Von der Elbe an den Lech

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    Vor etwas mehr als vier Wochen feierte ich noch meinen 33. Geburtstag mit Freunden und Familie in meiner geliebten Hansestadt. Heute, am 02.07.2018, sitze ich hier in meinem neuen Büro in der Geschäftsstelle Bürgermeister-Ulrich-Staße 90 und habe allerhand Meetings und Termine für heute und die komplette restliche Woche vor mir. Ich habe, seit ich meine Spielerkarriere früh an den Nagel hängen musste, immer davon geträumt einmal in der großen Bundesliga als Trainer an der Seitenlinie stehen zu dürfen… dass mir das bereits mit meiner allerersten Profi-Trainerstation passiert, kann ich ehrlich gesagt immer noch nicht richtig fassen.

    Der Anruf von Stefan Reuter vor anderthalb Wochen mit der Einladung zur Vertragsverhandlung geht mir auch heute noch Wort für Wort durch den Kopf. Ich hatte einen Tag zuvor noch im Internet gelesen, dass Manuel Baum, mein Vorgänger, einen Trainerjob beim DFB angenommen hatte. „Wir möchten einen frischen, unverbrauchten Trainer verpflichten, der mit unserem Verein den nächsten Entwicklungsschritt geht.“ sagte Reuter. 72 Stunden danach unterzeichnete ich im Büro von Stefan, am Ende des Flures, die Papiere.

    Nun sitze ich hier vor dem Laptop bei einer Tasse Kaffee und blicke nochmal über die Nachrichten aus Deutschland und der Welt, bevor ich meinen ersten offiziellen Arbeitstag beginne. Dieser Hamburger Jung hat eine Bundesliga-Saison mit dem FC Augsburg vor seiner Nase…


    Saison 2018/2019

    Kalkulation/Sponsoren/Trainerstab

    Erster Tagespunkt war das Meeting mit Schatzmeister Siegbert Ackermann und Manager Stefan Reuter. Ackermann erklärt uns, dass wir drei Hauptsponsor-Angebote vorliegen haben und hält uns direkt einen Vergleich unter die Nase. „Die Zahlen von Emirates sehen zwar im Vergleich zu Schüco und Mercedes super aus, aber nur wenn wir Pokale holen“ Stefan und ich stimmen zu und ich mache mich daran mit den anderen beiden Anbietern zu verhandeln. Nach zwei längeren Telefonaten sind wir uns soweit mit Schüco einig, nach dem ich dort mit etwas Verhandlungsgeschick noch gut eine Million mehr aus dem ursprünglichen Höchstbetrag pro Jahr rausholen konnte. Mit dem Grundbetrag aus dem Deal mit Schüco, den am Ende wieder gut gefüllten Banden und Puma als neuen Ausrüster für die kommende Saison machen wir Grundeinnahmen in Höhe von ca. 6,2 Millionen €.

    Ackermann und Reuter gratulieren mir zu den erfolgreichen Verhandlungen und unser Schatzmeister rechnet kurz nach. „Wenn nichts schief läuft bei den verkauften Karten dieses Jahr, sollte uns ein Gewinn von etwas mehr als 8,5 Millionen Euro erwarten. ...ohne Transfers.“ Stefan und ich tauschen ganz kurz einen Blick aus. Wir hatten schon während unserer Vertragsverhandlung über den Kader und mögliche Änderungen dort geredet. „Okay...“ Ackermann unterbricht die Stille. „Wir müssen noch über deinen Co-Trainer und einen neuen Torwarttrainer sprechen. Es gibt zwar eine Vielzahl an freien Leuten für die Position, aber wir sollten trotzdem schnell handeln.“ Am Ende fällt die Entscheidung auf Michael Wiesinger als Co-Trainer und Dimo Wache, den wir damit vom SV Darmstadt 98 als TW-Trainer loseisen mussten. Beide unterschreiben noch im Laufe der Woche jeweils einen Vertrag über ein Jahr.

    Nach einigen weiteren Verschiebungen der finanziellen Mittel in den Abteilungen Jugend, Amateure, Talentsucher und Beobachter verlässt Siegbert Ackermann glücklich das Meeting. Seine letzte Prognose war ein Gewinn von ca. 8,8 Millionen € … ohne Transfers.

    Bevor Stefan mein Büro verlässt, lobt er mich nochmal für meine ersten Entscheidungen und fragt mich, ob ich heute Abend nach der ersten Trainingseinheit mit allen Spielern die Auslosung der ersten DFB-Pokalrunde verfolgen werde. „Ja, natürlich“ antworte ich. Er nickt, streckt mir nochmal die Hand zum Handschlag hin „Ich habe das Gefühl, wir haben den richtigen für den Posten gefunden. Nochmals… auf eine gute Zusammenarbeit.“ Ich stehe sofort auf und schüttele Stefans Hand.

    Erste Trainingseinheit/Pokal-Auslosung

    Kurz nach Mittag geht es dann zur ersten offiziellen Trainingseinheit der Saison auf den Platz. Die Erste und Zweite Mannschaft treten zusammen für diese Einheit an und ich tausche mich während des Trainings reichlich mit Coach Alexander Frankenberger aus. Am späten Nachmittag stößt dann auch noch der neue A-Jugendtrainer für einige Minuten zu uns. Kurz nach seinem Karriereende hat Halil Altintop das Angebot vom FCA für diesen Posten angenommen. Wir drei quatschen uns fest und verabreden uns auf ein Bierchen während der Pokal-Auslosung heute Abend.

    „Und… erster Eindruck?“ fragt mich Alexander, nach dem wir die Spieler zum Duschen geschickt haben. Ich räuspere mich, während ich ein paar Bälle einsammel „Wir müssen auf jeden Fall etwas investieren und umkrempeln. Zumindest in der Ersten. Ansonsten wird der Klassenerhalt eine ganz schwere Geburt. Das wird noch ein Haufen Arbeit, so oder so.“ Alexander stimmt mir mit einem nachdenklichen Nicken zu.

    Zwei Stunden später sitzen die Spieler der Ersten und Zweiten zusammen im Vereinsheim und blicken auf den Fernseher an der Wand, wo die Auslosung bald beginnt. Ich sitze mit Alexander und Halil etwas weiter hinten und reden über die anstehende Saison, während Philipp Max eine Runde bestellt, als neu gewählter Kapitän der ersten Mannschaft. Als die Auslosung dann endlich losgeht, wird es schnell mucksmäuschenstill im Raum. Durch die Pokalreform des DFB, die diesen Sommer durchgeboxt wurde, kann es bereits in der ersten Runde zu Erstliga-Duellen kommen, womit die Spannung bei uns allen natürlich groß ist. Am Ende rutschen wir knapp vorbei an einem Auswärtsspiel in Dortmund. Trotzdem geht es für uns nach NRW, zum Amateur-Verein TV Herkenrath 09. Der BVB empfängt dafür die Hoffenheimer. Außerdem muss Mainz zu Schalke 04 im zweiten Erstliga-Duell. In acht (!) weiteren Spiele heißt es Liga 1 gegen 2. Sicher ist eines… vier unterklassige Klubs rücken in die zweite Runde vor, dank direkter Duelle mit anderen unterklassigen Teams.


    Geschichtsauffrischung

    Am nächsten Tag warte ich auf die Ankunft von Michael Wiesinger, der noch heute seinen Vertrag unterzeichnen und bei der heutigen Trainingseinheit einsteigen soll. In der Zwischenzeit vertreibe ich mir den Vormittag damit, mir die letzten Jahre des FCA mit Hilfe des Internets nochmal in Erinnerung zu rufen.

    Seit dem ersten Bundesliga-Aufstieg vor 7 Jahren, schafften die Augsburger es in den Saison 13-14 und 14-15 auf einen einstelligen Tabellenplatz. Im letzteren dieser zwei Jahre war es sogar Platz 5, womit sie im Folgejahr zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte international vertreten waren. Seitdem gab es die Plätze 12, 13 und erneut 12. Im letzten Jahr war zu dem bereits in der ersten Runde im DFB-Pokal Schluss, was durch einen weiteren, recht sicheren, Klassenerhalt vertröstet wurde. …allerdings wird man das Gefühl nicht los, als würde Augsburg einfach nicht den nächsten Schritt machen können. Als würde man sich nur von Saison zu Saison hangeln und der unvermeidliche Abstieg lässt auf sich warten, denn in den letzten Jahren profitierte man jeweils von sehr schwachen, punktearmen Teams auf den Abstiegsrängen. Zusätzlich sehe ich mir eine „Rechnung“ einer bekannten Fußball-Newssite an. Sie sehen uns in Sachen „Kaderstärke“ als drittschwächstes Team der Bundesliga. Zwar mit reichlich Abstand zu den Aufsteigern aus Nürnberg und Düsseldorf, aber trotzdem kein schöner Anblick.

    „Ein Grund mehr hier mal etwas frischen Wind reinzubringen“ denke ich mir noch, als ich informiert werde, dass Michael Wiesinger soeben seinen Vertrag bei Stefan unterschrieb.


    Kaderplanung

    Die Trainingseinheit an diesem Montag lief einwandfrei. Michael hat sofort einen Draht zu den Spielern gefunden und wir haben die Mannschaft über das diesjährige Trainingslager informiert. Außerdem haben wir dem Team mitgeteilt, dass noch heute Abend eine ausführliche Besprechung mit Manager Reuter und ein, zwei Vorstandsmitgliedern ansteht, da es um den Kader und mögliche Transferaktivitäten geht, da jetzt der Trainerstab komplett ist. „Sollte es heute Abend schon Entscheidungen geben, werde ich es den betreffenden Spielern direkt mitteilen. Es wird definitiv noch Änderungen geben.“

    Nachdem wir die Spieler aus dem Training entlassen haben, bereiten Michael und ich uns auf die Kaderplanung vor. Wir gehen jeden einzelnen Spieler durch und beraten uns, was wir bei Reuter und dem Vorstand erreichen wollen. Das Meeting beginnt mit etwas üblichem Small Talk und geht dann schnell darin über, dass die Herren mir das Wort überlassen. Sie möchten meine Einschätzung der einzelnen Kaderteile erfahren und was mir an Änderungen vorschwebt. Ich nicke, atme nochmal tief durch und lege los.

    Torhüter

    Nach dem Abgang von Marwin Hitz wäre aktuell Andreas Luthe unsere Nummer eins. Das ist direkt unser größter Problempunkt in meinen Augen. Ich möchte Luthe nicht schlecht reden, aber als klare Nummer eins zwischen den Pfosten in der Bundesliga reicht es einfach nicht. Außerdem würde ich gerne Giefer gegen einen wesentlich jüngeren, dann dritten Torwart, austauschen, aber das hat keine hohe Priorität.

    Innenverteidigung

    Mit Gouweleeuw, Hinteregger und Danso haben wir eine sehr starke IV für unsere Verhältnisse. Es wird schwer werden den jungen Danso zu halten, aber erstmal habe ich keine Probleme. Mit Felix Götze und Rani Khedira verfügen wir noch über zwei ordentliche Varianten, falls es zu größeren Verletzungen kommt. Stanic möchte ich am liebsten Verleihen, damit er reichlich Spielpraxis bekommt. Dann wären da noch Janker und Callsen-Bracker. Beides sehr ehrfahrene Spieler und gearde Jan-Ingwer ist schon seit dem Augsburger Aufstieg dabei. Trotzdem würde ich beiden gerne die Möglichkeit geben, ihre Karrieren mit mehr Einsätzen woanders zu beenden, wenn sich Abnehmer finden.

    Außenverteidigung

    Links ist ziemlich gut gedeckt mit Max, der aber höchstwahrscheinlich hauptsächlich im Mittelfeld spielen wird und Stafylidis. Dazu noch Hinteregger als möglicher LV. Ob Jakob Einsätze bekommt wird daran liegen, wie die Saison läuft. Bei ihm würde ich einer Leihe nicht widersprechen.

    Rechts allerdings. Rechts ist mein zweites großes Problem. Schmid ist in Ordnung, aber ich würde gerne nach einer besseren Alternative suchen. Gerade auch weil wir im Gegensatz zur linken Seite niemanden haben, der auf Augenhöhe mit ihm ist. Der 17-jährige Asta soll verliehen werden, während Framberger ggf. abgegeben wird, sollten wir bei der Spielersuche erfolgreich sein. Götze ist schließlich auch noch eine Alternative, die mir da besser gefällt.

