Echte Liebe oder Alte Liebe - was hält länger?

  • Um den Frust etwas abzubauen, schaue ich mir eines der Sonntagabendspiele im Fernsehen an: Hannover 96 gegen den 1. FC Nürnberg. Und da gibt es einiges zu sehen ...


    Nette Überleitung. Überhaupt liest sich deine Story immer besser!


    Borussia Dortmund (13.) - 1. FC Kaiserslautern (14.) 6:1 (5:1)


    Fast wie gegen einen designierten Zweitliga-Absteiger!


    Und wer ist wohl Favorit Nummer 1 auf die Nachfolge? Der Kloppo! Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er sich das antut ...


    Ich fänd's großartig, schon weil die beiden so überhaupt nicht zueinander passen!


    Grosses Kompliment dafür.


    Von mir auch!

  • Danke für die netten Kommentare!
    Ja, das mit dem Layout dauert schon seine Zeit. Es dient aber der besseren Unterscheidbarkeit und ist damit den Aufwand wert für mich.
    Der BVB ist eine echte Wundertüte ...


    13. September 2011
    Schlaudraff erkrankt
    Wie die medizinische Abteilung von Hannover 96 mitteilte, erlitt Jan Schlaudraff eine Lebensmittelvergiftung, die ihn für fünf, sechs Tage außer Gefecht setzt.
    Damit ist Schlaudraff auch nicht im EL-Spiel gegen Rapid Bukarest einsetzbar. Dem Vernehmen nach überlegt Trainer Remörk, statt seiner Artur Sobiech in den Kader zu berufen, der im letzten Spiel von Hannovers U 23 mit drei Toren überragender Akteuer beim 3:1-Erfolg über Kickers Emden war.


    13. September 2011
    Anlässlich des Spiels gegen
    Olympique Marseille höre ich heute abend zum ersten Mal live die Champions League-Hymne, also live als verantwortlicher Trainer: Ein tolles Gefühl. Zwar alles etwas schmalzig, pathetisch und sinnfrei, aber trotzdem ...


    Für die Partie gegen den französischen Meisterschafts-Zweiten der letzten Saison stelle ich nur auf einer Position um: Perisic ersetzt Barrios, den ich als Joker vorgesehen habe.
    Vor lauter Freude über seinen Startelfeinsatz in der Champions League hebt
    Perisic nach 67 Sekunden ab - und bekommt gelb wegen einer Schwalbe ...
    Ein paar Minuten später macht er es dann besser und prüft Marseilles
    Mandanda zum ersten Mal. Eine Minute später steht der Keeper erneut im Mittelpunkt, als er eine verunglückte Flanke von Götze gerade noch wegfausten kann.
    Marseille versteckt sich aber keineswegs und spielt auch zielstrebig nach vorne.
    Augereaus Schuss nach Ballverlust unserer Abwehr geht nur einen halben Meter übers Tor. Und kurz danach muss Hummels kurz vor der Linie klären. Nach knapp 20 Minuten kombinieren sich die Franzosen erneut relativ unbedrängt in Richtung Langerak - und my vollendet gekonnt zur Führung.


    Und so geht es weiter: Einer Chance von uns folgt eine von Marseille folgt eine von uns ... Kehl kann sich den Ball erkämpfen, er spielt ihn gedankenschnell nach links auf Kagawa. Schuss - abgewehrt, Abstauber Lewandowski - TOOOR! Der Junge hat einfach einen Lauf und steht immer goldrichtig im Moment.
    Auch danach geht es wieder abwechselnd weiter: Kopfball nach Ecke der Gäste:
    Schmelzer klärt auf der Linie. Kopfball Santana nach BVB-Ecke: Knapp drüber.


    Nach 47 sehr intensiven Minuten geht es in die Pause. In der zweiten Hälfte erholen sich die Spieler beider Teams offenbar, denn es dauert 20 Minuten bis zur nächsten erwähnenswerten Szene: Kehl wieder mit einem Geistesblitz und langem Ball auf Götze. Der zieht in den Strafraum ... und will dann querlegen, statt selbst zu schießen - Chance vorbei. 15 Minuten vor dem Ende flankt Löwe in den Strafraum, Barrios macht sich gaaanz lang und rutscht in den Ball, doch Mandanda pariert.
    Viel mehr passiert danach nicht. Wir sind in dieser zweiten Hälfte besser als Marseille, aber nicht zwingend genug, sodass das 1:1 am Ende in Ordnung geht.


    Champions League-Splitter:
    *** Dortmund 1:1 gegen Marseille, Bayern 1:1 gegen Trabzonspor, Leverkusen 3:0 in Valencia *** Titelverteidiger Barca startet mit 3:1 gegen Pilsen *** Torreichstes Spiel in Basel: 3:4 gegen Lille *** Nilmar (Villarreal), C. Ronaldo (Real), Robinho (Milan), López (Lyon), Hazard (Lille) und Rooney (ManU) jeweils doppelt erfolgreich ***


    15. September 2011
    Die Comebacker
    Das EL-Spiel von Hannover 96 gegen Rapid Bukarest begann äußerst munter: In der ersten Viertelstunde kamen die Gastgeber zu drei Abschlüssen Richtung Bukarester Tor - etwas wirklich Zwingendes war aber nicht dabei. Die bis dato beste Gelegenheit hatte Pinto in der 25. Minute, dessen Distanzschuss knapp am Pfosten vorbeiging. Nur zwei Minuten später spielte Pinto Abdellaoue frei, der den Ball aber ebenfalls knapp vorbei schob.
    Hannover war nun deutlich spielbestimmend und es schien nur eine Frage der Zeit, wann der Führungstreffer fällt. Und tatsächlich: In der 40. Minute war es dann soweit - allerdings waren es die Bukarester, die mit ihrer zweiten Torannäherung völlig überraschend erfolgreich waren. Den ersten Schuss von Craciun konnte Zieler noch abwehren, gegen den Nachschuss war er machtlos.


    Hannover 96 musste also in den zweiten 45 Minuten mehr tun. Das 4-4-2 wurde beibehalten, allerdings versuchte das Trainerteam es mit Pander für Rausch (ML) und Sobiech für Diouf (TJ).
    Tatsächlich war es Sobiech, der mit einem Schuss aus 16 Metern den Bukarester Torwart zu seiner besten Parade zwang (61.). Die anschließende Ecke von Pander köpfte Pogatetz direkt in die Arme von Apostol. Hannover war in der Folge bemüht, den Druck weiter zu erhöhen, die Bemühungen blieben aber zum Teil nur Stückwerk.
    Die nächste flüssige Kombination hatte dagegen Erfolg: Cherundolo spielte auf Royer, der direkt den Flügelwechsel auf die linke Seite spielte. Pander erlief den Ball und brachte ihn sofort scharf in die Mitte, wo Abdellaoue das Leder artistisch unter Kontrolle brachte und zum umjubelten Ausgleich einschob (83.)!
    In der 90. Minute trat erneut die Kombination Royer - Pander auf den Plan, doch Pander traf bei seiner Volleyabnahme den Ball nicht richtig und verzog. Die Nachspielzeit lief, als Hannover 96 noch einmal einen Eckball erhielt. Pinto brachte den Ball in den Fünfmeterraum, Eggimann stieg hoch und traf per Kopf zum Happy End für Hannovers Comebacker.


    Europa League-Splitter
    ## 96 (2:1) und Mainz (1:0) siegen, Schalke verliert (0:1 gegen Charkov) ## Dnjepropetrowsk gelingt der höchste Sieg: 5:0 gegen Dinamo Zagreb ## Portugiesische Langeweile: Sowohl Braga als auch Sporting spielen jeweils 0:0 ##


    17. September 2011
    Strahlender Sonnenschein, 27 Grad - beste Voraussetzungen für unser Auswärtsspiel beim
    VfB Stuttgart!
    Mein Team scheint gedanklich noch im Ferienmodus zu sein, anders ist es nicht zu erklären, dass
    Harnik nach nicht mal einer Minute alleine auf Weidenfeller zulaufen kann - zum Glück kann der parieren. Bei der nachfolgenden Ecke stimmt zum wiederholten Mal in dieser Saison die Zuordnung nicht und Maza Rodríguez stellt per Kopf auf 1:0 für den VfB.
    Ich frage mich, was die Jungs bei Standardtraining so machen - zuhören tun sie ganz offensichtlich nicht.


    Nur zwei Minuten später haben wir die erste Gelegenheit: Freistoß Perisic, Kopfball Subotic - Unterkante der Latte und ... kein Tor!
    Stuttgart ist besser in der Partie, ich versuche von außen gegenzusteuern und fordere mehr Pressing ein. Dann folgt eine Flanke von Stuttgarts Linksverteidiger
    Boka, Cacau hält den Kopf hin - 2:0 für den VfB, keine halbe Stunde ist vorüber und ich fühle mich auf erschreckende Art und Weise an Freiburg erinnert ...
    Von unserer so hochgelobten Offensive ist nichts zu sehen, Gefahr entsteht nur nach Standards. Ausnahme ist ein Angriff kurz vor der Pause:
    Götze bringt den Ball zu Perisic, der steht fünf Meter vor dem Tor und schießt aus halblinker Position an den linken Pfosten. Zum zweiten Mal Aluminium, immer noch kein Tor.


