Echte Liebe oder Alte Liebe - was hält länger?

  • Am Samstag, dem 30. April 2011, gegen 17:18 Uhr gab es im Signal Iduna Park in Dortmund kein Halten mehr: Mit einem 2:0-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg sicherte der Ballspielverein Borussia 09 e.V. Dortmund - kurz Borussia Dortmund - seine insgesamt siebte Deutsche Meisterschaft.
    Eine grandiose Saison, in der der BVB am 10. Spieltag die Tabellenführung übernommen und seitdem nicht wieder abgegeben hatte, wurde bereits am 32. Spieltag mit dem Titelgewinn gekrönt.


    Die Helden des Tages hießen Lucas Barrios und Robert Lewandowski, die mit ihren Toren schon in der ersten Spielhälfte alles klar gemacht hatten. Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel mehr und mehr zum Schaulaufen für den neuen Titelträger und nach dem Abpfiff brachen alle Dämme.


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    Vater des Erfolgs war sicherlich der Dortmunder Trainer - Jürgen Klopp.


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    Fast drei Jahre zuvor war er vom FSV Mainz 05 nach Dortmund gekommen, um dort eine Mannschaft nach seinen Vorstellungen aufzubauen. Dabei setzte er konsequent auf eine Verjüngung des Kaders, was dazu führte, dass mit Ausnahme von Torhüter Roman Weidenfeller kein Stammspieler der Meistermannschaft älter als Mitte 20 war.


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    Als das große Ziel des BVB erreicht war und der Traditionsclub aus dem Ruhrgebiet als jüngster Deutscher Meister in der Bundesligageschichte feststand, zog sich Klopp erst einmal für einige Momente zurück. Die Szene erinnerte ein wenig an Kaiser Franz Beckenbauer nach dem 1:0-Erfolg 1990 im WM-Finale gegen Argentinien. Dortmunds Präsident Reinhard Rauball beobachte das mit Wohlwollen: "Du musst bei aller Euphorie eine gewisse Zeit allein sein."


    Zwei Wochen später, am 14. Mai 2011, erfolgte nach dem letzten Saisonsieg (3:1 gegen den Absteiger aus Frankfurt) die offizielle Übergabe der Meisterschale.


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    Und keine 24 Stunden danach folgte der Paukenschlag: Klopp lud zur Pressekonferenz und hielt seine Abschiedsrede an die BVB-Familie. „Das ist wohl die schwerste Aufgabe, die ich bisher zu bewältigen hatte“, sagte er, „ich kann das, was mir durch den Kopf geht, nicht ausdrücken. In den letzten Jahren ist so viel passiert, es war unglaublich.
    Es sei nicht so wichtig, was über einen Menschen gedacht werde, wenn er kommt, sagte Klopp: „Es ist wichtig, was über einen gedacht wird, wenn man geht.“ Das, was in Dortmund über ihn und seine Co-Trainer gedacht werde, „das packen wir ein; egal, wo es uns hin verschlägt.“ Kurze Zeit später ging er, die letzte Rede als Borusse lag hinter ihm. „Wir sehen uns wieder. Vielen Dank!“, hatte er geschlossen. Im Saal kämpften viele mit den Tränen.


    Borussia Dortmund muss ab sofort den Gedanken ertragen, dass der Trainer nicht mehr Jürgen Klopp heißt.


    genutzte Quellen:
    http://www.spiegel.de/sport/fu…e-wand-bebt-a-759946.html
    https://de.wikipedia.org/wiki/Fußball-Bundesliga_2010/11
    https://www.welt.de/sport/fuss…B-Familie-zu-Traenen.html


    Borussia Dortmund muss ab sofort, das heißt ab dem 13.6.2011, den Gedanken ertragen, dass ich jetzt der neue Trainer bin.
    Und als neuer Trainer mache ich gleich mal von der Möglichkeit Gebrauch, mir einen Trainerstab nach meinem Wunsch zusammenzustellen. Die Verträge von
    Michael Wenzel und David Wagner werden aufgelöst und gleichzeitig wird die Suche nach neuen Assistenztrainern in Angriff genommen.


    Das Gespräch mit Reinhard Rauball, Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc über die Mindesterwartungen für die neue Saison und die zur Verfügung stehenden Budgets ist nüchtern und sachlich. Es wird nicht die Titelverteidigung verlangt, Mindesterwartung der Vereinsführung ist stattdessen die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb. Im DFB-Pokal soll es das Halbfinale sein.
    Ein Transferbudget steht für die Erreichung dieser Ziele nicht zur Verfügung, dafür ist im Gehaltsbudget noch "Luft".


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    Schauen wir uns einmal den Kader an:


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    Und eine etwas tiefergehende Analyse:


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    Was auffällt:
    - Wir haben sechs Verletzte, die allesamt zwischen vier und acht Wochen ausfallen werden.
    - Wir sind in der Offensive fantastisch besetzt.
    - In der Defensive sieht es da schon etwas weniger toll aus. Gerade
    Weidenfeller, Piszczek und Schmelzer sollten besser nicht längerfristig ausfallen. Ups ...


    Alles in allem kann man Jürgen Klopp nur gratulieren, dass er in der letzten Saison Meister geworden ist! In dieser Spielzeit werden wir das eher nicht hinbekommen.


    Hier noch ein Ausblick auf die Vorbereitungsspiele und den ersten Bundesligatermin (dazwischen wird noch die erste Runde im DFB-Pokal rutschen):


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  • In dieser Spielzeit werden wir das eher nicht hinbekommen.


    Noch keine 24 Stunden an Board und solche Sätze?


    [irony]Was ist das hier überhaupt? Schande auf das Haupt aller BVB Anhänger das sich ein Schalker erdreistet hier den Trainer zu geben. [/irony]


    Nun ich bin gespannt, nächstes Update die Taktiken oder? Schöner Einstieg übrigens.


    Ach so, denk mal bitte darüber nach Directupload zu verlassen, ich bekomme die die Bilder bei den Links nicht angezeigt.

    "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
    "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.


    Autor: unbekannt

  • 5. Juni 2011
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    Das Rücktrittsgesuch Mirko Slomkas traf die Führung von Hannover 96 völlig unvorbereitet. Nachdem in der letzten Saison mit Rang 4 die beste Platzierung seit vielen Jahrzehnten bejubelt werden konnte, war es mit der Hoffnung auf ruhigere Zeiten nun erst einmal wieder vorbei.

    13. Juni 2011
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    (Quelle: https://ixquick-proxy.com/do/s…971f6eb4e86da76caebb5733d)


    Martin Kind, Präsident des Bundesligisten Hannover 96, hat gut lachen: Mit der heutigen Präsentation des neuen Cheftrainers hat der alte Fuchs wieder einmal alle überrascht und einen komplett Unbekannten aus dem Hut gezaubert:


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    Ob Kind auch als Letzter lachen wird, das muss sich erst noch erweisen. Oft genug hat der Hörgerätehersteller bewiesen, dass er zwar durchaus geschäftstüchtig ist, es ihm dagegen an fußballerischer Kompetenz und Weitsicht mangelt.


    Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz formulierte Kind die folgenden Ziele für die kommende Spielzeit: In der Bundesliga will man nichts mit dem Abstieg zu tun haben, an eine Wiederholung der letztjährigen Über-Spielzeit glaubt aber realistischerweise auch niemand - "Gesichertes Mittelfeld" lautet die Devise.
    Im DFB-Pokal soll die dritte Runde erreicht werden und in der Europa League die Gruppenphase. Ob das klappt, hängt natürlich auch von der Losfee ab.


    Und mit diesem Kader sollen die Ziele erreicht werden:


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    Viele Möglichkeiten zur Verstärkung hat der neue Trainer nicht: Ein Transferbudget wird nicht zur Verfügung gestellt (Kind betonte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit der finanziellen Konsolidierung), im Gehaltsbudget ist aber noch "ein Stück weit Luft", so der Präsident.
    Bis zum 4. Juli hat Remörk nun Zeit, eine erste Elf zu finden, dann steht das erste Testspiel auf dem Programm:


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  • und so spiele ich mit beiden Teams.


    Starke Herausforderung, bin gespannt, ob dir das nicht zu viel wird. Aber nach dem Einstieg und so, wie wir dich kennen, verspricht es auf jeden Fall unterhaltsam zu werden!

  • Wenn ich jetzt bei Single Malt "gefällt mir" geklickt habe so heisst das nichts anderes wie "denke ich auch"
    Nicht das jemand meint mir hätte das Antlitz von Malte Womerde so gut gefallen. O.k. tut es auch, müsste aber mal überholt werden, der ist schließlich schon 60, das ist also ein älteres Foto. ;)

    "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
    "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.


    Autor: unbekannt

  • 21. Juni 2011
    Heute werden die Bundesligameisterschaftsquoten bekannt gegeben. Natürlich wird der FC Bayern München als Topfavorit für die Meisterschaft angesehen - 3 für 1 ist die Quote.
    Die anderen Favoriten der Wettanbieter sind:
    Wir (8-1), Bayer 04 Leverkusen (12-1), der HSV (33-1), Hannover 96 (100-1) und der SV Werder Bremen (150-1).


    Wir sind demnach ein ernsthafter Titelkandidat. Ich für meinen Teil halte es durchaus für möglich, dass wir unser die erste Vier kommen, wobei die Wahrscheinlichkeit, dass wir am Ende Rang 1 belegen, äußerst gering ist. Leverkusen sehe ich ebenfalls vorne, aber beim HSV bin ich mir nicht so sicher. Hannover und Bremen werden aber gewiss keine größere Rolle im Meisterschaftskampf spielen. Aber wir lassen uns einfach mal überraschen!


    22. Juni 2011
    Hannover 96 ist auf dem Trainermarkt fündig geworden!
    Wie der Vorstand heute bekannt gab, wird das Team um Trainerneuling Ekner Remörk, Co-Trainer Nestor el Maestro, Assistenztrainer Valérien Ismael und Torwarttrainer Jörg Sievers künftig um Christian Lapke, Matthias Scherz und Joachim Thomas erweitert.


    Christian Lapke, 42, war bis vor einem Jahr als Jugendtrainer beim SV Werder Bremen tätig. Er soll sich bei den Roten in erster Linie um den taktischen Bereich und die Spielvorbereitung kümmern.
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    (Quelle: https://www.werder.de/teams/frauen/mitarbeiter)


    Anders als Lapke, der nur Insidern ein Begriff ist, ist Matthias Scherz allen Fußballfans gut bekannt. Der frühere St. Paulianer hatte seine erfolgreichste Zeit als Profi beim 1. FC Köln. Im Anschluss daran war Scherz als Jugendtrainer beim FC tätig, ehe er nun zu Hannover 96 wechselte. Wenig überraschend liegt Scherz' Aufgabenbereich im Offensivspiel und im Torschuss.
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    (Quelle: https://www.ksta.de/koeln/--5877354)


    Joachim Thomas schließlich wird für die Verbesserung der Fitness des 96-Kaders zuständig sein. Der 52-jährige war zuletzt bei der Reserve des VfB Stuttgart als Fitnesstrainer beschäftigt.
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    (Quelle: https://www.fupa.net/spieler/joachim-thomas-474537.html)


    27. Juni 2011
    Als ob wir nicht schon genug Verletzte hätten ... Heute übernimmt sich Ivan Perisic beim Gewichtetraining und verdreht sich das Handgelenk. Ergebnis: 7-10 Tage Pause ...


    28. Juni 2011
    So langsam glaube ich an einen Fluch ... Nach einer Sprintübung im Training fasst sich Ilkay Gündogan mit schmerzverzerrtem Gesicht an seine rechte Leiste. Die Befürchtungen bestätigen sich: Leistenzerrung. Während seiner Behandlung wird Gündogan voraussichtlich für 2-3 Wochen ausfallen.