    Defensives Mittelfeld

    Mit Baier und Khedira sind wir dort ordentlich besetzt und könnten etwas experimentieren mit Danso, Stafylidis und Gouweleeuw. Ich hoffe Schwarzholz verleihen zu können, hätte aber auch nichts dagegen ihn direkt zu verkaufen.

    Außenbahnen

    Wie bereits erwähnt wird Philipp Max wohl hauptsächlich auf Links spielen. Wir hätten einige andere Möglichkeiten mit Hahn, Jensen oder eben Caiuby, aber ehrlich gesagt muss da in der Zukunft nachgelegt werden, was auch für die rechte Seite gilt.

    Dort haben wir Hahn und notfalls Koo oder erneut Jensen, aber naja. Es ist nicht gerade doll. Zumal Hahn in seinem letzten Vertragsjahr ist. Vielleicht sollte man dort nochmal ein wenig Geld einstreichen und lieber investieren. Teigl hat hier keine Chance.

    Offensives Mittelfeld

    Jensen und Gregoritsch gefallen mir äußerst gut. Ein sehr gutes, spritziges Duo auf der Position. Natürlich sind sie im Vergleich zu anderen OM‘s in der BL nicht unter den Spitzenkräften, aber immerhin. Koo ist ebenfalls eine gute Variante. Moravek ist auch schon seit Jahren hier beim FCA und natürlich ist es immer eine Geschichte für sich solche Spieler irgendwann auf die Transferliste zu setzen, aber Jan wird hier kaum noch zum Einsatz kommen. Da werde ich dann eher dem Romario Roesch ein paar Spiele geben.

    Stürmer

    Finnbogason ist die klare Nummer eins in der Sturmspitze. Gregoritsch und Caiuby direkt dahinter sind auch mehr als in Ordnung. Mit Córdova und Richter haben wir zusätzlich noch zwei sehr junge, talentierte Angreifer, die auf jeden Fall Bundesligaluft schnuppern werden. Hahn könnte man auch mal reinschmeißen, sollte er bleiben. Ji bleibt wohl erstmal noch, da er als Publikumsliebling gilt, aber Schieber möchte ich schnellstmöglich abgeben.


    „Alles in allem sehe ich vor allem zwischen den Pfosten und auf der rechten Abwehrseite großen Bedarf. Mit Abzügen auch noch auf der rechten Seite im Mittelfeld. Herr Ackermann hat uns Gestern seine Kalkulation für die Saison vorgelegt und wir bewegen uns durch unsere Sponsorenverhandlungen in einem Bereich von über 8 Millionen Euro an Gewinn. Ich weiß, für einen relativ kleinen Verein wie dem unseren ist es nicht so natürlich und einfach, mal einen größeren Millionen-Betrag zu investieren, aber ich würde sehr gerne mit 5-6 Millionen € für Investitionen in den Kader planen. Natürlich plus den Erlösen abgegebener Spieler.“

    Die beiden Herren vom Vorstand und Stefan Reuter lassen den ellenlangen Vortrag auf sich einwirken, bevor einer der beiden Vorstandsmitglieder, Herr Albrecht das Wort ergreift. „Meiner Meinung nach hört sich das alles vernünftig an.“ Der andere Herr vom Vorstand, Herr Wagner stimmt dieser Aussage zu und ergänzt „Wir haben keine Einwände gegen Investitionen, solange sie sich im Rahmen befinden. Wir werden uns im Laufe der nächsten Tage nochmal melden zu dem Thema, aber eigentlich sollte Herr Hofmann nichts dagegen einzuwenden haben.“

    Ich atme nochmal durch und es kommt nicht zu einem langen Abend mit reichlich hin und her und geackere, wie ich befürchtet hatte. Reuter und die beiden Vorstandsmitglieder verabschieden sich schon bald und nachdem ich noch einige letzte Sachen mit Wiesinger geklärt habe, öffne ich das Fenster meines Büros, genieße die kühle Sommerluft und lasse mir die ersten zwei Tage meines neuen Jobs nochmal in aller Ruhe durch den Kopf gehen.

  • AluKnaller

    Hat den Titel des Themas von „Von der Elbe an die Lech“ zu „Von der Elbe an den Lech“ geändert.
  • Vorbereitungszeit - Part I

    Trainingslager/erste Transfer-Bemühungen

    Über die nächsten Tage halten Wiesinger und meine Wenigkeit Einzelgespräche mit den Spielern, bevor es ins Trainingslager nach Faro geht. Das wichtigste Thema bei diesen Gesprächen sind unsere Planungen bezüglich sämtlicher Transferaktivitäten. Leider sieht niemand von den Spielern, die auf der Transferliste landen es sofort ein und so werden wir einige Euros springen lassen müssen. Schieber, Ji, Morávek, Teigl, Janker und Callsen-Bracker werden allesamt zum Verkauf angeboten, während wir für Framberger, Stanic und Schwarzholz Vereine zum Ausleihen (allesamt mit Kauf-Option) suchen. Trotz dieser Entscheidungen, geben wir jedem Spieler mit auf den Weg, dass wenn wir keine Abnehmer finden und die Leistung stimmt, Einsätze rausspringen werden.


    Am Tag vor der Abreise in die Algarve treffe ich mich noch kurz mit Stefan, um die ersten zwei Ziele meiner „Transfer-Offensive“ zu besprechen. Als ich ihm die Namen nannte, konnte er kaum seinen gerade genommenen Schluck Kaffee drin behalten. „Wirklich? Von Manchester United? Beide?“. Ich nicke nur. „Ja. Matteo Darmian kam letztes Jahr schon kaum zum Einsatz und spielt nur die dritte Geige als RV und Sergio Romero bekommt ebenfalls keine Möglichkeit die Nummer eins zwischen den Pfosten zu sein. Vielleicht haben wir ja Glück und beide verzichen auf etwas Gehalt, um dafür wichtige, spielende Pfeiler einer Bundesliga-Mannschaft zu werden. Außerdem sind beide in ihrem letzten Vertragsjahr.“

    Stefan schaut mich eindringlich an und es arbeitet sichtbar in ihm. „Nun gut, fragen kostet nichts. Ich werde mich dort mal bemerkbar machen und dir dann in den nächsten Tagen Bescheid geben.“ Im Anschluss gibt es noch ein paar Kleinigkeiten zu besprechen, aber dann mache ich mich auch schon auf den Weg in meine kleine Wohnung am Augsburger Stadtrand. Es müssen schließlich noch Sachen gepackt werden, für die 9-tägige Reise an die Südküste Portugals.


    Am Dienstag bekam ich dann tatsächlich einen Anruf von Stefan, als ich beim Frühstück saß. Ich hatte schon mit schlechten Neuigkeiten gerechnet, aber zu meiner Überraschung teilte er mir mit, dass er noch am heutigen Abend im Flieger nach England sitzen wird. Darmian und Sergio sind einem Wechsel nicht abgeneigt und United kann sich ebenfalls den Verkauf beider Spieler vorstellen. „Allerdings musste ich bei den Vorverhandlungen mit den beiden etwas drauflegen, was das Grundgehalt anging. Beide würden für mindestens 2 Jahre unterzeichnen, Matteo jedoch nur für die erste Liga. Außerdem bekommen beide eine feste Ablösesumme.“ ließ Stefan mich wissen. Nicht schön natürlich, aber mit irgendwas muss man solche Spieler ja nach Augsburg locken. Zum Abschluss des Gespräches erfahre ich noch, dass es für Stanic, Framberger, Schieber und Teigl Angebote gibt. Stefan verspricht mir, dass er bei den Verhandlungen sehr offen auf die Angebote eingehen wird, schließlich wollen wir die Spieler verkaufen bzw. verleihen. Ich suche das Gespräch mit Schieber und Teigl, die beide leicht enttäuscht sind, aber sich am nächsten Tag mit Stefan in Verbindung setzen, um über ihre Interessenten zu sprechen.

    Abgesehen davon, dass sich Luthe darüber beschwert, dass er nicht mit Roesch auf einem Zimmer ist, laufen die nächsten Tage relativ ruhig, bis Stefan sich dann am Samstagabend erneut bei mir meldet. „Ich habe ein paar gute Nachrichten und zumindest eine weniger Gute.“ Das einzige was ich dabei denke ist ein einfaches Ohje..., aber Stefan beglückwünscht mich zu meinen ersten neuen Spieler als Trainer. Es hat tatsächlich geklappt. Matteo Darmian und Sergio Romero werden in Zukunft für den FCA auflaufen. Die weniger gute Nachricht trübt das Jubelgefühl in mir jedoch. „Ich habe mich dazu hinreißen lassen, etwas mehr Geld auf den Tisch zu legen. Die Herren von United rückten kaum von ihren hoch angesetzten Summen ab. Am Ende bezahlen wir 7,1 Million € für beide. Hätte ich nicht den Verkauf von Schieber und Teigl kurz zuvor finalisiert, wäre höchstens einer der beiden drinne gewesen, mit dem von dir angesetztem Budgetplan.“ Reuter schiebt mir die genauen Zahlen dann noch rüber und lässt mich noch wissen, dass Stanic und Framberger offiziell verliehen wurden. Mit den Leihgebühren und den Abgängen von Schieber und Teigl haben wir immerhin knapp über 2 Millionen € eingenommen, womit wir bei den Transfers aktuell bei ca. -5 Millionen € stehen. „Die zwei größten Problemzonen sind gedeckt und wir befinden uns im Rahmen. Das zählt erstmal.“ denke ich mir, nachdem ich aufgelegt habe und setze mich noch am selben Abend mit Michael und Dimo zusammen, um ihnen die guten Nachrichten mitzuteilen.


    Am nächsten Morgen, habe ich eine geöffnete, deutsche Zeitung vor mir liegen. „Augsburg fischt im großen Gewässer und angelt sich zwei dicke Brocken“ lautet die Schlagzeile des Artikels, den ich mir durchlese. Dort ist von einem „frischen Wind bei den Fuggerstädtern dank des neuen Trainers David Petersen“ die Rede und der Journalist attestiert dem FCA, dass er ein fettes Ausrufezeichen gesetzt hat, mit dem Kauf zweier Spieler vom großen Manchester United. Für den Rest des Sonntags, an dem wir nach Deutschland zurückkehren, kann ich mir ein dämliches, breites Grinsen nicht verkneifen. Am Abend checke ich dann nochmal das Internet und stelle fest, dass diese eine bekannte Fußball-Newsseite ihre komische „Kaderstärke“-Hochrechnung täglich neu berechnet, denn wir haben dort einen Sprung um vier Plätze nach oben gemacht.


    Zusammenfassung:


    Das erste Testspiel

    Während wir uns auf das erste Testspiel des Sommers vorbereiten, wird noch bei Felix Schwarzholz Nägel mit Köpfen gemacht. Er wird für diese Saison in Burghausen auflaufen. Am Mittwoch steht dann unser jährlicher Jugendtag an. Leider stach keiner der jungen Spieler dabei heraus, was vor allem Halil enttäuschte. Als kleinen Trost bat ich ein paar Spieler meiner Mannschaft am nächsten Tag bei der A-Jugend mitzumachen. Und dann war auch schon der Samstag da. Es ging in die Nähe Münchens, zum Viertligisten VfR Garching.


