Japan geht in der Verlängerung (108. Minute) mit 1:0 in Führung.
Jetzt bleiben noch 12 Minuten, um das Match noch zu drehen.
Weltmeisterschaft der Frauen 2011
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Viertelfinale:
England - Frankreich 3:4 i.E.
Deutschland - Japan 0:1 n.V.
Schweden - Australien 3:1
Brasilien - USA 5:7 i.E.QuoteDisplay More
England - Frankreich 3:4 i.E.1:0 J. Scott (59., Rechtsschuss, Yankey)
1:1 Bussaglia (88., Linksschuss)Frankreich beweist viel Moral
England scheitert aus elf Metern - "Les Bleues" erstmals im Halbfinale
Manchmal muss der Vergleich mit den Männern im Frauenfußball einfach sein: Frankreich steht zum ersten Mal im WM-Halbfinale - weil England im Elfmeterschießen die Nerven versagten. Zuvor hatte die spielerisch überlegene, aber oft planlose "Equipe Tricolore" im fast letzten Moment die Verlängerung erreicht, und auch beim Glücksspiel vom Punkt trotz eines Fehlschusses das letzte Wort behalten - obwohl Keeperin Deville keinen einzigen Ball hielt.
Englands Trainerin Hope Powell nahm gegenüber dem überzeugenden 2:0 gegen Japan drei Änderungen vor und schickte Faye White, Williams und Yankey für Bradley, Asante und Clarke auf den Rasen.
Auf der anderen Seite brachte Frankreichs Coach Bruno Bini nach dem 2:4 gegen Deutschland gleich fünf Neue - und rotierte damit wieder zurück auf die Startelf des Kanada-Spiels (4:0). Mit einer Ausnahme: Deville stand für Sapowicz im Tor, die nach ihrer Notbremse gegen Bajramaj mit Rot vom Platz geflogen war. Vorne ruhten die Hoffnungen auf Delie und ihrer Superbilanz: 23 Jahre, 23 Länderspiel, 23 Tore.
Fast hätte es bei bestem Wetter in Leverkusen schon nach 15 Sekunden geklingelt: Smith sprintete in einen Steilpass, umkurvte Deville an der Strafraumgrenze und scheiterte mit ihrem Abschluss aus spitzem Winkel nur an Georges' Bein. Ein Paukenschlag - der nicht hielt, was er versprach. Zwar wirkte Frankreich gegen die weitgehend kompakten Engländerinnen spielerisch besser und übernahm bald das Kommando auf dem Platz, hohes Tempo und echte Chancen blieben jedoch selten. Thiney (25.) und Necib (29.) scheiterten aus der Distanz, sonst mangelte es hüben wie drüben an vielem. Einzig möglicher Pausenstand: 0:0.Eine Drehung, ein Schlenzer - Jill Scott mit der Führung
Nach dem Seitenwechsel jedoch nahm die Partie endlich Fahrt auf. Erst verzog Delie aus hervorragender Position nur ganz knapp (48.) - dann führte plötzlich England! Jill Scott, die bisher wohl beste Britin bei diesem Turnier, versetzte mit einer einfachen Körperdrehung Viguier und Lepailleur und schlenzte das Leder aus halblinker Position mit rechts über Deville hinweg in die Maschen (59.).
Erst in der Schlussphase rafften sich die zunächst lange gelähmten Französinnen noch einmal auf - und starteten eine fulminante Schlussoffensive, während England nicht mehr aus der eigenen Hälfte kam: Die eingewechselte Thomis scheiterte aus spitzem Winkel an Bardsleys starker Parade (85.), Lepailleur mit ihrem Kopfball an Ellen White, die artistisch auf der Linie rettete (86.). Bussaglia war es schließlich, die das Tor zur Verlängerung aufstieß: Die "Three Lionesses" bekamen den Ball am eigenen Strafraum nicht weg, und so schlenzte Bussaglia das Leder vehement aus 20 Metern ins linke Kreuzeck (88.).
Den Schwung konnte Frankreich in die Verlängerung trotz dauerhafter optischer Überlegenheit nicht mitnehmen - obwohl England quasi nur noch zehnt war: Während Powell schon dreimal gewechselt hatte, humpelte Smith nur noch - und bereitete nach Bardsleys Abschlag trotzdem die dicke Chance zur Führung vor: Ellen White versagten vor Deville jedoch die Nerven - Außennetz (103.). Einige Krämpfe und Fehlpässe später hieß es: Elfmeterschießen!
Frankreich lässt sich nicht beirren
England startete perfekt: Die angeschlagene Smith verwandelte wuchtig, Bardsley parierte gegen Abily. Doch die Nerven machten den "Three Lionesses" noch einen Strich durch die Rechnung - aus elf Metern kennt man das von der Insel. Rafferty schoss vorbei, Faye White an die Oberkante der Latte, und bei den Französinnen brachen alle Dämme. Zum ersten Mal steht die "Equipe Tricolore" in einem WM-Halbfinale - es ist der bisher größte Erfolg in ihrer Geschichte. Nun warten am Mittwoch (18 Uhr) in Mönchengladbach die USA oder Brasilien.
