Die Lothar-Chroniken - Staffel I

  • Kapitel I: Eine unverhoffte Chance



    Es ist der 08.06.2014. Mein letztes Trainerengagement ist knapp drei Jahre her. Im September 2011 lagen wir auf dem letzten Platz in unserer Qualifikationsgruppe der Europameisterschaft, sodass der Verband mich entließ. Mein letzter Trainerjob nach Stationen bei SK Rapid Wien, FK Partizan Belgrad, Ungarn, CA Paranaense, FC Red Bull Salzburg (Co-Trainer) und Maccabi Netanja. Danach habe ich mich um meine Familie gekümmert und war nebenbei als Kolumnist für SportBild und die Sun sowie als TV-Experte für Sky und die ARD tätig. Das hat zwar Spaß gemacht, aber lieber hätte ich Trainergeschäft Fuß gefasst. Aber es sollte wohl nicht sein!



    Dorthin bin ich gerade auf dem Sprung. Zu einem meiner alten Vereine, wo ich von 1979 bis 1984 aktiv war. Wie lange das schon her ist. Unfassbar!, denke ich als als ich den Fahrer bezahle, aus dem Taxi aussteige und den Anblick zwei bis drei Momente auf mich wirken lasse, ehe ich das Gelände betrete. Man kennt mich hier noch immer und so ist es nach ein bisschen Smalltalk und zwei bis drei Autogrammen auch kein Problem, dass ich Zugang zum Stadion bekomme.





    Ich setze mich in den obersten Rang und lasse den Blick schweifen. Aber so richtig will es mir nicht gelingen in die alten Zeiten einzutauchen. Ich schließe die Augen und versuche mir die Atmosphäre nochmal ins Gedächtnis zu rufen, doch die Erinnerung sind nur noch schemenhaft und blass. Kein Wunder angesichts der 30 Jahre, die seitdem vergangen sind. Hinzu kommt, dass ich damals noch aufm Bökelberg gekickt habe, was meiner Meinung nach deutlich besser klingt als BORUSSIA-PARK, aber auch unabhängig vom Namen ist es einfach nicht dasselbe. Aber naja, der Fußball ändert sich. Hinterher zu trauern macht da wenig Sinn, sondern höchstens depressiv.
    Ein Seufzer entweicht mir und so entschließe ich mich nicht weiter alten Erinnerungen hinzugeben, sondern das Stadion zu verlassen und der Geschäftsstelle einen Besuch abzustattet. Ich habe sie noch nicht mal richtig betreten, da höre ich auch schon:


    Zitat

    Nein, das glaube ich jetzt nicht. Was machst du denn hier?


    Ähhmm, Max...ich...


    Freut mich jedenfalls, dass du mal wieder den Weg hierher gefunden hast. Sag mal, hast du noch ein bisschen Zeit? Ich muss hier noch kurz was fertig machen, aber danach hätte ich Zeit für dich. Es gibt da etwas, was dich interessieren dürfte. Gib mir 10 Minuten!


    Und damit war Max Eberl auch schon wieder durch die Tür verschwunden. Ich stiefelte derweil durch den Empfangsbereich der Geschäftstelle und zermarterte mir das Hirn was Max mir zu erzählen haben könnte. Brauchte oder wollte er meinen Rat? Oder hatte er einen Job bei Gladbach für mich? Mir würde wohl nichts anderes übrig bleiben als ihn zu fragen. Und da war er auch schon wieder da und winkte mir ihm in sein Büro zu folgen. Nachdem wir über alte gemeinsame Zeiten, die aktuelle Arbeit etc. geplauscht hatten, fragte ich Max warum er mich denn zu sich gebeten hatte. Ob er meinen Rat bräuchte oder aber die Borussia Hilfe nötig hätte. Max verneinte breit grinsend und antwortete mit einer Gegenfrage:



    Wir tauschen einen festen Händedruck aus, ich gehe noch bei Uwe Kamps vorbei, der aber nur ganz kurz Zeit findet, hat er doch gerade ein Jugendcamp zu betreuen. Immerhin kommen die Jugendlichen so in den Genuss von einem Autogramm von und/oder einem Foto mit mir.
    Ich verlasse den Bökelberg mit den kopierten Unterlagen, rufe mir ein Taxi und fahre zum Flughafen, setze mich in die nächste Maschine nach Budapest um zu meiner Familie zu kommen und fange, sobald ich Check-In etc. absolviert hatte und im Flieger saß, an die mitgenommenen Materialien zu lesen...




    Die Anfänge des FC Politehnica Timisoara


    In Folge der Gründung der technischen Universität Timisoara am 11.11.1920 gründete deren Rektor, der Mathematikprofessor Traian Lalescu, 1921 die "Societatea sportiva Politehnica", sprich den Sportverein der Technischen Universität, dem nur Studenten des Politechnikums angehörten. Daher auch der Spitzname "Poli".
    Nach anfänglichen Erfolgen, man brachte in den Jahren 1924 bis 1927, einige Nationalspieler hervor, geriet man Anfang der 1930er in finanzielle Schwierigkeiten. Der sportliche Erfolg blieb ebenfalls aus, sodass man die folgenden Spielzeit nur in regionalen Ligen antrat, ehe man 1936 zu den Gründungsmitgliedern der neu geschaffenen Divizia C (heute Liga III) gehörte. 5 Jahre später, am Ende der Saison 1940/1941, gelang dem Verein erstmals der Aufstieg in die Divizia B, in welcher man auch nach der Wiederaufnahme des Spielbestriebs nach dem 2. Weltkrieg in der Saison 1946/47 antrat.
    In der darauffolgenden Saison stieg man in die Divizia A auf und änderte den Vereinsnamen zu Clubul Sportiv Universitar Timisoara, zu deutsch Universitäts-Sportclub, und bereits 1950 erneut in Stiinta (= Wissenschaft) Timisoara. Sportlich schaffte man den dritten Platz, stieg in der darauffolgenden Saison ab und schaffte 1953 den direkten Wiederaufstieg.
    In den folgenden Jahren entwickelte sich Stiinta zu einer festen Größe im rumänischen Fußball und landete stets in der oberen Tabellenhälfte. Die Krönung des sportlichen Erfolges bildete die Saison 1957/58, als man die Liga punktgleich mit Meister Petrolul auf dem 3. Platz abschloss und anschließend die Cupa României mit einem 1:0 über Progresul Bucuresti. Fünfzig Jahre später wurden die 16 Spieler, die den Titel geholt hatten, gemeinsam mit Trainer Dinca Schileru zu Ehrenbürgern der Stadt Timisoara ernannt.


    Die nächsten Abschnitte überfliege ich. Sie scheinen nicht besonders wichtig zu sein. Ein Jahr nach Pokalgewinn musste man den Gang in Liga zwei antreten und war seitdem zwischen erster und zweiter Liga gependelt. Der Verein hatte sich wieder einmal umbenannt und zwar in Politehnica Timisoara. Mit diesem neuen Namen gelang zumindest die Rückkehr ins rumänische Fußballoberhaus, wo sich Folgendes ereignete...



    Die zweite Blüte des FC Politehnica Timisoara



    Die Saison 1977/1978 beendete man auf dem dritten Tabellenplatz und qualifizierte sich damit erstmals für den UEFA-Pokal, schied in der darauf folgenden Spielzeit in der zweiten Runde des Wettbewerbs gegen Honvéd Budapest aus (2:4), nachdem man zuvor MTK Budapest 3:2 bezwungen hatte. Ein kleines Trostpflaster gab es aber dennoch für die Fans, sicherte man sich doch ein Jahr mit einem 2:1 Sieg in der Verlängerung über Steaua Bukarest erneut den Pokal. 1981 und 9183 stand man erneut im Finale der Cupa României, verlor aber beide Male gegen Universitatea Cluj (0:6, 1:2). International setzte man sich in der ersten Runde des UEFA-Pokals mit 2:2 gegen Celtic Glasgow durch (Auswärtstorregelung), verlor aber in darauf folgenden Achtelfinale insgesamt 1:4 gegen West Ham United. Das Pokalfinale 1983 bildete dann auch den vorläufig letzten sportlichen Höhepunkt, denn in der Meisterschaft stieg man als Tabellenvorletzter (17.) in die Divizia B ab.
    Bis 1989 pendelte man zwischen erster und zweiter Liga, stieg man aus Letzterer auf und belegt in der nächsten Saison Platz fünf der Divizia A. 1990/1991 spielte man somit im UEFA-Pokal und konnte in der ersten Runde Atlético Madrid mit 2:1 bezwingen. Verlor dann aber gegen Sporting Lissabon 2:7. Interessant an den Leistungen Polis im Europappokal war außerdem, dass sie in dieser Zeit kein einziges Heimspiel verlor (8 an der Zahl), dafür aber in jedem Auswärtsspiel als Verlierer vom Platz ging. Auch ein Endspiel gab es noch für Politehnica Timisoara, denn 1991/1992 zog man ins Endspiel des Pokals ein, verlor dort aber gegen Steaua Bucuresti (Bukarest) 2:3 im Elfmeterschießen.


    Und als ich darüber nachdachte, wo ich zu dieser Zeit gespielt hatte, fiel mir ein, dass ich damals sogar im selben Wettbewerb wie die Jungs von Poli gekickt hatte. Bei Inter Mailand war ich da gewesen und hatte 1990/1991 im UEFA-Pokal gespielt, war bis ins Finale vorgestoßen, wo wir 2:1 gegen Rudi Völlers AS Rom gewannen. Achja, das waren Zeiten gewesen. Den Rest des Fluges verbrachte ich damit in Erinnerungen zu schwelgen bzw. darüber nachzudenken wie ich es meiner Frau beibringen sollte, dass ich in Zukunft weniger zu Hause sein würde, sollte ich die Chance erhalten wieder als Trainer zu arbeiten. Aber eigentlich war das noch gar nicht wichtig, denn ohne dass ich eine Nachricht von Max oder noch besser vom Verein selbst bekam, brauchte ich mich den Tagträumen gar nicht hin zu geben.



    Vom Flughafen geht es mit dem Taxi in die Innenstadt zu meiner Penthouse Wohnung hoch über den Dächern der Stadt.