    1. Juli 2011
    Wir befinden uns ja eigentlich schon seit zwei Wochen in der Vorbereitung, aber erst heute haben wir den Trainerstab komplettieren können - eigentlich ein wenig spät, aber die Gespräche mit den potentiellen Kandidaten haben sich als schwierig erwiesen.
    Egal, ab heute sind wir vollzählig.
    Die neuen Kollegen im Trainerstab sind
    Peter Neustädter (45 Jahre alt), der unser Defensivspiel verbessern soll, Rainer Adrion (57 Jahre, zuletzt U 21-Trainer der Nationalmannschaft), der sich um die Offensive kümmern wird und Hans Dieter Hermann (51 Jahre, zuletzt Assistenztrainer in Hoffenheim). Dieser deckt die Trainingskategorie "Ballkontrolle" ab.
    Daneben haben wir
    Zelijko Buvac als Co-Trainer, Matthias Kleinsteiber als Assistenztrainer und Wolfgang "Teddy" De Beer als Torwarttrainer.


    3. Juli 2011
    Heute ist der Tag der DFB-Pokalauslosung. Und die Losfee beschert uns in Runde 1 ein vergleichsweise einfaches los, nämlich den Amateurligisten
    FC Oberneuland. Natürlich muss man vor jedem Gegner Respekt haben, aber das Spiel sollten wir klar und deutlich für uns entscheiden können.
    Von den Bundesligisten müssen übrigens nur Hertha BSC (gegen Ingolstadt), der 1. FC Köln (gegen den Karlsruher SC) und unsere ungeliebten Nachbarn in blau und weiß (gegen Dynamo Dresden) gegen Zweitligaklubs antreten. Alle anderen Erstligisten haben niedrigerklassige Vereine als Gegner.


    Viel wichtiger als die Auslosung ist - zumindest für mich - aber unser erstes Testspiel, das uns mit dem österreichischen Landesligisten FC Höchst zusammenführt.
    Abgesehen von etwas Spielpraxis wünsche ich mir am meisten, dass sich niemand mehr verletzt ... Die Verletztenliste ist so lange, dass wir ohne U 23- und U 19-Spieler nur zwei Auswechselspieler dabei hätten.
    Zum Spiel selber ist nicht viel zu sagen: Nach sechs Minuten steht es bereits 2:0 für uns,
    Lewandowski nach 40 Sekunden und Leitner per Freistoß sind die Torschützen. Danach verflacht unser Spiel leider und es dauert bis zur 77. Minute, ehe Terrence Boyd, einer der Spieler aus der U 23, den 3:0-Endstand erzielt.
    Alles in allem ein ordentlicher Auftritt, nicht mehr und nicht weniger. Und es hat sich niemand verletzt!


    3. Juli 2011
    "Machbares Los" für die Roten
    Die Auslosung der 1. DFB-Pokalhauptrunde bescherte Hannover 96 ein Auswärtsspiel bei Rot-Weiß Oberhausen. RWO erreichte in der vergangenen Spielzeit in der 2. Bundesliga nur den 17. Tabellenplatz und tritt nach seinem Abstieg nunmehr nur noch in der 3. Liga an. Zur neuen Saison 2011/12 wurde ein Großteil des Kaders ausgetauscht. Laut Vereinsführung soll der Verein sich in der 3. Liga etablieren, um über die Jugendarbeit die Basis für eine Rückkehr in die 2. Bundesliga zu legen.


    "Ein machbares Los, auch wenn wir natürlich nicht überheblich in diese Partie gehen werden. Aber unser Anspruch als Erstligist muss das Weiterkommen in die 2. Runde sein, das ist klar." kommentierte der neue Cheftrainer der Roten, Ekner Remörk, die Auslosung.
    Die Partie steigt am 29. Juli 2017 (Freitag) um 19:30 im Niederrheinstadion in Oberhausen.


    Für die 1. Hauptrunde wurden folgende Partien ausgelost:
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    4. Juli 2011
    Klarer Testspielsieg für Hannover 96
    Hannover 96 konnte das erste Testspiel unter dem neuen Trainer Ekner Remörk erfolgreich gestalten. Beim französischen Drittligisten Red Star FC gewannen die Roten klar und deutlich mit 6:1. Bereits zur Pause führte Hannover durch Tore von Daniel Royer (23.), Mohammed Abdellaoue (43.) und ein französisches Eigentor (37.) mit 3:0 Nach dem Seitenwechsel konnten sich erneut Abdellaoue (47.), Henning Hauger (61.) und Christopher Avevor (87.) in die Torschützenliste eintragen. Zwischenzeitlich hatte Leconte für Red Star 93 auf 1:4 verkürzt.
    Ein höheres Ergebnis wäre möglich gewesen, aber Abdellaoue scheiterte mit einem zu lässig getretenen Foulelfmeter am gegnerischen Torhüter.
    Remörk zeige sich zufrieden: „Für das erste Spiel war das schon sehr ordentlich! In mancher Situation hätte ich mir noch einen Pass in die Tiefe statt eines Distanzschusses gewünscht, aber das ist Meckern auf hohem Niveau.“
    Das nächste Testspiel findet in sechs Tagen statt. Dann wartet mit dem MSV Duisburg vermutlich ein schwierigerer Gegner auf Hannover 96.


    6. Juli 2011
    Vor drei Tagen das Spiel gegen Höchst, heute gegen Xamax Neuchatel und übermorgen gegen den RC Lens - und das bei dem dezimierten Kader ... Ich weiß nicht, was mein Vorgänger sich dabei gedacht hat. Aber nun ist es zu spät, die Spiele noch abzusagen, das können wir uns nicht erlauben, ohne ganz dumm dazustehen und Geld zu verlieren. Also Augen zu und durch.
    Wir versuchen die Balance zwischen Spielpraxis und Überlastung zu finden und deshalb stehen heute mit
    Halstenberg, Günter, Treude, Hofmann, Boyd und Ducksch gleich sechs Spieler in der Startelf, die unter normalen Umständen eher nicht von Beginn auflaufen würden.
    Ich gebe den Jungs mit, dass das Ergebnis heute eher zweitrangig und die Spielpraxis wichtiger sei. Das scheinen genau die richtigen Worte zu sein und
    Hofmann (nach Flanke von Ducksch), Treude und Ducksch (nach Zuspiel von Boyd) tragen sich bis zur Pause in die Torschützenliste ein.
    In den zweiten 45 Minuten kommt noch eine Torvorlage von
    Treude (für Subotic) hinzu. Am Ende steht ein komplett ungefährdeter 4:1-Sieg - und ein verletzter Marcel Halstenberg, der mit einer Bänderdehnung im Knie für 6-7 Wochen ausfällt. Na toll!


    8. Juli 2011
    Ich habe der Mannschaft zwei Tage trainingsfrei gegeben, damit sie sich etwas regenerieren kann und damit sich heute im Testspiel beim französischen Team des
    RC Lens niemand wegen Überlastung verletzt. Wieder mischen wir ein paar U 23-Spieler in die Startelf, dieses Mal sind es Hübner (VR) und erneut Boyd (TJ), Großkreutz hilft als VL aus.
    Das Spiel macht dann aber in den ersten 60 Minuten ausschließlich die Mannschaft aus Lens. 12:1 Torschüsse und 60% gewonnene Zweikämpfe zugunsten der Franzosen - dass es 0:0 steht verdanken wir viel Glück und
    Weidenfeller bzw. Langerak. In der 61. Minute können wir uns dann zum ersten Mal richtig nach vorne kombinieren und plötzlich steht es 1:0 für uns. Sechs Minuten später folgt ein Eigentor der Franzosen nach Eckball von uns und damit ist die Sache entschieden, ein weiteres Tor nach Eckball bringt den 3:0-Erfolg. Aber wir haben heute gesehen, dass noch viel Arbeit auf uns wartet.


    10. Juli 2011
    Nur Remis gegen Duisburg
    Hannover 96 kam im Testspiel gegen den Zweitligisten MSV Duisburg nicht über ein 1:1 hinaus. Duisburg kam besser ins Spiel und ging in der 12. Minute nach einem Flachschuss von Jula mit 1:0 in Führung. Radlinger, der etwas überraschend in der Startelf stand, war chancenlos. Zwar reklamierten einige Rote auf Abseits, aber da weder der Assistent an der Seitenlinie noch der Schiedsrichter reagierten, zählte der Treffer.
    96 zeigte sich zwar bemüht, jedoch wirkte der Zweitligist in seinen Aktionen zielstrebiger. Die beste Chance zum Ausgleich hatte Abdellaoue, der nach 25 Minuten aus sehr spitzem Winkel nur die Latte traf. Nach rund 30 Minuten stellte Remörk taktisch auf ein 4-3-1-2 um mit Stindl als OMZ. Das wirkte sich belebend auf die Offensive aus. Erneut Abdellaoue hatte noch vor der Pause erneut die Gelegenheit, jedoch strich sein Lupfer knapp über die Querlatte (40.). Sechzig Sekunden später wurde ein Treffer von Diouf wegen einer Abseitsposition aberkannt - diese Entscheidung war korrekt, Abdellaoue hatte den Pass zu spät gespielt.
    In der Halbzeitpause wechselte Remörk alle Spieler außer Pinto - es ist eben Testspielzeit. 96 erhöhte den Druck, kam vermehrt zu Chancen und in der 68. Minute war es Lars Fuchs, der auf Zuspiel von Lala den mittlerweile verdienten Ausgleich erzielen konnte. In der Folge wurde Hannover immer spielbestimmender, hatte auch noch ein paar kleinere Gelegenheiten, aber ein weiterer Treffer fiel nicht mehr, sodass es beim 1:1 blieb.
    Die Verantwortlichen von 96 zeigten sich dennoch zufrieden und verwiesen dabei besonders auf die Leistungssteigerung nach der taktischen Umstellung.


    12. Juli 2011
    Hiobsbotschaft für Avevor
    Christopher Avevor (19) hat sich verletzt. Im Training zog sich der Innenverteidiger einen Muskelanriss im rechten Oberschenkel zu. Damit wird er rund drei bis vier Wochen fehlen.
    Das ist besonders bitter für Avevor, weil er in den beiden Testspielen, an denen er mitgewirkt hat, gute Leistungen erbracht hat (Durchnittsnote 7,10, Passrate 76%) und drauf und dran war, Pogatetz und Haggui Konkurrenz zu machen.
    Avevor gesellt sich damit zu den verletzten Schlaudraff, Carlitos, Ya Konan und Andreasen. Zumindest Jan Schlaudraff soll aber in den nächsten Tagen wieder mit dem Mannschaftstraining beginnen können.


    14. Juli 2011
    Das nächste Testspiel ist ein echter Härtetest - im heimischen Stadion empfangen wir
    Manchester City. Eigentlich kommen wir gut in die Partie, Götze und Lewandowski kommen zu Torabschlüssen, aber wirklich gefährlich ist das noch nicht. City spielt sich nach einer Viertelstunde zum ersten Mal in unseren Strafraum. Und Santana, der vor dem heraneilenden Dzeko klären will, trifft den Ball so unglücklich, dass er an Weidenfeller vorbei ins Tor springt.
    Die Mannschaft bekommt aber schnell den Kopf wieder frei. Besonders
    Götze auf Rechtsaußen wirbelt Cities Abwehr immer wieder durcheinander. Es dauert aber doch bis zur 40. Minute und es muss ein Standard herhalten, ehe wir zum Ausgleich kommen. Ausgerechnet Santana köpft dabei eine Ecke von Löwe in die Maschen!
    Zur Pause wechsele ich vier Mal, insbesondere kommt
    Hofmann für Götze. Und Hofmann ist es, der fünf Minuten nach dem Seitenwechsel den Konter zum 2:1 einleitet, der über Lewandowski von Perisic abgeschlossen wird. Und Hofmann ist es auch, der nach rund einer Stunde auf 3:1 erhöht und uns endgültig auf die Siegerstraße bringt.
    In den letzten Minuten geht es noch einmal hoch her: Erst schafft
    Dzeko für ManCity den Anschluss, dann treffen Boyd nach Konter (wenn er da noch mal quer legt, dann klingelt's im Kasten von Hart!) und Santana nach Eckball nur die Querlatte.
    Alles in allem ein schöner Sieg, der die über 70.000 Fans frohen Mutes nach Hause gehen lässt!