    Felix Schwarzholz wechselt auf Leihbasis bis zum Saisonende zum SV Wacker Burghausen


    Testspiel beim VfR Garching (RL Süd) – 2.744 Zuschauer

    Aufstellung (4-2-3-1)

    Romero – Stafylidis, Hinteregger, Gouweleeuw, Darmian – Baier, Danso – Max, Gregoritsch, Koo – Finnbogason

    Bank: Luthe, Götze, Schmid, Khedira, Caiuby, Jensen, Córdova


    0:1 – (10.) Finnbogason [Darmian]

    0:2 – (14.) Gregoritsch [Gouweleeuw]

    0:3 – (40.) Gregoritsch [Darmian]

    ↔ - (HZ) Caiuby für Max

    ↔ - (HZ) Córdova für Finnbogason

    ↔ - (HZ) Jensen für Gregoritsch

    ↔ - (HZ) Schmid für Darmian

    0:4 – (59.) Danso

    0:5 – (60.) Koo [Jensen]

    ↔ - (61.) Khedira für Danso

    ↔ - (61.) Götze für Gouweleeuw

    0:6 – (79.) Caiuby [Stafylidis]

    Fazit: Lockeres Spielchen beim Viertligisten mit einem 6:0 Sieg bei 10:0 Torchancen. Schön zu sehen, wie Darmian sich direkt mit zwei Tor-Vorlagen einbinden konnte und im Grunde hat kein Spieler enttäuscht. Koo nahm ich während der Halbzeit nochmal kurz zur Seite, da er in den ersten 45. Minuten eher lustlos wirkte. Hat sich anscheinend gelohnt.


    Am Abend bekam ich dann noch eine Nachricht von Stefan. Es gibt ein Angebot für Ji, um das er sich am Montag kümmern wird. Im Laufe der nächsten Woche steht dann das zweite Testspiel, beim 1.FC Saarbrücken, an und dann steht auch schon unser eigenes Turnier, der Schüco-Cup 2018 vor der Tür.

  • Vorbereitungszeit - Part II

    Mehr Testspiele/Mehr Transfers?

    Zu Beginn der Woche läd mich Stefan zum Verhandlungsgespräch mit den Verantwortlichen der Sportfreunde Lotte ein, die an Dong-Won Ji interessiert sind. So erlebte ich aus erster Hand, wie er die Sportfreunde um 700.000€ erleichterte. Ein Schnäppchen für den Drittligisten, aber wir haben einen weiteren Spieler von der Gehaltsliste, der wohl kaum Einsatzzeit bekommen hätte.

    Als die Herren aus Lotte weg sind, teilt mir Stefan noch mit, dass der Vorstand zwar zum einen glücklickh über unsere zwei großen Neuzugänge sind, aber gleichzeitig etwas besorgt über die Balance des Gehaltsgefüges sind. „War zu erwarten“, denke ich mir. „Dann sollte ich wohl mit meinem nächsten Wunschspieler noch etwas warten“


    :verkauf: Dong-Won Ji wechselt für 700.000 € zu den Sportfreunden Lotte


    Am Tag vor unserem Testspiel in Saarbrücken steigt die Stimmung in der Mannschaft durch ein außerordentliches Trainingsspielchen, bei dem einfach alles, sogar die unglaublichsten Kombinationen, gelingt.


    Testspiel beim 1.FC Saarbrücken (3.Liga Süd) – 3.161 Zuschauer

    Aufstellung (4-2-3-1)

    Romero – Stafylidis, Götze, Gouweleeuw, Darmian – Baier, Khedira – Max, Gregoritsch, Córdova – Finnbogason

    Bank: Luthe, Hinteregger, Danso, Hahn, Caiuby, Jensen, Richter


    GK – (12.) Gouweleeuw

    0:1 – (21.) Finnbogason [Darmian]

    0:2 – (23.) Stafylidis

    GK – (29.) Baier

    ↔ - (HZ) Danso für Gouweleeuw

    ↔ - (HZ) Hinteregger für Götze

    ↔ - (HZ) Hahn für Córdova

    0:3 – (59.) Finnbogason [Stafylidis]

    0:4 – (64.) Finnbogason [Stafylidis]

    ↔ - (65.) Jensen für Stafylidis

    ↔ - (65.) Richter für Finnbogason

    ↔ - (75.) Caiuby für Gregoritsch

    Fazit: Mein Team hat etwas auf sich warten lassen, aber nach 20 Minuten ging das Spiel dann auch endlich für sie los. Finnbogason und Stafylidis waren heute am Brennen, während der Rest durch die Bank weg ordentlich spielte.


    Die Tage bis zu unserem eigenen Vorbereitungsturnier verlaufen ruhig. Dortmund und Hoffenheim konnten beide in ihren CL-Qualifikationsspielen bei Hapoel Beer Sheva und Aris Saloniki nicht über ein Remis hinauskommen. Einen Tag vor dem Schüco-Cup 2018 losen wir die zwei Halbfinalpartien aus. Nürnberg spielt zur Eröffnung gegen den SSV Jahn Regensburg, wir im Anschluss gegen Feyenoord Rotterdam. Unsere erste richtige Generalprobe!


    Schüco-Cup 2018 Halbfinale gegen Feyenoord Rotterdam (Eredivisie) – 4.713 Zuschauer

    Aufstellung (4-2-3-1)

    Romero – Stafylidis, Hinteregger, Gouweleeuw, Darmian – Danso, Khedira – Max, Gregoritsch, Jensen – Finnbogason

    Bank: Luthe, Götze, Schmid, Baier, Caiuby, Koo, Córdova


    GK – (26.) Danso

    1:0 – (26.) Finnbogason [Darmian]

    GK – (29.) Gouweleeuw

    RK – (35.) Vermeer (Notbremse)

    2:0 – (45.) Finnbogason [Darmian]

    ↔ - (HZ) Baier für Danso

    ↔ - (HZ) Koo für Jensen

    GK – (50.) Stafylidis

    GK – (67.) Baier

    ↔ - (70.) Córdova für Finnbogason

    ↔ - (70.) Caiuby für Max

    ↔ - (76.) Schmid für Darmian

    ↔ - (82.) Götze für Gouweleeuw

    Fazit: Ein Spiel auf Augenhöhe, auch wenn es bei 5:0 Torschüssen für uns nicht unbedingt danach aussieht. Feyenoord legte ordentlich los, bis Finnbogason aus heiterem Himmel zur Führung einnetzte. Mit dem Platzverweis gegen Vermeer und dem 2:0 kurz vor dem Pausenpfiff war die zweite Hälfte dann vor allem eines. Der Test, ob wir so ein Spiel auch kontrollieren können und das taten wir auch.


    Da Zweitligist Regensburg den 1.FC Nürnberg mit 4:1 zerlegt, wird der SSV Jahn unser Finalgegner am morgigen Samstag sein. Da bin ich mal gespannt.


    Schüco-Cup 2018 Finale gegen SSV Jahn Regensburg (2.Bundesliga) – 3.426 Zuschauer

    Aufstellung (4-2-3-1)

    Romero – Stafylidis, Hinteregger, Gouweleeuw, Darmian – Danso, Khedira – Max, Gregoritsch, Hahn – Córdova

    Bank: Luthe, Götze, Schmid, Baier, Caiuby, Koo, Finnbogason


    GK – (15.) Darmian

    0:1 – (26.) Nietfeld [Nandzik]

    ↔ - (HZ) Finnbogason für Córdova

    ↔ - (HZ) Koo für Hahn

    GK – (60.) Gouweleeuw

    ↔ - (63.) Baier für Danso

    1:1 – (72.) Sörensen (ET)

    ↔ - (73.) Schmid für Darmian

    ↔ - (73.) Caiuby für Stafylidis

    Verl – (85.) Gregoritsch

    ↔ - (85.) Götze für Gregoritsch

    2:1 – (90.) Hinteregger [Max]

    Fazit: Die Regensburger machen das in der ersten Viertelstunde wahnsinnig gut. Wir rennen an, verheddern uns aber ständig vor deren Strafraum, durch ihre dichte Abwehr. Der SSV Jahn belohnt sich dafür dann auch. Unser erstes Gegentor im vierten Testspiel. Wahrscheinlich liegt es auch am gestrigen Spiel gegen Feyenoord, aber heute fehlt einfach die Spritzigkeit und nur wenige Aktionen werden zu Ende gebracht. Der Ausgleich per Eigentor, die Verletzung Gregoritschs und der Siegtreffer mit dem Schlusspfiff passen zum restlichen Spielverlauf.


    Feyenoord schlug die Nürnberger mit 2:1 nach Verlängerung und schnappte sich Platz drei beim Schüco-Cup 2018, der grundsätzlich ein Erfolg war, auch wenn am Ende leider ein finanzielles Minus von knapp 3.000€ zu Buche steht. Ich gebe nach dem Spiel eine Runde aus, auf meinen quasi ersten Pokalsieg als Profi-Trainer und gönne den Spielern zwei freie Tage.


    Am frühen Morgen des nächsten Tages habe ich einen kleinen Notizzettel bei mir im Büro liegen. Definitiv Adduktorenzerrung. Gregoritsch fällt um und bei 3 Wochen aus. Ein kurzer Blick auf den Tischkalender bestätigt meine Befürchtung, dass er damit die ersten zwei Ligaspiele, gegen Gladbach und die Bayern, nicht zur Verfügung steht.

  • Vorbereitungszeit - Part III

    Letzter Test/Die Nervosität steigt

    In zwei Wochen ist es soweit. Die Bundesliga startet. Bis dahin steht uns noch ein letztes Freundschaftsspiel beim FSV Wacker Nordhausen bevor und die Spannung in der Mannschaft und der ganzen Stadt steigt gefühlt täglich an. Ich glaube allerdings bei niemandem so sehr, wie bei mir selbst.

    Nach den zwei freien Tagen, sucht Martin Hinteregger mit mir das Gespräch während des Trainings. „Mein Vertrag läuft aus und ich plane zwar, diesen Vertrag zu erfüllen und unter Umständen auch zu verlängern, möchte mich aber vergewissern, ob ich Steine in den Weg gelegt bekommen würde, wenn ich früher wechseln wollen würde.“ fragte er mich, ohne lange um den heißen Brei herum zu reden. „Das wäre sehr schade, aber gut. Ich werde der letzte sein, der sich da quer stellt.“ versichere ich ihm, was er mit Dankbarkeit quittiert. Michael Wiesinger, mit dem ich das natürlich auch bespreche, lässt mich dann auch wissen, dass er das Gefühl hat bei Hinteregger könnte sich schon jemand gemeldet haben, bezüglich eines Wechsels.

    Am Abend schaue ich mir das Rückspiel vom BVB in der CL-Qualifikation an und staune nicht schlecht… die Dortmunder scheitern mit einem 1:2 vor heimischer Kulisse an Aris Saloniki. Ganz anders die Hoffenheimer, die Beer Sheva mit 2:1 bezwingen konnten. Der nächste Tag beginnt dann mit einem Blick auf die Champions League Auslosung. Schalke trifft auf Benfica, Aris Saloniki und die Rangers aus Glasgow, die sich in der Qualifikation überraschend gegen Tottenham durchsetzten. Hoffenheim muss sich mit Braga, Plovdiv und Fenerbahce messen, während die Bayern Vorskla Poltava, Ajax-Bezwinger Viktoria Plzen und den FC Barcelona zugelost bekamen. Ich musste einmal kurz checken, ob ich nicht noch schlafe, als ich Gruppe E sehe, denn dort tummeln sich Manchester City, Real Madrid, der SSC Neapel und Red Bull Salzburg. Die armen Salzburger…

    Vor unserem letzten Testspiel steht noch ein Tag der offenen Tür hier bei uns an. Unter die ganzen Fans und deren Familien tummeln sich meine Spieler mit ihren. Das Wetter ist gut, die kostenlosen Grillwürste kommen gut an und jeder verlässt am Abend das Gelände happy.


    Testspiel beim FSV Wacker Nordhausen (RL Nordost) – 2.521 Zuschauer

    Aufstellung (4-2-3-1)

    Luthe – Max, Danso, Gouweleeuw, Schmid – Baier, Khedira – Caiuby, Jensen, Hahn – Córdova

    Bank: Romero, Götze, Darmian, Hinteregger, Stafylidis, Koo, Finnbogason


    0:1 – (23.) Jensen [Max]

    ↔ - (HZ) Finnbogason für Córdova

    ↔ - (HZ) Götze für Danso

    ↔ - (HZ) Stafylidis für Caiuby

    ↔ - (62.) Koo für Jensen

    ↔ - (62.) Hinteregger für Baier

    ↔ - (72.) Darmian für Schmid

    Fazit: Wir hatten die Thüringer theoretisch das ganze Spiel über im Griff, aber ein Unentschieden hätte hier nicht überrascht. Es fehlte an Kaltschnäuzigkeit im Angriff, was eventuell auch an den Umstellungen lag, die ich nochmal einarbeitete. Das hat meine Nervosität jetzt nicht unbedingt gelindert.