    Dort angekommen stelle ich meine Reisetasche neben der Gaderobe ab und rief nach Anastasia, meiner Freundin, um ihr von dieser unerwarteten Option zu berichten. Doch sie antwortete nicht und als ich auf der Suche nach ihr und Sohn Milan die Wohnung durchquerte und dabei schließlich auch die Küche ansteuerte, fiel mein Blick auf den Kühlschrank und ich entdeckte eine schnell hingekritzelte Notiz:


    Zitat

    Hallo Schatz,


    bin mit dem Kleinen zu meinen Eltern geflogen und komme erst Dienstag Abend wieder. Kannst du uns dann vom Flughafen abholen? Und ruf mich bitte an, wenn du zurück in Budapest bis. Ich mache mir doch immer Sorgen, wenn du unterwegs bist.


    Kuss, Anastasia


    Ich griff zum Handy um Anastasias Nummer zu wählen und als ich dies gerade tun wollte, sah ich, dass ich wohl während des Fluges eine SMS erhalten hatte:



    [font='arial,helvetica,sans-serif']Hoffen wir mal, dass der Präsident seine Leute überzeugen kann, dachte ich und widmete mich wieder meinem eigentlichen Anliegen Anastasia anzurufen. Doch sie ging nicht ran und so hinterließ ich ihr eine Nachricht, dass ich wieder gut in Budapest gelandet sei. Vermutlich sie morgen Abend aber nicht vom Flughafen abholen können würde, da ich vielleicht einen neuen Job bekommen würde. Sobald sich das geklärt hätte, würde ich sie aber nochmal anrufen.
    Dann ging ich zurück in die Küche, goß mir ein Glas Rotwein ein und schlenderte auf die Dachterrasse und genoss den Blick über die Budapester Altstadt...


    [font='arial,helvetica,sans-serif']...ehe ich mich daran erinnerte, dass ich ja die von Max Eberl zur Verfügung gestellten Unterlagen noch nicht zuende gelesen hatte und daher beschloss dies nachzuholen.


    Das Ende für den FC Politehnica Timisoara



    [size=12]Nach der Privatisierung der Fußballvereine Rumäniens im Zuge der Revolution von 1989, wo Timisoara übrigens ein wichtiger Schauplatz war (Quelle), stieg der FC Politehnica Timisoara 1994 in die Divizia B ab. Man schaffte zwar den direkten Wiederaufsteig, musste aber 1997 erneut runter.
    Danach übernahm der Italiener Claudio Zambon den Verein mit dem ambitionierten Ziel Poli wieder zu einer festen Größe des rumänischen Fußballs aufzubauen. Doch es sollte ganz anders kommen: Zum Ende der Saison 1999/2000 stand der Klub vor dem Abstieg in die Divizia C und behielt seinen Platz in Liga zwei nur, weil sich Dacia Plitesti aus der zweiten Liga zurückzog. Darüber hinaus führten Streitigkeiten Zambons mit der Stadt Timisoara dazu, dass Poli 2001 nach Bukarest "übersiedelte".
    Der neu verpflichtete Trainer George Ciorceri wurde aufgrund sehr schlechter sportlicher Ergebnisse bereits nach 2,5 Monaten wieder entlassen. Die schlechten Ergebnisse setzten sich fort und so stand am Ende der Spielzeit 2001/2002 der Abstieg in die Divizia C fest. 2007 folgte sogar der Niedergang in Rumäniens vierte Spielklasse, ehe der Verein im März 2011 von alllen Wettbewerben ausgeschlossen wurde, da man zu zwei Meisterschaftsspielen nicht angetreten war.


    Aber welchen Verein soll ich denn dann trainieren? Liviu Anton hatte doch von einem traditionsreichen Verein gesprochen! Und während mir diese Gedanken durch den Kopf schwirrten klingelte mein Handy...


  • WOW! Das liest sich gut, sogar sehr gut.


    Und Du schaffst es bislang, den Hauptdarsteller nicht als den Volldeppen rüberkommen zu lassen, als der er sonst so oft beschrieben wird, sei es in irgendwelchen Stories in Fußballmanagerforen oder sei es in den Boulevardzeitschriften.
    Ich kann nicht erklären, warum, aber ich bin sicher, dass der Mann ein guter Trainer ist und dass er auch mal in Deutschland eine Chance verdient hätte. Aber der Zug ist sicher abgefahren ...


    Eins muss ich aber doch kritisieren: Wieder so ein langer und komplizierter Storytitel ... Das macht es mir als Admin wieder schwer, wenn ich jedes Mal bei SdM-Wahlen oder Oscarentscheidungen nachschauen muss, wie den der Titel nun richtig lautete ... ;)

  • @siika


    WOW!


    Um es mit dem scheidenden Fritz von Thurn und Taxis zu sagen: Huiuiuiuiu, da wirrrrrrd errrrr aberrrrr rrrrrrot bei so einem Lob :blush:


    Und Du schaffst es [...] den Hauptdarsteller nicht als den Volldeppen rüberkommen zu lassen [...]. Ich kann nicht erklären, warum, aber ich bin sicher, dass der Mann ein guter Trainer ist


    Ich halte ihn auch nicht für so unfähig wie er manchmal dargetellt wird. Deswegen wollte ich hier bewusst auch eine ernst zu nehmende Figur erschaffen. Schön, wenn du das bislang gelungen findest.
    Darüber hinaus würde mich interessieren welche Information dich darauf gebracht hat wer der Protagonist der Geschichte ist. Aber bitte pssst...bis ich offiziell aufgelöst habe wer der Glückliche ist. Schreib mir deswegen vielleicht doch eine PN...


    Eins muss ich aber doch kritisieren: Wieder so ein langer und komplizierter Storytitel ...


    Sorry, aber ich habe dafür nun mal ein Faible. In deinem Sinne würde ich dir aber einen Alternativtitel anbieten, den ich ergänze sobald der Protagonist verkündet ist.


    Kapitel II: Eine Reise im (ehemaligen) Land der Donauschwaben



    Seitdem mein Handy vor einer Minute angefangen hatte zu klingeln, war ich nicht rangegangen. Zu wild spukten die Gedanken in meinem Kopf umher. Hatte Liviu Anton mich etwas belogen? Oder sollte ich etwa zu einer Kamikaze gleichen Mission antreten?
    Doch das Klingeln ließ mich auch nicht gerade in Ruhe nachdenken und so fischte ich es aus meiner Hosentasche und ging ran:



    Nachdem ich aufgelegt hatte, versuchte ich nochmal Anastasia zu erreichen, doch sie ging immer noch nicht an ihr Handy und so hinterließ ich ihr die Information, dass ich morgen früh nach Timisoara fliegen würde und wenn überhaupt erst abends zurück wäre. Sie sich daher bitte ein Taxi nehmen solle um mit dem Kleinen vom Flughafen zurück nach Hause zu kommen. Da ich morgen früh raus musste, machte ich mich danach bettfertig und schlief mit einem breiten Grinsen ein. Das Trainergeschäft hatte mich zurück!


    Am nächsten Morgen klingelte um 5.00 Uhr der Wecker und nach einer schnellen Dusche und einem, Kaffee packte ich auch schon meine Unterlagen und ein paar Klamotten zusammen um nach Timisoara aufbrechen zu können. Rief ein Taxi und machte mich auf den Weg zum Flughafen in Budapest.


    Den ersten Teil des Fluges verschlief ich, aber nachdem wir am Flughafen Bukarest Henri Coanda zwischengelandet waren, nutzte ich die Zeit um die noch nicht gelesenen Unterlagen durchzusehen. Für die späteren Gespräche konnte es nicht schaden zumindest über die Vereinsgeschichte im Bilde zu sein.


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    Ein unerwarteter "Neuanfang" für Poli:


    Nach dem Aufstieg des AEK Bukarest 2002 in die Divizia A entschied sich der frühere rumänische Nationalspieler und damaliger Besitzer Anton Dobos seinen Verein nach Timisoara zu verlegen, da aufgrund der hohen Konkurrenz in Bukarest kaum Zuschauer zu den Heimspielen kamen. Um das Interesse der Öffentlichkeit zu wecken, wurde der Verein in Politehnica AEK Timisoara - der Zusatz AEK verblieb, da Dobos früher als Spieler für AEK Athen atkiv gewesen war - umbenannt und an die Tradition von Politehnica Timisoara anknüpfen.
    Das erwartete Zuschauerinteresse wurde bei weitem übertroffen, doch trotzdem geriet der Verein in finanzielle Schwierigkeiten, sodass in der Spielzeit 2004/2005 der Abstieg in die zweite Liga drohte. Dobos verkauft den Klub an die rumänische Firma Balkan Petroleum, welche die finanziellen Mittel zur Verfügung stellte um vom Ligakonkurrenten FC National Bukarest einige Spieler sowie deren Trainer Cosmin Olaroiu zu verpflichten. Letzterer führte den Verein dank einer starken Rückrunde auf Rang sechs, wurde aber durch durch einen der bekanntesten ehemaligen rumänischen Nationalspieler Gheorge Hagi ersetzt, dem es trotz der Investitionen von Balkan Petroleum in Höhe von etwa 10 Mio. und weiterer Trainerwechsel gelang das Erreichen des internationalen Wettbewerbs aber nicht.
    Aufgrund der durch die Vereinsumbennenung in FCU Politehnica 1921 Stiinta Timisoara und die violette Vereinsfarbe suggerierte Nähe zum Vorgängerklub Politehnica Timisoara, veranlassten FIFA und der rumänischen Fußballverband FRF den Verein dazu bis zum 30. Juni 2008 seinen Namen und seine Vereinsfarben ändern zu lassen, der daraufhin den Namen FC Timisoara trug. Da jedoch die violetten Trikots beibehalten wurden, bestrafte man den FC für die Saison 2008/2009 mit einem Abzug von 6 Punkten bestraft, was zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen mehr als tausend Fans des Vereins und der Polizei führte. In einer Berufungsverhandlung vor dem Internationalen Sportgericht CAS Punkteabzug am 11. Juni 2009 aufgehoben, wodurch der Verein als Vizemeister für die 3. Qualifikationsrunde der UEFA Champions League 2009/10 qualifiziert war. Dort bezwang er überraschend den amtierenden UEFA-Pokal-Sieger Schachtar Donezk und trat in den Play-Off-Spielen gegen den deutschen Verein VfB Stuttgart an, den man aber nicht bezwingen konnte.[/contentbox]