    14. Juli 2011
    Herbe Pleite gegen Alkmaar
    Nicht einmal sechzig Sekunden waren in der AWD-Arena im Spiel gegen AZ Alkmaar vorüber, da hatten die Zuschauer schon zum ersten Mal den Torschrei auf den Lippen. Abdellaoues Schuss nach Zuspiel von Diouf sprang aber vom Innenpfosten nicht hinter die Linie, sondern aus dem Tor heraus.
    Umgekehrt verlief es in der achten Minute: Alkmaars Westerveld kam aus 19 Metern zum Schuss, Ron Robert Zieler konnte den Ball nur noch leicht abfälschen und vom Innenpfosten rutschte er zum 0:1 ins Tor.
    In der Folgezeit entwickelte sich ein munteres Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten, die Mehrzahl für die Hannoveraner. Dabei taten sich besonders Rausch und Abdellaoue hervor, blieben im Abschluss allerdings zu harmlos.
    Anders Alkmaar: Ein schneller Konter, bei dem die 96er Abwehr auf Abseits spekulierte (und sich verspekulierte), ein entschlossenes Handeln im Strafraum und plötzlich stand es 0:2 durch Koman. In dieser Phase zwischen der 30. und 40. Minute war Alkmaar das bessere Team, Hannover wirkte verunsichert und hatte es Zieler zu verdanken, dass es nicht mit einem höheren Rückstand in die Pause ging.
    Aus der kamen die Roten engagiert heraus, Diouf gelang sogar der Anschlusstreffer (54.), dem aber richtigerweise wegen einer Abseitsposition die Anerkennung versagt blieb. Nach einer Stunde kam Alkmaar erst zu einem Pfostenschuss und dann zu einem Elfmeter, als Royer ungeschickt seinen Gegner im Strafraum fällte. De Jager verwandelte souverän und das Spiel war endgültig entschieden.
    An den Kräfteverhältnissen änderte sich trotz personeller und taktischer Wechsel bei 96 nichts mehr, sodass viele der insgesamt 14.000 Zuschauer schon fünf Minuten vor Spielende das Stadion scharenweise verließen. Am Ende blieb ein ernüchternder Auftritt und eine herbe 0:3-Schlappe.


    15. Juli 2011
    Ilkay Gündogan kehrt heute ins Mannschaftstraining zurück, zwei Wochen fehlte er wegen einer Leistenzerrung. Ich bin froh über jeden, der das Lazarett verlässt, aber noch lieber wäre es mir, wenn ein Abwehrspieler gesunden würde ...


    16. Juli 2011
    Personalnot und koher Kraftverlust führen dazu, dass ich vom bisherigen 4-2-4 (mit zwei offensiven Außen) abweiche und auf eine Dreier-Kette in der Abwehr umstelle. Gegen den belgischen Zweitligisten
    FC Royal Antwerpen sollte es auch so reichen.
    Dass wir uns dann kurz vor Ende der ersten Spielhälfte einen Gegentreffer fangen, bei dem die Dreierkette nicht sonderlich gut aussieht, kann ich verschmerzen. Mehr zu denken gibt da, dass
    Weidenfeller beim Gegentor (Schuss aus 25 Metern in die Mitte des Tores unter die Latte) nicht so gut aussieht. Zu diesem Zeitpunkt hat aber Lewandowski bereits zwei Mal getroffen.
    Nach der Pause zeigen die eingewechselten
    Hofmann und Großkreutz, dass sie gut miteinander können: Zunächst schiebt Hofmann nach Querpass von Großkreutz ein, dann hämmert Großkreutz eine Hofmann-Flanke volley in die Maschen. Lewandowski setzt dann mit seinem dritten Tor den Schlusspunkt unter diese Partie und eine überaus erfolgreiche Vorbereitungsphase:


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    17. Juli 2011
    Wiedergutmachung geglückt!
    Nach der klaren Pleite im letzten Testspiel (0:3 gegen Alkmaar) schien Hannover 96 in der Partie gegen den französischen Drittligisten US Sénart-Moissy-Cramayel von Beginn an auf Wiedergutmachung aus zu sein. Bereits nach 69 Sekunden konnte sich Stoppelkamp schon zum zweiten Mal auf der rechten Seite durchsetzen. Seine zielgenaue Flanke köpfte Abdellaoue an den Innenpfosten, von wo der Ball ins Netz trudelte. Auch in den folgenden Minuten ging es weiter mit Einbahnstraßenfußball. Nachdem Diouf und Abdellaoue gute Chancen vergaben, traf Haggui in der 15. Minute nach einer Pinto-Ecke zum 2:0. Spätestens zwei Minuten später, als Abdellaoue seinen zweiten Treffer erzielte, war die Partie gelaufen. Aber 96 spielte weiter offensiv und so konnte kurz vor der Pause auch Diouf noch jubeln, als er das 4:0 machte.


    Zur Halbzeit gab es einige Wechsel auf Seiten der Roten. Diesen Umstand machte sich Sénart-Moissy zunutze und schaffte in Minute 52 den schön herauskombinierten Ehrentreffer. Mehr Erfolgserlebnisse waren den Franzosen aber nicht vergönnt. Schon wenige Minuten später stellte Abdellaoue mit seinem dritten Tor den alten Vier-Tore-Abstand wieder her. Danach ließen es beide Mannschaften ruhig angehen, sodass am Ende ein verdienter 5:1-Erfolg für Hannover 96 stand.
    Der 96-Trainer zeigte sich zufrieden: "Besonders das Spiel über die Außenpositionen hat mit sehr gut gefallen. Dieses 4-4-2 mit zwei offensiven Außenspielern ist sicher eine Option, die wir im Auge behalten sollten."


    21. Juli 2011
    Ausrufezeichen von 96
    Mit Sporting Lissabon traf Hannover 96 am Donnerstagabend auf einen Gegner von gehobenem internationalem Niveau. Rund 14.000 Zuschauer in der AWD-Arena waren gespannt, wie sich die Roten präsentieren würden. Der Beginn der im kompakten 4-1-3-2 auftretenden Hannoveraner war gut, aber die Portugiesen waren es, die zu den ersten großen Gelegenheiten kamen: einem Lattenkopfball in der 10. und einem Abseitstor in der 15. Minute.
    Fünf Minuten später spielten sich die Hausherren über Abdellaoue, Stindl und Schlaudraff nach vorne und Schlaudraff behielt kühlen Kopf und vollendete kühl zur 1:0-Führung. Mit dem Treffer wurde die beste Phase der Hannoveraner eingeläutet. Abdellaoue (30.), Pinto (32.) und zwei Mal Rausch (27. und 36. Minute) hatten gute Möglichkeiten, die sie jedoch nicht nutzen konnten.
    In den zweiten 45 Minuten konnte Sporting sich ein optisches Übergewicht erspielen, hatte den wesentlichen Anteil am Ballbesitz - aber ohne wirklich zu überzeugen und zu Torchancen zu kommen. 96 blieb mit Kontern gefährlich, die beste Gelegenheit vergab Diouf nach tollem Zuspiel von Stindl in der 70. Minute.
    Erst als Trainer Remörk eine Viertelstunde vor Spielende beinahe das gesamte Team austauschte, kam Sand ins spielerische Getriebe. Sporting Lissabon wurde gefährlicher und hatte zwei, drei Gelegenheiten. Am Ende hielt die Abwehr aber stand und Hannover brachte einen 1:0-Sieg über die Zeit.


    22. Juli 2011
    Auf ein Wort - mit Ekner Remörk
    Frage: Herr Remörk, eigentlich sollte übermorgen das letzte Vorbereitungsspiel gegen den FC Liverpool absolviert werden. Nun wurde die Partie sehr kurzfristig abgesagt. Was können Sie uns zu den Hintergründen sagen?
    Antwort: Wir stehen am Ende einer kräftezehrenden Vorbereitung und hatten erst gestern unser Testspiel gegen Sporting. Wir haben einige verletzte und ein paar angeschlagene Spieler im Kader und eine lange Saison mit der Dreifachbelastung durch Liga, DFB-Pokal und Europa League vor uns. Da wollen wir optimal vorbereitet reingehen und dazu gehört auch das richtige Maß an Regeneration.
    Aber Sie können schon den Unmut mancher Fans verstehen, die sich auf ein Spiel gegen einen internationalen Topgegner grefreut haben?
    Ja, sicher. Aber dieselben Fans hätten es uns wahrscheinlich vorgeworfen, wenn sich ein wichtiger Spieler in diesem unwichtigen Spiel verletzt hätte. Wir wollen uns einfach optimal vorbereiten und erfolgreich in die Saison starten. Und wenn alle gut regeneriert und fit sind, dann können wir den Fans auch mehr Spiele in der Europa League bieten - davon bin ich überzeugt.
    Aber es ist schon so, dass dem Verein damit Einnahmen, nicht zuletzt aus Übertragungsrechten entgehen?
    Das stimmt, aber wir planen, das Spiel gegen Liverpool in der Winterpause nachzuholen. Ob das wegen des engen englischen Ligaterminkalenders klappt, wird man sehen.


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  • Mensch das is mir zu viel zum lesen jetzt. Mal sehen wann ich Zeit finde das nachzuholen. Auf jeden Fall ein interessantes Projekt!


    Zockst du beide Teams selbst?

    Siamesen kann niemand trennen.
    Schizophrene sind nie allein.
    Pädophile haben immer Bonbons.
    Und wir hassen Hoffenheim!
    :bier:

  • Ja, ich spiele beide Teams selbst - das ist der Reiz am Ganzen.


    Das Update ist tatsächlich sehr lang geworden, es deckt aber auch die komplette Vorbereitung ab. Die nächsten werden kürzer. Ich hatte überlegt, das Update in ein BVB- und ein 96-Update zu teilen, habe mich dann aber doch dagegen entschieden, weil ich das dann irgendwie blöd fand.

  • Da hast du dir ja wieder schön was vorgenommen, siika! Und der Anfang ist sehr verheissungsvoll, ich freue mich auf mehr! Ich hoffe, du bürdest dir nicht zuviel auf mit zwei Vereinen. Das super Layout macht ja auch nicht den Eindruck, als würdest du das eben im Vorbeigehen machen.


    Die Verträge von Michael Wenzel und David Wagner werden aufgelöst und gleichzeitig wird die Suche nach neuen Assistenztrainern in Angriff genommen.


    Wieso hast du die eigentlich rausgeschmissen, zumindest vom Namen her sollten sie ja so schlecht nicht sein. Oder hat das 2012 noch anders ausgesehen?


    Es wird nicht die Titelverteidigung verlangt, Mindesterwartung der Vereinsführung ist stattdessen die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb. Im DFB-Pokal soll es das Halbfinale sein.


    Das ist in der Tat noch gnädig, überraschend gnädig eigentlich.


    Ekner Remörk


    Irgendwie kommt mir der Name bekannt vor, muss wohl eine Aschaffenburger Vergangenheit sein. :)

  • Wenzel und Wagner haben in dem Update wirklich nur unterdurchschnittliche Werte - daher die Vertragsauflösung. Es konnte damals wohl niemand ahnen, dass besonders Wagner so durch die Decke gehen wird.


    23. Juli 2011
    Zwiespältige Gefühle machen sich heute abend in meinem Inneren breit.
    Wir treffen als Deutscher Meister im sogenannten DFL-Supercup auf den amtierenden Pokalsieger - den
    FC Schalke 04. Im Vorfeld wurde natürlich eine Menge Getöse um dieses Aufeinandertreffen gemacht: "Revierderby!", "Welcher Pottverein holt sich den ersten Pott?" und solche Dinge. Huub Stevens, Schalkes "Jahrhunderttrainer", hatte auch ein wenig gestichelt.
    Dabei sehe ich das mit der Rivalität, die für manche ja eine Feindschaft ist, nicht so eng. Mein Leben hängt nicht vom Ergebnis dieses Spiels ab. Natürlich wäre es schön, einen Titel zu gewinnen, aber der Supercup ist nun wirklich eher eine aufgeblasene Event-Trophäe als eine wirklich wichtige. Nicht so schlimm wie der Telekom- oder der Audi-Cup, aber beinahe ... Natürlich wäre es schön, Schalke zu besiegen, aber nicht, weil es Schalke ist, sondern weil Siegen eben mehr Spaß macht als Verlieren. So sehe ich das. Aber ich werde mich hüten, das laut zu sagen ...