    Wenn wir hier noch etwas reißen wollen, brauchen wir in der zweiten Hälfte schnell ein Tor. Daher kommt Barrios rein und wir geben die Devise "Alles nach vorne!" aus. Kaum drei Minuten sind vorbei, als sich Blaszczykowski schön durchsetzen und den Ball von rechts nach innen flanken kann. Perisic legt noch mal quer auf Barrios und der schießt aus 7 Metern in die Wolken. OK, er war leicht in Bedrängnis, aber trotzdem ... den MUSS er machen!
    Wir drängen weiter und bieten so Platz für Stuttgarter Konter. Und die Gastgeber sind bissig, gewinnen viel mehr Zweikämpfe als wir (75% gegen 52%).
    Boka attackiert Owomoyela und nimmt ihm den Ball ab, Pass auf Harnik, aber der Winkel ist zum Glück etwas zu spitz, sodass er verzieht.
    Dann, nach 62 (!) Minuten kommt zum ersten Mal
    Robert Lewandowski zu einem Torabschluss, aber Ulreich klärt zur Ecke. Die übrigens nichts einbringt.
    Stuttgart ist weiterhin viel konsequenter als wir und so ist es leider folgerichtig, dass
    Harnik per Abstauber das 3:0 gelingt. Das Spiel ist da noch lange nicht zuende, aber lange schon entschieden.
    Komplett wird die Demütigung dann in der 89. Minute, als wir den Ball am Stuttgarter Strafraum verlieren, Stuttgart über vier, fünf Stationen schnell und direkt nach vorne spielt,
    Harnik zehn Meter hinter der Mittellinie den Ball erhält und losläuft. Owomoyela stellt ihn, greift aber nicht wirklich an. Harnik dringt in den Strafraum ein, geht bis zur Grundlinie, dann parallel zur Torauslinie Richtung Tor, verlädt mit einem Wackler Owomoyela und schiebt aus spitzem Winkel den Ball an Weidenfeller vorbei in die Maschen. Es ist zum Fürchten ... ein einziges Desaster.


    Das Medienecho nach der Pleite in Stuttgart ist natürlich verheerend. "Dortmund von Stuttgart vernichtet." "In einem Spiel, auf dessen Ergebnis nur wenige gewettet hätten, wurde das Team von Borussia Dortmund vom VfB Stuttgart furios vom Platz gefegt." "Der Meister blamiert sich nach Kräften!" - das sind nur ein paar Auszüge aus der Presse.
    Und die Fans sind natürlich entsetzt vom Ergebnis und noch mehr von der Art und Weise wie sich das Team präsentiert hat.


    Mit meinem Trainerteam analysiere ich die Partie gegen Stuttgart, wir sprechen Zuordnungsfehler bei der Abwehr von gegnerischen Standards an und werden die unmittelbare Spielvorbereitung daraufhin anpassen.
    Außerdem - vielleicht etwas ungewöhnlich, aber dennoch - gebe ich den Spielern einen Tag frei, um den Kopf frei zu bekommen. Hoffentlich danken sie es mir.

    18. September 2011
    Die große Frage vor dem Spiel gegen den SV Werder Bremen war: Wie würde Hannover 96 mit der Belastung durch die Europa League klar kommen?
    Sehr schnell wurde zumindest deutlich, wie die Gastgeber das Spiel zu bestreiten gedachten: Auf Ballverluste der Bremer lauernd und dann blitzschnell nach vorne spielend. Ya Konan verfehlte in der 6. Minute nur knapp ein Zuspiel von Abdellaoue und nur wenig später scheiterte er an Mielitz im Bremer Tor - vorausgegangen war jeweils schnelles Umschaltspiel nach Ballgewinn.


    Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte übernahm 96 dann aber mehr und mehr das Kommando und ging letztlich folgerichtig in der 25. Minute durch Didier Ya Konan in Führung. Auch danach blieb der Gastgeber spielbestimmend, von Ermüdungserscheinungen infolge der Europa League war nichts zu spüren. Allerdings verpassten es die Hannoveraner, den Vorsprung vor der Pause auszubauen.


    Bremen gab kurz nach Wiederanpfiff ein Lebenszeichen ab, aber Junuzuvics Freistoß ging doch recht deutlich am Ziel vorbei. Das kleine bisschen Gegenwehr wurde dann aber schnell erstickt, als Ya Konan von Schmitz im Strafraum zu Fall gebracht wurde und Abdellaoue den Elfmeter zum 2:0 verwandelte (57.).
    Aufregung gab es dann in der 79. Minute, als Rosenberg vermeintlich zum Anschluss für die Bremer traf - der Treffer wurde aber wegen einer Abseitsposition aberkannt.
    Acht Minuten später war es dann erneut Rosenberg, der traf - und dieses Mal zählte das Tor. Vorausgegangen war ein etwas verunglückter Rückpass von Rausch zu Zieler, den Rosenberg vor dem Torwart erreichte und einschieben konnte.
    Bremen trat danach so engagiert auf wie in den gesamten 86 Minuten zuvor nicht, aber Hannover 96 brachte den Sieg routiniert über die Zeit und sicherte sich so den Heimsieg.


    Die Ausgangsfrage, wie Hannover mit der EL-Belastung klar kommt, konnte also zumindest gegen Bremen mit einem eindeutigen "Sehr gut!" beantwortet werden.


    Der Spieltag in Schlagzeilen:
    ++ Mönchengladbach mit dem ersten Gegentor - aber dennoch siegreich ++ Auch Bayern bleibt ohne Punktverlust ++ Dortmund kommt weiter nicht in Tritt - Klatsche in Stuttgart ++ Hamburg gewinnt, Mainz neuer Letzter ++

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  • 23. September 2011
    Das Freitagsspiel des 7. Spieltags führt die
    Borussia aus Mönchengladbach und den FC Bayern München zusammen. Das ist nicht nur ein echter Klassiker der Bundesliga, sondern in dieser Saison zu diesem Zeitpunkt das ABSOLUTE Spitzenspiel der beiden bislang verlustpunktfreien Mannschaften. Die Vorfreude ist riesig, es gibt sicher viele, die den Gladbachern unter Lucien Favre die Daumen drücken.


    Und dann gibt es die Bayern. Und die machen in den ersten 20, 25 Minuten klar, dass sie nicht gewillt sind, ihre Vorherrschaft in der Liga abzugeben. Nach drei Minuten steht es 0:1 durch ein Eigentor von Dante. Dann trifft zwei Mal Arjen Robben (1x per Elfmeter) und nach einem Viertel der Spielzeit ist schon alles entschieden ... Das ist äußerst beeindruckend, was die Bayern hier abliefern, besonders in Sachen Effektivität. Hanke kann zum 1:3 verkürzen, aber noch vor der Pause stellt Kroos den alten Drei-Tore-Abstand wieder her.
    In Halbzeit 2 spielen die Bayern das souverän runter,
    Robben darf kurz vor Schluss noch einen Elfer verwandeln - mit diesem 5:1 gegen eigentlich sehr formstarke Borussen aus Mönchengladbach gibt der FCB der Liga eine Menge zum Grübeln ...


    24. September 2011
    Heute ist Wiedergutmachung angesagt, das kann gar nicht anders sein! Gegen den Aufsteiger
    FC Augsburg müssen wir uns für das 0:4-Debakel in Stuttgart revanchieren - sonst kann das hier beim BVB ganz schnell ungemütlich werden. Augsburg hat die Experten bisher Lügen gestraft und ist für einen Nr. 1-Abstiegskandidaten gut in die Saison gekommken. Zuletzt setzte es aber zwei recht hohe Niederlagen: 1:3 gegen Bremen und gar 1:5 gegen Köln.


    Im Vergleich zum Stuttgartspiel stellen wir taktisch um auf ein System mit einem DMZ, zwei MZ, OML, OMR und einem TJ. Das führt natürlich zu Rotationen im Kader, auch in Tor und Abwehr stellen wir um.


    Das Spiel beginnt perfekt für uns: Nach Schmelzer-Flanke köpft Götze auf's Augsburger Tor, Jentzsch wehrt ab ... und vom Augsburger de Jong prallt der Ball ins Tor - 1:0 nach 73 Sekunden! Nach acht Minuten hat Lewandowski den nächsten Treffer auf dem Fuß, wird aber gerade noch geblockt. Drei Minuten später setzt sich Lewa auf der rechten Seite durch, Pass zu Götze, der leitet weiter und Perisic schließt erfolgreich ab!
    Und in dem Takt geht es weiter: 13 Minuten später steht es nach zwei Treffern von
    Robert Lewandowski 4:0 ... In den restlichen 20 Minuten der ersten Hälfte nehmen sich die Jungs dann etwas zurück, sodass es bis zur Pause keine weiteren Tore gibt.


    Auch in der zweiten Hälfte sind wir deutlich überlegen, auch wenn Augsburg tatsächlich zu zwei Torabschlüssen kommt und dabei einmal die Latte getroffen wird.
    Das können wir allerdings auch:
    Santana köpft nach Eckball an die Latte. Zuvor hat bereits Hummels einen Treffer erzielt, ebenfalls nach einer Ecke. Am Ende steht ein in der ersten Halbzeit berauschender 5:0-Erfolg gegen den FCA und damit die erfolgreiche Revanche für Stuttgart.
    Wenn wir jetzt noch mehr Konstanz auf diesem Niveau hinbekommen, dann kann das hier was richtig Gutes werden!