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Deutschland - Japan 0:1 n.V.0:1 Maruyama (108., Rechtsschuss, Sawa)
"Nippon" wartet auf Schweden oder Australien
Maruyama sorgt für die Sensation - Deutschland ist raus!
Der Traum von der dritten Weltmeisterschaft in Folge ist zerplatzt! Deutschland verlor in einem packenden Spiel gegen Japan mit 0:1 nach Verlängerung und schied damit bei der Heim-WM bereits im Viertelfinale aus. Pech im Abschluss und glänzend aufgelegte Japanerinnen sorgten dafür, dass "Nippon" erstmals bei einer Weltmeisterschaft gegen Deutschland gewann und sich nun auf ein Halbfinale gegen Australien oder Schweden freuen darf.
Bundestrainerin Silvia Neid stellte ihre Startelf nach dem 4:2-Erfolg über Frankreich auf drei Positionen um: Die wiedergenesenen Bresonik (Magen-Darm-Virus) und Behringer (Bänderdehnung) kehrten ebenso zurück wie Kulig, die wegen einer drohenden Gelb-Sperre geschont worden war. Goeßling, Bajramaj und Schmidt fanden sich daher zunächst auf der Bank wieder. Dort saß auch erwartungsgemäß Spielführerin Prinz.
Japans Coach Norio Sasaki beließ es indes bei der Anfangsformation, die schon beim 0:2 gegen England auf dem Platz gestanden hatte. Zum vierten Mal in Serie liefen die Japanerinnen mit derselben Startelf auf.
Von Beginn an entwickelte sich ein rasantes Duell, in dem Deutschland die Initiative hatte, Japan aber nach einer Ecke zur ersten Möglichkeit durch Sawa kam (2.). Zwei Minuten später wurde es dann auf der Gegenseite erstmals gefährlich - und wieder war eine Ecke der Ausgangspunkt: Behringer schlug das Leder von links an den zweiten Pfosten zu Kulig, die sich hochschraubte, dann aber knapp drüber köpfte (4.). Doppelt bitter für die 21-Jährige, die sich bei dieser Aktion unglücklich am rechten Knie verletzte und frühzeitig durch Schmidt ersetzt werden musste. Bresonik rückte als zweite "Sechs" ins Mittelfeld.
Die Neid-Elf war das bessere Team, überzeugte durch Lauffreude, ein gesundes Maß an Aggressivität und schnelles Direktspiel. Folglich ließen weitere Einschussgelegenheiten nicht lange auf sich warten: Kinga klärte aber in höchster Not vor Behringer (9.), da Mbabis Lupfer segelte knapp vorbei (20.), während Kumagai Garefrekes' Versuch noch von der Linie kratzte (23.).
Die Japanerinnen hatten große Probleme, kamen kaum einmal über die Mittellinie. Falls doch, dann fehlte es sowohl an Ideen als auch an Präzision, um Angerer im deutschen Tor ernsthaft zu prüfen. Es war ein einseitiges Duell, in dem allerdings weiterhin keine Treffer fielen. Eine gefährliche Situation für den Titelverteidiger, der trotz seiner Dominanz stets aufpassen musste, um nicht plötzlich in Rückstand zu geraten. So hatte Bartusiak nach einem bösen Fehler Glück, dass Nagasato daraus kein Kapital schlagen konnte (30.).
Das war dann aber doch eher die Ausnahme, als die Regel. Meistens ging es in Richtung Kaihori, die in der 31. Minute gleich zwei brenzlige Situationen zu überstehen hatte: Zuerst sauste Behringers 18-Meter-Schuss knapp vorbei, ehe Sekunden später die japanische Schlussfrau gegen da Mbabi gefordert war. Danach kam es aber zu einem Einbruch im deutschen Spiel, das zusehends von Fehlpässen geprägt war. Folglich gab es fortan auch keine Torschüsse, geschweige denn Torchancen zu sehen. Dafür umso mehr Zweikämpfe im Mittelfeld, sodass die erste Hälfte letztlich torlos zu Ende ging.Japan wird nach dem Seitenwechsel stärker und erzwingt die Verlängerung
Sasaki brachte zum Seitenwechsel mit Maruyama für Nagasato eine frische Angreiferin. Am Spielgeschehen änderte das zunächst nichts, da Deutschland tonangebend blieb und durch Grings zur ersten Möglichkeit der zweiten 45 Minuten kam (48.). Weil aber Grings' Kopfball sein Ziel nicht fand, blieb es ein Geduldsspiel für die DFB-Auswahl. Nach 56 Minuten bewahrte Kinga "Nippon" erneut vor dem Rückstand, als sie einen Laudehr-Kopfball von der Linie kratzte.