    Wir stehen im Gang, der zum Spielfeld führt, Huub Stevens schüttelt mir grinsend die Hand und dann hören wir dies:


    Absolut beeindruckend! Ein paar Minuten später geht das Spiel los ...


    Nach vier Minuten herrscht Totenstille in der Arena. Naja fast. Alle, die schwarz-gelb tragen, stoßen Jubelschreie aus, denn wir führen mit 1:0. Schalkes Uchida spielt unter Druck von Ducksch einen unkontrollierten Rückpass auf Torwart Hildebrand. Der ist völlig überrascht, wird auf dem falschen Fuß erwischt - und der Ball kullert in aller Seelenruhe über die Torlinie. Ein optimaler Start also!
    Anstoß für Schalke 04 ... und 30 Sekunden später ist plötzlich
    Huntelaar plötzlich frei (er hat sich im Rücken von Subotic davon geschlichen) und schiebt zum Ausgleich ein. Unglaublich ...
    Und es wird noch unglaublicher: Zwei, drei Minuten später erhält S04 einen Eckball. Der Ball wird an den Fünfmeterraum geschlagen,
    Höwedes und Santana kämpfen um den Ball und mit einem Mal liegt der im Netz und Santana am Boden. Blau und weiß jubelt ekstatisch und darüber geht der Pfiff von Schiedsrichter Brych fast unter - Foulspiel Höwedes, kein Tor.
    Das Spiel hat eine unglaubliche Intensität und die lässt erstmal nicht nach:
    Ducksch trifft das Außennetz (10.). Lewandowski bringt unsere Fans zum Jubeln - Abseits (12.). Perisic wird nach einem Konter freigespielt, Schuss aus 20 Metern - Latte (17.).
    Kurze Zeit später erhalten wir eine Ecke zugesprochen.
    Ducksch ist damit unzufrieden, er hätte nach einer Hakelei mit Höwedes lieber einen Elfmeter gehabt. Doch die Unzufriedenheit ist wie verflogen, als Santana am kurzen Pfosten stehend den Ball per Kopf zur erneuten Führung für uns im Netz unterbringt!
    Der Treffer bringt zum ersten Mal Ruhe in die ganze Partie (oder sollte ich sagen "Party"?), erst nach einer halben Stunde Spielzeit gibt es die nächste große Chance zu bestaunen und wieder für uns:
    Subotic rammt den Ball per Kopf an die Querlatte vom Schalker Tor.
    Wieder etwas Ruhe, Schalke kommt etwas auf, aber echte Torchancen sind das nicht. Dann sind es noch vier, fünf Minuten bis zur Pause, als
    Lewandowski den Turbo einschaltet und sich auf der rechten Seite durchsetzt. Er schlägt eine Flanke in die Mitte ... und was für eine ... Perisic rauscht heran, Kopfball - TOR, 3:1!
    Dann ist Pause. Wir müssen wechseln, denn
    Ducksch ist angeschlagen. Wir stellen taktisch auf eine Sturmspitze um und bringen Treude für ihn. Direkt nach Wiederanpfiff hat Perisic bei einem Konter die große Gelegenheit, aber ein 4:1 wäre vielleicht auch des Guten zu viel gewesen.
    Das hohe Tempo der ersten Spielhälfte können die Mannschaften verständlicherweise nicht ganz halten. Uns kann das recht sein, die Schalker müssen hier was tun, nicht wir. Etwas mehr als eine Stunde ist vorüber, als plötzlich wie aus dem Nichts der Anschluss fällt,
    Huntelaar stellt mit seinem zweiten Tor seine Extraklasse erneut unter Beweis.
    Kommt Schalke noch mal mit Macht? Nicht wirklich, die Gelsenkirchener scheinen langsam aber sicher mit ihrer Kraft am Ende zu sein. Die Gangart wird jetzt ruppiger - auch ein Zeichen zunehmender Erschöpfung.
    Drei Minuten noch, da hat
    Lewandowski die Chance zur endgültigen Entscheidung. Aber er wird hart bedrängt und kann den Ball nicht richtig platzieren - Pfosten, zum 3. Mal Aluminium! Dann läuft schon die Nachspielzeit, Uchida flankt noch einmal in den Strafraum. Subotic köpft den Ball heraus, wir können ihn behaupten - und dann ist Schluss!


    24. Juli 2011
    Wechsel im Kapitänsamt
    Kurz bevor es ernst wird in der neuen Saison, hat 96-Trainer Ekner Remörk einen neuen Kapitän bestimmt: Anstelle von Steven Cherundolo wird künftig Sérgio Pinto die Roten auf den Platz führen. Und auch ein neuer Stellvertreter wurde festgelegt: Emanuel Pogatetz heißt der neue Co-Kapitän, dieses Amt hatte zuletzt Karim Haggui inne.
    Remörk begründete am Rande einer Trainingseinheit seine Entscheidung mit der größeren Präsenz Pintos in den bisherigen Trainingseinheiten und Testspielen. "Steve hat das in der letzten Saision richtig gut gemacht, aber Pinto machte auf mich einen etwas energischeren und zielstrebigeren Eindruck - das hat letztlich den Ausschlag gegeben." Die Entscheidung sei auch mit dem Mannschaftsrat abgestimmt, am Ende sei aber er verantwortlich. "Eine Fußballmannschaft ist manchmal so etwas wie eine gelenkte Demokratie." sprach Remörk und verschwand lächelnd wieder auf den Trainingsplatz.


    26. Juli 2011
    Schulz verletzt!
    Beim Gewichtetraining hat sich heute Linksverteidiger Christian Schulz verletzt. Der 28-jährige verrenkte sich offenbar den Rücken und wird laut medizinischer Abteilung von Hannover 96 für rund vier Wochen ausfallen.
    Trainer Remörk habe entschieden, Schulz nicht für das bevorstehende Pokalspiel gegen Oberhausen fitspritzen zu lassen. Das Risiko einer längerwierigen Verletzung sei ihm zu groß gewesen. Mit Pander und nötigenfalls Pogatetz oder Rausch habe man genügend Alternativen für die VL-Position.
    Derzeit sind noch Didier Ya Konan (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Christopher Avevor (Muskelanriss im Oberschenkel), Carlitos (Kreuzbandriss) und Leon Andreasen (Leistenzerrung) verletzt.


    29. Juli 2011
    Souveräner Auftritt im Pokal
    In der Erstrundenpartie gegen den Drittligisten Rot-Weiß Oberhausen war Hannover 96 natürlich favorisiert. Das erste Ausrufezeichen setzte aber RWOs Terranova, der mit einem Distanzschuss nach 75 Sekunden nur knapp das Tor verfehlte.
    Danach aber übernahm der Bundesligist das Kommando. Neu-Kapitän Pinto sorgte schon in der 10. Minute für die Führung, als er mit einem angedrehten Schuss aus 25 Metern traf. Auch danach blieb 96 spielbestimmend und hatte Mitte der ersten Spielhälfte 63% Ballbesitz sowie 5:1 Torschüsse zu verzeichnen.
    Folgerichtig erhöhte Haggui nach Ecke von Rausch freistehend zum 2:0. Nur zwei Minuten später hätten Diouf und Royer für die endgültige Entscheidung sorgen können, aber ihre Chancen blieben ungenutzt. Nach einer knappen halben Stunde musste der bis dahin gut spielende Stindl raus - durch einem Zusammenprall mit Klinger erlitt er einen Schienbeinbruch! Stindls Platz nahm Stoppelkamp ein, der sich mit einem sehenswerten Pass auf Diouf einführte. Diouf traf auch, jedoch aus knapper Abseitsposition.
    Auch in der nächsten interessanten Szene stand Diouf wieder im Mittelpunkt: Nach Steilpass von Royer erkämpfte er sich gegen den Oberhausener Abwehrspieler den Ball - mit unfairen Mitteln wie später reklamiert wurde. Der Pfiff blieb aus, Diouf legte quer und Abdellaoue schob zur 3:0-Führung ein. In den letzten Minuten bis zur Pause ließ 96 dann die Zügel schleifen und prompt kam Oberhausen zu drei guten Chancen, konnte diese aber nicht nutzen.
    In der zweiten Hälfte hatte Hannover 96 die Partie dann von Anfang bis Ende komplett unter Kontrolle. Torgelegenheiten gab es noch einige, die beste hatte der eingewechselte Schlaudraff, als er fünf Minuten vor dem Ende die Querlatte traf. Nach 91 Minuten konnten sich Mannschaft und Betreuer zufrieden abklatschen: Im ersten Pflichtspiel der Saison hatte Hannover 96 eine souveräne Leistung geboten und sich für die zweite Runde im DFB-Pokal qualifiziert. Einzig die schwere Verletzung von Lars Stindl trübte die gute Stimmung. Der zentrale Mittelfeldspieler wird rund 5-6 Monate ausfallen.
    Bei der abschließenden Pressekonferenz gab es dann noch einen Minieklat, als Oberhausens Trainer Mario Basler wutentbrannt aus der Pressekonferenz stürmte. Offenbar hatte die klare Niederlage zusammen mit mehr oder weniger sinnfreien Journalistenfragen ("Das war Ihre erste Niederlage als RWO-Trainer - wie fühlt sich das an?") zur Explosion geführt.


    30. Juli 2011
    DFB-Pokal, 1. Runde - wir treten beim Oberligisten
    FC Oberneuland an. Die Favoritenrolle ist aus meiner Sicht so klar verteilt, dass ich im Vergleich zum Supercup zum Großteil die "zweite Garde" ran lasse. So ein wenig Konkurrenzkampf schadet niemandem, denke ich.
    Wir sind natürlich überlegen, aber die ersten Schussversuche sind von schlechter Qualität.
    Kringe z. B. schießt eher die Tauben auf dem Stadiondach ab, als den Ball in Richtung Tor zu bringen. Nach etwas mehr als 20 Minuten ist es dann aber so weit: Götze spielt einen Freistoß schnell links raus auf Löwe, der flankt, Boyd köpft - Tor.
    Boyd ist es auch, der kurz vor der Pause auf 2:0 stellt, wieder geht der Angriff über die linke Seite, dieses Mal ist Treude der Vorlagengeber.
    Kurz nach der Pause kommt Oberneuland zum ersten Mal in unsere Hälfte, zum ersten Mal vor unser Tor und tatsächlich schafft ihr Stürmer
    Sören Seidel den Anschlusstreffer. So was darf natürlich nicht passieren, auch den Jungs nicht, die dort in der Abwehr spielen!
    Aber schon mit unserem nächsten vernünftigen Angriff erstickt
    Treude jede eventuell aufkeimende Hoffnung der Gastgeber auf eine Sensation. Götze hatte von rechts geflankt.
    Deckel drauf, also! Oder ... nein, erneut
    Seidel ist nach einem Befreiungsschlag aus der eigenen Hälfte derjenige, der Oberneuland glücklich macht und das 2:3 erzielt. Unsere Abwehr war da zu weit aufgerückt und das wird bestraft.
    Damit hier nichts mehr anbrennt, gibt es 15 Minuten vor Schluss den Dreifachwechsel. Der neue Schwung und die schwindenden Kräften bei Oberneuland führen dazu, dass es am Ende doch die erwartet klare Angelegenheit wird: Zwei Mal führt die Kombination
    Treude - Götze zum Torerfolg, sodass wir sicher mit 5:2 gewinnen.
    Hab' ich doch gesagt!

    Gut gefallen haben mir übrigens Tim Treude, der als OML sehr viel Wirbel gemacht und mit zwei Torvorlagen und einem Tor ebenso überzeugt hat wie sein Pendant auf der anderen Seite, Mario Götze. Auch Terrence Boyd hat wieder zu überzeugen gewusst und sich als Nebenmann von Lewandowski empfohlen.


