Was habt ihr zuletzt gelesen?

  • Da komme ich mir mit meiner Belletristik im Vergleich ja geradezu schäbig vor:
    The Wise Man's Fear von Patrick Rothfuss


    Hervorragender zweiter Teil der Kingkiller Chronicle. Was für ein Schreibstil, wow! :)

  • Schöner Thread! Zuletzt 'Blutige Spuren' von Deon Meyer - okay, aber nicht sein bestes Werk, parallel 'Die Mythologie der Griechen' von Karl Kerényi - sehr sehr stark, literarisch klasse und natürlich ein absoluter Fachmann auf diesem Gebiet.

  • Also ich hab mir zuletzt "die Schlafwandler" reingetan. Geniale Detailtiefe in der Analyse warum es zum 1. WK kam.


    Fantastisches Buch, das meine These, ein Land nicht alleine als Kriegsschuldigen des 1.WKs zu deklarieren, die richtige ist. Clark hat eindrucksvoll bewiesen, dass auch nach 100 Jahren einem Großteil von Historikern (Fischer in den 60ern) widersprechende Ansätze über den Grund des Ausbruchs des 1.WKs getätigt werden können. Diese 40 € lohnen sich allemal!



    Ich selbst habe mich zuletzt mit der sehr exakten und wunderbaren Biographie über Albert Camus' Leben von Irisch Radisch beschäftigt, um sein Werk anschließend mit "Der Fremde" zu beginnen. Als nächstes folgt dann "Die Pest".
    Meine derzeitige Klo-Lektüre ist "Die Analphabetin, die rechnen konnte" von Jonas Jonasson. Davor war es "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand". Großartiger Humor, der bei der Analphabetin aber leider auch die Limitiertheit von Jonasson aufzeigt. Trotz allem zwei tolle Bücher, die mich auf der Schüssel köstlich amüsiert haben :D

  • Zuletzt gelesen? Diesen Thread.
    Bücher eignen sich bei mir höchstens dazu Feuer zu machen. :D

    Siamesen kann niemand trennen.
    Schizophrene sind nie allein.
    Pädophile haben immer Bonbons.
    Und wir hassen Hoffenheim!
    :bier:

  • Da ich es beruflich meist mit recht schwerer Kost zu tun habe, lese ich privat gern viel Leichtes. Der "Hundertjährige" war kürzlich dabei - tolles Buch! Stark fand ich auch Tom Finneks "Gegen alle Zeit", eine Art Zeitreiseroman, in dem ein Schauspieler der "Beggars Opera" selbst zum Mitwirkenden der Entstehungsgeschichte des Stücks im 18. Jahrhundert wird.


    Btw: Lest ihr eigentlich mehr Papier oder digital? Bei thegame unterstelle ich mal, dass er noch keinen eReader verfeuert hat. *grn*

  • Btw: Lest ihr eigentlich mehr Papier oder digital? Bei thegame unterstelle ich mal, dass er noch keinen eReader verfeuert hat. *grn*



    Das stimmt, die Dinger brauchen immer so lang, bis sie geschmolzen sind. :D

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    :bier:

  • Ich persönlich halte es für unmöglich, mit einem eReader anständig zu lesen.... Ich brauche das Gefühl, ein Buch in der Hand zu haben

  • Tablet


    Hat ein bisschen gebraucht aber inzwischen finde ich es einfach nur noch geil.
    Als ich mir im Februar den Finger gebrochen hatte musste ich ja jeden zweiten Tag in s Krankenhaus. Dort, wer kennt es nicht, ne Stunde warten bis man dran kommt, während der Behandlung läuft dir Arzt und Krankenschwester auch immer wieder weg und es dauert und dauert.
    Konnte mir egal sein, hab mein Tablet rausgeholt und gelesen. Die neidischen Blicke der anderen Patienten hättet ihr mal sehen müssen.

    "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
    "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.


