Was ich euch noch schuldig bin

  • MEINE KARRIERE IN ZAHLEN

    AKTUELLE SAISON 2030/2031



    SAISON VEREIN LIGA PUNKTE POKAL EUROPA LEAGUE CHAMPIONS LEAGUE
    2013/14 Borussia M'Gladbach 03. 58 Finale -- --
    2014/15 Borussia M'Gladbach 03. 62 3. Runde -- Viertelfinale
    2015/16 Borussia M'Gladbach 02. 79 2. Runde -- Gruppenphase
    2016/17 Borussia M'Gladbach 03. 71 Sieger -- Halbfinale
    2017/18 PAUSE -- -- -- -- --
    2018/19 Eintracht Frankfurt 04. 61 2. Runde -- --
    2019/20 Eintracht Frankfurt 03. 61 3. Runde 1. KO-Runde --
    2020/21 Eintracht Frankfurt 02. 72 Halbfinale -- Achtelfinale
    2021/22 Eintracht Frankfurt 01. 75 3. Runde Achtelfinale Gruppenphase
    2022/23 Eintracht Frankfurt 03. 68 Viertelfinale -- Finale
    2023/24 Eintracht Frankfurt 03. 70 3. Runde -- Viertelfinale
    2024/25 Eintracht Frankfurt 04. 63 Halbfinale -- Sieger
    2025/26 Eintracht Frankfurt 01. 74 Sieger -- Achtelfinale
    2026/27 Eintracht Frankfurt 01. 81 Finale -- Sieger
    2027/28 Eintracht Frankfurt 01. 88 3. Runde -- Finale
    2028/29 Eintracht Frankfurt 02. 78 2. Runde -- Halbfinale
    2029/30 Eintracht Frankfurt 02. 81 Sieger -- Viertelfinale
    2030/31 Eintracht Frankfurt 01. 82 Sieger -- Halbfinale
    GESAMT 5x -- 4x -- 2x


    Mein Dream Team bei Eintracht Frankfurt


    POS. NAME NAT. VON BIS SPIELE TORE VORL. NOTE
    TW Frank SCHINDLER GER 2021 heute 386 -- -- 6.94
    LV Jonas NAGEL GER 2024 heute 254 10 27 7.38
    IV Michael BÖHM GER 2019 2030 279 18 08 7.16
    IV Jonas WEIMER AUT 2023 heute 271 37 03 7.19
    RV Hamid YILDIRIM FRA 2022 heute 259 09 50 7.34
    DM Rani KHEDIRA GER 2014 2030 537 20 36 7.08
    DM Lars BOROWSKI GER 2020 heute 445 15 60 7.13
    OML Osvaldo RODRIGUEZ ARG 2023 heute 290 83 125 7.39
    OMZ Marc STENDERA GER 2010 2027 371 84 103 7.17
    OMR Yasin DAOUDI ITA 2025 2029 164 93 64 7.51
    ST Dennis NAGEL GER 2021 heute 359 254 117 7.40
    TW Sebastian MIELITZ GER 2016 2023 215 -- -- 6.92
    IV Emil BERGSTRÖM SWE 2015 2027 277 16 03 7.04
    RV Julian KORB GER 2019 2028 234 09 28 7.15
    ZM Adrian AHLF GER 2022 2030 262 22 37 7.20
    OMZ Gabriel IANCU RUM 2015 2026 360 86 91 7.04
    ST Moritz SÖDER GER 2022 2026 141 90 45 7.35
    ST Kévin GÉRARD BEL 2019 2022 135 73 27 7.12



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    Was soll ich sagen? Es zieht mich doch irgendwann immer wieder zurück in dieses Forum, in dem ich vor 15 Jahren meine Leidenschaft für Fußball Manager entdeckt habe. Zuletzt vor zwei Jahren, als mich ein Achillessehnenriss zu einer sechswöchigen Pause zwang, nun die Corona-Quarantäne, die mich ins Home Office „zwingt“ und gerade in den Abendstunden eine Freizeit-Steigerung zur Folge hat. In meinem alltäglichen Leben ist inzwischen (leider) kein Platz mehr, um sich intensiv FM-Stories zu widmen. Auch wenn ich seit Jahren sehr inaktiv bin und mein „Comeback-Versuch“ von 2018 krachend scheiterte, nachdem ich wieder genesen war, spiele ich doch bis heute – mal mehr, mal weniger – intensiv Football Manager. Das Abgleiten in eine fiktive Parallel-Realität regt noch immer meine Kreativität und kindliche Freude an. Und ich hoffe mir das weiter bewahren zu können, wenn auch ohne Story.


