Kapitel XXVIII: Unerwartete Probleme
Es ist der 01.12., unser defensives Mittelfeld bereitet mir immer noch etwas Sorgen. Für Nikiema ist die Liga zu hoch, aber Oldie Petre kommt gut zurecht und so meine ich doch, dass es eine gute Idee wäre seinen Vertrag um ein Jahr zu verlängern. Doch der will davon gar nichts wissen und augenscheinlich im Sommer seine Karriere beenden. Als Assistenztrainer für den Jugendkader käme er aber gerne, sagt er mir. Dumm nur, dass wir dort niemanden brauchen und ich jetzt ein Problem habe, wo ich bislang keins gesehen hatte, denn wenn Nikiema planmäßig auch noch geht, haben wir nur noch Popescu. Der ist zwar gut, wird aber ganz sicher auch seine Pausen brauchen.
Nach ein paar Minuten innerliche Panik überkommt mich dann doch ein brauchbarer Gedanke. Chefscout Zielinski wird angerufen und gebeten defensive Mittelfeldspieler deren Verträge im Dezember oder Ende Juni kommenden Jahres auslaufen zu scouten. Kaum habe ich dies erledigt, geht die Tür meines Büros auf.
QuoteDisplay MoreHerr Matthäus, wir müssen reden!
Und worüber bitte, Gerard (Oliva)?
Ich möchte mehr spielen! Ich bin es leide darauf zu warten, dass Sie mir Einsatzzeiten geben!
Jetzt mach aber mal 'nen Punkt! Erstens: Dir musste vorher klar sein, dass du nicht so viele Einsatzzeiten kriegen würdest. Immerhin hatten wir ohne dich bereits zwei Stürmer im Kader, spielten aber nur mit einem. Zweitens: Ich hatte dir gesagt, dass du dich hinter Pedro Henrique und Chipirliu anstellen musst und dir durch hartes Training oder bei den Einsätzen, die ich dir gebe empfehlen musst. Beides hast du bislang nicht getan!
Das ist nicht fair! Wie wollen Sie denn meine Leistung beurteilen, wenn Sie mich nach einem schlechten Spiel wieder aus der Mannschaft nehmen?! Wenn ich hier keine Chancen bekomme, muss ich mir wohl besser einen neuen Verein suchen.
Überleg dir gut, ob du das, was du eben gesagt hast, auch wirklich so meintest, denn wenn dem so ist, dann suchst du besser gleich einen neuen Verein. Ich habe keine Verwendung für Spieler, die nichr im ihren Platz zu kämpfen bereit sind!
Sorry Trainer, ich bin da eben wohl etwas zu weit gegangen. Ich werde einfach weiter arbeiten und auf meine Chance warten. Okay?
Einverstanden.
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Woche 25 (01.12.15-07.12.15):
- Spiele:
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02.12.15 - Liga I - 19. Spieltag:
Dinamo Bukarest (02.) - ACS Poli (01.)
[tabmenu][tab='1) Spielvorbemerkungen']
Die Motivation Dinamo zu schlagen ist nach der letzten Partie nicht kleiner geworden. Noch dazu ist das heute das abasolute Spitzenspiel der Liga. Im Falle eines Sieges hätten wir sogar 4 Punkte Vorsprung.
[/tab][tab='2) Klub']
Der Fotbal Club Dinamo Bucuresti wurde 1948 als Zusammenschluss der bisherigen Vereine Unirea Tricolor MAI und Ciocanul Bucuresti gegründet, wobei beide da die Meisterschaftssaison bereits lief, zunächst als Dinamo A und Dinamo B antraten. Von Beginn an trat man in der Divizia A an und holte 1955 die erste Meisterschaft sowie 1959 das erste Mal den Pokal. Weitere nationale Titel folgten, doch international blieb man blass. Nur Dudu Georgescu gewann 1975 den goldenen Schuh (32 Tore). 1984 erreichte man zumindest das Halbfinale im Europapokal der Landesmeister und 1990 dasselbe im Europapokal der Pokalsieger. Seine stärkste Zeit hatte der Verein jedoch ab der Jahrtausendwende, als man 4 Meisterschaften (insgesamt 18, zuletzt 2007), 6 Pokalsiege (insgesamt 13, zuletzt 2012) sowie 2005 und 2012 noch den Supercup holte.