    Eine bewegte Geschichte, die der Verein zu haben schien. Umso überraschender, dass es trotz des ganzen Chaos nochmal fürs internationale Geschäft gereicht hatte, dachte ich. Und in der Tat an die Partien gegen Donezk konnte ich mich sogar erinnern. In der Ukraine hatte man Schachtar ein 2:2 abgetrotzt und zu Hause durch ein 0:0 das Weiterkommen erreicht, ehe in der darauf folgenden Runde gegen den Vfb nach einem 0:2 Schluss war. Schade, dass die internationale Zeit offenbar vorbei war, aber warun sollte ich den Verein nicht wieder dorthin führen können? Vielleicht gab mir die weitere Vereinsgeschichte ja Aufschluss darüber ob das realistisch war:


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    Ein Achtungserfolg und ein K.o.:


    Am 24.02.2011 wurde ein Gerichtsurteil eines rumänischen Zivilgerichts veröffentlicht, welches beinhaltete, dass der in Bukarest spielende FC Politehnica Timisoara im Besitz von Claudio Zambon rechtlich nicht der Nachfolger von Politehnica Timisoara sei, sondern der von Marian Iancu geführte Verein FC Timisoara diese Rechte besäße. Das die Möglichkeit gegen dieses Urteil Berufung einzulegen nicht wahrgenommen wurde, kündigte Marian Iancu an, dass sein Verein zu der ursprünglichen Bezeichnung FC Politehnica Timisoara zurückkehren würde. Aufgrund des laufenden Ligabetriebs erfolgte die Umbenennung sowie jedoch erst zu Beginn der Saison 2011/2012.
    Sportlich konnt sich die letzte Saison unter dem alten Namen mehr als sehen lassen. Beendete man die Spielzeit 2010/2011 doch als Vizemeister. Jedoch verweigerte der rumänische Fußballverband Federatia Româna de Fotbal dem FC Timisoara wegen Schulden an den rumänischen Staat (vermutlich Steuern) und den portugiesischen Fußballverein Benfica Lissabon (offenbar ausstehende Ablösesummen) die Lizenz, sodass der Klub zwangsweise abstieg und darüber hinaus auch keine Spielerechtigung für internationalen Wettbewerb erhielt, wie es aufgrund des sportlichen Abschneidens folgerichtig gewesen wäre. Gegen das von der UEFA bestätigte Urteil legte der Verein Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof ein, welche im Juli 2011 abgewiesen wurde.
    Dem Verein gelang sportlich der sofortige Wiederaufstieg, auf welchen er aber verzichten musste, da noch nicht alle Schulden beglichen worden waren (= Lizenz verweigert). Im September 2012 meldete der Verein aufgrund seiner Zahlungsprobleme Insolvenz an und wurde daraufhin aufgelöst.

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    Bei weitem nicht der erste Fußballverein, dem eine Insolvenz passiert ist. Spontan fielen mir da an deutschen Klubs Alemannia Aachen, Kickers Offenbach, Rot-Weiß Essen, der Wuppertaler SV und der SSV Ulm ein. Die aber alle noch das Glück gehabt hatten weiter bestehen zu können. Im Gegensatz z. B. zum FC Parma, der 2004 Pleite gegangen war, dem FC Wimbledon, der ebenfalls 2004 zahlungsunfähig war und kurzerhand aufgekauft und nach Milton Keynes verlegt wurde und nun MK Dons heißt oder dem FC Wacker Innsbruck, der 1999 sportlich und finanziell vollkommen vor dem Aus stand und daher in den FC Tirol Innsbruck eingegliedert wurde.
    Da der FC Politehnica Timisoara 2011 und der FC Timisoara 2012 aufgelöst worden waren, konnte der neue Klub in jedem Fall maximal 2-3 Jahre alt sein, überlegte ich so vor mich hin. Was sagte mir das über die Ziele des Vereins? Zweifellos würde man an die guten Zeiten der Vorgängervereine anknüpfen wollen. Aber welches finanzielles Kapital stand dafür zur Verfügung? Angesichts der doch recht jungen Vereinsgründung war wohl davon auszugehen, dass nicht viel Kapital vorhanden war. Außerdem: Waren die vorherigen guten Vereinseinrichtungen übernommen worden? Welche Spieler waren geblieben und wie viel sportliche Klasse brachten sie mit?
    Ich blätterte eine Seite weiter und bekam auf einige meiner Fragen eine Antwort präsentiert:


    [contentbox]

    Die "Gründung" des ACS Poli Timisoara:

    Kurz nach der Auflösung des FC Timisoara wurde der Verein ACS Recas nach Timisoara "verlegt" und in Asociatia Club Sportiv Poli Timisoara (Kurzform: ACS Poli Timisoara) umbenannt. Außerdem haben die Stadt Timisoara und der Kreis ein Mitbestimmungsrecht im Verein. Der Großteil der Fans war mit diesem Versuch an die Vorgängervereine anzuknüpfen nicht einverstanden und gründete parallel dazu die sich selbst verwaltende ASU/Societatea Sportiva Politehnica Timisoara, die der polytechnischen Universität Timisoara angegliedert ist und zunächst in der fünften Spielklasse Rumäniens antrat. Der ACS Poli Timisoara übernahm den Startplatz des alten Klubs in der Liga II, Seria II. Dort stieg man nach der Saison 2012/2013 hinter Corona Brasov als Tabellenzweiter in die Liga I auf. In der folgenden Spielzeit konnten die Trainer Valentin Velcea, Interimstrainer Aurel Sunda (eigentlich Jugendabteilungsleiter) sowie Trainer Dan Alexa, der für eine Rückkehr nach Timisoara im März 2013 seine Spielerkarriere beendete (von 2006-2011 Spieler des FC Timisoara), den Abstieg nicht verhindern. Der Verein trennte sich daraufhin von Dan Alexa und ist derzeit auf der Suche nach einem neuen Coach.[/contentbox]
    Für weitere Informationen bitte hier klicken:


    [font='arial,helvetica,sans-serif']

    Halten wir fest: Der FC Politehnica Timisoara, also der ursprüngliche Verein, geht trotz Investitionen ab Ende der 1990er dem sportlichen Ende entgegen, sodass ein neuer Nachfolgeverein durch Ortswechsel und Umbenennung ins Leben gerufen wird. Dieser Klub, der zuletzt FC Timisoara heißt, investiert ebenfalls viel Geld und ist nach ein paar Jahren bereits insolvent, da der große sportliche Erfolg ausbleibt. Um an die Vorgängervereine anknüpfen zu können erschafft man nun erneut einen Klub aus der Retorte, was den Fans, die den FC Timisoara noch begeistert untersützt hatten, nicht mehr schmeckt und der Großteil sich vom ACS Poli abwendet um seinen eigenen Klub zu gründen.
    Immerhin war davon auszugehen - vorausgesetzt der Kader war nach dem Abstieg einigermaßen zusammen geblieben -, dass ACS Poli sportlich Potential besaß. Und vermutlich war Erfolg auch dem PLatz auch der Weg um den Verein wieder interessant(er) für die Öffentlichkeit zu machen. Eine schwierige, aber auch eine reizvolle Aufgabe wäre das. Hoffentlich stimmten dafür zumindest die Rahmenbedingungen, aber das würde ich in ein paar Minuten wohl selbst erfahren.



    [font='arial,helvetica,sans-serif']

    [size=12]Während ich noch darüber sinnierte was mich beim ACS Poli erwarten würde und welche Erwartungen an mich gestellt werden würden, landete die Maschine auf dem Traian Vuia International Airport Timisoara und stieg aus dem Flugzeug...

  • Kapitel III: Der Lothar ist da



    Ich stieg also aus dem Flugzeug und streckte mich erstmal, war doch während des Fluges dafür kein Platz gewesen. Danach verließ ich das Rollfeld und begab mich zum entsprechenden Gate im Innern des Flughafens, wo ich bereits von einem bis eben noch leicht nachdenklich blickenden Herren überschwänglich mit einer Umarmung und einem Küsschen links und rechts auf die Wange begrüßt wurde:



    Zitat


    Herr Matthäus, was freue ich mich, dass Sie da sind. Liviu Anton mein Name, Präsident des ACS Poli und nebenbei auch noch Professor an der Universitatea Politehnica Timisoara (UTP) in der Fakultät für Mechanik am Lehrstuhl für Autohydraulik. Zu Ihren Diensten. Hatten Sie einen guten Flug?


    Freut mich Sie kennen zu lernen. Und ja ich hatte einen guten Flug.


    Auch wenn ich diese mehr als offenherzige Begrüßung bzw. diese demütige oder dienstbeflissene Sprache ungewöhnlich fand und sie mir damit auch etwas unangenehm war, so war sie mir doch auch nicht ganz unsympathisch. Verdeutlichten seine Gestik, Mimik und Wortwahl mir doch nur, dass er absolut gewillt war mich als Trainer zu verpflichten, was ich wiederrum nur begrüßen konnte.
    Unwillkürlich musste ich Schmunzeln. Deutete ich doch Antons Redseligkeit als eine Mischung aus Freude und dem Bemühen einen möglichst guten Eindruck auf mich zu machen. Sein schnelles Reden sagte mir allerdings auch, dass der Mann zumindest ein klitzekleinen bisschen nervös war. Dabei sollte es doch eher andersrum sein! Aber es konnte mir gewiss nicht schaden, wenn Anton nicht wusste, dass ich unbedingt wieder als Trainer arbeiten wollte und daher bereit war mich fast jeder Herausforderung zu stellen.



    Auch die letzten Worte schienen meine Annahmen zu stützen. Ich beschloss diese Erkenntnisse jedoch für mich zu behalten.
    Mittlerweile waren wir bei der Gepäckabholung angekommmen und nachdem wir bei weiterem Smalltalk auf meinen Koffer gewartet hatten, machten wir uns nachdem dieses das Gepäckband erreicht hatte und von Selbigem herunter genommen worden war auf den Weg zum Eingangsbereich des Flughafens und von dort aus zum Auto, mit welchem Anton und seine Begleiter hergekommen waren.
    Nachdem Anton und ich auf der Rückbank Platz genommen hatten, Maier auf dem Beifahrersitz Platz genommen hatte und Timofte sich hinters Steuer geklemmt hatte, fuhren wir los Richtung ACS Poli Gelände.







    Meine Augen suchten das Beschriebene zunächst vergeblich in der Masse der auffälligen Bauwerke, fanden es dann aber schließlich doch auf etwa 10 Uhr.