Bei den Deutschen ließen zusehends die Kräfte nach, was die Japanerinnen auch bemerkten. Plötzlich witterten sie ihre Chance und setzten nun eigene Impulse nach vorne. Miyama verzog nur knapp (62.). Jetzt war es ein ausgeglichenes Duell zweier Teams auf Augenhöhe. In den Schlussminuten der regulären Spielzeit fing sich die Neid-Elf wieder und erhöhte noch einmal den Druck. Das Abschlusspech blieb den deutschen Frauen aber am Fuß kleben, so zielte Behringer zweimal zu ungenau (73./77.). Über Konter setzten die Asiatinnen, die frischer wirkten, immer wieder Nadelstiche, so schoss Miyama nur Zentimeter über das Tor (81.). Deutschland wollte die Verlängerung vermeiden! Weil aber Garefrekes in der dritten Minute der Nachspielzeit rechts vorbeischoss, wurde dieses Ziel nicht erreicht.
Es gab also Nachschlag! Fußballerisch wurde in den nächsten 30 Minuten aber nicht mehr viel geboten. Die Ursache: Beide Teams mussten ihrer kraftraubenden Leistung Tribut zollen und hatten nun zu kämpfen. Dadurch wurde die Begegnung ruppiger, zumeist weil die Spielerinnen ein ums andere Mal zu spät kamen. Einzig Grings sorgte nach einem schweren Abwehrfehler für Aufregung, allerdings verzog die 32-Jährige in der 101. Minute und wurde kurz darauf durch Popp ersetzt.
Sieben Minuten danach folgte der große Schock! Sawa passte sehenswert nach rechts zu Maruyama, die den Turbo zündete, Bresonik überlief und aus spitzem Winkel ins lange Eck zum 1:0 vollendete. Die DFB-Auswahl musste reagieren, warf noch einmal alles nach vorne und kam zu erstklassigen Ausgleichschancen. In dieser Phase avancierte Japans Torhüterin Kaihori zu einem unüberwindbaren Hindernis: Mit teil starken Paraden gegen Behringer (109.) und da Mbabi (111.) hielt sie ihren Kasten sauber.
Am kommenden Mittwoch steigt in Frankfurt das Halbfinale, wo Deutschland nur Zuschauer sein wird. Ab 20.45 Uhr trifft Japan auf den Gewinner der Partie zwischen Australien und Schweden.
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Schweden - Australien 3:11:0 Sjögran (11., Rechtsschuss, Schelin)
2:0 Dahlkvist (16., Kopfball, Sjögran)
2:1 Perry (40., Linksschuss, McCallum)
3:1 Schelin (52., Rechtsschuss)2. Gelbe Karte für Fischer - Australien tritt die Heimreise an
Schelin schießt Schweden weiter
Schweden besiegte Australien verdient mit 3:1 und steht im Halbfinale. Das Team aus Skandinavien beherrschte fast den kompletten ersten Durchgang und führte schnell mit 2:0. Der Anschlusstreffer der "Matildas" kurz vor Seitenwechsel hielt die Spannung kurzfristig hoch, ehe der Vizeweltmeister 2003 einen dicken Abwehrpatzer des nie aufsteckenden Underdogs bald nach Wiederanpfiff zur Entscheidung nutzte.
Schwedens Coach Thomas Dennerby konnte im Vergleich zum 2:1 gegen die USA wieder auf Seger nach abgelaufener Gelb-Sperre zurückgreifen. Die Spielführerin rückte für Fischer in die Startelf.
Auf der anderen Seite tauschte Australiens Trainer Tom Sermanni nach dem 2:1 gegen Norwegen zweimal Personal aus und schickte Perry und van Egmondan an Stelle von Polkinghorne und Kerr auf den Rasen.
Bei hochsommerlichen Temperaturen zeigte Australien zunächst keinerlei Respekt und bestimmte die Anfangsminuten mit viel Ballbesitz. Eine Unkonzentriertheit von Unzular hätte auf der Gegenseite fast Schelin einen Hochkaräter ermöglicht, doch die Angreiferin kam einen Schritt zu spät (6.).
Nach dieser ersten, wenn auch eher zufälligen Offensivaktion übernahm die Dennerby-Elf klar das Kommando, beschäftigte den Gegner vor allem über die Außenbahn und kam so alsbald zur Führung: Schelin düpierte auf der linken Seite Perry und passte diagonal in den Sechzehner zurück auf Sjögran. Die Mittelfeldspielerin hatte ganz viel Platz und Zeit und schoss aus acht Metern flach links unten ein (11.).
Die "Matildas" kamen offensiv nicht zum Zug und zeigten hinten weitere Schwächen. Rekordnationalspielerin Sjögran (172. Länderspiel) wurde aber in letzter Sekunde abgeblockt und ihr Doppelpack verhindert (13.). Den Doppelschlag, eingeleitet von der Führungstorschützin, konnte der Außenseiter aber nicht verhindern. Die Skandinavierinnen hatten den Schwachpunkt ausgemacht: Sjöberg umspielte Perry links locker, und in der Mitte stand Dahlkvist vollkommen frei und nickte hoch ins rechte Eck ein (16.).