Wichtige Spieler des Vereins sind u. a.: Ion Haidu (1963-1972), Florea Dumitrache (1964-1976), Cornel Dinu (1966-1983), Ioan Adone (1983-1990), Alexandru Nicolae (1982-1989, 1990-1991), Martin Dragnea (1975-1976, 1977-1986, 1990-1991), Florin Raducioiu (1978-1990, 2000-2001), Stefan Radu (1999-2008), Ionel Danciulescu (1995-1997, 2002-2009), Ianis Zicu (2000-2004, 2004-2006, 2007-2010), Catalin Munteanu (2005-2008, 2010-2014), Adrian Cristea (2005-2010) und Marius Niculae (1990-2001, 2008-2012, 2015).
[/tab][tab='3) Stadt']
Sie letztes Update (Steaua)
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Spielbericht:
Heute treten wir ganz anders auf als in der letzten Partie. Sind von Beginn an wach, gehen konsequent in die Zweikämpfe und gewinnen diese dann meistens auch. Aus einem dieser Ballgewinne resultiert dann unsere erste Chance. Pedro Henrique bekommt den Ball von Karimov und schickt dann Vilcea, der über Farnolle hinweg, aber auch übers Tor schießt. Nach acht Minuten bekommt Pedro Henrique den Ball von Vilceanu zugespielt. Im letzten Moment wird er aber entscheidend gestört und die Chance ist dahin. Nun kommt Dinamo: Einwurf Filip auf Cristescu, der sieht, dass Matei etwas Platz hat und bedient ihn am Elfmeterpunkt. Die Führung mit dem ersten Schuss der Hausherren! Und auch der zweite Versuch sitzt. Freistoß Cristescu und Niculae köpft aus 7 Metern ein (19.). Das schockt die Jungs ziemlich, aber sie geben nicht auf. Nach einer halben Stunde flankt Voicu auf Pedro Henrique, der aber nicht mehr genügend Druck hinter den Ball bekommt um Farnolle vor Probleme zu stellen. Dann wieder Dinamo, aber Niculae scheitert aus spitzwm Winkel (33.). Wieder auf die andere Seite: Barbut tankt sich durch, aber der Schuss ist kein Problem für Dinamos Torwart. Dinamo verfehlt nun noch zweimal das Tor, ehe Doman in der 41. nach Vorlage Vilceanu den Pfosten trifft.
In der Pause wird natürlich Kritik geübt, aber auch versucht die Spieler aufzurichten. So schlecht, war das nämlich nicht, was wir bislang angeboten haben. 48., Doman ist auf rechts durch und flankt in die Mitte. Innenverteidiger Nedelcearu will vor Pedro Henrique und Vilceanu klären, fälscht die Kugel dabei aber unhaltbar ins eigene Netz ab. So, das muss uns doch nochmal pushen! Doch der erhoffte Sturmlauf bleibt leider aus. In der 64. dann Trandu aber mit tollem Pass auf Barbut, dem aber frei vor Farnolle die Nerven versagen. 73., ein Freistoß Vilceanus geht knapp übers Tor. Auf der anderen Seite scheitert Durimel nach einer Ecke knapp (75.). 84., Popescu schickt Barbut auf links. Der flankt an den kurzen Pfosten, wo Cordos, Durimel und Farnolle im Verbund Vilceanu am Ausgleich hindern.
Tore:
11. 1:0 Matei
19. 2:0 Niculae
48. 2:1 Nedelcearu (ET)
Aufstellung:
Smaranda (6,7) - Karimov (7,6), Aoyama (6,8), Bocsan (6,7), Voicu (6,8) - Petre (6,6; ab 61. Trandu (6,6)), Popescu (6,5) - Barbut (6,7), Vilceanu (6,6), Doman (6,8) - Pedro Henrique (6,3; ab 61. Chipirliu (-; verletzt, ab 71. Joao Schmidt (6,7))[/contentbox]
[Blocked Image: http://www.bz-berlin.de/data/u…th_us_145544a-768x432.jpg]
(Quelle: Lothar Matthäus: Stress vor dem Adlon – B.Z. Berlin)
Unseres beste Saisonleistung gegen Dinamo und wieder haben wir verloren. Gegen andere Gegner hätte so eine Performance vermutlich sogar zum Sieg gereicht. Aber Dinamo hat auch einfach einen starken Kader zusammen. Alle Mannschaftsteile sind mindestens gut besetzt und mit Marian Cristescu, der maßgeblich für unsere beiden letzten Niederlagen verwantwortlich war, einen Spielmacher im offensiven Mittelfeld, der seinem Namen alle Ehre macht. Unglaublich, dass der bislang kein Länderspiel bestritten hat, aber mit 30 Jahren wird das wohl auch nichts mehr werden.
