Super League, Würth Schweizer Cup -- Smalltalk/Ergebnisse/Tabellen/News

  • Oftmals übersehen oder vernachlässigt mischt der schweizer Fußball schon seit einiger Zeit im Kabarett der Großen mit. Man denke nur an Finanzgrößen aus England, die in jüngerer Vergangenheit Federn gegen die Leidenschaft und das Können der Basler ließen. Achtelfinaleinzüge in der Champions Leauge, Halbfinale in der Europa League - das sind mehr als nur Achtungserfolge. Die Schweiz ist Zwölfter in der FIFA-Weltrangliste, das sind fünf Plätze vor England! Worauf warten wir also? - Lasst uns ein Auge auf den schweizer Fußball werfen!
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    Saison 2014/2015


    --- Super League ---
    In der Schweiz gibt es aufgrund der erfolgreichen jüngeren Vergangenheit schon seit einer Weile schon zwei CL-Quali Plätze und zwei EL-Quali Plätze in der Liga zu vergeben. Ähnlich wie in Österreich gibt es auch in der Schweiz einen scheinbar übermächtigen Verein - den FC Basel. Doch es scheint als wären die Schweiz den entscheidenden Schritt voraus, dass andere Vereine vom Erfolg des Vorbilds profitieren. Die Young Boys aus Bern geben seit Jahren eine gute Figur in der EL ab, ähnlich der FC Zürich. Der FC Thun war in dieser Saison nach zwischenzeitlicher Zweitklassigkeit ebenfalls in der Europa League zu sehen. Auch diese Saison scheint dieses Ziel wieder erreichbar - ein eindeutiger Aufwärtstrend. Erwähnenswert der FC Vaduz, der als einzige liechtensteiner Mannschaft in der Super League noch um den Klassenerhalt kämpft.



    +++ 24. Spieltag +++

    Datum

    Heimteam

    Ergebnis

    Auswärtsteam

    14.03.2015

    FC Luzern

    2:0

    FC Vaduz

    14.03.2015

    FC Thun

    2:2

    Grasshoppers Zürich

    15.03.2015

    FC Zürich

    0:1

    FC Sion

    15.03.2015

    FC Aarau

    1:1

    BSC Young Boys

    15.03.2015

    FC St. Gallen

    2:2

    FC Basel


    Rang

    Mannschaft

    Spiele

    Torverhältnis

    +/-

    Punkte

    Berechtigung

    1

    FC Basel

    24

    53:27

    +26

    52

    CL-Quali

    2

    BSC Young Boys

    24

    43:29

    +14

    45

    CL-Quali

    3

    FC Zürich

    24

    41:26

    +15

    41

    EL-Quali

    4

    FC Thun

    24

    29:27

    +2

    36

    EL-Quali

    5

    FC St. Gallen

    23

    36:33

    +3

    35


    6

    Grasshoppers Zürich

    24

    31:44

    -13

    24


    7

    FC Sion

    23

    26:33

    -7

    23


    8

    FC Vaduz

    24

    18:35

    -17

    23


    9

    FC Luzern

    24

    30:35

    -5

    22


    10

    FC Aarau

    24

    18:36

    -18

    19

    Abstieg


    Ein Blick auf die Tabelle verrät, dass die Hälfte der Liga abstiegsgefährdet ist. St. Gallen hat die letzten Spiele allesamt nicht verloren, wird im Kampf um Platz 4 also im Moment leicht favorisiert. Zürich musste eine bittere Niederlage hinnehmen, die Bern aber nicht zu seinen Gunsten nützen konnte. Die beiden treffen am nächsten Spieltag im Topspiel aufeinander.




    --- Ein Blick in die Challenge League ---
    Auch hier ein schneller Blick in die zweite Spielklasse:


