Bölüm 1: Krokodiller'e hoş geldiniz
(Willkommen bei den Krokodilen)
Bursaspor'a hoş geldiniz (Herzlich Willkommen bei Bursaspor):
Der Bursaspor Kulübü Derneği, zu deutsch Bursaspor Verein, wurde am 01.06.1963 als Fusion der Vereine Akinspor, Acaridmanyurdu, Çelikspor, Istiklal und Pinarspor gegründet. Jeder Stern im Vereinswappen Bursaspors erinnert an einen dieser Vereine.
Als Vereinsfarben wurden grün und weiß in Anlehnung an die Stadtflagge Bursas, in welcher der Klub spielt, gewählt.
Ihr Spiele tragen die Yeşil Timsahlar, die grünen Krokodile, in der Timsah Arena (deutsch Krokodil-Arena) aus, welche auch die Form eines Krokodils hat und in den Vereinsfarben grün und weiß gestaltet ist. Im Stadion finden 42.985 Zuschauer Platz.
Gebaut wurde die Arena von 2011 bis 2015 (Kosten ca. 80 Mio. €) von der Stadt Bursas und sollte 2016 oder 2020 eines der Stadien der EM werden. Doch bekanntlich kam es anders.
Die Fans Bursaspors sind zahlreich (eine der größten Fangemeinden der ), leidenschaftlich und treu.
Die wichtigste Fangruppe heißt Teksas, benannt nach dem US-Bundesstaat Texas im Westen der USA, was ihren wilden und rebellischen Geist symbolisiert.
Die Gruppe ist seit den 1960er Jahren aktiv ist eine der bekanntesten Ultra-Gruppen der Türkei entwickelt.
Die Fans von Bursaspor genießen landesweit Respekt für ihre Hingabe und ihre Standhaftigkeit; vor allem in Zeiten finanzieller Schwierigkeiten und nach Abstiegen in untere Ligen. Trotz dieser Schwierigkeiten erfreut sich Bursaspor bei Heimspielen weiterhin großer Unterstützung.
Ikonisch ist seit Mitte der 1990er der sogenannte timsah yürüyüşü (Gang des Krokodils), ein Torjubel, welcher auf den Spieler Magid Musisi Mukiibi zurückgeht. Ich bin mir sicher, dass ihr diesen Jubel schon einmal gesehen habt.
Der Rivalen des Vereins sind vor allem die großen Klubs aus Istanbul (Beşiktaş, Fenerbahçe, Galatasaray). Neben der sportlichen Rivalität kommen regionale sowie kulturelle Unterschiede hinzu. So haben sich die Fans Bursaspors oft von den oben genannten Klubs ausgegrenzt gefühlt und monierten mangelnden Respekt seitens der Fans.
Einen besonderen Status unter den Rivalen hat Beşiktaş inne. Diese Feindschaft gibt es schon seit Jahrzehnten, verschärft hat sie sich aber insbesondere in den 2000ern.
Außerdem besteht eine Fanfreundschaft mit dem MKE Ankaragücü. Diese Beziehung begann in den frühen 1990er Jahren, nachdem ein prominenter Anführer der Teksas, Abdulkerim Bayraktar zum Studium nach Ankara zog und begann, die Spiele von Ankaragücü zu besuchen.
Nach seinem tragischen Tod während des Militärdienstes im Jahr 1993 schlossen sich die beiden Fangemeinden in Solidarität zusammen.
Seitdem skandieren die Bursaspor-Fans in der 6. Minute der Heimspiele den Namen von Ankaragücü, während die Ankaragücü-Fans diese Geste in der 16. Minute erwidern, was die jeweiligen Vorwahlnummern der Städte Ankara (06) und Bursa (16) symbolisiert.
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Bursa ist mit etwa 2,5 Mio. Einwohnern die viertgrößte Stadt der . Sie liegt 90 km südlich von Istanbul zu Füßen des Uludağ-Gebirges. Ringsum die Stadt ist eine sehr grüne Landschaft mit einigen heilkräftigen Schwefelquellen.
Der Name Bursa leitet sich von griechischen Prusa ab, dem ursprünglichen Namen der Stadt: Prusa ad Olympum (Prusa am Fuß des mysischen bzw. bithynischen Olymps). Wann die Stadt allerdings genau gegründet wurde, ist unklar.
Sicher hingegen ist, dass Bursa bzw. Prusa bereits in der Antike für die in der Umgebung befindlichen Thermalquellen bekannt war, an den alsbald entsprechende Bäder errichtet wurden.
75/74 v. Chr. wurde die Stadt als Teil des Königreichs Bithyniens an die Römern vererbt und ins Imperium eingegliedert. Aus der Römerzeit stammt der sog. Silberschatz von Bursa, der seit 1913 im British Museum zu besichtigen ist.
Nach der Reichsteilung von 395 n. Chr. war Prusa Teil des oströmischen bzw. byzantinischen Reiches. Als ab 1300 das Osmanische Reich entstand, war Bursa eine der ersten Städte, die erobert wurden. Prompt wurde sie das Zentrum des neuen Reiches, war Bursa doch von 1326 bis 1368 die Hauptstadt.
Auch danach blieb Bursa eine wichtige Stadt, war sie doch in byzantinischer und osmanischer Zeit ein Zentrum des Seidenhandels als die sog. Seidenstraße durch sie führte.
2014 wurde Bursa als eine der Geburtsstätten der Osmanischen Reiches in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
Aus der osmanischen Zeit stammen u. a. die Bursa Ulu Cami (z. dt.: die große Moschee von Bursa), welche von 1396-1399 errichtet wurde, die Grüne Türbe (Yeşil Türbe), das Grabmal von Sultan Mehmed I. (1389-1421, Sultan: 1413-1421), welcher in Bursa geboren wurde, und die Karawanserei Koza Hanı (z. dt.: Karawanserei des Seidenkokons), eine Herberge nebst Basar aus dem Jahr 1491.
Das Osmanischen Reich wurde nach dem ersten Weltkrieg (1914-1918) von den Siegermächten besetzt und zerfiel zunehmend aufgrund starker Abspaltungsbestrebungen.
Einer dieser Bestrebungen mündete im griechisch-türkischen Krieg von 1919-1922. In jenem wurde Bursa im Sommer 1920 von Griechenland erobert, fiel aber mit der griechischen Niederlage 1922 wieder zurück an die Türkei.
Nicht nur aufgrund der langen Geschichte der Stadt und den vielen Sehenswürdigkeit ist Bursa ein bedeutendes Tourismuszentrum. Der 2542 Meter hohe Hausberg Uludağ im gleichnamigen Nationalpark ist das bedeutendste Wintersportzentrum der .
Bursa ist das größte Produktionszentrum der türkischen Automobilindustrie. Fabriken von Automobilherstellern (Fiat, Renault und Karsan) sowie Automobilzulieferern (Bosch, Mako, Valeo, Johnson Controls und Delphi) sind seit Jahrzehnten in der Stadt ansässig.
Ferner sind die Textil- und Lebensmittelindustrie stark vertreten. So haben mehrere Mineralwasserproduzenten sowie die Firma Uludağ ihren Sitz in Bursa. Letztere produziert die gleichnamige Limonade, welche bis in die 1980er Jahre nur aus dem Quellwasser des nahen Uludağ Berges hergestellt wurde.
PS: Wer herausfindet, warum der Beitrag um 16:06 veröffentlicht wurde, dem spendiere ich ein Eis. Viel Spaß beim Rätseln