Aber worüber beklage ich mich eigentlich? Wir sind Aufsteiger, stehen auf dem zweiten Tabellenplatz der Liga (!) vor dem letztjährigen Meister Astra Giurgiu und Steaua Bukarest. Den Jungs kann ich als keinen Vorwurf machen und das will ich eigentlich auch gar nicht. Doch irgendwo ganz tief in mir drin ärgert es mich dreimal gegen dieselbe Mannschaft verloren zu haben. Ganz abgesehen davon, dass die Fans darüber natürlich auch nicht besonders glücklich sind. Und auch die Medien nutzen das natürlich aus im Stimmung zu machen (Taktikfehler wegen defensiverer Aufstellun, etc.). Aber denen werde ich etwas husten. Die Tabelle lügt schließlich nicht und außerdem wer hat denn bitte einmal Steaua und dreimal Rapid geschlagen. Na?
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05.11.15 - Liga I - 20. Spieltag:
ACS Poli (02.) - CS Municipal Studentesc Iasi (09.)
[tabmenu][tab='1) Spielvorbemerkungen']
Iasi hat sein Niveau gehalten, was nach wie vor maßgeblich an Topstürmer Golubovic liegt, der 19 Spielen 13mal knipsen konnte. Das Hinspiel ging 1:1 aus, aber damals war die Mansnchaft auch müder als sie heute ist und wir mussten wegen Personalenpässen im 4-2-1-2-1 auflaufen, was uns heute erspart bleibt.
[/tab][tab='2) Klub']
CS Municipal Studentesc Iasi, kurz oft: Studentesc Iasi, wurde 2010 als Nachfolgevereine des zuvor wegen finanzieller Unregelmäßgkeiten aufgelösten Politehnica Iasi als Zusammenschluss der Vereine Navobi Iasi und CSO Tricolorul Breaza gegründet. 2011 nahm man dann den heutigen Namen an. Sportlich stieg man 2011/2012 in die Liga I auf, sofort wieder ab und danach erneut auf.
[/tab][tab='3) Stadt']
Iasi (dt.: Jassy, veraltet Jassenmarkt) liegt im Nordosten Rumäniens in der Westmoldau 20 km von der moldawischen Grenze entfernt am Fluss Bahlui und hat 290.000 Einwohner. Siedlungsspuren gibt es im Gebiet um Iasi schon sehr lange, aber erwähnt wird die Stadt erstmals 1408. Von 1564-1859 wurde Iasi sogar Hauptstadt des Fürstentum Moldawiens, verlor diesen Status aber nach der Vereinigung der Fürstentümer Walachei und Moldau an Bukarest. Seit dem später 16. Jhrh. hatte die Stadt eine (sehr große) jüdische Gemeinde (um 1900 51% der Stadtbevölkerung Juden), die durch das Pogrom von Iasi im Juni 1941 zur Zielscheibe wurden. Auf Betreiben von General Antonescu gab es weit über 10.000 Toten und es wurden 126 der 127 Synagogen zerstört. Nach dem zweiten Weltkrieg erlebt die Stadt dann eine große Industrialisierungswelle. Heute ist Iasi das Zentrum der rumänischen Computerindustrie.
Anfang des 19. Jhrh. wurde in Rumäniens die erste Hochschule, 1860 die erste Universität des Landes gebaut. Spätestens seit dieser Zeit gilt Iasi als Wiege der rumänischen Kultur. Was sie nicht zuletzt auch dem neogitschen Kulturpalast verdankt, der u. a. die größte Kunstsammlung des Landes beherbergt. Außerdem sehenswert sind die Metropolitenkirche (Anfang 19. Jrhh.), mehrere Klöster (u. U. mit sich anschließendem Kirchenbau etc.). Zuletzt erlangte die Stadt traurige Bekanntheit, galt/gilt sie doch als Hochburg des Taschendiebstahls.