    Liviu Anton will eigentlich weitererzählen, doch da fällt sein Blick auf den nächsten vor uns auftauchenden Platz und so unterbricht er seine Rede und deutet stattdessen auf des große Gebäude, auf das wir gerade darauf zu fahren:




    Auch wenn die Stadt längst nicht so groß war wie Budapest und damit auch nicht ganz den Flair dieser Metropole hatte, so gefiel mir Timisoara durchaus. Gerade die Dichte der historischen Gebäude und Orte war beeindruckend, wobei die allermeisten davon allerdings eine Renovierung oder Restaurierung vertragen könnten. Insofern konnte ich den von Anton angesprochenen Aufstieg Timisoaras nicht ganz erkennen, aber ein bisschen abgesplitterter Lack gibt bekanntlich Charakter. Ja, mir gefiel die Stadt. Ach aufgrund der vielen Parks, die zusammen mit dem Fluss Timis und den geschichtsträchtigen Bauten und Orten eine sehr angenehme Atmosphäre schufen.


  • Kapitel IV: Ein Vertrag für den Lothar



    Mittlerweile waren wir durch die Innenstadt wieder in die Außenbezirke auf der anderen Seite Timisoaras gelangt und somit auf dem Vereinsgeländer der Asociatia Club Sportiv Poli Timisoara angekommen.
    Doch bevor ich richtig aus dem Auto ausgestiegen war und mir ein Bild von den Vereinseinrichtungen gemacht hatte, tauchte neben mir erneut der aufgekratzte Liviu Anton auf, der mich auch gleich direkt ansprach:



    Und Liviu Anton behielt recht!
    Zwar beeindruckten mich die gezeigten Vereinseinrichtungen nicht übermäßig, aber der Jugendarbeit schien hier ein nicht zu unterschätzender Stellenwert beigemessen zu werden (Stufe 5/10), aber das würde ich nahher im Gespräch mit Livi Anton genauer erfahren. Die Trainingseinrichtungen (Stufe 8/10) waren eindeutig über dem erwarteten Niveau. Damit würde ich sehr gut arbeiten können, wobei die kleine Frage blieb wie man das in der zweiten rumänischen Liga finanzieren wollte. Aber mir darüber Gedanken zu machen, war so oder so nicht mein Job und so beschloss ich lediglich nachher im Gespräch diesbezüglich nachzufragen.
    Und das Dan-Paltinisanu-Stadion übertraf sowieso alle Erwartungen. 1963 erbaut, trug es seinen Namen nach Dan Paltinisanu-Stadion, der von 1973-1983 für Politehnica Timisoara gespielt hatte und ein Jahr vor der Umbennenung gestorben war. Insofern war das Stadion vor allem als Homeage an ihn zu sehen.
    32.972 Plätze fasste das Stadion, welches auch schon als Austragungsort von Nationalmannschaftsspielen der Rumänen gedient hatte, und war damit weitaus größer als ich es in Erinnerung bzw. erwartet hatte. Laut Liviu Anton war es sogar das größte Stadion, dass es abgesehen vom Nationalstaqdion in Bukarest, wo die Nationalmannschaften normalerweise ihre Spiele austrugen, das größte Stadion in Rumänien. 2008 war es das lezzte Mal renoviert worden, es bafand sich also in einem guten Zustand, doch ein Stadiondach, Rasenheizung oder Kunstrasen gab es nach wie vor nicht. Insofern kamen bei mir Erinnerungen an die "guten alten Zeiten" in Deutschland hoch als auch dort die Profis auf Naturrasen gekickt hatten und die Fans auf ihren Plätzen Wind und Wetter ausgesetzt gewesen waren. Jedenfalls würde das Stadion, wenn auch nur teilweise gefüllt eine großartige Kulisse bilden!



    Das Gesehene hatte mich nochmals darin bestärkt, dass ACS Poli eine gute Chance sei und wenn das Gespräch mit Präsident Liviu Anton nicht völlig entgegen meinen Erwartungen verlaufen, dann würde ich ihr unterschreiben. Da war ich mir sicher!



    Ich hatte es tatsächlich geschafft. Ich war wieder Trainer!
    Als ich mich kurz darauf der Mannschaft vorstelle, ist diese hellauf begeistert, kennen mich doch mindestens vom Namen her. Vor allem meine Ansprache, dass der Wiederaufstieg des erklärte Ziel sein müsse, kommt bei den Jungs sehr gut an. Die zwar alle kein Deutsch können, dafür aber alle recht gut Englisch sprechen, sodass es auch bei der Kommunikation nicht allzu große Probleme geben sollte.
    Ein viel versprechender Anfang, wie ich fand!

  • Leider nein, aber ich kann dir das Infomaterial zur Verfügung stellen, was unsere Presseabteilung zusammengestellt hat um an diese Fanfreundschaft gebührend zu erinnern.


    Ob das auch der Informationsstand der früheren Jobs war?


    Liviu Anton hatte doch von einem traditionsreichen Verein gesprochen!


    Tradition ist vielleicht das falsche Wort. Sagen wir lieber: Abwechslungsreiche Vorvergangenheit.


    Und Du schaffst es bislang, den Hauptdarsteller nicht als den Volldeppen rüberkommen zu lassen, als der er sonst so oft beschrieben wird, sei es in irgendwelchen Stories in Fußballmanagerforen oder sei es in den Boulevardzeitschriften.


    Ein Bild an dem die RL-Vorlage aber auch fleißig mitgearbeitet hat. Ich kann mich jedenfalls nicht an einen medialen Auftritt erinnern, an dem sich Herr Matthäus mal teurer als eben dieses Klischee verkauft hätte. Und so wie er sich zeitweilig auch freiwillig an die Boulevardmedien verkauft hat, hält sich mein Mitleid da auch in Grenzen. (Allerdings bin ich ebenfalls froh, dass diese Story auf einem Sprachniveau stattfindet, welches sich eben nicht auf das Abziehbild - egal ob berechtigt oder nicht - gründet. Liest sich erstens angenehmer und zweitens kommt der Protagonist so auch etwas sympathischer rüber.)


    Ich kann nicht erklären, warum, aber ich bin sicher, dass der Mann ein guter Trainer ist und dass er auch mal in Deutschland eine Chance verdient hätte. Aber der Zug ist sicher abgefahren ...


    Schwer zu bewerten. Die eine Hälfte der Trainerstationen lief ganz ordentlich, die andere Hälfte eher schwach. Wenn es zusammen passt, dann scheint er tatsächlich einen gewissen Output aus der eigenen Erfahrung zu ziehen. Bei der hohen Dichte an Übungsleitern mit allseits oder auch intern bekannter Expertise, hat aber wohl nie ein Bundesligaverein einen Grund gehabt hier zu experimentieren. Mittlerweile aber wohl egal, abgefahrener Zug eben...


    Sorry, aber ich habe dafür nun mal ein Faible.


    Solange die Aussage trifft, ist mir die Länge ziemlich egal. Lange Titel markierten auch die Hochphase des italienischen Kinos, warum also nicht.


    dem FC Wimbledon, der ebenfalls 2004 zahlungsunfähig war und kurzerhand aufgekauft und nach Milton Keynes verlegt wurde und nun MK Dons heißt


    Stimmt so nicht ganz. Verkauf und Umsiedlungsplan standen schon vor 2004 fest. Beim Thema Neugründungen und Verlegungen ist Rumänien (wie ich es an anderer Stelle schon einmal schrieb) aber eh ganz vorne dabei.


    Um an die Vorgängervereine anknüpfen zu können erschafft man nun erneut einen Klub aus der Retorte, was den Fans, die den FC Timisoara noch begeistert untersützt hatten, nicht mehr schmeckt und der Großteil sich vom ACS Poli abwendet um seinen eigenen Klub zu gründen.


    Wenn man alle drei Jahre den Verein wechseln muss, ist der Unmut schon verständlich. Prinzipiell ist alles vorhanden, die Stadt, die Region, die Gebäude, die Fanlandschaft - es muss halt nur der Verein dahin geformt werden, als dies auszunutzen.


    Ja, mir gefiel die Stadt.


    Auch sehr schön umschrieben und obendrein noch bebildert. Das schafft auch irgendwo eine Beziehung zum Verein (selbst wenn es nur ein Abbild aus Nullen und Einsen ist).


    Der FC Vaslui, Unirea Urziceni oder unser Vorgängerverein FC Timisoara existieren nicht mehr, aber CFR Cluj, der FC Otelul oder der FC Petrolol Ploiesti sind noch geblieben.


    Den FC Vaslui gibt es noch, der hat sich nur in die vierte Liga verabschiedet.


    deswegen könnten wir Ihnen ein Gehalt von nur 55.000 € anbieten.


    Finde es ja schon überraschend, das die Langeweile so groß war, dass dieses Angebot angenommen wurde.


    Ein viel versprechender Anfang, wie ich fand!


    Gilt auch für die Story. So das nun im "klassisch-narrativen" Stil bleiben, oder ist das jetzt nur die Einleitung und die nächsten Teile werden wieder wie von TMU gewohnt detailliert-technisch?

  • Hallo @TMU


    Ich hab mich gerade mal so durch deine Story gearbeitet und muss sagen, dass sie mir gefällt. Finde es generell eigentlich ganz interessant, wenn man mal etwas von normalen Weg (Bundesliga) abkommt. Mit Rumänien und dann auch noch der 2.Liga, bist du natürlich komplett vom Weg abgekommen. ^^
    Das ist natürlich jetzt nicht böse gemeint. :)


    Ich bin ganz ehrlich gespannt, wie die Geschichte ausgehen wird. Wird Lothar die Mannschaft nach wieder zurück in das Oberhaus bringen oder wird es vielleicht kürzer als gedacht. ^^


    Generell habe ich jetzt auch bezüglich Rechtschreibung usw nichts auszusetzen. Aber ich persönlich bin ewieso jemand, der da weniger Wert drauf legt. Hauptsache die Story ist geil. ^^


    Freue mich schon auf den nächsten Teil. :thumbsup:


  • Kapitel V: (Ganz) Timisoara steht Kopf


    Die obligatorische Pressekonferenz bei einer Trainerverpflichtung stand an und ehrlich gesagt war ich etwas nervös. Nicht weil ich das nicht gewohnt war, bei meinen bisherigen Trainerstationen war die Presse bisher immer sehr präsent gewesen, sondern weil ich eine Zeit lang aus dem Geschäft raus gewesen war und mir zudem bei meinen letzten Stationen wenig Erfolg beschieden war. aber Zeit weiter darüber nachzudenken hatte ich keine, denn schon waren wir im Raum angekommen, in welchem die Pressekonferenz stattfinden würde und ausgenblicklich setzte das Blitzlichgewitter ein.




