Ein Klasseding auf jeden Fall wieder, auch wenn es zu deinem Leidwesen "nur" Platz 3 und "nur" Viertelfinale geworden ist. Wenn ich was zu meckern hätte dann höchstens an der Statistik. Du hast 49 Spiele absolviert? Wenn ich richtig rechne waren es 3x Pokal und 12 x CL, dazu 34 x Bundesliga, sind 49 Spiele.
Die Sportskameraden Schindler und Ivanovic kommen zusammen auf 50 Spiele. Du sprichst von der schweren Verletzung von Schindler, also hast du ihn vermutlich auswechseln müssen, schon passt das.
Aber, jetzt kommts, mehmen wir mal die drei aus dem DM, Khedira 25, Borowski 43, Touré 31 Spiele. Das sind also locker 109 Spiele. Natürlich kapier ich das du gewechselt haben musst, gerade auf der Position auch nicht weiter verwunderlich, nur und da kommt jetzt meine Kritik, warum schreibst du nicht z.B. 10 (15), also 10x Startelf, 15x eingewechselt? Dann könnte man die Statistik noch besser verstehen meine ich.
Außerdem, wer ist denn dein zweiter OML? Den hast du uns auch verschwiegen.
So, von wegen also Liebeserklärung, hier wird knallhart kritisiert TMU
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Wie sich die Einsätze zusammengesetzt haben, weiß ich natürlich nicht mehr. Zu lange her. So ist jedenfalls die Verteilung:
KHEDIRA 23 (2) - hat oft auch als ZM gespielt
BOROWSKI 41 (2) - Einsätze als DM, ZM und LV
TOURÉ 21 (10) - Einsätze als DM und IV
Warum ich die Statistik nicht "normal" darstelle? Lass mich kurz ausholen
Wie beschrieben habe ich dieses Savegame auf meinem alten Laptop, der suuuper lahm läuft. Es macht wirklich keinen Spaß, darauf zu spielen und gleichzeitig darauf zu schreiben. Also habe ich mir alle Spielerdaten in eine Excel eingetragen, damit ich auf meinem Mac schreiben kann. Eigentlich wollte ich anfangs in nur 3 bis 4 Updates vom Rest meiner Karriere berichten (also ca. 3 Jahre pro Update abhandeln). Dafür hätte ich diese genauen Spielerdaten nicht gebraucht. Jetzt aber mache ich doch alles ausführlicher. Warum? Ist einfach so passiert
Weil mich das und auch andere fehlende Details gestört haben, habe ich das Savegame mittlerweile am Mac installiert. Ab nächstem Update kann ich also auch die Einwechslungen beleuchten. Schade um die Excel
Ich hoffe diese Erklärung war ausführlich genug. Den zweiten OML habe ich nicht verschwiegen. Er heißt Dennis NAGEL. Da er aber offiziell Stürmer ist, führe ich ihn als ST auf. Bin offen für jede Kritik und Anmerkung
Ich hoffe dir weiter Freude bereiten zu dürfen. Was ich weiß ist, dass du weißt, dass meine Updates immer länger werden, je mehr Freude ich am Schreiben habe. Es macht mir echt Spaß.
Im Sommer 2023 feierte unser Held George Hero sein zehnjähriges Bundesliga-Jubiläum. Nach vier Jahren M’Gladbach und einem Jahr „Inspirationspause“ ging er nun mittlerweile in seine sechste Saison bei der Eintracht. Seinen Vertrag hatte er schon vorzeitig bis 2025 verlängert. Heros Wechselgedanken waren über die Jahre leiser geworden. Er hatte sich mittlerweile voll und ganz dem Projekt Frankfurt verschrieben. In den letzten 5 Jahren, in denen man jeweils unter den Top-4 gelandet war, hatte George Eintracht Frankfurt zu einem Spitzenteam geformt. In der Bundesliga gab es nun nicht mehr nur Bayern und Dortmund, sondern Bayern, Dortmund und Frankfurt. Naja, und ein bisschen Schalke vielleicht… Aber lassen wir George doch einfach selbst seine Einschätzung für die neue Saison abgeben.
Vor ein paar Monaten stand ich im Santiago Bernabeu, CL-Finale. 80.000 Zuschauer! Was für eine Stimmung! Nach der knappen Niederlage gegen den BVB schwor ich mir noch am gleichen Abend, dass ich wieder zurückkehren würde. Nicht unbedingt ins Santiago Bernabeu, aber ins Champions League Finale. Erfolg ist aus meiner Sicht nur dann langfristig, wenn er nachhaltig geplant wird.
In den vergangenen beiden Jahren hatte sich in unserem Kader viel verändert. Nachdem uns in diesem Sommer auch Sebastian MIELITZ (215 Spiele) und Christian TRÄSCH (183 Spiele) verlassen hatten, hatte ich mit BERGSTRÖM, KHEDIRA, STENDERA und IANCU noch vier Spieler aus meiner ersten Saison im Kader. Alle vier spielten auch weiterhin eine wichtige Rolle in meinem Team. Bei der Kaderplanung und dem Umgang mit meinen Spielern waren mir stets Weitsicht, Loyalität und vertrauensvolle Partnerschaft sehr wichtig. Das spiegelte sich ja auch in der Verpflichtung meiner drei Gladbacher Lieblingsschüler KORB, YOUNES und NAGEL. Mit Amin YOUNES verließ uns im Sommer 2023 einer dieser Jungs. Nachdem er seinen Stammplatz in der Rückrunde an den Franzosen KALU abgeben musste, suchte er nach einer neuen Herausforderung, bei der ich ihm keine Steine in den Weg lag. In den vier Jahren bei der Eintracht absolvierte YOUNES 123 Spiele (28 Tore/28 Vorlagen). Er hatte es sich verdient, auch mal von einem anderen Trainer trainiert zu werden. Viel Erfolg! Neben YOUNES verließ uns mit MASSIMO BRUNO (99 Ligaspiele / 24 Tore) noch ein weiterer Außenspieler. Er ging zurück nach Belgien zu KRC Genk.
Als Ersatz für Amin YOUNES verpflichteten wir den Argentinier Osvaldo RODRIGUEZ für 7,25 Mio. EUR. Bereits in jungen Jahren zog es ihn nach Europa zu Schachtar Donezk. Weil er sich dort in vier Jahren allerdings nicht durchsetzen konnte, wechselte Osvaldo 2020 zurück nach Argentinien zu den Boca Juniors. Dort war er in den letzten drei Jahren eine feste Größe. Nun wollte er es in Europa nochmal wissen. Für mich hatte er absolutes Stammplatzpotenzial.
Mein zweiter Transfer in diesem Sommer war der Österreicher Jonas WEIMER, den ich für 15 Mio. EUR von Vitesse Arnheim geholt hatte. Der Innenverteidiger wechselte als junger Mann schon 2016 von Salzburg zu Arsenal. Einige Leihgeschäfte später ging er 2022 für 2,1 Mio. EUR in die Niederlande. Was ihm bei Arsenal nicht gelang, zeigte er nun in Arnheim. So verpflichteten wir ihn für eine stattliche Summe als vierten Innenverteidiger. Da wir schließlich wieder für drei Wettbewerbe planten, wollte ich eine entsprechende Personaldecke haben. Weitere Transfers blieben aus. Ich hatte meinen Kader gefunden, um erneut die Deutsche Meisterschaft in Angriff zu nehmen.
Die verflixte 3. Runde
Wie auch schon im letzten Jahr begann die Saison mit einem fulminanten 9:0 (4x Nagel, 2x Rodriguez, 2x Söder, Kalu) im DFB Pokal gegen den VfB Lübeck. Der Pokal war nicht unbedingt mein Freund, seitdem ich ihn 2017 mit Gladbach gewonnen hatte. 2021 kamen wir mal ins Halbfinale, ansonsten war zumeist bereits in der 3. Runde Schluss. In der diesjährigen 2. Runde hatten wir gegen Heidenheim (3:1 / 2x Iancu, Weimer) keine Probleme und trafen in der 3. Runde auf den VfL Wolfsburg. Gegen den Vizemeister verloren wir 1:2 (Söder) nach Verlängerung. Nein, der DFB Pokal und ich standen weiterhin auf Kriegsfuß.
Toreflut im November
In der Bundesliga gelang uns ein ordnungsgemäßer Start. In den ersten sieben Spielen blieben wir ohne Niederlage (15 Punkte), verloren dann aber gegen den BVB mit 1:3 (Böhm). Gegen die Bayern machten wir es besser und entführten aus München immerhin einen Punkt (10. ST / 2x Söder). Bis zum November hatten wir uns ordentlich warm geschossen. Erst gewannen in der CL gegen Piräus mit 5:2 (3x Kalu, Söder, Iancu), besiegten anschließend Eintracht Braunschweig mit 8:0 (2x Rodriguez, 3x Jäger, 2x Nagel, Eigentor) und den VfL Wolfsburg mit 4:0 (Heinrich, Bergström, Stendera, Nagel). Das wirklich verrückteste Spiel kam jedoch noch. Am 16.12. empfingen wir zu Hause den 1.FC Köln, ein Gegner, gegen den wir immer mal wieder ein paar Probleme hatten. So auch in diesem Spiel. Rudi NEUMANN (15.), Osvaldo RODRIGUEZ (36.) und Rani KHEDIRA (38.) hatten uns eine komfortable Führung verschafft. Norbert SOMODI (40.) von Köln besiegelte den 3:1 Pausenstand. Nach der Halbzeit erhöhte KHEDIRA (48.) auf 4:1, ehe wir dann völlig unnötig einbrachen. SOMODI (53./63.) und Jonas HECTOR (74.) glichen für die Kölner zum 4:4 aus. Wir waren in dieser Phase des Spiels total abwesend. Erst RODRIGUEZ erlöste uns in der 86. Minute mit dem 5:4. Was für ein Spiel!
Gruppensieger in der Champions League
Als Drittplatzierter mussten wir in der CL zunächst durch die Playoffs. Hier gewannen wir gegen den FC Utrecht locker mit 2:0 (Söder, Nagel) und 3:0 (Söder, Böhm, Jäger). In der Gruppe E hatten wir nach 3 Spielen gegen Dinamo Zagreb (4:0 / 2x Rodriguez, 2x Iancu), den AC Mailand (0:2) und Piräus (4:0 / 3x Nagel, Söder) 6 Punkte vorzuweisen. Nachdem wir Piräus (5:2) und Zagreb (1:0 / Söder) auch in der Rückrunde besiegten, kam es zum Showdown um den Gruppensieg gegen den AC Milan. Diesen gewannen wir zu Hause mit 3:1 (2x Jäger, Nagel).
Offenes Rennen im Kampf um die Meisterschaft
Mit 34 Punkten gingen wir in die Winterpause. Trotz einiger Kantersiege fehlte es uns ein wenig an Konstanz, weswegen wir im Vergleich zum Meisterjahr 2022 8 Punkte weniger vorweisen konnten. Herbstmeister war etwas überraschend Schalke 04 (40 Pkt.). Die Knappen lagen vor dem BVB (35), uns (34) und Gladbach (34). Auf Rang 5 war Leverkusen (30). Und die Bayern? In dieser Hinrunde abgeschlagen mit nur 26 Punkten. Die Titelverteidigung war quasi schon abgeschrieben. Der Vizemeister Wolfsburg spielte ebenfalls keine Rolle (21).
POS.
VEREIN
PUNKTE
01.
FC SCHALKE 04
40
02.
BORUSSIA DORTMUND
35
03.
EINTRACHT FRANKFURT
34
04.
BORUSSIA M'GLADBACH
34
05.
BAYER 04 LEVERKUSEN
30
Eine Verstärkung des Kaders war aus meiner Sicht nicht notwendig. Alle Leistungsträger blieben bei uns – zumindest vorerst bis zum Sommer. Die Verhandlungen mit einigen unserer Topspieler waren wirklich schwer. Ob Yakubu KALU, Moritz SÖDER oder Lars BOROWSKI über den Sommer hinaus in Frankfurt bleiben würden, würde stark von unserem Abschneiden abhängen. Im Winter verpflichteten wir lediglich den erst 16-jährigen Italiener Rilwan EBOH, einen Rechtsverteidiger von Sampdoria Genua, für 4,4 Mio. EUR. Ein "kleines" Invest in die Zukunft.
Ein gelungener Start ins neue Jahr
Scheinbar hatte ich meine Jungs im Winter richtig eingestimmt. Denn der Start in die Rückrunde war sehr zufriedenstellend. Wir gewannen gegen Stuttgart (2:0 / 2x Söder), Hoffenheim (4:0 / Borowski, Korb, Stendera, Jäger) und den HSV (4:0 / 3x Söder, Iancu). Unsere Offensive um KALU, RODRIGUEZ, SÖDER, NAGEL und IANCU performte diese Saison auf höchstem Niveau. Auch defensiv standen wir grundsätzlich sehr solide. Nur beim verrückten 3:6 gegen den 1.FC Nürnberg (22.ST / 2x Söder, Stendera) waren wir richtig desolat. Bis zum 27. Spieltag hatten wir in der Rückrunde von möglichen 30 ganze 20 Punkte geholt. Um unsere Ambitionen auf die Meisterschaft offen zu halten, war das ausreichend. Um Topfavorit auf den Titel zu sein, leider nicht. Aber noch hatten wir die Schale nicht abgeschrieben.
Die offene Rechnung mit Chelsea
Im CL-Achtelfinale trafen wir auf Newcastle United. Im Hinspiel in England trennten wir uns 2:2 (Stendera, Rodriguez). In Frankfurt waren die Magpies – trotz guter Voraussetzung – chancenlos. Sie verabschiedeten sich mit einem 2:7 (4x Kalu, Söder, Böhm, Stendera) und wir feierten zugleich den höchsten Europapokalsieg seit 1993, als Gaudino, Yeboah und Co. Dinamo Moskau im UEFA Cup 6:0 besiegt hatten. Im Viertelfinale kam es zum Wiedersehen mit Chelsea London. Gegen die Blues hatte ich bislang keine gute Statistik. 2017 scheiterte ich mit M’Gladbach 3:3 und 1:5 im CL-Halbfinale. Vier Jahre später in Frankfurt war im Achtelfinale Schluss (1:4 / 1:2). Ich hatte also noch eine offene Rechnung mit den Londonern. Nun begegneten wir Chelsea im Viertelfinale und mussten uns abermals geschlagen geben. Das Hinspiel verloren wir 1:3 (Stendera). An unserem Ausscheiden änderte auch ein 1:0 (Iancu) im Rückspiel nichts.
Die Bayern sweepen durch die Rückrunde
Ab dem 30. Spieltag konnten wir uns also voll und ganz auf die Bundesliga konzentrieren. Die Ausgangslage sah folgendermaßen aus:
POS.
VEREIN
PUNKTE
01.
BORUSSIA DORTMUND
68
02.
FC BAYERN MÜNCHEN
61
03.
EINTRACHT FRANKFURT
60
04.
FC SCHALKE 04
60
05.
BORUSSIA M'GLADBACH
60
Es sah also nicht so gut aus in Sachen Meisterschaft. Der BVB hatte eindeutig die besten Chancen auf den Titel. Schalke 04 war in der Rückrunde eingebrochen, verlor die Tabellenführung und die Bayern hingegen waren explodiert, hatten bislang 35 Punkte in der Rückrunde geholt und sich somit in die Pole Position als BVB-Jäger gesetzt. Doch 7 Punkte Rückstand waren zu viel, vor allem nachdem der BVB durch Siege gegen Hoffenheim (6:1) und den HSV (2:0) die Meisterschaft vorzeitig eintütete. Herzlichen Glückwunsch!
Endspiel gegen Schalke
Der Kampf um Platz 2 gestaltete sich aber noch sehr spannend. Wir selbst gewannen gegen den FCA 4:1 (Eigentor, Söder, Nagel, Iancu) und den Mitkonkurrenten Gladbach ebenfalls 4:1 (2x Söder, 2x Nagel). Damit hielten wir den Vorsprung auf Schalke und die Fohlen. Weil wir aber am 33. Spieltag gegen den 1.FC Köln nicht über ein 1:1 (Yildirim) hinauskamen, war Platz 2 dahin, da die Bayern einfach munter weitersiegten. Im Alles-oder-Nichts-Spiel am 34. Spieltag empfingen wir Schalke 04. Bei einem Sieg wäre uns die CL sicher, bei einer Niederlage drohte die Europa League. Doch dank meiner beiden Topstürmer SÖDER und NAGEL behielten wir mit 2:0 die Oberhand und retteten Platz 3. Immerhin bedeutete dieser 3. Rang ab der nächsten Saison die direkte CL-Quali. Wir würden keine Play-offs im August spielen müssen.
Alles in allem konnte ich mit dieser Saison zufrieden sein. Dieser 3. Platz regte mich aber so langsam auf. Seit Beginn meiner Karriere im Sommer 2013 war ich in insgesamt 10 aktiven Spielzeiten als Trainer ganze SECHS Mal Dritter geworden. Seitdem wir 2022 die Meisterschaft geholt hatten, konnte ich mit einem dritten Platz aber nicht mehr zufrieden sein. Um eine große Nummer zu sein, brauchte es mehr. Es musste sich etwas ändern!
TABELLE
DIE MANNSCHAFT
TORHÜTER
NAME
NATION
ALTER
SPIELE
GGT
ZU NULL
NOTE
Frank SCHINDLER
GER
23
38
40
16
6.93
Andrej IVANOVIC
CRO
21
12
11
8
7.07
Da Sebastian MIELITZ den Verein im Sommer verlassen hatte, ging Frank SCHINDLER in seine erste Saison als feste Nummer 1. Er war ein sicherer Rückhalt, brach sich Anfang Januar aber leider das Schlüsselbein und fiel für ca. 7 Wochen aus. In dieser Zeit vertrat ihn Andrej IVANOVIC (21), der seinen Job wirklich gut machte. Das Eigengewächs ist auf einem guten Weg, hat aber einen schweren Stand gegen Frank, der nach seiner Rückkehr im März zum ersten Mal für Deutschland auflief und anschließend auch mit zur Euro nach Italien fuhr. An TER STEGEN kam er da aber noch nicht vorbei.
VERTEIDIGUNG
NAME
POS.
NATION
ALTER
SPIELE
TORE
VORL.
NOTE
Akwasi ISSIFU
LV
GHA
22
29
0
2
7.23
Alija SABANOVIC
LV
SRB
23
12
0
1
7.31
Michael BÖHM
IV
GER
23
44
4
2
7.27
Jonas WEIMER
IV
AUT
24
25
1
0
6.96
Roland HEINRICH
IV
GER
23
22
1
0
6.98
Emil BERGSTRÖM
IV
SWE
30
ohne
Daten
ohne
Daten
Hamid YILDIRIM
RV
FRA
22
35
1
6
7.39
Julian KORB
RV
GER
31
22
1
3
7.31
Die Linksverteidiger-Position war ein paar Jahre lang unsere Problemstelle. In diesem Jahr hatte ich nichts zu bemängeln. Der Ghanaer ISSIFU hatte sich als Stammspieler durchgesetzt. SABANOVIC - auch von Verletzungen geplagt - zeigte in seinen 12 Spielen ebenfalls gute Leistungen. Zudem half Michael BÖHM ein paar Mal links aus.
In der Innenverteidigung hatten wir mit Michi BÖHM einen klaren Chef. Hinter ihm stritten sich BERGSTRÖM, HEINRICH und Neuzugang WEIMER um den zweiten Platz. Ein offener Kampf, bei dem ich aber einen Favoriten für die nächsten Jahre hatte: Der Österreicher Jonas WEIMER. Emil BERGSTRÖM fiel es zunehmend schwer, auf höchstem Niveau in der CL mitzuhalten. Roland HEINRICH, für viele Millionen verpflichtet, konnte sich auch im zweiten Jahr nicht vollends durchsetzen. Zudem klopften während der Euro, wo er für Deutschland in vier Spielen in der Startelf stand, einige Interessenten an. Ich war gesprächsbereit.
Auf der rechten Seite erlebten wir in diesem Jahr die erwartete Wachablösung. Obwohl Julian KORB in der letzten Spielzeit überragend abgeliefert hatte, wurde er von YILDIRIM in dieser Saison überholt. Das lag auch an wiederkehrenden Verletzungen von Julian, aber vor allem an einer ganz starken Saison von Hamid, der im Sommer mit Frankreich ebenfalls nach Italien fuhr.
