderón wird nervös und unsicher, aber mit vereinten Kräften bringt die Mannschaft die Führung über die Zeit. Wir sehen Spanien live im Finale!

      Endstand: 2:1



      Portugal – Österreich

      Beide Mannschaften haben einen 3. und 4. Platz als ihre besten WM-Ergebnisse vorzuweisen und wollen nun zum ersten Mal ins Finale vorstossen. Portugal macht aufgrund von mehr internationaler Erfahrung zunächst den besseren Eindruck. Zählbares springt aber bis zur Pause für keines der beiden Teams heraus, zu fehleranfällig sind die Offensivreihen.

      In der zweiten Halbzeit schlägt das Schicksal zu. Ausgerechnet der zuerst gesperrte André Gomes bringt Portugal in der 54. Minute in Führung. Der Treffer gibt unseren Nachbarn Aufwind und Sicherheit. Österreich kämpft zwar bis zum Schluss aufopferungsvoll, kann aber nicht mehr reüssieren. Das WM-Finale wird ein iberisches Duell!

      Endstand: 1:0



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      Finale



      Wenn man Karten für ein WM-Finale hat, träumt man natürlich davon, dort die eigene Mannschaft zu sehen. Wirklich gerechnet hat damit aber niemand von uns, und wahrscheinlich auch die meisten Fans nicht. Zu durchschnittlich waren die Auftritte in der Qualifikation. Selbst die Euphorie nach dem tollen Startspiel gegen England ist ziemlich schnell verflogen. Doch Benítez‘ Truppe scheint gerade rechtzeitig in Form zu kommen. Die Partien gegen Frankreich und die Türkei haben Mut gemacht, auch wenn uns mit Portugal eine starke Mannschaft gegenübersteht.

      So brechen wir am 4. Juli voller Vorfreude erneut ins Inglewood-Stadium auf. Das haben sich die Amis natürlich nicht nehmen lassen, das Endspiel an ihrem Nationalfeiertag auszutragen. Die Show vor dem Spiel ist entsprechend patriotisch angehaucht. Während Lady Gaga die Hymne zum Besten gibt, wird rundherum inbrünstig mitgeschmettert. Sich selber zelebrieren konnten sie schon immer. Wir leisten jedoch unseren Beitrag dazu. Isabel hat den Schminkkoffer ausgepackt und uns sowie sich selbst nebst spanischen auch US-Flaggen aufs Gesicht gemalt. Darauf hätte ich verzichten können, aber ich muss zugeben, dass sie auch mit Farbe und Glitzer auf dem Gesicht hinreissend aussieht.

      Es sind viele Amerikaner im Stadion, neben je einem Lager an Spanien- und Portugal-Fans. Wir haben ähnliche Plätze wie beim Gruppenspiel und finden uns in einem grossen Pulk an US-Anhängern wieder. Deren Sympathien gelten mehrheitlich Spanien. Die meisten seien noch nicht ganz über das deftige Aus gegen Portugal hinweg, erklärt uns einer. Wenn das so ist, werden sich unsere Spieler zumindest nicht über mangelnde Unterstützung beklagen können. Kurz vor 20 Uhr ist es schliesslich soweit, die 22 Spieler betreten den Rasen und es kann losgehen.





      Spanien: Ortiz – Alba, Fernández, Calderón, Moreno – Isco, Rodríguez, Hernández – David Concha, Tana, Rafa Mujica

      Portugal: Benitez – Dantas, Sá, Paulo Oliveira, Guerreiro – Tavares, Bento, Nilo Marcos, Aveleiro Ramos – Gomes, Silva


      Jubel brandet auf, als der kolumbianische Referee Roldán die Partie freigibt. Die Spanier sorgen von Beginn weg für Wirbel. Das Mittelfeld tauscht immer wieder die Positionen und David Concha sowie Rafa Mujica lassen sich zurückfallen, um die Bälle zu holen, um dann Mittelstürmer Tana in Szene zu setzen. Der hat bisher nicht überzeugt und an seiner Stelle hätte man meiner Meinung nach auch unseren Gómez Novo mitnehmen können. In der 3. Minute macht er es aber klasse, luchst Dantas nach einer missglückten Ballkontrolle das Leder ab und legt dann aus dem Strafraum zurück für Rodríguez, der den Ball direkt nimmt und in der entfernten Torecke versenkt. Was für ein Auftakt! Das schnellste WM-Final-Tor aus dem Spiel heraus.

      Vielerorts auf der Tribüne wird gejubelt. Die portugiesischen Fans sind erstmal bedient und auch ihre Spieler müssen sich erstmal sammeln. Mit so einem Paukenschlag hat hier niemand gerechnet. Spanien versucht den Schwung mitzunehmen und stellt mit der flexiblen Rollenverteilung den Gegner ständig vor Probleme. In der Regel wird Sergio Rodríguez gesucht, der in der ersten halben Stunde deutlich am meisten Ballkontakte vorzuweisen hat. Mehr Zählbares resultiert allerdings nicht, mit einem weiteren Abschluss von David Concha hat Benitez im Portugal-Tor keine Mühe. Dann schläft das Spiel komplett ein und es ist auch schon Pause.

      Bei uns macht sich Nervosität breit, erleben wir hier den ganz grossen Triumph live mit? Noch ist es lange hin, denn Portugal kommt zur Beginn der zweiten Hälfte endlich im Spiel an. Bei einer schnellen Umschaltsituation in der 54. Minute sieht Bento den besser postierten André Silva, der sieht seinen Schuss aber von Ortiz gerade noch aus der Ecke gefischt. Die Partie wird jetzt unterhaltsamer. Kollektives Ächzen in unserer Gruppe, als Isco aus guter Position das 2:0 verpasst. Dann geht es wieder in die andere Richtung, doch Gomes verzieht zum Glück.

      Etwa eine Viertelstunde ist noch zu gehen, als Rafa Benítez Tana aus dem Spiel nimmt und für ihn Arsenal-Libero Morales bringt. Spanien stellt auf Dreier- bzw. eher Fünferkette um. Das Signal ist klar, jetzt nur keinen mehr kassieren. Ob das richtig ist? Portugal erhält jetzt mehr Spielanteile, wird dominanter. Die zwingenden Chancen fehlen allerdings, weil Morales, Fernández und Calderón eine erstklassige Strafraumverteidigung zeigen. Dann ein Konter, eine Eibar-Co-Produktion. Rodríguez mit dem sensationellen langen Ball auf Hernández, der seitlich aufs Tor zusteuert, dann aber nur das Aussennetz trifft.

      Fünf Minuten bleiben. Während Víctor, Zarra und ich kaum mehr hinsehen können, kommentiert Isabel ziemlich ungerührt das Spielgeschehen. Wie gut, dass meine Frau die Abseitsregel versteht. Sonst hätte sie vielleicht nicht gemerkt, dass ein Tor von Tavares in der 88. Minute zurecht aberkannt wird. Es ist der letzte gefährliche Versuch Portugals, nach drei Minuten Nachspielzeit pfeift Schiedsrichter Roldán die Partie pünktlich ab.



      Weltmeisterteam: Antonio Ortiz (Celta Vigo), Carlos Moreno (FC Sevilla), Augusto Fernández (SD Eibar), Mikel Calderón (SD Eibar), Juan Morales (Arsenal FC), Jordi Alba (FC Barcelona), Isco (FC Genua 1893), Sergio Rodríguez (SD Eibar), Manuel Hernández (SD Eibar), David Concha (Fenerbahçe SK), Tana (UD Las Palmas), Rafa Mujica (Manchester United).



      Ein wenig später wird die Trophäe an Jordi Alba übergeben, der es im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Messi damit tatsächlich schafft, seine Karriere mit dem Weltmeistertitel zu beenden. Zu gerne würde ich hinuntergehen und meinen Eibar-Jungs persönlich gratulieren, aber mit all den Sicherheitsvorkehrungen ist das nicht möglich. Stattdessen beglückwünsche ich sie per WhatsApp, was sie dann später in aller Ruhe lesen können. So machen wir uns glücklich, aber auch erschöpft von der Anspannung auf den Heimweg ins Hotel und am nächsten Tag auch gleich zurück nach Spanien. Dort wartet nämlich schon bald wieder die alltägliche Arbeit auf mich.
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      Kapitel 58: El Séptimo Día de la Cantera



      Sonntag, 11. Juli 2022. Es ist ein ungewöhnliches Gefühl am diesjährigen Cantera-Tag. Normalerweise ist dieser für alle der Startschuss in die neue Saison. Diesmal ist das etwas anders. Wir wollten nicht, dass er vom WM-Finale in den Schatten gestellt wird und haben ihn deshalb um eine Woche verschoben. Trotzdem hat die Mannschaft schon eine Woche Training hinter sich, welche sie unter den Fittichen von Co-Trainer Ranko Popovic absolviert hat. Man mag es erahnen, Kondition war da der Schwerpunkt. Währenddessen habe ich mich von unserem unvergesslichen Trip in die USA erholt. Um die Jungs ein bisschen über den Platz zu scheuchen, dafür braucht es mich nicht, das hat auch Alex eingesehen. Ganz so erholsam wie erhofft war die Woche allerdings nicht. Das Telefon klingelte ständig und aus allen Ecken Europas oder sogar Nahost trafen Angebote zur Betreuung einer Nationalmannschaft ein. Bosnien, Israel, Rumänien oder Schweden hiessen die Interessenten. Am meisten überraschte mich die Anfrage der Türkei, immerhin WM-Vierter. Ich spielte mit dem Gedanken, mir zumindest das eine oder andere Team näher anzusehen. Doch Isabel legte ihr kategorisches Veto ein. Ich sei schon oft genug nicht zuhause, meint sie, und das ist leider nicht ganz von der Hand zu weisen. Also erteilte ich allen Verbänden eine Absage.

      Somit begrüsse ich an diesem Sonntag, endlich befreit vom Jetlag, meine Mannschaft. Ganz alle sind allerdings nicht da – unsere Weltmeister haben bis zum 19. Juli Urlaub erhalten. Das haben sie ohne Zweifel verdient. Einer ganz besonders: Sergio Rodríguez zeichnet sich nicht nur für den entscheidenden Treffer im Finale verantortlich. Gestern gab es obendrauf noch die Auszeichnung zum Weltfussballer des Jahres. Es ist eine logische Wahl und dennoch irgendwie verrückt. Der Weltfussballer spielt in Eibar! Darüber könnte man glatt vergessen, dass Rodríguez gerade mal 20 Jahre alt ist. In seiner Abwesenheit geniesst bei den Autogrammstunden eben ein anderer die Aufmerksamkeit. Klar, Acorán Gómez Novo ist ja Torschützenkönig und unser Spieler des Jahres. Dass er (aus meiner Sicht) genau so gut hätte zu den WM-Gewinnern gehören können, kümmert ihn angesichts seiner Laune offenbar überhaupt nicht.

      Doch dann fällt mein Blick auf jemanden bei der Mannschaft, der eigentlich nicht hier sein sollte. Verwirrt suche ich Ranko und finde ihn im Gespräch mit einem unserer Nachwuchsstürmer, Elkin Garrido. Ich nehme Ranko kurz beiseite.