    Die Schlagenzeilen und Artikel, die diese Pressekonferenz auslöste, kann man sich wohl nur zu gut vorstellen. Ich jedenfalls beschloss mich davon nicht beeinflussen zu lassen und beschloss daher mich lieber dem Studium der Mannschaft bzw. dem Trainerstab zu widmen.


  • Lieber TMU, für mich ist das bisher Deine beste Story, weil Du zeigst, dass Du nicht "nur" akribisch über einen Spielstand berichten und sehr engagiert Saison für Saison durchspielen und uns daran teilhaben lassen kannst.


    Du zeigst hier auch, dass Du sehr gut erzählen kannst.
    Dabei überzeugst Du durch eine schlüssige und interessante Verein-Trainer-Kombination (schlüssig, weil Herr M. eben nicht (mehr) jeden erstklassigen Verein in Europa trainieren kann und weil sowohl der Verein als auch der Trainer hoch hinaus wollen; interessant, weil der gewählte Verein und die dazu gehörende Liga ziemlich unbekannt sind).


    Und Deine bisherigen Posts machen richtig Spaß! Sowohl die Stadtführung als auch die Pressekonferenz lesen sich sehr schön und sind in sich stimmig.
    Hohes Suchtpotential hat diese Story, daher bitte bald weitermachen!

  • Ich weiss ja nicht ob du die schon kennst, aber wenn du über Rumänien, genauer dem Banat, also dem deutschsprachigen Teil, auf dem Laufenden bleiben willst, empfehle ich dir die hier



    Da erfährt man zum Beispiel das jetzt am Wochenende das jährliche Heimattreffen stattfindet. Oder das Poli gestern den direkten Abstieg gerade noch verhindern konnte.

    "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
    "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.


    Autor: unbekannt

  • Jetzt muss ich hier auch mal meiner Freude darüber Ausdruck geben, dass du diese Story begonnen hast und wie sie sich anlässt. Das verspricht äußerst unterhaltsam zu werden und nebenbei erfährt man auch dies und das über ein gar nicht so fernes, aber doch gern ignoriertes Land. Für mich kommt noch hinzu, dass ich mir ein paar weitere Erkenntnisse über den FootMan 2015 erhoffe, den ich ja auch (oft mit mehr Frust als Lust) zocke. So habe ich mir deine Kadervorstellung mit ebenso viel Interesse wie Unverständnis angesehen - als alter EA-Anhänger (plus Anstoß, Bundi u.v.m.) suche ich natürlich reflexartig nach den Stärkewerten der einzelnen Spieler und frage mich dann, wie du Sätze wie "der hat nicht das Niveau von dem" loslassen kannst. Aber da entspanne ich mich jetzt mal und verfolge deine Story nicht wie die Lehr- und Übungseinheiten woanders, sondern lasse mich überraschen, was Lothar Matthäus als designierter rumänischer Meistermacher so erlebt. Viel Erfolg damit!

  • Frage 15:


    Ich hoffe, die Journalisten machen sich mit der Nummerierung der Fragen nicht über den Intellekt von "Loddar" lustig?


    Wirst du als Trainer eigentlich auch bei den Vertrags- und Transferverhandlungen federführend sein oder dir auch mal etwas vor die Nase setzen lassen? Storytechnisch könnte das natürlich da und dort ein bisschen Würze reinbringen. :saint:


    Ich kann nicht erklären, warum, aber ich bin sicher, dass der Mann ein guter Trainer ist und dass er auch mal in Deutschland eine Chance verdient hätte. Aber der Zug ist sicher abgefahren ...


    Nun, DAS glaube ich erst, wenn ich es sehe. Aber wenn Lothar es will, bin ich mir ziemlich sicher, dass wir es in dieser Story sehen werden. Vielleicht gefällt es ihm in Rumänien aber auch so gut, dass er da gar nicht mehr weg will. Jedenfalls gehe ich anhand der starken Einleitung nicht davon aus, dass Poli nur ein kurzes Intermezzo werden soll.


  • Kapitel VII: Die ersten Schritte


    Nachdem ich die Notizen der Trainerstabs zum Kader durchgegangen war und mit weiteren Anmerkungen versehen hatte, wandte ich mich dem Mitarbeiterstab selbst zu, der aktuell neben mir 17 Mitglieder, darunter vier (sehr) fähige Physiotherapeuten, 1 Sportdirektoren und einen Scout umfasste.
    Die restlichen Mitglieder würden zusammen mit mir das Training leiten und überwachen. Alle machten mindestens einen zufriedenstellenden Eindruck, sodass man mit ihnen mindestens bis Saisonende arbeiten kännen würde und nachdem Torwarttrainer Frunza (zu dt. Blatt) von sich aus vorgeschlagen hatte nicht als Torwarttrainer, sondern als Co-Trainer zu arbeiten, waren alle Trainingskategorien mindestens einmal besetzt und Frunza ab sofort U21 Co-Trainer.
    Als diese Baustelle geschlossen war, wartete schon das nächste Problem. Unser Chefscout Emeric Dembroschi war in den Fokus mehrerer Erstligavereine geraten und schien einem Wechsel nicht abgeneigt. Gerade wollte ich Ioan Timofte um Rat fragen, da kam mir doch plötzlich ein Herr in den Sinn, den ich früher für sein schnörkelloses Verteidigen bewundert hatte und der mir später beim FC Bayern imemr mal wieder über den Weg gelaufen war. Wir hatten lose Kontakt gehalten, bis selbiger vor ein paar Jahren mehr oder weniger eingeschlafen war.
    Doch das sollte mich nicht hindern ihn zu kontaktieren. Irgendwo im meinem Smartphone musste seine Telefonnummer noch stehen, sagte ich mir und als ich sie endlich gefunden hatte. Drückt ich auf den grünen Hörer und rief an:



    Etwa eine Stunde später bimmelte mein Handy zweimal kurz hintereinander. Katsche hatte die Nummern also gefunden.
    Umso besser, dachte ich, ehe ich an einem Stoß aus Unterlagen vorbei mein Telefon ergriff, die Nummern heraussuchte und zweimal anrief. Bevor ich jedoch mit Spörl oder Damm gesprochen hatte, musste es Katsche bereits getan haben, denn die beiden wussten bereits, was ich Ihnen anzubieten hatte, waren aber offenbar von ihm für dieses Projekt bereits begeistert worden und stimmten daher fast sofort zu Deutschland hinter sich zu lassen und ihre Zelte in Timisoara aufzuschlagen. Damit waren wir in diesem Bereich nun erstklassig aufgestellt!


    Und dann musste ich auch schon raus auf den Trainingsplatz, wo das erste Mannschaftstraining geleitet werden wollte. Doch bevor die Jungs eine erste Laufeinheit absolvieren, trommele ich sie zu einer kurzen Besprechung zusammen:



    Ich erkläre der versammelten Mannschaft, dass viel harte Arbeit auf uns warten wird um unser Saisonziel zu erreichen und dass ich von jedem Einzelnen erwarte, dass er sich voll reinhängt. Gleichzeitig hebe ich hervor, dass nicht nur die Leistungen im Training und auf dem Platz stimmen müssen, sondern auch auch das Miteinander. Ich daher als einen respektvollem Umgang mit Mitspielern, Trainerstab etc. erwarte!
    Ferner mache ich deutlich, dass ich davon überzeugt bin, dass man um Topleistungen zu bringen, sich im vollkommen auf den Fußball konzentrieren können muss, nicht abgelenkt sein bzw. werden darf. Um das zu gewährleisten, möchte ich, sage ich meinen Spielern, dass ihr wenn euch etwas beschäftigt die Möglichkeit nutzt mit mir darüber zu sprechen, damit wir an einer gemeinsamen Lösung arbeiten können.
    Wenn uns all das gelänge, dann müsste es schpn mit dem Teufel zugehen, wenn wir am Saisonende nicht als Tabellenerster zurück in die erste Liga kehren sollten!


    Man merkte den Spielern an, dass sie eine derart lange und klare Ansprache nicht gewohnt waren, aber dennoch hörten sie alle andächtig zu und schienen durch meine Wort noch einmal zusätzlich motiviert worden zu sein. Gut so, dachte ich und schickte die Jungs mit Fitnesstrainer Alvarez zum Warmmachen. Der restliche Trainerstab sowie ich beobachten das Treiben und einigen uns derweil auf die Trainingsziele der jeweiligen Spieler bzw. diskutieren über die drei Taktikenvarianten, die ich mit den Spielern einzuüben gedenke.
    Auch wenn ich eine klare Vorstellung von dem Fußball habe, den ich spielen lassen möchte, so kannte ich doch die Stärken der Spieler noch viel zu wenig um ihre Stärken und Schwächen einschätzen zu können und war daher auf die Unterstützung meines Staffs angewiesen.



    Gerade in Bezug auf die taktischen Ausrichtungen gab es viele verschiedene Ansichten, sodass unsere Diskussion ein wenig ausuferte. Letztendlich einigten wir uns jedoch darauf, dass aufgrund der Personalsituation Systeme mit zwei Stürmern oder welche mit zwei eher defensiv agierenden Mittelfeldspielern - und damit die beiden von mir favourisierten Grundformationen 4-1-4-1 und 4-1-2-2-1 - nicht infrage kamen.
    Ich überließ Co-Trainer Vlaicu daher das weitere Training und zog mich in mein Büro zurück um drei auf diese Umstände Rücksicht nehmende Systeme zu entwerfen und kurz bevor Vlaicu den Trainingstag mit einem Auslaufen beendet hatte, war ich mir der Ausarbeitung fertig geworden und stellte dem Trainerstab meine Überlegungen vor:



    Zunächst schien ich in lauter fragende Gesichter zu schauen, die meinen Wortschwall und meine Demonstration an der Taktiktafel nicht verstanden hatten. Doch nachdem meine Worte ein bis zwei Minuten sakcen gelassen worden waren, gab es einige Nachfragen, die mir zwar sagten, dass man einen derartigen Fußball in Timisoara bislang nicht gespielt hatte, aber die Positions- und Rollenaufteilung für absolut plausibel hielt und ab morgen mit der EInübung bei den Spielern beginnen wollte.
    Mittlerweile waren auch Damm, Schwarzenbeck und Spörl, die drei neuen Scouts, in Timisoara eingetroffen, die nach einer kurzen und herzlichen Begrüßung gleich instruiert werden ab morgen vertragslose Spieler zu sichten sowie in der zweiten bis vierten rumänischen Liga und der Leihspielerliste nach interessanten Spielern zu suchen. So hoffte ich doch noch auf den ein oder anderen Spieler zu stoßen, der uns möglicherweise weiterhelfen können würde bzw. noch besser zu den ausgewählten Rollen passen würde.