    Was da draußen gerade geschieht, ist nur schwer in Worte zu fassen. Wahrscheinlich werden wir in einigen Jahrzehnten von einer Zäsur sprechen, wenn wir auf das Jahr 2020 zurückblicken. Die aktuelle Situation, in der keiner so wirklich weiß, wie und wann es mit dem „normalen Leben“ wieder weiter geht, ist für viele Menschen beängstigend und mit vielen Existenz-Sorgen behaftet. Mein Mikrokosmos ist – zumindest bislang – kaum davon betroffen. Und dafür kann ich einfach nur dankbar sein. Ich sitze den ganzen Tag in meiner schönen Wohnung und habe neben meiner Arbeit viel Zeit, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen.


    Als Reaktion darauf – und nun kommen wir zum eigentlichen Grund meiner Worte - habe ich meinen alten Laptop aus dem Keller hervorgekramt und auf diesem Spielstände gefunden, von denen ich der Meinung bin, sie euch nicht länger vorenthalten zu können. Soweit es die aktuelle Situation erlaubt und solange ich Spaß daran habe, werde ich euch ab sofort von diesen Spielständen berichten, die mir in den vergangenen Jahren viel Freude bereiteten.


    Diese Geschichte ist bewusst zeitlich begrenzt. Sie endet dann, wenn wieder Normalität in den Alltag eingekehrt ist und ich mich folglich wieder anderen Dingen widmen muss/kann.



    TEIL I – PRIMUS INTER PARES


    Meinen ersten Fußball Manager muss ich um die Jahrtausendwende gespielt haben. Ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern, welches Spiel und wann oder wie es in meine Hände geraten ist. Als kleiner Junge, der noch nicht mal im Teenager-Alter angekommen war, konnte es jedoch noch keine Begeisterung in mir auslösen, Mannschaften „nur“ zu managen und nicht selbst spielen zu können.


    Das änderte sich 2003, als ich mit einer Raubkopie (sorry for that EA) vom Fußball Manager 2003 in Berührung kam. Auch hier, wenig Erinnerung, aber wachsende Begeisterung. Ein Spielstand mit dem AS Rom, mehr gibt das Hirn nicht mehr her.


    Dann 2005 – neuer Manager und plötzlich dieses Forum. „Wow! Es gibt Gleichgesinnte, sie schließen sich in Communities zusammen und tauschen sich über Erfahrungen aus. Sie erstellen Files und helfen anderen Usern.“ Ohne Frage - eine neue Welt, die sich mir auftat. Mit dem damaligen FM Gate begann erst wirklich meine Aktivität im Internet, die sich zuvor lediglich auf den E-Mail-Flirt mit Klassenkameradinnen beschränkte. Schon allein deswegen nimmt dieses Forum bis heute eine spezielle Stellung bei mir ein.


    2005 also begann meine Begeisterung für Manager und recht schnell startete ich damit, über meine Spielstände zu berichten. Viele Spielstände haben mich seitdem in ihren Bann gezogen. Manche davon sind jedoch primus inter pares, nehmen also eine besondere Stellung ein:

    • Da war zum Beispiel Der steile Weg zum Ruhm, meine erste wirkliche Story, die 15 Jahre meine Karriere bei Eintracht Frankfurt und später dem FC Valencia begleitete.
    • Oder auch Entsetzlich unersetzlich (ehemals „We are Millwall from the Den“), wo ich nach einer halben Saison beim 1.FC Nürnberg entlassen werde, zum abstiegsbedrohten FC Millwall in die dritte englische Liga flüchte, diesen innerhalb eines Jahrzehnts zum englischen Meister mache und 19 Jahre später mit Manchester United die Champions League gewinne.
    • Oder auch Nordkap – Fußball am Ende der Welt und dessen Fortsetzung Sein letztes Abenteuer, das den Hinterwäldler und Hobby-Trainer Emil Halvorsen auf seiner Reise durch die norwegische Fußball-Provinz begleitet.