    31. Juli
    2011
    Drei unserer vielen Verletzten beginnen heute wieder mit dem Training: Linksverteidiger
    Marcel Schmelzer ist nach siebenwöchiger Pause wieder im Mannschaftstraining. Das ist beruhigend, denn Löwe hat seinen Job als VL bisher zwar gut erledigt, aber er ist nicht der konditionsstärkste und ja nun mal eigentlich der Backup für Schmelzer.
    Auch
    Jakub Blaszczykowski steigt nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel, der ihn fast zwei Monate außer Gefecht setzte, wieder ins Training ein.
    Und
    Patrick Owomoyela hat immerhin wieder leichtes Training begonnen, bei ihm dauert es noch vier Wochen, ehe er wieder am Mannschaftstraining teilnehmen kann.


    Fußball gespielt wurde auch, aber die weiteren Erstrundenbegegnungen im DFB-Pokal brachten keine großen Sensationen. Am ehesten ist der Erfolg des Drittligisten Regensburg über den Bundesligisten Mainz zu nennen und dass die Hertha in Ingolstadt verlor. Ansonsten konnten sich die höherklassigen Klubs durchsetzen. Überraschenderweise waren die Bayern erst nach Verlängerung gegen den Halleschen FC erfolgreich.


    Die Zweitrundenpartien wurden ausgelost - und die Losfee beschert uns den HSV als Gegner. Das wird nicht einfach, zumal wir auch noch auswärts antreten.
    Hier sind alle Partien auf einen Blick:

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    Hannover 96 darf sich also glücklich schätzen, den einzig verbliebenen Amateurverein zugelost zu bekommen. Wobei RB Leipzig auch kein wirklicher Amateurverein ist ...

  • 2. August 2011
    Avevor ist zurück
    Hannovers junger Innenverteidiger Christopher Avevor ist nach dreiwöchiger Verletzungspause wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Avevor hatte sich nach starken Trainings- und Testspielleistungen einen Muskelanriss im Oberschenkel zugezogen und so keine Gelegenheit mehr bekommen, sich noch weiter in den Vordergrund zu spielen. Zumindest zum Saisonauftakt in vier Tagen bei Hertha BSC Berlin dürften Karim Haggui und Emanuel Pogatetz in der Innenverteidigung gesetzt sein. Avevor wird sich zunächst im Training oder bei Spielen der U 23-Mannschaft wieder präsentieren müssen.


    5. August 2011
    Playoffs ausgelost
    Der FC Bayern München bekommt es in den Playoff-Spielen zur Champions League mit einem italienischen Vertreter zu tun: Udinese Calcio ist der Gegner, bei dem man zunächst auswärts antreten muss. Die Bayern sind natürlich hoch favorisiert und sollten im Normalfall die Gruppenphase der Champions League locker erreichen.


    Ebenfalls heute wurde die vierte Qualifikationsrunde zur Europa League ausgelost. Der FC Schalke 04 trifft dort auf den slowakischen Verein MSK Zilina - eine nahezu unbekannte Mannschaft, gegen die der Ruhrpottverein klar favorisiert ist.


    Schwerer wird es Hannover 96 haben: Die Niedersachsen bekamen Lokomotive Moskau zugelost. Abgesehen von den Reisestrapazen birgt diese Paarung durchaus die Gefahr des Ausscheidens für die Roten. Lok Moskau darf auf keinen Fall unterschätzt werden, sonst kann das "Abenteuer Europa" beendet sein, bevor es so richtig begonnen hat. Die Partien finden am 18. (in Moskau) und 25.8. (in Hannover) statt.


    Ebenfalls nach Moskau muss Mainz 05 reisen. Gegner ist die Mannschaft von Spartak und auch hier gilt: Unangenehm, mit der Gefahr des Ausscheidens.



    5. August
    2011
    Eine gute Nachricht aus der Krankenabteilung:
    Antonio da Silva steigt in das Mannschaftstraining ein! Acht Wochen fehlte der zentrale Mittelfeldspieler wegen einer Sehnenreizung im Knie.


    Mehr im Fokus steht aber naturgemäß die heutige Partie: Als amtierender Deutscher Meister haben wir die Ehre, das Eröffnungsspiel der neuen Bundesligasaison bestreiten zu dürfen. Leider ist es uns kein Heimspiel vergönnt, so etwas kriegen immer nur die Bayern hin (jedenfalls gefühlt ...). Antreten müssen wir im "hohen" Norden beim SV Werder Bremen.
    In der zurückliegenden Spielzeit hat Werder mit Rang 13 die schlechteste Platzierung seit mehr als zehn Jahren eingefahren. Es wird sich zeigen müssen, ob das ein Ausrutscher war, oder ob damit die Richtung für die Zukunft vorgegeben ist.


    Das Spiel beginnt denkbar schlecht für uns: Zunächst holt sich Santana eine schnelle Gelbe ab, dann verletzt sich Boyd, sodass wir taktisch und personell umstellen müssen - nach vier Minuten ...
    Es dauert fast 20 Minuten, bis wir besser ins Spiel kommen.
    Santanas Kopfball verfehlt aber sein Ziel. Fast im Gegenzug gelingt dann Arnautovic die Führung für Werder. Und warum? Weil wir am eigenen Fünfmeterraum zu halbherzig rangehen und nicht einfach den Ball weghauen!
    Wir sind geschockt und kommen erneut nur langsam ins Spiel zurück. Die beste Gelegenheit hat
    Götze, der einen Kopfball nach Freistoßflanke an die Latte köpft.


    In der Pause tauschen wir erneut, Schmelzer kommt für den schwachen Chris Löwe als VL. Die zweiten 45 Minuten sind besser, aber richtig gute Torgelegenheiten können wir uns nicht erspielen. Bremen ist nicht wirklich besser, aber sie haben eben dieses eine Tor mehr geschossen - die müssen auch nicht mehr tun!
    Dann läuft auch schon die Nachspielzeit.
    Lewandowski holt sich den Ball an der Mittellinie und sprintet los. Er wird abgegrätscht, der Ball kommt zu Götze. Götze kann von links flanken, Hofmann rauscht heran und köpft wuchtig auf's Tor ... und Wiese zeigt einen schier unglaublichen Reflex, lenkt den Ball an die Unterkante der Latte, von wo er in seine Arme springt. Sekunden später ist Schluss und wir haben verloren.


    Terrence Boyd fällt mit einer Knöchelverstauchung für rund drei, vier Wochen aus und wir haben damit einen echten Stürmernotstand zu beklagen.


    6. August 2011
    Auftakt in Berlin
    Strahlender Sonnenschein und ein nahezu ausverkauftes Berliner Olympiastadion - die äußeren Bedingungen stimmten zum Bundesligaauftakt von Hannover 96 bei Hertha BSC Berlin.
    Beide Mannschaften passten sich zunächst den tollen Bedingungen an und hatten in den ersten Minuten jeweils eine gute Gelegenheit (durch Ottls Lattenschuss und Abdellaoues verzogenen Schussversuch). Danach verflachte die Partie aber und es dauerte bis zur 22. Minute ehe der Ball einem Tor wieder nahe kam. Rauschs Freistoß aus 20 Metern stellte aber für Kraft im Berliner Tor kein Problem dar. Nur wenige Sekunden später konnte Royer im Mittelfeld den Ball erobern und Diouf mit einem Steilpass in Richtung Tor schicken. Diouf drehte dann ab und als sich viele noch fragten, warum er dies tut, legte er auf den mitgelaufenen und besser platzierten Abdellaoue ab, der zur Führung der Gäste verwandeln konnte.
    Berlin antwortete prompt, Ottls Distanzknaller konnte aber von Miller brillant abgewehrt werden. Dann nahm 96 Tempo auf, Abdellaoues Schuss konnte Kraft noch parieren, gegen den Nachschuss von Diouf war er machtlos - 2:0 für die Roten und es war nicht mal eine halbe Stunde gespielt.
    Auch in der Folgezeit spielte Hannover die sich bietenden Kontermöglichkeiten gut aus: Lala hatte Pech, als sein platzierter Schuss nur den Querbalken traf.
    96 kam gut aus der Halbzeitpause und hatte durch seine quirligen Offensivspieler weitere gute Gelegenheiten. Erst nach 55 Minuten kam Hertha wieder zu einem Abschluss, dieses Mal war es Ramos, der Miller prüfte und vor größere Probleme stellte. Cherundolo musste aushelfen und zur Ecke klären. Die war folgenreich, erneut war Cherundolo zuletzt am Ball, allerdings mit einem Eigentor. Berlin drückte jetzt und so gab es Raum für weitere Konter. Doch der für den angeschlagenen Abdellaoue eingewechselte Schlaudraff vergab in der 60. Minute recht kläglich und auch Pinto blieb erfolglos (68.).
    Danach bekam 96 das Spiel mehr und mehr in den Griff und ließ mit fortschreitendes Spieldauer immer weniger anbrennen. Nach 90+4 Minuten war der erste Auswärtssieg in der neuen Saison perfekt.



    Der Spieltag in Schlagzeilen:
    ++ Fehlstart für den Meister - BVB unterliegt in Bremen ++ Bayern souverän - 2:0 gegen Mainz ++ Sensationssieg: Aufsteiger und Abstiegstipp Augsburg überrascht Wolfsburg ++ Mönchengladbach erster Tabellenführer - 4:0 gegen den VfB +++


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    8. August 2011
    Ya Konan ist wieder da!
    Gute Nachricht für Hannover 96: Der 27-jährige Didier Ya Konan hat heute wieder mit dem Mannschaftstraining begonnen. Zwei Monate fehlte der Stürmer aufgrund eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel.
    Die Rückkehr kommt zu einem günstigen Zeitpunkt, denn Mohammed Abdellaoue hat sich im Spiel gegen Hertha BSC eine Schnittwunde am Oberschenkel zugezogen - Grund hierfür war ein unglücklicher Zusammenstoß mit Raffael. Ya Konan fehlt es zwar an Spielpraxis, dennoch könnte er eine Alternative für das Niedersachsenderby gegen Wolfsburg in sechs Tagen sein.


    13. August 2011
    Im Vorfeld des Spiels gegen den
    1. FC Köln setze ich mich mit meinem Trainerstab zusammen und wir besprechen die künftige Taktik und wie wir mit den jungen Spielern, die wir in der Vorbereitung dabei hatten, umgehen.
    Als Taktik setzen wir bis auf Weiteres auf ein 4-2-3-1 mit zwei DMZ (einer eher offensiv, einer eher defensiv), und einer offensiven Reihe mit OMR - OMZ - OML sowie einer Sturmspitze. "Bis auf Weiteres" bedeutet dabei: So lange, bis wir einen zweiten adäquaten Stürmer an Bord haben. Das heißt, entweder bis
    Lucas Barrios wieder zur Verfügung steht oder bis wir einen zusätzlichen Stürmer verpflichtet haben. Gespräche mit dem Vorstand in diese Richtung sind bisher komplett ergebnislos geblieben. Man ist der Meinung, dass ich zunächst mit dem verfügbaren Kader arbeiten solle.


    Zum verfügbaren Kader der ersten Mannschaft gehören künftig nicht mehr die jungen Wilden Bakalorz (DMZ, MZ, OMZ), Hofmann (OMR), Boyd (TJ, verletzt), Hübner (VZ, VR), Ducksch (OML, TJ) und Treude (ML, MZ, OML). Wir wollen sie nicht verheizen, sie sollen in der U 23 langsam an die kommenden Aufgaben herangeführt werden.