  • Kapitel VIII: Die Vorbereitung


    Am nächsten Morgen stand ich bereits um 6.00 Uhr auf und machte mich fertig für den zweiten Arbeitstag, der nicht weniger anstrengend werden würde als der erste, musste doch vor dem zweiten Training noch die Vorbereitung geplant werden. Sportdirektor Timofte hatte zwar bereits einige Testspiele arrangiert, aber die reichen mir nicht aus um die Mannschaft in Wettbewerbsform zu bringen. Es werden sieben weitere Freundschaftsspiele arrangiert, da die Pflichtspiele erst Ende August beginnen.


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    Woche I (10.06.14-16.06.14):


    - Freundschaftsspiel 11.06.14: ACS Poli - ACS Poli II 5:0
    Tore: 3x Pedro Henrique; 1x Trandu, Nanu - Formation: 4-2-3-1 - PdS: Pedro Henrique (9,6) - bes. Vorkommnisse: Boldea verletzt ausgewechselt
    Wir haben zunächst arge Probleme gegen unsere mit Haidu, Dragu und Kneeshaw verstärkte zweite Mannschaft. Aber nachdem Trandu in der der 23. die Führung gelingt, gewinnen wir immer mehr an Sicherheit und kommen auch dank zweier starker Steilpässe Scutarus für Pedro Henrique noch zu einem klaren Sieg.


    - Ereignisse:

    • Nach dem Rücktritt Victor Piturcas wird Ioan Ovidiu Sabau neuer Nationaltrainer Rumäniens
    • Abgang: Der Amateurvertrag mit Ciobanu wird aufgelöst
    • Abgang: Unser Chefscout Dembroschi wechselt für 10.000 € zum Erstlligisten Concordia Chiajna
    • Neuzugang: Im Gegenzug werden drei neue Scouts eingestellt (siehe letztes Update)
    • Der Vorstand lehnt die Anfrage nach einem Mutterverein ab
    • Ausfall: Boldea (Muskelanriss im Oberschenkel, 3-4 Wochen)

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    Die erste Woche beim ACS Poli war vorbei. Sie war sehr arbeitsreich und mit wenig Schlaf verbunden gewesen, aber dennoch hatte ich jede einzelne Sekunde bislang genossen. Vor allem endlich wieder mit Spielern zu arbeiten, sie auf ein Spielsystem vorzubereiten und ihnen Tips zu geben um fußballerisch besser zu werden...Genau das hatte ich vermisst!
    Nachdem ich mich nun auch eine Woche intensiv mit den Spielern beschäftigt hatte, traute ich mir auch zu erste Entscheidung darüber zu treffen, welche Spieler abgegeben oder ausgeliehen werden sollten und wer im Gegenzug dafür zu uns stoßen sollte. Um dies zu besprechen, setzt ich mich mit Sportdirektor Ioan Timofte zusammen:



    Wie Timofte prophezeit hatte, nahm Aurel Sunda es nicht gut auf, dass ich zwei seiner Schützlinge für nicht gut genug befand. Doch nachdem er zunächst geflucht und dann böse angekuckt hatte, hörte er sich zumindest meine Argumente an und schien auch halbwegs besänftigt als ich ihm versprach die anderen Jungs nach Kräften fördern zu wollen und nach Möglichkeit sogar noch jemanden für die U19 zu verpflichten.
    Die Verabschiedung fiel daher doch etwas herzlicher als die Begrüßung aus, was in mir den Gedanken aufsteigen ließ, dass Sunda insgeheim befürchtet hatte, dass die Jungs keine Chance bekommen würden, aber ihm die Beiden doch zu sehr ans Herz gewachsen waren um sich leicht von ihnen trennen zu können. Aber - und da hatte er mich überrascht - er bestand darauf diese Nachricht zu überbringen und da es ihm sehr wichtig zu sein schien, ließ ich ihm diesmal seinen Willen.


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    Woche II (17.06.14-23.06.14):


    - Freundschaftsspiel 17.06.14: ACS Poli - CFR Timisoara (L4) 3:1
    Tore: Keita, Trandu (FE), Chipirliu - Formation: 4-2-3-1 tief - PdS: Keita (8,3) - bes. Vorkommnisse: -
    Unser Rivale hält uns mit etwas Glück 50 Minuten davon ab einen Treffer zu erzielen. Dann schlägt Keita zu, aber CFR gleicht sofort aus, ehe Trandu per Strafstoß und Chipirliu, der einen Bock der Innenverteidigung ausnutzt die Partie ganz spät zu unseren Gunsten drehen.


    - Freundschaftsspiel 22.06.14: ACS Poli - CS Progresul Gataia (L4) 4:1
    Tore: Popovici, Canu, Pedro Henrique, Keita - Formation: 4-2-3-1 - PdS: Popovici (7,8) - bes. Vorkommnisse: Chipirliu angeschlagen ausgewechselt
    Der Viertligist geht nach einem Torwartfehler Smarandas früh in Führung. Das schockt uns aber nicht und so drehen wir die Partie noch vor der Pause in ein 3:1, ehe Keita in Durchgang zwei den Schlusspunkt setzt.


    - Ereignisse:

    • Sturmtalent Bogdan Valceanu erhält einen Profivertrag (2017, 2.500 Gehalt)
    • Wir nehmen ein Angebot für Dragu vom Drittligisten Dunarea Calarasi über 5.0000 € an

    [/contentbox]

    In diesem Fall folgte ich Sundas Empfehlung und bat Timofte dem jungen Stürmer ein Angebot für einen Profivertrag anzubieten. Unser Jugendabteilungsleiter war somit zufriedengestellt und auch Timofte schien etwas entspannter geworden zu sein. Was wohl auch an dem beigelegten Streit mit Sunda lag, aber vor allem daran, dass ich ihn nicht ins Abseits stellte, sondern mit der Führung der Vertragsgespräche und Transferverhandlungen ihm eine wichtige und vor allem auf ihn zugeschnittene Aufgabe übertragen hatte.
    Doch vorstellig werden sollte der Sportdirektor kurz darauf in Erfüllung einer anderen Aufgabe. War er doch dafür zuständig Scoutingberichte an mich weiterzuleiten:


    Zitat

    Herr Matthäus, Herr Matthäus. Ich habe gerade zwei sehr interessante Scoutingberichte zugeschickt bekommen. Ein vertragsloser 18jähriger Innenverteidiger und ein 16jähriger offensiver Mittelfeldspieler. Ebenfalls ohne Verein. Hier bitte, lesen Sie mal.


    Hm...scheint nicht so kräftig zu sein, wie man sich das bei einem Innenverteidiger wünscht, aber ich gebe Ihnen recht. Dieser Rauta scheint sehr talentiert zu sein und auch Afrapt könnte den Weg nach ganz oben schaffen. Setzen Sie sich doch bitte mit beiden in Kontakt und machen ihnen ein Angebot.


    Wird sofort erledigt!



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    Woche III (24.06.14-30.06.14):


    - Freundschaftsspiel 27.06.14: ACS Poli - FC Zalau (L3) 2:0
    Tore: Pedro Henrique, Popovici - Formation: 4-2-3-1 - PdS: Pap, Pedro Henrique (7,5) - bes. Vorkommnisse: Canu angeschlagen ausgewechselt
    Drittligist Zalau kommt besser in die Partie, aber Pap hält alles, was auf sein Tor kommt und vorne entscheiden Pedro Henrique (1 Tor, 1 Vorlage) und Popovici (1 Tor) die Partie noch in der ersten halben Stunde für uns.


    - Ereignisse:

    • Ausfall: Canu (Muskelanriss im Oberschenkel, 3-4 Wochen)
    • Abgang: 5.000 €-Wechsel Dragus zu Dunarea Calarasi (L3), wir sparen 18.750 € Gehalt
    • Neuzugang: Andrei Rauta (VZ, 18 J., vertragslos, Gehalt 3.000 €)
    • Wir akzeptieren ein Angebot (Soimi Pancota (L2), ablösefrei) für Balace

    [/contentbox]
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    Woche IV (01.07.14-07.07.14):


    - Freundschaftsspiel 02.07.14: ACS Poli - Dinamo Bukarest (L1) 0:0
    Tore: keine - Formation: 4-2-1-2-1 - PdS: Melinte (7,2) - bes. Vorkommnisse: Barbut verletzt ausgewechselt
    In Durchgang eins können wir die Partie gegen unseren Erzrivalen noch ausgeglichen gestalten. Nach der Pause übernimmt dann aber Dinamo, doch ihre Abschlüsse kommen zu selten aufs Tor und die die ankommen entschärft dann Smaranda.


    - Freundschaftsspiel 07.07.14: ACS Poli - Petrolul Ploiesti (L1) 1:2
    Tore: Barbut - Formation: 4-2-3-1 - PdS: Barbut (7,2) - bes. Vorkommnisse: -
    Wir machen das eigentlich erstaunlich gut gegen Petrolul, treffen aber zunächst das Tor nicht, sodass der Erstligist plötzlich mit 0:2 in Front liegt. In der Pause scheint dann zumindest Barbut am Zielwasser (21 Schüsse, 6 davon aufs Tor) gerochen zu haben und erzielt zumindest noch den mehr als verdienten Anschlusstreffer.


    - Ereignisse:

    • Ausfall: Pedro Henrique (Lebensmittelvergiftung, 4-5 Tage)
    • Abgang: ablösefreier Wechsel Balaces zu Soimi Pancota (L2)
    • Alexandru Afrapt lehnt unser Angebot ab und wechselt lieber zu Inter Clinceni (L3)
    • Boldea ist wieder fit

    [/contentbox]

    Mit Balace verlässt uns quasi ein Poli Urgestein, war er doch seit der Neugründung 2012 im Verein und hatte bereits von 2002-2007 für den FC Timisoara gespielt. Doch der 35jährige kam leider nicht mehr an sein früheres Leistungsniveau heran und so wird er anderswo seine Karriere ausklingen lassen. Schade!
    Überrascht hingegen bin ich von der Entscheidung Afrapts nicht zu einem Zweitligaverein zu wechseln. Die Scouts werden jedenfalls an dem Jungen dranbleiben!