    25. September 2011
    Verfolgerduell
    Vor dem letzten Spiel des 7. Spieltags war klar: Der Gewinner der Partie 1. FC Köln gegen Hannover 96 würde als Tabellen-4. nur drei Zähler hinter dem Zweiten liegen. Anreiz genug für beide Mannschaften sollte man meinen.
    Dem entsprechend engagiert gingen beide Teams auch zu Werke. In den ersten 25 Minuten war Köln die spielbestimmende Mannschaft, 96 hatte jedoch die besseren Möglichkeiten: Einen Schuss von Abdellaoue konnte Rensing gerade so um den Pfosten lenken (2.) und Schmiedebach traf aus der Distanz nur den Pfosten (21.). Kölns erste hochkarätige Torannäherung gelang Tae-Se, dessen Schlenzer aus 14 Metern nur knapp das Tor verfehlte (25.).
    Nach rund einer halben Stunde dann der Führungstreffer für den 1. FC Köln: Kurios in der Entstehung, denn einen langen Flankenball von McKenna bekam Cherundolo an den Rücken, von wo er zu Tae-Se prallte. Abgezockt in der Vollendung, denn nach dem Zuspiel von Tae-Se zog Novakovic direkt mit links ab und ließ Zieler keine Abwehrchance. Die 96-Spieler und -Anhänger reklamierten eine Abseitsposition, aber das Schiedsrichtergespann blieb bei seiner Auffassung und entschied auf Tor. Kurz vor der Pause hatte Diouf eine Doppelchance, aber sein erster Versuch verfehlte das Tor und beim zweiten war Rensing zur Stelle und wehrte ab.


    Die zweite Hälfte verlief eher schleppend. Hannover erhöhte nach und nach den Druck, ohne dabei zu wirklich zwingenden Torchancen zu kommen. Und in der 78. Minute fiel dann die Entscheidung: Podolski konnte an der Mittellinie an den Ball kommen und schaltete den Turbo. Zwar scheiterte er an Zieler, den Abpraller konnte er aber sichern und auf Novakovic querlegen, der problemlos vollendete.
    96 hatte noch eine große Gelegenheit, als Ya Konan einen Lupfer von der Strafraumgrenze ansetzte, aber nur die Latte traf.


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    25. September 2011
    Die letzten drei Auswärtsspiele haben wir allesamt verloren - und in drei Tagen treffen wir im Guiseppe-Meazza-Stadion auf Inter Mailand, um in der Champions League auf Tore- und Punktejagd zu gehen.
    Damit wir dort nicht untergehen, behalten wir die taktische Ausrichtung aus dem Augsburgspiel bei. Wir wollen also das Zentrum dicht bekommen (DMZ, 2x MZ), stabil stehen, und kontrolliert die Offensive suchen. Das hat vor ein paar Tagen ja super geklappt, nun folgt der Härtetest auf internationalem Niveau.


    26. September 2011
    Auf ein Wort - mit Ekner Remörk
    Frage: Die letzten drei Auswärtsspiele gingen allesamt verloren - und in drei Tagen treffen Sie im Zentralstadion auf Rubin Kasan, um in der Europa League auf Tore- und Punktejagd zu gehen - wie wollen Sie dort bestehen?
    Antwort: Damit wir dort nicht untergehen, müssen wir das Zentrum dicht bekommen, stabil stehen und in der Offensive unsere Konter besser ausspielen.
    Und wenn das nicht klappt?
    Dann haben wir auch noch genügend Heimspiele, um die nötigen Punkte für das Überstehen der Gruppenphase zu erreichen.


    28. September 2011
    Warum wir beim Gastspiel gegen Inter
    Mailand in weißen Trikots auflaufen müssen, wird mir für immer ein Rätsel bleiben. Ich hätte gedacht, dass man unser schwarz-gelb sehr gut vom Mailänder blau-schwarz unterscheiden kann, aber irgendjemand hat uns in schneeweiße Klamotten gesteckt. Naja, wenn wir schon so aussehen wie Real Madrid, vielleicht spielen wir ja wie das "weiße Ballett"?


    Schon nach fünf Minuten ist diese Illusion aber vorüber und unser taktisches Konzept über den Haufen geworfen - Zárate trifft zur Mailänder Führung. Schön anzuschauen für einen neutralen Zuschauer, wie Maicon das Leder auf der rechten Seite zugespielt bekommt und flanken kann und wie Zárate den Ball mit der Brust annehmen und volley abschließen darf. Für mich als Dortmunder Trainer ist das aber schwer zu ertragen ...


    Blaszczykowski ist es nach einer Viertelstunde, der zeigt, dass auch die Gäste aus Deutschland Fußball spielen können. Sein Schuss geht aber über das Tor.
    Kurz darauf verzieht Zan
    etti seinen Versuch nur knapp. Die Hälfte der ersten Spielhälfte ist gerade vorüber, als Lúcio den Ball zentral vor dem Tor erhält und aus 22 Metern den Ball an Langerak vorbei ins Netz schlenzt. Ein wirklich schöner Treffer ...
    Danach lässt Inter es ruhiger angehen. Schon in der Nachspielzeit führt ein schneller Angriff der Hausherren beinahe zum 3:0, aber
    Langerak ist auf der Höhe.


    Was sollen wir tun, gibt es eine Chance, das Blatt zu wenden? Wir stellen auf zwei Stürmer um, geben die Devise "Alles nach vorne" und bringen Großkreutz statt des schwachen und auch angeschlagenen Götze.
    Tatsächlich gelingt es uns in den ersten 15 Minuten Druck aufzubauen. Wir haben auch mehr Torgelegenheiten (drei) als in der gesamten ersten Hälfte (zwei). Aber das ist alles nicht zwingend genug:
    Santana köpft übers Tor, Lewandowski verzieht knapp und Perisic bekommt keinen Druck hinter seinen Kopfball.
    Wie es geht, zeigt Inter Mailand. Der erste Angriff in der zweiten Hälfte, Stan
    kovic zieht aus 25 Metern ab - Innenpfosten, Tor, Feierabend. Danach wechsele ich zwei Mal aus, um Spieler für das kommende Bundesligaspiel zu schonen.
    Inter tut auch nicht mehr viel und am Ende bleibt die Erkenntnis, dass weiße Trikots allein niemanden zur europäischen Spitzenmannschaft machen.


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    Nach DER Leistung heute sind die Jungs keine Kandidaten mehr für Herrn Löw ...


    Champions League-Splitter:
    *** Bayern 3:1 in Amsterdam erfolgreich, Dortmund chancenlos in Mailand, Leverkusen schlägt dank Doppel-Kießling Haifa mit 2:0 *** Arsenal blamiert sich in Rumänien - nur 0:0 gegen Otelul Galati *** 8:0-Sieg für Real gegen Wisla Krakau: CR7 trifft 3x, Higuain noch einmal mehr ***


    29. September 2011
    Mit leeren Händen
    Hannover 96 musste am 2. Spieltag der Europa League beim russischen Vertreter Rubin Kasan antreten. 96 kam gut in die Partie, bereits nach 90 Sekunden hatte Rausch mit einem Kopfball Pech, als er die Latte traf. Kasan brauchte lange, bevor die Mannschaft ins Spiel gefunden hatte. 20 Minuten waren bereits vorüber, als Ron-Robert Zieler zum ersten Mal eingreifen musste - beim Kopfball von Kuznetsov auf sechs Metern musste er aber schon sein ganzes Können aufbieten. Kurze Zeit später kam der Gastgeber zu einer Doppelchance: Den Schuss von Martins lenkte Zieler an den Pfosten, der Abpraller wurde von Alenichev erneut auf das Tor gebracht, aber Pogatetz konnte abblocken.
    Bis zur Pause passierte dann nicht mehr viel. Lediglich Ya Konan hatte noch eine Gelegenheit, die aber ungenutzt blieb (42.).


    Zur Halbzeit stand es also 0:0. 96 bemühte sich in den ersten Minuten der zweiten Hälfte, das zu ändern. Allerdings zunächst erfolglos, denn Yermakov im Tor von Rubin Kasan konnte einen 18-Meter-Schuss von Royer über die Latte lenken. Die nachfolgende Ecke brachte dann die Führung für die Gäste: Pogatetz stand goldrichtig am kurzen Pfosten und nickte den Ball ins Tor.
    Die Freude darüber währte allerdings nicht lange. Schon fünf Minuten später profitierte Martins von einer Unaufmerksamkeit in Hannovers Hintermannschaft und schlug eiskalt zu. 15 Minuten später hatte erneut ein Kasaner Spieler zu viel Platz im Strafraum von Hannover 96 - Sereda war es dieses Mal, der sich auf seine Weise für den Freiraum bedankte und den Ball am machtlosen Zieler vorbei ins Netz drosch.
    Zwei Unachtsamkeiten brachten 96 um den Lohn für die vorangegangene disziplinierte Leistung. Das i-Tüpfelchen war dann kurz vor Schluss der Treffer zum 3:1: Cherundolo und Pogatetz ließen sich von Martins wie Slalomstangen umlaufen und auch Zieler sah bei dem anschließenden Schuss ins kurze Eck nicht so glücklich aus. In der Nachspielzeit traf erneut Martins, dieses Mal per Foulelfmeter.


    Europa League-Splitter
    ## 96 geht in Kasan unter, Mainz (3:2 bei AEK) und Schalke (3:0 bei PAOK) bleiben in Griechenland siegreich ## Tottenham und Fulham, AS und Kazio Rom, Dynamo Kiew, Mainz, Udinese, Athletic Bilbao und Charkov sind weiter ohne Punktverlust ##

  • 30. September 2011
    Die
    Bayern marschieren weiter - das Freitagspiel gewinnen sie leicht und locker dahoam gegen den Nürnberger Glubb mit 2:0.