MITTELFELD
NAME
POS.
NATION
ALTER
SPIELE
TORE
VORL.
NOTE
Rani KHEDIRA
DM
GER
29
25
2
1
7.20
Lars BOROWSKI
DM
GER
24
43
3
5
6.95
Serge TOURÉ
DM
CIV
26
31
1
3
7.06
Marc STENDERA
ZM
GER
26
27
7
12
7.41
Adrian AHLF
ZM
GER
19
32
2
3
6.97
Toni KROOS
ZM
GER
33
ohne
Daten
ohne
Daten
Gabriel IANCU
OM
ROU
29
29
13
8
7.30
Felix BRÜCKNER
OM
GER
24
2
0
0
6.90
Osvaldo RODRIGUEZ
OML
ARG
25
33
11
18
7.43
Yakubu KALU
OMR
FRA
24
37
12
16
7.35
Rudi NEUMANN
OMR
GER
23
16
1
2
6.93
Lars BOROWSKI hatte sich mittlerweile zu einer festen Größe bei der Eintracht und auch in der Deutschen Nationalmannschaft entwickelt. Während er bei uns oft zwischen defensivem und zentralem Mittelfeld sowie der Linksverteidiger-Position rotierte, war er bei der Euro gesetzt als Taktgeber in der DFB-Elf, die er schlussendlich zur Europameisterschaft führte. Rani KHEDIRA hatte es zunehmend schwer, sich gegen Lars und Serge TOURÉ durchzusetzen. Das lag auch daran, dass er fast die komplette Hinrunde wegen einer Hüftverletzung zum Zuschauen gezwungen war.
In der Schaltzentrale war Marc STENDERA weiterhin gesetzt, wenn auch der junge AHLF durch konstante Leistungen immer stärkeren Druck ausübte. Dass Adrian insgesamt auf mehr Spiele kam, lag aber daran, dass sich STENDERA Ende der letzten Saison den Fuß gebrochen hatte und erst im Oktober wieder zurückkam. Bei Toni KROOS fehlen mir leider die Daten. Ich weiß noch, dass er oft im offensiven Mittelfeld aushalf, aber nie die große Rolle spielte, wie sie STENDERA und IANCU einnahmen. Für die Toni war es die vorletzte Saison bei der Eintracht.
Im offensiven Mittelfeld überzeugte Gabriel IANCU nun schon seit neun Jahren bei der Eintracht. Der Rumäne war zu einer Institution geworden und lieferte auch in diesem Jahr wieder ab. Die Einsätze nahmen ab (was wohl an KROOS lag), seine Leistungen waren weiterhin brilliant. Unser Eigengewächs Felix BRÜCKNER war chancenlos und verließ uns dann auch im Sommer.
Auf den Außen hatte sich bei uns einiges geändert. Unsere Flügelzange um BRUNO und YOUNES hatte uns verlassen und war durch RODRIGUEZ und KALU ersetzt worden. Die beiden hoben uns mit ihren Leistungen nochmal auf ein höheres Niveau. RODRIGUEZ brauchte kaum Eingewöhnungszeit und KALU machte einfach da weiter, wo er letzte Rückrunde aufgehört hatte. Vor allem beim Franzosen war schon im Mai klar, dass wir ihn wohl nicht würden halten können. Rudi NEUMANN machte mir seit zwei Jahren vermehrt Sorgen. Leider stagnierte er in seiner Entwicklung. Er war von KALU eindeutig abgehängt worden und spielte nur noch eine Nebenrolle.
STURM
NAME
POS.
NATION
ALTER
SPIELE
TORE
VORL.
NOTE
Dennis NAGEL
ST
GER
23
44
22
16
7.32
Moritz SÖDER
ST
GER
21
42
29
14
7.52
Jens JÄGER
ST
AUT
24
29
11
7
7.18
Wow! Ein 62-Tore-Sturm! Leckomio. Diese Jungs haben es wirklich drauf! Mal wieder überragte Moritz SÖDER als treffsicherster und notenbester Stürmer. Dennis NAGEL, der auch oft auf Links zum Einsatz kam, war in seiner dritten Saison nun endgültig in Frankfurt angekommen. Und Jens JÄGER, in der letzten Rückrunde noch verliehen, blühte ebenfalls auf. Der Österreicher spielte sehr stark, hatte aber zwei große Probleme: SÖDER und NAGEL.
Eintracht Frankfurt Deutscher Meister! Das will ich mir an dieser Stelle nochmals auf der Zunge zergehen lassen. Deutscher Meister! Wahnsinn! Wir hatten wirklich eine fantastische Saison gespielt und unsere starken Leistungen aus den Vorjahren noch getoppt. Natürlich blieb das in Europa nicht unentdeckt. Logisch, wenn ein Außenseiter so overperformt, weckt das Begehrlichkeiten. Eine Meisterschaft alleine reicht leider nicht, um alle Leistungsträger im Verein zu halten. Die ganz Großen hatten angeklopft und drei meiner Besten verließen im Sommer 2022 den Verein. Während Deutschland bei der WM im Finale mit 1:3 gegen die Niederlande verlor, kam der große Umbruch nach Frankfurt.
Adem ÖZTÜRK, seit meiner Ankunft vor vier Jahren DAS große Abwehrtalent, verließ uns für die Rekordablöse von 34,5 Mio. EUR zum FC Arsenal. Ebenso verloren wir mit Kévin GÉRARD unseren besten Stürmer, der sich für 28 Mio. EUR dem FC Liverpool anschloss. Weiterhin mussten wir auch noch den Abgang von Damir TURINA verkraften. Den Kroaten zog es für 16,5 Mio. EUR zum FC Barcelona. Außerdem verließen uns mit Linksverteidiger Niko GIESSELMANN (Al-Ahli) und Stürmer Samuel ARMENTEROS (Guangzhou Yiyao) zwei weitere verdiente Spieler aus den letzten Jahren.
Unsere Transfererlöse beliefen sich auf knapp 80 Mio. EUR. Mit dem zusätzlichen Transferbudget hatte ich also so viel Ausgabenspielraum wie noch nie in meiner Karriere zuvor. Es war an der Zeit, mal so richtig schön shoppen zu gehen!
Mein Königstransfer war Moritz SÖDER, ein 20-jähriges Stürmerjuwel vom BVB. Der Junge debütierte bereits als 17-Jähriger 2019, erzielte letztes Jahr 10 BL-Tore und war Bestandteil des Kaders, der das WM Finale gegen die Niederlande verlor. Er erinnerte mich stark an Dennis NAGEL, der ebenfalls im WM Finale auflief – schien aber noch ein Stückchen talentierter als Dennis zu sein. Dass der BVB ihn für 20 Mio. EUR hatte ziehen lassen, war mir ein Rätsel; es freute mich aber sehr. Meine Hoffnung war, dass durch SÖDER der Abgang von GÉRARD nicht allzu hart sein würde.
Da wir im Sturm mit GÉRARD und ARMENTEROS gleich zwei Spieler verkauft hatten, musste natürlich noch ein zweiter Stürmer folgen. Wir bedienten uns bei der 2. Mannschaft des FC Bayern und holten den jungen Österreicher Jens JÄGER ablösefrei. Die Bayern hatten mal wieder gezeigt, dass sie einfach kein Händchen für Talente hatten. Ich hielt Jens für einen klasse Stürmer, der absolutes Bundesliga-Potenzial aufzeigte.
Eine Verpflichtung, die ich nicht geplant hatte, war Toni KROOS. Eigentlich waren wir im Mittelfeld gut besetzt. Aber wenn du einen KROOS ablösefrei verpflichten kannst, dann sagst du nicht Nein. Zudem war er ein guter Ersatz für den Kroaten TURINA, der uns bekanntlich zum FC Barcelona verließ.
Ein wirklicher Wunschspieler hingegen war Adrian AHLF (18), den ich für 16,75 Mio. EUR von unserem Angstgegner HSV holte. Adrian war ein waschechter Hamburger Jung. Einer, den man eigentlich nicht gehen lässt. Deswegen zahlten wir auch einen so hohen Preis für ihn; und natürlich, weil er ebenfalls einer der Besten seiner Altersgruppe war. Bereits in jungen Jahren kam er letzte Saison auf 19 BL-Einsätze. AHLF war keine Investition in die Zukunft. Ich plante, dass er von Beginn an mit STENDERA und KROOS um Spielminuten kämpfen sollte.
Den Weggang von Adem ÖZTÜRK versuchten wir durch Roland HEINRICH zu kompensieren. Er kam aus der Schule des FC Bayern, spielte zwei Jahre in Barcelona und konnte sich dort nicht gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Dafür dass er in den letzten beiden Jahren kaum spielte, kostete Roland viel Geld. Nun war es an der Zeit für ihn, sein ohne Frage großes Talent unter Beweis zu stellen.
Für unsere Problemposition auf der linken Seite holte ich erneut einen neuen Mann. Nachdem uns Niko GIESSELMANN verlassen hatte, war mit Alija SABANOVIC nur noch ein gelernter LV im Kader. Und der hatte in der letzten Halbsaison nicht unbedingt geglänzt. Deswegen kam mit Akwasi ISSIFU ein junger Ghanaer von Ajax Amsterdam, der den Konkurrenzkampf mit dem Serben beleben sollte.
Und auf der rechten Verteidigerposition schnappten wir uns den jungen Franzosen Hamid YILDIRIM von Olympique Lyon. Super Talent, bereits mit Spielerfahrung in der Ligue 1 und ablösefrei. Wir gingen hier kein Risiko ein! Mit Hamid konnten wir nur gewinnen.
Mein achter Transfer war Christian SCHÜTZ, ein Torwart vom SC Freiburg. Er benötigte noch Zeit, hatte aber das Potenzial, um irgendwann in der Bundesliga zu spielen.
Oh wow! Acht neue Spieler. That escalated quickly! Wir verkauften drei Spieler für rd. 80 Mio. EUR und verpflichteten acht neue Akteure für rd. 60 Mio. EUR. Die Zahlen sprachen für sich: Die Eintracht war nun im Geschäft der Großen angekommen. Meine Transfers hatten eine klare George-Hero-Handschrift. Außer bei der Verpflichtung von Toni KROOS hatte ich nur in junge Talente investiert. Das war bereits mein Weg in M’Gladbach und diesen setzte ich nun bei der Eintracht fort.
Aber war diese Transferoffensive genug, um gegen die Bayern und den BVB anzukommen? Die Münchner waren letzte Saison nur Siebter geworden. Das war die schlechteste Platzierung seit 1992. Als Folge auf diese Seuchensaison wurde Roberto MANCINI gefeuert und nur einen Tag darauf Jürgen KLOPP verpflichtet worden. Und Jürgen ließ sich nicht lumpen. Er investierte gut 100 Mio. EUR in den Kader. Für Spieler wie Toni KROOS, THIAGO und Sergio AGÜERO war kein Platz mehr. Im Winter-Transferfenster legten Rummenigge und Kloppo nach und investierten nochmal 100 Mio. EUR in den Kader. Der FC Bayern wollte mit aller Macht zurück an die Spitze. Koste, was es wolle.
Und der BVB? Die Dortmunder mussten sich mitten in der Vorbereitung von Luis ENRIQUE trennen, weil dieser nach der WM die spanische Nationalmannschaft übernommen hatte. Glücklicherweise erklärte sich der nun ehemalige Ex-Trainer Spaniens bereit, den Trainertausch zu vollziehen: Es war kein Geringerer als Pep GUARDIOLA. Der wiederum investierte „nur“ rd. 50 Mio. EUR in den Kader.
So hatten wir in der Bundesliga nun also die großartige Situation, dass Jürgen KLOPP bei den Bayern und Pep GUARDIOLA in Dortmund war. Sowas klappt auch nur im Manager. Das Wettrüsten der großen Drei in Deutschland war aber in höchstem Maße interessant. Es sollte uns eine spannende Saison bevorstehen.
Hatte ich schon von unseren Zielen für diese Saison gesprochen? Obwohl wir Deutscher Meister waren, fühlten wir uns irgendwie immer noch nicht als Favorit auf den Titel. Das lag vielleicht an unserer bescheidenden Art, aber noch viel mehr an der Tatsache, dass der Aufstieg der Eintracht in den letzten vier Jahren so schnell stattfand, dass wir unsere Position immer noch nicht wirklich realisiert hatten. Weil der Kader im Sommer einige Umstrukturierungen erfuhr und wir uns ob der Integration der vielen neuen Spieler noch nicht sicher waren, backten wir kleine Brötchen und gaben als Ziel die Champions League Qualifikation aus. Darüber hinaus hoffte ich, dass wir vielleicht in diesem Jahr mehr Erfolg im Pokal und auf europäischem Parkett haben würden. Hier hatten wir uns bislang vornehm zurückgehalten.
Auch wenn die Bedeutung des Supercups oft heruntergespielt wird, war ich heiß auf den ersten Titel des Jahres. Ich war nun seit neun Jahren als Trainer im Profigeschäft und hatte mit einer Deutschen Meisterschaft in Frankfurt und einem Pokalsieg in M’Gladbach zwei Titel vorzuweisen. Nach dem 2:1 (Bruno, Jäger) gegen den 1.FC Köln im Supercup hatte ich derer nun drei. Supercup: Check!
In die Saison starteten wir mit einem fulminanten 9:0 (2x Stendera, Nagel, 3x Söder, Borowski, Böhm, Younes) gegen den VfL Frohnlach im DFB Pokal, woraufhin ein 4:2 (Nagel, 2x Younes, Stendera) gegen Bremen am 1. Spieltag und ein 3:0 (2x Söder, Böhm) gegen die Bayern am 3. Spieltag folgte. Wir waren offensiv on Fire, auch wenn wir die beiden kommenden Spieltage gegen Wolfsburg (1:2 / Söder) und Dortmund (1:3 / Younes) verloren.
In der CL trafen wir in der Gruppe F mit Partizan Belgrad und dem FC Porto auf machbare Gegner, wurden aber mit der AS Monaco dem europäischen Topteam schlechthin zugewiesen. Die Mannschaft von Slaven Bilic wechselte sich in der Ligue 1 in aller Regelmäßigkeit mit PSG als französischer Meister ab und gewann die Champions League in den Jahren 2019, 2020 und 2022. Eine ähnliche Dominanz hatten zuletzt die Bayern hingelegt (2013, 2014, 2015). Trotz großen Respekts hielten wir im Hinspiel in Monaco ein 0:0. Während wir beim 4:0 (2x Stendera, Söder, Böhm) gegen Belgrad souverän waren, patzten wir beim 1:1 (Stendera) gegen den FC Porto. Im Rückspiel in Portugal setzten wir uns durch einen Kraftakt mit 2:1 (Söder, Younes) durch, gewannen anschließend sensationell gegen Monaco (1:0 / Stendera) und bestanden auch im Hexenkessel von Belgrad (3:0 / Younes, Nagel, Stendera). Mit 14 Punkten gewannen wir somit die Gruppe vor Monaco und zogen zum zweiten Mal in ein CL-Achtelfinale ein.
Derweil in der Bundesliga: Die Tormaschinerie kam ein wenig ins Stocken, hinderte uns aber nicht daran, unsere Punkte zu holen. Zumeist waren es knappe Siege. Die Mannschaft hatte sich jedenfalls gut eingespielt. Vor allem Marc STENDERA glänzte in dieser Hinrunde mit zahlreichen Torbeteiligungen. Toni KROOS hatte es da schwer, sich in der Zentrale gegen die starke Konkurrenz um STENDERA, KHEDIRA, BOROWSKI und TOURÉ durchzusetzen. Deshalb ließ ich ihn vermehrt im offensiven Mittelfeld als Entlastung für Gabriel IANCU auflaufen. Den großen Impact, den ich mir erwartet hatte, brachte die Verpflichtung von KROOS jedoch nicht.
Wir schlossen die Hinrunde mit 38 Punkten als Tabellenerster ab, ganz dicht gefolgt vom FC Bayern. Durch die Siege gegen Köln (3:0 / 3x Nagel) und den HSV (3:1 / Böhm, Nagel, Younes) zogen wir ins DFB Pokal-Viertelfinale ein und überwinterten so in allen drei Wettbewerben. Nur zwei Wochen nach dem Sieg gegen Hamburg zeigte unser Angstgegner mal wieder, dass er eben unser Angstgegner war. Wir verloren das letzte Spiel im Jahr 2022 mit 0:3. War das ein schlechtes Vorzeichen für das neue Jahr?
Ja, tatsächlich! Denn der Januar und Februar gingen leider völlig in die Hose. Nachdem wir gegen den FC Ingolstadt (1:0 / Iancu) noch gut aus der Pause gestartet waren, setzte es im Anschluss Niederlagen gegen die Bayern (19. ST / 1:3 / Söder), Dortmund (22. ST / 1:4 / Söder), Leverkusen (23. ST / 0:1) und Stuttgart (24. ST / 0:1). Nur 7 Punkte aus den ersten 7 Spielen ließen unsere Hoffnungen von der Titelverteidigung deutlich schrumpfen. Warum wir so eingebrochen waren, kann ich aus der Retrospektive nicht mehr zusammen puzzeln. Fakt war aber: Nachdem wir auch DFB Pokal-Viertelfinale gegen Leverkusen (1:2 / Iancu) verloren hatten, waren unsere Saisonziele ernsthaft in Gefahr.
Glücklicherweise gelang uns in dieser Schwächephase immerhin ein 3:2 (Nagel, 2x Söder) Erfolg im CL-Achtelfinale gegen den FC Villareal. Söder hatte das entscheidende Tor in der 93. Minute erzielt. Weil wir auch das Rückspiel zu Hause gewannen (2:1 / Söder, Stendera), standen wir zum ersten Mal in einem CL-Viertelfinale. Im Allgemeinen brachte der März eine deutliche Entspannung der Lage. Wir schlugen Hoffenheim (2:1 / Bergström, Stendera), Hannover (2:1 / Nagel, Söder) sowie Nürnberg (5:1 / 2x Söder, Heinrich, Kalu, Iancu) und waren im März damit ohne Punktverlust geblieben.
Im CL-Viertelfinale trafen wir erneut auf die AS Monaco, den Titelverteidiger und Topfavoriten. Wir räumten uns wenig Chancen ein, zogen aber durch ein 1:0 (Böhm) und 1:1 (Söder) sensationell ins Halbfinale ein. Dort standen neben uns auch noch der FC Schalke 04 und Borussia Dortmund. Es waren fantastische Wochen für den deutschen Fußball.
Auch in der Bundesliga war unser Tief überwinden. Die Eintracht setzte ihre Siegesserie aus dem März mit Siegen gegen Mainz (28. ST / 3:0 / 3x Kalu), Freiburg (29. ST / 4:0 / 2x Söder, Nagel, Khedira) und Gladbach (30. ST / 2:0 / 2x Söder) fort und war zurück im Titelrennen. Wir lagen mit 63 Punkten auf Platz 2 hinter den Bayern (66) und vor Wolfsburg (62). Der BVB war diese Saison abgeschlagen (55 Punkte).
Am 31. Spieltag trafen wir auf Köln und kamen über ein 0:0 nicht hinaus (64 Punkte). Die Bayern verloren glücklicherweise (66 Punkte), das Überrraschungsteam aus Wolfsburg zog mit einem Sieg an uns vorbei (65 Punkte).
Leider folgten auf das torlose Duell gegen den FC noch zwei weitere Nullnummern. Im CL-Halbfinale, obwohl favorisiert, verloren wir das Hinspiel auf Schalke mit 0:1. Nur zwei Tage später mussten wir erneut in die Veltins Arena, nun in der Bundesliga, und verloren sogar mit 0:3. Hatten diese beiden Spiele die Saison entschieden? Zwei Spieltage vor Saisonende lagen wir nun 5 Punkte hinter den Bayern, die im Spitzenspiel Wolfsburg geschlagen hatten. Die Meisterschaft war nur noch durch ein Wunder zu erreichen. Als wir am 33. Spieltag auch gegen Hertha BSC (1:1 / Söder) keinen Sieg holen konnten, war das Wunder sowieso ausgeträumt. Die Bayern gewannen ihrerseits und sicherten sich damit vorzeitig den Titel, da auch Wolfsburg nicht über ein Unentschieden beim BVB hinauskam.