    Auf der Heimfahrt erfahre ich, dass es im Finale des Ligapokals zum Klassiker schlechthin kommt. Die Bayern, die sich im Elfmeterschießen gegen Schalke durchsetzten, spielen gegen den BVB, der Frankfurt im Halbfinale schlug. Am nächsten Tag suche ich Stefan Reuter auf. Als erstes frage ich, ob er irgendwas darüber gehört hätte, das Martin Hinteregger eventuell mit irgendeinem anderen Klub verhandelt hätte, aber er verneint. Ich erkläre ihm kurz die Situation mit Hinteregger und er sieht ein, dass es nichts bringen würde ihn irgendwie an einem Wechsel zu hindern, wenn er möchte. „Ich denke dann müssen wir uns wohl erstmal nicht über eine Vertragsverlängerung bezüglich ihm unterhalten“ fragt mich Stefan. Ich stimme ihm zu und addiere „...aber über Götze schon. Ich würde ziemlich gerne eine frühe Verlängerung bei ihm sehen.“ Reuter schaut in seinem Terminkalender nach und verspricht mir am Mittwoch mit dem jungen Felix zu reden. „Außerdem denke ich, dass wir für Hahn einen Abnehmer finden sollten. Sein Vertrag läuft aus und ich würde ihn, nach dieser Vorbereitung, eh nicht länger beschäftigen wollen.“ Auch bei diesem Anliegen verspricht mir Stefan, dass er sich darum kümmen wird. Mit Andre spreche ich noch im Laufe des Tages und er ist ziemlich sauer über meinen Plan.

    Die letzte Woche vor dem Bundesligastart ist etwas nervenaufreißend. Andre Hahn erschien zwei Tage hintereinander nicht zum Training, wegen „gesundheitlichen Problemen“ und es gab eine kleine Zankerei zwischen Callsen-Bracker und Córdova. Am Mittwoch hat Stefan dann wenigstens eine gute Nachricht, denn Felix Götze hat um 2 Jahre, plus Option für uns, verlängert. Natürlich verdient er jetzt auch ein gutes Stück mehr. Am gleichen Tag holen sich die Bayern den Ligapokal im Elfmeterschießen.

    Am Donnerstag habe ich ein sehr eindringliches Gespräch mit Michael Wiesinger über das Training, die Ausrichtung unserer Taktik und wie wir mit bestimmten Spielern verfahren sollten. Das kommt während der letzten Trainingseinheit vor dem Spiel in Mönchengladbach gefühlt gut an bei denjenigen Spielern…

  • Der Saisonstart

    1.Spieltag bei Borussia Mönchengladbach – 54.057 Zuschauer im ausverkauften Borussia-Park


    Vorschau

    Die Fohlen wurden von den Medien knapp vor Hoffenheim unter die Top 6 der diesjährigen Bundesliga-Saison geschoben. Nach der renaissence der Gladbacher vor ein paar Jahren, gab es zuletzt „nur“ zwei neunte Plätze und man möchte sicherlich verhindern sich wieder weiter nach unten zu entwickeln. In der vergangenen Saison konnte die Borussia einen 2:0 Heimsieg gegen den FCA verbuchen und schnappte sich einen Punkt beim 2:2 in Augsburg. Der letzte Sieg der Fuggerstädter gegen Gladbach liegt anderthalb Jahre zurück, während man in der Saison 14/15 das letzte mal im Borussia-Park gewinnen konnte.

    Ins Spiel schicke ich im Grunde die Formation, die es sein soll dieses Jahr, sollte es nicht noch zu weiteren Transfers kommen. Abgesehen natürlich vom verletzten Gregoritsch, für den Jensen sich direkt mal beweisen kann.


    Aufstellung (4-2-3-1)

    Romero (4.5) – Stafylidis (2.5), Hinteregger (3.0), Gouweleeuw (2.5), Darmian (3.0) – Danso (2.5), Khedira (2.0) – Max (3.5), Jensen (3.5), Koo (3.5) – Finnbogason (2.5)

    Bank: Luthe, Götze, Schmid (-), Baier, Caiuby (-), Richter, Córdova (2.5)


    1:0 – (3.) Stindl [Raffael]

    GK – (21.) Koo

    1:1 – (27.) Danso [Jensen]

    ↔ - (HZ) Córdova für Koo

    1:2 – (64.) Max

    1:3 – (73.) Córdova [Stafylidis]

    ↔ - (75.) Schmid für Finnbogason

    ↔ - (80.) Caiuby für Max

    Fazit: Als Gladbach diesen Traumstart hinlegte ist mir das Herz wirklich kurz in die Hose gerutscht… ich hatte mich direkt schon auf das Schlimmste vorbereitet, aber mein Team spielte sich in die Partie und es pendelte sich ein Spiel auf Augenhöhe ein. Die Führung und Erhöhung kamen beide so ziemlich aus dem Nichts, da die Borussia durchgehend immer wieder gefährlich wurde. Es freut mich vor allem das Max, der neben Stafylidis in der Elf des Spieltages stand und Córdova für die Tore sorgten. Dank der anderen Ergebnisse ist der FC Augsburg zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte Tabellenführer der Bundesliga.


    Da es der Saisonauftakt war, ließen es sich dir Herren Albrecht und Wagner vom Vorstand nicht nehmen, zusammen mit Stefan Reuter das Spiel im Borussia-Park live zu schauen. Kurz bevor wir die Reise zurück antraten, haben mich die drei beiseite genommen und mir herzlichst zu diesem Auftakt gratuliert.


    Gleich am Montag gibt Kevin Danso einen auf sein erstes Bundesligator aus. Alle im Kader freuen sich für den Youngster und die nächsten Tage hält sich eine gute Stimmung während der Trainingseinheiten.

    Mitte der Woche läuft der erste Spieltag in der Champions League, unter anderem mit unserem nächsten Gegner in der BL… und der scheint noch so gar nicht in Form zu sein. Die Bayern verlieren vor heimischer Kulisse mit 0:3 gegen den tschechischen Vertreter Viktoria Plzen. Schalke und Hoffenheim konnten ihre Auftaktspiele hingegen gewinnen. S04 schlug dabei die Rangers aus Glasgow mit 1:0 und 1899 setzte sich mit 3:2 gegen Fenerbahce durch.


    Am Tag vor dem großen Heimauftakt gegen die Bayern sehe ich früh morgens einen Zettel auf meinem Schreibtisch liegen. „Grünes Licht für Gregoritsch für morgen!“ … „Was für ein Timing, sehr schön“ denke ich nur.


    2.Spieltag gegen den FC Bayern München – 30.660 Zuschauer in der ausverkauften WWK-Arena


    Vorschau

    Die Bayern sind nach ihren aktuellen sechs Meistertiteln in Folge auch diese Saison wieder der Topfavorit auf den Titel. Mit Abstand. Jedoch lief ihr Saisonstart eher mäßig mit einem spärlichen 1:0 gegen Hannover und dem 0:3 unter der Woche gegen Plzen in der Champions League. Das Manuel Neuer aktuell verletzt ist bereitet wohl auch mehr Probleme als man gedacht hatte. Trotz all dieser Probleme und trotz unserem guten Start erwarte ich hier einfach Nichts. Wir können eigentlich nur gewinnen.

    Die letzten Begegnungen mit den Bayern sprechen eine deutliche Sprache. Seit dem letzten Sieg des FCA, was auch gleichzeitig der letzte Punktgewinn gegen München war, gab es 7 Niederlagen mit 5:24 Tore.

    Es gibt in unserer Aufstellung nur eine Änderung zu letzter Woche. Gregoritsch spielt, während Jensen auf der Bank platz nimmt. Dafür fällt Richter aus dem Kader. Gouweleeuw gebe ich zusätzlich den Auftrag sich an Lewandowksi fest zu beißen und ich teile der Mannschaft mit, dass ich mich hier nicht einigeln will. „Übergebt das Spiel nicht. Das hier ist unsere Arena. Zeigt ihnen das!“


    Aufstellung (4-2-3-1)

    Romero (4.0) – Stafylidis (3.5), Hinteregger (3.0), Gouweleeuw (2.5), Darmian (4.0) – Danso (3.0), Khedira (3.5) – Max (4.0), Gregoritsch (3.0), Koo (3.5) – Finnbogason (4.0)

    Bank: Luthe, Götze, Schmid, Baier, Caiuby (-), Jensen (3.5), Córdova (3.5)


    0:1 – (23.) Lewandowski [Alaba]

    0:2 – (47.) Kimmich

    ↔ - (59.) Jensen für Max

    GK – (61.) Gouweleeuw

    ↔ - (64.) Córdova für Koo

    0:3 – (75.) Hummels

    ↔ - (81.) Caiuby für Finnbogason

    Fazit: Es war ein komisches Spiel. Eigentlich passierte nichts, außer diese drei Tore, wovon eines ein direkter Freistoß war und ein anderes durch einen Fehler von Romero entstand. Der Sieg war verdient, fiel aber für meinen Geschmack um mindestens ein Tor zu hoch aus. Ich hoffe meine Mannschaft nimmt sich das ganze nicht so zu Herzen. Es sind schließlich die Bayern…

    Die Bayern übernehmen damit die Tabellenführung vor dem BVB. Ansonsten konnten die Aufsteiger aus Düsseldorf und Nürnberg ihre ersten Saisonsiege einfahren. Nächste Woche geht es für uns nach Hannover, vorher müssen wir allerdings nochmal nach NRW zum DFB-Pokalspiel in Herkenrath.


    Während die Herren vom Vorstand diesmal nirgends zu sehen waren, hat Stefan mir nach dem Spiel gut zugeredet. „Was will man machen? Die sind halt in ihrer eigenen Liga.“ Recht hat er. „Wichtig ist, dass wir im September die Weichen richtig stellen.“ Auch damit hat er recht, wenn ich mir die 5 Gegner im nächsten Monat ansehe. „Was ich dich noch wissen lassen wollte ist, dass wir ein Angebot für Hinteregger reinbekommen haben. Ich werde mich mit den Interessenten bereits am Montag zusammensetzen.“ Ich nicke und lasse Stefan wissen, dass ich auch nochmal mit ihm über einen möglichen Einkauf reden muss.


    Am Montag kommt Stefan in mein Büro. Er informiert mich, dass die Herren von Borussia Mönchengladbach so eben die Geschäftsstelle verlassen haben und das Martin Hinteregger ab sofort für die Fohlen auflaufen wird. „Nicht der schlechteste Verkauf, mit 3,75 Millionen Euro.“ Das freut mich, da er ja eh theoretisch weg wollte und sein Vertrag nächstes Jahr ausgelaufen wäre. Ich hole sofort eine dünne Mappe aus meinem Schreibtisch und frage Stefan, ob er sich mal mit diesem Spieler in Kontakt setzen würde. Reuter blättert sie kurz durch, nickt ganz kurz und sagt mir zu, sich drum zu kümmern „...auch wenn der Junge wahrscheinlich gut Geld haben möchte.“ Klar, aber mit dem Hinteregger-Abgang haben wir selbst bei den Gehältern etwas Spielraum. Am Nachmittag verabschieden wir dann Martin noch, der schon am nächsten Tag ins Gladbacher Training einsteigen wird.


    :verkauf: Martin Hinteregger wechselt für 3,75 Millionen € zu Borussia Mönchengladbach


    Stefan kommt früh am Morgen des nächsten Tages in mein Büro und informiert mich über die Bemühungen bezüglich meines Wunschspielers von Gestern. „Wie ich befürchtet habe, möchte er ein gutes Sümmchen haben. Er weiß, dass er eine gute Zukunft vor sich hat und ein Wechsel von Eindhoven hierher… das ist halt schwierig. Trotzdem habe ich ihn überzeugen können und er würde für drei Jahre unterschreiben, allerdings mit einigen Ausstiegsklauseln.“ Ich freue mich erstmal über die guten Nachrichten und hoffe, dass Reuter sich nicht am Ende von der Transfersumme abschrecken lässt, die PSV mit Sicherheit nicht niedrig ansetzen wird.