    Wir bereiten uns derweil in aller Ruhe auf das nächste Bundesligamatch vor. Auch wenn es auswärts nicht so richtig läuft und die Fans nach der Inter Mailand-Pleite enttäuscht waren: Vermutungen, dass mein Stuhl wackeln könnte, gehen ins Leere (Jobsicherheit: Stabil, Vertrauen: 52%). Klar ist aber auch, dass wir auswärts mal wieder punkten müssen - schon am Sonntag haben wir Gelegenheit dazu.


    1. Oktober 2011
    "Neuzugang" Carlitos
    Heute konnte Hannover 96 einen Neuzugang präsentieren - jedenfalls einen gefühlten. Denn Carlitos, der 29-jährige portugiesische Mittelfeldspieler, ist zwar schon einige Zeit Hannoveraner, er hat aber seit seinem Dienstantritt in der Saison 2010/2011 wegen einer langwierigen Verletzung erst sechs Bundesligaspiele für 96 bestreiten können. Nun ist die Leidenszeit nach einem Kreuzbandriss hoffentlich zuende: Carlitos stieg wieder in das Mannschaftstraining ein.
    "Wir geben ihm alle Zeit, die er braucht und werden ihn behutsam wieder aufbauen. Zuerst im Training, dann mit Einsätzen in der U 23, bis er wieder so weit fit ist, dass er in der Bundesliga all das zeigen kann, weswegen wir ihn geholt haben." verkündete Trainer Remörk am Rande des Übungsplatzes. "Wir sind jedenfalls sehr froh, ihn wieder hier zu sehen und nicht nur in der Reha."


    Angesprochen auf die nunmehr vier Spiele andauernde Auswärtspleitenserie entgegnete Remörk: "Wir sind hier alle ganz entspannt. Bisher haben wir die Saisonziele erreicht (in der EL und im DFB-Pokal) bzw. sogar übertroffen (in der Liga). Ich denke, der Vorstand ist bisher mit meiner Arbeit zufrieden (Jobstatus: Sicher, 57%). Und am Sonntag haben wir ja zum Glück ein Heimspiel." feixte der Trainer und entschwand ganz entspannt.


    2. Oktober 2011
    Zwei Lieben unter sich
    Die erste Gelegenheit im Sonntagabend-Spiel hatte Hannover 96: Pintos Versuch nach sechs Minuten ging aber noch weit am Kasten vorbei. Knapper war es ein paar Minuten später, doch erstens strich auch der Versuch von Sobiech am Tor vorbei und zweitens stand der Pole knapp im Abseits.


    15 Minuten brauchen wir, um in das Sonntagsspiel hineinzufinden. Der Gegner ist bis dahin etwas forscher gewesen, oder dabei wirklich zwingend zu sein. Dann hat Lewandowski wieder einen seiner starken Momente, überläuft ein, zwei Gegenspieler, aber sein Abschluss ist leider etwas unplatziert - ein halber Meter fehlt da.


    Nach 18 Minuten dann die bis dato größte Gelegenheit für die Gastgeber: Schmiedebach mit dem Einwurf, Sobiech ließ klatschen, Schmiedebach flankte direkt von rechts in den Strafraum. Fuchs stieg höher als sein Gegenspieler, aber der Kopfball des jungen Mannes klatschte an das Lattenkreuz.


    Der Gegner bekommt wieder etwas Oberwasser, beide Mannschaften schenken sich aber nichts. Es gibt viele Fouls und hüben wie drüben eine gelbe Karte, bei uns ist es Bender, der zu viel Einsatz zeigt. Viel läuft bei uns über die linke Seite mit Schmelzer und Perisic, aber richtig durch kommen wir nicht. Noch nicht, hoffe ich.


    Hannover spielte sich gefällig durch die gegnerische Hälfte, einen abgewehrten hohen Ball konnte Hauger sichern, der dann steil auf Ya Konan spielte. Der Ivorer drang in den Strafraum ein und konnte platziert zur Führung für Hannover 96 abschließen, zwei Abwehrspieler kamen da zu spät (28.).


    Der lange Ball von Santana auf Lewandowski. Lewa stürmt alleine auf den Torwart zu, er kann zwar den Atem seines Gegenspieler im Nacken spüren, hat aber Vorsprung ... er kommt zum Schuss - Fußabwehr! Nachschussmöglichkeit für Bender, aber abgeblockt. Meine Güte, das hätte es sein können, fast schon sein müssen ... Eine halbe Stunde ist da rum.
    Etwas später: Aus der gegnerischen Abwehrreihe haben drei von vier Spielern schon gelb gesehen. Wir versuchen es jetzt mehr über die Flügel und mit Pässen in die Tiefe. Und der Gegner weiß sich weiter nur mit Fouls zu helfen. Einen Freistoß legt
    Perisic quer, Bender schießt - aber genau auf Hummels, der sich nach vorne orientiert hatte und den Ball ins Aus abfälscht. Statt einer gefährlichen Situation gibt's Abstoß.
    Wieder etwas später erobern wir den Ball am eigenen Strafraum und dann geht es schnell:
    Schmelzer mit dem langen Ball auf Perisic, der spielt Lewa in den Lauf - und dieses Mal lässt sich unser Topstürmer die Chance nicht entgehen und trifft!


    Zur Pause wechselte 96: Schlaudraff kam für Pinto, vermutlich um die rechte Abwehrseite von Schmiedebach zu entlasten, der doch arg zu kämpfen hatte. Das Spiel war weiterhin ziemlich ausgeglichen und von Kampf geprägt. Spielerisch gab es erst in der 60. Minute wieder einen kleinen Akzent, aber nach Ecke verfehlte Haggui doch deutlich das Tor.


    Das Spiel schleppt sich so dahin, mehr Kampf als Klasse. Über eine Stunde ist vorüber, da haben wir endlich wieder eine Gelegenheit und dann eine dicke: Kehl ist es, der nach kluger Rückgabe von Lewandowski mit einem Schuss aus 18 Metern am Schlussmann des Gegners scheitert.
    Wir sind jetzt dran:
    Lewandowski setzt sich zum wiederholten Male im Zweikampf durch, sein Schuss auf's kurze Eck geht aber nur ans Außennetz.


    Um noch mal frischen Wind zu bringen, kam es 20 Minuten vor dem Ende zum Doppelwechsel: Rausch und Abdellaoue betraten den Rasen. Nötig war es, denn in den letzten Minuten lief Hannover dem Ball meistens hinterher und hatte keine Offensivaktionen mehr zu bieten.


    Perisic mit einem Freistoß - wie ein Strich fliegt der Ball, aber knapp am Tor vorbei. Vielleicht sollte ich noch mal wechseln? Perisic ist erschöpft und kommt runter, außerdem Bender, dafür bringe ich mit Barrios einen zweiten Stürmer - hier geht noch was!


    Und tatsächlich, Abdellaoue hatte kurz nach seiner Einwechslung die Möglichkeit und traf sogar - allerdings aus Abseitsposition, daher zählte sein Treffer nicht. Einen Wimpernschlag zu früh war er losgelaufen.


    Wenige Minuten sind noch zu spielen, beide Mannschaften wirken so ein wenig wie zwei Schwergewichtsboxer in der 12. Runde: Sie taumeln, sie klammern, sie kämpfen und jeder versucht, hier noch einen lucky punch zu setzen. Und wir haben tatsächlich die Möglichkeit durch Lewandowski (durch wen denn auch sonst??), aber erst steht er im Abseits, beim nächsten Mal trifft er den Ball nicht mehr voll und dann ist schließlich Schluss.


    Bis zum Ende passierte dann nichts mehr, 96 zeigte wie der Gegner, dass Fußball auch ein verbissenes Kampfspiel sein kann. Am Ende standen insgesamt 30 Fouls und zehn gelbe Karten sowie jeweils ein Tor auf jeder Seite. Das Remis ist für beide Teams in Ordnung, bringt aber beide nicht voran: Sowohl Hannover 96 als auch Borussia Dortmund stecken nach dem achten Spieltag im Mittelmaß der Bundesliga fest.


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  • 15. Oktober 2011
    Zuhause gegen den Tabellenletzten
    FSV Mainz 05 - da muss ein Sieg rausspringen! Und genau das sage ich den Spielern auch. Damit - und mit unserem offensiven 4-2-4 als Taktik - jage ich sie auf's Feld, wo sie loslegen wie die Feuerwehr. Die Zuschauer haben sich noch nicht mal hingesetzt, da erobert Perisic rustikal den Ball und setzt ihn aus 12, 13 Metern in die Maschen. 22 Sekunden werden die Statistiker später sagen - Blitzstart in dieser Saison!
    Perisic ist Ausgangspunkt der nächsten gefährlichen Situation: Seinen Freistoß bringt er scharf vor's Mainzer Tor, Wetklo ist unentschlossen, ganz anders Götze, der den Ball letztlich ins Tor befördert. 2:0 nach 6 Minuten - Mainz kann bereits jetzt einpacken!
    Wieder fünf Minuten später setzt sich
    Perisic erneut auf dem linken Flügel durch, bringt eine maßgerechte Flanke in den Fünfmeterraum. Barrios muss nur noch den Fuß hinhalten und schon wieder klingelt es. Unglaublich.


    In der nächsten Viertelstunde lassen wir es deutlich ruhier angehen. Mainz kommt ab und an in Richtung von Weidenfellers Tor, die beste Chance hat Ujah, der mit seinem Schuss die Latte zum Wackeln bringt. Ein Tor gelingt den Mainzern aber weiterhin nicht.
    Anders wir Dortmunder:
    Lewandowski, der bisher leer ausgegangen war, kann das nicht auf sich sitzen lassen. Per Kopf nach einer Ecke erzielt er das 4:0 und seinen zehnten Saisontreffer. Vorlagengeber war übrigens erneut Ivan Perisic.