So blieb uns also „nur“ noch die Champions League, wo wir gegen Schalke mit dem Rücken zur Wand standen. Es galt zu Hause ein 0:1 noch zu wenden, was uns mit einem 4:1 (4x Söder!!!) sensationell gelang. Das war eine dieser magischen Europapokalnächte, die du nicht allzu oft erlebst. Unser 21-jähriger Stürmer Moritz Söder, der zwar vom BVB zu uns gekommen, aber im Grunde ein Schalker war, hatte die Knappen im Alleingang besiegt und uns tatsächlich ins CL-Finale gebracht.
Dort trafen wir am 27.05. auf einen alten Bekannten, den BVB. Ein rein deutsches Finale hatte es zuletzt 2013 und 2014 gegeben, als die Bayern beide Male die Oberhand gegen Dortmund behielten. Unsere beiden Aufeinandertreffen in der Liga hatten wir in dieser Saison deutlich verloren (1:3/1:4). Leider mussten wir uns nun auch geschlagen geben. Pep Guardiolas Mannen waren uns einfach überlegen. Früh lagen wir 0:2 zurück. Der Anschlusstreffer durch Innenverteidiger Michi BÖHM (81.) kam leider zu spät.
Somit musste sich unser Held George Hero in dieser Saison mit dem Titel des DFL-Supercups begnügen. In der entscheidenden Phase der Saison waren wir einfach zu inkonstant. Letztlich wurden wir in der Bundesliga sogar nur Dritter. Unsere CL-Saison mit dem Erreichen des Finales war sagenhaft, vor allem die vier Spiele gegen Monaco und nicht zuletzt das 4:1 gegen Schalke 04 werden uns in Erinnerung bleiben. Ebenso wie das Finale selbst, das im ehrwürdigen Santiago Bernabeu ausgetragen wurde. Es sollte eben mal wieder nicht reichen. Trotzdem war ich enorm stolz auf meine Jungs. Viele von ihnen standen erst am Anfang ihrer Karriere und sollten im Laufe des Jahrzehnts noch für einigen Wirbel in Europa sorgen.
TABELLE
ONES TO WATCH
RV – Julian KORB – GER – 30 Jahre
Als 20-Jährigen machte ich ihn in Gladbach zum Stammspieler. Zehn Jahre später stand er mit mir zusammen im Champions League Finale. Die Beziehung zu einem meiner „Lieblingsschüler“ war eine ganz besondere. Julian spulte auch in dieser Saison ganz starke Leistungen wie ein Uhrwerk ab. Während Christian TRÄSCH (34) seine letzte Saison spielte, stand mit Hamid YILDIRIM (21) aber schon ein großes Talent in den Startlöchern. Würde Korb bald seinen Stammplatz verlieren?
47 Spiele – 0 Tore – 2 Vorlagen – Note: 7.13
IV – Michael BÖHM – GER – 22 Jahre
Ob als Innenverteidiger, im defensiven Mittelfeld oder auch als Rechtsverteidiger. Ich konnte Michi BÖHM überall einsetzen. Überwiegend aber spielte er im Abwehrzentrum und war dort mittlerweile zum Chef aufgestiegen. Neben ihm wechselten sich Emil BERGSTRÖM und Roland HEINRICH in aller Regelmäßigkeit ab. Was Böhmi auch auszeichnete, war seine große Torgefährlichkeit. Mit sieben Toren war er fünftbester Schütze in dieser Saison.
47 Spiele – 7 Tore – 1 Vorlage – Note: 7.21
ZM – Marc STENDERA – GER – 25 Jahre
WOW! WOW! WOW! Marc STENDERA zeigte diese Spielzeit eine Leistung, vor der ich mich nur verneigen kann. Als zentraler Mittelfeldmann hatte er in 41 Spielen 35 direkte Torbeteiligungen, womit er seinen Konkurrenten BOROWSKI, KROOS und AHLF eindeutig die Show gestohlen hatte. Marc war unbestritten der Spieler der Saison. Warum er vom Bundestrainer noch keine Einladung erhalten hatte, war mir ein Rätsel.
41 Spiele – 14 Tore – 21 Vorlagen – Note: 7.26
OML – Yakubu KALU – FRA – 21 Jahre
„Yakubu wer?“ wird sich jetzt der aufmerksame Leser meiner Geschichte fragen. Ich holte den jungen Franzosen im Winter für 5 Mio. EUR von PSG. Damit war der talentierte Linksaußen ein wirkliches Schnäppchen. Da wir mit Amin YOUNES nur noch einen gelernten linken Mittelfeldspieler hatten und wir zugleich in drei Wettbewerben überwintert hatten, erschien es mir ein guter Schachzug gewesen zu sein. Weil KALU keine Eingewöhnungszeit brauchte und sofort ablieferte, war es auf jeden Fall der richtige Schachzug. Zum Leidwesen von YOUNES, der in der Rückrunde verdrängt worden war und sich im Sommer einen neuen Verein suchte.
21 Spiele – 5 Tore – 10 Vorlagen – Note: 7.22
ST – Dennis NAGEL – GER – 22 Jahre
Nach seiner letztjährigen Seuchensaison blieb Dennis in diesem Jahr zum Glück verletzungsfrei. Durch die Verpflichtungen von Moritz SÖDER und Jens JÄGER hatte er allerdings große Konkurrenz im Sturmzentrum bekommen. Deshalb ließ ich Dennis vermehrt auf den Außenpositionen auflaufen. Auch wenn seine Statistiken im Vergleich zu SÖDER und STENDERA nicht so stark waren, hatte er gezeigt, dass die 18,75 Mio. EUR Ablöse vor zwei Jahren gerechtfertig waren. Zudem war Dennis weiterhin sehr jung. Er stand ja nach wie vor erst am Anfang seiner Karriere.
43 Spiele – 16 Tore – 9 Vorlagen – Note: 7.14
ST – Moritz SÖDER – 20 Jahre
Mit ihm war uns ein großartiger Transfer gelungen. Moritz brauchte keine Eingewöhnungszeit und nahm sofort die Rolle als GÉRARDS Nachfolger im Sturmzentrum an. 51 Torbeteiligungen in 49 Spielen – und das als erst 20-jähriger! Unbestrittener Höhepunkt der Saison: Sein Viererpack im CL-Halbfinale gegen Schalke 04. Dieser Junge war auf dem besten Weg zu einem ganz Großen. Bruno HÜBNER und ich machten uns bereits Sorgen, wie lange wir ihn überhaupt in Frankfurt würden halten können.
Dreimal in Folge unter den besten 3 der Liga abgeschnitten hatte die Eintracht in ihrer langen Geschichte nur Anfang der 90er Jahre, in der großen Zeit von Okocha, Yeboah, Bein, Möller und Co. Mit der sensationellen Vizemeisterschaft von 2021 hatten wir diese Leistung nun wiederholt und zugleich mit Platz 2 einen neuen Bundesliga-Rekord der Eintracht aufgestellt. Ja, tatsächlich, dieser Verein war seit Bestehen der Bundesliga noch nie über Rang 3 hinausgekommen. Bis zur Zeit von Öztürk, Khedira, Iancu, Gérard und Co.
Nachdem wir den Meistertitel im vergangenen Jahr nur denkbar knapp verpasst hatten, war es nun an der Zeit, uns neue Ziele zu setzen. Klar, neben den Bayern und Dortmund Ansprüche auf den Titel zu stellen, war vielleicht noch zu viel. Viele Vereine waren in den letzten Jahren stets daran gescheitert. Insofern lautete unser bescheidenes Ziel abermals die erneute Qualifikation für die Champions League. Diese Mannschaft war mittlerweile so stabil, dass uns dieses Ziel als realistisch erschien.
Um dieses Ziel zu erreichen, bastelten wir weiter am Kader. Die Eintracht fußte mittlerweile auf einem finanziell starken Fundament. Das vorhandene Transferbudget konnte um einige Verkäufe noch erhöht werden. Mit Jannik VESTERGAARD (IV / FC Bologna) und Ylli SALLAHI (LV / 1.FC Köln) befanden sich darunter auch zwei Leistungsträger aus den letzten Jahren. Vestergaard hatte in meiner Zeit insgesamt 122 Spiele absolviert, Sallahi 89. Steven DEFOUR (DM) hatte im Sommer wie bereits erwähnt seine Karriere beendet und auch für Wahbi KHAZRI (ML / Werder Bremen) war kein Platz mehr. Weiterhin verließen uns mit Milos LEKIC (ST / 1.FC Köln), Héctor LALA (ST / Olympique Marseille) und Hideyuki TAKADA (TW / FC Genua) drei Talente, die bei uns den Sprung nicht geschafft hatten. Vor allem bei Lala (65 Spiele / 9 Tore) sahen wir zuletzt keine Fortschritte mehr.
Nachdem der Kader zunächst also deutlich ausgedünnt worden war, verstärkten wir diesen gezielt mit (hoffentlich) künftigen Schlüsselspielern. Auf der Torhüterposition holten wir Frank SCHINDLER (21) aus Gelsenkirchen. Ein großes Talent, dass nicht nur MIELITZ bei der Eintracht, sondern langfristig auch Neuer und ter Stegen bei der Nationalmannschaft beerben könnte.
In der Innenverteidigung war nach dem Abgang von VESTERGAARD nun ein Platz frei geworden. Diesen bekam Michael BÖHM, der im vergangenen Jahr an Mainz ausgeliehen war und dort sehr gute Leistungen abgerufen hatte. Auf der Linksverteidiger-Position besserten wir vorerst nicht nach. Niko GIESSELMANN (29) war gesetzt. Zudem hatten wir als Backup noch Lars BOROWSKI (DM), der ebenfalls einen guten Außenverteidiger abgab.
Im Mittelfeld verstärkten wir uns mit Felix BRÜCKNER (ZM / 22) aus der 2. Mannschaft und dem jungen Ricardo CORIA (ML / 19), der für ein Jahr aus Bordeaux ausgeliehen wurde.
Unser Königstransfer fand sich jedoch im Sturm. Ja, ich hatte mal wieder bei meinem ehemaligen Arbeitgeber geräubert. Nach Julian KORB und Amin YOUNES holte ich mit Dennis NAGEL (ST / 18,75 Mio. EUR) meinen dritten Lieblingsschüler aus M’Gladbach. Der mittlerweile 22-jährige hatte 2017 im Alter von 17 Jahren debütiert und sich in den letzten Jahren zum absoluten Leistungsträger entwickelt. Da die Borussia in ihrer Entwicklung selbst stagnierte, war es nun für Dennis an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen. Die 18,75 Mio. EUR Ablöse zeigen zudem, dass wir ihn unbedingt haben wollten. So blieb dann auch kaum noch Geld für andere Transfers.
KADER 2021/2022
Torhüter: Sebastian MIELITZ (32) – Frank SCHINDLER (21) – Andrej IVANOVIC (19)
Abwehr:
LV: Niko GIESSELMANN (29)
IV: Emil BERGSTRÖM (28) – Adem ÖZTÜRK (21) – Michael BÖHM (21)
Sturm: Kévin GÉRARD (22) – Dennis NAGEL (22) – Samuel ARMENTEROS (31)
Abgänge:
NAME
ALTER
POS
ZU
ABLÖSE
Jannik VESTERGAARD
28
IV
FC Bologna 1909
3,0 Mio. EUR
Milos LEKIC
22
ST
1. FC Köln
2,8 Mio. EUR
Ylli SALLAHI
27
LV
1. FC Köln
2,5 Mio. EUR
Héctor LALA
22
ST
Olympique Marseille
2,5 Mio. EUR
Hideyuki TAKADA
24
TW
FC Genua 1893
2,1 Mio. EUR
Wahbi KHAZRI
30
ML
SV Werder Bremen
1,0 Mio. EUR
Steven DEFOUR
33
MZ
Karriereende
Zugänge:
NAME
ALTER
POS
VON
ABLÖSE
Dennis NAGEL
22
ST
Borussia M’Gladbach
18,75 Mio. EUR
Frank SCHINDLER
21
TW
FC Schalke 04
Ablösefrei
Ricardo CORIA
19
ML
Girondins Bordeaux
Leihe
Felix BRÜCKNER
22
OM
Eigene Jugend
Die Saison begann klassisch mit der ersten Runde im DFB Pokal. Hier besiegten wir ohne große Mühe den TSV Kleinrinderfeld mit 4:0 (2x Gérard, Stendera, Younes). Unsere Offensive hatte sich behutsam warm geschossen. Der Start in die Bundesliga verlief großartig. Bis zum ersten Highlight, einem 1:1 gegen den BVB Anfang September, gewannen wir alle Spiele und grüßten damit nach 5 Spieltagen von der Tabellenspitze. Der Start in die Champions League verlief ähnlich erfolgreich. Wir besiegten Dinamo Zagreb auswärts mit 4:0 (2x Coria, Stendera, Iancu). Meine Mannschaft war enorm konstant. Tatsächlich gab es bis zur Winterpause nur eine einzige Niederlage, ausgerechnet gegen M’Gladbach (2:3). Ansonsten zeigte sich die Eintracht sehr souverän. Wir besiegten sogar die Bayern mit 1:0 (Bruno) und gewannen 3:0 gegen unseren Angstgegner HSV (2x Iancu, Gérard). So grüßten wir an Weihnachten mit satten 42 Punkten von der Tabellenspitze und waren damit ein ganz heißer Kandidat auf den Titel.
Während wir im Pokal leider wieder früh scheiterten (0:1 gegen SV Freiburg in der 3. Runde), warteten in der CL neben Zagreb mit PSG und Tottenham harte Brocken. Gegen beide holten wir jeweils ein Unentschieden im Hinspiel. Nachdem wir Zagreb auch im Rückspiel 2:1 besiegt hatten (Nagel, Iancu), mussten wir uns sowohl Tottenham (2:3) als auch PSG (1:2) beugen. Aber wir hatten großartig gekämpft und wurden immerhin noch mit der Teilnahme an der Europa League belohnt.
Obwohl mittlerweile alle Positionen sehr gut besetzt waren, klaffte nun doch eine kleine Lücke auf der linken Seite. Niko GIESSELMANN schwächelte ein wenig und auch Lars BOROWSKI zeigte keine allzu starken Leistungen. Deswegen holten wir im Winter gleich zwei Linksverteidiger. Der Serbe Alija SABANOVIC (21) kam für 10,5 Mio. EUR von Hertha BSC Berlin. Zudem liehen wir den jungen Iren Shane Long (20) von Manchester United aus. Doch leider konnten beide unser Problem nicht beheben. SABANOBVIC verletzte sich früh, Shane LONG hatte Probleme mit dem deutschen Fußball, also spielte nun doch wieder Niko GIESSELMANN. Die Linksverteidigerposition sollte tatsächlich noch ein paar Jahre Probleme machen.
Unserem Lauf in der Liga tat das allerdings keinen Abbruch. Wir starteten mit einem 2:0 gegen Hoffenheim (Iancu, Touré) und einem 3:1 gegen Stuttgart (Iancu, Gérard, Younes) ins Jahr 2022. Die zweite Niederlage der laufenden Saison holten wir uns am 21. Spieltag gegen den VfL Wolfsburg (0:1). Im Anschluss besiegten wir unseren schärfsten Verfolger aus Dortmund mit 1:0 (Younes) und fegten in der Europa League den RSC Anderlecht mit 5:1 vom Platz (Iancu, 2x Bruno, Younes, Neumann). Im Rückspiel glänzten wir mit einem 4:1 (2x Gérard, Coria, Bergström) und rächten uns anschließend auch noch mit einem 4:2 gegen M’Gladbach (Öztürk, Gérard, 2x Iancu) für die Hinspielniederlage. Da wir uns auch in der darauffolgenden Woche beim 2:2 (Stendera, Turina) in der Allianz Arena sehr souverän schlugen, standen die Zeichen weiterhin klar auf Meisterschaft.
In der vergangenen Saison hatten wir unsere Schwächelphase ausgerechnet im März. Sie kostete uns den Titel. Auch dieser März verlief durchwachsen. Erst schmiss uns Juventus Turin (1:1, 0:1) aus der Europa League und dann verloren wir auch noch 2:4 beim Hamburger SV (Stendera, Iancu). Als wir am 1. April zu Hause gegen den 1. FC Köln nicht über ein 1:1 (Iancu) hinauskamen, läuteten die Alarmglocken. Bitte nicht wieder wie letztes Jahr!
Am 30. Spieltag trafen wir im richtungsweisenden Duell auf den Tabellendritten FC Schalke 04, ein unangenehmer Gegner, allem voran in der heimischen Veltins Arena. Lange Zeit sahen die Fans ein Duell auf Augenhöhe. Und als alles bereits auf ein torloses Unentschieden hinauslief, nahm sich unser Belgier Kévin GÉRARD in der 88. Minute ein Herz und hämmerte den Ball in den Winkel. Die Knappen hatten wir damit abgehängt. Mit 66 Punkten führten wir die Tabelle vor dem BVB (62) an. Roberto Mancinis Bayern waren ebenfalls schon abgehängt. Sie spielten die schlechteste Saison seit vielen Jahren und wurden am Ende gar nur Siebter. Für den italienischen Trainerstar das Aus in München.
Doch zurück nach Frankfurt. Es galt, 4 Punkte ins Ziel zu retten. Durch Siege gegen Hannover (1:0 / Stendera) und Freiburg (3:2 / Iancu, 2x Gérard) konnten wir unseren Vorsprung nach 32 Spieltagen auf sechs Zähler ausbauen. Da Dortmund allerdings das bessere Torverhältnis vorweisen konnte, waren wir gewarnt. Trotzdem herrschte die klare Stimmung vor: Diesen Titel lassen wir uns nicht mehr nehmen. Heute nicht! Und mit dieser Einstellung fegten wir Eintracht Braunschweig mit 3:0 (Nagel, Korb, Öztürk) vom Feld und feierten vor heimischem Publikum die erste Deutsche Meisterschaft seit 1959.
Es war unbeschreiblich! Nach vier Jahren hatte ich mit dem DFB Pokal in M’Gladbach meinen ersten Titel geholt. Nach vier Jahren in Frankfurt gewann ich nun zum ersten Mal die Deutsche Meisterschaft. Nachdem wir in den letzten Jahren Vierter, Dritter und Zweiter geworden waren, war dieser Erfolg nun der logische Schritt. Im Vergleich zu meinen Gladbach-Jahren entschied ich mich nun aber nicht zu gehen. Ich blieb und war heiß auf weitere Titel mit der Eintracht!
TABELLE
ONES TO WATCH
Frank SCHINDLER (TW / 21)
Frank kam im Sommer ablösefrei vom FC Schalke 04. Die Knappen waren ebenfalls ein Team, das in den letzten Jahren immer wieder mal die Bayern und den BVB ärgern konnten. Dass er seine Zukunft bei uns sah, sagte viel über unser Projekt aus. Seine Verpflichtung hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Dass er nicht gekommen war, um auf der Bank zu sitzen, zeigte er uns von Beginn an. Deswegen gab ich Frank viel Spielzeit neben Sebastian MIELITZ, den er vor allem zum Ende der Saison vollends verdrängt hatte. Während Schindlers Karriere nun richtig begonnen hatte, endete damit auch die Ära MIELITZ zwischen den Frankfurter Pfosten. Er sollte uns im Sommer verlassen.
Wir holten Böhmi vor zwei Jahren für 7 Mio. EUR aus Stuttgart. Nachdem er in seiner ersten Saison wenig zum Zug gekommen war, verliehen wir Michael anschließend für eine Saison nach Mainz. Dort hatte er sich großartig entwickelt und diese Entwicklung setzte er bei seiner Rückkehr fort. Michael Böhm, der sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt wurde, war ein wichtiger Faktor auf dem Weg zur Meisterschaft. Die damals hohe Ablöse hatte sich nun also ausgezahlt.
(42 Spiele / 2 Tore / 0 Vorlagen / Note: 7.18)
Gabriel IANCU (OMZ / 27)
Unser rumänischer Spielmacher war der notenbeste Akteur der Meistermannschaft. Mit seinen 27 Jahren war er nun am Höhepunkt seiner Karriere angelangt. Ich werde nie vergessen, mit welchem Drive er uns zum Titel führte. Toppen konnte er diese Saison in den kommenden Jahren nicht mehr.