    Autor: unbekannt

  • Ich gehöre ebenfalls du denjenigen, die das gute, alte, klassische Buch der modernen Technik vorziehen. Und zwar nicht nur, weil ich das Gefühl eines in der Hand haltenden Buches angenehmer finde, sondern auch wegen eines speziellen ästhetischen Zwecks. Das Bücherregal - im besten Falle ein sehr großes Exemplar - sollte Bestandteil eines jeden Haushalts sein. Wenn ich irgendwann genügend habe will ich mir ein Bücherregal aus Büchern bauen :D

  • Hab noch nie versucht, auf dem eReader zu lesen. Sehe auch keinen Grund dazu. Klassische Bücher haben mich noch nie im Stich gelassen. Ich les sogar zuweilen, während ich zu Fuß zur Arbeit gehe. Gut, den Staub auf den Bücherregalen bräuchte ich nicht unbedingt. Aber sonst?


    Zum eigentlichen Thema:
    Hab jetzt mal mit "The Hunger Games" von Suzanna Collins angefangen. Fesselnd!

  • Ich sag ja, ich habe mich auch lange dagegen gesträubt. Doch es ist einfach nur praktisch.


    Mit Grausen denke ich an Urlaub, keine Bücher im Koffer, also gehst du irgendwo an den Strandkiosk und kaufst dir irgendwas was gerade da ist. Kann gut sein, kann aber auch genauso gut nicht gut sein. Dann das Problem des Rücktransports der Bücher.
    Mein Tablett ist in die Jackentasche steckbar, dennoch trag ich derzeit ungefähr 20 noch ungelesene Bücher mit mir herum. Und mal ehrlich hier lest ihr auch am Bildschirm. Ich hab ürigens genau die gleichen Argumente angeführt. Als dann meine Frau vom Reader auf´s Tablet umstieg hab ich mir den Reader gekrallt. Ungefähr zwei Wochen später hab ich dann mal getestet, heimlich vesteht sich damit sie das nicht mitkriegt. ^^ Inzwischen hab ich keine Probleme mehr damit, im Gegenteil Reader in die Ecke und selbst ein Tablet geholt.
    Und günstiger ist natürlich auch noch.

    "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
    "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.


    Autor: unbekannt

  • Die Tribute von Panem habe ich auch gelesen, die Trilogie zieht einen wirklich in seinen Bann und es steckt tatsächlich einiges drinnen! Viel Spaß dabei!


    Ich lese zurzeit unerfreulich wenig, da April, Mai und Juni schlicht und einfach Monate sind, in denen bei mir alles zusammenkommt. Habe ich trotzdem mal ein klein wenig Zeit, verfolge ich die Managerstories hier und lese vorwiegend Krimis!

  • Und mal ehrlich hier lest ihr auch am Bildschirm


    Das stimmt, aber bei einem Buch würde ich das echt nicht fertig bringen. Ein Buch muss einfach ein Buch sein. Und ich kriege schon bei Dokumenten, die mehr als fünf Seiten die Krise, wenn ich sie am PC lesen muss...


    Was findet ihr eigentlich an den Tributen von Panem? Ich bin mit riesiger Erwartung daran gegangen, aber ehrlich, ich habe schon spannender konzipiertere Dystopien und sprachlich schönere Bücher gelesen (wobei das an der Übersetzung liegen kann, ich lese inziwischen wann immer es geht das Original). So richtig im Bann hatte es mich nie über mehr als 100 Seiten.

  • Was findet ihr eigentlich an den Tributen von Panem? Ich bin mit riesiger Erwartung daran gegangen, aber ehrlich, ich habe schon spannender konzipiertere Dystopien und sprachlich schönere Bücher gelesen (wobei das an der Übersetzung liegen kann, ich lese inziwischen wann immer es geht das Original). So richtig im Bann hatte es mich nie über mehr als 100 Seiten.