    In der Pause kommt Blaszczykowski für Götze - und prompt läuft der nächste torbringende Angriff über recht: Barrios muss nur den Kopf hinhalten.
    Danach bleiben wir komplett überlegen, können aber die weiteren Gelegenheiten nicht nutzen. Kurz vor dem Ende bekommt der überragende
    Perisic seinen verdienten Schlussapplaus und wenig später geht dieser tolle Fußballnachmittag in Dortmund mit einem satten 5:0 zu Ende.


    15. Oktober 2011
    Bei den Breisgau-Brasilianern
    Vor dem Spiel von Hannover 96 beim SC Freiburg gab es kleinere Überraschungen: So bot Ekner Remörk in Avevor, Schulz, Fuchs und Sobiech gleich vier Spieler auf, die in dieser Saison noch nicht allzu viele Bundesligaminuten auf dem Buckel hatten. Außerdem spielte neben Sobiech und Abdellaoue mit Ya Konan ein weiterer offensiv ausgerichteter Spieler von Anfang an.
    Den besseren Start erwischten aber die Gastgeber: Nach einer Ecke an den kurzen Pfosten konnte Dembelé recht unbedrängt von Hannoveranern vollstrecken.
    Und Freiburg blieb nach Standards weiter gefährlich: Konnte Eckball Nummer 2 noch abgewehrt werden, führte die dritte SC-Ecke zum zweiten Tor. Dieses Mal war es Barth, der traf.
    Die nächste Chance für Freiburg folgte dann mal aus dem Spiel heraus - und führte zum nächsten Treffer, erneut durch Dembelé. Nach 20 Minuten hatten die Breisgau-Brasilianer vier Mal auf das Tor von 96 geschossen und drei Mal getroffen.
    Erst nach einer halben Stunde war etwas von der Hannoveraner Offensive zu sehen, Fuchs' Gelegenheit wurde aber von Baumann zunichte gemacht.


    In der Pausenansprache wurde 96's Trainer dem Vernehmen nach etwas lauter - ändern tat das aber nichts. Erst nach dem 4:0 durch den alles überragenden Dembelé erlöste Remörk den überforderten Avevor und brach außerdem sein offensives Experiment ab.
    Ob es nun daran lag oder am Freiburger Schongang, 96 kam in der Folge zu ein, zwei Abschlüssen, so durch Stoppelkamp, dessen Schuss Baumann zu einer guten Parade zwang.
    Am deutlichen Erfolg der Freiburger änderte sich aber nichts mehr und nach 92 Minuten waren die Hannoveraner endlich erlöst.


    Der Spieltag in Schlagzeilen:
    ++ Fünf Kantersiege an einem Spieltag: BVB, Freiburg, Augsburg, Nürnberg und Köln gewinnen mit 4 oder gar 5:0 ++ Remis im Spitzenspiel: Hoffenheim trotzt Bayern ein 1:1 ab ++ Mönchengladbach rückt bis auf einen Punkt an Bayern ran ++


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    18. Oktober 2011
    Shinji Kagawa steigt heute wieder in das Mannschaftstraining ein. Für einen Einsatz in der Champions League morgen wird es nicht reichen, aber wir werden auf den offensiven Außenpositionen damit noch flexibler.


    19. Oktober 2011
    Manchester ist nicht Mainz. Champions League ist nicht Bundesliga.
    Und dennoch stellt sich die Frage, ob wir gegen
    ManCity nicht ähnlich offensiv agieren sollten wie gegen Mainz vor vier Tagen. Offensive ist nun einmal unsere Stärke. Die Analyse ergibt aber, dass Cities Schwäche ein 4-2-3-1 des Gegners ist - und deshalb stellen wir uns heute auch so auf.


    Und ehe sich ManCity so richtig sortiert hat, ist der Spieler der Stunde zur Stelle: Ivan Perisic nimmt einen Pass von Kehl auf, zieht nach innen und schlenzt das Leder aus 17 Metern an Joe Hart vorbei ins Netz. Frühe Führung - Herz, was willst Du mehr?
    Wir versuchen das Spiel eng zu machen und bei Ballgewinn schnell über die Flügelspieler zu kontern. Die Gäste brauchen etwas, bis sie in die Partie kommen, nach 20 Minuten haben sie aber dann doch eine gute Chance.
    Tou kann sich im 1-gegen-1 durchsetzen, schiebt aber am Pfosten vorbei.
    Kurze Zeit später: Eckball
    Perisic, Kopfball Subotic ... TOOOR! 2:0 für Borussia Dortmund gegen Manchester City!


    Wenige Sekunden sind es noch bis zur Pause, es steht weiterhin 2:0 und die besseren Gelegenheiten hatten wir. Lewandowski scheiterte zwei Mal in aussichtsreicher Position an Hart. Jetzt kommt noch mal City, eben musste Weidenfeller einen Agüero-Schuss parieren. Links draußen kommt Clichy an den Ball und will ihn mit einem weiten Schlag in den Strafraum bringen. Das gelingt nicht, die Flanke verunglückt, geht viel zu dicht ans Tor, senkt sich ... über Weidenfeller ... unter die Latte ... ins Netz. Glückstore zählen zum Glück nicht doppelt, auch nicht in der Nachspielzeit, aber mit diesem Treffer hält sich Manchester City alles offen für Hälfte 2.


    "Wie kommen wir aus der Pause?" Das ist die große Frage. Doch zunächst City mit einem Freistoß. Hummels köpft den Ball raus, Lewandowski erobert und behauptet ihn. Mit einer Drehung geht er am Abwehrspieler vorbei und macht sich an der linken Außenbahn auf in Richtung Tor. In der Mitte kommen, drei, vier, fünf Mitspieler mit. Wenn Lewa es schafft, den Ball zu behaupten und in die Mitte zu spielen, dann ist das ein sicheres Tor. Und er schafft es, spielt den Ball in die Mitte, wo Perisic ist und nur noch den Fuß hinhält - 3:1 nach einem lehrbuchhaften Konter!


    Fünf, sechs Minuten später dasselbe Muster: Standard City (dieses Mal eine Ecke), rausgeköpft, Lewandowski erobert, behauptet, zieht auf's Tor, doch dieses Mal kann sein Pass gerade noch so geklärt werden.
    Jetzt haben wir das Spiel komplett im Griff und spielen außerdem noch schönen Fußball.
    Weidenfeller muss noch einmal klären und tut dies, dann macht Subotic kurz vor dem Ende nach einem Gündogan-Freistoß den Deckel drauf und wir trumpfen erstmals in dieser Saison auch in der Champions League vor heimischem Publikum groß auf.


    Champions League-Splitter:
    *** Von den deutschen Klubs gewinnt nur Dortmund - Bayern verliert 1:2 beim AC Mailand, Bayer 0:1 daheim gegen Porto *** 3:0 das Lieblingsergebnis des Spieltags: ManU (in Basel), Barca (gegen Kopenhagen), Ajax (gegen Trabzonspor) und Real (in Krakau triumphieren deutlich ***


    20. Oktober 2011
    Gegen den Auswärtsfrust
    Nach fünf Auswärtspleiten in Folge war die Hoffnung von Hannover 96, ausgerechnet in der Europa League bei Sporting Lissabon etwas zu reißen, nicht übermäßig ausgeprägt. 96 begann aber äußerst konzentriert und hatte nach 15 Minuten die erste Torannäherung. Hagguis Kopfball war aber zu schwach und außerdem genau auf Torwart Patrício gespielt.
    Sporting wurde erst in den letzten zehn Minuten vor der Pause aktiver, ohne dabei gefährlich zu werden - der Halbzeitpfiff war eine Erlösung für alle Zuschauer.


    Die Gastgeber kamen engagierter aus der Kabine, immerhin wollten sie hier ja auch gewinnen und Hannover in der Tabelle überholen. Gefahr blieb aber vorerst weiterhin aus. Stattdessen setzte Hannover 96 in der 55. Minute einen blitzsauberen Konter über die beiden Sturmspitzen Abdellaoue und Ya Konan. Letzterer fasste sich aus zentraler Position 25 Meter vor dem Tor ein Herz - und der Ball passte genau in den Winkel! Ein Traumtor zur Führung.
    Sporting musste jetzt kommen: Einen Freistoß von der Strafraumgrenze pflückte Zieler problemlos herunter. Kurze Zeit später hätte es nach einer Hereingabe von van Wolfswinkel gefährlich werden können, in der Mitte stand aber niemand, um die Vorlage zu verwerten.
    In den letzten zehn Minuten wurde Sporting immer stärker. Die Angriffsbemühungen scheiterten aber entweder an der Hektik der Angreifer oder an der vielbeinigen und kämpferisch starken Abwehr von Hannover. Am Ende blieb es bei dem knappen Erfolg, der 96 in der Tabelle der EL-Gruppe H einen Vorsprung von vier Zählern auf Platz 3 bescherte. SO können Auswärtskrisen gerne zu Ende gehen.