(39 Spiele / 14 Tore / 13 Vorlagen / Note: 7.21)
Dennis NAGEL (ST / 22)
Seine erste Saison bei der Eintracht hatten wir uns anders vorgestellt. Nachdem sich Dennis Ende Juli den Fuß gebrochen hatte, war die Hinrunde für ihn gelaufen. Erst im Dezember absolvierte er seine ersten Pflichtspiele für Frankfurt. Eine Knieverletzung im Januar zwang ihn aber erneut zu einer langen Pause von 6 Wochen. Und als er gerade wieder zurück war und langsam Fahrt aufnahm, machte die Kniesehne (3 Wochen) Probleme. Es war eine Saison zum Vergessen für unseren Rekordeinkauf. Doch in den paar Spielen, die NAGEL absolvierte, hatte er uns sein Potential absolut gezeigt. Wir hofften, dass er in der kommenden Saison voll durchstarten würde.
(14 Spiele / 4 Tore / 2 Vorlagen / Note: 7.01)
Kévin GÉRARD (ST / 22)
Wie sollte es auch anders sein? Unser belgischer Star war mit seinen 34 direkten Torbeteiligungen unser Topstürmer in dieser Saison. Auch in seiner dritten Saison hatte Kévin voll abgeliefert. Seine Leistungen blieben in Europa natürlich nicht unentdeckt, weswegen wir zahlreiche Anfragen für ihn erhielten. Doch dazu mehr im nächsten Update.
Fanakick Herzlichen Dank. Ich genieße es auch, wieder in diesen alten Spielstand einzutauchen. Pure Football Manager Romantic! Glücklicherweise ist diese Story noch eine, die man gut lesen kann. Deswegen verlief der Rückblick ohne große Probleme. Bei anderen hat es das Layout so zerschossen, dass sie teilweise gar nicht mehr lesbar sind. Wünsche weiterhin viel Spaß beim Lesen.
TEIL IV - JETZT GEHTS LOS
2020/2021
Mit dem zweiten CL-Spieltag 20/21 endete meine Berichterstattung in der Story. Da ich eine Zwischenspeicherung vom Mai 21 habe, kann ich noch umfassend über dieses Jahr berichten. Die nächste Zwischenspeicherung datiert vom Oktober 2029, weswegen mir spätestens ab der nächsten Spielzeit ein paar Daten wie beispielsweise die Tabellenstände unter der Saison fehlen werden. Auch Leistungen von Spielern, die 2029 mittlerweile ihre Karriere beendet hatten, sind teilweise nur schwer zu rekonstruieren. In der Berichterstattung sollte das allerdings nicht so schwer ins Gewicht fallen.
Nach den Rängen 4 und 3 in den beiden letzten Jahren waren die Erwartungen in der Mainmetropole plötzlich gestiegen. Klar, zwei gute Platzierungen reichen noch nicht, um ernsthafte Ansprüche im Meisterschaftskampf zu stellen. Dafür waren Bayern und Dortmund noch eine Nummer zu groß. Wir hatten aber gezeigt, dass wir unter den Verfolgern der beiden Topvereine relativ weit vorne landen können. Deshalb war unser gesetztes Ziel die Qualifikation für die Champions League.
Quote
Bayern und Dortmund seit 2014
FCB: 01. / 01. / 01. / 01. / 01. / 02. / 01.
BVB: 02. / 02. / 03. / 04. / 03. / 01. / 02.
Unseren Kader verstärkten wir in diesem Sommer nur geringfügig, dafür jedoch u.a. mit einem Spieler, der dieses Jahrzehnt bei der Eintracht prägen sollte: Lars BOROWSKI. Den 21-jährigen Mittelfeldspieler wollte ich bereits in der vergangenen Saison. Die Verhandlungen scheiterten damals am Preis. Nun bekamen wir Lars deutlich günstiger, da dem VfB Stuttgart die Wiederaufstieg nicht gelungen war und mit Borowski eines der größten deutschen Fußballtalente auf einen Wechsel drängte. Neben ihm holten wir mit dem Ivorer Serge TOURÉ noch einen weiteren Mann für die Zentrale, die nun qualitativ und quantitativ sehr gut besetzt war. Stark umworbene Spieler wie ÖZTÜRK, DE FELIPPE und GÉRARD konnten wir weiterhin halten. Mit Nils PETERSEN und Slobodan MEDOJEVIC verließen uns nur Reservisten. Unser Management funktionierte und scheinbar hatte die Vertragsverlängerung von George Hero auch den einen oder anderen Spieler vom Projekt SGE überzeugt.
KADER 2020/2021
Torhüter: Sebastian MIELITZ (31) - Hideyuki TAKADA (23) - Andrej IVANOVIC (18)
Abwehr:
LV: Ylli SALLAHI (26) - Niko GIESSELMANN (28)
IV: Jannik VESTERGAARD (27) – Emil BERGSTRÖM (27) – Adem ÖZTÜRK (20) – Michael BÖHM (20)
RV: Julian KORB (28) – Christian TRÄSCH (32)
Mittelfeld:
DM: Rani KHEDIRA (26) – Lars BOROWSKI (21) – Serge TOURÉ (23) - Steven DEFOUR (32)
Zunächst mussten wir aber durch die CL-Quali, wo wir mit dem ukrainischen Meister Schachtar Donezk auf einen schweren Gegner trafen. Doch nach einem souveränen 3:0 zu Hause und einem 1:1 in der Ukraine qualifizierte sich die Eintracht zum ersten Mal für die Champions League.
Zum Auftakt in die Saison gelang uns gegen den FCB ein respektables 1:1. Im Anschluss gewannen für fünf Mal in Folge. Am sechsten Spieltag grüßten wir zuerst von Platz 1, dann erneut am zehnten und dieses Mal hielten wir die Führung bis zum 29. Spieltag. Es war unglaublich, obwohl wir wahrlich keinen Zauberfußball spielten. Gerade in der Hinrunde gewannen wir einen Großteil der Spiele mit nur einem Tor Unterschied. Die SGE hatte vor allem im mentalen Bereich zugelegt und war deshalb nach 17 Spieltagen doch ein ernsthafter Titelanwärter.
Während es in der Liga zumeist knapp zuging, spielten wir in der CL eine sehr torreiche Gruppe D gegen Juventus Turin (1:3 / 4:1), ZSKA Moskau (1:1 / 4:1) und OSC Lille (1:0 / 1:4). Diese teils hohen Ergebnisse berechtigten uns als Tabellenzweiter zum Weiterkommen. Auch im DFB Pokal überwinterten wir, nach einem 2:0 n.V. gegen den 1.FCK.
Leider verloren wir dann im Winter doch einen unserer Besten: Der Argentinier Lucas DE FELIPPE, zweifelsfrei mit großem Talent gesegnet, wurde von der AS Monaco für 28,5 Mio. EUR abgeworben. Das ist eine Summe, bei der du als SGE-Coach nicht Nein sagen kannst. Dafür verpflichteten wir den 24-jährigen kroatischen Nationalspieler Damir TURINA (7,5 Mio. EUR).
In der Rückrunde setzte meine Mannschaft ihre gute Leistung fort. Nach fünf Siegen in Folge war für viele klar: Die Meisterschaft ging in diesem Jahr nur über die Eintracht. Dann allerdings verloren wir am 23. Spieltag beim FC Schalke 04 völlig unerwartet mit 0:5, was den Einbruch unserer Euphorie zur Folge hatte. Wir holten aus den nächsten 7 Spielen „nur“ 10 Punkte, wodurch wir uns die Tabellenführung am 29. Spieltag plötzlich mit den Bayern teilen mussten. Da auch Dortmund noch mitten im Titelrennen war, erwartete die Fans ein großer Dreikampf um die Deutsche Meisterschaft. Da wir im CL-Achtelfinale am FC Chelsea (1:4 / 1:2) gescheitert waren, konnten wir uns voll und ganz darauf konzentrieren. Leider trafen wir am 30. Spieltag ausgerechnet auf meinen Angstgegner, den HSV, gegen den wir mit 1:2 verloren. Glücklicherweise verlor der BVB und die Bayern spielten nur 0:0 gegen Schalke. Wir hatten immer noch 3 Punkte Vorsprung. Doch am 31. Spieltag gelang uns nur ein 1:1 gegen Freiburg. Während der BVB nur ein 1:1 in Wolfsburg holte, gewannen die Bayern 3:1 gegen Augsburg. Vor den letzten drei Spieltagen sah die Ausgangslage folgendermaßen aus:
EINTRACHT FRANKFURT 66
FC BAYERN MÜNCHEN 65
BORUSSIA DORTMUND 63
Während wir am 32. Spieltag gegen den 1.FC Köln (2:1) und der BVB gegen Mainz 05 (2:1) ablieferten, verloren die Bayern gegen Gladbach (1:2). Meine alte Truppe schien alles dafür zu tun, mir die erste Bundesliga-Trophäe zu bescheren.
Am 33. Spieltag hatten wir die große Chance! 3 Punkte Vorsprung auf den BVB, vier Punkte auf die Bayern. Ein Sieg im direkten Duell gegen die Borussia und die Meisterschaft wäre uns sicher. Doch gegen heimstarke Dortmunder waren wir chancenlos. Wir verloren mit 0:2 und hatten die Meisterschaft plötzlich nicht mehr in der eigenen Hand. Der BVB hatte ein um acht Tore besseres Torverhältnis. Da auch die Bayern ihr Spiel gegen Wolfsburg mit 4:0 gewonnen hatten, mussten wir am letzten Spieltag gar noch um die direkte CL-Quali zittern.
Wunder gibt es immer wieder. An diesem Tag allerdings sollte keines geschehen. Amin YOUNES und Kévin GÉRARD verschafften uns ein 3:1 zu Hause gegen den Club. Beim HSV gegen den BVB stand es bis zur 60. Minute 1:1, ehe Anthony Martial den entscheidenden Treffer zur Meisterschaft erzielte. Das Hoffen bis zum Schluss war vergebens. Ich hatte eines der spannendsten Bundesliga-Finals nur denkbar knapp verloren. Und wäre das nicht schon genug gewesen, verloren wir auch noch das DFB Pokal-Halbfinale im Elfmeterschießen gegen die Bayern.
Tja, so ist es halt im Fußball. Mal verlierst du, mal gewinnen die anderen. Dortmund und Bayern waren uns immer noch einen – wenn auch nur sehr kleinen Schritt – voraus. Doch das sollte sich ganz bald ändern. Im Nachhinein betrachtet war diese knappe Niederlage im Titelkamp ein wichtiger Faktor, der die Eintracht nicht nur in der nächsten Spielzeit, sondern für das komplette Jahrzehnt beflügeln sollte. Trotz des enttäuschenden Endes konnte ich sehr stolz auf meine Mannschaft sein.
TABELLE
ONES TO WATCH
Sebastian MIELITZ (TW / 31 / 2,8 Mio. EUR)
Der ehemalige Bremer war nun schon seit einigen Jahren die klare Nummer 1 im Kasten der Eintracht. Sebastian absolvierte in dieser Saison als einziger Akteur alle Spiele und war ein sicherer Rückhalt. Trotzdem machten wir uns so langsam Gedanken über seine Nachfolge.
Unser Schwede war in dieser Saison nahezu unantastbar. Mit ÖZTÜRK, VESTERGAARD und Neuzugang TOURÉ hatte er starke Konkurrenz, neben der er aber voll glänzen konnte und als Bester herausstach.
(32 Spiele / 3 Tore / 1 Vorlage / Note: 7.22)
Steven DEFOUR (DM / 33 / 10.000 EUR)
Wo es viele Gewinner gibt, muss es auch Verlierer geben. Der ehemalige belgische Nationalspieler hatte sich in der letzten Saison die Achillessehne gerissen und gleich zum Auftakt in die neue Spielzeit den Arm gebrochen. Es war für ihn im Grunde das Karriereende. Nach seiner Rückkehr war er im stark besetzten Mittelfeld gegen KHEDIRA, STENDERA und BOROWSKI chancenlos. Steven entschied sich am Ende der Saison zum Karriereende. Ins Fußballgeschäft kehrte er nicht mehr zurück.
(1 Spiel / 0 Tore / 0 Vorlagen / Note: 6.80)
Rudi NEUMANN (OMR / 20 / 2,5 Mio. EUR)
Rudi war neben Marc STENDERA und Adem ÖZTÜRK das dritte Eigengewächs, das den Sprung in die erste Mannschaft geschafft hatte. In seiner zweiten Profisaison war er zwar noch kein Stammspieler, absolvierte aber 36 Spiele und glänzte mittlerweile auch in der U21-Nationalmannschaft. Der in Frankfurt geborene Rechtsaußen musste noch ein paar Schritte gehen, dann würde er den Durchbruch schaffen. Da war ich mir sicher.
(36 Spiele / 5 Tore / 3 Vorlagen / Note: 6.82)
Marc STENDERA (MZ / 25 / 6,75 Mio. EUR)
Ob als Sechser, Achter oder Zehner: Marc konnte in der Zentrale alle Positionen mit großer Leichtigkeit ausfüllen. Das Frankfurter Spiel war ohne ihn kaum noch vorstellbar. Deshalb verlängerten wir seinen Vertrag frühzeitig bis 2023.
(39 Spiele / 5 Tore / 8 Vorlagen / Note: 7.09)
Héctor LALA (ST / 22 / 3,1 Mio. EUR)
Der Franzose war mein erster Transfer in Frankfurt. Eigentlich hatten wir gehofft, mit ihm einen richtig starken Stürmer aufbauen zu können. Nachdem seine erste Saison auch ganz brauchbar war, baute er in den letzten beiden Spielzeiten sukzessive ab. In diesem Jahr kam er nur auf 12 Einsätze. Die Konkurrenz aus ARMENTEROS und GÉRARD war einfach zu stark für Héctor. Wir sollten ihn im Sommer abgeben.
(12 Spiele / 0 Tore / 0 Vorlagen / Note: 6.72)
Kévin GÉRARD (ST / 22 / 8 Mio. EUR)
Des einen Leid ist des andern Freud! Mit dem Belgier GÉRARD hatten wir einen absoluten Topstürmer in unseren Reihen, der auf dem besten Weg zu einer großen Karriere war. Mit seinen 27 Toren war Kévin ein wichtiger Faktor für unsere erfolgreiche Saison. Hoffentlich würden wir ihn auch weiterhin halten können.
Ich habe über diesen Spielstand bis zu Beginn der Saison 20/21 berichtet, dann aber aus Zeitgründen abgebrochen. Meine Karriere spielte ich bis zu Beginn der Saison 29/30, und das durchweg bei Eintracht Frankfurt. Es gibt also noch einige Saisons, von denen ich berichten kann. Doch möchte ich zunächst noch auffrischen, was bis 2020 geschah.
2018/2019
Nach dem Pokalsieg 2017 war es für unseren Helden George Hero an der Zeit, eine dringend benötigte mentale Pause einzulegen. Schweren Herzens verabschiedete er sich aus M’Gladbach und verschwand für gut ein Jahr von der Bildfläche. Die anfänglichen Gedanken, sich für immer vom Trainerdasein zu verabschieden, verdünnisierten sich mit der Zeit und spätestens im Frühjahr 2018 begann es plötzlich wieder zu jucken. George Hero wollte zurück ins Geschäft. Heißester Kandidat für ein Engagement war lange Zeit der ehemalige französische Meister Olympique Lyon. Doch obwohl die Verträge eigentlich so gut wie unterschrieben waren, entschied sich George nach einer langen Nacht mit Bruno Hübner für Eintracht Frankfurt.
In den Medien und auch bei meinen Lesern sorgte diese Entscheidung für große Überraschung, schließlich hatte die SGE die Saison nur als 14. Abgeschlossen und war weit entfernt vom europäischen Geschäft. Doch genau diese Herausforderung war es, die unseren Helden so sehr reizte. Denn mit einem Blick auf die letzten Jahre und den aktuellen Kader schlummerte einiges Potenzial in Frankfurt:
2013/1407. / 49 Punkte
2014/1508. / 47 Punkte
2015/1613. / 44 Punkte
2016/1707. / 52 Punkte
2017/1814. / 36 Punkte
KADER 2018/2019
Torhüter: Sebastian MIELITZ (28) - Hideyuki TAKADA (21) - Andrej IVANOVIC (16)
Sturm: Samuel ARMENTEROS (28) – Héctor LALA (19) – Nils PETERSEN (29)
Die Mannschaft besaß einen guten Mix aus Jung und Alt, mit dem sicherlich ein einstelliger Tabellenplatz möglich war. Wir benötigten nicht lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Der Saisonstart verlief grandios. Nach sechs Spieltagen grüßte die Eintracht mit fünf Siegen und einer Niederlage von Rang 2. Da wir uns in der 2. Runde früh aus dem Pokal verabschiedeten (2:3 n.V. gegen HSV), lag im Anschluss die volle Konzentration auf der Bundesliga. Das hohe Niveau konnten wir aber nicht ganz halten. Der Herbst der Eintracht war bisweilen sehr verrückt. Unter anderem setzte es gegen Schalke (0:3) und abermals den HSV (3:4) bittere Pleiten. Dafür glänzten wir aber auch beim 6:2 gegen Hoffenheim (8. Spieltag) oder beim 5:1 gegen den SC Freiburg (15. Spieltag). Am 9. Spieltag feierte George Hero sogar einen Sieg gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber (2:1 gegen Gladbach). Zum Abschluss gab es am 23. Dezember noch ein 2:0 gegen den VfL Wolfsburg. Ich war sehr zufrieden mit dem ersten Halbjahr.
Quote
„Wir beenden die Hinrunde als Tabellendritter! Das ist unglaublich. Damit hätte niemand gerechnet. Aber wir stehen dort verdientermaßen, überzeugten wir doch mit teils sehr ansehnlichem Offensivfußball.“
Der Rückstand auf den Tabellenführer (natürlich FC Bayern) betrug nur 6 Punkte, der Vorsprung auf den Tabellensiebten M’Gladbach ebenfalls 6 Punkte. Wir setzten nach der Winterpause unsere Leistungen konstant fort. Wir revanchierten uns für das 0:3 aus der Hinrunde gegen Schalke (4:1) und konnten uns ebenso am HSV rächen (3:1). Bei einer emotionalen Rückkehr in den Borussia-Park gewannen wir mit 2:1 (26. Spieltag), gegen die Topteams FC Bayern (0:2) und Borussia Dortmund (1:2) sahen wir aber noch kein Land. So beendeten wir die Saison auf einem sehr, sehr starken 4. Rang. Wir waren damit klar das Überraschungsteam der Saison und qualifizierten uns zugleich für die Europa League.
Unser größtes Talent. Schon damals war klar, dass ihm eine große Karriere bevorstünde. Ehe es ihn jedoch zu Arsenal und später zu Real Madrid zog, musste er in dieser Saison noch mit den erfahrenen Verteidigern Emil BERGSTRÖM (7,25 Mio. EUR) und Jannik VESTERGAARD (5,25 Mio. EUR) konkurrieren. Sie waren ihm noch ein wenig voraus. Hoffentlich würden wir ihn noch ein wenig halten können.
(28 Spiele / 2 Tore / 1 Vorlage / Note: 7.02)
Rani KHEDIRA (DM / 25 / 9,25 Mio. EUR)
Unser Chef im Mittelfeld, der eine herausragende Saison spielte. Rani war unser starker Leader, der 2014 aus Stuttgart an den Main kam und nie wieder ging. Auch 2029 (Vertrag bis 2030) stand Rani noch in unseren Reihen.
(34 Spiele / 2 Tore / 2 Vorlagen / Note: 7.11)
Gabriel IANCU (OM / 25 / 10,25 Mio. EUR)
Gut, dass wir seinen Vertrag im Frühling verlängern konnten. Mit 20 Assists glänzte Iancu in der Bundesliga als bester Vorlagengeber. Dazu erzielte er 6 Tore. Der Rumäne war das Herzstück unserer Offensive und absolvierte als einziger Akteur alle Saisonspiele.
(39 Spiele / 6 Tore / 22 Vorlagen / Note: 7.21)
Samuel ARMENTEROS (ST / 29 / 4,7 Mio. EUR)
Im Laufe des kommenden Jahrzehnts prägten zahlreiche große Spieler die Position der Einzelspitze bei der Eintracht. Unser Kuba-Schwede war mein erster Torjäger, der uns mit 16 Toren in dieser Saison beschenkte. Sein großes Plus war seine Vielseitigkeit. Egal, wo ich Samu aufstellte (ob auf den Außen, zentral oder in der Sturmspitze), er erzielte immer zuverlässig seine Tore.