    DFB-Pokal – 1.Hauptrunde beim TV Herkenrath 09 – 3.000 Zuschauer am ausverkauften Sportplatz Braunsberg


    Vorschau

    Der TV Herkenrath ist ein interessanter Verein, der in diesem Jahrzehnt einen kometenhaften Aufstieg erlebte. Am Anfang dieser Dekade spielte der Turnverein aus Bergisch Gladbach noch in der untersten Spielklasse des Fußballkreis Berg, bevor sie, durch die Hilfe eines Mäzen 5 Aufstiege in Folge feierten. Es folgte in der letzten Saison ein sechster Aufstieg, womit sie auf einmal Fünftklassig spielen. Dazu gab es den Sieg im Mittelrheinpokal letztes Jahr.

    Wir gehen hier als klarer Favorit ins Renne, aber wir wissen ja alle, wie der Pokal manchmal sein kann. Ich mahne nicht zu überheblich an die Sache zu gehen, rotiere aber auch einmal ordentlich durch und teste eine andere Formation.


    Aufstellung (4-1-2-1-2)

    Luthe (4.0) – Max (3.0), Götze (3.5), Gouweleeuw (4.5), Darmian (3.0) – Baier (3.5) – Stafylidis (2.5), Schmid (3.0) – Gregoritsch (3.5) – Finnbogason (3.0), Córdova (2.5)

    Bank: Romero, Jakob, Khedira, Danso (3.5), Caiuby, Jensen (3.0), Richter (2.5)


    0:1 – (1.) Finnbogason [Stafylidis]

    0:2 – (24.) Stafylidis

    GK – (26.) Gouweleeuw

    ↔ - (HZ) Danso für Gouweleeuw

    0:3 – (53.) Córdova [Danso]

    ↔ - (61.) Richter für Finnbogason

    ↔ - (69.) Jensen für Gregoritsch

    GK – (79.) Baier

    Fazit: Das war nicht berauschend, trotz des Starts wie die Feuerwehr. Das größte Problem stellte die Zielstrebigkeit beim letzten Pass dar. Dieser kam einfach so gut wie nie an.

    Ein Blick auf die anderen Ergebnisse zeigt, dass die ganz großen Überraschungen ausblieben. In den 8 Partien zwischen Erst- und Zweitligisten setzten sich 7 Teams aus der Bundesliga durch. Nur Wolfsburg scheiterte in Duisburg. Zusätzlich flogen Hoffenheim (in Dortmund) und Mainz (in Schalke) aus dem Wettbewerb. Den höchsten Sieg dieser ersten Runde feierten die Würzburger Kickers mit 8:0 gegen den Bischofswerdaer FV. Dank der Pokalreform und den entstandenen Spielen zwischen unterklassigen Klubs schafften es auch Union Fürstenwalde, der 1.FC Kaan-Marienborn, Eintracht Trier und der SV Straelen in die zweite Pokalrunde.


    Am Abend schauen wir uns gemeinsam im Hotel in Bergisch Gladbach noch die Auslosung zur zweiten Runde an. Ich persönlich hätte nichts gegen einen weiteren Amateur-Verein als Gegner gehabt und befürchtete dann schon das schlimmste, als wir sehr früh gezogen wurden, aber am Ende wurde es ein machbares Los zu Hause gegen Zweitligist Ingolstadt. Das Top-Spiel dieser Runde ist wohl das einzige Erstliga-Duell zwischen Hannover und Leverkusen.


    3.Spieltag bei Hannover 96 – 46.750 Zuschauer in der HDI-Arena


    Vorschau

    Vorletztes Jahr stiegen die Niedersachsen auf und konnten sich im vergangenen Jahr über den Klassenerhalt auf Platz 13 freuen. Die Hannoveraner gehören diese Saison zu den Abstiegskandidaten, befinden sich aber auf dem Papier auf Augenhöhe mit uns, was mit den zwei knappen Niederlagen gegen die Bayern (0:1) und Bremen (1:2) untermauert wird, wie ich finde. Im letzten Jahr haben beide Teams das Auswärtsspiel für sich entscheiden können und die letzte Niederlage vom FCA in Hannover datiert aus dem Jahr 2014.

    Natürlich stelle ich nach dem Pokalspiel wieder auf unsere ursprüngliche Formation um, muss Danso in die IV schieben, womit Daniel Baier zu seinem ersten Liga-Einsatz von Anfang an dieses Jahr kommt.


    Aufstellung (4-2-3-1)

    Romero (4.0) – Stafylidis (2.5), Danso (4.5), Gouweleeuw (3.5), Darmian (2.5) – Baier (3.5), Khedira (2.5) – Max (3.0), Gregoritsch (3.0), Koo (3.5) – Finnbogason (2.0)

    Bank: Luthe, Götze, Schmid, Caiuby (-), Jensen (3.5), Córdova (-), Richter


    0:1 – (61.) Finnbogason [Stafylidis]

    ↔ - (63.) Jensen für Koo

    ↔ - (72.) Caiuby für Danso

    ↔ - (78.) Córdova für Gregoritsch

    Fazit: Kein schön anzusehendes Spiel. Hannover bringt gar nichts auf den Platz und wir spielen etwas zu steif, aber auch konzentriert genug, um am Ende die Führung durch Finnbogasons erstes Tor der BL-Saison über die Zeit zu bringen. Die drei Punkte sind im Sack, von daher ist es mir erstmal egal, dass es im Grunde kein gutes Spiel war und es war ein erfolgreicher Auftakt in den September, in dem uns vier weitere Spiele erwarten, die allesamt sehr wichtig sind, da wir unter anderem gegen den zwei Aufsteiger ran müssen. Viele holbare Punkte liegen auf dem Tisch diesen Monat.

    Die Bayern sind nun als einzige Mannschaft ohne Punktverlust und stehen an der Tabellenspitze, während man in Leverkusen und Leipzig wohl endgültig von verkorsten Saisonstarts reden kann. Überraschend schaffen es mit Stafylidis, Darmian und Finnbogason drei meiner Spieler in die Elf des Tages.


    Aktuelle Tabellensituation:

  • September 2018

    Richtungsweisende Spiele und ein großer Transfer für die Zukunft

    Ich bin dabei die Geschäftsstelle zu verlassen, um zur heutigen Trainingseinheit zu fahren, als ich von Stefan Reuter aufgehalten werden. Er hat vor ein paar Minuten das Gespräch mit dem Spielerberater von Steven Bergwijn erfolgreich beendet, berichtet er mir. „Die Verhandlungen waren nicht leicht und da PSV ihm einen Spitzenvertrag zur Verlängerung angeboten hatte, musste ich es mir herausnehmen, einen Kompromiss einzugehen. Bergwijn wird in Augsburg unterschreiben, für drei Jahre, aber erst im nächsten Sommer, wenn sein Vertrag in Eindhoven ausgelaufen ist. PSV hätte uns sonst wer weiß was für eine Ablösesumme vor die Nase gesetzt. So bekommen wir ihn ablösefrei, wenn wir die Klasse halten.“ Ich bedanke mich bei Reuter für seine Arbeit, denn Steven ist ein absoluter Wunschspieler von mir für den FCA. Der 20-jährige wird in den kommenden Jahren eine wichtige Stütze dieser Mannschaft sein… hoffentlich...


    :shirt: Steven Bergwijn kommt ablösefrei von PSV Eindhoven (im nächsten Sommer)

    Mitte dieser sonst ereignislosen Woche stehen mal wieder die internationalen Wettbewerbe im Vordergrund. Schalke verlor in der CL bei Dortmund-Bezwinger Aris Saloniki mit 0:1, während Hoffenheim ein 3:3 bei Lokomotiv Plovdiv holte. Die Bayern konnten sich durch ein 1:0-Sieg bei Vorskla Poltava für die 0:3-Auftatkniederlage vorletzte Woche rehabilitieren.

    In der Europa League wurde die 1.Runde ausgelost. Für die Eintracht aus Frankfurt geht es gegen Universitatea Craiova, während wir mit RB Leipzig gegen Hapoel Beer Sheva und Borussia Dortmund gegen Hapoel Haifa zwei Deutsch-Israelische Begegnungen sehen werden. Den vermeintlich dicksten Fisch erwischte jedoch Leverkusen, die gegen die Young Boys aus Bern ran müssen.


    Am Freitag gibt es dann eine unschöne Szene während des Trainings. Andreas Luthe bleibt nach einem Zusammenprall mit dem Torpfosten liegen. Nach einer eingehenden Untersuchung bestätigt sich, dass er sich die Kniescheibe geprellt hat. Er fällt für das nächste Spiel in Düsseldorf aus.


    4.Spieltag bei Fortuna Düsseldorf – 29.241 Zuschauer in der ESPRIT Arena


    Vorschau

    Mit Hannover startete dieser Monat der wichtigen Bundesliga-Begegnungen und nun stehen die Spiele gegen Düsseldorf, Stuttgart, Nürnberg und Frankfurt an. Die Fortuna ist Aufsteiger und wurde neben Mit-Aufsteiger Nürnberg als klarer Abstiegskandidat gesehen. Friedhelm Funkel konnte bisher allerdings beweisen, dass Düsseldorf kein Kanonenfutter ist. Nach der Auftaktniederlage in Wolfsburg, schlug man zu Hause Schalke und hat letzte Woche sehr lange in Leverkusen geführt, bis kurz vor Schluss doch noch der Ausgleich fiel. Wir sind also gewarnt.

    So häufig spielte man noch nicht gegen die Fortuna aus Düsseldorf. Die letzten zwei Begegnungen fanden in der Saison 2012/13 statt. Düsseldorf gewann damals mit 2:0 in Augsburg, während der FCA in Düsseldorf mit 3:2 gewinnen konnte.

    Ich ändere nichts im Vergleich zur Startaufstellung gegen Hannover. Einzig Luthe wird auf der Bank durch Giefer ersetzt.


    Aufstellung (4-2-3-1)

    Romero (3.0) – Stafylidis (2.5), Danso (2.0), Gouweleeuw (3.0), Darmian (3.0) – Baier (4.0), Khedira (2.5) – Max (3.5), Gregoritsch (4.0), Koo (3.5) – Finnbogason (3.0)

    Bank: Giefer, Götze, Schmid, Caiuby (3.0), Jensen (-), Córdova (4.0), Richter


    1:0 – (24.) Sobottka (Elfm.)

    GK – (27.) Gouweleeuw

    1:1 – (35.) Stafylidis

    ↔ - (HZ) Córdova für Koo

    ↔ - (66.) Caiuby für Baier

    ↔ - (76.) Jensen für Gregoritsch

    GK – (83.) Khedira

    Fazit: Das war dann das Gegenteil vom Hannover-Spiel. Also zumindest in der ersten Hälfte. Es ging hin und her und Romero konnte uns mit zwei Glanztaten vor einem frühen Rückstand bewahren. Das 0:1 per Strafstoß tat dann umso mehr weh. Der Ausgleich kurze Zeit später war verdient. In den zweiten 45 Minuten passierte nicht mehr viel. Schade, es war durchaus mehr drin, aber ein Punkt ist auch besser als keiner.

    Es war viel los auf den anderen Plätzen. Die einzigen zwei Teams, die torlos blieben, waren die Hertha und Dortmund, die sich 0:0 trennten. Bayers schwacher Saisonstart weitet sich aus mit einem 1:3 in Hoffenheim, während Leipzig lange ein 1:1 gegen den Bayern hielt, bevor sie sich doch noch zwei weitere Tore fingen. Gladbach drehte einen 1:2 Halbzeitstand gegen Freiburg in einen 4:2 Sieg und scheint endgültig aufgewacht zu sein. Kevin Danso steht in der Elf des Tages.


    24 Stunden nach dem Remis in Düsseldorf sitze ich mit Halil Altintop in meinem Büro und wir unterhalten uns ausführlich über die A-Jugend, sowie die anderen Jugendmannschaften. Die A-Jugend steht nach den ersten 4 Spielen auf einem sehr beeindruckenden 3. Platz in der A-Jugend-Bundesliga. Nur der VfB Stuttgart und die Bayern sind dort besser. Die B- und C-Jugendteams hatten durchwachsende Saisonstarts und stehen jeweils im Mittelfeld ihrer Ligen. Altintop schlägt mir vor, drei Spielern einen Vorvertrag anzubieten. Bei Cerqueira, aus der A-Jugend, möchte ich noch warten, während ich bei den recht talentierten Franke und Gericke aus der B-Jugend zustimme. Halil wird sich da zusammen mit Reuter drum kümmern.