      „Was macht denn Bebé hier? Hat der mittrainiert?“, frage ich ihn. Der rechte Flügel hat auf die neue Saison eigentlich nach Italien zu Sampdoria Genua gewechselt.

      „Ja, der ist wieder im Team. Oder immer noch. Alex hat mich informiert. Bebé hat, so heisst es, einen Vertrag bei den Italienern unterschrieben, der nur für die erste Liga Gültigkeit. Als Absicherung, sollten sie absteigen. Und das ist ja dann auch passiert.“

      Uns informiert hat das Schlitzohr aber nicht. Da der Vertrag mit Genua hinfällig geworden ist und er bei uns damit noch einen gültigen bis nächstes Jahr hat, steht er jetzt wieder bei uns auf der Matte. Als nutzloser Gutverdiener, um es deutlich auszudrücken. Ich bin fest entschlossen, ihn zum ersten Spieler zu machen, den ich aktiv auf die Transferliste setze. Aber erstmal bedanke ich mich Ranko und wende mich anderen Dingen zu.

      Isabel und Víctor sind heute nämlich ebenfalls vor Ort. Der Kleine steht naturgemäss bei den Testkicks im Einsatz, mit denen wir potentielle neue Talente sondieren. Wobei ich „der Kleine“ nicht zu laut herumposaunen sollte, Víctor hat diesen Sommer immerhin schon in die B-Jugend gewechselt. Ich schlendere also hinüber zu den Fussballplätzen, wo ich erwartungsgemäss Zarra zusammen mit Scout Marcos vorfinde. Von der anderen Seite beobachtet Isabel das Geschehen und schwatzt munter mit anderen Eltern. Um den Hals trägt sie einen unserer Meisterschals, den ihr wahrscheinlich unser Marketing-Boss Luis aufgeschwatzt hat.

      „Hast du eigentlich schon gehört, wer bei Getafe den Trainerposten übernommen hat?“, fragt Marcos gerade Zarra, ohne dabei die Augen vom Spielfeld zu nehmen.

      „Wie, die haben schon wieder einen neuen Trainer?“, schalte ich mich ein. Für einen Aufsteiger mit erfolgreichem Klassenerhalt hat sich Getafe als ziemlich ungeduldig erwiesen.

      „Jaah. Jetzt hat sich Mendilibar der Sache angenommen.“, antwortet Marcos.

      „Wie, Mendilibar? DER Mendilibar?“

      Marcos und Zarra nicken. José Luis Mendilibar hat all das hier indirekt eigentlich erst möglich gemacht. Er war hier in Eibar mein Vorgänger und wenn er 2016 nicht von sich aus den Rücktritt erklärt hätte, wäre ich heute womöglich immer noch Trainer in Bilbao.

      „Ich dachte, er hätte seine Karriere beendet.“

      „Dachte er selbst wohl auch.“, meint Zarra. „Aber sieht so aus, als hätte ihn das Fussballfieber nochmal gepackt.“

      Das verspricht auf jeden Fall ein interessanter Vergleich zu werden gegen Getafe.

      Währenddessen hat sich Benigno Fernández zu uns gesellt, um ein Auge auf seinen jüngeren Bruder zu werfen. Vor zwei Jahren hat Garcia Marín seinen Bruder an die Cantera gelotst, jetzt also auch unser Linksverteidiger. Zarra hat für den potentiellen Nachwuchsspieler durchaus Lob übrig.

      „Riera macht sich gut. Kein Wunderspieler, aber gehörig flink für sein Alter und eine gute Spielintelligenz.“


      „Riera?“, hake ich nach.

      Benigno Fernández seufzt und winkt ab. „Was erwartet man schon von Eltern, die ihren ersten Sprössling Benigno und seine Schwester Difruta taufen. Da ist Riera mit seinem Namen direkt gut bedient.“

      Vielleicht hofften die Eltern, dass er in die Fussstapfen von Albert Riera treten würde? Auf jeden Fall scheint Riera Fernández seine Stärken eher im defensiven Zentrum zu haben als auf der linken Aussenbahn.

      Ebenfalls ein vielversprechender Zentrumsspieler ist der 13-jährige Iván Bedoya, wir mir Zarra verrät. Allerdings eher im offenisven Bereich. Was gut für uns ist, denn wenn wir in Zukunft weiterhin mit zwei Spielmachern agieren, können wir auf dieser Position jeden Mann brauchen. Dann müssen wir vielleicht nicht Liberos dahingehend umschulen, so wie ich es aktuell mit José Gómez vorhabe. Im Trainingsspielchen zeigt sich dann aber auch, dass Bedoya zwar schöne Flugbälle mit viel Effet draufhat, ansonsten jedoch noch einiges zu lernen hat.

      Nach mehr als diesen zwei Talenten sieht es dieses Jahr nicht aus, klagt Zarra. Ich finde, da jammert er auf hohem Niveau. Man kann nicht jede Saison ein Juwel ein Land ziehen und ich bin mir sicher, dass er bis zum Ende des Jahres noch den einen oder anderen Fang auf den regionalen Fussballplätzen machen wird.

      Dann suche ich Alex auf, um die Sache mit Bebé zu klären. Ich finde meinen Vereinsboss, als er gerade mit einem Unbekannten auf ein Glas Wein anstösst.

      „Ah, du kommst gerade richtig.“, winkt mich Alex zu ihnen. „Pedro, darf ich vorstellen. Das ist Hal Gaber, Geschäftsführer und Mitbegründer unseres neuen Hauptsponsors. Hal – Pedro Quintana, höchst erfolgreicher Trainer unserer 1. Mannschaft.“

      Wir schütteln uns die Hände und Hal faselt etwas von Plus555, das Online-Dienstleistungen für den Handel mit Differenzgeschäften auf diversen Finanzmärkten anbietet. Ich verstehe nicht besonders viel, finde es auf jeden Fall unsympathisch, aber lächle trotzdem. Als wir das Mindestmass an höflichem Smalltalk erreicht haben, signalisiere ich Alex, dass ich mit ihm sprechen will. Wir verabreden uns für später in seinem Büro.

      Als wir uns wieder treffen, kommt Alex ohne Umschweife zur Sache. „Wir müssen drei Dinge klären. Erstens, du willst Bebé auf die Transferliste stellen, ist das richtig? Ranko hat es erwähnt.“

      „Ja, will ich.“, entgegne ich. „Ist das ein Problem?“

      „Nein, keine Einwände. Die Kaderplanung überlasse ich dir. Aber damit wären wir bei zweitens. Im Verlauf dieser Woche musste ich diesbezüglich einmal für dich einspringen.“

      „Wie meinst du das?“

      „Arsenal hat uns ein Angebot von schlappen 26.500.000 € für Aitor Márquez unterbreitet. Habe ich natürlich abgelehnt.“, fügt er zu meiner Erleichterung hinzu. Für einen kurzen Moment habe ich geglaubt, er hätte den besten Linksfuss der Welt auf die Insel verschachert. „Ich habe sein Grundgehalt auf 1.800.000 € aufstocken müssen, weil er in England einiges mehr verdient hätte. So richtig zufrieden schien er mir trotzdem nicht.“


      „Hm. Gut.“
      Ein paar Querelen lassen sich bei solchen Abwerbeversuchen wohl nicht vermeiden. „ Ich kümmere mich drum. Drittens?“

      „Drittens..“ Alex erhebt sich aus seinem Sessel und geht im Büro auf und ab. So unruhig habe ich ihn noch selten gesehen. „Wann hast du Marc zum letzten Mal gesehen?“

      „Marc? Welcher Marc?“, frage ich überrascht.

      „Na Marc Sánchez, unser Architekt. Mann, Pedro, es wäre echt gut, wenn du mindestens unseren Vorstand kennen würdest. Egal. Also, wann?“

      „Puh. Da überfragst du mich gerade.“
      Mit Marc habe ich eigentlich nie zu tun. „Bei einer der Feiern am Saisonende war er dabei, das weiss ich noch. Warum fragst du?“

      „Weil er seit einer Woche verschwunden ist, deshalb.“


      Du meine Güte, nicht schon wieder. Javier Chomorro lässt grüssen.

      „Keiner weiss, wo er steckt. Jegliche Versuche, mit ihm Kontakt aufzunehmen, sind gescheitert. Ich vermutete, es gibt einen harmlosen Grund, aber ich denke, wir müssen jetzt die Polizei einschalten.“


      Nach einer Woche? Ich frage mich, warum Alex das nicht längst getan hat. Ich werde das Gefühl nicht los, dass er mit irgendetwas hinter dem Berg hält. Doch er geht nicht weiter auf das Thema ein und erklärt das Gespräch für beendet. Er müsse sich noch mit Bauingenieur Emilio treffen, um das weitere Vorgehen in Sachen Stadionbau zu besprechen. Also marschiere ich zurück zu den Trainingsplätzen, um Isabel und Víctor abzuholen und mit ihnen nach Hause zu fahren.


      Montag, 12. Juli 2022.
      Der Sommer war kurz und trotzdem hat sich einiges getan. Wie gewohnt verschaffe ich mir, bevor ich mich ins Training einmische, einen Überblick zur Ausgangslage in den verschiedenen Bereichen des Vereins.


      Finanzen & Infrastruktur



      Der Ausbau unserer designierten neuen Heimat, dem Estadio de Eibar, wird weiter vorangetrieben. Alex meint, dass es mindestens vorerst auch ohne Architekt Marc weitergeht. Die Pläne stehen ja und mit der Ausführung ist Bauingenieur Emilio beschäftigt. Die Hälfte der Haupttribüne steht schon, vor ein paar Wochen haben nun die Arbeiten an den Tribünen links und rechts davon begonnen. Wenn alles nach Plan verläuft, ist die Etappe schon im Winter abgeschlossen, aber eigentlich hat man bis im nächsten Sommer Zeit. Der ganze Spass hat jedenfalls 60.000.000 € gekostet. Umso erstaunlicher, dass wir das Finanzjahr trotzdem mit einem Gewinn von 8.942.903 € abgeschlossen haben. Die Champions League hat hier eingeschenkt. Allein für das Halbfinale haben wir 6.000.000 € an Fernsehgeldern erhalten.

      Unser neuer Hauptsponsor, mit dessen Geschäftsführer ich gestern Bekanntschaft machen durfte, heisst Plus500 und schiesst 10.000.000 € pro Jahr garantiert ein. Als ich mir die Zahlen des neuen Dreijahresvertrags genauer anschaue, muss ich enttäuscht feststellen, dass wir nicht wesentlich besser gestellt sind als bisher. Nur falls wir das Kunststück mit dem Meistertitel wiederholen können, gibt es deutlich mehr Geld. Für den Fall, dass wir noch in die Europa League rutschen und eigene Fernsehrechte bekommen, hat Alex mit unserem letztjährigen Partner Telecinc einen Fixbetrag von 8.500.000 € ausgehandelt.


      Kader



      Der Kader entwickelt sich weiter prächtig. Je mehr wir ältere Spieler gegen unseren Nachwuchs tauschen können, desto besser präsentiert sich das Bild. Nur auf der Torhüterposition herrscht Krebsgang, aber da gibt es bald Abhilfe. Asier Riesgo will es in seinem letzten Jahr nochmals wissen und, wie er mir verrät, im nächsten Sommer seine Karriere beenden.