Den Nordeuropäerinnen, beschwingt vom beruhigenden Vorsprung, gelang in der Folge vieles, Australien nach wie vor kaum etwas. Neben Größenvorteilen - Öqvist konnte eine weitere Kopfballchance nicht nutzen (21.) - zeigte Schweden auch größeres taktisches Geschick und ließ Ball und Gegner laufen. Die letzte Konsequenz im Abschluss jedoch fehlte, Schelins Halbchance (26.) blieb die vorerst letzte nennenswerte Torannäherung der Dennerby-Schützlinge.
Das Team aus Down Under brauchte für die erste Möglichkeit 38 Minuten, als McCallums Freistoßbogenlampe knapp am Winkel vorbeiflog (38.). Genau ins Tordreieck traf dafür ausgerechnet Perry, die damit so manchen Abwehrschnitzer kompensierte: McCallum spielte eine Ecke kurz zur Verteidigerin, die den Ball unbedrängt annahm und das Leder aus 16 Metern von halbrechts hoch versenkte (40.).
Pesonell unverändert starteten die Kontrahentinnen in Durchgang zwei. Schweden eher abwartend, Australien mit dem deutlichen Bemühen, gleich wieder Akzente zu setzen. Dieses Unterfangen bremste Carroll mit einem schweren Patzer aber aus: Die Verteidigerin spielte den Ball aus dem Halbfeld zur eigenen Torfrau zurück - viel zu kurz: Schelin erlief den Rückpass locker, umkurvte Barbieri und schob das Leder über die Torlinie (52.).
Die "Matildas" legten unvermindert den Vorwärtsgang ein und drängten mit dem Mute der Verzweiflung auf das erneute Anschlusstor, während die Nordeuropäerinnen auf den alles entscheidenden Konter lauerten. Dennerby brachte frische Kräfte, der Druck wurde stärker. Simon (62.) und de Vanna (66.) hätten es nochmals spannend machen können, verfehlten jedoch beiderseits das Tor.
Kämpferisch gab Australien alles, vermochte aber gegen die kompakten und robusten Abwehrspielerinnen des Gegners zunächst keine weitere Chance herauszuspielen. Die Schwedinnen befreiten sich immer mehr, hielten den Ball meist fern vom eigenen Strafraum und setzten vorne Akzente (Öqvist, 78.). Barbieri fing Dahlkvists Flanke gerade noch vor der Torlinie. Glück dabei für Garriock, die Vorbereiterin Schelin am Strafraum umrammte - Schiedsrichterin Reyes aus Peru hatte die Szene nicht gesehen (80.).
Die Elf aus Down Under hatte in der Schlussphase noch zwei vielversprechende Szenen: Butts Fernschuss fischte Lindahl aus dem Eck (82.), und auch Simon brachte das Leder nicht an der Torhüterin vorbei (88.). Dann war Schluss.
Schweden erreicht das Halbfinale und trifft am Mittwochabend um 20.45 Uhr in Frankfurt auf Japan.
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Brasilien - USA 5:7 i.E.0:1 Daiane (2., Eigentor, Rechtsschuss, Boxx)
1:1 Marta (68., Foulelfmeter, Linksschuss, Marta)
2:1 Marta (92., Linksschuss, Maurine)
2:2 Wambach (120. + 2, Kopfball, Rapinoe)Marta besorgt ihren 14. WM-Treffer und zieht mit Prinz gleich
Solo und Krieger sichern den USA das Halbfinale
Nach einem dramatischen Viertelfinale stehen die USA durch ein 5:3 i.E. gegen Brasilien im Halbfinale gegen Frankreich. Die Sundhage-Elf agierte nach früher Führung zu passiv und sah nach Martas Treffer zum 2:1 in der Verlängerung bereits wie der sichere Verlierer aus. Wambach rettete den zweimaligen Weltmeister allerdings noch ins Elfmeterschießen, in dem Daiane endgültig zur tragischen Figur der Partie mutierte.
Brasiliens Trainer Kleiton Lima brachte Daiane, die er beim 3:0-Erfolg über Äquatorial-Guinea auf Grund ihrer Gelben Karte geschont hatte, an Stelle von Ricarda Costa von Beginn an.
Auch US-Coach Pia Sundhage nahm gegenüber der 1:2-Niederlage gegen Schweden einen Wechsel vor: O´Reilly ersetzte Rapinoe im offensiven Mittelfeld.
Die USA erwischten einen Start nach Maß. Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, da ließ Wambach einen langen Ball an der Strafraumgrenze passieren. Boxx war auf dem linken Flügel frei durch und flankte flach vor das Tor, wo Daianes Klärungsversuch im eigenen Gehäuse endete (2.). Dennoch wirkte die Sundhage-Elf in der Folge keinesfalls sicher, leistete sich viele leichte Ballverluste, so dass das spielerische Übergewicht der USA zunächst keine weiteren Chancen zur Folge hatte.
Gleichwohl kam auch die Selecao zu Beginn überhaupt nicht ins Spiel. Dem fünfmaligen Südamerikameister mangelte es an einem klaren Offensivkonzept, weshalb US-Keeperin Solo in der Anfangsphase kaum zum Eingreifen gezwungen war. Die USA hatten inzwischen hohe Bälle auf Wambach als probates Mittel ausgemacht und kamen so zu der ein oder anderen guten Möglichkeit. Die beste vergab Wambach, als sie mit ihrem Kopfball im Anschluss an einen Rampone-Freistoß aus kurzer Distanz an Andreia scheiterte (12.).