    Diese Geschichten aber sind auserzählt, die Spielstände längst im Nirvana. Hier bin ich euch nichts mehr schuldig.


    Ein Spielstand allerdings ist mir gestern Abend wieder begegnet. Er stammt aus dem Football Manager 2014. Die ersten Jahre dieser Geschichte sind hier niedergeschrieben: „We can be heroes… just for one day!“. Meine Reise endet mit folgendem Satz: „...und vielleicht, eventuell und irgendwann gibt es da mal eine kleine Short-Story zum weiteren Karriereverlauf von George Hero“. Also, here it is! Viel Spaß beim Lesen!

  • TEIL II – WAS BISHER GESCHAH


    „We can be heroes… just for one day!“ startete in der Saison 2013/14 bei Borussia M’Gladbach. Es war mein erstes Savegame mit dem FM14, nachdem ich zuvor jahrelang nur FM07 und FM09 gespielt hatte. Technisch eine große Umstellung, von der ich auch in meiner Story berichten wollte. Den Leser auf diese Reise mitzunehmen, war mein erklärtes Ziel, womit ich allerdings irgendwann im Verlauf der ersten Saison aufgehört hatte. Denn da hatte mich die Geschichte meiner Karriere schon in ihren Bann gezogen. Nachdem Lucien Favre die Fohlen 2011 übernommen hatte, entwickelte er Gladbach zu einem aufstrebenden Team, das sich im Dunstkreis der europäischen Ränge bewegte.


    2013/2014


    Nachdem ich auf der Trainerbank Favres Platz eingenommen hatte, wollte ich diesen Aufwärtstrend fortsetzen und in einigen Jahren die Deutsche Meisterschaft feiern. Meine Helden zu Beginn: u.a. Marc-André TER STEGEN, Filip DAEMS, Granit XHAKA, Christoph KRAMER, Juan ARANGO, Patrick HERRMANN, Max KRUSE. Diese Mannschaft besaß ein hervorragendes Gleichgewicht zwischen erfahrenen Spielern und jungen Talenten. Diese Homogenität ließ uns sogleich im ersten Jahr overperformen. Wir schlossen meine Premieren-Saison auf Rang 3 ab und schrammten nur denkbar knapp am DFB-Pokalsieg vorbei. Wir verloren das Finale gegen Leverkusen mit 0:1. Als herausragende Spieler der Saison glänzten Patrick HERRMANN und Max KRUSE.


    2014/2015


    Leider mussten wir nach der WM 2014 mit TER STEGEN, BROUWERS und ARANGO ein paar Abgänge wichtiger Stammspieler hinnehmen. Immerhin blieb der erwartete Ausverkauf aus. Spieler wie KRUSE und XHAKA konnten gehalten werden. Leider verloren wir HERRMANN kurz vor Transferschluss an die Bayern. Aber natürlich blieben auch wir nicht untätig und verpflichteten Spieler, die bei Gladbach in den kommenden Jahren zu wichtigen Figuren wachsen sollten:


    Timo HORN als Nachfolger von TER STEGEN, Robin KNOCHE für die Innenverteidigung sowie Keisuke HONDA, Valentin STOCKER und Kevin KAMPL für das Mittelfeld. Wir waren gerüstet für die neue Spielzeit, die mich erstmals in die Champions League führte. Die Gruppenphase überstanden wir als Zweiter aufgrund des besseren Torverhältnisses gegenüber dem FC Porto. Im Achtelfinale verloren wir das Hinspiel gegen den FC Arsenal zu Hause mit 0:1, lagen im Rückspiel in London nach einer Stunde bereits 1:2 hinten und gewannen durch einen grandiosen Schlussspurt noch mit 5:2. Ein unglaubliches Spiel, das mir bis heute in Erinnerung ist. Im Viertelfinale scheiterten wir im großen Kampf mit 2:3 und 2:3 am FC Barcelona. Meine Jungs zeigten aber, dass sie ein Talent für große Europapokalabende hatten.