(39 Spiele / 16 Tore / 9 Vorlagen / Note: 7.08)
2019/2020
Nach meiner Debütsaison war es an der Zeit, die Zukunft der Eintracht zu gestalten. Damals sah ich Frankfurt nur als Zwischenstation. Ich würde vielleicht zwei oder drei Jahre bleiben. Tatsächlich hatte ich nur einen Zweijahresvertrag unterschrieben, der im Sommer 2020 auslief. Im Sommer 2019 gab es bzgl. einer Verlängerung noch keine Gespräche. Trotzdem war es wichtig, den Kader entsprechend für das neue Jahrzehnt aufzustellen.
KADER 2019/2020
Torhüter Sebastian MIELITZ (29) - Hideyuki TAKADA (22) - Andrej IVANOVIC (17)
Abwehr
LV: Ylli SALLAHI (25) - Niko GIESSELMANN (27) – Quentin DE PAUW (19)
IV: Jannik VESTERGAARD (27) – Emil BERGSTRÖM (26) – Adem ÖZTÜRK (19) – Michael BÖHM (19)
Sturm Samuel ARMENTEROS (29) – Kévin GÉRARD (20) – Héctor LALA (20) – Nils PETERSEN (30)
*neu
Abgänge:
NAME
ALTER
POS
ZU
ABLÖSE
Jiloan HAMAD
28
OML
Sheffield Wednesday
2,5 Mio. EUR
Knowledge MUSONA
29
OMR
Hannover 96
1,5 Mio. EUR
Stefano CELOZZI
30
VR
Arbeitsamt
Ablösefrei
Tino COSTA
34
DM
Karriereende
Jan ROSENTHAL
33
ZM
Karriereende
Zugänge:
NAME
ALTER
POS
VON
ABLÖSE
Michael BÖHM
19
ZM
VfB Stuttgart
7,0 Mio. EUR
Kévin GÉRARD
20
ST
RSC Anderlecht
Ablösefrei
Julian KORB
27
RV
Borussia M’Gladbach
3,3 Mio. EUR
Lucas DE FELIPPE
21
ZM
VfB Stuttgart
3,3 Mio. EUR
Quentin DE PAUW
19
LV
FC Brügge
Leihe
Rudi NEUMANN
19
MR
Eigene Jugend
Milos LEKIC
20
MR
Eigene Jugend
Wie man an den Transfers gut erkennen kann, erhielt der Kader in meiner zweiten Saison bei Frankfurt eine deutliche Verjüngungskur. Mit Kévin GÉRARD aus Anderlecht hatte ich meinen Wunschstürmer bekommen und mit BÖHM und DE FELIPPE zwei junge Talente vom Absteiger aus Stuttgart. Zudem holte ich mit Julian KORB einen alten Bekannten aus M’Gladbach. Im Winter kam noch Amin YOUNES dazu, wodurch ich meine beiden Lieblingsschüler wieder bei mir hatte.
Der Saisonstart wurde jedoch – aufgrund von zahlreichen Verletzten und einer schweren Eingewöhnungsphase – ordentlich verpatzt. Nach dem 1:2 gegen Köln am 9.Spieltag hatten wir den absoluten Tiefpunkt erreicht. Wir waren nur 14. und hatten bereits 8 Punkte Rückstand auf die europäischen Ränge. An die durften wir in der aktuellen Situation aber auch gar nicht denken. Vielmehr musste ich mir Sorgen um meinen Job machen. Auch in der Europa League hatten wir erhebliche Schwierigkeiten. Nach dem 2:5 bei Metalist Charkiw brannte Anfang Oktober schon der Baum, obwohl Weihnachten noch weit entfernt war. Glücklicherweise trugen meine taktischen Umstellungen Früchte, weswegen wir im November durch einige gute Ergebnisse wieder in ruhigeres Fahrwasser manövrierten und uns peu á peu nach vorne arbeiteten. So schlossen wir das Jahr 2019 in der Bundesliga tatsächlich noch als Vierter ab und holten in der EL den Gruppensieg vor Charkiw.
Unser Publikumsliebling INUI verabschiedete sich im Winter Richtung Emirate, weswegen wir YOUNES holten, der zum Start ins neue Jahr voll einschlug und in den ersten vier Spielen mit 3 Toren und 3 Assists glänzte. Ähnlich wie im letzten Jahr spielten wir in der Rückrunde auf einem konstant hohen Niveau mit nur gelegentlichen Aussetzern. Das brachte uns nach 34 Spieltagen Platz 3 ein. In der Europa League trafen wir bereits in der ersten Ausscheidungsrunde mit dem AS Rom auf einen schweren Gegner. Gegen die Römer waren wir chancenlos im ersten Spiel (0:2). Das Rückspiel war sagenhaft (3:1). Leider fehlte am Ende noch ein Tor zum Weiterkommen. Trotzdem - eine unfassbar starke Leistung der Eintracht, wo doch der Saisonstart so flöten ging. Nächstes Jahr also CL.
Doch würde auch George Hero dann noch dabei sein? Die Vertragsgespräche mit Bruno Hübner gestalteten sich zäh. Lange Zeit sah es so aus, als würden wir uns nicht einigen können. Zwischendrin erhielt ich u.a. ein Angebot aus Sevilla, das ich jedoch ablehnte. Ich wollte unbedingt die Saison zu Ende bringen. Erst im Juni konnte ich mich jedoch mit Hübner und Bruchhagen einigen. Ich unterschrieb erneut für zwei Jahre. Im Rückblick bin ich über diesen Schritt sehr froh. Hätte ich im Frühsommer 2020 ein lukratives Angebot bekommen: Ich wäre gegangen! So gab ich der Eintracht noch eine Chance.
Einer der unscheinbareren Spieler, der von meiner taktischen Umstellung auf offensivere Außenverteidiger und zugleich der langen Verletzung von Ylli SALLAHI profitierte. Niko war kein Mann für die besonderen Momente. Dafür glänzte er durch hohe Konstanz und spielte seine beste Saison bei der Eintracht.
(31 Spiele / 3 Tore / 4 Assists / Note: 7.05)
Emil BERGSTRÖM (IV / 27 / 8 Mio. EUR)
Adem ÖZTÜRK hatte sich mittlerweile zum Stammspieler gemausert. Den Platz neben ihm nahm – vor allem in der Rückrunde – unser Schwede Bergström ein. Er degradierte VESTERGAARD in die zweite Reihe und war eine wichtige Stütze auf dem Weg zur CL-Qualifikation.
(30 Spiele / 4 Tore / Note: 7.17)
Julian KORB (RV / 28 / 6,5 Mio. EUR)
Mein Wunschtransfer im Sommer. Seine Leistungen bestätigten dies zu hundert Prozent. Julian trat bisweilen famos auf und erzielte sogar vier Tore. In den acht vorherigen Jahren in Gladbach erzielte er ebenso viele...
(35 Spiele / 4 Tore / 8 Vorlagen / Note: 7.22)
Marc STENDERA (ZM / 24 / 7,25 Mio. EUR)
Marc hatte vor meiner Ankunft in Frankfurt keinen leichten Stand. Er galt lange als großes Talent, konnte dies jedoch nie unter Beweis stellen. Mittlerweile hatte er sich zum Stammspieler entwickelt, der im zentralen Mittelfeld an der Seite von Kapitän KHEDIRA die Fäden zog.
(45 Spiele / 6 Tore / 13 Vorlagen / Note: 7.18)
Amin YOUNES (ML / 26 / 10,5 Mio. EUR)
Was für eine tolle Rückrunde von meinem zweiten Gladbacher Lieblingsschüler! In der Hinrunde war die linke Seite unsere große Schwäche. Hinten war SALLAHI lange verletzt, vorne überboten sich Wahbi KHAZRI und Takashi INUI mit Negativleistungen. So reagierten wir im Winter, verkauften den Japaner und holten uns mit meinem ehemaligen Musterschüler den Spieler der Rückrunde ins Team. Amin hatte keine Eingewöhnungsprobleme und legte sofort los wie die Feuerwehr. 13 Scorerpunkte in 19 Spielen, dazu notenbester Spieler im Team.
(19 Spiele / 7 Tore / 6 Vorlagen / Note: 7.32)
Massimo BRUNO (MR / 26 / 4,2 Mio. EUR)
Das positive Gegenstück zu Amin Younes. Aufgrund seiner Leistungen will ich Massimo oft einfach nur umarmen, dann sogleich aber wieder mit ihm schimpfen. Der Belgier war ein begnadeter Fußballer, der sich leider viel zu oft verletzte. Trotzdem glänzte er in 32 Spielen mit 13 Toren.
(32 Spiele / 13 Tore / 6 Vorlagen / Note: 7.17)
Kévin GÉRARD (ST / 21 / 6,25 Mio. EUR)
Mit dem Belgier war uns im Sommer ein Top-Transfer gelungen. Er hatte Startschwierigkeiten, entwickelte sich spätestens in der Rückrunde aber zu einer wirklichen Waffe. Schon damals ahnte ich, dass auch er ein Spieler sein würde, den wir wohl nicht allzu lange halten könnten.
„We can be heroes… just for one day!“ startete in der Saison 2013/14 bei Borussia M’Gladbach. Es war mein erstes Savegame mit dem FM14, nachdem ich zuvor jahrelang nur FM07 und FM09 gespielt hatte. Technisch eine große Umstellung, von der ich auch in meiner Story berichten wollte. Den Leser auf diese Reise mitzunehmen, war mein erklärtes Ziel, womit ich allerdings irgendwann im Verlauf der ersten Saison aufgehört hatte. Denn da hatte mich die Geschichte meiner Karriere schon in ihren Bann gezogen. Nachdem Lucien Favre die Fohlen 2011 übernommen hatte, entwickelte er Gladbach zu einem aufstrebenden Team, das sich im Dunstkreis der europäischen Ränge bewegte.
2013/2014
Nachdem ich auf der Trainerbank Favres Platz eingenommen hatte, wollte ich diesen Aufwärtstrend fortsetzen und in einigen Jahren die Deutsche Meisterschaft feiern. Meine Helden zu Beginn: u.a. Marc-André TER STEGEN, Filip DAEMS, Granit XHAKA, Christoph KRAMER, Juan ARANGO, Patrick HERRMANN, Max KRUSE. Diese Mannschaft besaß ein hervorragendes Gleichgewicht zwischen erfahrenen Spielern und jungen Talenten. Diese Homogenität ließ uns sogleich im ersten Jahr overperformen. Wir schlossen meine Premieren-Saison auf Rang 3 ab und schrammten nur denkbar knapp am DFB-Pokalsieg vorbei. Wir verloren das Finale gegen Leverkusen mit 0:1. Als herausragende Spieler der Saison glänzten Patrick HERRMANN und Max KRUSE.
2014/2015
Leider mussten wir nach der WM 2014 mit TER STEGEN, BROUWERS und ARANGO ein paar Abgänge wichtiger Stammspieler hinnehmen. Immerhin blieb der erwartete Ausverkauf aus. Spieler wie KRUSE und XHAKA konnten gehalten werden. Leider verloren wir HERRMANN kurz vor Transferschluss an die Bayern. Aber natürlich blieben auch wir nicht untätig und verpflichteten Spieler, die bei Gladbach in den kommenden Jahren zu wichtigen Figuren wachsen sollten:
Timo HORN als Nachfolger von TER STEGEN, Robin KNOCHE für die Innenverteidigung sowie Keisuke HONDA, Valentin STOCKER und Kevin KAMPL für das Mittelfeld. Wir waren gerüstet für die neue Spielzeit, die mich erstmals in die Champions League führte. Die Gruppenphase überstanden wir als Zweiter aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber dem FC Porto. Im Achtelfinale verloren wir das Hinspiel gegen den FC Arsenal zu Hause mit 0:1, lagen im Rückspiel in London nach einer Stunde bereits 1:2 hinten und gewannen durch einen grandiosen Schlussspurt noch mit 5:2. Ein unglaubliches Spiel, das mir bis heute in Erinnerung ist. Im Viertelfinale scheiterten wir im großen Kampf mit 2:3 und 2:3 am FC Barcelona. Meine Jungs zeigten aber, dass sie ein Talent für große Europapokalabende hatten.
Während wir im Pokal früh gescheitert waren, zeigten wir in der Bundesliga eine über die komplette Spielzeit hinweg souveräne Leistung, die uns schlussendlich wieder auf Rang 3 brachte. Unser Kapitän Filip DAEMS (mit 36 Jahren) und Max KRUSE (42 Spiele/30 Scorerpunkte) landeten in der Mannschaft des Jahres.
2015/2016
Nachdem wir Granit XHAKA bereits in der Winterpause an den AC Mailand verkaufen mussten, verließ uns im Sommer auch noch Christoph KRAMER nach Leverkusen, wodurch ich meine Mittelfeldzentrale neu denken musste. Schon im Winter kam der Brasilianer Lucas SILVA, der sofort zum Taktgeber und Abräumer vor der Abwehr aufstieg. An seine Seite traten nun Johannes GEIS und Maximilian ARNOLD, die wir aus Mainz und Wolfsburg holten. Unser Ziel war erneut die Qualifikation für die Champions League. Und vielleicht könnten wir ja sogar die Bayern ein wenig ärgern?
In meiner dritten Saison in Gladbach spielten sich immer mehr junge Spieler in den Vordergrund. Das lag vor allem am zunehmenden Alter von Stützen wie DAEMS (37) und STRANZL (35) sowie an Verletzungspech (KRUSE) und Formschwäche (HONDA). Mahmoud DAHOUD (19), Amin YOUNES (22) und vor allem Sinan KURT (19) hatten großen Anteil daran, dass wir Herbstmeister wurden und vom Titel träumen konnten. Doch die Bayern und der BVB lieferten uns einen harten Kampf in der Rückrunde. Dortmund fiel bald aus dem Titelrennen raus. Wir blieben lange Tabellenführer, konnten aber vor allem auswärts oft nicht die nötigen Punkte holen. Am 30. Spieltag verloren wir mit 0:2 gegen Bayern, hielten den Kampf im Anschluss aber bis zum letzten Spieltag offen. Es kam zum großen Herzschlagfinale. Die Bayern (77 Punkte) zu Hause gegen Hoffenheim, wir (76 Punkte) zu Hause gegen den BVB (3.). Platz 2 war uns sicher. Wir mussten gewinnen und auf eine Niederlage des FCB hoffen, die jedoch nicht eintrat. Guardiola gewann mit 1:0, womit die Münchner den vierten Titel in Folge holten. Mit Platz 2 feierte die Borussia aber trotzdem einen sehr großen Erfolg. Wir waren nicht weit weg und stellten mit KNOCHE und KURT (15 Tore) zwei Spieler in der Mannschaft des Jahres. Winterneuzugang Andreas CORNELIUS schlug voll ein (20 Tore) und mit Amin YOUNES hatten wir den besten Vorlagengeber der Bundesliga (13 Vorlagen).
Über die Champions League muss man übrigens nicht reden. Wir scheiterten sang- und klanglos als Vierter in der Gruppenphase. Doch für die neue Saison hatten wir uns viel vorgenommen.
2016/2017
Meine vierte Spielzeit in Gladbach begann. Dass sie meine letzte bei den Fohlen sein sollte, konnte ich im Sommer 2016 aber noch nicht erahnen. Gemeinsam mit meinem Co-Trainer Giovanni VAN BRONCKHORST plante ich den Kader, der den Bayern den Titel entreißen wollte. Große Namen und Leistungsträger der vergangenen Jahre verließen uns: Martin STRANZL (Karriereende), Lucas SILVA (Real Madrid), Kevin KAMPL (Manchester City), Keisuke HONDA (Lazio Rom). Dafür holten wir unter anderem Patrick HERRMANN aus München zurück und verpflichteten Ende August noch Marouane FELLAINI (Manchester United) für die Schaltzentrale.
Nach einem Stotterstart in der Liga konnten wir unsere Leistungen im Herbst auf einem hohen Niveau konsolidieren, wodurch wir nach 17 Spieltagen auf Platz 2 hinter Bayern München rangierten. Zum Start in die Rückrunde trafen wir direkt auf die Bayern, verloren 0:2 und hatten als Tabellenzweiter nun schon 10 Punkte Rückstand. Der Kampf um die Meisterschaft war gegen diese bayrische Dominanz aussichtslos.
Zeit also, um in den Pokalwettbewerben zu glänzen. In der Champions League Gruppenphase setzten wir uns mit sehr starken Auftritten als Erster vor PSG durch. Im Achtelfinale hatten wir mit dem FC Porto ein machbares Los, aber einen unangenehmen Gegner. Nach einem 1:1 und 2:1 zog die Borussia zum ersten Mal in ein CL-Viertelfinale ein. Dort wartete die AS Monaco, die wir – Spannung pur – durch ein 1:1 und 2:2 besiegten. Im Halbfinal trafen wir nun auf den FC Chelsea. Das Hinspiel war eine der sensationellsten FM-Partien, die ich je erlebte und die mir bis heute in bester Erinnerung ist. Leider ist diese Erinnerung kein Sieg, sondern eine sehr, sehr bittere Pille. Bereits nach drei Minuten lagen wir in Rückstand, ehe HERRMANN (27.) und KONOPLYANKA (29.) das Spiel per Doppelschlag drehten. ARNOLD erhöhte nach einer Stunde sogar auf 3:1 für uns. 3:1!!! Im CL-Halbfinale!!! Gegen Chelsea London!!! Was wäre das für eine Ausgangslage gewesen? Doch dann brachte uns ein Brasilianer zurück auf den Boden der Tatsachen.
Quote
„Doch dann kam Willian mit diesem unglaublichen Doppelpack, der alles zerstörte und das Stadion zum Schweigen verdammte.“
WILLIAN traf in der 91. und 93. Minute. Ich war fassungslos. Leider verloren wir das Rückspiel, völlig entkräftet und vom Duo Oscar/Hazard demotiviert, mit 1:5. Ein trauriges Ende einer so großartigen Spielzeit in der Champions League.
Aber es gab ja schließlich noch den DFB Pokal. Hier schlugen wir Hertha im Viertelfinale (4:1) und die Bayern im Halbfinale (3:1) recht souverän, ehe wir zum krönenden Abschluss der Saison den damaligen Noch-Drittligisten RB Leipzig mit 1:0 schlugen und ich endlich meinen ersten Titelgewinn feiern konnte. Zugleich war es mein letzter für Gladbach.
In der Bundesliga war der Titelkampf früh entschieden. Die Bayern holten die Meisterschaft souverän. Wir fuhren abermals als Tabellendritter über die Ziellinie.
Quote
„Zum dritten Mal landen wir auf Rang 3. Das ist auf jeden Fall ein Erfolg. Das spricht für unsere große Konstanz. Nach ganz vorne fehlt noch einiges; und zwar genau 15 Punkte! Irgendwann in den nächsten Jahren werden wir aber auch diesen Rückstand aufholen. Da bin ich mir sicher. In dieser Mannschaft steckt noch so viel Potenzial!“
Diese Prophezeiung sollte aber nicht mehr in Erfüllung gehen. Die vergangenen vier Jahre hatten sehr an George Heros Gemüt gezehrt, weswegen unser Titelheld eine Pause dringend benötigte. Schweren Herzens verabschiedete er sich von Gladbach und legte eine gut einjährige Pause ein.
Abschied von Gladbach nehmen hieß auch Abschied von einigen lieb gewonnenen Spielern nehmen:
Quote
„Geis, Younes, Arnold (!!!), Kurt - einfach spektakulär, was diese Jungs geleistet haben.“
Fansal, 02.02.2015
Keine Sorge. Ich werde diese Spieler im Verlauf meiner kurzen Geschichte noch ausreichend würdigen. Wir haben ja schließlich noch elf weitere Jahre, die vor uns liegen. Und ehrlich gesagt ging es mit dem Abschied aus Gladbach ja auch erst richtig los.