Allerdings schlichen sich in der Defensive der US-Amerikanerinnen nun einige Unkonzentriertheiten ein, und so tauchte die Selecao fortan ihrerseits vermehrt vor dem gegnerischen Gehäuse auf. Nach Martas Ecke von rechts verschätzte sich Solo, doch Aline wusste die Chance nicht zu nutzen und setzte das Leder am langen Pfosten nur ans Außennetz (22.).Dennoch gelang es beiden Teams zu selten, den Ball über mehrere Stationen nach vorne zu transportieren. Folgerichtig waren Chancen zumeist Produkt leichter Fehler der Hintermannschaften. Kurz vor der Pause hätte Fabiana einen solchen beinahe zum Ausgleich genutzt. Doch ihr Schlenzer aus spitzem Winkel, nach Ballverlust von Rodriguez, klatschte lediglich auf den Querbalken (38.).
Nach einer langen Anlaufphase zu Beginn des zweiten Durchgangs, rückte Solo zusehends in den Mittelpunkt. Zunächst unterlief die Torhüterin eine Ecke, was wegen Alines Handspiel im Anschluss ohne Folgen blieb (60.), ehe sie Cristianes Distanzschuss im Nachfassen sicher entschärfte (61.).
Nachdem Lloyd das Leder auf der Gegenseite per Kopf an den Querbalken gesetzt hatte (63.), wurde es turbulent. Buehler wusste sich im Strafraum gegen Marta nur mit einem Foul zu helfen und flog wegen Notbremse vom Platz (66.). Den fälligen Strafstoß parierte Solo gegen Cristiane, doch Schiedsrichterin Jacqui Melksham ließ den Elfmeter wiederholen. Diesmal trat Marta an und setzte das Leder sicher zum Ausgleich in die Maschen (68.)."Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das ist unglaublich. Wir geben nie auf, wir bleiben immer dran, keine lässt sich hängen."Abby Wambach
Der Selecao gelang es in der Schlussphase zu selten, ihre numerische Überlegenheit in Torchancen umzumünzen. Vielmehr hielten die USA zu zehnt nun gut dagegen. Der zweimalige Weltmeister hielt das Geschehen zumeist vom eigenen Tor fern und setzte darüber hinaus das ein oder andere Ausrufezeichen vor dem brasilianischen Gehäuse. Ein weiterer Treffer wollte dabei aber nicht gelingen.
Die Verlängerung war gerade einmal zwei Minuten alt, da ließ Marta erneut ihre Klasse aufblitzen. Nach Maurines Hereingabe aus abseitsverdächtiger Position schaltete die Weltfußballerin am kurzen Pfosten am schnellsten und bugsierte das Leder mit dem Rücken zum Tor ins lange Eck (92.). Die USA steckten jedoch keinesfalls auf. Nur gut fünf Minuten nach Martas Treffer stand lediglich Andreia, die Wambachs Drop-Kick aus elf Metern stark aus dem bedrohten Eck tauchte, dem Ausgleich im Weg (98.).Allerdings verließen die US-Amerikanerinnen mit fortwährender Spieldauer zusehends die Kräfte, so dass ihnen bei Vorstößen immer mehr die Durchschlagskraft fehlte. Aufgeben wollten sie dennoch nicht und wurden kurz vor Ende der Verlängerung für ihre Mühen belohnt. Nachdem Andreia Rapinoes Flanke von links unterlaufen hatte, stand Wambach am langen Pfosten blank und besorgte per Kopf den vielumjubelten Ausgleich (120. + 2).
Nun hatte die Sundhage-Elf das Momentum auf ihrer Seite und wusste dieses auch zu nutzen. Solo parierte ausgerechnet Daianes Elfmeter, ehe Krieger auch den fünften Strafstoß der USA sicher verwandelte und ihr Team damit ins am Mittwoch um 18:00 Uhr in Mönchengladbach stattfindende Halbfinale gegen Frankreich schoss.
Quelle: http://www.kicker.de -
Die deutschen Fußballdamen sind raus aus dem eigenen Turnier.
Man hat gestern deutlich gesehen, dass die deutschen Spielerinnen mit dem medial hochgepushten Druck nicht zurecht kamen.
Kein Wunder, denn das sind sie so nicht gewohnt. Man hat ihnen mit dem ganzen Hype keinen Gefallen getan.Sportlich gesehen tut es mir leid für die Sportlerinnen, die in ihrem Sport Großartiges geleisten haben und leisten.
Allgemein gesehen bin ich jedoch froh, dass sie raus sind.
Jetzt hört hoffentlich endlich dieses mediale Gepushe auf, das in den letzten Wochen nur noch genervt hat. -
Sehe ich ähnlich wie Micha. Den crossmedialen Hype kann man bei den Jungs machen, die sind dank Bundesliga etc. den Medienrummel gewöhnt.