    14. August 2011
    Heimpremiere für Remörk
    Erstmals in einem Pflichtspiel präsentierte sich 96s neuer Trainer Ekner Remörk dem heimischen Publikum - und das ausgerechnet im Niedersachsenderby. Im Vergleich zum erfolgreichen Berlin-Auftakt tauschte der Trainer auf zwei Positionen: Für den verletzten Abdellaoue stürmte Schlaudraff, und anstelle von Lala begann Hauger im zentralen Mittelfeld.
    Den besseren Start erwischten die Gäste aus Wolfsburg: Mandzukic traf per Kopfball die Latte (1.) und Träsch zwang Miller zu einer unorthodoxen Rettungstat (16.). Hannover hatte erst nach 20 Minuten die erste Möglichkeit - und nutze diese eiskalt aus. Nach einer schönen Direktpasskombination ließ Diouf den Ball durchlaufen für Schlaudraff, der gekonnt vollendete.
    Kurze Zeit später verzog Diouf einen Schuss aus 17 Metern und dann setzte erst einmal für eine Viertelstunde gähnende Langeweile ein. Die wurde jäh durch ein Foul von Mario Mandzukic beendet, das doppelt folgenschwer war: Zum einen musste der gefoulte Haggui verletzt ausgewechselt werden (später stellte sich heraus, dass er mit einer Knieprellung zwei bis drei Wochen fehlen wird), zum andere wurde der Übeltäter mit einer roten Karte vom Platz gestellt.
    Nach der Pause machte sich die zahlenmäßige Überlegenheit der Hannoveraner bemerkbar. Phasenweise lag der Ballbesitzanteil bei über 70%, Wolfsburg hatte lange Zeit keine nennenswerte Offensivaktion und 96 spielte geschickt, ohne überheblich zu wirken. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis der spielentscheidende zweite Treffer für die Hausherren fällt. In der 76. Minute war es dann soweit: Schlaudraff behielt die Übersicht, nachdem ein Konter zu versanden drohte. Seine Ablage schoss Pinto trocken in die kurze Ecke - Benaglio sah da gar nicht gut aus.
    Diouf mit einem Lattenkopfball hätte noch erhöhen können, aber die Stadionparty war auch so in vollem Gange. Sie erreichte einen weiteren Höhepunkt, als nach 84 Minuten Didier Ya Konan sein Comeback gab und für den ausgezeichnet spielenden Schlaudraff auf's Feld geschickt wurde.
    Am Ende gab es in der AWD-Arena auf Hannoveraner Seite rundum zufriedene Gesichter, wohingegen Felix Magath aus seiner Enttäuschung keinen Hehl machte.


    14. August 2011
    Im Spiel gegen den
    1. FC Köln steht erstmals Weidenfeller im Tor. Götze, Kagawa und Perisic bilden das offensive Mittelfeld - genug spielerisches Potential ist also auf dem Platz.
    Die Gäste sind spielerisch nicht existent, aber ihre Standards sind gefährlich. Schon nach zwei Minuten geben sie eine Kostprobe, aber der Ball geht drüber. Freistoßflanke Nummer zwei ist ungefährlich. Der dritte Freistoß wird schnell an den Fünfmeterraum geflankt, die Abwehr ist unsortiert,
    Podolski frei und per Kopf trifft er zum 0:1. Absehbar war das, aber irgendwie bekommen wir keinen Zugriff bei gegnerischen Standards.
    Der Treffer hinterlässt Spuren, Köln setzt nach und plötzlich klappt's auch spielerisch:
    Podolski legt am Fünfer auf Peszko und Tor.
    Im Anschluss haben wir ein, zwei Gelegenheiten, nix Besonderes. In der 39. Minute bewahrt uns dann
    Weidenfeller vor dem vorzeitigen endgültigen K.O., als er bei einem Konter gegen Novakovic rettet.


    Zur Halbzeit sind wir also "mausetot", aus der Pause kommen wir aber höchst lebendig. Ein Freistoß von Perisic wird abgeblockt, Lewandowski scheitert an Rensing. Das lässt sich gut an. Dann wird Kölns Lanig nach einem - wie ich finde - Allerweltsfoul vom Platz gestellt und wir haben noch mehr als 30 Minuten Zeit.
    Aber es ist wie verhext. Wir können machen, was wir wollen - das Tor treffen wir nicht. Jedenfalls nicht das der Kölner. In Minute 85, als viele Zuschauer schon das Stadion verlassen haben, unterläuft
    Weidenfeller dann noch ein Eigentor. Der "krönende" Abschluss des heutigen Spiels. Ich bin völlig konsterniert.



    [font='lucida sans unicode,lucida grande,sans-serif']
    [font='tahoma,geneva,sans-serif']Der Spieltag in Schlagzeilen:
    ++ Mönchengladbach, Bayern, 96 und Hoffenheim im Gleichschritt - zwei Spiele, zwei Siege ++ Zweites Remis für den "Glubb" ++ Mainz, Wolfsburg und der Meister aus Dortmund weiter ohne jeden Punkt ++


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  • 18. August 2011
    Auf europäischer Bühne
    Erstmals seit der Saison 1992/1993 spielte Hannover 96 wieder in einem europäischen Vereinswettbewerb. In der 4. Qualifikationsrunde der Europa League mussten die Niedersachsen dazu ins 1.800 Kilometer entfernte Moskau reisen und gegen den dortigen Klub Lokomotive Moskau antreten.
    Remörk bot dabei mit Zieler, Eggimann und Ya Konan drei Spieler auf, die zum ersten Mal in dieser Saison in der Startelf standen. Die erste Gelegenheit hatten die Hausherren, aber der nach zwei Minuten erzielte Treffer zählte nicht - nicht weniger als vier Moskauer befanden sich in Abseitsposition. In der Folge entwickelte sich eine muntere Partie mit kleineren Gelegenheiten für beide Teams. Nach 20 Minuten setzte Regen ein - und Hannover hatte die bis dahin größte Chance: Rausch setzte sich auf dem linken Flügel durch, ging bis zur Grundlinie, drang in den Strafraum ein und legte zurück auf Pinto, dessen Direktabnahme nur knapp das Tor verfehlte. 96 bestimmte nun das Spiel und drängte Moskau immer wieder in die Defensive.
    Umso überraschender dann das 1:0 für Lokomotive in der 33. Minute, als Semenov nach einer Ecke per Kopf den Pfosten traf und Mineev schneller als alle anderen reagierte und den Ball über die Linie drückte. Bis zur Pause passierte dann nichts mehr.


    Auch nach der Pause dauerte es rund 15 Minuten bis zur ersten berichtenswerten Szene, die hatte es dann aber in sich. Ya Konan erhielt an der Mittellinie den Ball und setzte dann zu einem unwiderstehlichen Marsch auf der rechten Angriffsseite an. Seine Hereingabe war scharf und präzise und wurde von Diouf gekonnt zum 1:1-Ausgleich verwertet. Eine Viertelstunde später war es erneut Diouf, der jubelte, aber sein Treffer wurde zurecht wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt.
    Viel passierte dann nicht mehr. Kurz vor Spielende hatten sich die meisten der Anwesenden mit dem Unentschieden arrangiert, als 96 einen Eckball zugesprochen bekam. Die Hereingabe konnte zwar geklärt werden, aber nicht weit genug. Ein, zwei Schussversuche wurden noch geblockt, dann war es der mit aufgerückte Pogatetz, der kurzentschlossen den Ball ins kurze Eck drosch und damit den Auswärtserfolg der Hannoveraner perfekt machte.


    Auch die weiteren europäisch tätigen Bundesligisten verschafften sich eine gute Ausgangsposition für die Rückspiele: Mainz 05 erkämpfte sich ein 0:0 bei Spartak Moskau, der FC Schalke 04 behielt mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg die Oberhand über den slowakischen Klub MSK Zilina.
    Und der FC Bayern München siegte in der Champions League Qualifikation bei Udinese mit 3:1.


    19. August 2011
    Thorsten Fink, der Trainer unseres kommenden Gegners HSV hat sich im Vorfeld unseres Aufeinandertreffens geäußert. "Ich denke, Dortmund ist eine Mannschaft, die wir schlagen sollten" hat er gesagt und diese Aussage alleine wäre eine große Frechheit! Es folgt aber noch ein Halbsatz: "und hoffentlich nutzt die Mannschaft diese Chance." Das relativiert die Aussage dann doch wieder, denn Fink ist offenbar durchaus skeptisch, was die Erfolgsaussichten seines HSV angeht.
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    Statt mich auf verbale Scharmützel einzulassen, kümmere ich mich mit meinem Trainerstab lieber um die Taktik. Offenbar ist es in der Bundesliga im Moment für uns nicht durchsetzbar, mit "Angreifen" und "Dynamisch" erfolgreich zu sein. Gegen den HSV werden wir daher erst einmal auf "Kontrolle" und "Ausgeglichen". Etwas weniger Offensivspektakel also, für den ersten Sieg in der Liga!


    20. August 2011
    Kurz gemeldet
    Christian Schulz steht seinem Team, Hannover 96, wieder für das Mannschaftstraining zur Verfügung. Der 28-jährige Linksverteidiger fehlte wegen eines verrenkten Rückens für rund vier Wochen.


    20. August 2011
    Taktisch haben wir also durchaus Anpassungen vorgenommen für das Spiel gegen den
    Hamburger SV. Personell aber stehen zehn der elf Spieler, die gegen Köln untergegangen sind, wieder in der Startformation. Ausnahme: Gündogan startet für Kagawa als OMZ.
    Die erste Möglichkeit haben wir, neun Minuten sind da vorüber.
    Piczszek tackelt Jansen an der Seitenauslinie und am Rande der Legalität und dann geht es ab über rechts. Perisic kann die Vorarbeit von Lewandowski aber nicht verwerten und wir müssen weiter auf unseren ersten Ligatreffer warten. Jansen muss nach dem Tackling verletzt runter - gute Besserung von hier aus!
    Perisic hat auch unsere zweite Chance, vergibt die aber per Distanzschuss. Da sind schon mehr als 25 Minuten vorüber und vom HSV ist nach vorne noch nix zu sehen gewesen. Wir machen jetzt Druck: Nächste Chance durch Götze - Drobny wehrt ab. Dann ein Konter für uns vier Angreifer gegen zwei Hamburger, Lewandowski schickt Götze und dieses Mal behält der im Eins-gegen-eins die Oberhand und vollendet zur Dortmunder Führung! Das sollte uns doch Sicherheit geben!
    Der HSV versucht es mit
    Skjelbred, doch dessen Pass landet im Nirgendwo bzw. in den Armen von Weidenfeller. Gegenangriff, Perisic steckt durch auf Lewandowski, Drehung, wuchtiger Schuss, 2:0!


    Dann ist auch schon Pause. Kagawa kommt für Gündogan, der was auf die Socken bekommen hat, und tauscht die Position mit Götze, der nun OMZ spielt. Unmittelbar nach Wiederanpfiff gibt der HSV seinen ersten Schuss auf's Tor ab - wobei das übertrieben ist, denn der Ball geht um fünf Meter rechts vorbei. Unser nächster Angriff führt direkt in den Hamburger Strafraum und dort wird Götze gefoult. Elfmeter, Perisic trifft, 3:0, alles klar hier in Dortmund!
    Drei Minuten später sieht sich
    Lewandowski um einen weiteren Elfmeter betrogen, er meckert - und sieht gelb, denn kein Schiedsrichter der Welt mag es, wenn er aus nächster Nähe angebrüllt wird. Minuten später muss Piszczek verletzt raus und da wir keinen weiteren echten VR im Kader haben, muss Hummels auf der Position aushelfen. Nur Sekunden später lässt Kagawa alle den Schmerz vergessen, indem er das 4:0 erzielt. Danach lassen wir es etwas ruhiger angehen, aber der HSV bleibt komplett chancenlos. Lewandowski zeigt dann noch einmal seine ganze Klasse, als er eine Kagawa-Hereingabe blitzschnell verwertet - am Ende steht ein 5:0-Sieg, mit dem wir uns den Frust von der Seele geschossen haben!


    Die medizinische Untersuchung von Gündogan und Piszczek ergibt: Knöchelverstauchung und drei, vier Wochen Pause für Gündogan und Pferdekuss bei Piszczek (Ausfallzeit drei, vier Tage).