    Kurz nach dem Halil mein Büro verließ, kam eine Email von Paul Andersen, einem unserer Talentsucher, reingeflattert. Bei seiner aktuellen Reise durch Asien ist ihm ein junger, extrem talentierter, indischer Rechtsverteidiger aufgefallen. Der Verein, bei dem dieser aktuell spielt würde 800.000€ Ablösesume verlangen. Ich kläre das mit Reuter ab, der sich mit Andersen zusammen noch in dieser Woche in Verbindung setzen wird, um genaueres zu besprechen.


    Am Dienstag erwischt es dann Jeffrey Gouweleeuw beim Training. Er kann nach einem Zweikampf fürs erste seinen linken Fuß nicht mehr aufsetzen. Noch am Abend erreicht mich die Nachricht, dass er mit einer Achillessehnenreizung für das anstehende Spiel gegen Stuttgart ausfallen wird.


    Nam Sudschung ist verpflichtet, berichtet mir Stefan Reuter am Mittwoch. Der 22-jährige Inder wird schon morgen ins Training einsteigen und ich bin von den Socken, wenn das Datenblatt, welches mir Reuter vor die Nase hält, hält was es verspricht. Für 800.000€ gekommen, gilt er als riesiges Talent und scheint auf spielstärketechnisch auf Augenhöhe mit Götze zu sein. Er hat für drei Jahre unterzeichnet und das für ein unfassbar niedriges Gehalt. Hut ab, Stefan Reuter und Paul Andersen!


    :shirt: Nam Sudschung kommt für 800.000€ aus der indischen Liga


    5.Spieltag gegen den VfB Stuttgart – 28.704 Zuschauer in der WWK Arena


    Vorschau

    Die Stuttgarter stehen aktuell direkt vor uns in der Tabelle und haben bisher auch nicht unbedingt geglänzt. Nach einem Remis in Bremen, gab es einen knappen Sieg gegen Freiburg, eine Niederlage in München und einen ebenfalls knappen Sieg gegen Hannover. Letzte Woche überzeugte dabei allerdings Stürmer Nicólas González, der aktuell mit 4 Treffern die Torschützenliste anführt. Da müssen wir also besonders drauf achten.

    Im letzten Jahr konnte der FCA gegen Stuttgart kein Tor erzielen. 0:0 und 0:1 endeten die beiden Begegnungen in der Bundesliga. Davor war der VfB ein absoluter Lieblingsgegner für die Fuggerstädter, denn zwischen 2013 und 2016 konnte man 7 Siege in Folge verbuchen. Hoffentlich können wir so eine Siegesserie heute erneut beginnen.

    Ursprünglich plante ich diese Woche mal ein bisschen an der Formation zu schrauben und wollte eine 4-1-2-1-2 spielen lassen. Durch den Ausfall von Gouweleeuw habe ich mich aber dagegen entschieden, da ich nicht zusätzlich noch Unruhe reinbringen wollte. Darmian rutscht zum ersten Mal in die Innenverteidigung, während Schmid zu seinem ersten Start in dieser Saison auf der rechten Verteidigungsseite kommt. Kilian Jakob rutscht auf die Bank nach, auf der sich auch Giefer erneut wiederfindet, da Luthe noch nicht komplett fit ist nach seiner Verletzung.


    Aufstellung (4-2-3-1)

    Romero (3.0) – Stafylidis (1.5), Danso (2.5), Darmian (4.5), Schmid (3.5) – Baier (3.0), Khedira (4.0) – Max (2.5), Gregoritsch (3.5), Koo (2.5) – Finnbogason (2.5)

    Bank: Giefer, Götze, Jakob, Caiuby, Jensen (-), Córdova (3.5), Richter (-)


    1:0 – (4.) Finnbogason [Stafylidis]

    2:0 – (13.) Stafylidis (Dir. Freistoß)

    2:1 – (50.) Ascacíbar

    GK – (51.) Baier

    ↔ - (66.) Córdova für Koo

    ↔ - (75.) Jensen für Khedira

    ↔ - (81.) Richter für Finnbogason

    Fazit: Ich wünschte meine Mannschaft würde jedes Mal mit so viel Enthusiasmus und Antrieb in die Spiele gehen. Während es in sämtlichen Stadion nach einer Viertelstunde noch 0:0 steht, führen wir bereits mit 2 Toren und das mehr als verdient. Wir haben die Schwaben bis zur Pause komplett im Griff. Leider ist es nach der Pause und vor allem nach dem Anschluss in der 50. Minute, das krasse Gegenteil. Der VfB war aufgewacht, drückte nun und machte das Spiel. Die letzten 15 Minuten weiste ich mein Team an nur noch auf Konter zu lauern und wir brachten am Ende das 2:1 glücklich über die Zeit. Schade eigentlich, nach dem Start ins Spiel, das wir noch so sehr ins Schwimmen kamen. Wir rücken in der Tabelle erstmal auf den 5. Platz vor.

    Die Bayern kassierten ihre erste Saisonniederlage vor heimischer Kulisse. Ausgerechnet gegen die Eintracht aus Frankfurt mit 0:1, gegen die wir in zwei Wochen ran müssen. Auch unser nächster Gegner, der Aufsteiger aus Nürnberg, war mit 1:0 in Leverkusen erfolgreich, die nun auf einem Abstiegsplatz rangieren. Dortmund und Bremen sind durch Siege gegen Gladbach und Leipzig nun Bayern-Verfolger Nummer 1 und 2. Mit Stafylidis, Danso und Finnbogason schafften es erneut drei unserer Spieler in die Elf des Tages.


    Montag bekomme ich mittags einen Anruf von Michael Wiesinger, der heute das komplette Training übernimmt. „Philipp ist auf dem Weg ins Krankenhaus. Sieht nicht gut aus.“ Ich lasse meinen restlichen Bürotag verschieben und mache mich persönlich auf den Weg ins Hospital, um zu sehen, was los ist. Am Ende ist es ein Kreuzbandriss. Er fällt definitiv bis in den Januar aus. Schöner Mist.


    In den internationalen Wettbewerben konnte sich nur Hoffenheim in der CL durchsetzen. Mit 1:0 gewannen sie gegen Braga. Schalke verlor mit 0:1 gegen Benfica, die Bayern mit 1:4 gegen Barcelona.

    In der Europa League sind Frankfurt (mit einem 4:0-Sieg gegen Craiova) und Leverkusen (mit einem 3:0-Sieg bei den Young Boys) so gut wie durch. Leipzig und Dortmund gewannen ebenfalls gegen ihre israelischen Gegner, aber nur 2:1 bzw. 1:0.


    6.Spieltag beim 1.FC Nürnberg – 46.648 Zuschauer im Max-Morlock-Stadion


    Vorschau

    Die Nürnberger sind Aufsteiger und standen vor Saisonbeginn genau so wie Düsseldorf ganz unten in den Vorhersagen der Experten, aber ebenfalls wie die Düsseldorfer sieht man das bisher nicht. Aktuell stehen sie auf Platz 7 und schlugen Wolfsburg und Leverkusen vor heimischer Kulisse. Die letzten Duelle mit dem Club stammen aus der Bundesliga-Saison 2013/14, in der beide Mannschaften jeweils ihr Auswärtsspiel mit 1:0 gewannen.

    Caiuby kommt zu seinem ersten Start dieses Jahr, da Max ja kaputt ist. Luthe ist zurück auf der Bank, auf der auch Gouweleeuw noch Platz nimmt, da ein voller Einsatz zu riskant wäre und Hahn, der zum ersten Mal im Kader steht.


    Aufstellung (4-2-3-1)

    Romero (3.5) – Stafylidis (1.5), Danso (3.5), Darmian (3.0), Schmid (3.5) – Baier (2.5), Khedira (4.0) – Caiuby (1.5), Gregoritsch (2.0), Koo (3.5) – Finnbogason (3.5)

    Bank: Luthe, Götze (-), Gouweleeuw, Hahn (3.0), Jensen, Córdova (-), Richter


    1:0 – (6.) Kubo (Elfm.)

    1:1 – (25.) Stafylidis

    GK – (40.) Darmian

    1:2 – (47.) Gregoritsch [Finnbogason]

    ↔ - (62.) Hahn für Koo

    ↔ - (72.) Córdova für Finnbogason

    GK – (76.) Danso

    ↔ - (77.) Götze für Khedira

    GR – (89.) Darmian

    Fazit: Wir haben gewonnen. Gut. Der Club hatte die ersten 15 Minuten das Spiel im Griff, danach spielten 75 Minuten lang nur noch wir und obwohl wir diesmal auch auf das gegnerische Tor drückten und drückten, es sollte nicht mehr als das 2:1 herausspringen, was ziemlich enttäuschend ist. Khedira traf den Pfosten kurz vor der Pause und Nürnberg-Keeper Bredlow verhinderte schlimmeres für den Aufsteiger. Die gelb-rote Karte von Darmian kurz vor Schluss war auch unnötig hoch zehn. Damit fehlt er uns nächste Woche gegen Frankfurt.

    Die Bayern kommen in Mainz nicht über ein 0:0 hinaus und da Dortmund gegen Leverkusen nur 2:2 spielte, sowie Wolfsburg und Bremen verloren, sind wir auf einmal punktgleich mit München und stehen auf Platz 2. Caiuby, Stafylidis und Gregoritsch schaffen es in die Elf des Tages.


    Noch auf dem Rückweg aus Nürnberg unterhalte ich mich intensiv mit Wiesinger über den Kader. Durch die kleineren Verletzungen in den letzten Wochen und dem langen Ausfall von Max überlegen wir beide, ob es nicht sinnvoll wäre den Kader noch etwas qualitativ zu verbreitern. Ich habe so ein paar Kandidaten auf einer Beobachtungsliste und werde mich in den nächsten Tagen wohl nochmals mit Reuter zusammensetzen müssen.

    Ein längeres Gespräch mit Reuter über neue Spieler folgt am nächsten Tag. Wir einigen uns darauf es bei Ridle Baku vom FSV Mainz 05 zu versuchen, der aktuell zur Leihe angeboten wird und Reuter wird sich zusätzlich noch beim FC Burnley melden, wegen Stürmer Chris Wood, da ich bisher nicht unbedingt happy bin mit unseren Stürmern. Die Antwort zu Baku haben wir auch schon einige Stunden später. Die Leihe wird nichts.


    Marco Richter scheint heute beim Training etwas müde zu sein. Wir wissen, dass er aktuell mit dem Bau seines Eigenheims zu tun hat und dort anscheinend auch kräftig mithilft, aber ich wünsche mir, dass er sich Gedanken macht, ob die Prioritäten richtig sitzen.


    7.Spieltag gegen Eintracht Frankfurt – 30.660 Zuschauer in der ausverkauften WWK Arena


    Vorschau

    Die Eintracht kommt mit drei Siegen in Folge im Rucksack nach Augsburg. Neben Schalke und Stuttgart schlugen sie auch die Bayern, als bisher einzigstes Team in der BL, was uns natürlich in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Eigentlich liegt die Eintracht uns aber. Letzte Saison konnte der FCA beide Spiele gegen die Hessen gewinnen und insgesamt verloren die Fuggerstädter nur zwei Partien seit dem BL-Aufstieg 2012.