Vorher gab es wenig Medieninteresse. Weder bei den letzten, richtig starken, Turnieren der Nationalelf, noch und ganz zu Schweigen von den Vereinsturnieren.
Da wird mal auf der Titelsite im Kicker höchstens mal unten rechts in der Ecke erwähnt wer Meister bzw Pokalsieger wurde.
Und bei EM oder WM war mal was zu lesen, wo die Hälfte der Leute doch gedacht hat "Wie? Die spielen auch solche Turniere?"Die Köpfe waren einfach nicht frei genug und das hat bei all der Klasse unserer Mädels halt einfach das Spiel blockiert.
Die Omnipräsenz wär einfach zu groß gegenüber dem sonstigen Schattendasein. -
Sorry, mein Mitleid wegen des medialen Hypes hält sich in Grenzen, die hatten das erklärte Ziel raus aus der Ecke, nun sind sie es und nun beklagt man sich darüber? Nein, entweder ich will es oder ich will es nicht. Was die Medien anrichten können ist allgemein bekannt, die können mir nun nicht erzählen "och die bösen Medien".
Die hatten mehrere Wochen das Team zusammen, die hätten die auch darauf vorbereiten können und müssen. Das die Spiele alle gut besucht sein würden konnte man am Kartenvorverkauf ablesen, also bitte, nein.Ich find es auch gar nicht schlimm das sie ausgeschieden sind, gut gestern in den ersten Momenten, aber im Grunde reisst jede Serie irgendwann, es ist ärgerlich das es ausgerechnet jetzt passiert ist, aber es wäre irgendwann sowieso passiert. Darüber hinaus waren die Auftritte, sieht man vom Frankreich Spiel mal ab, wenig weltmeisterlich, da hab ich schon ganz andere Spiele der Mannschaft gesehen.
Auch empfinde ich das ganze Turnier nicht unbedingt als Werbung für den Frauenfussball, es gab schon besseres zu sehen. Tut mir Leid, Ballan - und -Weitergabe können die wirklich alle besser, was hier gezeigt wird bestärkt eher die Klischees.
Nun lassen wir sie noch 4 Spiele lang aufgetaucht und gehen dann endlich wieder zur Tagesordnung über.
Ich hab diesen Thread eröffnet weil es unhöflich gewesen wäre die Weltmeisterschaft im eigenen Land zu verschweigen, ich hab bewusst aber nur einen Thread aufgemacht, nicht ein neues Thema, das zeigt hoffentlich auch die Wertung die ich dem ganzen gebe. Und bitte, das hat nichts mit Feminismus zu tun.
BTW ich erwäge auch der derzeit laufenden SAM (Südamerikameisterschaft) einen Thread zu geben und dort die Spielberichte einzustellen, macht das Sinn aus eurer Sicht oder sollte ich meine Zeit lieber damit verbringen etwas sinnvolleres zu tun?
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Na ja, sie sollten wohl raus aus der Ecke der relativen Bedeutungslosigkeit, das ist wohl wahr.
Allerdings wohl nur vom DFB, von den Sponsoren und den Medien angetrieben. Das sind die Hauptprofiteure, die sich vor allem finanziell von einem solchen Ereignis sehr viel versprechen.Ob das die Spielerinnen genau so wollten, wage ich zu bezweifeln. Ich hatte eher den Eindruck, dass die ob dem ganzen Hype zum Ende hin nur noch genervt und verunsichert waren.
Jetzt werden sie medial in der Luft zerissen, vor allem die Bundestrainerin kriegt so richtig Feuer unters Dach.
Das ist typisch für unsere heutige Konsum- und Spaßgesellschaft.
Druck, Druck und nochmal Druck und wenn's in die Hose geht, gibt's auf die Fresse.
Wiederlich.
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Halbfinale:
Frankreich - USA 1:3
Japan - Schweden 3:1QuoteDisplay More
Frankreich - USA 1:30:1 Cheney (9., Rechtsschuss, O'Reilly)
1:1 Bompastor (55., Linksschuss, Bussaglia)
1:2 Wambach (79., Kopfball, Cheney)
1:3 Morgan (82., Linksschuss, Rapinoe)Frankreich muss ins "kleine" Finale
Cheney führt die USA ins Endspiel
Die USA stehen im Finale der Frauen-Weltmeisterschaft 2011 und dürfen weiter vom dritten WM-Titel nach 1991 und 1999 träumen. Die US-Amerikanerinnen setzten sich im Halbfinale gegen Frankreich mit 3:1 durch und gewannen damit auch den zwölften von 14 Vergleichen gegen die Französinnen. "Les Bleues" verpassten damit den ersten Finaleinzug ihrer Geschichte, erreichten aber dennoch ihr bisher bestes WM-Ergebnis.
Frankreichs Coach Bruno Bini konnte wieder auf Torhüterin Sapowicz, die beim 4:3 i.E. gegen England Rot-gesperrt gefehlt hatte, bauen. Deville musste dafür auf die Bank. Außerdem spielte Meilleroux anstelle von Viguier.
US-Trainerin Pia Sundhage tauschte ihre Startelf nach dem 5:3 i.E. gegen Brasilien einmal: Sauerbrunn kam für Buehler (Rot-Sperre).