    Europa League-Splitter:
    ## 96 und Schalke (5:0 gegen Boleslav) gewinnen, Mainz verliert (1:3 bei Dynamo Kiew) - aber alle deutschen Teams sind auf Kurs (jeweils Platz 2 in ihrer Gruppe) ## Sieben Teams mit drei Siegen aus drei Partien (Tottenham, AS und Lazio Rom, Dynamo Kiew, Udinese, Athletic Bilbao und Metallist Charkow) ## Fünf Teams mit drei Niederlagen aus drei Partien (Dinamo Zagreb, BATE Borisov, Skendija Tetovo, Banja Luka und PAOK Saloniki) ##

  • Yes - das sah ja dann zum Glück mal wieder deutlich besser aus. Nur wenn ein Dembelé in Freiburg spielt, muss man nicht unbedingt mit einem realitätsnahen Ergebnis rechnen 8) . Ich hoffe ja immer noch, dass du beide Mannschaften wieder auf die internationalen Ränge führst. Auf jeden Fall schön, dass das Sommerloch hier ein wenig Füllung erhält (und man wieder eine Idee bekommt, wem man bei der nächsten Monatswahl seine Stimme geben kann :) )!

  • @ Single Malt: Deine Worte motvieren mich dazu, in das warme warme Arbeitszimmer auf dem Dachboden zu gehen ...


    21. Oktober 2011
    Die
    Bayern haben ihr Freitagsspiel mal wieder genutzt, um vorzulegen. 3:1 lautet das Endergebnis gegen Werder Bremen. Spannend war es nicht, dazu waren die Münchner zu überlegen. Mario Gómez traf drei Mal - damit setzt er sich zusammen mit Robert Lewandowski und Milivije Novakovic an die Spitze der Torschützenliste. Alle drei Spieler haben schon 9x getroffen.


    22. Oktober 2011
    Können wir den Rückenwind aus der Champions League nutzen und auch in der Bundesliga auftrumpfen? Und zwar auswärts? Wir treten bei
    Bayer Leverkusen an und zwar mit denselben elf Startspielern wie gegen ManCity.


    Das Wetter in Leverkusen ist bescheiden, und gleiches gilt für die erste Spielhälfte. Eine Qual für alle Zuschauer, kaum Torchancen, ein zerfahrenes Spiel. Lewandowski mit einem ganz schlechten Spiel (Note 5,8), zur Pause darf er drinnen bleiben, Barrios kommt.


    Kann die zweite Hälfte schlechter sein als die erste? Ja natürlich - wenn man nämlich plötzlich mit 0:1 zurückliegt. Weidenfeller kann zunächst gegen Kießling parieren, dann ist aber Renato Augusto schneller im Kopf und am Ball als die vier Dortmunder, die ihn umringen.
    Jetzt muss etwas von uns kommen. Und tatsächlich der erste schön herausgespielte Angriff, über
    Götze geht es, der Pass in die Mitte auf Barrios, aber Leno im Tor von Leverkusen steht am richtigen Platz.
    Wir tauschen noch einmal:
    Gündogan für Kehl, er soll als OMZ für mehr Drang nach vorne sorgen. Weitere Wechselüberlegungen erstickt dann Kießling, indem er Subotic so foult, dass dieser nicht mehr weiter machen kann - Mist!


    Wir werfen alles nach vorne. Wobei ... das stimmt so nicht. Wir VERSUCHEN, alles nach vorne zu werfen, aber es klappt nicht. Die Zuspiele kommen nicht an, wir spielen eher kopflos und nach 94 quälenden Minuten steht (erneut) die Erkenntnis, dass wir auswärts überhaupt nicht erst anzutreten brauchen.



    23. Oktober 2011
    Vertane Gelegenheit
    Mit einem Sieg in der anstehenden Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern hatte Hannover 96 die Möglichkeit, in der Tabelle wieder auf Platz 6 vorzurücken. Die Vorzeichen standen günstig: Die Roten Teufel waren nach den Ergebnissen der Samstagsspiele auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht und 96 spielte zuhause. Dementsprechend verlief auch die erste Spielhälfte. Hannover kontrollierte das Spiel, ließ Ball und Gegner laufen und wartete geduldig auf seine Chance gegen tiefstehende Gäste.
    Pinto nach vier Minuten, Abdellaoue und erneut Pinto hatten Gelegenheiten, scheiterten aber an der eigenen Zielgenauigkeit oder an Lauterns Schlussmann Kevin Trapp.
    Vom 1. FCK war lange Zeit nichts zu sehen und der einzige Torabschluss verfehlte um mehrere Meter das Ziel - da waren bereits 42 Minuten vorüber. Als sich die Zuschauer schon mit einem torlosen Remis zur Pause abgefunden hatten, setzte sich Sobiech auf der rechten Angriffsseite durch und legte den Ball klug zurück zu Pinto. Der schloss aus 15 Metern ab und überwand den machtlosen Trapp.


    Nach der Halbzeit plätscherte das Spiel so dahin. Hannover versäumte es, weiter Druck zu machen und baute so die Lauterer auf, die nach und nach frecher wurden. 20 Minuten vor dem Ende war es dann tatsächlich soweit: Rodnei köpfte im Anschluss an eine Bugera-Ecke nahezu unbedrängt zum Ausgleich ein.
    96 reagiert mit einem Dreifachwechsel, um das Angriffsspiel zu beleben. Da zeitgleich auch Kaiserslautern zwei Spieler austauschte, herrschte reger Betrieb beim vierten Offiziellen. Auf dem Spielfeld blieb es aber eher beschaulich. Trotz aller Bemühungen hatte Hannover nur noch eine Großchance, die Schlaudraff in der Nachspielzeit aber knapp nicht nutzen konnte.


    So blieb es bei einem 1:1, das den Lauterern sicher besser gefallen hat als den Spielern und Fans von Hannover 96.


    Der Spieltag in Schlagzeilen:
    ++ Bayern, Mönchengladbach und Köln setzen sich ab - schon fünf Punkte und mehr Vorsprung auf Platz 4 ++ Tristesse im Pott: Schalke hängt auf Platz 15, der BVB im Niemandsland ++ Mainz holt 3. Punkt: 3:3 gegen den Sportclub ++


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    24. Oktober 2011
    Am 31. August wurde Thorsten Fink beim
    HSV entlassen. Den Job als Interimstrainer hat dann Frank Heinemann übernommen und der hat die Hamburger stabilisiert: Jeweils zwei Siege, Unentschieden und Niederlagen bringen acht Punkte und damit zurzeit Platz 14 in der Liga. Heinemann hat die Löcher in der Abwehr stopfen können und den Stürmern gezeigt, wo das Tor steht. Wobei das relativ ist: den Hamburgern unter Heinemann gelang nie mehr als ein eigenes Tor.


    Warum ich mich damit überhaupt befasse? Weil wir in der 2. Runde des DFB-Pokals auf ebendiesen HSV mit Frank Heinemann treffen. Mit einem Weiterkommen gegen den amtierenden Deutschen Meister hätte der sicher gute Argumente für eine Festanstellung, aber wir haben eigene Pläne. Es muss zwar kein 5:0-Sieg sein wie im August in der Liga, aber die nächste Runde wollen wir schon erreichen - auch wenn wir auswärts antreten ...


    Wir bauen die Mannschaft kräftig um, insgesamt sieben Startspieler haben in dieser Saison drei oder weniger Startelfeinsätze gehabt. Auch der HSV hat im Vergleich zum August-Spiel mächtig gewerkelt, sowohl taktisch als auch personell steht hier eine ganz andere Truppe auf dem Platz.
    Und die kommt besser ins Match als wir, nach zehn Minuten scheppert es gewaltig, als ein 16-Meter-Schuss an unsere Torlatte prallt. Nach und nach übernehmen dann aber wir das Kommando und nach 20 Minuten können wir und besonders
    Großkreutz jubeln. Der zwingt nämlich mit seinem Einsatz Aogo zu einer Rettungsaktion, die zu einem Eigentor führt. Sehr unglücklich, aber wir nehmen das Tor gerne mit!


    Drei Minuten später: Eckball für den HSV, Aogo bringt den Ball herein, Kringe steigt hoch - und über seinen Scheitel rutscht der Ball ins eigene Tor ... unglaublich ...
    Es scheint als müssten sich beide Teams von dieser Pointe erst einmal erholen. Als erstes kommen wir aber wieder aus der Versenkung. Erst scheitert
    Großkreutz nach schöner Kombination an Drobný. Dann spielt Gündogan einen feinen Pass in die Tiefe auf Blaszczykowski, der sich auf rechts von nichts und niemandem aufhalten lässt, auch nicht vom HSV-Schlussmann: 2:1!


    Dann ist Pause. Kurz nach Wiederanpfiff erzielt Barrios das 3:1 - das war aber keine Kunst, die wahre Schau war die Vorarbeit von Blaszczykowski, der ein 50-Meter-Solo auf rechts zeigt, den Ball auf Gündogan legt, der wiederum auf Barrios zurücklegt, der nicht anders kann als zu vollenden. Ein wirklich schöner Treffer!
    Zwischen der 60. und der 70. Minute spielen dann beide Mannschaften wunderbaren Fußball.
    Ilicevics Schuss zischt nur knapp vorbei, Großkreutz trifft den Pfosten, Hummels und Santana verpassen mit ihren Kopfbällen das Tor. Schließlich ist es Barrios, der 20 Minuten vor Spielende zum zweiten Mal trifft und damit für die endgültige Entscheidung sorgt. Vorbereiter ist der heute überragende Gündogan, der sich kurz danach bei seiner Auswechslung den wohlverdienten Applaus abholen darf.
    Die HSV-Fans verlassen jetzt bereits das Stadion, sie wissen, dass hier nichts mehr passiert und so ziehen wir mit einem souveränen AUSWÄRTSsieg in die 3. Runde ein.