    Gouweleeuw kann wieder von Anfang an spielen und übernimmt damit wieder seinen angestammten Platz in der IV, wo Darmian zuletzt spielte. Dieser ist ja gesperrt, wodurch Schmid erneut rechts startet. Kilian Jakob bekommt einen Platz auf der Bank


    Aufstellung (4-2-3-1)

    Romero (2.5) – Stafylidis (3.0), Danso (1.0), Gouweleeuw (2.5), Schmid (3.5) – Baier (3.0), Khedira (2.0) – Caiuby (4.0), Gregoritsch (3.0), Koo (3.0) – Finnbogason (3.5)

    Bank: Luthe, Götze, Jakob (3.5), Hahn, Jensen (-), Córdova (-), Richter


    1:0 – (17.) Stafylidis

    1:1 – (31.) Willems

    ↔ - (60.) Jensen für Caiuby

    Verl. - (69.) Jensen

    ↔ - (69.) Jakob für Jensen

    ↔ - (77.) Córdova für Finnbogason

    GK – (89.) Gouweleeuw

    Fazit: Ein durchgehend auf Augenhöhe geführtes Spiel, mit einem verdienten Remis für beide Teams. Das Jensen sich kurz nach seiner Einwechslung verletzt ist natürlich unschön und die spätere Diagnose eines Außenbandrisses, der ihn mindestens für den kompletten Oktober ausfallen lässt, trübt den Punktgewinn am Ende.

    Durch einen Last-Minute-Sieg ziehen die Bayern wieder etwas weg, aber wir bleiben dank der Niederlagen von Dortmund in Wolfsburg und Bremen gegen Mainz auf dem zweiten Platz. Unser nächster Gegner ist Leipzig, die erneut eine Niederlage erlitten und auf dem 14. Platz rumgurken. Neben Kevin Danso ist diese Woche zum ersten Mal auch Sergio Romero in der Elf des Tages vertreten.


    Aktuelle Tabellensituation:

  • Oktober 2018

    Offensiv-Probleme ohne Konsequenzen

    Halil Altintop berichtet mir mit Adam Gehrke einen neuen, talentierten Spieler für die Jugend verpflichtet zu haben und Stefan Reuter lässt mich wissen, dass er sich mit Chris Wood vom FC Burnley auf einen Vertrag einigen konnte. Da er eine feste Ablösesumme besitzt, sollte der Transfer nur noch eine Formalität sein.


    Der 4.Spieltag in der Champions League brachte uns einen 3:1-Sieg der Schalker bei den Rangers aus Glasgow, während Hoffenheim bei Fenerbahce und die Bayern in Pilsen nicht über Remis hinaus kamen. Manchester United blamierte sch übrigens beim FC Midtjylland. Lange Zeit stand es in Dänemark 4:0 für den Außenseiter, bis United noch kurz vor Schluss zwei Tore erzielte und die Niederlage etwas weniger schmerzhaft machte.

    Alle vier deutschen Europa League Vertreter haben ihr Rückspiel gewonnen. Das macht acht Siege in acht Spielen für unsere Teams in der EL. In der nächsten Runde könnten die Gegner nicht unterschiedlicher sein. Während Frankfurt es mit dem Dundalk FC aus Irland vermeintlich einfach hat, muss Bayer gegen Stade Rennes und RB Leipzig gegen Akhmat Grozny ran. Dortmund erwischte es dagegen kräftig, der BVB muss gegen Sevilla FC ran.


    Ein letzter Versuch des FC Burnley den Vertrag mit Chris Wood zu verlängern wurde laut Stefan Reuter abgeschmettert und damit haben wir ab sofort einen neuen Stürmer im Kader.


    :shirt: Chris Wood wechselt für eine fixe Ablöse von 3,2 Millionen € vom FC Burnley


    Unser indisches Talent Nam Sudschung verletzte sich dann am Donnerstag beim Training. Die Diagnose lautet Muskelfaserriss, mit dem er 2 Wochen ausfällt. Das ist sehr schade, denn ich wollte ihn womöglich im Pokalspiel Ende Oktober debütieren lassen, da der Spielplan dort sehr eng ist. Mit der Verletzung wird das aber wahrscheinlich nichts.

    Einen Tag später halten wir ein Fanclubtreffen ab. Grundsätzlich sind unsere Anhänger zufrieden mit der aktuellen Situation und der Arbeit. Einziger echter Kritikpunkt ist die Jugendarbeit. Halil macht einen guten Job, aber ich kann diese Kritik verstehen mit einem Blick auf unseren aktuellen Kader. Wir haben einen der ältesten in der Bundesliga und auch wenn unsere Jugendteams gut aufspielen, es fehlt an ganz großen Talenten.


    8.Spieltag bei RB Leipzig – 36.448 Zuschauer in der Red Bull Arena


    Vorschau

    Die Sachsen wurden vor Saisonbeginn als Bayern-Jäger Nummer 1 gesehen, aber wie man anhand der Tabelle sieht, sind sie davon weit entfernt. Platz 14 nach 7 Spieltagen spricht Bände. Vor allem defensiv scheint es bei ihnen Probleme zu geben. Mit 15 Toren haben sie, zusammen mit dem SC Freiburg, die aktuell schwächste Abwehr. Alleine in den letzten vier BL-Spielen kassierten sie 10 Gegentreffer.

    Bisher kam es zu vier Begegnungen innerhalb der Bundesliga, von denen Leipzig beide Heimspiele gewinnen konnte. In Augsburg kam es zu einem Augsburger Erfolg und einem Unentschieden. Auswärtssiege gab es bisher nicht zu sehen, was wir heute hoffentlich ändern können.

    Es läuft zwar sehr gut bei uns, aber heute versuchen wir es dann mal mit dem 4-1-2-1-2 Plan, den ich schon vor ein paar Wochen mal einbauen wollte. So viel ändert sich allerdings nicht. Khedira muss, genauso wie Koo erstmal auf der Bank Platz nehmen, dafür wird Neuzugang Chris Wood direkt ins kalte Wasser geworfen. Außerdem kehrt Darmian zurück in die Startaufstellung und Schmid startet mal im rechten Mittelfeld.


    Aufstellung (4-1-2-1-2)

    Romero (4.5) – Stafylidis (3.5), Danso (4.5), Gouweleeuw (3.5), Darmian (2.5) – Baier (3.0) - Caiuby (2.5) Schmid (3.0) - Gregoritsch (3.0) - Wood (3.5), Finnbogason (2.0)

    Bank: Luthe, Götze, Khedira, Hahn (-), Koo (3.5), Córdova (4.0), Richter


    GK – (11.) Darmian

    GK – (13.) Stafylidis

    0:1 – (22.) Darmian [Caiuby]

    GK – (23.) Finnbogason

    0:2 – (49.) Kampl (Eigentor)

    0:3 – (58.) Finnbogason

    ↔ - (62.) Córdova für Darmian

    ↔ - (68.) Koo für Caiuby

    ↔ - (73.) Hahn für Finnbogason

    1:3 – (75.) Romero (Eigentor)

    Fazit: Der Anfang der Partie war ziemlich ruppig, wie man an der Verteilung der Karten sehen kann. Schiedsrichter Sather hat für meinen Geschmack ein, zwei Karten zu früh verteilt, aber gut. Leipzig drückte nach dem 1:0 auf einen schnellen Ausgleich, der ausblieb. Als es dann dank Kampl per Eigentor und Finnbogason in Zusammenarbeit mit Wood, der im Anschluss in den Statistiken leider nicht als Vorlagengeber geführt wird, warum auch immer, auf einmal 3:0 für uns steht, will auch Leipzig nicht mehr wirklich spielen. Leider haut sich Romero den Ball dann nochmal selbst ins Tor, womit wir, mal wieder, nicht zu Null spielen, aber das ist Nörgelei auf höchstem Niveau.

    Wir bleiben dank diesem Sieg auf dem zweiten Tabellenplatz und haben nun 3 Punkte Vorsprung auf Aufsteiger Nürnberg (!). Die Bayern bleiben 2 Punkte vorraus, mal wieder durch zwei sehr späte Tore, die zu einem 3:1-Sieg in Hoffenheim führten. Das große Ruhrderby endete 1:1 und Leverkusen rutschte erneut auf den vorletzten Platz durch eine 0:1-Niederlage in Mainz. Nur Finnbogason schaffte es diese Woche in die Elf des Tages.


    Noch an diesem Wochenende brechen mit Romero, Stafylidis, Danso und Gregoritsch gleich vier Spieler zu ihren Nationalmannschaften auf. Ich kann nur hoffen, dass sich keiner verletzt oder zu sehr verausgabt, bevor wir nächstes Wochenende gegen die Hertha ran müssen.


    Erneut informiert sich Halil Altintop über einen neuen Spieler, Aphrem Gilet, den er vom TSV Augsburg zu uns lotsen konnte.


    9.Spieltag gegen Hertha BSC – 30.660 Zuschauer in der ausverkauften WWK Arena


    Vorschau

    Die Herthaner sind seit fünf Spielen ungeschlagen… gewannen allerdings auch keines dieser Spiele. Ja, fünf Remis in Folge, unter anderem gegen Leverkusen, Schalke und Dortmund. Auch bei den Toren sieht es bei den Berlinern merkwürdig aus. Fünf Tore geschossen, fünf kassiert. Das macht ihre Offensive die zweitschwächste der Liga, ihr Defensive aber die zweitbeste und vom Papier her beneide ich sie um ihre Verteidigungslinie. Die zwei Begegnungen in der letzten Saison endeten beide ebenfalls in einem Unentschieden. Also hier scheint alles schon vor dem Spiel auf ein Remis hinzudeuten.

    Es gibt nur zwei Änderungen zum letzten Spiel. Khedira ersetzt Baier und Koo ersetzt Schmid.


    Aufstellung (4-1-2-1-2)

    Romero (3.0) – Stafylidis (2.5), Danso (3.5), Gouweleeuw (4.0), Darmian (2.5) – Khedira (3.5) - Caiuby (4.0) Koo (2.5) - Gregoritsch (3.0) - Wood (3.0), Finnbogason (3.5)

    Bank: Luthe, Götze (-), Baier, Hahn (3.0), Schmid, Córdova (3.5), Richter


    1:0 – (22.) Stafylidis [Darmian]

    1:1 – (30.) Ibisevic

    ↔ - (HZ) Hahn für Caiuby

    ↔ - (66.) Córdova für Finnbogason

    ↔ - (76.) Götze für Khedira

    Fazit: Ein weiterer Punkt auf der Haben-Seite mit dem ich leben kann, auch wenn wir mehr auf die Platte legten. Die Führung kam aus dem Nichts, genauso wie der Ausgleich der Herthaner mit ihrer einzigen Chance innerhalb der ersten 80 Minuten des Spiels. Es spricht nicht gerade für meine Offensiv-Leute, wenn Stafylidis als Stamm-LV der mit Abstand beste Torschütze bisher ist. Der Grieche schoss heute sein fünftes in der Liga, steht nun alleine an der Spitze der Scorer-Tabelle und steht zu Recht erneut in der Elf des Tages, als einziger Spieler meiner Mannschaft.

    Die Liga stellte sich heute mal komplett auf den Kopf. Während die Bayern durch einen 3:0-Sieg gegen Nürnberg nun wohl endgültig auf die alleinige Meisterschaftsschiene eingebogen sind, stehen plötzlich Gladbach, Schalke und Frankfurt hinter uns, die alle drei bzw. vier Plätze auf einmal hochgesprungen sind. Am anderen Tabellenende ist Leipzig auf den drittletzten Platz gerutscht.


    Im Laufe der folgenden Woche besuche ich unsere aktuell verletzten Max, Jensen und Sudschung im Krankenhaus. Alle drei freuen sich über den Besuch.

    Dann ging der Blick erneut nach Europa. Alle drei deutschen CL-Vertreter, inklusive unser nächster Gegner aus Hoffenheim, konnten klare Heim-Siege einfahren. Schalke schlug Aris Saloniki mit 3:0 und konnte damit den Einzug in die nächste Runde festigen, während Hoffenheim Lokomotiv Plovdiv mit 4:1 zerlegte und den Gruppensieg am vorletzten Spieltag der ersten Gruppenphase einfuhr. Bayern gewann gegen Poltava mit 3:0 und steht aktuell auf Platz 3, punktgleich mit Viktoria Pilsen. Am letzten Spieltag treffen sie auf Barcelona, die aktuell die Gruppe mit zwei Punkten Vorsprung anführen.

    In der Europa League konnten sich ebenfalls alle deutschen Vertreter in den Hinspielen der 2.Runde durchsetzen. Frankfurt schlug Dundalk mit 5:2, Leverkusen gewann in Renns mit 5:3, Leipzig setzte sich bei Grozny mit 3:0 durch und der BVB geht mit einem 1:0-Polster gegen Sevilla ins Rückspiel vor heimischer Kulisse.