Bereits in den ersten Minuten war klar, wie sich die Begegnung entwickeln sollte. Frankreich war um Spielkultur und schnelles Passspiel bemüht, während die USA vor allem auf Dynamik, Tempo und Aggressivität setzten. " Les Bleues" hatten optische Vorteile und nach acht Minuten durch Necib die erste gute Möglichkeit, das erste Tor erzielten aber die US-Girls: Lloyd schickte O'Reilly auf der linken Außenbahn auf die Reise. Deren Schrägschuss vom linken Strafraumeck drückte Cheney noch ins lange Eck und nutzte so den ersten Konter zur Führung (9.).
Das Tor zeigte bei den Französinnen Wirkung. "Les Bleues" kamen aus dem Tritt und aufgrund des US-amerikanischen Pressings kaum mehr zur Entfaltung. Die USA setzten dagegen weiter auf Konter und Standards, strahlten so auch Gefahr aus - ernsthafte Torchancen sprangen jedoch nicht heraus. Nach einer knappen halben Stunde fing sich die Bini-Elf wieder und drückte fortan verstärkt auf den Ausgleich. In dieser Phase erwies sich Solo allerdings als sicherer Rückhalt der US-Girls: So parierte die 29-Jährige glänzend gegen Thiney, die am linken Fünfereck frei aufgetaucht war (30.). Drei Minuten später hatte Solo dann auch Glück, als Bompastors fulminanter 16-Meter-Schuss an die Latte knallte.
Frankreich war wieder da und das Spiel nahm erneut Fahrt auf. Die Europäerinnen drängten auf den Ausgleich, hätten vor der Pause aber fast noch das 0:2 kassiert. Weil aber Wambachs Kopfball aus spitzem Winkel nur Zentimeter danebenging, blieb es letztlich bei der knappen Halbzeitführung der USA.
Frankreich dreht auf, macht's spannend und wird dann kalt erwischtZum Seitenwechsel brachte Bini Le Sommer für Delie, die mit Oberschenkelproblemen in die Partie gegangen war. Frankreich hatte sich etwas vorgenommen und drängte gleich nach Wiederanpfiff mit aller Macht auf den Ausgleich! Thiney verzettelte sich noch (46.), während Abily in die Arme von Solo köpfte (54.). Die USA waren stark in der Defensive gebunden, konnten kaum noch für Entlastung sorgen und waren in der 55. Minute ihren Vorteil los: Bompastor flankte einfach mal von links aufs lange Eck. Thiney kam nicht mehr ran, doch Solo verschätzte sich und der Ball segelte ins Tor. Alles war wieder offen, doch "Les Bleues" waren auf die Entscheidung aus und drängten weiter nach vorne. Bussaglia war aus der Distanz zu unpräzise (64., 66.), während Le Sommer nur Sekunden später einen kapitalen Fehlpass von Solo nicht bestrafte.
In den Schlussminuten wurde das Duell aber wieder ausgeglichener, auch weil Frankreich das zuvor an den Tag gelegte Tempo nicht mehr halten konnte. Die Verlängerung rückte immer näher, doch dann schlug wieder einmal Wambach nach einer Cheney-Ecke per Kopf zu - 2:1 (79.). Die Französinnen mussten nun wieder einem Rückstand hinterherlaufen, taten das auch - und wurden ausgekontert: Die eingewechselte Morgan entwischte der französischen Deckung und sorgte mit einem Heber ins rechte Eck für die Entscheidung (82.). Auch wenn sich die Bini-Elf weiter wehrte, war gegen ein nun routiniertes Team-USA für "Les Bleues" nichts mehr zu machen.
Während Frankreich am Samstag das "kleine" Finale (17.30 Uhr) bestreiten muss, geht es für die US-Girls am Sonntag ab 20.45 Uhr um den WM-Titel. Die US-Amerikanerinnen könnten dann nach 1991 und 1999 zum dritten Mal Weltmeister werden.
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Japan - Schweden 3:1.0:1 Öqvist (10., Linksschuss)
1:1 Kawasumi (18., Rechtsschuss, Miyama)
2:1 Sawa (59., Kopfball)
3:1 Kawasumi (64., Rechtsschuss)Schweden geht nach Führung unter
Glücksgriff und Traumtor: Japan zaubert sich ins FinaleVon Frankfurt nach Frankfurt: Deutschland-Bezwinger Japan steht nach einem 3:1-Halbfinalsieg über Schweden zum ersten Mal in einem WM-Finale, und das vollkommen verdient. Die Garanten hießen Kawasumi, die unverhofft die Chance auf einen Doppelpack bekam und das vielleicht schönste Tor des Turniers erzielte, Kapitänin Sawa, die einen frühen Aussetzer ausbügelte, und nicht zuletzt Schwedens Keeperin Lindahl - die gleich zweimal patzte.
Einen Wechsel nahm Japans Trainer Norio Sasaki gegenüber dem sensationellen 1:0 n.V. gegen Gastgeber Deutschland im Viertelfinale vor, Stürmerin Nagasato musste auf die Bank. Doch nicht etwa Torschützin Maruyama, sondern Kawasumi durfte auflaufen. Es war das erste Mal im Turnierverlauf, dass Sasaki rotieren ließ.