      Kaderübersicht



      Sturm
      Nano


      Tendenz: | Vertrag bis: 2026

      Acorán Gómez Novo


      Tendenz: | Vertrag bis: 2028

      Sergi Enrich


      Tendenz: | Vertrag bis: 2023

      Calímaco Armas


      Tendenz: | Vertrag bis: 2030

      Elkin Garrido


      Tendenz: | Vertrag bis: 2031

      Javier Sánchez
      ]

      Tendenz: | Vertrag bis: 2031


      Linkes Mittelfeld
      Manuel Hernández


      Tendenz: | Vertrag bis: 2028

      Aitor Márquez


      Tendenz: | Vertrag bis: 2029

      Offensives Mittelfeld
      Sergio Rodríguez


      Tendenz: | Vertrag bis: 2028

      Rubén Iván Astiz


      Tendenz: | Vertrag bis: 2030

      Lorenzo Morales


      Tendenz: | Vertrag bis: 2031

      José Gómez


      Tendenz: | Vertrag bis: 2031

      Rechtes Mittelfeld
      Pedro León


      Tendenz: | Vertrag bis: 2024

      Bebé


      Tendenz: | Vertrag bis: 2023

      Andoni García


      Tendenz: | Vertrag bis: 2029

      Santiago de Paula


      Tendenz: | Vertrag bis: 2031


      Defensives Mittelfeld
      Gonzalo Escalante


      Tendenz: | Vertrag bis: 2024

      Garcia Marín


      Tendenz: | Vertrag bis: 2029

      Miguel Domínguez


      Tendenz: | Vertrag bis: 2030


      Linker Verteidiger
      David Juncà


      Tendenz: | Vertrag bis: 2023

      Benigno Fernández


      Tendenz: | Vertrag bis: 2029

      Innenverteidiger
      Augusto Fernández


      Tendenz: | Vertrag bis: 2026

      Mikel Calderón


      Tendenz: | Vertrag bis: 2027

      Diego Ramos


      Tendenz: | Vertrag bis: 2031

      Rechter Verteidiger
      Ander Capa


      Tendenz: | Vertrag bis: 2025

      Ivan Andújar Moreno


      Tendenz: | Vertrag bis: 2030

      Jorge Casillas


      Tendenz: | Vertrag bis: 2030


      Torhüter
      Yoel Rodríguez


      Tendenz: | Vertrag bis: 2025

      Asier Riesgo


      Tendenz: | Vertrag bis: 2023





      Nach dem Weggang von González drängt sich Astiz in die Startaufstellung. Ansonsten ändert sich wenig, Benigno Fernández ist allerdings nah an Juncà dran auf der LV-Position.



      Zum ersten Mal greife ich bei der mannschaftsinternen Kapitänswahl ein. Unser Anführer Augusto Fernández behält natürlich die Binde, ich stelle ihm mit Benigno Fernández jedoch einen Vizekapitän zur Seite. Ausserdem lege ich die jungen Santiago de Paula und José Gómez als Ersatzkapitäne fest. Allesamt Spieler, dich entweder bei den Profis oder in der Cantera als Führungsspieler hervorgetan haben.


      Training



      Das Konditionstraining von Ranko Popovic hat im Verlauf der letzten Saison spürbar Wirkung gezeigt. Weniger Sonderschichten waren notwendig und wir haben in den Spielen gegen hinten raus oft nochmal zuschlagen können. Auf der anderen Seite hat die Frische kaum darunter gelitten. Deshalb gibt es hier keinen Änderungsbedarf.




      Jugend



      Darauf haben wir lange gewartet. Mit Carlos Valdés Arribas wird in den nächsten Wochen endlich unser erster Torhüter aus der Cantera zu den Profis stossen. Zweifellos bringt er Potential mit – ich bin mir ziemlich sicher, dass er im nächsten Sommer einen Stammplatz haben wird. Sofern dann Salvador Martínez nicht auf die Überholspur wechselt, denn der wird im August ebenfalls 17-jährig und wahrscheinlich direkt zur ersten Mannschaft wechseln. Auch Chris McGlynn unterschreibt demnächst seinen Vertrag.




      Wettbewerbe



      Auch wenn ich die Verteidigung des Meistertitels für realistisch halte, offiziell als Ziel ausgeben werden wir es nicht. Ich habe mich mit Alex darauf geeinigt, dass wir stattdessen wieder mindestens den dritten Platz anpeilen. Mehr geht natürlich immer. Es wird darauf ankommen, wie gut und vor allem konstant Barcelona und Real Madrid performen.



      In der Copa lautet das Ziel wie schon letztes Jahr Viertelfinale. Zuletzt haben wir das verpasst, wobei das Ausscheiden sehr unglücklich war. Es hängt wie üblich viel von der Auslosung ab. Genug Klasse haben wir eigentlich. In der Champions League hat die vergangene Saison Lust auf mehr gemacht. Nach zwei Halbfinals in drei Jahren wollen wir auch in dieser Saison wieder KO-Phase erreichen.
      Aktuelle Stories
      Cantera y Afición

      Abgeschlossen

      Kleiner Schweizer im grossen Kanton
      From That Final Day to the Stars
      Kapitel 59: Julio y Agosto 2022



      2. Woche | 11. – 17. Juli 2022



      Ereignisse:
      • Schlechter Start für Yoel Rodríguez, ein Meniskuseinriss bedeutet vier Wochen Pause.
      • Carlos Valdés Arribas und Chris McGlynn unterschreiben Profiverträge bis 2032. Unsere Fixgehälter betragen neu 26.400.000 €.
      • Ergebnisse im UI-Cup (1. Runde):
        Ludogorets Rasgrad – Espanyol Barcelona 1:1 / 2:0

      Spiele:

      Samstag, 17.07.2022 - Freundschaftsspiel
      Real Murcia62SD Eibar89

      Ergebnis: 1:1


      Tore: Gómez Novo



      Wochenrückblick
      Ich versuche die Personalie Bebé anzugehen. Der Portugiese zeigt allerdings überhaupt kein Interesse mehr an einem Wechsel. Wen wundert’s, sein Vertrag ist mit 1.200.000 € gut dotiert und woanders würde er mit seinen jetzt schwächeren Attributen einen Bruchteil erhalten. Sein Einverständnis für die Transferliste will er nur gegen ein Entgelt von 360.000 € geben. Lächerlich.

      „Dann machst du kein Spiel mehr!“, gebe ich ihm zu verstehen. Doch seine Antwort fällt ebenso deutlich aus.



      Das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen, mein Freund.



      3. Woche | 18. – 24. Juli 2022



      Ereignisse:
      • Pedro León wird zum vierten Mal Vater und gewinnt sechs Motivationspunkte.
      • In der ersten Runde der Copa del Rey treffen wir auf Real Betis Sevilla, die uns letztes Jahr eliminiert haben.
      • Barcelona holt einen verlorenen Sohn zurück. Für 21.100.000 € kommt Cristian Tello vom AC Florenz.
      • Ergebnisse im UI-Cup (2. Runde):
        Lazio Rom – Celta Vigo 2:1 / 0:3

      Spiele:


      Mittwoch, 21.07.2022 - Freundschaftsspiel
      SD Ponferradina66SD Eibar89

      Ergebnis: 1:3

      Tore: Armas, Ramos, B. Fernández


      Samstag, 24.07.2022 - Freundschaftsspiel
      SD Eibar116 – FC Valencia113

      Ergebnis: 3:1


      Tore: Enrich, Marín, Capa



      Wochenrückblick

      Seelenklempner Quintana ist unterwegs zum nächsten Patienten. Aitor Márquez ist immer noch sauer, weil sein Vertrag angeblich zu schlecht sei. Ich erinnere ihn an unsere Vereinsphilosophie und stelle klar, dass er besser verdient als der Grossteil der Mannschaft. Er wirkt fürs Erste etwas besänftigt, aber wahrscheinlich braucht es einfach Zeit, bis sein Zorn wirklich verraucht.
      Noch schlechter läuft es mit Bebé, der sich standhaft weigert, auf die Transferliste zu gehen. Wir könnten das Ganze einfach aussitzen bis zum Ende seines Vertrags im nächsten Jahr. Hier geht’s allerdings ums Prinzip (und etwas Geld). Deshalb erkläre ich Bebé kurzerhand für suspendiert.



      4. Woche | 25. – 31. Juli 2022



      Ereignisse:
      • Rubén Iván Astiz gewinnt offensives Mittelfeld als Nebenposition.
      • Jorge Casillas muss sich aufgrund einer Oberschenkelprellung diese Woche schonen.
      • Vizeweltmeister Adelino Jaime Alves wechselt für 24.450.000 € von Vitória Setúbal zu Galatasaray.
      • Ergebnisse im UI-Cup (Finalrunde):
        Celta Vigo – Crystal Palace 1:4 / 1:3

      Spiele:

      Mittwoch, 28.07.2022 - Freundschaftsspiel
      FC Córdoba79SD Eibar93

      Ergebnis: 1:1

      Tore: Garrido


      Samstag, 31.07.2022 - Freundschaftsspiel
      Stoke City112SD Eibar112

      Ergebnis: 1:2

      Tore: Astiz, Pedro León



      Wochenrückblick

      Seit der Rückkehr der Weltmeister gestalten wir die Testspiele ansprechender. Ich rotiere und experimentiere immer noch sehr viel, deshalb sieht das nicht immer glanzvoll aus. Astiz kommt im offensiven Mittelfeld immer besser zurecht. Er ist ein starker Allrounder, aber dass er sich so schnell anpassen kann, hätte ich nicht gedacht.
      Luis Villaseca weiss zu berichten, dass die Spieler am Día de la Cantera so viele Autogramme unterzeichnen mussten, dass sie sich fast die Finger abgewetzt haben. Um dem abzuhelfen, präsentiert er einen neuen Fanartikel.



      Als Meister finde ich das durchaus legitim. Luis schweben verschiedene Sets vor, beispielsweise ein „Weltmeister“-Set oder eins mit unseren gefragesten Spielern. Da sind übrigens wenig überraschend Augusto Fernández und Sergio Rodríguez vorne weg, aber zu meinem Erstaunen auch Javier Sánchez gut dabei. Aus einem bestimmten Grund scheint er bei jungen Damen sehr beliebt. Wie dem auch sei, für die Spieler ist es angenehm, wenn sie sich um die Autogrammkarten kümmern können, wenn ihnen gerade danach ist.



      5. Woche | 1. – 7. August 2022



      Ereignisse:
      • Wir nehmen das Autogrammset in unser Fanartikel-Sortiment auf.
      • Garcia Marín fällt mit einer Oberschenkelzerrung zwei Wochen aus.
      • Gar drei bis vier Wochen zuschauen muss Benigno Fernández wegen einem Innebandanriss.
      • Wir lehnen ein Angebot von Aston Villa für Diego Ramos in der Höhe von 7.900.000 € ab.