    Datum

    Heimteam

    Ergebnis

    Auswärtsteam

    14.03.2015

    FC Winterthur

    4:1

    FC Lausanne-Sport

    14.03.2015

    FC Wohlen

    1:2

    FC Biel/Bienne

    15.03.2015

    FC Le Mont

    2:2

    FC Servette Genève

    15.03.2015

    FC Schaffhausen

    0:1

    FC Wil 1900

    16.03.2015

    FC Chiasso

    1:2

    FC Lugano


    Rang

    Mannschaft

    Spiele

    Torverhältnis

    +/-

    Punkte

    Berechtigung

    1

    FC Servette Genève

    24

    34:23

    +11

    49

    Aufstieg

    2

    BSC Young Boys

    22

    37:18

    +19

    46


    3

    FC Lugano

    23

    36:18

    +18

    44


    4

    FC Winterthur

    23

    43:29

    +14

    38


    5

    FC Wil 1900

    24

    33:37

    -4

    30


    6

    FC Lausanne-Sport

    23

    27:31

    -4

    29


    7

    FC Schaffhausen

    23

    33:39

    -6

    24


    8

    FC Chiasso

    23

    20:36

    -16

    21


    9

    FC Biel/Bienne

    22

    23:32

    -9

    19


    10

    FC Le Mont

    23

    19:42

    -23

    16

    Abstieg

  • Ich mag die Schweizer Liga und speziell Basel ja gern, gerade wegen der angesprochenen internationalen Leistungen. Auch in dieser Saison hats hinter Real aber dafür vor Liverpool ja wieder fürs Achtelfinale in der Championsleague gereicht, wobei es von Porto dann ja ziemlich auf die Mütze gab im Rückspiel.


    National scheint aber immer noch alles eingermaßen nach dem Schema zu laufen, mit dem vor ein paar Jahren mal wer im offiziellen Forum die Hackordnung des Schweizer Fussballs erklärt hat. Gerade habe ich sie leider nicht gefunden, aber der Kern war auf jeden Fall, dass Basel das Pendant zum FC Bayern ist, während die Young Boys niemals Meister werden. Den Rest habe ich leider nicht mehr im Kopf :cry:

  • Cule4ever
    Ich gebe dir recht, das Rennen um Platz 1 ist seit Jahren schon eigentlich nicht gegeben. Doch gerade im Vergleich Österreich, Schweiz ist es interessant die langfristige Entwicklung der beiden Länder zu beobachten. In der Schweiz hat man schon vor 10-12 Jahren begonnen ein Spielsystem zu perfektionieren. Dieses gemeinsame Projekt lässt sich bis in die Regionalligen zurückverfolgen. Wenn man da mit Basel und auch der Nati zwei schlagkräftige Speerspitzen hat, die Europa unsicher machen, für das Land umso besser. Diesen Weg muss Österreich erst gehen. Und ich hoffe es gelingt - gerade mit einem schweizer Teamchef.
    Aber nun zurück zum Ligaalltag!
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    +++ Nachtrag aus Runde 21 +++

    Datum

    Heimteam

    Ergebnis

    Auswärtsteam

    18.03.2015

    FC Sion

    3:0

    FC St. Gallen


    +++ 25. Spieltag +++

    Datum

    Heimteam

    Ergebnis

    Auswärtsteam

    21.03.2015

    FC Luzern

    1:4

    FC Basel

    21.03.2015

    Grasshoppers Zürich

    3:1

    FC Aarau

    22.03.2015

    FC Sion

    3:0

    FC Thun

    22.03.2015

    FC Vaduz

    3:1

    FC St. Gallen

    22.03.2015

    BSC Young Boys

    3:0

    FC Zürich


    Klare Ergebnisse, eine Mannschaft aus Basel, die zurück im Meisterschaft-Modus ist und eine Krise beim FC Zürich - Das Team der Stunde dagegen kommt aus Sion. Mit zwei 3:0 Erfolgen befreit man sich aus dem Abstiegskampf. Vaduz überzeugt mit einem klaren Erfolg gegen den Konkurrenten aus St. Gallen, Basel gibt sich keine Blöße.