    Gute Frage, so richtig kann ich das auch nicht beantworten. Ich glaube, es ist vor allem die Intensität der Geschehnisse, die mich fesselt. Durch die Ich-Perspektive ist man als Leser extrem nah dran an den Ereignissen und der Einblick in Katniss' Gedankenwelt erscheint mir persönlich sehr realistisch. Dazu kommt eine gewisse Simplizität der Sätze - ja, die Prosa ist vielleicht nicht die schönste, aber zumindest im Englischen zeichnet sie sich durch eine enorme Effektivität aus. Da ist kein Wort zu viel.


    Catching Fire hab ich mittlerweile auch durch. Übrigens erstaunlich, wie nahe die Filme an den Büchern sind. Nicht alles ist 1:1 umgesetzt, aber doch überraschend vieles.

  • Eigentlich habe ich inhaltlich gerade nichts großartiges beizutragen, denn in diesem Jahr kam ich privat bedauerlicherweise erst zu zwei Belletristik-Exemplaren. Das eine so unbedeutend, dass sich die Nennung nicht lohnt; das andere so ein Schund, dass ich ihm nicht einmal eine Zeile Anti-Werbung gönnen werde.
    Nebenbei bemerkt bevorzuge ich derzeit Krimis, nehme mir aber vor endlich mal wieder etwas bedeutungsschwangeres zu lesen, dann aber auch einen Klassiker und nicht zeitgenössisch-hochtrabendes.


    Bei der Tablet(t[en])-Diskussion konnte ich mir ein Stirnrunzeln nicht verkneifen. Nein, auch du Lancelot wirst mir keines verkaufen können. Es gibt genügend Dinge die ich einfach lesen muss, sowohl in klassischer wie elektronischer Form. Was das reine Bücher-Lesen betrifft, so dürfte das Verhältnis bei etwa 60:40 liegen, bei den gesamten Medien sogar eher bei 30:70. Wenn ich die digitale Form nutze, dann stets aus reinem Pragmatismus. Dann ist die Printversion gerade nicht verfügbar (z.B. Veröffentlichung im Ausland oder besonders wertvoller Bestand) oder ich benutze technische Hilfsmittel wie z.B. die Suchfunktion bei sehr ausführlichen Texten. Wenn es aber anders geht, dann greif ich stets zur gedruckten Schrift. Einzige Ausnahme sind evtl. Zeitungen, weil ich einfach kein Geld für ein Feuilleton verschenken mag, dass ich eh nicht zeitig zu lesen schaffe (dafür lassen mich die Leserkommentare der Online-Ausgaben immer mehr an der Existenz von intelligentem irdischen Leben zweifeln - wann lerne ich endlich nicht mehr so weit runter zu scrollen?).
    Für mich sind Bücher immer noch etwas wertvolles, (zumindest begrenzt) beständiges, fast schon rituelles. Ich bin sonst alles andere als ein Romantiker, aber für mich gibt es dieses "spezielle Buchgefühl" tatsächlich und das auch schon seit frühester Kindheit. Dass beispielsweise die geplante neue Institutsbibliothek an meiner Universität ein "Wachstumsverbot" auferlegt bekommen hat und demnach in Zukunft entweder immer wieder "irrelevante" Titel entsorgt werden müssen oder neue gar nicht mehr eingebracht werden dürfen, in der Hoffnung auf eine reine "Datenbankenbank" ist für mich ein Zeichen geistiger Verödung. Vom Tode der gedruckten "Encyclopedia Britannica" mal ganz zu schweigen. "Denn was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen," das wusste schon der olle Goethe. In den seltenen Fällen des Kofferpackens habe ich auch stets den Platz fürs Buch eingeplant. Ich brauche keine 20 Bücher, sondern das eine, welches die Reise ausfüllt, so einfach ist das. Darüber hinaus genieße ich meine technophoben Momente auch zu sehr. Unterwegs bin ich eigentlich immer "unplugged", ein "analoges Wesen", ein "Offline-Phantom". Für mich hat es fast schon etwas meditatives mal nicht die komplette Wachphase im steten Augenkontakt eines Monitors zu verbringen. Und selbst in den Fällen, an denen ich von einem solchen lese, lege ich Wert auf ein ruhiges, fixes Arbeitsumfeld, einen angemessen großen Bildschirm und die robustere Haptik eines PCs/Laptops. Auf letzterem ist eben dieser Text übrigens auch verfasst, wenn der eh gerade an ist, dann kann man das ja mal zwischen andere Textarbeiten einschieben.
    [irony]Falls übrigens jemand als Print veröffentlichen möchte (scheinbar böte Lancelot ja eine Alternative an, wenn er auf die Wahl der Online-Version hindeutet) - ich nehme gerne ein Probeexemplar ab. Bei Bedarf gibt es auch eine postalische Antwort. Versprochen! :D
    Nebenbei bemerkt halte ich Print für praktischer:
    - Höherer Heizwert und geringere Rauchentwicklung
    - Leichteres Einwickeln von Fisch und anderen Lebensmitteln
    - Man kann jederzeit eine Ecke als Visitenkarte opfern
    - Zur Reinigung von laufender Nase, Dreck am Schuh, etc.
    - Als Behelfstülle zum Einfüllen von Motoröl und anderen Flüssigkeiten
    - Durch unterschiedliche Lagenanzahl kann jederzeit ein Tischbein stabilisiert werden
    - Zum Erproben aeroplanarer Modellversuche
    - Als Gipsersatz bei Bastelarbeiten
    - Im Falle einer gescheiterten Wüstenexpedition als speichelflussfördernde Substanz
    - etc., etc., etc. [Mir fielen noch einige ein, aber langsam wird es albern].[/irony]