[/tab][/tabmenu]
Spielbericht:
Erste Chance, erstes Tor: Edinaldo schlägt eine Flanke in den Strafraum. Die wird zu Vejnovic geklärt, der mit dem Kopf auf Nita ablegt. Der serviert den Ball butterweich für Pedro Henrique, der sich im Luftkampf gegen zwei Gegner durchsetzt und den Ball ins Netz wuchtet. Nach dem Anstoß probiert es Iasi mit einem weiten Ball, doch Todorov passt auf und spielt den Ball nach vorne zu Pedro Henrique. Der schickt Coto zur Grundlinie und köpft dann die folgende Flanke zurück an den Fünfer ins Tor. STARK! 22., unsere aufgerückte Abwehr kommt nicht mehr hintr Dioni her, aber dessen Abschluss geht weit übers Tor. Sechs Minuten später stehen wir wieder vor ihrem Tor: Über Petre und Nita kommt der Ball zu Coto, der Tarnacop ins Leere laufen lässt und dann das 3:0 macht. Zwei Minuten später fliegt ein Freistoß Joao Schmidts nur knapp übers Tor.
Auch nach der Pause sind wir "bessser" (denn eigentlich passiert nicht viel). 49., eine Ecke Joao Schmidts wird zu Petre geklärt, der aus 14 Metern direkt abzieht, aber knapp übers Tor gezielt hat. Nach 79 Minuten packt Joao Schmidt noch einen Distanzschuss aus, aber Torwart Grahovac packt sicher zu. Iasi kommt nach einer besch***enen Ecke Joao Schmidts und der folgenden Chance Golubovics noch zum Ehrentreffer. Todorov rückt in dieser Szene unnötig raus und so hat Iasis Topstürmer den Platz.
Tore:
12. 1:0 Pedro Henrique (Nita)
13. 2:0 Pedro Henrique (Coto)
28. 3:0 Coto (Nita)
90. 3:1 Golubovic
Aufstellung:
Smaranda (6,7) - Edinaldo (6,6), Todorov (6,9), Ene (7,1), Belu (6,9) - Petre (7,1), Vejnovic (6,8) - Nita (8,5), Joao Schmidt (6,7), Coto (9,0) - Oliva (-; verletzt, ab 05. Pedro Henrique (8,8))[/contentbox]
- Ereignisse:
- Nach 10 Ligaspielen bekommt Ene nun 35.000 (bislang 20.000)
- Ausfall: Chipirliu (Zehenverstauchung, 6-8 Tage)
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Wir haben eine echt starke Hälfte gegen Iasi gespielt, aber nach der Pause sind die Jungs in eine Lethargie gefallen oder sie waren einfach zufrieden mit sich und ihrer bisherigen Leistung. Beides kann ich natürlich nicht dulden und so fallen trotz des Sieges deutliche Worte!
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Woche 22 (08.12.15-14.12.15):
- Spiele:
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09.12.15 - Liga I - 21. Spieltag:
ACS Academia Arges Pitesti (14.) - ACS Poli (02.)
[tabmenu][tab='1) Spielvorbemerkungen']
Wie erwartet ist Arges immer noch Letzter. Noch dazu kriecht die Mannschaft auf dem Zahnfleisch zum heutigen Spiel und muss außerdem auf Poli-Leihgabe Lazar, der ansonsten Stammspieler ist, sowie den verletzten Stammtorwart Lungu verzichten.
[/tab][tab='2) Klub']
Die ACS Academia Arges Pitesti wurde 2005 durch die Fusion von Cimentul Fieni mit einem Team aus Buftea als CS Buftea gegründet. Bis zur Saison 2007/2008 spielte man in der dritten Liga, doch dann gelang der Aufstieg in Liga II. Doch Juli 2009 verkaufte Bufteas Bürgermeister den Ligastartplatz an Sageata Stejaru und man übernahm deren Platz in Liga III und schaffte 2011 den Wiederaufstieg.