    Rang

    Mannschaft

    Spiele

    Torverhältnis

    +/-

    Punkte

    Berechtigung

    1

    FC Basel

    25

    57:28

    +29

    55

    CL-Quali

    2

    BSC Young Boys

    25

    47:29

    +17

    48

    CL-Quali

    3

    FC Zürich

    25

    41:29

    +12

    41

    EL-Quali

    4

    FC Thun

    25

    29:30

    -1

    36

    EL-Quali

    5

    FC St. Gallen

    24

    37:39

    -2

    35


    6

    FC Sion

    25

    32:33

    -1

    29


    7

    Grasshoppers Zürich

    25

    34:45

    -11

    27


    8

    FC Vaduz

    25

    21:36

    -15

    26


    9

    FC Luzern

    25

    31:39

    -8

    22


    10

    FC Aarau

    25

    19:39

    -20

    19

    Abstieg

  • +++ 25. Spieltag +++

    Datum

    Heimteam

    Ergebnis

    Auswärtsteam

    03.04.2015

    FC Vaduz

    0:1

    BSC Young Boys

    03.04.2015

    FC Sion

    0:5

    Grasshoppers Zürich

    04.04.2015

    FC Zürich

    0:1

    FC Luzern

    04.04.2015

    FC Thun

    4:1

    FC St. Gallen

    04.04.2015

    FC Basel

    6:0

    FC Aarau



    Rang

    Mannschaft

    Spiele

    Torverhältnis

    +/-

    Punkte

    Berechtigung

    1

    FC Basel

    26

    63:28

    +35

    58

    CL-Quali

    2

    BSC Young Boys

    26

    48:29

    +18

    51

    CL-Quali

    3

    FC Zürich

    26

    41:30

    +11

    41

    EL-Quali

    4

    FC Thun

    26

    33:31

    2

    39

    EL-Quali

    5

    FC St. Gallen

    26

    38:43

    -5

    35


    6

    Grasshoppers Zürich

    26

    39:45

    .6

    30


    7

    FC Sion

    26

    32:38

    -6

    29


    8

    FC Vaduz

    26

    21:37

    -16

    26


    9

    FC Luzern

    26

    32:39

    -7

    25


    10

    FC Aarau

    26

    19:45

    -26

    19

    Abstieg


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    Klare Verhältnisse an der Spitze der Schweizer Liga! Basel setzt sich immer deutlicher ab - der Titel wird ihnen wohl nicht mehr zu nehmen sein. Am ehesten noch von den Young Boys aus Bern, denen man aber den großen Coup nicht wirklich zutraut. Vizemeister werden sie aber wohl, im Kampf um die beiden Europa League-Tickets werden FC Zürich, FC Thun und St. Gallen um die Plätze kämpfen. Hinten wird die Luft für Aarau immer dünner, die Mannschaften davor holen einfach insgesamt mehr Punkte. Die Grasshoppers scheinen in Form gekommen zu sein, schlagen Sion deutlich und Luzern holte einen vollen Erfolg gegen Zürich, die nicht und nicht in die Gänge kommen. In den folgenden Spielen geht es für die Aarauer nun schon um sehr viel. Gegen Sion und vor allem gegen den FC Vaduz muss unbedingt gepunktet werden, ansonsten sieht es sehr düster aus...

  • Apropos why believe


    Die Young Boys Bern hatten heute fünf Spieltage vor dem Ende die Chance, den ersten Meistertitel seit 32 Jahren zu holen und das im heimischen Stade de Suisse. Zu Gast war der FC Luzern, dessen Reise in dieser Saison die verrückte Liga perfekt illustriert. Im Oktober noch Letzter, steckten die Innerschweizer zum Jahreswechsel tief im Abstiegssumpf. Markus Babbel musste gehen, U21-Trainer Gerardo Seoane übernahm. Plötzlich gewann der FCL Spiel um Spiel und ist damit nun mit Platz 3 auf Kurs in den Europapokal.


    Kein Fallobst also für die geplante Meisterfeier von YB. Die Berner starteten zwar wie gewohnt dominant in die Partie und hatten ihre Chancen, doch die Luzerner verteidigten kompakt und setzten selbst gute Nadelstiche. Das unterhaltsame Spiel ging mit 0:0 in die Pause. Richtig Fahrt auf kam in der zweiten Halbzeit. Der Ex-YB-Spieler Christian Schneuwly brachte die Luzerner mit einem geschenkten Freistoss 1:0 in Führung (47.). YB reagierte und konnte ausgleichen - durch einen geschenkten Elfmeter. Schütze vom Dienst Hoarau verwandelte sicher.


    Danach hatten die Berner wieder Oberwasser. Ein Konter hätte zum 2:1 führen müssen, als Assalé und Sulejmani alleine aufs Tor zustürmten, aber einmal mehr am starken Luzerner Schlussmann Omlin scheiterten. Dann avancierte ausgerechnet Guillaume Hoarau zum tragischen Helden. Ein dämliches Foul im eigenen Strafraum hatte just zum Start der "YB-Viertelstunde" einen Elfmeter zur Folge. Doch Marco Wölfli, seit 15 Jahren YB-Profi und diese Saison hinter dem verletzten von Ballmoos eigentlich nur Torhüter Nr. 2, lenkte den Schuss von Gvilia an die Latte.


    Fast im Gegenzug die nächste Doppelchance für das Heimteam, doch erneut wurde im Abschluss gesündigt. Es liegen die schon die Schlussminuten, als sich Sulejmani nochmal auf links durchdribbelte und flankte. Im Zentrum legte Hoarau ab und der eingewechselte Nsame drosch den Ball ins Netz. YB ist wieder Schweizer Meister!


  • Bei Luzern bist du etwas früh dran mit gratulieren, sind ja noch vier Runden zu spielen. Schon heute hätte man Platz 3 wieder abgeben können, doch St. Gallen konnte ebenfalls nicht punkten.


    Abgesehen von Basel und YB schlägt in dieser Liga jeden jeden. Vielleicht ist auch das der Grund, warum bei 9 von 10 Vereinen nicht der gleiche Trainer an der Seitenlinie steht wie vergangene Saison. Basel und Thun haben in der Saisonpause getauscht, 7 andere während der Meisterschaft (Sion sogar gleich zweimal). Die einzige Konstante war, richtig, Adi Hütter bei den Young Boys.