Was soll ich sagen? Es zieht mich doch irgendwann immer wieder zurück in dieses Forum, in dem ich vor 15 Jahren meine Leidenschaft für Fußball Manager entdeckt habe. Zuletzt vor zwei Jahren, als mich ein Achillessehnenriss zu einer sechswöchigen Pause zwang, nun die Corona-Quarantäne, die mich ins Home Office „zwingt“ und gerade in den Abendstunden eine Freizeit-Steigerung zur Folge hat. In meinem alltäglichen Leben ist inzwischen (leider) kein Platz mehr, um sich intensiv FM-Stories zu widmen. Auch wenn ich seit Jahren sehr inaktiv bin und mein „Comeback-Versuch“ von 2018 krachend scheiterte, nachdem ich wieder genesen war, spiele ich doch bis heute – mal mehr, mal weniger – intensiv Football Manager. Das Abgleiten in eine fiktive Parallel-Realität regt noch immer meine Kreativität und kindliche Freude an. Und ich hoffe mir das weiter bewahren zu können, wenn auch ohne Story.
Was da draußen gerade geschieht, ist nur schwer in Worte zu fassen. Wahrscheinlich werden wir in einigen Jahrzehnten von einer Zäsur sprechen, wenn wir auf das Jahr 2020 zurückblicken. Die aktuelle Situation, in der keiner so wirklich weiß, wie und wann es mit dem „normalen Leben“ wieder weiter geht, ist für viele Menschen beängstigend und mit vielen Existenz-Sorgen behaftet. Mein Mikrokosmos ist – zumindest bislang – kaum davon betroffen. Und dafür kann ich einfach nur dankbar sein. Ich sitze den ganzen Tag in meiner schönen Wohnung und habe neben meiner Arbeit viel Zeit, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen.
Als Reaktion darauf – und nun kommen wir zum eigentlichen Grund meiner Worte - habe ich meinen alten Laptop aus dem Keller hervorgekramt und auf diesem Spielstände gefunden, von denen ich der Meinung bin, sie euch nicht länger vorenthalten zu können. Soweit es die aktuelle Situation erlaubt und solange ich Spaß daran habe, werde ich euch ab sofort von diesen Spielständen berichten, die mir in den vergangenen Jahren viel Freude bereiteten.
Diese Geschichte ist bewusst zeitlich begrenzt. Sie endet dann, wenn wieder Normalität in den Alltag eingekehrt ist und ich mich folglich wieder anderen Dingen widmen muss/kann.
TEIL I – PRIMUS INTER PARES
Meinen ersten Fußball Manager muss ich um die Jahrtausendwende gespielt haben. Ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern, welches Spiel und wann oder wie es in meine Hände geraten ist. Als kleiner Junge, der noch nicht mal im Teenager-Alter angekommen war, konnte es jedoch noch keine Begeisterung in mir auslösen, Mannschaften „nur“ zu managen und nicht selbst spielen zu können.
Das änderte sich 2003, als ich mit einer Raubkopie (sorry for that EA) vom Fußball Manager 2003 in Berührung kam. Auch hier, wenig Erinnerung, aber wachsende Begeisterung. Ein Spielstand mit dem AS Rom, mehr gibt das Hirn nicht mehr her.
Dann 2005 – neuer Manager und plötzlich dieses Forum. „Wow! Es gibt Gleichgesinnte, sie schließen sich in Communities zusammen und tauschen sich über Erfahrungen aus. Sie erstellen Files und helfen anderen Usern.“ Ohne Frage - eine neue Welt, die sich mir auftat. Mit dem damaligen FM Gate begann erst wirklich meine Aktivität im Internet, die sich zuvor lediglich auf den E-Mail-Flirt mit Klassenkameradinnen beschränkte. Schon allein deswegen nimmt dieses Forum bis heute eine spezielle Stellung bei mir ein.
2005 also begann meine Begeisterung für Manager und recht schnell startete ich damit, über meine Spielstände zu berichten. Viele Spielstände haben mich seitdem in ihren Bann gezogen. Manche davon sind jedoch primus inter pares, nehmen also eine besondere Stellung ein:
Da war zum Beispiel Der steile Weg zum Ruhm, meine erste wirkliche Story, die 15 Jahre meine Karriere bei Eintracht Frankfurt und später dem FC Valencia begleitete.
Oder auch Entsetzlich unersetzlich (ehemals „We are Millwall from the Den“), wo ich nach einer halben Saison beim 1.FC Nürnberg entlassen werde, zum abstiegsbedrohten FC Millwall in die dritte englische Liga flüchte, diesen innerhalb eines Jahrzehnts zum englischen Meister mache und 19 Jahre später mit Manchester United die Champions League gewinne.
Diese Geschichten aber sind auserzählt, die Spielstände längst im Nirvana. Hier bin ich euch nichts mehr schuldig.
Ein Spielstand allerdings ist mir gestern Abend wieder begegnet. Er stammt aus dem Football Manager 2014. Die ersten Jahre dieser Geschichte sind hier niedergeschrieben: „We can be heroes… just for one day!“. Meine Reise endet mit folgendem Satz: „...und vielleicht, eventuell und irgendwann gibt es da mal eine kleine Short-Story zum weiteren Karriereverlauf von George Hero“. Also, here it is! Viel Spaß beim Lesen!
Vielen Dank für dein Feedback! Das geht runter wie Öl. In der Recherche zur Liga steckte auch viel Zeit und es hat mir jede Menge Spaß gemacht. Natürlich bin ich da versucht, die Story mit dieser Ausführlichkeit fortzuführen. Aber realistisch betrachtet fehlt mir einfach die nötige Zeit dafür (zu viele Hobbies), deswegen wird es auch immer mal wieder Updates wie dieses hier geben. Mal sehen wie es mir gelingen wird. Von Update zu Update werde ich bestimmt klüger.
Auch dir vielen Dank für dein Feedback! Ich finde das Allsvenskan-Modell auch sehr sympathisch, vor allem in den heutigen Zeiten. In der Schweiz gibt es ja mit dem FC Basel ein gutes Beispiel dafür, dass nationaler Erfolg noch lange keine internationalen Ausrufezeichen setzt (auch wenn Basel immer mal wieder für eine Überraschung gut ist). Das Thema im Gesamten ist wirklich sehr komplex, weil TV-Gelder natürlich nur ein Faktor von vielen sind. Nur weil die Gelder in den kommenden Jahren in Schweden erhöht werden, bedeutet das ja noch lange nicht, dass das Niveau steigen wird. Insofern stimme ich dir da voll zu.
Tjaja, ärgerlich mit Johansson am 1. Spieltag. Trotzdem vertraue ich ihm weiterhin. Wir haben ja überwiegend eine sehr junge Mannschaft, die er mit seiner Erfahrung anführen soll. Mit dem Start sind wir natürlich super zufrieden. Wie du richtig erkannt hast, ist das Polster nach unten wichtig. Das haben wir schon und das macht die kommenden Aufgaben etwas leichter.
@daCris
Herzlich Willkommen in meiner Story! Danke für das Feedback. In meinen bisherigen Stories war es mir immer wichtig, vom Land und seiner Kultur, in dem ich trainiere, zu berichten. Manche Stories hatten sich sogar mehr darauf konzentriert, als auf das Abschneiden meiner Mannschaft.
Und zum Thema SI: Aus meiner Sicht spielt es keine Rolle, mit welchem Manager jemand eine Story schreibt. Es kommt auf die Geschichte an und was man daraus macht. Ich kann mich mit jeder Story anfreunden, solange ich sie lesenswert und unterhaltsam finde. Der Manager, mit dem gespielt wird, ist da für mich zweitrangig.
- Andreas Hadenius spielt auch bei mir keine Hauptrolle. Er ist - wie du treffend beschrieben hast - einfach eine Fumpe und deswegen nur als Ergänzung im Kader.
- Taktische Anweisungen: Ich lese schon recht viel zu Taktiken, von Leuten, die sich tatsächlich gut auskennen. Eben weil es nicht mein Steckenpferd ist, will ich mich da weiterentwickeln. Ich habe bestimmt oft Taktiken, bei denen viele die Hände über den Kopf zusammen schlagen. Aber trotzdem funktionieren sie. Ich weiß nicht wie, aber ich finde das sehr interessant
- Johansson ist bei mir wirklich sehr stark. Bin zuerst erschrocken, als ich festgestellt habe, dass wir einen 37-jährigen für 2 Jahre verpflichten. Aber der Mann macht seinen Job bislang (fast) tadellos.
6. Kapitel: Wir kämpfen um die Europa League
01.05.2019
8. ST
HALMSTADS BK : HAMMARBY IF
0:2
05.05.2019
9. ST
ÖREBRO SK : HALMSTADS BK
2:3
K. Kinoshita (28.), H. Gunnlaugsson (63.), M. Mathisen (Elfm.) (70.)
12.05.2019
10. ST
BK HÄCKEN GÖTEBORG : HALMSTADS BK
3:2
J. Oremo (44. , 66.)
15.05.2019
11. ST
HALMSTADS BK : HELSINGBORGS IF
2:0
O. Petersson (06.), T. Haraldsson (28.)
18.05.2019
12. ST
FALKENBERGS FF : HALMSTADS BK
3:2
K. Kinoshita (45.), J. Svedberg (70.)
26.05.2019
13. ST
IF ELFSBORG : HALMSTADS BK
1:3
K. Kinoshita (09.), G. Gudmundsson (73.), J. Svedberg (86.)
01.06.2019
14. ST
HALMSTADS BK : KALMAR FF
1:0
L. Fritzson (Elfm.) (81.)
TABELLE
Mit weiteren vier Siegen und drei Niederlagen hat sich unsere Saison sehr solide fortgesetzt. Nach 14 Spieltagen in nur zwei Monaten haben wir uns auf einem großartigen 4. Tabellenplatz eingereiht. Das ist eine extrem starke Leistung, mit der wir alle sehr zufrieden sind. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt schon 15 Punkte, womit das Thema Klassenerhalt im Grunde durch ist. Wir müssten schon ordentlich einbrechen, um nochmal in Gefahr zu kommen. Tatsächlich spielen wir aktuell sogar um die Meisterschaft, da wir nur einen Punkt hinter Malmö FF liegen. Wir machen dies jedoch nicht alleine, sondern mit vielen Konkurrenten. Zwischen Rang 1 und 5 liegt nur ein mickriges Pünktchen. Auf Platz 10 sind es nur 7 Zähler. Hatte ich schon erwähnt, dass die Allsvenskan die ausgeglichenste Liga Europas ist? Im Grunde ist sie in der Sommerpause zweigeteilt. Die ersten 10 können um die Meisterschaft spielen, der Rest muss sich wohl nach hinten umblicken. Da stehen überraschenderweise Djurgardens IF und Trelleborgs IF, die im letzten Jahr noch 2. und 4. waren. Nach dem 14. Spieltag geht es nun in eine einmonatige Pause. Schade eigentlich, weil wir in toller Form sind.
Betrachten wir unsere Leistungen ein wenig genauer: Gegen Hammarby IF spielten wir keinen schlechten Fußball. Es fehlte letztlich das Quäntchen Glück im Abschluss. Hammarby machte seine Tore und feierte somit einen verdienten Auswärtssieg. Wir zahlten Lehrgeld. Nur vier Tage später aber kehrten wir zurück in die Erfolgsspur; und das mit einem fulminanten 3:2 Auswärtssieg gegen Örebro SK. In der folgenden Begegnung gegen BK Häcken sehen wir das gleiche Ergebnis, nur dieses Mal verlieren wir. Gegen Häcken und auch in den folgenden Spielen bis zur Sommerpause mussten wir leider auf unseren Rechtsaußen Höskuldur Gunnlaugsson verzichten, da er sich eine Bänderdehnung im Knie zuzog. Beim Gastspiel im Göteborger Stadtteil Hisingen habe ich Kinoshita zum ersten Mal geschont und unserem 32-jährigen Stürmer Johan Oremo von Beginn an spielen lassen. Er überzeugte sogleich mit einem Doppelpack, zog sich in der 93. Minute aber leider einen Muskelbündelriss in der Rückenmuskulatur zu, wodurch auch er für gut zwei Monate ausfiel. Das Dilemma perfekt machte Häckens Stürmer Alexander Jeremejeff, der in der 89. Minute zum 3:2 traf. Wir regenerierten uns jedoch sehr gut von dieser Niederlage, indem wir im Anschluss gegen Helsingborgs IF zu Hause mit 2:0 gewannen, ehe wir dann auswärts gegen Falkenbergs FF abermals mit 2:3 verloren. Falkenberg führte bereits nach 36 Minuten mit 3:0. Es war unsere schlechteste Halbzeit bislang. Gegen IF Elfsborg und Kalmar FF zeigten wir aber, dass uns Niederlagen nicht zurückwerfen. Kinoshita erzielte sein sechstes Saisontor. Seine starken Leistungen brachten ihm sogar die erste Nominierung für die japanische Nationalmannschaft ein. Leider kam er nicht zum Einsatz.
Kaderplanung: Der junge Mittelfeldmann Jonathan Svedberg wusste in dieser Saison bislang sehr zu überzeugen. Der 20-jährige machte tolle Fortschritte in seiner Entwicklung. Halmstad wird noch viel Spaß an ihm haben, denn wir verlängerten seinen Vertrag bis 2021. Im Mittelfeld ergänzt sich Svedberg perfekt mit seinem Nebenmann Pontus Silfwer, der im Grunde noch besser spielte und notentechnisch zu den Besten der Liga gehört. 8 Jokerpunkte in 18 Spielen sind ein starker Wert für unseren zentralen Mittelfeldmann, dessen Vertrag wir ebenfalls - sogar bis 2022 - verlängern konnten. Neben der Zentrale sicherten wir uns auch zwischen den Pfosten ab. Stammtorhüter Malkolm Nilsson unterschrieb bis 2021. Zwei Spieler verließen den Verein im Sommer. Ivo Pekalski, der von Oxford United ausgeliehen war und ein wichtiger Bestandteil der Aufstiegs-Elf war, musste zurück nach England. Durchaus hatten wir die Chance, Pekalski weiterhin auszuleihen. Ich entschloss mich aber dazu, den defensiven Mittelfeldmann gehen zu lassen. Pekalski hatte mich Johansson starke Konkurrenz bekommen und war von diesem von seinem Stammplatz verdrängt worden. Mit seinem Abgang sparen wir wieder ein wenig Geld ein. Das müssen wir auch, da der Verein mittlerweile in den roten Zahlen angekommen ist. Ebenfalls verließ uns Außenverteidiger Thomas Boakye, den wir bis zum Saisonende in die zweite belgische Liga verliehen. Ansonsten gab es keine Veränderungen im Kader. Unser Linksaußen Gabriel Gudmundsson war vom SV Ried heiß umworben. Wir konnten ihn jedoch halten. Gabriel ist zu wichtig für uns.
TORHÜTER
NAME
POS.
NAT.
ALT.
WERT
SPIELE
TORE
VORL.
DWERT
Malkolm NILSSON
TW
SWE
25
110.000 €
19
-
-
6.90
Otto MARTLER
TW
SWE
32
3.300 €
-
-
-
-
Ivo VAZGEC
TW
SWE
33
120 €
-
-
-
-
Malkolm NILSSON ist die klare Nummer 1 und soll dies mit seiner Vertragsverlängerung auch für die kommenden Jahre bleiben. Er ist ein grundsolider Keeper für die Allsvenskan, der vor allem noch Entwicklungspotential hat. In dieser Saison überzeugte er bislang mit sehr souveränen Auftritten. Otto MARTLER und Ivo VAZGEC bleibt da nur die Zuschauerrolle. Bei beiden ist aktuell nicht sicher, ob sie im nächsten Jahr auch noch für uns spielen werden.
ABWEHR
NAME
POS.
NAT.
ALT.
WERT
SPIELE
TORE
VORL.
DWERT
Anton KRALJ
LV
SWE
21
120.000 €
16
1
3
7.16
Andreas BENGTSSON
LV
SWE
23
140.000 €
7
-
1
6.90
Andreas JOHANSSON
IV, DM
SWE
37
95.000 €
18
-
1
6.88
Marcus MATHISEN
IV
DEN
23
325.000 €
18
1
-
6.78
Alexander BERNTSSON
IV
SWE
23
275.000 €
12
-
-
6.89
Emil WAHLSTRÖM
IV, RV
SWE
32
195.000 €
9
-
-
7.11
Andreas HADENIUS
IV, DM
SWE
28
12.500 €
-
-
-
-
Jesper WESTERBERG
RV
SWE
33
94.000 €
15
-
2
6.94
Thomas BOAKYE
RV
GHA
26
130.000 €
2
-
-
6.70
17 Gegentore in 14 Spielen sind ein starker Wert für einen Aufsteiger. Einen großen Anteil daran hat unsere Defensive. Mit Andreas JOHANSSON und Emil WAHLSTRÖM kamen zwei erfahrene Spieler in die Mannschaft, die spürbare Qualität mitbrachten. Während Wahlström Rotationsspieler ist, ist Johansson bei mir unumstritten gesetzt. Entweder in der Innenverteidigung oder auf der Sechs. Die überzeugendste Leistung in dieser Saison zeigte bislang Leihspieler Anton KRALJ von Malmö FF. Er verdrängte sofort BENGTSSON von der Position des Linksverteidigers, bereitete mit seinen Flanken drei Tore vor und erzielte sogar eines selbst.
MITTELFELD
NAME
POS.
NAT.
ALT.
WERT
SPIELE
TORE
VORL.
DWERT
Ivo PEKALSKI
DM
SWE
28
22.500 €
15
-
-
6.78
Pontus SILFWER
ZM
SWE
27
450.000 €
18
3
5
7.40
Jonathan SVEDBERG
ZM
SWE
20
160.000 €
17
2
3
7.08
Oscas PETERSSON
ZM
SWE
20
100.000 €
6
1
-
7.37
Ludvig FRITZSON
OM Z
SWE
23
300.000 €
14
2
1
6.78
Gabriel GUDMUNDSSON
OM L
SWE
20
400.000 €
17
3
6
6.86
Rasmus WIEDESHEIM-PAUL
OM L, ST
SWE
20
4.200 €
2
-
-
6.65
Jonathan MORSAY
OM RL
SWE
21
475.000 €
13
3
1
6.96
Höskuldur GUNNLAUGSSON
OM L
ISL
24
165.000 €
11
4
2
6.93
Wie bereits erwähnt ist Ivo PEKALSKI nach dem 14. Spieltag zu Oxford United zurückgekehrt. Für ihn wird es keinen Neuzugang geben. Andreas JOHANSSON hatte ihm bereits in der ersten Saisonhälfte den Rang abgelaufen und wird auch bis zum Winter auf der Sechs spielen. Davor glänzen SILFWER und SVEDBERG als großartiges Duo. Von Neuzugang Ludvig FRITZSON kam noch etwas zu wenig, Oscar PETERSSON bewies in seinen wenigen Einsätzen, dass er Potential hat. Auf den Außenpositionen überzeugte mal wieder vor allem GUDMUNDSSON, unser schwedischer U-21-Nationalspieler. MORSAY fügte sich toll an. Ich bin gespannt, was er uns in der zweiten Saisonhälfte zeigen wird. Ich denke, dass da noch mehr kommen wird.
STURM
NAME
POS.
NAT.
ALT.
WERT
SPIELE
TORE
VORL.
DWERT
Kosuke KINOSHITA
ST
JPN
24
600.000 €
19
10
2
7.02
Tryggvi Hrafn HARALDSSON
ST
ISL
22
68.000 €
9
1
1
6.91
Johan OREMO
ST
SWE
32
32.000 €
8
2
-
7.10
Kosuke KINOSHITA kann es auch in Liga 1. Der Japaner ist unser Torjäger Nummer 1, aber leider auch der einzige Torjäger. Wir haben viele Spieler im Kader, die bereits Tore erzielen konnten. Aber nur der Japaner macht dies auch konstant. Von HARALDSSON kam zu wenig in dieser Spielzeit, OREMO verletzte sich leider direkt nachdem er seine ersten beiden Tore machte. Hoffentlich kommt er nach der Sommerpause genauso stark zurück.
_____________________________________________
Im nächsten Update: Die zweite Hälfte der Saison 2019. Bleiben wir oben dabei?
Im nächsten Update: Höhenflug oder Normalzustand? Wie stark sind wir wirklich?
Zur Info an euch. Ich habe ja bereits zu Beginn angekündigt, dass diese Story unterschiedliche Bericht-Stile haben wird. Heute war es etwas ausführlicher, hat mich aber auch ein paar Stunden gekostet. So viel Zeit habe ich auf Dauer nicht. Da ich deutlich schneller spiele als schreibe, werde ich nur von bestimmten Phasen der Saison so genau berichten. Die nächsten Spiele bis zum Sommer erkläre ich deutlich kürzer, die wichtigen werden ausführlicher behandelt.