      Spiele:


      Mittwoch, 04.08.2022 - Freundschaftsspiel
      UE Llagostera59SD Eibar94

      Ergebnis: 1:1

      Tore: Pedro León


      Samstag, 07.08.2022 - Freundschaftsspiel
      SD Eibar108 – FC Girona103

      Ergebnis: 3:2

      Tore: Juncà (2), Domínguez



      Wochenrückblick
      Ein Meistertitel macht Spieler begehrt und unsere Cantera hat sich einen Namen gemacht. Mit Aston Villa klopft ein weiterer englischer Klub an, um eines unserer Talente abzuwerben. Genau wie Márquez erhält auch Diego Ramos eine Gehaltserhöhung. Im Gegensatz zu Márquez ist er mit dieser zufrieden.



      6. Woche | 8. – 14. August 2022



      Ereignisse:
      • Asier Riesgo ist der nächste Verletzte – mindestens drei Wochen Pause aufgrund einer Adduktorenreizung.
      • Andoni García gewinnt die Fähigkeit „Schusskraft“.
      • Ergebnisse in der Champions League (Qualifikation):
        Volyn Lutsk – Real Betis Sevilla 0:3 / 0:3
        AEK Larnaka – Real Sociedad 0:1 / 1:2

      Spiele:


      Samstag, 14.08.2022 - Freundschaftsspiel
      Hércules Alicante54SD Eibar95

      Ergebnis: 0:2

      Tore: Garrido, Nano



      Wochenrückblick
      Es ging schneller als gedacht. Eine Woche vor Meisterschaftsbeginn ist Bebé weichgekocht und willigt ein, sich auf die Transferliste setzen zu lassen.



      An diesem Wochenende wird das allerdings zur Nebensache. Die Auslosung zur Champions League ist da viel interessanter. Erfreulich, dass wieder vier spanische Teams dabei sind. Wir werden in Gruppe E gelost, gemeinsam mit drei europäischen Traditionsvereinen. Das werden mit Sicherheit stimmungsvolle und attraktive Partien!





      7. Woche | 15. – 21. August 2022



      Ereignisse:
      • Salvador Martínez unterschreibt einen Profivertrag bis 2031. Unser Fixgehälter belaufen sich neu auf 27.400.000 €.
      • Gonzalo Escalante muss mit einer Wadenzerrung zehn Tage pausieren.

      Spiele:

      Mittwoch, 18.08.2022 – Supercopa de España, Hinspiel
      Deportivo Alavés105SD Eibar116

      Aufstellung
      Rodríguez – Capa, A. Fernández, Juncà – Pedro León, Rodríguez, Marín, Morales, Hernández – Garrido, Nano

      Kommentar
      Alavés könnte dem Durchmarsch nach unten eine ebenso schnelle Rückkehr folgen lassen, denn ihre Startelf ist immer noch stark. Auf keinen Fall dürfen wir den Zweitligisten unterschätzen. Beide Teams kommen zunächst zu einigen Halbchancen, bevor wir nach 20 Minuten das Zepter übernehmen. Morales, Rodríguez und Marín verpassen reihenweise die Führung. Dann spielt Rodríguez herrlich Capa frei, doch auch der verzieht. Im Gegenzug setzt sich Hernandez durch, doch Rodríguez pariert mit einem Reflex. Kurz darauf erneut ein tolles Zuspiel unseres Weltfussballers und Morales mit dem überfälligen 1:0 (36.). Gleich vor der Pause gibt es noch eine Ecke, wo Nano die Lufthoheit hat und zum 2:0 einköpft.

      Nach dem Seitenwechsel konzentrieren wir uns auf die Defensive und bemühen uns, das Spiel zu beruhigen. Das gelingt, auch wenn Pantic noch eine gute Chance zum Anschlusstreffer erhält (57.). Auf der anderen Seite verpasst Morales nach einem Konter das dritte Tor nur knapp. Der Sieg ist hochverdient.

      Telegramm

      39. Morales 0:1 (1. Tor | Rodríguez)
      44. Nano 0:2 (1. Tor | Pedro León)


      Chancen: 4:10
      Mann des Spiels: Elkin Garrido (1.5)



      Samstag, 21.08.2022 – Primera División, 1. Spieltag
      Atlético Madrid121SD Eibar126

      Aufstellung
      Rodríguez – Capa, A. Fernández, Juncà – Pedro León, Rodríguez, Marín, Astiz, Hernández – Gómez Novo, Nano

      Kommentar
      Das Spiel wird im Vorfeld in den Medien vorwärts und rückwärts diskutiert, das Neun-Tore-Spektakel vom letzten Aufeinandertreffen ist jedem noch präsent. Diesmal beginnt die Partie weit weniger turbulent. Der einzige Aufreger ist ein Freistoss von Pedro León, dessen Flanke Gómez Novo knapp am nahen Pfosten vorbeiköpft. Die Partie plätschert vor sich hin, bis Ñíguez das Heimteam kurz vor der Pause aus dem Nichts in Führung bringt.

      Wir kommen entschlossen aus der Kabine. Giménez blockt einen Schuss von Pedro León, aber bei der anschliessenden Ecke schlägt Nano wieder zu – Ausgleich! In der 69. Minute erwischt Pedro León Moreira mit einem Freistoss in der Torwartecke und läutet mit dem Führungstreffer eine irre Schlussphase ein. Atlético kommt in der 75. Minute durch Guirassy zurück. Doch kaum läuft das Spiel wieder, kombinieren sich Juncà und Hernández durch die Abwehr der Gastgeber und letzterer stellt unsere Führung wieder her! Jetzt spielt nur noch Atlético. Der eingewechselte Aduriz scheitert an Rodríguez (80.). Nur wenig später pariert unser Keeper gegen Guirassy, doch Koke staubt zum 3:3 ab. Und hier ist noch nicht Schluss. Juncà bringt vor dem Strafraum Aduriz zu Fall, der vehement eine gelbe Karte fordert und schliesslich seine zweite bekommt – Platzverweis! Den Freistoss gibt’s aber, und Koke schnibbelt den in den Winkel, unfassbar.

      Telegramm

      42. Ñíguez 1:0
      47. Nano 1:1 (1. Tor | Pedro León)
      69. Pedro León 1:2 (1. Tor)

      75. Guirassy 2:2
      75. Hernández 2:3 (1. Tor | Juncà)
      82. Koke 3:3
      89. Gelb-Rote Karte Aduriz
      90. Koke 4:3

      Chancen: 7:7
      Mann des Spiels: Koke (1.0)
      Elf des Tages: keiner

      Tabelle






      Wochenrückblick
      Ja, es ist definitiv unser Auswärtsgesicht, das wir in dieser Woche zeigen. Unsere Offensive vermag zu überzeugen, wir erspielen uns zahlreiche Chancen. Rodríguez zieht seine WM-Form nahtlos in die neue Saison weiter. Die Abwehr muss sich jedoch deutlich steigern, Spiele wie gegen Atlético wieder nagen sonst heftig an meinem Nervenkostüm.



      8. Woche | 22. – 28. August 2022



      Ereignisse:
      • Iván Andújar Moreno gewinnt die Fähigkeit „Freistoss“.
      • Sean Clark wechselt für 38.640.000 € von Bayern München zu Manchester City.
      • Ergebnisse in der Champions League (Gruppenphase):
        Real Betis Sevilla – US Sassuolo 5:1
        FC Málaga – Vitória Setúbal 0:1
        Real Sociedad – KRC Genk 1:0

      Spiele:

      Mittwoch, 25.08.2022 – Champions League, Gruppenphase, 1. Spieltag
      SD Eibar120 – Benfica Lissabon119

      Aufstellung
      Rodríguez – Capa, Calderón, Juncà – Pedro León, Rodríguez, Marín, Morales, Hernández – Enrich, Nano

      Kommentar
      Einmal haben wir schon gegen Benfica gespielt: das Freundschaftsspiel vor zwei Jahren ging 0:2 verloren. In der achten Minute sind unsere Aussenverteidiger im Zusammenspiel: Juncà auf Capa, dessen Abschluss ist zu harmlos. In der Folge drücken eher die Gäste. Rodríguez pariert ganz stark gegen Guedes (27.). Kurz vor der Pause trifft Lindelöf aus bester Position nur den Pfosten.

      Wir müssen uns nach der Pause steigern und tun das auch. Nano verpasst auf Zuspiel von Enrich die Führung (48.). Einen Freistoss aus dem Halbfeld verlängert Juncà dann auf Calderón, der zum 1:0 nach 57. Minuten einnetzt. Fünf Minuten später zeichnet sich Nano nach unserer dritten Ecke gar für das 2:0 verantwortlich. Benfica wirkt gegen meine solide, aber keinesfalls überragende Mannschaft zunehmend ratlos, der Sieg gerät nie in Gefahr. Fünf Minuten vor dem Ende kann Morales das Ergebnis mit einem Abstauber sogar noch in die Höhe schrauben.

      Telegramm

      57. Calderón 1:0 (1. Tor | Juncà)
      62. Nano 2:0 (1. Tor | Pedro León)
      85. Morales 3:0 (1. Tor | Pedro León)


      Chancen: 5:2
      Mann des Spiels: Gonçalo Guedes (1.5)

      Tabelle






      Samstag, 28.08.2022 – Supercopa de España, Rückspiel
      SD Eibar112 – Deportivo Alavés93 (Hinspiel: 2:0)

      Aufstellung
      Rodríguez – Andújar Moreno, Calderón, Juncà – Pedro León, Rodríguez, Marín, Morales, Márquez – Armas, Nano

      Kommentar
      2:0, normalerweise sollten wir diesen Vorsprung nicht mehr verspielen. Mir gefällt, wie wir das Spiel in die Hand nehmen und die Gäste gar nicht gross ins Spiel kommen lassen. Wir verzeichnen viel Ballbesitzen, kommen zwar kaum zwingend vors Gehäuse, Alavés aber auch nicht. Zur Pause sind wir mit dem 0:0 auf Kurs.

      Der Unterklassige geht in Halbzeit zwei mehr Risiko ein. Hernandez kommt zum Abschluss, Rodríguez muss erstmals eingreifen. Wir bekommen etwas mehr Räume und damit bessere Möglichkeiten, doch sowohl Morales als auch Nano bleibt heute ein Tor verwehrt. Mitte der zweiten Hälfte versucht es Torres für die Gäste aus der Distanz, doch Rodríguez hat den sicher. Nach einem unglücklichen Zusammenprall muss ich Nano eine Viertelstunde vor Schluss herausnehmen. Am Spiel ändert das nichts mehr. Kurz vor Abpfiff scheitert Andújar Moreno nochmal, keine Treffer heute.

      Telegramm

      74. Enrich für Nano

      Chancen: 7:3
      Mann des Spiels: Deyverson (2.5)



      Wochenrückblick
      Auch wenn der Stellenwert nicht riesig ist – die Supercopa ist unser! Das Feiern nach dem Spiel fällt nicht überschwänglich aus, aber viel Genugtuung ist trotzdem da, nachdem wir die Chance ja letztes Jahr noch verpasst haben. Und man darf auch sagen, dass wir damit im dritten Jahr in Folge einen Titel holen und unsere nationale Trophäensammlung komplettieren!



      Retroperspectivas

      Als Alex Aranzábal an diesem Freitagmorgen in seinem Büro sitzt, weiss er schon, dass dies ein gebrauchter Tag wird. Er fühlt es und er fühlt selten falsch. Verantworlich ist unter anderem der Fall des verschwundenen Stadionarchitekten Marc Sánchez, in den immer mehr Klarheit kommt.