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    Woche V (08.07.14-14.07.14):


    - Freundschaftsspiel 12.07.14: ACS Poli - OFK Belgrad (SRB, L1) 5:2
    Tore: 3x Pedro Henrique; 1x Trandu (FE), Lazar - Formation: 4-2-3-1 - PdS: Pedro Henrique (9,6) - bes. Vorkommnisse: -
    Eigentlich ist Erstligist Belgrad sogar einen Tick besser als wir, doch unsere Chancenverwertung - egal ob vom Punkt (Trandu), aus der Distanz (Lazar) oder in Person des glänzend antizipierenden Pedro Henrique - ist heute erste Sahne und hinten sorgen Abwehr sowie Smaranda dafür, dass die Gäste nur zweimal erfolgreich sind. Die Fans haben ein sehr attraktives Spiel zu sehen bekommen!


    - Ereignisse:

    • keine

    [/contentbox]
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    Woche VI (15.07.14-21.07.14):


    - Freundschaftsspiel 16.07.14: FK Senta (SRB, L3) - ACS Poli 2:3
    Tore: 2x Chipirliu, 1x Popovici - Formation: 4-2-3-1 - PdS: Trandu (8,9) - bes. Vorkommnisse: -
    Gegen den serbischen Drittligisten hätte (noch) mehr drin sein müssen, aber nachdem Popivici nach einem Torwartfehler vom rechten Strafraumeck aus das 0:1 erzielt. Entwickelt sich eine überraschend ausgeglichene Partie, ehe Rauta in der 32. einen Foulelfmeter und damit den Ausgleich verursacht. Chipirliu bringt uns mit zwei Toren zunächstt klar in Front, bis in der 69. der Anschlusstreffer fällt. Keine gute Parti von uns, da wir viel zu viele Chancen zugelassen haben!


    - Freundschaftsspiel 19.07.14: FK Kolubara Lazarevac (SRB, L2) - ACS Poli 1:1
    Tore: Barbut - Formation: 4-2-3-1 - PdS: Pedro Henrique (7,1) - bes. Vorkommnisse: -
    In einer ausgeglichenen Partie, in der wir erneut unser Potential nicht voll abrufen, gehen wir nach einer halben Stunde durch Pedro Henrique in Führung, der einen Befreiungsschlag Belus erläuft. Die Führung hält aber nichtmal bis zur Pause, denn in der Nachspielzeit verursacht Belu einen Elfmeter und verschuldet so das 1:1.


    - Ereignisse:

    • Canu ist wieder fit

    [/contentbox]
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    Woche VII (22.07.14-28.07.14):


    - Freundschaftsspiel 26.07.14: Sloboda Point Sevojno Uzice (SRB, L2) - ACS Poli 1:2
    Tore: Pedro Henrique, Rauta - Formation: 4-1-2-2-1 - PdS: Popescu (8,1) - bes. Vorkommnisse: -
    Gegen Sloboda gibt es für Trainer und Zuschauer nicht allzu viele Höhepunkte zu sehen: Popovici legt in den Fünfer quer zu Pedro Henrique, der das 0:1 erzielt. In der 65. versenkt Talent Rauta dann eine Ecke, bevor die Serben zum nicht unverdienten Anschlusstreffer kommen, weil die Zuordnung nach einem Freistoß nicht stimmt.


    - Ereignisse:

    • keine

    [/contentbox]
    [contentbox]

    Woche VIII (29.07.14-04.08.14):


    - Freundschaftsspiel 02.08.14: FK Sloga Petrovac (SRB, L2) - ACS Poli 0:1
    Tore: Chipirliu - Formation: 4-2-3-1 - PdS: Chipirliu (8,3) - bes. Vorkommnisse: Nanu angeschlagen ausgewechselt
    Eighentlich ist die Partie eine einseitige Angelegenheit, aber da wir trotz einiger hochkarätiger Chancen nur 4 von 20 Schüssen aufs Tor bringen, bleibt es auch nach dem Führungstor durch Chipirliu, der in der 29. einen weiten Ball Trandus erläuft und versenkt, spannend.


    - Ereignisse:

    • Viborg verpflichtet das von uns gescoutete Talent Jonas Marc Larsen (MZ, 16 J., DEN, vertragslos)

    [/contentbox]
    [procontra][-]162k Verlust (Kontostand: 594k)[/procontra]
    [contentbox]

    Woche IX (05.08.14-11.08.14):


    - Freundschaftsspiel 06.08.14: ACS Poli - ACS Academia Arges Pitesti (L2) 2:0
    Tore: Pedro Henrique, Nikiema - Formation: 4-2-1-2-1 - PdS: Nikiema (8,3) - bes. Vorkommnisse: Nikiema angeschlagen ausgewechselt
    Nach 13 Sekunden fällt bereits das erste Tor: Lazar raus auf Keita, dessen Flanke Pedro Henrique wuchtig einnickt. Danach entwickelt sich eine recht ansehnliche Partie, die von Nikiema in der 32. endgültig entschieden wird. In Halbzeit zwei tritt unser Ligakonkurrent kaum noch sehenswert in Erscheinung, aber auch wir können unsere wenigen Chancen nicht nutzen. Dennoch ein guter Auftritt von uns!


    - Freundschaftsspiel 11.08.14: ACS Poli - Universitatea Craiova (Ama) 1:0[/b]
    Tore: Kneeshaw - Formation: 4-2-1-2-1 - PdS: Rauta, Kneeshaw (7,2) - bes. Vorkommnisse: -
    Gegen den abgestürzten ehemaligen Erstligisten tun wir uns sehr schwer. Immerhin kann Kneeshaw noch den Sieg eintüten. In der Liga solltem die Jungs so aber nicht auftreten!


    - Ereignisse:

    • Ausfall: Nanu (Schnittwunde an der Wade, 2 Wochen)
    • Abgang: Astra II macht Stoicov (Assistenztrainer Poli II) ein Vertragsangebot (Ablöse 3.500), was dieser sofort akzeptiert und uns daher verlässt. Ein Nachbesetzung des Postens ist nicht geplant
    • Erstligist Petrolul bietet uns 14.750 für das transfergelistete Talent Balaure (ML, U19). Timofte fordert 20.000, was Petrolul kurz darauf akzeptiert

    [/contentbox]

    Da Boldea bislang die Erwartungen im offensiven Mittelfeld nicht erfüllen konnte, soll er zum Stürmer umgeschult werden, wenn wir denn einen Nachfolger für seine POsition finden können. Zu diesem Zweck sind die Scouts, Sportdirektor Timofte und ich zu einem Brainstorming zusammen gekommen:



    Nachdem wir nach einigem Umhertelefonieren endlich Mimouns Nummer herausbekommen hatten, rief ich ihn an. Der wollte zunächst gar nicht glauben mich am Telefon zu haben, geschweige denn nahm er es mir ab, dass ich ihn als Spieler verpflichten wollte.

    Es dauerte einige Minuten bis er überzeugt war, dass dies ein ernst gemeinter Anruf war, welcher ein Angebot beinhaltete, dass es ihm nochmal ermöglichen würde auf Profiebene Fußball zu spielen. Dass das in Rumänien sein würde, war für Mimoun offenbar kein Problem. Auch, dass er dabei längst nicht so viel wie in Deutschland verdienen würde, schreckte ihn nicht. "Ich möchte vor allem wieder spielen dürfen," hatte er mir am Telefon gesagt und dann meinem Angebot von 30.000 € Jahresgehalt zugestimmt.


    [contentbox]

    Woche X (12.08.14-18.08-14):


    - Freundschaftsspiel 16.08.14: Mezokövesdi SE (UNG, L2) - ACS Poli 0:5
    Tore: 2x Pedro Henrique; 1x Azaouagh, Nanu, Rody - Formation: 4-2-3-1 - PdS: Pedro Henrique (9,4) - bes. Vorkommnisse: Popescu angeschlagen ausgewechselt
    Der ungarische Zweitligaverein ist bemüht uns einen harten Kampf zu liefern und erarbeitet sich ein paar Chancen, die er aber - auch dank Smaranda - allesamt nicht verwerten kann. Wir hingegen sind deutlich abschlusstärker und führen bereits zur Pause durch zwei Tore Pedro Henriques. Nach dem Seitenwechsel krönt Neuzugang Azaouagh seine starke Vorstellung mit einem Tor (+ 2 Vorlagen), ehe Nanu und Rody das Ergebnis zu einem hervorragenden 0:5 hochschrauben. Eine ganz starke Mannschaftsleistung!


    - Ereignisse:

    • Ausfall: Nanu (Schnittwunde an der Wade, 2 Wochen)
    • Abgang: Balaure ist sich mit Petrolul einig geworden und wechselt (20.000)
    • Ausfall: Nikiema verletzt (Knieverdrehung, 2-3 Wochen)
    • Neuzugang: Mimoun Azaouagh (OMZ, 31 J., MAR; vertragslos, Gehalt: 30.000 €) kommt, womit klar ist, dass Boldea nun zum Stürmer umgeschult wird

    [/contentbox]

    Timofte und ich waren überein gekommen, dass noch ein Trainer für die U19 verpflichtet werden sollte. Der Sportdirektor hatte die Aufgabe übernommen einen Kandidaten zu suchen, aber seit zwei Wochen hatte ich nichts mehr in dieser Angelegenheit gehört und beschloss ihn aher darauf anzusprechen:



    [contentbox]

    Woche XI (19.08.14-25.08.14):


    - Freundschaftsspiel 23.08.14: Ripensia Timisoara (L4) - ACS Poli 0:3
    Tore: Chipirliu, Azaouagh (FE), Bocsan - Formation: 4-2-3-1 - PdS: Bocsan (8,3) - bes. Vorkommnisse: Azaouagh angeschlagen ausgewechselt
    Wir beginnen engagiert und führen bereits nach 7 Minuten durch Tore von Chipirliu und Azaouagh (Foulelfmeter) mit 0:2. Auch danach bleiben wir dominant, können aber nur in der 45. durch eine von Bocsan versenkte Ecke nachlegen. Nach der Halbzeitpause nehmen wir etwas den Fuß vom Gas, haben aber immer noch 2-3 gute Chancen, die wir aber nicht nutzen.


    - Ereignisse:

    • Neuzugang: Bebé (U19-Trainer, vertragslos, 30.000 € Gehalt)
    • Nanu und Nikiema sind wieder fit
    • Die vierte Runde der Cupa Romaniei wird ausgelost. Wir ziehen eine Auswärtspartie gegen Sporting Rosiori de Vede (L3, 26.08.)

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  • Ich kann auch nur wiederholen was Siika schon gesagt hat, diese Story hebt sich deutlich von allen anderen jemals von dir geschriebenen Storys ab. TMU macht sozusagen noch eine Entwicklung durch, also ich find das großartig.