    Während wir im Pokal früh gescheitert waren, zeigten wir in der Bundesliga eine über die komplette Spielzeit hinweg souveräne Leistung, die uns schlussendlich wieder auf Rang 3 brachte. Unser Kapitän Filip DAEMS (mit 36 Jahren) und Max KRUSE (42 Spiele/30 Scorerpunkte) landeten in der Mannschaft des Jahres.


    2015/2016


    Nachdem wir Granit XHAKA bereits in der Winterpause an den AC Mailand verkaufen mussten, verließ uns im Sommer auch noch Christoph KRAMER nach Leverkusen, wodurch ich meine Mittelfeldzentrale neu denken musste. Schon im Winter kam der Brasilianer Lucas SILVA, der sofort zum Taktgeber und Abräumer vor der Abwehr aufstieg. An seine Seite traten nun Johannes GEIS und Maximilian ARNOLD, die wir aus Mainz und Wolfsburg holten. Unser Ziel war erneut die Qualifikation für die Champions League. Und vielleicht könnten wir ja sogar die Bayern ein wenig ärgern?


    In meiner dritten Saison in Gladbach spielten sich immer mehr junge Spieler in den Vordergrund. Das lag vor allem am zunehmenden Alter von Stützen wie DAEMS (37) und STRANZL (35) sowie an Verletzungspech (KRUSE) und Formschwäche (HONDA). Mahmoud DAHOUD (19), Amin YOUNES (22) und vor allem Sinan KURT (19) hatten großen Anteil daran, dass wir Herbstmeister wurden und vom Titel träumen konnten. Doch die Bayern und der BVB lieferten uns einen harten Kampf in der Rückrunde. Dortmund fiel bald aus dem Titelrennen raus. Wir blieben lange Tabellenführer, konnten aber vor allem auswärts oft nicht die nötigen Punkte holen. Am 30. Spieltag verloren wir mit 0:2 gegen Bayern, hielten den Kampf im Anschluss aber bis zum letzten Spieltag offen. Es kam zum großen Herzschlagfinale. Die Bayern (77 Punkte) zu Hause gegen Hoffenheim, wir (76 Punkte) zu Hause gegen den BVB (3.). Platz 2 war uns sicher. Wir mussten gewinnen und auf eine Niederlage des FCB hoffen, die jedoch nicht eintrat. Guardiola gewann mit 1:0, womit die Münchner den vierten Titel in Folge holten. Mit Platz 2 feierte die Borussia aber trotzdem einen sehr großen Erfolg. Wir waren nicht weit weg und stellten mit KNOCHE und KURT (15 Tore) zwei Spieler in der Mannschaft des Jahres. Winterneuzugang Andreas CORNELIUS schlug voll ein (20 Tore) und mit Amin YOUNES hatten wir den besten Vorlagengeber der Bundesliga (13 Vorlagen).


    Über die Champions League muss man übrigens nicht reden. Wir scheiterten sang- und klanglos als Vierter in der Gruppenphase. Doch für die neue Saison hatten wir uns viel vorgenommen.


    2016/2017


    Meine vierte Spielzeit in Gladbach begann. Dass sie meine letzte bei den Fohlen sein sollte, konnte ich im Sommer 2016 aber noch nicht erahnen. Gemeinsam mit meinem Co-Trainer Giovanni VAN BRONCKHORST plante ich den Kader, der den Bayern den Titel entreißen wollte. Große Namen und Leistungsträger der vergangenen Jahre verließen uns: Martin STRANZL (Karriereende), Lucas SILVA (Real Madrid), Kevin KAMPL (Manchester City), Keisuke HONDA (Lazio Rom). Dafür holten wir unter anderem Patrick HERRMANN aus München zurück und verpflichteten Ende August noch Marouane FELLAINI (Manchester United) für die Schaltzentrale.


    Nach einem Stotterstart in der Liga konnten wir unsere Leistungen im Herbst auf einem hohen Niveau konsolidieren, wodurch wir nach 17 Spieltagen auf Platz 2 hinter Bayern München rangierten. Zum Start in die Rückrunde trafen wir direkt auf die Bayern, verloren 0:2 und hatten als Tabellenzweiter nun schon 10 Punkte Rückstand. Der Kampf um die Meisterschaft war gegen diese bayrische Dominanz aussichtslos.