      Dass sich Sánchez mit Vereinsgeldern aus dem Staub gemacht hatte, war bei den Ermittlungen relativ schnell klar geworden. Zumal die Polizei das Motiv bald zur Hand hatte. Marc Sánchez hatte offenbar eifrig dem Glücksspiel gefrönt und dabei nicht sehr viel Erfolg gehabt. Sobald man in dieser Beziehung an die falschen Leute gerät, die bei der Begleichung von Schulden nicht sehr viel Geduld zeigen, kann das ziemlich ungemütlich werden. Dem Vorstandsmitglied blieb nichts anderes übrig, als die Fliege zu machen. Seine Spur verliert sich schliesslich in Bogotá. Die spanischen Behörden erliessen zwar einen internationalen Haftbefehl, aber dass ihre kolumbianischen Kollegen dem Fall unermüdlich nachgehen, ist eher unwahrscheinlich. So hat sich die Angelegenheit auch für die spanische Polizei praktischerweise erledigt und man braucht sich nicht weiter darum zu kümmern. Deshalb musste Alex selbst der Frage nachgehen, wieso Marc lediglich 200.000 € eingesackt hatte – im Vergleich zu seinen regulären Verdiensten waren das Peanuts, die er mit ein paar Monaten Arbeit ganz legal verdient hätte. Es lag die Vermutung nahe, dass mehr im Busch war. Mit Hilfe des CEOs des neuen Hauptsponsors, Hal Gaber, hatte Alex darum den vereinseigenen Aktienfonds unter die Lupe genommen. Die Finanzmärkte liefen zwar nur mässig. Aber tatsächlich so schwach, dass der Fonds dermassen tauchte?



      An diesem Morgen treffen nun die Abschlussberichte der Bank und Hal Gaber ein. In der Tat hat jemand, und dieser jemand ist offensichtlich Marc Sánchez, schon über den Zeitraum eines Jahres Papiere aus dem Fonds abgezweigt. Sánchez hat so seine Zockerei finanziert. Ein besonders grosser Teil ist schliesslich diesen Sommer abgezwackt worden. Sánchez ist also eher mit 2.000.000 € statt 200.000 € in Südamerika unterwegs. Nur bei den Behörden wird das keinen mehr interessieren.

      Das schlechte Gefühl rührt allerdings nicht nur daher. Emilio, nach Sánchez Abgang Verantwortlicher für den Stadionbau, hat einen Termin erbeten. So wie er klang, wird er keine guten Neuigkeiten haben. Alex scannt daher den Posteingang seines Mailprogramms verzweifelt nach ein paar „good news“. Und wird tatsächlich fündig. Carlos Benavidez, Stadtrat in Eibar, weist ihn auf eine Medienmitteilung der Stadt hin. Dort wird bekannt gemacht, dass sich die Kommune mit 9.000.000 € an der diesjährigen Bauetappe des neuen Estadio de Eibar beteiligt. Ursprünglich hatte die Stadt nach der Genehmigung des Projekts eine finanzielle Beteiligung kategorisch ausgeschlossen. Doch im Zuge des Meistertitels hatte Alex Druck auf Carlos gemacht und ihn an seine Verpflichtungen erinnert. Daraufhin hat sich der Stadtrat offensichtlich energisch und erfolgreich reingehängt. Zu diesem Zeitpunkt ahnt Alex noch nicht, dass er sich darüber nur kurz würde freuen können.

      Als später Bauingenieur Emilio im Büro Platz nimmt, wirkt er schon äusserst nervös.

      „Wir haben ein ein Problem.“, beginnt er schliesslich und legt Alex den Plan der aktuellen Bauetappe des neuen Stadions vor.



      „Im ersten Schritt je 10.000 Sitze für die neuen Tribünen. Ist doch alles in Ordnung, oder was willst du mir sagen?“, meint Alex zuerst etwas irritiert. Doch dann, als Emilio ihm den ursprünglichen, kompletten Bauplan zeigt, fällt es ihm wie Schuppen vor den Augen. „Moment mal! Im Norden links der Haupttribüne sollten doch die Stehplätze hin? Warum wurde das geändert?“

      „Ähm, wurde es eigentlich nicht. Marc muss den neuen Plan falsch aufgesetzt haben. Leider“, fügt er zerknirscht hinzu, „ist mir das erst jetzt aufgefallen. Als ich wieder mal den Originalplan angeschaut habe.“

      Ob Marc Sánchez hier einfach einen grossen Fehler gemacht oder uns sogar wissentlich noch ans Bein gepinkelt hat, werden wir wahrscheinlich nie erfahren. „Naja gut, damit müssen wir uns jetzt abfinden. Dann legen wir die Stehplätze einfach auf die Gegentribüne.“

      „Das ist… also, hier liegt das eigentliche Problem. Das geht nicht. Einerseits sind das die besten Plätze, da gehören Sitzplätze hin. Dazu kommen Probleme bei der Statik. Aber hauptsächlich verhindern es Vorgaben des Verbandes.“

      Alex überkommt zunehmend der Verdacht, dass sich hier etwas zusammenbraut. „Was bedeutet das konkret?“

      „Das bedeutet, dass wir entweder nur Sitzplätze bauen.“, meint Emilio kleinlaut. „Oder wir bauen den ganzen Block zurück und legen das neue Fundament für die Stehplätze.“

      „Du willst mich verscheissern, nicht wahr?“

      Die Stehplätze aus dem Stadion zu streichen ist ein absolutes No-Go, das ist Alex sofort klar. Für die Fans genossen diese höchsten Stellenwert und er wäre geteert und gefedert, bis er so eine Ankündigung überhaupt zu Ende gesprochen hätte. Der Umweg mit dem Rückbau ist unumgänglich, doch Alex wird schnell klar, welches Ausmass das annimmt. Nicht nur sind die 30.000.000 €, die in den Block investiert wurden, futsch. Wenn bekannt wird, dass die Stadt 9.000.000 € an Steuergeldern in einen grossen Baupfusch gesteckt hat, wird der Aufschrei gross sein.

      „Können wir das vertuschen?“, fragt Alex darum.

      „Wie bitte?“

      „Ob wir es möglich ist, dass von diesem Rückbau niemand Wind bekommt?“, verdeutlicht Alex aufgebracht.

      „Wie – wie stellst du dir das denn vor? Selbst wenn niemandem auffallen würde, dass wir eine Tribüne abreissen. Wenn da im nächsten Frühling keine steht, spätestens dann kann jeder zwei und zwei zusammenzählen.“

      Die Antwort lautet also nein, ist Alex schnell klar. Selbst wenn man die 9.000.000 € der Stadt zurückerstattet, der Imageschaden der Kommune - aufgrund leichtfertiger Finanzierung eines Haufens von inkompetenten Stümpern - ist dann bereits angerichtet und ein Sündenbock muss her. Dann werden bei den nächsten Stadtratswahlen im Frühling ‘23 ziemlich sicher Köpfe rollen. Oder besser ein Kopf, nämlich derjenige von Carlos Benavidez, treibende Kraft hinter dieser Finanzspritze. Und wenn dieser nichts mehr zu verlieren hat, kann es auch für ihn gefährlich werden, ist sich Alex bewusst. Dann könnte nämlich plötzlich auf den Tisch kommen, auf welche zwielichtige Weise er Benavidez‘ Kandidatur für das Vereinspräsidium vor zweieinhalb Jahren abgewürgt und sich dessen Einfluss im Stadtrat gesichert hat.

      Alex Aranzábal hat erneut einen beschwerlichen Drahtseilakt mit Carlos Benavidez vor sich.
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      Abgeschlossen

      Kleiner Schweizer im grossen Kanton
      From That Final Day to the Stars
      Fanakick,

      das ist GRANDIOS!
      Was Du hier schreibst, wie Du hier schreibst - das ist einfach spitze und gehört mit Abstand zum Besten, was ich hier je gelesen habe.
      Danke dafür!
      Hauptstory:
      Gloria Viktoria
      Story des Monats: 03+07/2012 | 01,10+11/2013 | 06/2014
      Oscargewinner: Beste Kadervorstellung/-analyse, Beste Story SI, Beste Story Gesamt (2012), Beste Einleitung, Beste Story SI, Lebenswerk(2013)

      Fanakick schrieb:

      Ich habe eine elektronische Form davon

      Zugegeben, selbst um die die bin ich neidisch.

      Fanakick schrieb:

      Schalke 04 dreht im Champions-League-Finale einen 1:2-Pausenrückstand noch in ein 3:2 und darf sich zum ersten Mal Europas Krone aufsetzen.

      Wie ich mir die mal so gar nicht als CL-Sieger vorstellen kann. Aber endlich mal jemand Neues.

      Fanakick schrieb:

      Erfreulich ist dagegen, dass die Reservemannschaften wieder etwas zurückgedrängt werden.

      Ganz unter uns (und allen die das hier gerade lesen): Zweitmannschaften verschiebe ich bei Managergames zu gerne in niedere Ligen und ersetze sie mit sympathischeren Erstmannschaften. Vor allem sorgt das schlicht für mehr Vielfalt. Aber darüber hinaus sind sie weder in Anstoss noch im FuMa wirklich schön umgesetzt. Beim FuMa sind sie zwar nützlich als "Entwicklungsabteilung" bei Lanzeitspielständen ohne viele Vereinswechsel, aber die KI-Versionen entwickeln sich sich nur Hopp oder Topp (entweder werden sie Dauermeister der obersten legitimen Liga oder sie steigen ab und kommen niemals wieder). Bei A3 exisiteren sie nur, wenn sie als zweiter Verein editiert wurden und sind nur als ein Depot von schlechten Ersatzspielern für den Hauptverein zu gebrauchen (wenn ich mich recht entsinne auch als Karriereoption bei der realen Karriere, aber das habe ich nie ausgetestet).

      Fanakick schrieb:

      Der Aufsteiger hat die Sensation tatsächlich geschafft und sich den Scudetto gesichert.

      Endlich mal wieder!

      Fanakick schrieb:

      Vitória Setúbal aus Portugal, Inuis neuer Verein, macht den gleichen Weg wie wir

      Vielleicht gibt es ja noch mal ein Wiedersehen.

      Fanakick schrieb:

      „Moment. Ist das nicht dieser Football-Tempel?“

      Da hätte ich auch überlegen müssen, bis ich darauf kam, dass das so ein Zukunfts-Dingens sein musste. Übrigens ein typisches Symbol der US-Sport-Mentalität wie ich finde (die Geschichte um die beiden zukünftigen NFL-Franchises habe ich zufällig mal in der Zeitung gelesen): Mehrere Franchises haben sich um den Sitz in der zweitgrößten US-Satdt (=Zweitgrößten Markt) beworben. "Gewonnen" haben die ehemaligen St.Louis Rams, aber auch den bisherigen San Diego Chragers wurde ein Aufenthaltsrecht eingeräumt. Aber hey, wenn interessieren denn schon die Fans, die man mal wieder für einen Umzug sitzen lässt... Abgesehen davon läuft auch der beiherige Bau großartig, mal schauen, ob die noch rechtzeitig fertig werden.