    10.Spieltag bei der TSG Hoffenheim – 26.155 Zuschauer in der Rhein-Neckar Arena


    Vorschau

    Während sie sich in der Champions League kaum Blöße gegeben haben, ist ihre Bundesliga-Saison bisher eher durchwachsen. Zuletzt gab es ein Unentschieden gegen Bremen, eine Niederlage gegen den Bayern und ein Sieg in Freiburg. Der letzte Sieg gegen die Kraichgauer liegt auch schon ein paar Jahre zurück. 2015 setzte man sich mit 3:1 durch. Ansonsten ist 1899 nie ein gutes Pflaster gewesen. Die einzigen beiden Auswärtssiege für Augsburg datieren aus ehemaligen Regionalliga-Zeiten von vor über 12 Jahren.

    Ich habe mich dazu entschlossen heute Gregoritsch mal von Anfang an in der Sturmspitze zu bringen, anstatt Finnbogason. Koo übernimmt den Posten im offensiven Mittelfeld. Außerdem startet Schmid im rechten Mittelfeld und Jakob bekommt erneut einen Platz auf der Bank.


    Aufstellung (4-1-2-1-2)

    Romero (3.5) – Stafylidis (4.0), Danso (2.5), Gouweleeuw (3.0), Darmian (3.0) – Khedira (3.0) - Caiuby (3.5) Schmid (3.5) - Koo (4.0) - Wood (2.5), Gregoritsch (2.5)

    Bank: Luthe, Götze, Jakob (3.0), Baier, Hahn (-), Córdova, Finnbogason (3.5)


    0:1 – (58.) Danso (Elfm.)

    ↔ - (68.) Finnbogason für Koo

    ↔ - (68.) Jakob für Caiuby

    ↔ - (77.) Hahn für Schmid

    Fazit: Die Umstellung auf Gregoritsch in der Spitze und Koo im offensiven Mittelfeld hat zumindest mal für etwas frischen Wind im Offensiv-Spiel gesorgt. Beide haben mal mehr Akzente gebracht, auch wenn es am grundsätzlich lausigen Spiel auf beiden Seiten nichts änderte. Logischerweise fällt bei so einem Spiel das einzige Tor per Strafstoß. Ich bin nur froh, dass es einer für uns war. Nach 10 Spielen haben wir nun 21 Punkte auf unserem Konto. Mein persönliches Ziel waren 25 Punkte aus der Hinrunde, mit Blick auf die magische 40 am Ende der Saison.

    Es war insgesamt ein sehr langweiliger Spieltag, wenn man mal vom 3:0-Sieg der Gladbacher gegen Schlusslicht Hannover absieht. Die Fohlen festigen damit den dritten Platz hinter uns. Die Bayern gewannen mit 1:0 in Berlin, während Leipzig und Leverkusen Lebenszeichen setzten und ihre Partien in Nürnberg bzw. Gelsenkirchen gewinnen konnten. Die Elf des Tages blieb heute mal ohne Augsburger Beteiligung.


    Am Montag morgen stehen plötzlich die Herren Wagner und Albrecht vom Vorstand in der Tür meines Büros. „Wir sind zehn Spieltage in der Saison und glauben sie mir, David, niemand von uns hätte erwartet, dass wir aktuell da stehen, wo wir stehen. So einige Personen im Vorstand waren sich nicht sicher, ob es nicht ein Fehler war, einen unerfahrenen Trainer direkt den Posten hier anzuvertrauen, aber Sie haben diese Mitglieder verstummen lassen. Deshalb möchten wir Ihnen hiermit im Namen des Vorstands einfach mal unseren Dank für ihre bisherige Arbeit aussprechen und sie zu diesem unglaublichen Saisonstart beglückwünschen.“ Ich möchte eigentlich etwas antworten, auf diese Eröffnung von Herrn Wagner, aber Herr Albrecht prescht dazwischen. „Wir wissen ihre Arbeit auf der Trainerbank wirklich zu schätzen, jedoch gibt es einen Bereich, in dem Sie auch bald ankommen müssen und das ist die Öffentlichkeitsarbeit. Dabei sprechen wir nicht um ihre organisatorischen Aktivitäten rund um Fanclubtreffen oder anderen Veranstaltungen, sondern Ihre bisher nicht vorhandene Mediale Visitenkarte. Natürlich sind wir froh, dass Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren, aber vielleicht sollten sie sich mal mit dem Augsburger Stadtanzeiger oder anderen Medien-Vertretern zusammensetzen. Das ist schließlich auch kein kleiner Part in diesem Job.“ Daraufhin nicke ich und versichere den beiden Herren, dass ich mich in Zukunft mal darum kümmern werde. Zudem bedanke ich mich für die anerkennenden Worte. Nach etwas mehr Small Talk über die anstehenden Spiele, lässt mich Herr Wagner noch wissen, dass der Vorstand aktuell so fest von mir überzeugt ist, dass ich mich höchstwahrscheinlich im Winter über mehr finanzielle Mittel bei der Planung des Kaders für die kommende Saison freuen kann.


    DFB-Pokal – 2.Hauptrunde gegen den FC Ingolstadt 04 – 27.129 Zuschauer in der WWK Arena


    Vorschau

    Die Schanzer stehen aktuell auf dem 13. Platz in Liga 2, konnten am letzten Spieltag den Sprung von einem Abstiegsplatz verbuchen. Wir gehen als klarer Favorit ins Spiel, aber Ingolstadt war in den letzten Begegnungen dieser zwei Vereine fast durchweg erfolgreich.

    Wir sind nur 48 Stunden entfernt vom Liga-Spiel gegen Mainz, also rotiere ich mal kräftig durch. So starten Jakob, Götze, Hahn und Richter mal, sowie Nam Sudschung, der damit wohl der allererste Inder sein wird, der in einem großen deutschen Wettbewerb auf dem Platz steht.


    Aufstellung (4-1-2-1-2)

    Romero (2.5) – Jakob (2.0), Götze (1.5), Gouweleeuw (3.0), Sudschung (3.0) – Baier (3.5) – Caiuby (4.0), Hahn (3.5) – Gregoritsch (4.5) – Wood (2.5), Richter (4.5)

    Bank: Luthe, Danso, Darmian, Khedira, Koo (3.5), Finnbogason (-), Córdova (4.0)


    GK – (24.) Baier

    GR – (45.) Diawusie

    ↔ - (HZ) Córdova für Caiuby

    ↔ - (63.) Koo für Wood

    1:0 – (69.) Götze

    ↔ - (78.) Finnbogason für Richter

    Fazit: Einmal mehr sorgt unsere Defensive für einen Sieg. Über ein Ausscheiden hätten wir uns hier nicht beschweren dürfen, da die Schanzer fast durchgehend klüger und bissiger agierten. Der Platzverweis kurz vor der Halbzeit spielte uns dann am Ende in die Karten, denke ich.

    Genauso wie wir, kamen Eintracht Frankfurt gegen den HSV und die Bayern gegen Kiel mit Ach und Krach mit 1:0 durch diese Runde. Überraschend scheiterte Dortmund in Fürth mit 2:1 und der FC St.Pauli warf die Hertha mit 3:2 aus dem Pokal. Auch der VfB Stuttgart blamierte sich im Derby beim KSC. Der Drittligist gewann mit 2:0.

    Die Auslosung zum Achtelfinale brachte uns erneut ein Heimspiel. Dieses mal kommt RB Leipzig in die WWK Arena. Mit Schalke gegen Frankfurt und Bremen gegen Nürnberg gibt es zwei weitere Erstliga-Duelle.


    11.Spieltag gegen den FSV Mainz 05 – 30.660 Zuschauer in der ausverkauften WWK Arena


    Vorschau

    Der FSV konnte sich letzte Woche durch einen 1:0-Sieg gegen Stuttgart auf Rang 8 verbessern. Nach einem eher ertraglosen Saisonstart, starteten sie das Ruder rumzureißen mit einem 0:0 gegen die Bayern, auf dem Siege in Bremen, gegen Leverkusen, in Hannover und halt gegen Stuttgart folgten. Sprich, die Mainzer sind seit fünf Ligaspielen ungeschlagen und das wissen wir. Letztes Jahr gingen beide Spiele an den FCA, das Jahr davor gewannen die Rheinhessen beide Begegnungen.

    Diese Kräfte zehrende Woche beenden wir mit dem Heimspiel gegen die Mainzer. Im Gegensatz zum Pokalspiel vor zwei Tagen starten heute Gregoritsch und Finnbogason in der Sturmspitze. Außerdem kommen Schmid, Darmian, Danso, Khedira und Stafylidis wieder von Anfang an auf den Platz, auch wenn die jungen Jakob und Götze zuletzt einen kräftigen Formanstieg verbuchen konnten. Beide sitzen erstmal auf der Bank, wo zum ersten Mal auch Morávek Platz nehmen darf. Ich möchte den Tschechen dafür belohnen, dass er, obwohl ich ihn schon vor Saisonbeginn auf die Transferliste setzte, zuletzt im Training mehr als Vollgas gegeben hat.


    Aufstellung (4-1-2-1-2)

    Romero (4.5) – Stafylidis (3.5), Danso (3.5), Gouweleeuw (2.0), Darmian (3.5) – Khedira (2.5) - Caiuby (3.0) Schmid (3.0) - Koo (3.5) - Finnbogason (4.0), Gregoritsch (3.0)

    Bank: Luthe, Götze, Jakob (-), Baier, Morávek (3.0), Córdova, Wood (2.5)


    ↔ - (61.) Wood für Finnbogason

    ↔ - (61.) Morávek für Koo

    1:0 – (71.) Wood [Khedira]

    ↔ - (78.) Jakob für Caiuby

    1:1 – (88.) Berggren [Malong]

    Fazit: Ein ziemlich enttäuschendes Ende eines eigentlich guten Spiels. Die Mainzer gaben sich nicht auf und eventuell war es auch ein Fehler etwas zu früh auf Konter umzustellen, aber was solls. Es ist ein weiterer Punkt und wir haben unsere Serie and ungeschlagenen Spielen auf 9 ausgebaut. Außerdem konnte Chris Wood sein erstes Bundesliga-Tor erzielen.

    Allerdings verlieren wir mit diesem Ergebnis den 2.Platz an Mönchengladbach, die die bessere Tordifferenz haben. Die Bayern waren siegreich im Klassiker schlechthin, allerdings ist der BVB aktuell auch ein Schatten seiner Selbst. Die Schwarz-Gelben stehen im Moment nur auf Platz 12. Hannover konnte den ersten Saisonsieg einfahren. Die Niedersachsen bezwangen Hoffenheim mit 1:0. Jeffrey Gouweleeuw steht heute mal in der Mannschaft des Tages.

    Vor uns liegt nun der Monat, vor dem ich besonders Angst hatte und immernoch habe. Umso besser, dass wir bereits bei 22 Punkten stehen. Im November treffen wir auf Dortmund, Wolfsburg, Leverkusen und Schalke in der Reihenfolge und auch wenn zwei dieser vier Top-Teams nicht auf der Höhe sind, alleine auf dem Papier sind sie uns immernoch überlegen.


    Nach dem Spiel sucht mich Stefan Reuter auf, der mir kurz und knackig erklärt, dass nach einigen Wochen auf der Transferliste jemand André Hahn haben möchte. Ich habe Hahn in letzter Zeit dann doch ein paar Mal eingesetzt, auch wenn ich das ursprünglich nicht vor hatte, aber ein Abgang wäre mir immer noch genehm, da sein Vertrag ja ausläuft zum Ende der Saison.


    Aktuelle Tabellensituation:

  • Zeit mich hier endlich auch zu verewigen. Gefällt mir optisch ausgesprochen gut was du hier machst. Dazu ein Verein den längst nicht jeder nimmt. Weiß gar nicht ob es den hier überhaupt schon gab. Ich meine fast nicht.


    Ansonsten ja, Anstoss halt. Kann jeder, nur ich nicht :(

    "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
    "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.


    Autor: unbekannt