    21. August 2011
    Spitzenspiel im Borussia-Park
    Wenn der Tabellen-1. und der -3. aufeinander treffen, dann lässt das einiges erwarten, auch wenn es sich erst um den dritten Spieltag handelt. Im Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Hannover 96 wurden die Erwartungen über weite Strecken aber nicht erfüllt.
    Die Hausherren begannen druckvoll und kamen durch beeindruckend genaues Kurzpassspiel immer wieder gefährlich vor das Hannoveraner Tor. Bereits nach zwölf Minuten war es dann soweit, als Wendt passgenau in die Mitte flankte und Hanke per Flugkopfball erfolgreich war. Danach ... danach war vieles Taktik, Mittelfeld- und Abwehrschlacht, aber nur weniges Offensivpower und Esprit.
    Die erste richtige Chance für Hannover 96 hatte Pinto mit einem Schuss aus 18 Metern - da waren aber schon 66 Minuten gespielt. Ein paar Minuten später versuchte 96-Trainer Remörk, mit einem Doppelwechsel das Glück auf seine Seite zu zwingen. Das Glück aber zeigte 96 eine lange Nase und fand sich auf Möchengladbacher Seite ein, anders kann man den Treffer von Herrmann in der 73. Minute nicht erklären. Sein Flankenversuch rutschte ihm derart gekonnt über den Schlappen, dass er geradewegs ins Tor rauschte. Miller im 96-Kasten kam da zu spät.
    Danach war das Spiel entschieden und es passierte nichts Wesentliches mehr. Borussia Mönchengladbach bleibt damit weiterhin verlustpunktfrei und ohne Gegentor. Nach dem Spiel war Gladbachs Lucien Favre ganz entspannt und in Gönnerlaune: "Hannover hat den Ball sehr gut laufen lassen, dafür hat Ekner meinen Respekt.", ließ er die Anwesenden in der Pressekonferenz wissen. Der so Gelobte ließ aber durchblicken, dass er doch lieber einen Zähler statt eines Lobes mitgenommen hätte.



    Auf ein Wort - mit Ekner Remörk
    Frage: Herr Remörk, das war Ihre erste Pflichtspielniederlage - ist der Hannoveraner Höhenflug nun vorbei?
    Antwort: Ach, das glaube ich nicht. Wir haben gegen eine starke Mannschaft verloren, und das auch verdient. Aber hier im Borussiapark werden noch andere Teams den Kürzeren ziehen, da bin ich ganz sicher.
    In der Tabelle rutschen Sie ein Stück nach hinten ...
    Ja, aber das ist doch ganz natürlich! Wir sind gut in die Saison gekommen, aber unser natürliches Tabellenrevier ist das Mittelfeld und nicht die europäischen Plätze. Es kann doch niemand erwarten, dass wir dauerhaft z.B. vor dem BVB stehen!
    In vier Tagen geht es gegen Lokomotive Moskau ...
    Das wird wieder ein schweres Spiel für uns. Wir haben zwar eine gute Ausgangslage, aber sind noch lange nicht durch. Wir müssen wachsam sein, dann schaffen wir es auch!


    Der Spieltag in Schlagzeilen:
    ++ Hoffenheim & Gladbach: Dritter Sieg im dritten Spiel ++ Erster Sieg: BVB schießt HSV auf Platz 18 ++ Fünf Teams mit einem Zähler am Tabellenende ++


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    23. August
    2011
    Die
    Bayern haben sich für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert. Leicht und locker gewannen sie dahoam gegen Udinese mit 4:0. Rib und Rob sowie zwei Mal Gómez trafen.
    Ebenfalls dabei sind Pilsen aus Tschechien, Kopenhagen, Arsenal und Benfica. Außerdem Wisla Krakau, Maccabi Haifa, die Rangers aus Glasgow, Olympique Lyon und Villarreal.
    Ich muss sagen, dass ich mich auf die Auslosung der Gruppen freue - morgen ist es soweit!


    24. August 2011
    Wir sitzen mit der gesamten Mannschaft und dem Betreuerstab zusammen und schauen fern ... Auslosung der Gruppenphase zur
    Champions League steht auf dem Programm. Wir sind nach der langen Durststrecke auf europäischer Ebene nur in Lostopf 4 und damit drohen uns richtig richtig schwere Brocken.
    ...
    Die Töpfe 1 und 2 sind mittlerweile leer.
    Bayern ist der Gruppenkopf in Gruppe G, mit dabei ist der AC Mailand ... viel Spaß nach München! Die vermeintlich einfachste Gruppe ist im Moment die D mit Porto und Valencia. Jetzt werden die Teams aus Topf 3 gezogen, mit dabei sind die Pillendreher aus Leverkusen.
    ...
    Und wo kommen die hin? Natürlich in Gruppe D! Gibt's doch nicht, die haben mehr Glück als sie verdienen ...
    ...
    Nun gilt's - Topf 4. Als erste Mannschaft wird gezogen ... Borussia
    Dortmund! Also Gruppe A und dort tummeln sich Inter Mailand, Olympique Marseille und Manchester City. Joa ... damit kann ich eigentlich leben, ich sehe uns nicht als krassen Außenseiter!
    Zu Porto, Valencia und
    Leverkusen gesellt sich noch Haifa und die Bayern-Gegner lauten AC Mailand, Ajax Amsterdam und Trabzonspor aus der Türkei.
    Unser erstes Spiel haben wir am 13. September gegen
    Marseille, zuhause - da sollte was möglich sein!


    25. August 2011
    Rückspiel der Roten
    Mit einer 2:1-Führung aus dem Hinspiel und den heimischen Fans im Rücken wollte Hannover 96 heute gegen Lokomotive Moskau die Gruppenphase in der Europa League erreichen. Trainer Remörk setzte dabei etwas überraschend auf ein 4-4-2-System mit MR und ML.
    Hannover zeigte sich von Beginn an hochkonzentriert und offensiv bemüht. Die Moskauer wurden in der eigenen Hälfte beschäftigt und vom Tor von Ron-Robert Zieler fern gehalten. Schlaudraff hatte nach schöner Kombination nach 25 Minuten die beste Gelegenheit, aber Uvarov war auf dem Posten. Nach etwas mehr als einer halben Stunde fand dann die Lokomotive auf das Gleis Richtung 96-Tor. Pavlyuchenko wurde freigespielt, fand aber in Zieler seinen Meister.
    Nach der Pause ging es ähnlich weiter: Hannover spielte nach vorne und band Lok Moskau so in der eigenen Hälfte. Eggimann traf nach einer Ecke per Kopf die Latte und verpasste so die endgültige Entscheidung. Nach 65 Minuten folgte die zweite Torannäherung der Gäste und dieses Mal war sie erfolgreich: Usov traf förmlich aus dem Nichts und mit einem Mal fehlte Lok Moskau nur noch ein einziges Tor zum Weiterkommen. Remörk reagierte mit personellen Wechseln - taktisch blieb alles beim Alten. 96 blieb weiterhin stabil und bestimmend, aber Moskau kam noch einmal zu einer großen Chance: Pavlyuchenko kam frei zum Schuss, aber Zieler konnte zur Ecke klären (83.). Die Minuten vergingen, Hannover wechselte noch ein letztes Mal und der neue Mann, Ya Konan, machte sich in der 90. Minute auf der rechten Seite auf den Weg. Seine Hereingabe kam zu Abdellaoue, der verzögerte, den Torwart umkurvte und dann ... einen Schuss fast parallel zur Torlinie abgab. Das Zittern ging also noch weiter - zwei Minuten später war es aber vorüber und Hannover 96 - trotz einer 0:1-Niederlage - in der Gruppenphase der Europa League.


    26. August 2011
    Die Auslosung zur Gruppenphase der Europa League hat für die deutschen Mannschaften durchaus lösbare Aufgaben ergeben:
    Der FC Schalke 04 (Topf 1) bekommt es in der Gruppe J mit den Teams von Metallist Charkow (UKR), PAOK Saloniki (GRE) und Mladá Boleslav (CZE) zu tun - die Favoritenrolle liegt hier klar bei den Schalkern.
    In Gruppe H trifft Hannover 96 (Topf 4) auf Sporting Lissabon (POR), Rubin Kasan (RUS) und Rapid Bukarest (ROU). Das sind zwar recht unangenehme Gegner, aber keine Übermannschaften. Hannover hat hier realistische Chancen auf das Weiterkommen.
    Gleiches gilt für den dritten deutschen Vertreter in der EL, für den FSV Mainz 05 (ebenfalls Topf 4). Gruppe C hält als Gegner Dynamo Kiew (UKR), AEK Athen (GRE) und BATE Borisov (BLR) bereit.
    Die ersten Gruppenspiele sind auf den 15. September terminiert.

  • 27. August 2011
    Nach einem 5:0 gibt es keinen Grund für personelle Wechsel, es sei denn, jemand hat sich verletzt. Daher verändere ich die Mannschaft für das Spiel beim
    SC Freiburg nur auf einer Position: Als OMZ läuft da Silva für Gündogan auf.
    Keine fünf Minuten sind gespielt, Freiburg erhält einen Freistoß. Wir kennen natürlich die Stärke der Breisgauer bei Standards. Der Ball kommt rein ...
    Dembelé köpft ... und von Santanas Oberschenkel prallt der Ball ins Tor ...
    Wir stehen erkennbar unter Schock. Freiburg gleich wieder im Vorwärtsgang, Pass in die Tiefe,
    Subotic foult den Angreifer knapp vor der Strafraumgrenze. Gelbe Karte - denkt jeder. Aber was macht Knut Kircher? Er zückt ROT! Unfassbar. Alle Proteste helfen nichts, Subotic muss runter und wir stellen um: Hummels rein, Bender raus. Den Freistoß gibt's natürlich auch noch: Schuster schnibbelt ihn über die Mauer, Weidenfeller kommt nicht ran und wir liegen nach nicht mal zehn Minuten mit 0:2 hinten und spielen in Unterzahl. Unfassbar.
    Nach 15 Minuten ein erstes Lebenszeichen in schwarz-gelb, aber
    Götze scheitert an Freiburgs Keeper. Lewandowski hat nach einer halben Stunde die Riesengelegenheit, als er schön freigespielt wird. Er verzieht aber knapp, zur Pause bleibt es beim 0:2.


    Die zweite Hälfte verläuft zunächst ausgeglichen: Einer Chance von Lewandowski steht auf der anderen Seite eine Gelegenheit des eingewechselten Jendrisek gegenüber.
    Wir versuchen weiter alles, schöpfen das Wechselkontingent aus, aber die Kräfte schwinden erkennbar. Dann wird auch noch
    Piszczek im Zweikampf verletzt und wir müssen die letzten acht Minuten zu neunt zu Ende spielen ...
    Dennoch bekommen wir noch mal eine Chance:
    Hummels köpft in der 90. Minute eine Ecke von Götze zum Anschluss in die Maschen. Dann läuft schon die Nachspielzeit, Lewandowski wird freigespielt ... aber Baumann kann retten! Gibt's doch nicht ... Kurz danach ist Schluss.


    Was für ein Kackspiel! Eigentor, rote Karte, Verletzung - und trotzdem haben wir die Chance hier einen Punkt zu holen. Mannmannmann.


    28. August 2011
    Heute scheint kein guter Tag zu sein!
    Erst wird unser Einspruch gegen die Sperre von
    Neven Subotic zurückgewiesen.
    Und dann erreicht uns der Hinweis, dass der paraguayanische Nationaltrainer, ein Herr namens Francisco Arce,
    Lucas Barrios in seinen Kader für die Spiele gegen Sint-Maarten und die US-amerikanischen Jungferninseln berufen hat. Den Lucas Barrios, der uns seit fast drei Monaten wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel fehlt. Gegen Sint-Maarten und die Jungferninseln. Das ist nicht sein Ernst, oder? Barrios bleibt hier, damit das klar ist!


    Um den Frust etwas abzubauen, schaue ich mir eines der Sonntagabendspiele im Fernsehen an: Hannover 96 gegen den 1. FC Nürnberg. Und da gibt es einiges zu sehen ...