Am 29.08.2012 absolvierte der Verein ein Pokalspiel gegen ACS Berceni, wobei er hauptsächlich Spieler der eigenen U–19 einsetzte und mit 31:0 eine Rekordniederlage im rumänischen Fußball kassierte. Nun wechselte der Verein mehrfach den Vereinssitz. Im August 2013 erfolgte der Umzug von Buftea nach Clinceni (Vereinsname: FC Clinceni). Ein Jahr später 2014 zog der Verein nach Pitesti (Vereinsname: FC Academica Arges). Im Juni 2015 kehrte man nach Clinceni zurück und heißt seitdem FC Academica Clinceni.
[/tab][tab='3) Stadt']
Pitesti (dt.: Pitesk) hat 155.000 Einwohner und liegt im Süden Rumäniens am Fluss Arges (Große Walachei). Ab dem 3. Jhrh. stand in anstelle Pitesti ein römisches Castrum, Pitesti selbst wird erst im 14. Jhrh. erwähnt und ist damit eienr der ältesten Siedlungen des damaligen Fürstentums Walachei. Von 1512-1521 war Pitesti zweitweise Fürstenresidenz, doch der Entwicklung der Stadt half das nicht. Mittlerweile ist die Stadt jedoch ein großer Industriestandort und das Zentrum von Rumäniens Autoindustrie mit einem Dacia-Werk und einigen Zuliefererbetrieben. Auf den umliegenden Hügel wird vor allem Wein und Pflaumen angebaut.
Mit dem Namen der Stadt wird außerdem das Pitesti-Experiment verbunden, bei dem Teile des rumänischen Geheimdienstes Securitate von 1949-1952 versuchten politische Gefangene zu kommunistisch orientierten Personen umzuformen. Mittel dieses Experimentes waren Folter und Erniedrigung mit dem Zweck, die Persönlichkeit der Gefangenen zu zerstören. Die Taten wurden vorwiegend von Mithäftlingen ausgeübt bzw. mussten von ihnen ausgeübt werden.
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Spielbericht:
Fast sieben Minuten sind gespielt, da tritt Joao Schmidt eine Ecke an den kurzen Pfosten, wo unser stärkster Kopfballspieler Bocsan freistehend aus sechs Metern den Ball ins Tor wuchten darf. Das war offenbar der Weckruf für Arges: Anstoß, Ball raus auf die linke Seite, Flanke und in der Mitte hat niemand den heranstürmenden Vezan auf der Rechnung, sodass Voicu nicht mehr hin kommt. 11., Ecke Arges in den Fünfer, wo Vezan wieder ungeckt ist und die Partie dreht. Die Jungs haben in dem Moment Glück, dass sie außerhalb der Reichweite meiner Wasserflasche stehen! Sieben Minuten später gewinnt Trandu am Mittelkreis gegen aufgerückte Gegner en Ball und schickt Oliva, der das 2:2 macht. Drei Minuten später Nita mit schöner Seitenverlagerung zu Vilceanu. Der gibt vor zu Oliva, der schießen könnte, aber auf Joao Schmidt querlegt. Torwart Bratu hat den Schuss jedoch. 42., Freistoß Vilceanu an den Fünfer, wo Nikiema den Ball nicht platzieren kann, der so leichte Beute ist. Eine Minute später legt Oliva eine Flanke Karimovs für Joao Schmidt ab. Der zieht direkt ab, doch Bratu ist erneut zur Stelle.
Mit Teil zwei der ersten Halbzeit bin ich einigermaßen zufrieden, aber der Anfang war trotz der Treffer ja mal gar nichts. Entsprechend fällt auch die Halbzeitansprache aus. Nach dem Anstoß kombinieren sich Ispir und Paun zu unserem Strafraum. Paun zieht ab und zwingt Pap 40 Sekunden nach Wiederanpfiff zu einer Glanzparade. Von uns kommt jedoch gar nichts und so stelle ich nach einer Stunde auf 4-2-1-2-1 um in der Hoffnung mehr Präsenz im zentralen Mittelfeld zu haben um Arges' Angriffe über die drei zentralen offensiven Mittelfeldspieler besser verteidigen zu können. Defensiv stehen wir nun gut, vorne muss aber der Gegner mithelfen: Nita nimmt einen Fehlpass auf und startet dann auf links. Seine Hereingabe an den kurzen Pfosten kriegt Oliva und setzt den Ball ans Außennetz. 80., Trandu mit einem Freistoß, der noch die Oberkante der Latte touchiert. Drei Minuten später Popescu mit einer Ecke von rechts. Bocsan kommt ähnlich gut ran wie beim Führungstreffer, doch diesmal senkt sich der Kopfball auf die Latte und prallt ins Aus. Wir sind bereits in der Nachspielzeit, da schickt Popescu Vilceanu in den Strafraum, der versucht es aus spitzem Winkel, scheitert aber an Bratu. Die anschließende Ecke zieht Popescu an den Elfmeterpunkt, wo ein Spieler Arges den Ball nicht mehr erreicht und so fliegt Pedro Henrique heran und köpft den Ball ins Tor. Nach dem Anstoß landet der Ball plötzlich bei Deletic. Der steht eigentlich im Abseits, aber der Pfiff bleibt aus. Zum Glück schließt der Spieler überhastet ab und verfehlt das Tor klar. Was eine schwere Geburt Und Respekt an Arges für diese Leistung!