    Ob ich jetzt unbedingt dieses Format gewählt hätte weiß ich nicht, aber das kann man durchaus machen, gab es ja schon öfter nicht erst seit Fanakick. Aber du hast ja Recht er ist damit sehr erfolgreich unterwegs. Was mir persönlich besonders auffällt ist das du das Zahlengeraffel dieses Mal und zumindest bislang weggelassen hast. Das meine ich völlig wertfrei, ist mir nur aufgefallen das es so ist.


    Die Saison geht ja jetzt bald los, darauf bin ich, ich glaube darauf sind wir alle sehr gespannt, das letzte Mal Rumänien war Octa und die Story hab ich verschlungen.

    "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
    "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.


    Autor: unbekannt


  • Kapitel VIII: Der endgültige Kader



    Die Vorbereitung war gelaufen, eine optimale Zeit Bilanz zu ziehen, wie ich fand. Zu diesem Zweck zog ich meine Unterlagen zu den Spielern hervor. Im Laufe der Vorbereitung hatte ich mir bereits immer wieder Notizen zu den einzelnen Spielern des Kaders gemacht, aber nun schien mir der Zeitpunkt gekommen die Daten zu ordnen um ein möglichst genaues Bild zu den einzelnen Spielern zu erhalten und so ihre vermutliche Rolle im Kader einschätzen zu können.
    Ich machte mich also an die Arbeit. Trug Berichte des restlichen Trainerstabs, Statistiken, Trainingseindrücke sowie aufgefallene Stärken und Schwächen zusammen. Nach einigen Stunden hatte ich die Materialien in Form gebracht und begann mein fertig gestelltes Dossier zu lesen:



    Auch wenn ich nicht mit allen Verpflichtungen Timoftes einverstanden war, so musste ich feststellen, dass er mir doch einen recht brauchbaren Kader zusammengestellt hatte, der mit etwas Glück und ein paar Verstärkungen sogar erstligatauglich sein/werden könnte. Dass der Kader bereits jetzt ganz gut ist, konnte ich u. a. daran sehen, dass wir 12 unserer 15 Testspiele (2 Unentschieden, 1 Niederlage) gewinnen konnten und dabei in den meisten Fällen auch überzeugen spielten. Besonderes Highlight war hierbei für mich das 5:2 gegen OFK Belgrad. Ich hätte nicht gedacht, dass wir es schafen würden einen Erstligisten phasenweise so an die Wand zu spielen! Auch der Kader verdient ein Lob, der sehr gut mitzog, obwohl er zwischen den Testspielen zwei bis zehn doch etwas müde wirkte.

  • Allerdings! Herausforderungen sind mir wie du weißt nach wir vor am liebsten. Habe ich dich denn vorhin richtig verstanden, dass du evtl. auch noch jemanden einstellen würdest?


    Mal ganz abgesehen davon, dass diese Aufstockung an Mitarbeitern sich zumindest in meiner Erinnerung nicht mit früheren Trainerstationen des Protagonisten deckt, muss ich doch eines mal anmerken: Es ist fast schon unheimlich wie leicht neue Mitarbeiter in den Banat zu locken sind (zwar weder die Walachei noch Transsilvanien, aber beides von dort in wenigen Stunden erreichbar) und allesamt nur wegen der "Herausforderung". Vielleicht haben wir ihn ja alle unterschätzt und "Loddarisch" ist kein Fall für die Logopädie, sondern die geheime Vollendung der Neuro-Linguistischen Programmierung!


    Wir wollen einen attraktiven Fußball spielen, der die Fans begeistert und uns darüber hinaus auch möglichst viele Tore schießen lässt.


    Ich warte ja noch immer auf jenen Trainer der ein Statement raushaut a la: "Wir wollen einen langweiligen Punktgewinn durch maximale Zerstörung der gegnerischen Spielkultur, dafür stellen wir uns gerne hinten rein!" Die taktischen Überlegungen (z.B. Außenläufer wie hängende Spitzen einsetzen, asymmetrische Aufgabenverteilung in der Viererkette, Mittelfeld-Dreieck) finde ich in ihrer Gesamtheit aber doch verblüffend kreativ. Mal sehen, ob sie im Ernstfall auch funktionieren.


    Wie ihr unten sehen könnt, hat sich nach reiflicher Überlegung das Layout verändert. Als Inspiration hierzu diente Fanakicks Story (danke an dieser Stellle!). Nun würde ich aber gerne wissen, wie euch der neue Ereignisüberblick gefällt.


    Ich muss es wohl noch ein wenig auf mich wirken lassen. Diese Wochenblöcke sind an sich zwar eine gute Idee, aber wirklich angefreundet habe ich mich mit ihrem Anblick noch nicht. Irgendwie wirkt darin alles gleichrangig inkl. der betreffenden Spiele, und danach reißt einen der Freitext wieder raus. Daran könnte man vielleicht noch feilen (Hervorhebungen oder so?).


    5.0000 €


    Sind das jetzt 5.000 oder 50.000?


    Entscheidungen werden in diesem Spielstand ausschließlich von mir getroffen, dafür macht die KI zu viel Mist!


    Selber entscheiden macht außerdem auch mehr Spaß. (Und das mit der KI ist wohl ein Grundproblem des gesamten Genres, wobei man entschuldigend einwerfen könnte, dass die ja auch nicht wissen kann, was man gerne für ein Verhalten hätte).


    Pro & Contra


    Diese Extraüberschrift erübrigt sich meiner Meinung nach mit dem neuen Layout (v.a. wenn da eh nur der Saldo am Kontoauszug drin steht). Das kann man inhaltlich jetzt auch in den Blöcken oder(!) Freitexten unterbringen.


    Genau das war der Grund für die Layoutänderung. Das soll nämlich auch so bleiben!


    Geht bislang gut auf die Idee. Man fühlt sich nicht mehr so erschlagen wie früher und der Informationsverlust hält sich auch in Grenzen.


    Das muss eine Herzensentscheidung gewesen sein, denn nach eigenem Bekunden ist Poli Petres Lieblingsverein.


    Na, wie viel so eine Aussage wohl wert ist? Zumal es den Verein (in seiner derzeitigen Inkarnation) ja auch noch gar nicht so lange gibt.


    Box-tox-Mittelfeldspieler


    Ein was? Ist der giftig? (Ich wette, jetzt bringt irgendeiner den Wegmann-Spruch).


    Auch wenn ich nicht mit allen Verpflichtungen Timoftes einverstanden war, so musste ich feststellen, dass er mir doch einen recht brauchbaren Kader zusammengestellt hatte, der mit etwas Glück und ein paar Verstärkungen sogar erstligatauglich sein/werden könnte.


    Als FoMa-unerfahrener Zeitgenosse teile ich Single Malts Erstaunen, wie leicht es dir fällt aus relativ wenigen quantitativen Informationen kurzfristig gute Einschätzungen für langfristige Entwicklungen zu machen. Ich bräuchte da wahrscheinlich die ganze Hinrunde für.


    15 Testspiele


    Apropos Hinrunde, vom Volumen her hat der Verein die ja schon vor dem ersten Pflichtspiel absolvieren müssen. oO

  • Panthera


    Es ist fast schon unheimlich wie leicht neue Mitarbeiter in den Banat zu locken sind [...] und allesamt nur wegen der "Herausforderung".


    Eigentlich war das gar nicht so leicht und alle neu Gekommenen waren die einzigen qualifzierten Kräfte, die überhaupt kommen wollten. Ich glaube der Footman macht das auch davon abhängig wie lange die Leute vereinslos sind...


    Vielleicht haben wir ihn ja alle unterschätzt und "Loddarisch" ist kein Fall für die Logopädie, sondern die geheime Vollendung der Neuro-Linguistischen Programmierung!


    :D


    Die taktischen Überlegungen [...] finde ich in ihrer Gesamtheit aber doch verblüffend kreativ. Mal sehen, ob sie im Ernstfall auch funktionieren.


    Ja, hat mich auch überrascht, dass ich mich das getraut habe :D Allerdings scheint mir der Lothar angesichts dessen was ich von ihm gelesen habe taktisch doch recht innovativ zu sein, sodass ich das auch in diesem Spielstand wiederspiegeln wollte. In Liga 2 müssten (jedenfalls hoffe ich das) die Taktiken gut funktionieren, aber für Liga 1 könnten wir uns was anderes ausdenken müssen.


    Irgendwie wirkt darin alles gleichrangig inkl. der betreffenden Spiele, und danach reißt einen der Freitext wieder raus. Daran könnte man vielleicht noch feilen (Hervorhebungen oder so?).


    Ich bin mir nicht genau sicher was du meinst. Würde aber vorschlagen, dass du noch einen Blick auf das normale Layout außerhalb der Vorbereitung wirfst, ehe wir uns Gedanken machen was man wie verändern könnte.


    Sind das jetzt 5.000 oder 50.000?


    Worauf beziehst du dich?


    Diese Extraüberschrift erübrigt sich meiner Meinung nach mit dem neuen Layout


    Jein, denn eigentlich sollen auch diesmal wieder die Trainingsleistungen erwähnt werden, aber bislang gab's da einfach nichts Positivies oder Negatives.


    Ein was? Ist der giftig?


    :D


    [..] teile ich Single Malts Erstaunen, wie leicht es dir fällt aus relativ wenigen quantitativen Informationen kurzfristig gute Einschätzungen für langfristige Entwicklungen zu machen.


    Du willst gar nicht wissen, wie viel Zeit ich damit verbrachte habe die Mannschaften in der Liga 1 zu analysieren. Leichter fällt mir das aber vermutlich auch, weil ich eben schon tausende Stunden im FootMan versenkt habe. Bei der von dir zitierten Aussage schwingt allerdings auch eine gehörige Portion Hoffnung seitens des Autors mit ;)
    Außerdem ist der Footman bekanntlich auch für Überraschungen gut (Boldea wäre aktuell so eine, allerdings im negativen Sinne). Ferner: deine zitierte Passage ist ja eine Aussage Lothars, der damit einmal mehr seine Ambitionen unterstreicht!


    Apropos Hinrunde, vom Volumen her hat der Verein die ja schon vor dem ersten Pflichtspiel absolvieren müssen.


    Ja, hat mich auch überrascht, dass die Pause in Rumänien so lange ist. Die vielen Spiele waren aber notwendig um die Taktiken fast perfekt einzuspielen und darüber hinaus auch Zeit für das Trainieren von Automatismen un Teamwork zu haben.