Ja da hast du recht. Trotzdem war das eine sagenhafte Serie und vor allem ein ganz tolles Abschneiden im Pokal. Enttäuscht sind wir nicht wirklich.
Meinst du mit Ablösesummen den Wert meiner Spieler? Falls ja, dann sind diese Werte realistisch. Zumindest dann, wenn man als Messwert die Marktwerte von transfermarkt.de zur Hilfe nimmt. Meinst du es gibt da einen Unterschied von EA zu SI?
Ich habe mich zunächst auch ein wenig gewundert über die Stärke von Johansson. Mit Schnelligkeit 8 wird er gegen jüngere Stürmer natürlich Probleme bekommen. Wir werden das mal beobachten. Zunächst aber vertraue ich ihm. Er ist bei mir gesetzt.
Zum Pokal: Der Sieger ist für die Europa League qualifiziert. Der Finalteilnehmer wohl nicht. Zumindest habe ich darüber nichts finden können. Möglicherweise wird das dann über die Liga geregelt. Wir können das ja mal beobachten, wenn die Saison zu Ende ist.
Vielen Dank! Ich freue mich auch wieder hier zu sein und bin gespannt, wie viel Zeit ich aufbringen kann.
4. Kapitel: Wir starten in die Allsvenskan 2019
DIE ALLSVENSKAN IST DIE BESTE LIGA EUROPAS
... zumindest wenn es um das Thema Ausgeglichenheit geht. Während es in vielen europäischen Ligen Serienmeister bzw. wenige Topteams gibt, die auf nationaler Ebene weitgehend dominieren, haben sich schwedische Vereine in den letzten 20 Jahren regelmäßig einen sehr spannenden Kampf um die Meisterschaft geliefert. Zwischen 2000 und 2018 gab es tatsächlich zehn verschiedene Meister.
Zum Vergleich: In der Bundesliga, der Premier League, La Liga und der Serie A gab es in diesem Zeitraum jeweils nur fünf verschiedene Titelträger. Natürlich ist die Allsvenskan im europäischen Vergleich keine gute Liga. Hier im Norden ist Fußball eben nicht die Nummer 1, sondern vielmehr Sportarten wie Eishockey, Handball oder allgemein das Wintersport-Segment. Was Schweden im Fußball fehlt, ist ein starkes Team, das auch auf europäischer Ebene etwas reißen kann. Im Verlauf der Jahrzehnte gelangen immer wieder Ausrufezeichen, über einen längeren Zeitraum dominieren konnte aber niemand. Begründet liegt das möglicherweise darin, dass der schwedische Fußball erst sehr spät professionalisiert wurde. Bis 1967 galt in Schweden das Amateurstatut, wodurch man im Europapokal der Landesmeister chancenlos war. Das änderte sich in den 70er Jahren, als Vereine wie Ativdabergs FF oder Östers IF respektable Ergebnisse im Europacup einfuhren. Die größte Veränderung im schwedischen Fußball brachten aber Roy Hodgson und Bob Houghton Ende der 70er, indem sie eine sehr defensive, gegen stärkere Mannschaften durchaus erfolgreiche Spielphilosophie nach Schweden - im Genauen nach Malmö - exportierten. 1979 scheiterte Malmö erst im Finale des Europapokals der Landesmeister an Nottingham Forest. In den 80er Jahren begann dann die goldene Ära von IFK Göteborg, das zuvor relativ erfolglos. Der junge Trainer Sven-Göran Eriksson kopierte das Erfolgssystem von Hodgson und Houghton, gewann mit IFK drei Mal in Folge die Meisterschaft, scheiterte 1986 imm Europapokal der Landesmeister erst im Halbfinale am FC Barcelona und gewann zwei Mal den UEFA Pokal (1982, 1987). Das sind bis heute die einzigen europäischen Titel für eine schwedische Mannschaft. Anfang der 90er dominierte IFK Göteborg noch die Liga, konnte diese Erfolge ab 1996 aber nicht mehr bestätigen. Lediglich 2007 wurde man nochmal Meister.
Auf dem europäischen Parkett begann nun ein schleichender Niedergang. Man kann das wohl durch den EU-Beitritt und das Bosman-Urteil begründen. Beide Ereignisse hatten zur Folge, dass Schwedens beste Fußballer das Land verließen, da sie in den anderen europäischen Ligen besser verdienten.
Zwar gibt es seit dem neuen Jahrtausend eine stetige Professionalisierung und Kommerzialisierung, mit vergleichbaren Nationen Europas kann die Allsvenskan aber trotzdem nicht mithalten. 2012 betrug der Umsatz der Allsvenskan ca. 130 Mio. €. Zum Vergleich: Belgien (270 Mio. €) und die Niederlande (400 Mio. €) lagen deutlich davor. Bei den Gehaltskosten pro Club ist die Liga auch heute noch sehr schlecht aufgestellt. 2015 betrugen diese laut einer UEFA-Studie 5 Mio. € (2. Bundesliga: 14 Mio. €). 2020 soll sich das ändern, dann werden die Fernseheinnahmen voraussichtlich von 26 Mio. € auf 60 Mio. € steigen. Wir hoffen, von diesem Kuchen natürlich auch etwas abzubekommen. Das Problem ist aber: Verteilt werden diese Gelder durchweg gleichmäßig unter allein Vereinen. Es ist nicht so, dass der Meister auch am meisten Schotter bekommt. Das sorgt zwar für die hohe Spannung in der Allsvenskan und ist ein Hauptgrund für 10 Meister in 18 Jahren. Auf der anderen Seite verhindert dieses Prozedere jedoch, dass ein schwedisches Team in Europa mal etwas weiter kommt. Die schwedischen Fußball-Verantwortlichen müssen sich also genau überlegen, wie die Zukunft dieser Sportart in Schweden aussehen wird. Gibt es weiterhin viel Spannung und Abwechslung oder wird sich die Allsvenskan - bedingt durch eine gestaffelte Verteilung der TV-Gelder - in eine Richtung entwickeln, die an die norwegische Tippeligaen erinnert? Dort wurde Rosenborg Trondheim 13 mal in Folge Meister, konnte in Europa aber trotzdem keine Erfolge feiern. Vielleicht ist Malmö FF (immerhin schwedischer Rekordmeister mit 20 Titeln) ja diese Mannschaft. Seit 2010 gewann das Team vom deutschen Trainer Uwe Rösler fünf mal die Meisterschaft. 2018 gab es einen Dämpfer. Da gewann überraschend AIK Solna den Titel. Die Frage ist nun, ob dieser Erfolg eine Ausnahme war und Malmö in diesem Jahr zurück in die Erfolgsspur kommt oder ob wir erneut vor einer Dekade mehrerer Titelträger stehen?
Ausgeglichen ist die Allsvenskan nach wie vor. Im vergangenen Jahr lagen am Ende zwischen Platz 1 und 8 nur 9 Punkte. Geht es nach den Wettquoten, ist AIK Solna favorisiert für dieses Jahr (4,5), aber nur knapp vor Malmö FF (5,0), IFK Norrköping (6,0) und Djurgardens IF (7,0). Man beachte Trellborgs FF, das im letzten Jahr Vierter wurde und auf Rang 16 getippt wird. Wir werden mit 251,0 auf Platz 13 gelistet, was immerhin den Klassenerhalt bedeuten würde. Außenseiter sind wir in dieser Liga jedoch nicht. Unser guter Lauf im letzten Jahr und das tolle Abschneiden im Pokal zeigen, dass wir in der Allsvenskan durchaus konkurrenzfähig sind. Natürlich nicht, wenn es um den Titel geht, aber ein einstelliger Tabellenplatz ist nicht ganz so unwahrscheinlich. Passieren kann letztlich alles. Denn in der Allsvenskan gilt der Spruch "Jeder kann jeden schlagen" wohl mehr als in allen anderen europäischen Topligen. Ich bin sehr gespannt auf meine erste Saison in Liga 1. Das ganze Team ist hungrig und will erfolgreich starten. Und starten werden wir jetzt auch.
Hey, mal eine Frage in die Runde: Schaut ihr euch FM (SI/EA) Let's Plays auf Youtube an? Wenn ja, welche sind das? Ich verfolge seit ca. einem Jahr ein paar englische, die echt gut gemacht sind. Habe da unter den deutschen leider noch recht wenig gefunden.
Zunächst mal vielen Dank. Wir hoffen auch in der 1. Liga ein paar Siege einfahren zu können. Sollte machbar sein.
Welche Regelungen habt ihr denn bei der Wahl zur Story des Monats mittlerweile? Wenn ich im November beginne, sollte ich doch im Dezember gewählt werden können, oder?
Den Witz mit Anton Kienast verstehe ich nicht, sorry
Oh Gott, ich glaube eher, dass du mir noch ein paar Sachen beibringen kannst. Ich war noch nie der große Taktik-Tüftler, versuche aber mal deine Fragen zu beantworten:
1. Du hast Recht. Darauf habe ich nicht geachtet. Scheint aber bislang keine große Auswirkung auf unser Spiel gehabt zu haben. Ich passe das in der neuen Saison mal an und probiere ein wenig aus (das mache ich tatsächlich durchgehend. Ich probiere unheimlich viel aus, vor allem während der Spiele, wenn wir hinten liegen).
2. Die Meldung bekomme ich auch ständig im Spiel, ignoriere sie aber sehr erfolgreich. Klar, ich könnte mehr auf Angriff spielen. Während der Partien stelle ich hier oft um.
3. Das habe ich tatsächlich noch nie gehört. Ähnliche Antwort wie bei 2. Ich passe meine Formation während der Spiele immer an. Liegen wir hinten, gehe ich mehr auf Angreifen, liegen wir knapp vorne, schalte ich auf Unterstützen oder Verteidigen. Grundsätzlich macht es natürlich Sinn, was du sagst. Wenn ich z.B. mit Hinterlaufen spiele und das auf beiden Seiten, will ich natürlich Flanken von beiden Seiten.
Alles in allem solltest du dir taktisch aber nicht allzu viel von mir abschauen
Ich habe Jonas Thern vorher natürlich auch nicht gekannt. Die Bildungslücke ist also auch bei mir geschlossen.
Bislang bin ich wirklich ein wenig gelangweilt. Ich hoffe, dass es uns in der 1. Liga ein bisschen schwieriger gemacht wird und nicht wieder alle im Catenaccio gegen uns spielen.
EIN RUHIGES WEIHNACHTSFEST
Die Tage sind kurz geworden in Schweden. Es ist Mitte Dezember und ich freue mich auf mein erstes Weihnachtsfest in Schweden. Mir ist bewusst, dass mein Aufenthalt in Skandinavien nur von kurzer Dauer ist. Schließlich möchte ich in den kommenden Jahren noch viel mehr von Europa sehen. Zunächst bin ich aber sehr froh, ein ruhiges Weihnachtsfest zu feiern. Nun, mit ein wenig Abstand, wird mir langsam bewusst, was wir in den vorangegangenen Monaten erreicht haben. Diese Siegesserie war einzigartig und wird sich wohl so schnell auch nicht wiederholen, erst recht nicht in der 1. Liga. Bevor ich aber zur Planung für die kommende Spielzeit übergehe, möchte ich nochmal diejenigen ehren, die tatsächlich für den Aufstieg verantwortlich waren: Meine Jungs!
KADERPLANUNG 2019
Viele Aufsteiger kennen das: Die Euphorie ist schnell verflogen, wenn der Kader für die nächste Saison geplant werden muss. Viele Spieler verlassen den Verein, weil sie Angebote von besseren Teams erhalten, die ihnen auch oder vor allem mehr Geld zahlen können. Von einigen Spielern muss man sich verabschieden, weil die 1. Liga eine Nummer zu groß für sie ist. Und dann gibt es da noch die monatelange Suche nach Spielern, die den Kader qualitativ verstärken sollen und bestmöglich wenig Geld kosten. Nach Abschluss der Vorbereitung kann ich sagen, dass wir bei keinem dieser drei Punkte größere Probleme hatten. Kein einziger wichtiger Spieler wurde uns weggeschnappt und der überwiegende Großteil dieser Mannschaft ist erstligatauglich. Ergänzt wird der Kader durch ein paar neue Spieler, die wir für vergleichsweise wenig Geld erhalten haben. Aber seht selbst:
ZUGÄNGE
VON
ABLÖSE
ABGÄNGE
ZU
ABLÖSE
Andreas JOHANSSON
IFK Norrköping
Ablösefrei
Peter LARSSON
Plymouth Argyle
10.000 €
Anton KRALJ
Malmö FF
Leihvertrag
Alexander ARVIDSSON
Linköpings FF
Leihvertrag
Emil WAHLSTRÖM
BK Häcken Göteborg
Ablösefrei
Ludvig FRITZSON
Östersunds FK
Ablösefrei
Jonathan MORSAY
GIF Sundsvall
450.000 €
Beschäftigen wir uns zunächst mit den Abgängen. Peter LARSSON war von meiner Ankunft in Halmstad fast bis zum Saisonende verletzt. Durch einen Schlüsselbeinbruch absolvierte er keine Partie unter meiner Führung. Peter ist mit seinen 34 Jahren ein sehr erfahrener Innenverteidiger, ein Kind dieser Stadt, das seine Karriere bei HBK begann und 2008 für 2.1 Mio. € nach Kopenhagen wechselte. Von 2012 bis 2017 spielte er bei Helsingborgs IF, ehe er im letzten Jahr nach Halmstad zurückkehrte. Leider reichte es nur für 10 Spiele, da ich nicht mehr mit ihm plante. Er wechselt nach England zu Plymouth Argyle. Immerhin 10.000 € erhalten wir für ihn noch. Der zweite Abgang ist nur temporärer Natur. Alexander ARVIDSSON, junger Innenverteidiger, soll bei Linköpings FF in der 3. Liga Spielpraxis sammeln. Ansonsten konnten wir den gesamten Kader zusammenhalten.
Mit Larsson verließ ein Sohn der Stadt den Verein, mit Andreas JOHANSSON kommt jedoch wieder ein Sohn dazu. Der 37-jährige Abwehrstratege begann seine Karriere 2001 bei HBK, wechselte 2009 nach Bochum und 2012 zu Norrköping. Nun kehrt er in seine alte Heimat zurück. Nicht aber, um seine Karriere ausklingen zu lassen. JOHANSSON ist hungrig und mit 37 Jahren noch lange nicht müde. Er hat noch einiges vor und wird einer unserer wichtigsten Spieler werden.
Mit der Leihe von Anton KRALJ sind wir ein vielversprechendes Geschäft mit Malmö FF eingegangen. Der Linksverteidiger soll Andreas BENGTSSON Konkurrenz machen. Er ist als Rotationsspieler eingeplant. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Anton während seiner Leihe einige Schritte nach vorne machen wird. In der Vorbereitung zeigte er sehr tolle Leistungen, wodurch ich nun zum Auftakt in die Saison die Qual der Wahl habe zwischen Kralj und Bengtsson.
Emil WAHLSTRÖM ist ein sehr erfahrener Spieler, den wir ablösefrei verpflichten konnten. Bei BK Häcken absolvierte der gelernte Innenverteidiger in der letzten Spielzeit 19 Begegnungen. Da sein Vertrag nicht mehr verlängert wurde, schlugen wir sofort zu. Emil passt sehr gut zu uns. Er ist variabel einsetzbar und kann auch auf der rechten Seite spielen. Dort soll er vornehmlich zum Einsatz kommen, nämlich als Backup für WESTERBERG.
Auch offensiv haben wir uns verstärkt. Ludvig FRITZSON ist ein offensiver Mittelfeldspieler und damit ein Mann, den wir so bislang noch nicht in unserem Kader hatten. FRITZSON kommt von Östersunds FK, wo er in den letzten zwei Jahren bereits Erstligaluft schnuppern konnte. Insgesamt lief er 29 mal für die Nordschweden auf und erzielte dabei drei Tore. Wir erhoffen uns durch ihn mehr taktische Varianz. Ludvig kann im Mittelfeld jede Position spielen und ist sogar ein anständiger Stürmer.
Mit Jonathan MORSAY haben wir es gegen Ende der Transferphase nochmal richtig krachen lassen. Der 21-jährige Schwede ist mit der Ablöse von 450.000 € unser neuer Rekordzugang. Eigentlich war nicht geplant, so viel Geld auszugeben. Aber Jonathan passt sehr gut in unser System und hat vor allem noch viel Entwicklungspotenzial. Vor allem auf der mentalen Seite muss er noch sehr viel zulegen. Wir haben aber das Vertrauen in ihn.
VORBEREITUNGSSPIELE
DATUM
GEGNER
ERGEBNIS
TORE
09.02.2019
AFC ESKILSTUNA
1:0
H. GUNNLAUGSSON (26.)
16.02.2019
LANDSKRONA BOIS
3:1
K. KINOSHITA (29.), J. SVEDBERG (71.), I. HARRYSSON (90.)
20.02.2019
BK LYNGBY
1:1
L. FRITZSON (09.)
27.02.2019
ÖSTERS IF
2:1
R. WIEDESHEIM-PAUL (43., 44.)
13.03.2019
KONGSVINGER IL
2:3
P. SILFWER (14.), K. KINOSHITA (67.)
Im Großen und Ganzen bin ich mit dieser Vorbereitung zufrieden. Es waren keine großen Kracher dabei. Wir testeten gegen Zweitligisten aus Schweden, Dänemark und Norwegen. Dabei gab es gegen die Dänen zum ersten Mal seit meinem Amtsantritt keinen Sieg und gegen Kongsvinger steckten wir sogar unsere Niederlage ein. Das war durchaus ungewohnt, aber womöglich gar nicht so schlecht.
TORHÜTER
POS.
NAME
NATION
ALTER
WERT
GEHALT/W.
VERTRAG
TW
Malkolm NILSSON
SWE
25
105.000 €
825 €
2020
TW
Otto MARTLER
SWE
31
5.250 €
400 €
2019
TW
Ivo VAZGEC
SWE
33
3.600 €
230 €
2019
Bei unseren Torhütern hat sich nichts verändert. Wir gehen mit Malkolm NILSSON als Nummer 1 in die neue Saison. Erstliga-Erfahrung hat unser Eigengewächs bislang wenig (5 Spiele). Doch wir vertrauen ihm. Er ist ein grundsolider Keeper für die Allsvenskan. Nummer 2 ist Otto MARTLER, dessen Vertrag wir um ein Jahr verlängern konnten. Ivo VAZGEC ist der dritte Mann, der in unserer Reserve zwischen den Pfosten steht.
VERTEIDIGUNG
POS
NAME
NAT
ALT
WERT
GEHALT/W.
VERTRAG
LV
Andreas BENGTSSON
SWE
23
135.000 €
1.100 €
2020
LV
Anton KRALJ (LEIHE)
SWE
21
97.000 €
300 €
2019
IV
Andreas JOHANSSON
SWE
37
110.000 €
1.200 €
2021
IV
Marcus MATHISEN
DEN
23
300.000 €
1.500 €
2021
IV
Alexander BERNTSSON
SWE
22
235.000 €
1.000 €
2021
IV
Andreas HADENIUS
SWE
28
37.000 €
925 €
2020
RV
Jesper WESTERBERG
SWE
33
105.000 €
1.200 €
2020
RV
Emil WAHLSTRÖM
SWE
32
200.000 €
950 €
2021
RV
Thomas BOAKYE
GHA
25
155.000 €
925 €
2020
Auf der Position des Linksverteidigers hat Andreas BENGTSSON Konkurrenz bekommen. BENGTSSON, in der letzten Saison unumstrittener Stammspieler, hat es nun mit dem ebenfalls noch sehr jungen Anton KRALJ zu tun, den wir von Malmö FF ausgeliehen haben. Beide sind leistungstechnisch auf etwa gleichem Level. Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Aktuell läuft vieles auf ein Rotationsprinzip hinaus.
In der Innenverteidigung freuen wir uns auf unseren Rückkehrer Andreas JOHANSSON, der unheimlich viel Erfahrung mitbringt und unsere Hintermannschaft in den kommenden Jahren führen soll. Trotz seines hohen Alters ist er einer unserer Besten. Wir freuen uns ebenfalls, dass MATHISEN und BERNTSSON geblieben sind, wodurch wir drei bombenstarke Innenverteidiger haben. Wenn alle drei verletzungsfrei bleiben, wird es für Andreas HADENIUS schwer, auf Einsatzzeiten zu kommen.