Tore:
07. 0:1 Bocsan (Joao Schmidt)
08. 1:1 Vezan
11. 1:2 Vezan
18. 2:2 Oliva (Trandu)
92. 2:3 Pedro Henrique (Popescu)
Aufstellung:
Pap (6,8) - Karimov (6,8), Bocsan (7,7), Scutaru (6,7), Voicu (6,9) - Nikiema (6,7), Trandu (7,3) - Nita (6,8), Joao Schmidt (6,5; ab 62. Popescu (6,8)), Vilceanu (7,0) - Oliva (7,1; ab 74. Pedro Henrique (7,2))[/contentbox]
Eine Partie mit der ich nur bedingt zufrieden sein kann, wie auch die folgende Pressekonferenz deutlich macht:
QuoteDisplay MoreFrage 1: Gerard Oliva hat heute sein erstes Ligator für Poli erzielt. Weie wichtig war dieses Tor für ihn?
Nun, für einen Stürmer ist es ja immer wichtig Tore zu erzielen, aber Gerard hat zuletzt wenig gespielt und war deswegen etwas unzufrieden. Heute hat er daher die Chance erhalten sich zu zeigen. Die hat er genutzt und das wird seinem Selbstvertrauen gut tun!
Frage 2: Marius Baciu überraschte vorhin mit der Aussage, dass das später Tor Ihrer Mannschaft vollkommen verdient gewesen sei. Was sagen Sie dazu?
Das stimmt. Wir sind mit dem frühen Tor von Bocsan eigentlich gut gestartet, waren dann aber ziemlich unkonzentriert und haben Arges es erlaubt die Partie zu drehen. Den Ausgleich haben wir allerdings immerhin noch geschafft. Den Start in Halbzeit zwei haben wir ebenfalls verschlagen, aber nach der Umstellung auf 4-2-1-2-1 bekam Arges nur noch eine Chance aus dem Spiel heraus. Wir dagegen hätten die Partie klar entscheiden können, wenn Ersatztorwart Bratu nicht in so großartiger Verfassung gewesen wäre und seine Jungs so lange im Spiel gehalten hätte.
Frage 3: Und was sagen Sie zu ihrem dritten Treffer?
Ehrlich gesagt hatte ich gehofft, dass wir die Partie vorher schon entscheiden würden, das habe ich ja eben bereits angedeutet. Da es Bratu uns aber so schwer gemacht hat, bin ich froh, dass es uns noch in der Nachspielzeit gelungen ist den Treffer zu machen. Wer sich Pedro Henrique in der Szene ansieht, der merkt auch, dass der unbedingt noch den Sieg eintüten wollte. Ein Tor des Willens sozusagen.
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12.12.15 - Romanian League Cup - Viertelfinale:
Rapid Bukarest - ACS Poli
[tabmenu][tab='1) Spielvorbemerkungen']
Dreimal haben wir Rapid diese Saison schon geschlagen, aber wird uns dies noch einmal gelingen? Rapids Fans werden die Mannschaft nach vorne peitschen und die Truppe selbst wird unbedingt gewinnen wollen. Allein schon als Revanche für die bisherigen Pleiten gegen uns.