      Fanakick schrieb:

      weil der Sohn mit einem Kieferbruch im Spital liegt.

      Da htte aber jetzt hoffentlich keiner von euch seine Finger im Spiel, oder? (Da bin ich mir mittlerweile nicht mehr so sicher.)

      Fanakick schrieb:

      Mit Ach und Krach stehen wir zusammen mit den US-Boys im Achtelfinale

      Erinnert ja frappierend an die WM 2010. Nach dem überraschenden aber hochverdienten EM-Sieg und einer herausragenden Quali plötzlich als Mitfavorit gestartet, dann aber einen total jämmerlichen Turnierauftakt hingelegt, sich erst in den KO-Spielen langsam gesteigert (ausgerechnet das Halbfinale gegen Deutschland war leider deren bestes Spiel) und dann doch noch Weltmeister geworden (im Gegensatz zu diesem Mal aber mit einem späten Tor nach beiderseitiger Kartenflut). Aber sobald man den Titel erst mal hat, wird aber halt einiges der Wegstrecke auch wieder vergessen. Nach der, diesmal wieder hochverdienten, EM-Verteidigung aber auch irgendwie veraständlich.

      Fanakick schrieb:

      Weltmeisterteam: Antonio Ortiz (Celta Vigo), Carlos Moreno (FC Sevilla), Augusto Fernández (SD Eibar), Mikel Calderón (SD Eibar), Juan Morales (Arsenal FC), Jordi Alba (FC Barcelona), Isco (FC Genua 1893), Sergio Rodríguez (SD Eibar), Manuel Hernández (SD Eibar), David Concha (Fenerbahçe SK), Tana (UD Las Palmas), Rafa Mujica (Manchester United).

      Schon sehr außergewöhnlich wie schnell ein strebsamer Verein hier den Löwenanteil an der Nationalmannschaft gekapert hat. Aber so richtig geil ist ja, dass nur ein einziger Katalane und kein einziger Madrilene (also von der Vereinszugehörigkeit her) im Weltmeisterteam sind. Das müsste man sich mal vorstellen, eine erfolgreiche Furia Roja ohne Beteiligung der Giganten - sondern echt etwas für Liebhaber.

      Fanakick schrieb:

      Am meisten überraschte mich die Anfrage der Türkei, immerhin WM-Vierter.

      Für mich auch so ein A3-Kuriosum, dass man ausgerechnet am ehesten einen Job bei Nationalmannschaften bekommt, die zuvor eigentlich einen zufriedenstellenden Turnierabschluss hatten. Bosnien oder Israel hätte ich storytechnisch gar nicht so schlecht gefunden und abseits dessen wäre es mir schon schwergefallen einem Angebot Schwedens zu widerstehen. Aber du bist da ja konsequenter - es kommt nur ein roter Dress infrage, am besten langfristig mit 100% Cantera-Füllung.

      Fanakick schrieb:

      Der Weltfussballer spielt in Eibar!

      Na dafür kann man gnädigerweise ja auch mal einen nationalen Einzeltitel liegen lassen (wobei mir der Auswahlprozess für die internatinalen Titelträger in A3 stets noch kryptischer erschien, als für die nationalen).

      Fanakick schrieb:

      Uns informiert hat das Schlitzohr aber nicht. Da der Vertrag mit Genua hinfällig geworden ist und er bei uns damit noch einen gültigen bis nächstes Jahr hat, steht er jetzt wieder bei uns auf der Matte. Als nutzloser Gutverdiener, um es deutlich auszudrücken.

      Na das ist doch mal eine Überraschung.

      Fanakick schrieb:

      Hal Gaber

      Nur eine Sockenpuppe, der Konzern wird vom firmeneigenen Computer geleitet. Wie hieß der noch gleich? Mir liegt es auf der Zunge wenn ich den Hal so ansehe...

      Fanakick schrieb:

      Wir schütteln uns die Hände und Hal faselt etwas von Plus555, das Online-Dienstleistungen für den Handel mit Differenzgeschäften auf diversen Finanzmärkten anbietet. Ich verstehe nicht besonders viel, finde es auf jeden Fall unsympathisch, aber lächle trotzdem.

      Respekt, ich weiß nicht, ob ich in solch fragwürdiger Gesellschaft noch lächeln könnte.

      Fanakick schrieb:

      Als ich mir die Zahlen des neuen Dreijahresvertrags genauer anschaue, muss ich enttäuscht feststellen, dass wir nicht wesentlich besser gestellt sind als bisher.

      Und dann gleich einen Dreijahresvertrag? Da hätte ich lieber das Risiko eines kürzeren, billigeren Vertrages in Kauf genommen.

      Fanakick schrieb:

      Weniger Sonderschichten waren notwendig und wir haben in den Spielen gegen hinten raus oft nochmal zuschlagen können.

      Apropos Sonderschichten, ich bin jedesmal verblüfft wie effektiv dein Fertigkeitentraining sein muss.

      Fanakick schrieb:

      Das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen, mein Freund.

      Normalerweise schon. Darum nehme ich meist auch lieber die Gebühr in Kauf, als mich eventuell noch eine Saison mit einem dann völlig unbrauchbaren Spieler herumzuärgern. Also Glückwunsch, dass das Rausekeln bei dir dann doch rechtzeitig zum gewünschten Resultat geführt hat.

      Fanakick schrieb:

      „Ähm, wurde es eigentlich nicht. Marc muss den neuen Plan falsch aufgesetzt haben. Leider“, fügt er zerknirscht hinzu, „ist mir das erst jetzt aufgefallen. Als ich wieder mal den Originalplan angeschaut habe.“

      Wer wohl den Plan falsch aufgesetzt hat... Aber sehr phantasievoll erzählt und auch sehr aufwändig zusammengestellt. Einer der bisher besten Parts der Story, auch wenn die Entstehung wohl eher... ach lassen wir das... guter Part!

      Fanakick schrieb:

      Einerseits sind das die besten Plätze, da gehören Sitzplätze hin.

      Man könnte natürlich auch komplett gegen die üblichen Konventionen handeln. Unsere besten Fans sollen sich nicht in der Kurve verstecken, sondern sie gehören auf die besten Plätze direkt ans Spielfeld! Wer nur bequem herumsitzen will, darf auch hinterm Tor sitzen. Wer weit anreist hat die Ehre dem lautesten Block des Baskenlandes gegenüberzusitzen. Einen Sitz- und Logenrang kannst du ja immer noch darüber installieren, das bringt immer noch Zusatzeinnahmen und könnte Grundlage für einen Kompromissmit dem Verband sein. Ich kenne da einen Bauingenieur, der zur Zeit in Norddeutswchland weilt, einst viel über Stadien auf der Insel gelernt hat und auch Erfahrung im Umgang mit eher, sagen wie mal "problembeladenen Vereinsstrukturen" hat - willst du seine Nummer?

      Neu

      Spoiler anzeigen
      Ich danke euch, das freut mich. Gleichzeitig überrascht es mich auch ein bisschen, so ganz zufrieden war ich mit dem Teil nämlich nicht, habe sogar noch beim Kopieren ins Forum Änderungen vorgenommen, was ich sonst eigentlich nie mache.

      Panthera schrieb:

      Zugegeben, selbst um die die bin ich neidisch.


      Du bekommst eine PM.

      Panthera schrieb:

      Da htte aber jetzt hoffentlich keiner von euch seine Finger im Spiel, oder?


      Mir wäre nichts bekannt :D

      Panthera schrieb:

      Schon sehr außergewöhnlich wie schnell ein strebsamer Verein hier den Löwenanteil an der Nationalmannschaft gekapert hat.


      Meine Spieler haben da aufgrund ihrer guten Form einen Vorteil. Wenn sie nominiert werden, spielen sie meist auch.

      Panthera schrieb:

      Na dafür kann man gnädigerweise ja auch mal einen nationalen Einzeltitel liegen lassen (wobei mir der Auswahlprozess für die internatinalen Titelträger in A3 stets noch kryptischer erschien, als für die nationalen).


      National gewinnt der mit den meisten Berufungen in die Elf des Tages. International ist es der 12er mit der besten Durchschnittsform, vermute ich.

      Panthera schrieb:

      Nur eine Sockenpuppe, der Konzern wird vom firmeneigenen Computer geleitet.


      Ich glaube ja nicht, dass jemand von Plus555 (Name der Redaktion bekannt) hier jemals mitliest. Aber sicher ist sicher und die Referenz durch die vertauschten Buchstaben eher Zufall.

      Panthera schrieb:

      Und dann gleich einen Dreijahresvertrag? Da hätte ich lieber das Risiko eines kürzeren, billigeren Vertrages in Kauf genommen.


      Die Angebote scheinen mir ohnehin etwas zufällig, sodass ich da nicht allzu viel Zeit investiere.

      Panthera schrieb:

      Einer der bisher besten Parts der Story, auch wenn die Entstehung wohl eher... ach lassen wir das... guter Part!


      Künstlich, dämlich, hanebüchen? Ich muss gestehen, dass das wirklich ein "Unfall" war. Ich habe die Plätze schlicht am falschen Ort gebaut, obwohl ich vorher extra nochmal nachgeschaut habe. Keine Ahnung, wie das passieren konnte.

      Panthera schrieb:

      Ich kenne da einen Bauingenieur, der zur Zeit in Norddeutswchland weilt, einst viel über Stadien auf der Insel gelernt hat und auch Erfahrung im Umgang mit eher, sagen wie mal "problembeladenen Vereinsstrukturen" hat - willst du seine Nummer?


      Danke, derzeit ist der Bedarf an zwielichtigen Gestalten gedeckt.



      Kapitel 60: Septiembre 2022



      9. Woche | 29. August – 4. September 2022



      Ereignisse:
      • Nano muss diese Woche mit einer leichten Knieprellung zuschauen.
      • Für eine Ablöse von 1.700.000 € lassen wir Sergi Enrich zum AEK Athen ziehen.
      • Ein Angebot über 3.700.000 € für José Gómez wird dagegen abgelehnt.
      • Durch eine Darmgrippe büssen alle Spieler einen Motiavtionspunkt und drei Konditionspunkte ein.

      Spiele:


      Mittwoch, 01.09.2022 – Copa del Rey, 1. Runde, Hinspiel
      SD Eibar123 – Real Betis Sevilla121

      Aufstellung
      Rodríguez – Capa, Calderón, Juncà – Pedro León, Rodríguez, Marín, Astiz, Hernández – Gómez Novo, Armas

      Kommentar

      Wir sind zunächst etwas besser, verpassen aber durch Capa die Führung. Nach 25 Minuten schlagen die Gäste eiskalt zu, Dongou trifft zum 0:1. Wir bleiben bemüht, strahlen aber wenig Gefahr aus und gehen mit dem Rückstand in die Pause.