    Das ist jetzt ein überraschend langer und persönlicher Kommentar, aber den musste ich einfach loswerden. Liebe "P-Book"-Freunde, ich bin bei euch!

  • Also irgendwas habt ihr da glaube ich falsch verstanden. Es wurde gefragt ob Buch oder E-Reader und ich hab geantwortet. Ich wollte keinen überreden oder so.
    So und da wir diese Diskussion nun durch haben, können wir back to topic.

    "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
    "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.


    Autor: unbekannt

  • So hab siikas Leseempfehlung, "die andere Geschichte der Bundesliga" durch.


    Muss sagen, hat mich doch etwas nachdenklich gemacht das Ende.
    Ansonsten wusste ich gar nicht mehr das das in Nürnberg damals Höher war. Hab den immer nur mit Bochum in Verbindung gebracht, gut das er als Spieler in Meiderich war kam mir wieder als ich es las. Schönes Buch, interessantes Leben mit seinen Höhen und Tiefen wie sie bei vielen vielen Menschen eintreten. Danke siika für den Tipp.

    "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
    "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.


    Autor: unbekannt

  • UI, irgendwie bist Du ein schnellerer Leser als ich, Lancelot. Allerdings lese ich auch ausschließlich im Zug, wenn ich von Wohnort zur Arbeit pendle, also rund 40-50 Minuten jeden Werktag.


    Jedenfalls habe ich heute auch "Spieltage" zuende gelesen. Ich fand das Buch ziemlich interessant, weil es zum einen den Menschen Heinz Höher vorgestellt und nähergebracht hat und zum anderen auch gezeigt hat, wie sich die BL im Laufe der 50 Jahre verändert hat.


    Ich kann jedem auch das Buch "Robert Enke - Ein allzu kurzes Leben" ebenfalls von Ronald Reng empfehlen, das einem die Ängste von Robert Enke nahe bringt.
    Außerdem habe ich von Reng den "Traumhüter" gelesen, die "unglaubliche Geschichte" des Torwarts Lars Leese.


    Kennt jemand noch weitere interessante Literatur speziell über Torhüter?
    Ich habe derzeit ein großes Interesse daran, weil mein Großer in seiner Mannschaft Torhüter ist und ich seitdem manche Dinge anders sehe und mit Aussagen wie "Das war ein Torwartfehler!" vorsichtiger geworden bin.