[/tab][tab='2) Klub']
Der Fotbal Club Rapid Bucuresti wurde 1923 als Asociatia culturala si sportiva Casa Feroviarului Rapid Bucuresti (CFR) von Eisenbahnern gegründet. Er ist der einzige Verein mit diesem Hintergrund, der in Rumänien nicht aufgelöst wurde. In der Zeit bis zum Endes des 2. WKs gehörte Rapid zu den Topteams Rumäniens. Gleich sieben Mal gewann man in dieser Zeit den Pokal, aber zur Meisterschaft reichte es jedoch nie. Nach der ersten Meisterschaft 1966 machte man in den 1970ern bis 1980ern auch international auf sich aufmerksam, erreichte das Viertelfinale des Europapokals der Landesmeister bzw. 2005/2006 selbiges im UEFA Cup. Insgesamt kommt der Verein auf 3 Meistertitel und 13 Pokalerfolge. Vereinsbesitzer ist der rumänische Unternehmer und Politiker George Copos. Wichtige ehemalige Spieler des Vereins sind Bogdan Lobont (1997-2000), Razvan Rat (1997-2003), Cristian Sapunaru (2006-2008, 2015), Sergiu Radu (1998-2001) und Daniel Niculae (1996-2006, 2014-2015).
[/tab][tab='3) Stadt']
Bukarest (rumänisch: Bucuresti) ist die Hauptstadt Rumäniens und liegt im Süden Rumäniens in der Großen Walachei im Zentrum der walachischen Tiefebene. Die Stadt hat knapp 1,9 Mio. Einwohner und wird aufgrund des dominierenden französischen Stils in der Architektur auf kleines Paris (Micul Paris) oder Paris des Ostens genannt. Der Legende zufolge wurde die Stadt von dem Hirten Bucur gegründet oder dem Getenkönig (indoeuropäisches Reitervolk) Dromichaetes. Wahrscheinlicher ist aber, dass sich der Name vom rumänische Wort Bucurie, was so viel wie große Freude bezeichnet, ableitet. Bucuresti würde demnach "du bist froh" bedeuten. Ferner förderten archäologische Grabungen an den Ufern der nahen Flüsse Dâmbovita und Colentina Fundstücke aus dem Paläolithikum (Altsteinzeit), dem Neolithikum (Jungsteinzeit) und der Bronzezeit zu Tage.
Eine richtige Besiedlung des Gebietes des heutigen Bucuresti gab es aber wohl erst ab der zweiten Hälfte des 13. Jhrh. n. Chr. Urkundlich nachgewiesen ist der Ort jedoch erst 1459. Zu diesem Zeitpunkt war Bukarest bereits einer der Fürstensitze der Walachei unter Vlad Tepes (Graf Dracula). Zu diesem Zeitpunkt war das Fürstentum bereits dem expansiven Osmanischen Reich tributpflichtig. Bukarest jedoch profitierte von der Anwesenheit des Hofstaates und der Rückkehr der ausländischen Händler und gewann weiter an Bedeutung. 1659 wurde Bukarest auf Druck des Osmanischen Reiches alleiniger Fürstensitz der Woiwoden (slawischer Herrschertitel) und entwickelte sich nicht nur zum Regierungs-, sondern auch zu einem Handels- und Kulturzentrum. Während der russisch-türkishcen Kriege war Bukarest mehrfach von den Russen besetzt, bis 1848 di Bevölkerung Bukarest gegen die Osmanen rebellierte. Der Aufstand wurde jedoch niedergeschlagen. 1861 wurde das Fürstentum Rumänien aus den Donaufürstentümern Moldau und Walachei gegründet - 1878 die Souveränität zuerkannt wurde -, Bukarest wurde Hauptstadt. Springen wir in die jüngere Vergangenheit: Nach dem Ende der Ceausescu-Diktator protestierten die Menschen gegen den großen wirtschaftlichen und politischen Einfluss von ehemaligen Gefolgsleuten des Diktators. Bei den Protesten gab es Tote und Verletzte, aber letztendlich wurde die Regierung gestürzt. Mit dem Ende der sozialistischen Zeit setzte auch ein erneute Bauboom in Bukarest ein um die Spuren des sozialistischen Klassizismus (auch „(Stalinistischer) Zuckerbäckerstil“, „Stalinbarock“, „Stalingotik“ oder „Stalin-Empire“ genannt) zu beseitigen, der zuvor für Repräsentationsbauten vorgesehen war.