      In die zweite Hälfte starten wir schwungvoll. Armas drückt einen Eckball zum Ausgleich ins Tor. Kurz darauf verpasst Pedro León sogar den Doppelschlag. Das wird in der 53. Minute nachgeholt, als Gómez Novo eine Hereingabe von Hernández herrlich mit dem Kopf veredelt. Doch kaum läuft die Partie wieder, gleicht Hedlund für Betis aus. Jetzt haben die Gäste plötzlich wieder Oberwasser, doch Rodríguez kann gegen Musonda parieren. Es ist die letzte gute Aktion von Keeper Rodríguez, denn schliesslich erzielt Mayer doch das 2:3 (68.). Wir werfen alles nach vorne, fangen uns stattdessen aber nur noch ein viertes Ding ein. Ich bin bedient.

      Telegramm

      25. Dongou 0:1
      47. Armas 1:1 (1. Tor | Pedro León)
      53. Gómez Novo 2:1 (1. Tor | Hernández)

      53. Hedlund 2:2
      68. Mayer 2:3
      80. Musonda 2:4

      Chancen: 5:5
      Mann des Spiels: Acorán Gómez Novo (1.5)



      Samstag, 04.09.2022 – Primera División, 2. Spieltag
      SD Eibar114 (14.) – Real Sociedad104 (17.)

      Aufstellung
      Riesgo – Casillas, A. Fernández, B. Fernández – Pedro León, Rodríguez, Escalante, Morales, Hernández – Gómez Novo, Armas

      Kommentar

      Im Vergleich zum Copa-Spiel tausche ich die ganze Hintermannschaft aus. Sociedad ist mit einem 0:2 gegen Barcelona ebenfalls suboptimal gestartet, das Derby ist für beide Teams richtungsweisend. Wir finden nach einer Viertelstunde immer besser ins Spiel. Rodríguez scheitert an Rulli, kann dafür aber nur wenig später ein Zuspiel von Pedro León in das wichtige 1:0 ummünzen. Der Treffer befreit uns. Nach einer halben Stunde wird Casillas mustergültig freigespielt, verzieht aber. Dann schickt Rodríguez Gómez Novo in die Gasse und unser Topskorer lässt sich nicht zweimal bitten – 2:0.

      An die dominante Vorstellung der ersten Hälfte müssen wir anknüpfen und das gelingt. Wieder glänzen Rodríguez als Vorbereiter und Gómez Novo als Torschütze und wir liegen mit drei Längen vorn (49.). Sociedad wacht erst jetzt auf, kommt nach einer Stunde dann jedoch zum 1:3, weil Escalante gegen Willian José nicht aufgepasst hat. Von uns kommt in der Folge gar nichts mehr, aber mit etwas Mühe verwalten wir unseren Vorsprung.

      Telegramm


      18. Rodríguez 1:0 (1. Tor | Pedro León)
      39. Gómez Novo 2:0 (1. Tor | Rodríguez)
      49. Gómez Novo 3:0 (2. Tor | Rodríguez)

      59. Willian José 3:1

      Chancen: 7:4
      Mann des Spiels: Acorán Gómez Novo (1.0)
      Elf des Tages: Sergio Rodríguez (OM), Acorán Gómez Novo (ST)

      Tabelle

      8. FC Granada 4
      9. Sporting Gijón 3
      10. SD Eibar 3
      11. Athletic Bilbao 2
      12. FC Valencia 2



      Wochenrückblick

      Ich hätte Sergi Enrich eigentlich gerne behalten, verstehe aber auch, dass er mit der Rolle als dritte Geige in unserem Sturm nicht mehr zufrieden. Obwohl ich ziemlich viel rotiere. In Athen wird er ein Leistungsträger sein und bei uns müssen nun eben die Jungen in die Bresche springen. Am Mittwoch folgt auf die Darmgrippe ein erheblicher Dämpfer in der Copa. Das nur auf gesundheitliche Probleme zu schieben wäre zu einfach. Unsere Abwehr wackelt mehr, als mir lieb sein kann. Umso wichtiger, dass wir im Derby am Samstag zumindest eine Halbzeit richtig überzeugen und so den Dreier einfahren können.



      10. Woche | 5. – 11. September 2022



      Ereignisse:
      • Ergebnisse in der Champions League (Gruppenphase):
        Medipol Basaksehir – Real Betis Sevilla 1:0
        FC Viitorul – FC Málaga 0:0
        FC St. Gallen – Real Sociedad 1:2

      Spiele:

      Mittwoch, 08.09.2022 – Champions League, Gruppenphase, 2. Spieltag
      Rangers FC86 (3.) – SD Eibar100 (1.)

      Aufstellung
      Riesgo – Casillas, A. Fernández, B. Fernández – García, Rodríguez, Domínguez, Astiz, Márquez – Gómez Novo, Garrido

      Kommentar
      Es geht für mich und die meisten meiner Spieler zum ersten Mal nach Schottland. Die Rangers sind nach langer Abstinenz zurück in der Königsklasse und dementsprechend heiss auf diese Partie. Das rappelvolle Ibrox Stadium tobt nach 18 Minuten, als Holt die Gastgeber in Führung bringt. Wir reagieren: Rodríguez schickt Márquez, dessen Schuss den Aussenpfosten streift. Dann erkämpft sich Astiz im Mittelfeld den Ball und sieht sogleich Gómez Novo, der zum Ausgleich vollstreckt (23.). Wir haben daraufhin mehr vom Spiel, gefährlich vors Tor kommen aber weder wir noch die Rangers. Astiz muss indes mit Leistenproblemen vom Feld.

      Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte ist Riesgo gefordert, als er den Abschluss von Hodson gerade noch aus der Ecke wischt. Kampf dominiert jetzt die Partie, Torszenen gibt es kaum noch. Erst fünf Minuten vor dem Ende hat Domínguez eine Idee und Rodríguez schliesst unhaltbare ins rechte untere Eck ab. Aus dem Nichts kommen wir doch noch zum Sieg.

      Telegramm

      18. Holt 1:0
      23. Gómez Novo 1:1 (1. Tor | Astiz)
      31. Morales für Astiz
      86. Rodríguez 1:2 (1. Tor | Domínguez)

      Chancen: 3:4
      Mann des Spiels: Sergio Rodríguez (2.0)

      Tabelle






      Samstag, 11.09.2022 – Primera División, 3. Spieltag
      FC Villareal108 (16.) – SD Eibar116 (10.)

      Aufstellung
      Riesgo – Andújar Moreno, A. Fernández, B. Fernández – Pedro León, Rodríguez, Marín, Morales, Márquez – Gómez Novo, Nano

      Kommentar

      Stürmischer Beginn im Madrigal. Das Heimteam kommt sogleich gefährlich vors Tor. Riesgo fängt den Kopfball von João Aurelio ab und startet sogleich den Konter über Marín. Der Ball landet bei Gómez Novo, der jedoch auch nicht reüssieren kann. Nach einer Viertelstunde bricht Pérez durch unsere Abwehr und markiert das 1:0 für die Gastgeber. Wir sind gefordert. Nano kommt im Strafraum zum Abschluss, trifft aber nur den Pfosten. Von dort prallt das Leder ans Schienbein von Sansone und dann doch ins Tor! Es geht hin und her, aber wirklich aufgeschreckt werde ich erst kurz vor der Pause, als es bei Rodríguez nach einem Misstritt nicht mehr weitergeht. Dann leistet sich Ranocchia ein unnötiges Handspiel im eigenen Strafraum. Augusto Fernández bringt uns per Elfmeter in Führung.

      Villareal beginnt den zweiten Durchgang mit einem Sturmlauf, aber irgendwie können entweder Augusto Fernández oder Riesgo ein Gegentor stets verhindern. In der 70. Minute zum Beispiel grätscht unser Kapitän noch einen Ball von der Linie und N’Diaye bleibt der Torjubel im Hals stecken. Dann passiert es doch noch. Musacchio nickt nach einem Freistoss unbedrängt ein. Beide Teams haben in der Schlussphase den Siegtreffer auf dem Fuss, aber es bleibt beim gerechten Unentschieden.

      Telegramm

      14. Pérez 1:0
      23. Sansone (ET) 1:1
      44. Escalante für Rodríguez
      45. A. Fernández (Elfm.) 1:2 (1. Tor)
      74. Musacchio 2:2

      Chancen: 8:8
      Mann des Spiels: Augusto Fernández (1.0)
      Elf des Tages: Augusto Fernández (IV)

      Tabelle
      5. FC Barcelona 7
      6. Espanyol Barcelona 5
      7. SD Eibar 4
      8. FC Sevilla 4
      9. Real Betis Sevilla 4



      Wochenrückblick
      An Lorenzo Morales können sich viele Spieler ein Beispiel nehmen. Er ist überhaupt nicht zufrieden damit, dass Astiz häufig ihm gegenüber den Vorzug erhält im offensiven Mittelfeld. Statt darüber zu schmollen oder zu meckern hängt er sich voll rein, um das zu ändern.



      Aus seiner Sicht kann es man es schon fast als „Glück“ des Tüchtigen bezeichnen, dass sich diese Woche sowohl Rodríguez als auch Astiz verletzen und er damit sicher zu mehr Spielzeit kommen wird.



      11. Woche | 12. – 18. September 2022



      Ereignisse:
      • Rubén Iván Astiz fällt mit einer Leistenzerrung zwei Wochen aus.
      • Sergio Rodríguez muss mit seiner Bänderdehnung am Knöchel ebenfalls rund zwei Wochen zuschauen.
      • Manuel Hernández glänzt im Training und gewinnt einen Motivationspunkt.
      • Riyad Mahrez wechselt für 15.350.000 € von Real Madrid zu Inter Mailand.

      Spiele:

      Mittwoch, 15.09.2022 – Copa del Rey, 1. Runde, Rückspiel
      Real Betis Sevilla115SD Eibar109 (Hinspiel: 4:2)

      Aufstellung
      Riesgo – Capa, A. Fernández, Juncà – García, Gómez, Marín, Morales, Hernández – Gómez Novo, Nano

      Kommentar

      Ein kleines Wunder ist nötig, um im Estadio de la Cartuja noch die Wende zu schaffen. Im Klartext heisst das mindestens drei Tore, bei der aktuellen Verfassung unserer Abwehr eher vier. So richtig glaubt daran niemand, deshalb plätschert die Partie in der ersten Halbzeit unspektakulär dahin.

      Nach dem Seitenwechsel kommen wenigstens Emotionen ins Spiel, um es positiv zu formulieren. Wir sehen für ein paar harte Fouls Gelb, im Gegenzug wird González von Referee Buvilla für sein andauerndes Meckern vom Platz gestellt (54.). Wir spielen ganze fünf Minuten in Überzahl, bis sich Capa die Ampelkarte abholt. Dann das Highlight des Tages: mit einer Flugshow verhinder Riesgo Evangelistas Treffer. Nach 90 Minuten stehen nach dem Spielverlauf wenig überraschend keine Tore auf der Anzeigetafel.

      Telegramm


      54. Rote Karte für González
      59. Gelb-Rote Karte für Capa

      Chancen: 4:2
      Mann des Spiels: Asier Riesgo (1.5)



      Samstag, 18.09.2022 – Primera División, 4. Spieltag
      SD Eibar119 (7.) – Real Betis Sevilla112 (9.)