  • Sorry, die grundsätzliche Berichterstattung im großen Kanton läßt leider zu wünschen übrig, aber der eigentliche Fehler ist mir unterlaufen weil ich nur mal schnell schnell....


    Aber erzähl mal was mit Basel passiert ist

    "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
    "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.


    Autor: unbekannt

  • Aber erzähl mal was mit Basel passiert ist


    Da gibt es sicher verschiedene Gründe. Fangen wir ganz oben an, im Sommer wurde ein grosser Teil der Führung ausgetauscht. Ein neuer Präsident, ein neuer Sportchef (Marco Streller) und ein neuer Trainer (Raphael Wicky). Eigentlich hätte ich nicht gedacht, dass dies unmittelbar solche sportlichen Konsequenzen hat. Vielleicht ist es auch nur Zufall. Denn Streller und Wicky würde ich die Kompetenz nicht absprechen wollen, eher im Gegenteil.


    Dazu kommen die üblichen "Probleme" des FC Basel, man präsentiert sich regelmässig im Schaufenster der CL und EL und dementsprechend sind die Spieler auf dem internationalen Radar. Jedes Jahr muss man 2-3 gewichtige Abgänge ersetzen, meist hat das recht gut geklappt. Letzten Sommer war das eigentlich weniger schwierig als auch schon. Als wirklich einschneidenden Weggang kann man höchstens Seydou Doumbia nennen, aber selbst der war zuletzt nicht mehr der Toptorjäger wie auch schon. Mit Ricky van Wolfswinkel konnte man da eher ein Upgrade verbuchen. Nur verletzte sich der schon früh. Wirklich schmerzen tat dann der Rücktritt von Kapitän und Spielgestalter Delgado nach dem ersten Spieltag. Damit war die Balance des Kaders schon hin, vor allem mit Ball gegen defensiv eingestellte Gegner tat man sich schwer. Und in der Liga macht das gegen Basel fast jeder.


    Umso erstaunlicher, dass man in der Champions League so gut mithalten konnte, mit Siegen gegen Benfica oder ManU. Die kamen Basel von der Spielanlage aber auch mehr entgegen. Sowohl arrivierte Kräfte wie Akanji, Steffen oder Lang wie auch Talente wie Oberlin haben dort starke Leistungen gezeigt.


    Endgültig vorbei wars dann im Winter, als man Steffen und Akanji verkaufte. Zwar reagierte man mit der Verpflichtung von Stocker und Frei, für die Super League grosse Namen. Aber dass die sofort einen Impact haben würden, war unwahrscheinlich und traf dann auch nicht ein. Das erste Spiel der Rückrunde in Bern verlor man, das war im Nachhinein schon die Entscheidung.


    Obwohl der Kader unter dem Strich sicher etwas schwächer war als auch schon, muss sich Wicky vielleicht doch vorhalten lassen, dass man in der Meisterschaft oft die PS nicht auf den Platz bringen konnte. Taktisch hat er meiner Meinung nach einiges drauf. Aber um ein Team, das sieben Mal in Folge Meister geworden ist, Woche für Woche für Spiele gegen Gurkenteams (im Vergleich zur CL) zu motivieren, gehört eben noch ein bisschen mehr dazu. In dieser Hinsicht war sein Vorgänger Fischer vielleicht besser.


    Und am Ende muss man einfach festhalten, dass YB zur Stelle war, als es um die Wurst ging. Da wurde mit den Einnahmen aus den Transfers von Zakaria, Mvogo und Ravet ein sehr ambitionierter und talentierter Kader zusammengestellt. Dazu ein paar erfahrene Leitwölfe und sichere Leistungsträger wie von Bergen und Hoarau. Und Trainer Adi Hütter hat denen eine ordentliche Portion Siegermentalität eingeimpft.


    Trotz allem, Basel wird nächste Saison zurückschlagen, da bin ich sicher. YB muss schauen, dass sie den Kader möglichst zusammenhalten können. Es werden einige Spieler (Mbabu, Nuhu, Sanogo, Assalé) auf den Wunschlisten von ausländischen Klubs stehen.

  • Es werden einige Spieler (Mbabu, Nuhu, Sanogo, Assalé) auf den Wunschlisten von ausländischen Klubs stehen.


    Da habe ich glatt den Trainer vergessen. Der heuert jetzt nämlich bei Eintracht Frankfurt an.


    Der 3. Platz von Luzern ist mittlerweile amtlich, genau wie der Abstieg von Lausanne. Nun hoffen wir, dass YB nicht den Kovac-Blues bekommt, sondern auch noch das Pokalfinale gewinnt. Dann könnte der FCL nämlich direkt in der Gruppenphase der EL starten.

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