    28. August 2011
    Duell der Tabellennachbarn
    In einer Sonntagspartie trafen die Tabellennachbarn Hannover 96 und 1. FC Nürnberg aufeinander.
    Die gastgebenden 96er erwischten einen Einstand nach Maß, als der mit aufgerückte Pogatetz nach einer Freistoßflanke an den Ball kam und ihn mit links volley in die Maschen drosch. Gerade mal sechs Minuten waren da vorüber.
    Hannover ließ auch in den Minuten danach nicht locker. Abdellaoue scheiterte zunächst an Schäfer, ein paar Minuten war er aber erfolgreich, nachdem Hauger "durchgesteckt" hatte. 2:0 nach einer knappen Viertelstunde.
    Der Club aus Nürnberg brauchte 20 Minuten bis zur ersten Torannäherung, aber der Kopfball von Hegeler ging deutlich über den Kasten. Danach war wieder 96 am Zug: Avevor köpfte nach einer Ecke knapp drüber und Lala scheiterte am Nürnberger Torwart.
    Und dann spielte plötzlich der 1. FC Nürnberg einen traumhaften Angriff über mehrere Stationen und Pekhart war es, der nach Querpass von Hegeler nur noch einschieben musste. Auf einmal stand es nur noch 1:2 aus Nürnberger Sicht und alles schien wieder möglich. Hannover wirkte angezählt, es drückte nur noch Nürnberg. Esswein per Fernschuss und Hegeler nach Dribbling hatten gute Gelegenheiten und in der Nachspielzeit gelang Balitsch mit einem verdeckten Distanzschuss tatsächlich noch vor der Pause der Ausgleich.


    Ein packendes Spiel war das in der ersten Spielhälfte! Nach der Pause setzte der Gastgeber das erste Ausrufezeichen, aber Chahed verzog seinen Schuss in der 51. Minute. Dann stand mit einem Mal Nürnbergs Pekhart völlig frei, bekam die Flanke maßgerecht auf den Kopf serviert - traf aber genau in die Arme von Zieler.
    96-Trainer Remörk reagierte mit einem Doppelwechsel. Nur Sekunden später gelang die erneute Führung, gegen Pintos Distanzschuss war kein Kraut gewachsen.
    Nürnbergs Coach reagierte darauf ... mit einem Doppelwechsel. Der eingewechselte Judt flankte in den Strafraum, wieder war Pekhart völlig frei und dieses Mal knallte der Kopfball an die Querlatte.
    Fünf Minuten waren noch zu spielen, als Nürnberg einen Eckball zugesprochen bekam. Der zweite Flankenversuch fand Wollscheid am langen Pfosten, der in die kurze Ecke einnickte - 3:3 in einem dramatischen Spiel.
    Ein letzter Angriffsversuch der Gastgeber in der Nachspielzeit wurde abgewehrt, Hannover kam aber wieder in Ballbesitz. Langer Ball auf den schnellen Ya Konan, der überspielt Schäfer und schiebt zur neuerlichen Führung für Hannover 96 ein. Kurz danach war Schluss, Hannover 96 gewann ein hochdramatisches Spiel mit 4:3.


    Der Spieltag in Schlagzeilen:
    ++ Niemand kann Favre stoppen ++ Hoffenheim verliert zum ersten Mal - 1:4 in Augsburg ++ Der Meister kommt nicht in Tritt - dritte Pleite im vierten Spiel ++ Wahnsinnsspiel in Hannover - Torfestival gegen den Club ++


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    31. August 2011
    Wunden lecken ist angesagt. Und Training. Training, Training, Training. Allerdings steht wegen der Länderspiele in den nächsten Tagen nicht der komplette Kader zur Verfügung.
    Wer wieder mit dabei ist, ist
    Patrick Owomoyela. Nach seinem Muskelanriss im Oberschenkel steigt er wieder ins Mannschaftstraining ein - und das scheint ihm richtig Spaß zu machen nach der langen Pause!


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    Damit wir alle bald wieder was zu lachen haben, sollten wir unser Heimspiel in zehn Tagen gegen den 1. FCK tunlichst gewinnen ...


    Ach, eine interessante Meldung gibt es noch: Der HSV steht ab sofort ohne Trainer da, nachdem Torsten Fink hingeschmissen hat. Und wer ist wohl Favorit Nummer 1 auf die Nachfolge? Der Kloppo! Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass er sich das antut ...


    31. August 2011
    Bayern top!
    Der FC Bayern München hat mit einem lockeren 2:0-Erfolg über den FC Schalke 04 die Tabellenführung in der 1. Fußballbundesliga übernommen. Mario Gómez mit seinem fünften Saisontreffer und Franck Ribéry sicherten im Nachholspiel der Sieg, mit dem die Bayern dank der besseren Tordifferenz an Borussia Mönchengladbach vorbeizogen.
    Schalke 04 rutschte durch die dritte Niederlage im vierten Spiel auf Platz 15 ab und muss hoffen, im nächsten Spiel beim Tabellennachbarn Wolfsburg wieder zu punkten.


    3. September 2011
    Mir wäre es lieber, wenn es mehr Dinge aus dem sportlichen Bereich zu berichten gebe - aber das ist nicht der Fall. Im Moment bestimmen die Meldungen aus der Krankenabteilung die Schlagzeilen und da gibt es aktuell zwei hervorstechende:
    Roman Weidenfeller hat sich - Achtung - eine Nackenverspannung zugezogen, die ihn für sechs, sieben Tage außer Gefecht setzt. Und wobei? Bei einem Kopfball im Training. So was kann doch eigentlich nicht wahr sein ...
    Positiv dagegen die andere Meldung:
    Lucas Barrios steigt wieder ins Mannschaftstraining ein! Der Stürmer fehlte lange, rund drei Monate, aber nun ist er wieder da und bietet uns wieder mehr Variationsmöglichkeiten im Angriff.


    10. September 2011
    Marco Kurz, der Trainer unseres heutigen Gegners
    1. FC Kaiserslautern, meinte im Vorfeld des Spiels in einem Interview, ich "müsse mich erst noch beweisen". Ich habe da nicht weiter drauf reagiert - wir werden ihm heute auf dem Rasen beweisen, was in uns steckt!
    Wir stellen wieder auf unser offensiv ausgerichtetes 4-2-4 um und schicken mit
    Owomoyela (VR) und Barrios (TJ) beide Rückkehrer von Beginn an aufs Feld. Das ist ein Risiko, aber wir wollen Lautern vom Anpfiff weg dominieren.
    Und der Plan geht erst einmal voll und ganz auf - nach nicht mal drei Minuten spielt
    Barrios Kagawa frei, der unhaltbar draufhält und uns mit 1:0 in Führung bringt. Kaiserslautern ist aber keineswegs geschockt ... 6. Minute ein Pfostenschuss, 9. Minute: Freistoß in den Strafraum, Fortounis hat Fortune, er steht nämlich völlig blank und kann sich die Ecke quasi aussuchen: 1:1. Da stimmte die Zuordnung wieder nicht.
    Wir sind also wieder dran - und wie:
    Schmelzer von links, Götze mit rechts, 2:1 in der elften Minute. Götze führt sich danach übrigens auf, als sei ihm in der Verlängerung eines WM-Endspiels der entscheidende Treffer gelungen, dabei ist hier noch jede Menge Zeit.
    Danach beruhigt sich das Geschehen etwas, ohne langweilig zu werden. Die Zuschauer können etwas durchschnaufen, dann müssen sie schon wieder jubeln:
    Lewandowski erhöht nach schönem Zuspiel auf 3:1.
    Rund sieben Minuten vor der Pause folgt dann unser bisher schönster Angriff der Saison, als der Ball über acht, zehn zwölf Stationen von hinten nach vorne durchgespielt wird, ohne dass ein Lauterer eine reelle Chance hat, ihn zu erwischen. Leider schiebt
    Götze dann knapp am Tor vorbei, sodass die Krönung dieses Spielzugs fehlt. Nur zwei Minuten später zeigen Götze und Lewandowski dann, dass es auch einfacher geht - damit steht es 4:1. Schluss ist dann immer noch nicht. Im Anschluss an eine Ecke schießt Hummels Fortounis an und von dem prallt der Ball ins eigene Tor - nix mehr mit Fortune. Damit geht eine denkwürdige erste Hälfte zuende.


    Man muss den Lauterern hoch anrechnen, dass sie wieder aus der Kabine gekommen sind. Marco Kurz sieht nicht mehr ganz so fröhlich aus wie beim Interview gestern ... Und wir machen weiter Druck, Lewandowski scheitert knapp an Trapp, Hummels köpft nach der anschließenden Ecke an die Querlatte.
    Danach schalten wir zwei bis drei Gänge zurück und so dauert es bis zur 83. Minute, ehe die Gelbe Wand wieder erbebt:
    Lewandowski mit seinem dritten Treffer macht das halbe Dutzend voll.]



    Ein weiteres Bonbon hält dieser Tag noch bereit: Ilkay Gündogan kehrt auch ins Mannschaftstraining zurück.


    11. September 2011
    Spitzenspiel im Kraichgau
    In der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena fand das Spitzenspiel des aktuellen Bundesligaspieltags statt: Der Vierte, die TSG Hoffenheim, empfing den Dritten, Hannover 96.
    Die Hoffenheimer, zuletzt 1:4-Verlierer gegen den überraschend starken Aufsteiger aus Augsburg, erwischten einen Blitzstart: Nach 102 Sekunden konnte Schipplock zum 1:0 einköpfen, Beck hatte sich auf der rechten Seite schön durchgesetzt und maßgerecht geflankt.
    Auch die nächste Chance des Spiels wurde über die rechte Hoffenheimer Seite von Beck und Weis vorbereitet, Babel verfehlte per Kopf nur knapp das Ziel. Die Hannoveraner kamen weiterhin nicht ins Spiel und konnten sich beim Glück und ihrem Torwart, dem jungen Zieler, bedanken, dass es nach einer halben Stunde immer noch nur 1:0 für Hoffenheim stand. Kurz darauf konnte der erste Torschuss für 96 notiert werden, Schmiedebach schoss den Ball aber deutlich über das Tor. Dann war Pause und im Grunde konnte keiner der beiden Trainer zufrieden sein: Remörk nicht, weil seine Hannoveraner bisher nicht auf dem Platz waren, und Markus Babbel nicht, weil Hoffenheim aus seinen Chancen viel zu wenig gemacht hatte.


    Nach der Pause plätscherte das Spiel eine Viertelstunde vor sich hin. Dann verfehlte Salihovic per Freistoß nur knapp den Kasten. Quasi im Gegenzug gab es die beste Gelegenheit für Hannover, aber Starke konnte Pintos Schuss stark parieren.
    Hannover versuchte, kämpferisch und mit viel Einsatz ins Spiel zu kommen, aber außer vier gelben Karten sprang dabei nicht viel heraus. Hoffenheim war spielerisch deutlich besser, was sich auch in den Statistiken widerspiegelte (67% Ballbesitz, 85% erfolgreiche Pässe gegenüber 61% bei 96).
    Als alle sich schon mit den knappsten aller möglichen Siege angefreundet hatten, spielte der eingewechselte Musona mehrere Hannoveraner aus und traf zum Endstand von 2:0.


    Der Spieltag in Schlagzeilen:
    ++ FCB und BMG marschieren, nur die TSG kann halbwegs folgen ++ Wieder Tor-Feuerwerk beim BVB ++ HSV erneut geschlagen - wann kommt Finks Nachfolger? +++


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  • Gala oder Pleite - was anderes scheint es beim BVB derzeit nicht zu geben. 6 Punkte und +5 Tore aus 5 Spielen sagt eigentlich schon alles. In diesem Schatten mausert sich Hannover zu einem ordentlichen Saisonstart, zuletzt sogar mit viel Spektakel. Der HSV da, wo er hingehört. Wäre ja schon witzig, den Kloppo dort zu sehen. Aber wenn er Dortmund dafür verlassen hat, ist ihm eigentlich mehr zu helfen.


    Dass das Layout schon fast dekadent aufwendig aussieht, habe ich schon erwähnt, aber ich tu es trotzdem nochmal. Grosses Kompliment dafür.