      Aufstellung
      Riesgo – Capa, A. Fernández, Juncà – Pedro León, Escalante, Morales, Marín, Hernández – Gómez Novo, Armas

      Kommentar

      Es winkt sogleich die Revanche für das Copa-Aus. Durch die Abwesenheit von Rodríguez und Astiz stelle ich auf ein System mit zwei Sechsern um. Das funktioniert zumindest in der Defensive ordentlich. Auch sonst schliesst die Partie fast nahtlos an den Mittwoch an. Gómez Novo und Molina können nach einer Rangelei froh sein, nur Gelb zu bekommen. Torchancen gibt es dann tatsächlich auch noch, die beste für uns hat Capa nach einer halben Stunde, doch Ryan hält im Nachfassen.

      Betis kommt stärker aus der Kabine. Riesgo muss gegen Dongou parieren. Nach einer Stunde ist Salva Ruiz frei durch, schiebt den Ball aber am Tor vorbei. Schliesslich darf sich Felipe Gutiérrez probieren und hat in der 69. Minute mit seinem Flachschuss Erfolg. Eine Viertelstunde vor dem Ende holt sich Molina für ein Foul die gelb-rote Karte ab, das Zeichen für unsere Schlussoffensive. Den fälligen Freistoss tritt Pedro León wunderschön. Nur klatscht der Ball von der Unterkante der Latte auf die Linie und von da zurück ins Feld. Wir geben nicht auf. Escalante zielt fünf Minuten vor dem Ende deutlich am Tor vorbei. Und auch Juncà kann die letzte dicke Möglichkeit nicht nutzen. Wir schlagen uns selbst.

      Telegramm

      69. Gutiérrez 0:1
      76. Gelb-Rote Karte für Molina

      Chancen: 7:4
      Mann des Spiels: Felipe Gutiérrez (1.0)
      Elf des Tages: Ander Capa (RV), Augusto Fernández (IV)

      Tabelle
      9. FC Valencia 5
      10. FC Granada 5
      11. SD Eibar 4
      12. FC Sevilla 4
      13. Real Sociedad 4



      Wochenrückblick
      Betis Sevilla bleibt unser Kryptonit, vor allem in der Copa. Sie sind uns zwar selten überlegen, verwerten aber ihre Chancen einfach besser. Das Aus in der Copa, ein Fehlstart in der Liga – das müssen wir jetzt zuerst einmal verdauen. Und hoffen, dass unsere Offensivkräfte schnell wieder genesen bzw. in Schwung kommen.



      12. Woche | 19. – 25. September 2022



      Ereignisse:
      • Andoni García gewinnt rechtes Mittelfeld als Nebenposition.
      • Nach ausführlicher Analyse der letzten Partie mit Ranko gewinnen einige Spieler einen Motivationspunkt.
      • Auch das noch: Acorán Gómez Novo und Yoel Rodríguez rauschen im Training zusammen, beide fallen mit Rippenbruch zehn Tage aus.
      • Ergebnisse in der Champions League (Gruppenphase):
        Manchester City – Real Betis Sevilla 1:2
        Manchester United – FC Málaga 1:0
        Borussia M’Gladbach – Real Sociedad 1:0

      Spiele:

      Mittwoch, 22.09.2022 – Champions League, Gruppenphase, 3. Spieltag
      SV Werder Bremen105 (2.) – SD Eibar114 (1.)

      Aufstellung
      Rodríguez – Capa, A. Fernández, B. Fernández – García, Escalante, Morales, Marín, Hernández – Garrido, Nano

      Kommentar
      Der Sieger dieses Spiels kann schon beinahe mit der Zwischrunde planen. Bei guter Stimmung im Stadion legen wir optimal los. Morales trifft per Kopf zur Führung (14.). Die hält jedoch nicht lange, weil wir im Strafraum Slapstick betreiben. Zunächst Capa mit einem Handspiel, dann Escalante mit einem ungeschickten Zweikampf. Beide Strafstösse verwandelt Gnabry und Werder hat das Spiel gedreht. Es geht munter weiter, nach einer halben Stunde zeigt García seine Freistosskünste und trifft zum 2:2-Pausenstand.

      Das Spiel bleibt auf Messers Schneide. In der 62. Minute gelingt Hernández erneut der so wichtige Führungstreffer. Doch Bremen zeigt eine starke Mentalität. Der stets gefährliche Canouse kann eine Viertelstunde vor Schluss ausgleichen. Und es kommt noch schlimmer für uns. Kainz legt das 4:3 nach und darauf können wir nicht mehr reagieren.

      Telegramm

      14. Morales 0:1 (2. Tor | B. Fernández)
      16. Gnabry (Elfm.) 1:1
      19. Gnabry (Elfm.) 2:1
      29. García 2:2 (1. Tor)
      62. Hernández 2:3 (1. Tor | Marín)

      75. Canouse 3:3
      82. Kainz 4:3

      Chancen: 5:4
      Mann des Spiels: Russell Carouse (1.5)

      Tabelle






      Samstag, 25.09.2022 – Primera División, 5. Spieltag
      FC Sevilla112 (12.) – SD Eibar119 (11.)

      Aufstellung

      Riesgo – Capa, A. Fernández, B. Fernández – García, Escalante, Astiz, Marín, Hernández – Armas, Nano

      Kommentar
      Sevilla hängt mir langsam zum Hals raus, wenn ich ehrlich bin. Aber wir müssen uns zusammenreissen, eine weitere Niederlage will ich mir nicht leisten. Die guten Vorsätze halten nicht lange. Nach einem Freistoss in der 10. Minute fällt der Ball vor die Füsse von Niedt, der locker einschieben kann. Déjà-vu zwölf Minuten später: wieder eine unübersichtliche Situation, wieder staubt Niedt ab. Im direkten Gegenzug wird Escalante perfekt freigespielt, schiesst aber drüber. Dann müssen wir froh sein, dass Díaz nicht auf 3:0 erhöht.

      Wir strahlen auch nach der Pause wenig Gefahr aus. Ein guter Angriff reicht jedoch, um durch Benigno Fernández zum Anschlusstreffer zu kommen (59.). Ich erwarte nun den grossen Ansturm meiner Mannschaft, aber ich warte vergeblich. Sevilla schaukelt das Ergebnis über die Zeit.

      Telegramm

      10. Niedt 1:0
      22. Niedt 2:0
      59. B. Fernández 2:1 (1. Tor | Hernández)

      Chancen: 8:8
      Mann des Spiels: Carsten Niedt (1.5)
      Elf des Tages: keiner

      Tabelle
      12. FC Getafe 6
      13. Athletic Bilbao 5
      14. SD Eibar 4
      15. Real Sociedad 4
      16. FC Girona 4



      Wochenrückblick

      Wir sind seit fünf Spielen sieglos, das hat es lange nicht gegeben, wenn überhaupt. Die Aussichten sind nicht besser, denn nächste Woche stehen die Partien gegen Real Madrid und Málaga an, derzeit 2. und 1. in der Tabelle. Meine Hoffnung ist, dass mit der Rückkehr von Sergio Rodríguez wieder Schwung in unsere Mannschaft kommt.



      13. Woche | 26. September – 1. Oktober 2022



      Ereignisse:
      • Garcia Marín hat mit „Teure Autos“ ein neues Hobby.
      • Borja Lázaro rückt neu in unsere Jugendschule auf.


      Spiele:


      Mittwoch, 29.09.2022 – Primera División, 6. Spieltag
      SD Eibar122 (14.) – Real Madrid128 (2.)

      Aufstellung
      Riesgo – Capa, A. Fernández, B. Fernández – Pedro León, Rodríguez, Marín, Astiz, Hernández – Armas, Nano

      Kommentar
      Zidane weg, Fran Escribá da und schon läuft es bei den Königlichen wieder. Der neue Trainer gibt vielen jüngeren Spielern das Vertrauen und das zahlt sich bisher aus. Das neue Selbstvertrauen der Weissen bekommen wir nach 17 Minuten zu spüren, als James Rodríguez den Ball herrlich ins Eck schlenzt. Immerhin, wir können reagieren: Armas prüft Saletino. Real will nachlegen, doch das weiss Riesgo mit einer tollen Parade gegen El Haddadi zu verhindern.

      Wir tasten uns vorsichtig in die zweite Hälfte und werden dann je länger je besser. Hernández bricht durch und legt auf Asitz zurück, der jedoch am Real-Keeper scheitert (72.). Wir geben nicht auf, probieren nochmal alles. Die letzte Chance gehört Marín, aber sein Schuss geht am Tor vorbei und wir ziehen schon wieder den Kürzeren. Ein Punkt hätte mir schon gereicht und der wäre heute auch verdient gewesen.

      Telegramm

      17. Rodríguez 0:1

      Chancen: 5:4
      Mann des Spiels: Augusto Fernández (2.0)
      Elf des Tages: Augusto Fernández (IV)

      Tabelle
      14. FC Girona 5
      15. Real Sociedad 5
      16. SD Eibar 4
      17. FC Cádiz 4
      18. Sporting Gijón 3



      Samstag, 02.10.2022 – Primera División, 7. Spieltag
      FC Málaga108 (2.) – SD Eibar121 (16.)

      Aufstellung

      Riesgo – Capa, A. Fernández, B. Fernández – Pedro León, Rodríguez, Marín, Astiz, Hernández – Gómez Novo, Armas

      Kommentar
      Ich schenke der gleichen Elf wie unter der Woche das Vertrauen, nur Gómez Novo kommt anstelle von Nano zurück in die Startaufstellung. Sogleich findet Benigno Fernández im Strafraum Armas, der nur knapp verpasst. Wir spielen eher wie der Tabellenzweite aus Málaga. Camacho weiss sich schliesslich gegen Capa nur mit einem Foul zu helfen – Elfmeter! Augusto Fernández trifft zur wichtigen Führung (24.). Bald darauf müsste es 0:2 stehen, aber Hernández behält vor dem Tor die Nerven nicht.

      Wir spielen auch in der zweiten Hälfte überzeugend. Einen bilderbuchmässigen Konter schliesst Gómez Novo nach einer Stunde zum 0:2 ab. Das muss doch jetzt reichen? Málaga wacht erst in der Schlussphase auf. Nuno da Sousa setzt sich durch, aber Riesgo kratzt ihm den Ball vom Fuss. Dank dieser Intervention kommen wir um nervenaufreibende Schlussminuten herum.

      Telegramm


      24. A. Fernández (Elfm.) 0:1 (2. Tor)
      58. Gómez Novo 0:2 (3. Tor | Marín)


      Chancen: 1:5
      Mann des Spiels: Augusto Fernández (2.0)
      Elf des Tages: Ander Capa (RV), Augusto Fernández (IV)

      Tabelle







      Wochenrückblick

      Ist das die Trendwende? Ich kann es nur hoffen. Die Stimmung in der Mannschaft ist ziemlich mies. Woran liegt die Baisse? Ich weiss es selbst nicht. Klar könnte ich mich hinstellen und sagen, unsere Torhüter bringen es nicht mehr. Aber das wäre zu einfach. Im Gegenteil, die haben meistens noch zu den besseren Akteuren gehört. Diesen desaströsen Monat müssen wir auf jeden Fall so schnell wie möglich vergessen und vergessen machen. Das Programm im Oktober sollte etwas einfacher sein. Ohne gross auf die Tabelle zu schauen, müssen wir anfangen, wieder regelmässig zu punkten.
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