Bekannt ist die Stadt für seine etwa 100, meist rumänisch-orthodoxen, Kirchen. Zu den bekanntesten gehören die Kirche Curtea Veche (1545–1554), die Patriarchenkirche (1654–1658), die Stavropoleoskirche (1724), die Domnita-Balasa-Kirche (1751), die römisch-katholische Kathedrale Sankt Josef (1883) und die griechisch-katholische Basilius-Kathedrale (1909). Weiter sehenswert sind u. a. das Bukarester Königsschloss (Palatul Regal) mit seinem U-förmigen Grundriss, das 1927-1937 im neuklassizistischen Stil errichtet wurde, der 1937-1944 erbaute Victoria-Palast (seit 1990 Regierungssitz), die Überreste des ersten Bukarester Fürstenhofs Curtea Veche (Alter Hof) aus dem 15. und 16. Jhrh., das Hanul lui Manuc - eine gut erhaltene mittelalterliche Schänke. Das heutige Hotel und Restaurant ist die einzige in der Stadt erhalten gebliebene ehemalige Karawanserei aus dem Beginn des 19. Jhrh. - sowie der Parlamentspalast (Palatul Parlamentului, auch bekannt als Haus des Volkes (Casa Poporului)) ist eines der größten Gebäude der Welt. Hat man genug von der Stadt gesehen, kann man sich an einem der Seen am Stadtrand oder in einer der großen Parkanlagen erholen.
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Spielbericht:
Zwei Minuten sind gespielt, da flankt Joao Schmidt nach einem Einwurf von der rechten Außenbahn in den Strafraum. Dort kommt der von zwei Gegnern bedrängte Barbut zum Abschluss, aber Bornescu kann den Schuss festhalten. Vier Minuten später passt Vejnovic vor zu Joao Schmidt. Der Brasilianer zieht aus aus 18 Metern ab, haut den Ball aber übers Tor. 14., Schöne Kombination über Barbut, Joao Schmidt und Pedro Henrique. Letzterer zieht dann ab, schießt aber leider drüber. Drei Minuten später Joao Schmidt mit einem Freistoß durch die Mauer aufs Tor, aber Bornescu ist zur Stelle. Nun gönnen wir uns eine Auszeit und Rapid kann zwei Angriffsversuche starten. Den zweiten unterbindet dann Vejnovic und schickt dann Doman. Der den Tuebo zündet und am Fünfer für den mitgesprinteten Joao Schmidt querlegt. TOR! Rapid ist nun aber wach und so prüft Rui Miguel nur kurz nach dem Anstoß Pap.
Durchgang zwei bietet dann kaum noch Höhepunkte, aber in der 74. ist das Stadion plötzlich hellwach. Einwurf Balasa auf Rafael Zuchi, dem der Ball bei der Annahme verspringt, sodass Vilceanu an die Kugel kommt und frei vor Bornescu den Ball übers Tor schießt. Das hätte es doch sein müssen! 77., Doman schickt den eingewechselten Chipirliu, der aus spitzem Winkel an Bornescu scheitert. Eine Minute taucht Chipirliu erneut vor des Gegners Tor auf, wieder muss der Torwart ran. Nur Sekunden später wird eine Flanke Belus nach Außen geklärt, aber Doman bringt den Ball wieder in den Strafraum. Genauer gesagt an den langen Pfosten, wo Mané Barbut aus den augen verliert, der dann das 0:2 erzielt. Wieder nur eine Minute später kommt der Ball über Doman und Chipirliu zu Vilceanu. Der zieht aus 16 Metern ab und verfehlt das Tor dabei knapp. 83., Petre legt ab auf Vilceanu, der es mit einem Schlenzer aus 20 Metenr probiert und damit noch die Latte berührt.
Tore:
39. 0:1 Joao Schmidt (Doman)
79. 0:2 Barbut (Doman)
Aufstellung:
Pap (7,1) - Edinaldo (7,7), Todorov (7,3), Aoyama (7,9), Belu (7,4) - Petre (6,9), Vejnovic (6,8; ab 74. Popescu (6,7)) - Barbut (7,7), Joao Schmidt (7,2; verletzt, ab 54. Vilceanu (6,2)), Doman (8,0) - Pedro Henrique (6,5; ab 74. Chipirliu (6,6))[/contentbox]
- Ereignisse:
- 25.000 spendiert der Verband fürs Weiterkommen
- Im Halbfinale des Romanian League Cups erwartet uns Astra Giurgiu
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