Keinen Grund für eine personelle Änderung sah derweil Thomas Dennerby auf schwedischer Seite nach dem 3:1 gegen Australien - musste dann aber kurzfristig doch tauschen, weil sich Kapitänin Seger beim Aufwärmen verletzte. Marie Hammarström begann stattdessen.
Zwei Chancen, zwei Tore - das war unter den Augen von Bundestrainerin Silvia Neid und DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger die Bilanz in Frankfurt nach knapp 20 Minuten. Zunächst schlug Öqvist für die Schwedinnen zu, in der linken Strafraumhälfte zog sie ab und traf, leicht abgefälscht, ins rechte obere Eck (10.). Die Japanerinnen um Kapitänin Sawa, die Öqvist die Kugel vor dem 0:1 in die Beine gepasst hatte, verdauten den Rückschlag schnell und zogen in einem anfangs nervösen Spiel langsam ihre Passstafetten auf. So auch vor dem Ausgleich, bei dem WM-Startelfdebütantin Kawasumi am zweiten Pfosten Miyamas scharfe Flanke im Fallen über die Linie drückte (18.).
Bis zur Pause übernahm die Elf aus Asien in einem spielerisch ansprechenden, aber eher chancenarmen Match immer deutlicher das Kommando - auch wenn die Überlegenheit nur selten Chancen zur Folge hatte (Kawasumi, 28.; Miyama, 34.) und Schweden mit Abspielfehlern hin und wieder auf den Plan gerufen wurde.
Nach dem Seitenwechsel - das Dach der Frankfurter Arena blieb weiterhin geschlossen - sendete Ohno mit ihrem Volley-Diagonalschuss an die Oberkante der Latte ein frühes Warnzeichen (46.), auf das die Schwedinnen und insbesondere Lindahl nicht hören wollten. 18 Minuten später stand es nämlich nach zwei Fehlern der Torfrau 3:1!
Erst machte Sawa ihren Aussetzer vor dem 0:1 wett, indem sie Lindahls Fehlgriff nach bei einer Flanke per Kopf nutzte - Turniertor Nummer vier (59.). Dann wurde es noch attraktiver: Lindahl, nach einem Steilpass aus dem Tor geeilt, servierte Kawasumi den Ball, und die versenkte ihn ohne zu überlegen aus rund 35 Metern traumhaft im leeren Kasten (64.). Weil Ando zuvor Zentimeter im Abseits gestanden hatte, hätte das Tor allerdings nicht zählen dürfen.
Der Rest war pure Spielkontrolle auf Japanisch. Schweden versuchte zwar noch einmal, seine Offensivbemühungen zu intensivieren - es blieb beim Versuch. Laufstark, kombinations- und passsicher löste Japan souverän das Finalticket, es ist das erste ihrer WM-Geschichte. Schweden dagegen muss weiter auf den ersten WM-Titel warten.
Reisen müssen die Siegerinnen nicht mehr, in Frankfurt steigt am Sonntag (20.45 Uhr) das große Endspiel gegen die USA. Schweden verabschiedet sich tags zuvor (17.30 Uhr) in Sinsheim im Spiel um Platz drei gegen Frankreich.
Quelle: http://www.kicker.de -
So, jetzt sind die Japanerinnen gestern doch wahrhaftig Weltmeisterin geworden.
3:1 im Elfmeterschießen (0:0,1:1,2:2) für Japan gegen die USA.
Finde ich gut.
War kein schlechtes Finale gestern und auf jeden Fall sehr spannend, bis zum Schluss.Jetzt können sich die deutschen Mädels wenigstens trösten und sagen, dass sie im Viertelfinale gegen die spätere Weltmeisterin ausgeschieden sind.

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Die FIFA hat die Frauen-Nationalmannschaft Nordkoreas wegen der Dopingvergehen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland für die WM 2015 in Kanada gesperrt.
Zudem muss der nordkoreanische Fußballverband 400.000 Dollar (rund 277.000 Euro) Strafe zahlen. Das teilte die FIFA am Donnerstag mit. Die Geldstrafe entspricht dem Preisgeld für den 13. Platz bei der WM 2011.
Zudem sperrte die Disziplinarkommission die fünf nordkoreanischen Spielerinnen, die bei der WM in Deutschland des Dopings überführt worden waren. Jong Pok Sim, Hong Myong Hui, Ho Un Byol und Ri Un Hyang müssen 18 Monate pausieren, Song Jong Sun wurde für 14 Monate gesperrt.
Die FIFA zog außerdem die Mannschaftsärztin der Nordkoreanerinnen für insgesamt sechs Jahre aus dem Verkehr. Bei der WM in Deutschland waren die Nordkoreanerinnen positiv auf anabole Steroide der Gruppe S1B getestet worden.
Kolumbiens Yineth Varon, ebenfalls bei der WM des Dopings überführt, wurde für zwei Jahre gesperrt.
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