    26. Oktober 2011
    Retorte gegen Tradition
    Hannover 96 ist 1896 gegründet worden, sein gastgebender Gegner 2009 - ein enormer Unterschied. Ob die spielerischen Unterschiede beider Teams auch so enorm sind, würde sich in dieser zweiten Runde des DFB-Pokals zeigen. RB Leipzig ist schon in der Regionalliga angekommen und will sich dort nach Möglichkeit nicht allzu lange aufhalten. Spiele wie das gegen den Bundesligisten aus Niedersachsens Hauptstadt kommen wie gerufen, um die Ambitionen zu verdeutlichen.


    Die Hannoveraner wollte dabei aber nicht mitmachen und das zeigten sie von Beginn an. Nach vierzig Sekunden musste Leipzigs Borel zum ersten Mal abwehren, nach 96 (!) Sekunden das erste Mal hinter sich greifen - Haggui hatte nach Freistoß von Pander in die Maschen geköpft.
    Leipzig zeigte sich allerdings unbeeindruckt vom Rückstand und kam seinerseits zu drei Abschlüssen, die aber das Tor von Zieler verfehlten (zwei) oder von diesem abgewehrt wurden (einer). Wie es geht, demonstrierte dann wieder der Bundesligist: Langer Ball von Schulz auf Schlaudraff, der sich im Zweikampf behauptete und in die lange Ecke abschloss (20.). Stoppelkamp hätte drei Minuten später schon alles entscheiden können, verzog aber. Zwei Minuten danach hatte Schlaudraff die Chance, Borel reagierte prächtig. Danach beruhigte sich das Spiel, bis zur Pause gab es noch eine Gelegenheit auf jeder Seite, die aber ungenutzt blieb.


    In der Kabine hatte RB-Trainer Pacult offenbar die richtigen Worte gefunden, die Heimelf kam jedenfalls druckvoll auf's Feld. Röttger und Frahn hatten in den ersten fünf Minuten von Halbzeit zwei gute Gelegenheiten, aber Zieler war auf der Höhe.
    Damit hatte das Aufbäumen des Regionalligisten aber schon ein Ende. 96 übernahm wieder das Kommando und kam zu Chancen. Die dritte gute verwertete Ya Konan, nachdem er mit dem Pfosten quasi Doppelpass gespielt hatte. Nach einer Stunde stand es also 3:0 und die Sache war gegessen.
    Bis zum Schlusspfiff gab es hüben wie drüben noch einige Chancen, am Spielstand und am souveränen Weiterkommen des Bundesligisten änderte sich nichts mehr.

    Diese zweite Pokalrunde brachte kleinere Überraschungen mit sich, denn drei Mal setzte sich ein Zweitligaverein gegen einen Bundesligisten durch: Ingolstadt bezwang Wolfsburg ebenso im Elfmeterschießen wie St. Pauli Bayer Leverkusen. Außerdem schied noch Nürnberg gegen Bochum aus.


    27. Oktober 2011
    Heute findet die Auslosung zum Achtelfinale des DFB-Pokals statt und die schauen wir uns gemeinsam an. Als erstes Team wird Hann
    over 96 gezogen. Die Jungs von der Leine haben Losglück und dürfen zuhause gegen Ingolstadt ran. Wobei Losglück vielleicht auch relativ ist, hat Ingolstadt doch schon zwei Bundesligisten (Hertha und Wolfsburg) rausgekegelt. Köln gegen Schalke und Mönchengladbach gegen Hoffenheim sind zwei attraktive Bundesligaduelle.
    Bayern München muss gegen Union Berlin ran und kann damit schon mal die nächste Runde buchen, behaupte ich jetzt einfach mal.
    Und Borussia
    Dortmund? Wir haben auch relatives Glück, denn auch wir dürfen zuhause ran und auch wir dürfen gegen einen Zweitligisten ran: Wir empfangen am 20.12. den VfL Bochum. Machbar, denke ich.

  • 28. Oktober 2011
    Die
    TSG Hoffenheim besiegt im Freitagsspiel der 1. Liga den VfL Wolfsburg knapp mit 1:0 und festigt damit ihren vierten Tabellenplatz, während der VfL weiterhin auf dem ersten Abstiegsrang festhängt.


    Nur wenige Stunden nach der Pleite wird André Villas-Boas als neuer Trainer beim VfL Wolfsburg vorgestellt.


    29. Oktober 2011
    Im Schwabenländle
    Die taktische Marschrichtung schien klar vor der Partie des Tabellenfünften (VfB Stuttgart) gegen den Achten (Hannover 96): Der VfB würde Druck machen, weil er das am liebsten tut und zuhause allemal. Und 96 würde sich auf's Kontern verlegen. Genau so ging es dann auch los und zwar ziemlich munter: Die erste Gelegenheit gehörte den Gästen, danach kam der VfB zu zwei, drei Chancen und dann erneut 96. Und da waren erst 10 Minuten gespielt ...
    Rauf und runter ging es auch danach - die Führung fiel dann aber doch wie aus heiterem Himmel: Hannover hatte einen Freistoß zugesprochen bekommen, 30, 35 Meter vor dem Tor auf der linken Seite. Statt den Ball lang vorne reinzuschlagen, spielte Pinto auf Haggui, der links die Linie entlang ging und dann scharf und flach an den Fünfmeterraum passte. Abdellaoue löste sich von seinen Gegenspielern und schob an Ulreich vorbei ein. Stuttgart brauchte in der Folge ein paar Minuten, um sich wieder zu berappeln. Und dann war es 96s Daniel Royer, der den VfB wieder komplett zurück ins Spiel brachte - mit einer überflüssigen Attacke von hinten in die Beine seines Gegenspielers, die folgerichtig mit einer roten Karte bestraft wurde. Hannovers Trainer stopfte die entstandene Lücke in der Mittelfeldzentrale mit Chahed und nahm mit Ya Konan den unauffälligeren der zwei Stürmer vom Feld.


    Nach der Pause wurde allgemein ein Sturmlauf der Gastgeber erwartet, die 45 Minuten Überzahl zu ihren Gunsten nutzen wollten. Es war aber noch keine Minute gespielt, als Hannover in Gestalt von Pogatetz den Ball gewinnen konnte. Der Innenverteidiger, der schon in Hälfte eins als Vorlagengeber überrascht hatte, startete einen Sololauf (!) aus der eigenen Hälfte bis fast an die gegnerische Grundlinie (!!). Dort brachte er den Ball hinein, Ulreich bekam ihn nicht ganz zu fassen und konnte nur abklatschen - und Chahed stand goldrichtig und traf zum 0:2!
    Der VfB wirkte angeschlagen, Hannover zog sich nun noch weiter zurück und lauerte auf Konter. Allerdings wurden nach und nach die Beine schwerer, immerhin hatte man ja auch noch ein Pokalspiel in den Knochen, und nach 67 Minuten konnte Cacau den Anschlusstreffer für die Hausherren erzielen. Vorangegangen war ein feiner Pass von Boka.
    Nun startete der VfB Stuttgart seinen Sturmlauf, ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Tor von Hannover 96 zu. Aber mit viel Einsatz und Kampfgeist, guter Organisation und manchmal ein klein wenig Glück gelang es den Roten, den Vorsprung über die Zeit zu bringen und einen dreifachen Punktgewinn zu erringen.


    29. Oktober 2011
    Derbyzeit in Dortmund! Mit einem Sieg gegen den Rivalen aus Gelsenkirchen könnten wir heute Huub Stevens das Leben so richtig schwer machen. Aber ich habe nichts gegen den Kollegen, finde den "Knurrer von Kerkrade" sogar sympathisch, weil er eine ehrliche Haut ist und sage das auch so in den Medien, als ich danach gefragt werde. Stevens steht unter Druck, denn sein
    FC Schalke steht nach zehn Spielen nur auf Platz 15 in der Tabelle und das kann nicht der Anspruch des amtierenden Pokalsiegers sein.
    Aber wir haben auch nichts zu verschenken, denn Platz 9 kann auch nicht der Anspruch des amtierenden Meisters sein ...


    Das Spiel beginnt - und schon liegen wir hinten. Unfassbar. Jurado bringt einen Freistoß wunderbar in unseren Strafraum, der Hunter ist per Kopf zur Stelle und bringt die Gästefans zum Jubeln. Nicht mal 90 Sekunden sind vergangen und schon könnte ich wieder Kotzen!
    Wir versuchen umgehend zu antworten:
    Kagawa bekommt den Ball, läuft noch ein paar Schritte und zieht dann aus zentraler Position ab - Latte! Das war knapp. Unmittelbar danach die nächste Chance, doch Barrios trifft den Ball nicht richtig, kein Problem für Hildebrand. In der nächsten Viertelstunde passiert herzlich wenig, bevor Lewandowski mit einem Schuss an Hildebrand scheitert und Barrios den Abpraller verstolpert. Wir sind überlegen, aber noch glücklos. Erneut Barrios und dann Subotic nach einer Ecke vergeben weitere Möglichkeiten. Schalke steht mächtig unter Druck, das Tor will aber nicht fallen.
    Eine halbe Stunde ist jetzt rum, mittlerweile haben wir 8:1 Torschüsse - aber der eine von Schalke war halt drin. Nächste Chance, dieses Mal eine große durch
    Kagawa, der in eine Flanke rutscht. Aber erstens wehrt Hildebrand ab, zweitens ist es Abseits. Dann muss Höwedes bei S04 verletzt runter, Matip kommt rein. Es herrscht kurz Unordnung, Bender steht frei, aber der Winkel ist zu spitz und Du-weißt-schon-wer ist auf dem Posten. Den Eckball führt Götze aus, weit fliegt der Ball, hinter dem zweiten Pfosten steht Subotic, bringt ihn an den ersten Pfosten, dort steigt Hummels hoch ... TOOOR! Ausgleich! Endlich! So was von verdient!