Auf der rechten Seiten hat unser Kapitän Jesper WESTERBERG Konkurrenz bekommen. Emil WAHLSTRÖM ist ein routinierter Defensivspezialist, der auch zentral spielen kann. Ähnlich wie auf der linken Seite könnte hier das Rotationsprinzip Anwendung finden, zu dem mit Thomas BOAKYE noch ein dritter Mann hinzustößt. Qualitativ und quantitativ sind wir defensiv alles in allem sehr gut aufgestellt. Eine starke Verteidigung werden wir auch benötigen, um unsere Ziele zu erreichen.
MITTELFELD
POS
NAME
NAT
ALT
WERT
GEHALT/W.
VERTRAG
DM
Ivo PEKALSKI (LEIHE)
SWE
28
82.000 €
800 €
2019
ZM
Pontus SILFWER
SWE
27
300.000 €
1.100 €
2020
ZM
Jonathan SVEDBERG
SWE
19
135.000 €
750 €
2020
ZM
Oscar PETERSSON
SWE
20
78.000 €
700 €
2021
ZM
Emil Tot WIKSTRÖM
SWE
19
6.750 €
300 €
2019
OMZ
Ludvig FRITZSON
SWE
23
325.000 €
1.100 €
2021
OML
Gabriel GUDMUNDSSON
SWE
19
375.000 €
1.000 €
2021
OMR
Jonathan MORSAY
SWE
21
325.000 €
925 €
2022
OMR
Höskuldur GUNNLAUGSSON
ISL
24
145.000 €
1.400 €
2021
Ivo PEKALSKI war in der letzten Saison unser Herz im Mittelfeld. Wir konnten seine Leihe vorerst bis Juni verlängern und hoffen, dass uns das nochmals bis Ende des Jahres gelingt. Im defensiven Mittelfeld ist er gesetzt. Vor ihm baue ich weiterhin auf das Duo SILFWER/SVEDBERG. Beide sind mit PEKALSKI hervorragend eingespielt. Sie sollen auch in diesem Jahr wieder für offensive Impulse sorgen. Oscar PETERSSON und Emil Tot WIKSTRÖM sind junge Talente, die auf jeden Fall zu ihren Einsatzzeiten kommen werden. Als Stammspieler sehen wir sie noch nicht. Neu in der Riege der zentralen Mittelfeldspieler ist Ludvig FRITZSON, ein Offensivspezialist, der unsere Formation variabler machen soll. In der Vorbereitung haben wir bereits einige Male mit offensivem Mittelfeldspieler agiert. Das funktionierte gut. Ich bin gespannt auf die Saison.
Auf den Außenpositionen begrüße ich unseren Rekordeinkauf Jonathan MORSAY. Er kann auf beiden Seiten spielen, wird aber vor allem mit Höskuldur GUNNLAUGSSON auf der rechten Seite konkurrieren. Unser U21-Nationalspieler Gabriel GUDMUNDSSON ist, sofern er fit bleibt, bei mir immer gesetzt. Er ist unser talentiertester Mann.
STURM
POS
NAME
NAT
ALT
WERT
GEHALT/W.
VERTRAG
ST
Kosuke KINOSHITA
JPN
24
425.000 €
1.600 €
2021
ST
Johan OREMO
SWE
32
47.500 €
1.200 €
2019
ST
Tryggvi Hrafn HARALDSSON
ISL
22
66.000 €
675 €
2020
Im Sturm gab es ebenfalls keine Veränderungen. Kosuke KINOSHITA ist als klare Nummer 1 im Sturm gesetzt. Er ist unser wertvollster Spieler und Topverdiener bei HBK. In der Vorbereitung zeigte er schon wieder, dass mit ihm zu rechnen ist. Hinter ihm konkurrieren der erfahrene Johan OREMO und der junge Isländer Tryggvi Hrafn HARALDSSON um die Nummer 2. Ich denke aber, dass beide regelmäßig zu Einsätzen kommen werden, da wir vor allem zu Beginn der Saison wohl etwas öfter rotieren müssen.
SVENSKA CUPEN 2019
In Schweden beginnt die Spielzeit zunächst mit dem Svenska Cupen. Während die reguläre Saison in der Allsvenskan erst im April startet, wird der Pokal bereits ab Ende Februar ausgetragen. Wie an anderer Stelle schon mal erwähnt, ist der Svenska Cupen ein jahresübergreifendes Ereignis. Die erste und zweite Runde wurde im Juli und August ausgetragen, nun geht es ans Eingemachte. 32 Mannschaften sind noch vertreten. Sie begegnen sich nun in acht Gruppen zu je vier Teams. Nur der Gruppenbeste zieht in die nächste Runde ein. Dann geht es ganz normal im K.O.-Modus weiter. In unserer Gruppe treffen wir auf den Erstligist IFK Norrköping, den Zweitligisten Östers IF und den Drittligisten IK Frej. Gegen die beiden Letzteren sind wir favorisiert, während gegen Norrköping eine enge Partie erwartet wird.
Im nächsten Update: Wir starten in die Allsvenskan! Was macht die Niederlage gegen Djurgardens IF mit uns?
Ich schätze mal du meinst mit Farben das Gold und nicht das Blau, oder? Sind die Farben für dich schlecht lesbar oder findest du sie einfach nicht gut? Das wäre ne wichtige Info
Bitte nicht wundern: In diesem Update gibt es noch keine Änderungen. Ich selbst kann die Farben wunderbar lesen. Aber wenn es mehreren so geht, dass sie Probleme damit haben, werde ich natürlich Anpassungen vornehmen.
@remeber'67
Kinoshita ist ein Brett. 1,90 Meter groß und 85 kg schwer. Ein wenig ungewohnt für einen Japaner
Mal sehen, wie es sich mit den Angeboten verhalten wird. Bis Ende 2019 möchte ich auf jeden Fall in Halmstad bleiben. Aber ich denke, dass bis dahin wohl auch noch keine kommen werden.
2. Kapitel: Das Saisonfinale 2018
Der Trainerstab - ein Trauerspiel mit Lösungspotenzial
Nach dem gelungenen Start in meinen neuen Job gilt es natürlich nicht nur die Mannschaft zu entwickeln, sondern auch den Verein strukturell zu stärken. "Führungskräfte mit hohen Ambitionen sollten sich für HBK entscheiden, um sich zu entwickeln und ihr höchstes Niveau zu erreichen." So sagt es unsere Vision. Doch im Alltag merke ich davon noch nicht viel. Vereinspräsident Tony Karlsson ist ein feiner Kerl und hat für den Verein tatsächlich nur das Beste im Sinn. Die Rückkehr in die Allsvenskan und ein dortiger dauerhafter Verbleib können jedoch nur mit den richtigen Verantwortlichen gelingen. Aktuell fehlt es hier aber an fast allem: Es gibt keinen Sportdirektor, keine Scouting-Abteilung, Reserve und Jugend werden von meinem Co-Trainer gecoacht. Uns fehlen Physios, Assistenztrainer, Fitnesstrainer, Sportwissenschaftler und Datenanalysten. Es ist ein Trauerspiel. Das Team hat zwar gerade einen Lauf und scheint womöglich keine drei Assistenztrainer zu benötigen. Dauerhaft ist das jedoch kein Zustand. Es muss was getan werden. Der wichtigste und erste Schritt hierzu ist ein Sportdirektor, dem ich gerne die Aufgabe der Staff-Zusammenstellung übergeben möchte. Über mehrere Wochen dauert die Suche nach einem geeigneten Kandidaten. Kurz vor Saisonende haben wir endlich einen Sportdirektor gefunden: Jonas Thern!
Jonas Thern ist ein alter Bekannter in Halmstad. 2002 und 2003 war er bereits Cheftrainer bei HBK. Er führte das Team auf einen sechsten und einen neunten Platz in der Allsvenskan. Aber nicht nur deswegen hat er einen bekannten Namen in Schweden. In den 90er Jahren spielte Thern sehr erfolgreich für Benfica Lissabon, den SSC Neapel und AS Rom. 75 Länderspiele unterstreichen seinen Stellenwert in der Öffentlichkeit. Aber seit Lothar Matthäus wissen wir: Bekanntheit alleine genügt nicht! Es kommt auch auf die Kompetenz an und die zeigt Jonas seit 2016 in der schwedischen Nationalmannschaft als Assistenztrainer. Diesen Job wird er auch weiterhin ausführen, womit wir beste Kontakte zur Nationalmannschaft haben. Wie sagt man neudeutsch so schön: Wir erhoffen uns Synergie-Effekte.
Jonas Thern wird nun im Verlauf der nächsten Monate alle freien Stellen bei HBK sukzessive mit talentierten "Führungskräften mit hohen Ambitionen" besetzen. Um die Scouting-Abteilung musste ich mich zuvor allerdings selbst kümmern. Auch hier vertraute ich wieder zwei bekannten Namen:
Patrik Andersson kennt in Schweden jedes Kind. Er spielte in den 90ern für die Blackburn Rovers und Borussia M'Gladbach. Anschließend wechselte er zum FC Bayern München, mit dem er Deutscher Meister wurde und die Champions League gewann. Legendär bis heute - und das nicht nur in Deutschland: Sein Last-Minute-Siegtreffer am letzten Spieltag gegen den HSV, wodurch er Schalke 04 ins Tal der Tränen hinabstürzte. Anschließend wechselte er zum großen FC Barcelona. Andersson lief in 10 Jahren 96 mal für die Tre Kronor auf und beerbte 1997 keinen geringeren als Jonas Thern im Amt des Mannschaftskapitäns. Ich bin sehr froh, diese beiden ehemaligen Topstars in unserem Stab begrüßen zu dürfen. Patrik Andersson ist unser neuer Leiter der Scouting-Abteilung. Mit ihm zusammen arbeiten wird Mbo Mpenza, Bruder von Emile und 56-maliger Nationalspieler für Belgien. Ich wünsche beide herzlich Willkommen und hoffe auf erfolgreiche Jahre in Halmstad.
Auslaufende Verträge - Kampf um jeden Cent
Wie an anderer Stelle schon mal erwähnt, ist Halmstads BK in Schweden vor allem dafür bekannt, mit geringem Budget große Erfolge zu feiern. Das mit den Erfolgen gelang in den letzten Jahren nicht so, das mit dem Budget ist unverändert geblieben. Bei meiner Kaderplanung muss ich jeden Cent umdrehen, vor allem weil die Gehälter aktuell über dem Budget liegen. Problem: Wir haben noch einige Verträge, die in diesem Jahr auslaufen. Darunter die Verträge von unseren Offensivwaffen Kosuke KINOSHITA und Höskuldur GUNNLAUGSSON sowie von Abwehrchef Marcus MATHISEN und Ersatztorwart Otto MARTLER. Aufgrund der Budgets war ich anfangs wenig optimistisch. Doch tatsächlich ist es uns gelungen, alle vier Spieler mit einem neuen Kontrakt auszustatten. Bei KINOSHITA und MARTLER war es etwas schwieriger, während wir GUNNLAUGSSON und MATHISEN sogar zu günstigeren Konditionen an uns binden konnten. Letztlich zählt aber: Alle vier spielen auch im nächsten Jahr für HBK.
Road to Relegation
TABELLE SUPERETTAN / 27. SPIELTAG
Välkommen tillbaka till Allsvenskan
Im nächsten Update: Der Start in die Saison 2019. Geht das Märchen weiter?
Zunächst mal recht herzlichen Dank für das tolle Feedback und vor allem für die Genesungswünsche. Physios mit Attribut 20 sind schwer zu finden. Ich habe bereits einige Anzeigen aufgegeben, jedoch meldete sich bislang überwiegend Mittelmaß. Ein was gutes hat die Verletzung ja immerhin: Ich habe in den nächsten 2, 3 Wochen viel Zeit für den FM.
Tatsächlich ein sehr schöner Zufall, dass wir zur gleichen Zeit in dieses Forum zurückkehren. Und wie ich gestern gesehen habe, war auch Lord Devon vor ein paar Wochen kurzzeitig hier. Man kommt halt doch nie ganz weg vom alten Hobby.
Das neue Design vom FM ist auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig. Ich persönlich finde das Lila gar nicht so schlimm, sondern eher erfrischend. Das ist halt Geschmackssache. Ich spiele bereits seit einer Woche die Beta und seit gestern die Vollversion. Die neuen Trainingseinstellungen finde ich faszinierend. Nerd-Faktor 5.000! Da kann man sich wirklich drin verlieren. Gut, dass es für jeden taktischen Stil (ebenfalls neu: Vorgefertigte Taktiken wie Gegenpressing, Ballbesitz, Tiki-Taka, etc.) einen vorgefertigten Trainingsplan gibt, sowohl für die frühe, mittlere und späte Vorbereitung als auch unter der Saison. Will man das alles selbst machen, wird das viele Stunden Tüftelei in Anspruch nehmen. Ich bevorzuge das vorgefertigte Training, das ich dann punktuell anpasse.
Mit der Match Engine bin ich - wie Lancelot - noch nicht ganz warm geworden. Es ist tatsächlich sehr einfach und ich hoffe, dass das bald noch angepasst wird. Ich habe zwar schon viel FM-Erfahrung, musste mich aber in jede Version erstmal "reinfuchsen". Das war bei diesem Jahrgang bislang nicht so. Ich werde auf jeden Fall weiterhin von meinen Erfahrungen berichten.
Folgende Länder habe ich ausgewählt:
Hinzu kommen noch Brasilien, Argentinien sowie weitere Länder, in denen ich nicht spielen, sondern die ich nur betrachten kann (Besser für die Rechnerleistung). Ich spiele mit einem MacBook Pro 2015. Das ist sehr leistungsstark, pumpt aber ganz schön bei den Spielen.
Was Boakye so wertvoll macht, kann ich nicht sagen. Möglicherweise liegt es an einem besseren und längeren Vertrag. Bengtsson wird sein Potenzial erst noch über längere Zeit unter Beweis stellen müssen, während Westerberg einfach schon über 30 ist. Da sinkt der Marktwert halt.
1. Kapitel: Välkommen till Sverige!
Der bisherige Saisonverlauf
Im letzten Update bin ich bereits kurz darauf eingegangen. 22 Spieltage sind bereits absolviert. Die Saison in Schweden beginnt im April und endet Anfang November. 30 Begegnungen müssen gespielt werden in den beiden höchsten schwedischen Klassen. Wir sind also bereits im letzten Drittel dieser Spielzeit angekommen. Halmstads BK schlug sich unter meinem Vorgänger Igor Krulj nach dem Abstieg im vergangenen Jahr folgendermaßen:
Wie man gut erkennen kann, bestand diese Saison über weite Strecken aus sehr engen Spielen. Der Auftakt war sehr durchwachsen. Der zweite Sieg folgte erst am 9. Spieltag. Und im Anschluss gab es eine Serie von vier 1:1 Remis in Folge. Igor Krulj wurde bereits am 15.07. nach der Auswärtsniederlage gegen Varbergs BOIS entlassen. In der Zwischenzeit übernahm mein jetziger Co-Trainer Billy Magnusson als Trainer und führte das Team in fünf Spielen zu drei Siegen und einem Unentschieden. Am 22. Spieltag besiegten wir sogar Tabellenführer Helsingborgs IF mit 2:1. Ich übernehme also eine Mannschaft, die sich bereits im Aufschwung befindet.
Taktische Überlegungen
Grundsätzlich sollte man sich zu Beginn immer die Frage stellen: Bringe ich als Trainer ein präferiertes System mit oder passe ich die Taktik dem vorhanden Spielermaterial an. Wenn ich auf meine jahrelange FM-Erfahrung zurückblicke, so habe ich meistens ein 4-2-3-1 spielen lassen. Das ist hier in Halmstad jedoch schwer umzusetzen, da wir nicht wirklich einen offensiven Mittelfeldspieler haben. Also entscheide ich mich für ein etwas defensiver aufgestelltes 4-3-3, das sehr gut zum vorhandenen Personal passt.
Im obigen Bild ist nicht nur gut zu erkennen, mit welcher Aufstellung ich meine Jungs in das erste Spiel schicken, sondern auch welches Stammpersonal ich bevorzugen werde. MATHISEN und BERNTSSON sind ein eingespieltes Innenverteidiger-Duo. BENGTSSON und WESTERBERG können gut mit ihren Vorderleuten zusammenspielen. Sie sollen defensiv gut geordnet in der Viererkette stehen und offensive gefährliche Steilpässe und Flanken schlagen. Dieses Vertrauen ist mir sehr wichtig, um die kommenden Aufgaben zu bewältigen. PEKALSKI ist mein Spielmacher vor der Abwehr. Er baut das Spiel auf und verteilt die Bälle, während SILFWER und PETERSSON offensiver agieren. Diese dicht gestaffelte Zentrale soll uns vor allem Stabilität im Zentrum geben und für weniger Gegentore sorgen. Vorne baue ich auf ein eingespieltes Dreieck aus GUNDMUNDSSON, GUNNLAUGSSON und KINOSHITA. Der Japaner ist ein hervorragender Stoßstürmer. Er soll sich an der gegnerischen Verteidigung aufreiben und muss weniger nach hinten machen. Dort haben wir ja genügend Leute. GUNDMUNDSSON und GUNNLAUGSSON sollen ihn wiederum mit vielen, vor allem flachen Hereingaben füttern.
Taktische Anweisungen
Grundausrichtung: Offensiv
In Ballbesitz
Umschaltspiel
Gegner in Ballbesitz
Etwas kürzeres Passspiel Geordneter Spielaufbau aus der Defensive Geduldig spielen Disziplinierter spielen
Kurz abspielen Auf IV abspielen Formation halten Gegenpressing
Höhere Defensivlinie Viel tiefere Pressinglinie Aggressiver
Die ersten Spiele
Die Saison ist fast vorbei und im Svenska Cupen spielen wir erst die 2. Runde? Wie geht es nun weiter im Pokal? Der Svenska Cupen wird entgegen des üblichen skandinavischen Fußballkalenders über den Jahreswechsel hinweg gespielt. 32 Mannschaften sind jetzt noch vertreten, die in der 3. Runde in acht Gruppen zu je vier Mannschaften gegeneinander spielen werden. Die Teams treffen einmal aufeinander. Die Gruppenbesten qualifizieren sich für das Viertelfinale.
TABELLE SUPERETTAN / 26. SPIELTAG
Die Formkurve zeigt aber mal sowas von nach oben. Wir kratzen am Relegationsplatz. Und gegen wen spielen wir am 27. Spieltag? Natürlich: GAIS Göteborg! Das ist unsere Chance, auf den 3. Platz zu klettern. Wer hätte das vor ein paar Wochen vermutet?
Im nächsten Update: Das Saisonfinale 2018! Können wir Platz 3 erobern?
Der Flut ist es jedenfalls so noch nicht, wirkt echt albern im Vergleich, aber auch die angeblich so tolle neue Matchengine kann mich noch nicht begeistern.
Wie immer müssen wir beim FM auf das Winter-Update warten. Bin mal gespannt auf die weitere Entwicklung der ME. In der Beta habe ich über konfuses KI-Verhalten (Ballbesitz der KI gegen schwächere Teams, Chancenverteilung in den eigenen Spielen, etc.)
Ich selbst habe auch noch ein paar Probleme mit diesem Jahrgang. Werde ich dann in meiner Story beleuchten.
Nee, nee - Schorschi weiß schon was ich meine. Eckige Klammer - Plus - Eckige Klammer. Ohne Icon. Ohne Schnickschnack.
Heute würde die Jugend sagen, dass diese - von Schorsch kreierte - Zeichenkombination vor 10 Jahren in den Stories "gefeiert" wurde.
Um das hier mal klarzustellen: [+] und [-] war keine von mir "kreierte" Zeichenkombination. Das waren Menü-Elemente in früheren Football Manager Versionen. Ich meine mich zu erinnern, dass Fansal sie noch vor mir in seinen Stories verwendet hat.
Aber ich finds natürlich trotzdem schön, dass sowas in Erinnerung bleibt. Und total nerdig ist es auch von remember'67
Hab jetzt mal ein paar Stunden mit dem 19er verbracht. Für Um- und Einsteiger mag er ja einfacher sein, aber graphisch finde ich ihn um Klassen schlechter als den 17er.
Du meinst das Menü?
Jo, is Geschmackssache. Früher oder später gibts ja sowieso super Skins.
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