    Schade, dass kurz danach Pause ist, wir hatten Schalke in den Seilen. Für die zweite Hälfte bringe ich mit Perisic einen Mann, der auch gut und gerne von Anfang an hätte spielen können. Jetzt kann und soll er zeigen, was er drauf hat!
    Zunächst einmal scheinen sich die Spieler aber darauf zu besinnen, dass zu einem Derby auch Kampf gehört - drei gelbe Karten in den ersten acht Minuten in Halbzeit 2 zeugen davon. Wir erhalten einen Freistoß und
    Perisic bringt die Flanke beinahe so gefühlvoll wie Jurado in der 2. Minute. Aber Götze ist nicht der Hunter und bekommt den Kopf nicht richtig hinter den Ball. Chance vergeben, das Dutzend ist voll.
    Rund 66 Minuten sind vorüber, als
    Götze die nächste Möglichkeit erhält. Aber wieder findet sein Kopfball nicht das Ziel, meine Güte ...
    Dann sind noch 15 Minuten zu spielen. Flanke von rechts,
    Perisic mit dem Kopf - Innenpfosten! Von dort springt der Ball an den Körper von Hildebrand ... und geradewegs ins Netz. Wie bitter für den bisher saustarken Keeper der Schalker - und wie verdient für uns!
    Kommt Schalke noch mal? Jein. Zwar starten die Gäste Offensivbemühungen, aber eine Torchance resultiert nicht daraus. Stattdessen schwächen sie sich selbst,
    Jones sieht glatt rot für ein Foul an da Silva - ganz ehrlich, das ist für mich kein Platzverweis. Egal. Jetzt ist es nur noch Formsache, bis wir das Ding nach Haus schaukeln und den Rivalen zum zweiten Mal in dieser Saison besiegen.


    Der Spieltag in Schlagzeilen:
    ++ Bayern siegt im "Spitzenspiel": 4:0 beim Dritten aus Köln - wer soll den FCB stoppen? ++ Mainz siegt im "Kellerderby": 2:0 in Kaiserslautern - Kontakt zu den vorderen Rängen ist wieder hergestellt ++ Heinemann tritt ins 2. Glied zurück - Hamburgs Interimstrainer gibt Amt ab, wer folgt? ++


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    1. November 2011
    Vor dem heutigen Spiel in der Champions League bei
    Manchester City gibt der Vorstand Erfreuliches bekannt: Aufgrund der Verbesserung der finanziellen Lage des BVB kann das Transferbudget auf 5,25 Mio. € aufgestockt werden. Das ist doch ein schönes Signal, auch wenn wir im Moment noch keinen Handlungsbedarf sehen. Aber schön zu wissen, dass wir etwas Geld in die Hand nehmen könnten, wenn wir wollten.


    Das Sportliche steht aber natürlich im Mittelpunkt: Das Spiel bei ManCity gibt uns die Chance, uns mit einem Erfolg von einem direkten Konkurrenten abzusetzen. Wir hoffen, dass die Citizens noch Respekt haben nach der 1:4-Klatsche in Dortmund. Auf der anderen Seite werden sie sicher auf eine Revanche brennen ...
    Wir wollen das Spiel im Zentrum verdichten und eng machen und dann auf schnelle Gegenstöße über
    Perisic, Götze und Lewandowski setzen.


    In der ersten halben Stunde haben wir die Sache gut im Griff. ManCity hat zwei, drei Chancen, aber Weidenfeller bleibt in allen Duellen Sieger. Nach vorne geht bei uns noch nicht so viel. Perisic hat noch die beste Gelegenheit, aber sein Schussversuch geht genau auf Hart. Bis zur Pause passiert nicht mehr viel - es sieht gut aus für uns.


    Wirkliche Gefahr bei Manchester geht nur von Tou aus und der ist es auch, der kurz nach der Pause Weidenfeller zur nächsten guten Tat zwingt.
    Der ständige Regen macht den Rasen immer tiefer und glitschiger. Langsam schwinden bei beiden Teams die Kräfte. 20 Minuten vor Schluss ist es erneut
    Tou, der die größte Chance hat - sein Schuss klatscht zum Glück gegen den Pfosten.
    12 Minuten vor Schluss geht das Privatduell
    Tou - Weidenfeller in die nächste Runde und wieder hat der Torwart das bessere Ende für sich. City macht jetzt mehr und mehr Druck. Der eingewechselte Balotelli mit der Chance - knapp vorbei.
    Fünf Minuten sind es noch ... Da wird
    Agüero auf links freigespielt, er ist alleine durch und auf dem Weg Richtung Weidenfeller. Der kommt raus ... und hat doch keine Chance, der Argentinier bleibt cool und bringt den Gastgeber in Führung.


    Wir reagieren sofort, Barrios kommt als zweiter Stürmer rein, Kagawa, Perisic und Kuba sollen zusammen mit ihm und Lewandowski Druck machen. "Alles nach vorne" lautet die Devise - es ist der Mut der Verzweiflung. Über links, über Perisic kommt der Angriff, die Flanke findet den Kopf von Lewandowski - Innenpfosten! Doch es geht weiter, der Ball prallt zurück, Kompany will klären - und köpft den Ball ins eigene Tor, Ausgleich!! Kurz danach ist Schluss.


    Am Ende holen wir also einen etwas glücklichen und unverhofften Punkt, den wir uns aber doch redlich erkämpft haben. Roman Weidenfeller ist der heutige "Mann des Spiels", was zeigt, dass es doch eher eine Abwehrschlacht gewesen ist.

    Das Remis bringt dem BVB 400 Tsd. € an Einnahmen. Außerdem wahrt der Ruhrpottklub damit die Chancen auf das Erreichen der nächsten Runde.


    Champions League-Splitter:
    *** Real Madrid mit 7:0-Kantersieg gegen Piräus *** Real und Barca im Gleichschritt in die nächste Runde - vier Spiele, zwölf Punkte *** Bayern siegt (3:1 gegen AC Mailand), BVB spielt unentschieden, Leverkusen verliert (0:1 in Porto) - alle drei können weiterkommen ***

    3. November 2011
    In Europa überwintern
    "In Europa zu überwintern - das wäre ein Traum!" sagte Hannover 96-Trainer Ekner Remörk vor dem Spiel in der Europa League gegen Sporting Lissabon. Mit einer ähnlich konzentrierten Leistung wie im Hinspiel sollte ein Erfolg möglich sein und damit das beinahe sichere Erreichen der nächsten Runde.
    Lissabon dagegen kämpfte fast schon um die letzte Chance, begann entsprechend engagiert und hatte durch Capel die erste Chance der Partie - sein Schuss touchierte noch die Latte (13.). Hannover spielte - obwohl zuhause - wie gewohnt aus einer geordneten Struktur und sicherer Defensive und hatte nach 20 Minuten die erste Halbchance. Ya Konans Schuss war aber zu harmlos.
    Lissabon blieb druckvoller. Nach einer halben Stunde wurde das mit der Führung belohnt, als Paz aus rund 22 Metern zentrale Position abzog und Zieler sich strecken konnte, wie er wollte - der Ball schlug im Netz ein. Paz war ziemlich unbedrängt in dieser Situation, was Zielers Zorn auf seine Vorderleute heraufbeschwor.
    Hannovers Antwort ließ nicht lange auf sich warten, aber Pintos Versuch aus ähnlicher Position verfehlte sein Ziel. Sporting zog sich nun weiter zurück und überließ 96 Ball und Raum, Hannover wurde offensiver, blieb aber bis zur Pause ohne glasklare Torchance.


    Remörk reagierte mit einem Doppelwechsel und der neu reingekommene Schlaudraff war kurz nach der Pause gleich an einem erfolgversprechenden Angriff beteiligt. Ya Konans Schuss nach Schlaudraff-Zuspiel verkam aber zum Schüsschen.
    Fünf Minuten später war Schlaudraff sogar erfolgreich, aber aus Abseitsposition, es blieb beim 0:1. 96 erhöhte weiter den Druck. Nach rund einer Stunde hatte Sporting dann Glück, als Silva nach einer Grätsche gegen den durchstürmenden Ya Konan nur die gelbe Karte sah. Ya Konan hatte in der 65. Minute eine Doppelchance und dann ... dann verebbten nach und nach die Hannoverschen Bemühungen. Es kam - gefühlt - immer mehr Sand ins Getriebe, die Aktionen nach vorne ware nicht mehr so zwingend, auch wenn das Trainerteam durch einen dritten Wechsel und neue taktische Anweisungen versuchte, das Blatt noch mal zu wenden.
    Spätestens in der 83. Minute war allen klar, dass Hannover noch weiter um Europa würde bangen müssen - Faria erzielte das 0:2, als er nach einer Freistoßflanke schneller schaltete als Cherundolo. Am Ende hatte sich die cleverere Mannschaft mit kühlem Kopf durchgesetzt.

    Weil zeitgleich Rapid Bukarest gegen Rubin Kasan gewann, rückte in Gruppe H alles dicht zusammen: 1. Kasan (7 Pkt.), 2. 96 (6), 3. Sporting (5), 4. Bukarest (4).


    Europa League-Splitter:
    ## Tottenham, AS Rom, Dynamo Kiew, Udinese, Athletic Bilbao, Lazio Rom, Fulham, Besiktas, Charkow, Schalke 04 und Palermo sind schon in der nächsten Runde ## Schalke siegt mit 2:1 bei Boleslav, Mainz spielt Remis (1:1) gegen Kiew ##