    Zeit also, um in den Pokalwettbewerben zu glänzen. In der Champions League Gruppenphase setzten wir uns mit sehr starken Auftritten als Erster vor PSG durch. Im Achtelfinale hatten wir mit dem FC Porto ein machbares Los, aber einen unangenehmen Gegner. Nach einem 1:1 und 2:1 zog die Borussia zum ersten Mal in ein CL-Viertelfinale ein. Dort wartete die AS Monaco, die wir – Spannung pur – durch ein 1:1 und 2:2 besiegten. Im Halbfinal trafen wir nun auf den FC Chelsea. Das Hinspiel war eine der sensationellsten FM-Partien, die ich je erlebte und die mir bis heute in bester Erinnerung ist. Leider ist diese Erinnerung kein Sieg, sondern eine sehr, sehr bittere Pille. Bereits nach drei Minuten lagen wir in Rückstand, ehe HERRMANN (27.) und KONOPLYANKA (29.) das Spiel per Doppelschlag drehten. ARNOLD erhöhte nach einer Stunde sogar auf 3:1 für uns. 3:1!!! Im CL-Halbfinale!!! Gegen Chelsea London!!! Was wäre das für eine Ausgangslage gewesen? Doch dann brachte uns ein Brasilianer zurück auf den Boden der Tatsachen.


    Zitat

    Doch dann kam Willian mit diesem unglaublichen Doppelpack, der alles zerstörte und das Stadion zum Schweigen verdammte.“


    WILLIAN traf in der 91. und 93. Minute. Ich war fassungslos. Leider verloren wir das Rückspiel, völlig entkräftet und vom Duo Oscar/Hazard demotiviert, mit 1:5. Ein trauriges Ende einer so großartigen Spielzeit in der Champions League.


    Aber es gab ja schließlich noch den DFB Pokal. Hier schlugen wir Hertha im Viertelfinale (4:1) und die Bayern im Halbfinale (3:1) recht souverän, ehe wir zum krönenden Abschluss der Saison den damaligen Noch-Drittligisten RB Leipzig mit 1:0 schlugen und ich endlich meinen ersten Titelgewinn feiern konnte. Zugleich war es mein letzter für Gladbach.


    In der Bundesliga war der Titelkampf früh entschieden. Die Bayern holten die Meisterschaft souverän. Wir fuhren abermals als Tabellendritter über die Ziellinie.


    Zitat

    „Zum dritten Mal landen wir auf Rang 3. Das ist auf jeden Fall ein Erfolg. Das spricht für unsere große Konstanz. Nach ganz vorne fehlt noch einiges; und zwar genau 15 Punkte! Irgendwann in den nächsten Jahren werden wir aber auch diesen Rückstand aufholen. Da bin ich mir sicher. In dieser Mannschaft steckt noch so viel Potenzial!“


    Diese Prophezeiung sollte aber nicht mehr in Erfüllung gehen. Die vergangenen vier Jahre hatten sehr an George Heros Gemüt gezehrt, weswegen unser Titelheld eine Pause dringend benötigte. Schweren Herzens verabschiedete er sich von Gladbach und legte eine gut einjährige Pause ein.


    Abschied von Gladbach nehmen hieß auch Abschied von einigen lieb gewonnenen Spielern nehmen:


    Zitat

    „Geis, Younes, Arnold (!!!), Kurt - einfach spektakulär, was diese Jungs geleistet haben.“


    Fansal, 02.02.2015


    Keine Sorge. Ich werde diese Spieler im Verlauf meiner kurzen Geschichte noch ausreichend würdigen. Wir haben ja schließlich noch elf weitere Jahre, die vor uns liegen. Und ehrlich gesagt ging es mit dem Abschied aus Gladbach ja auch erst richtig los.

  • TEIL III – Ein neues Abenteuer


    Ich habe über diesen Spielstand bis zu Beginn der Saison 20/21 berichtet, dann aber aus Zeitgründen abgebrochen. Meine Karriere spielte ich bis zu Beginn der Saison 29/30, und das durchweg bei Eintracht Frankfurt. Es gibt also noch einige Saisons, von denen ich berichten kann. Doch möchte ich zunächst noch auffrischen, was bis 2020 geschah.



    2018/2019


    Nach dem Pokalsieg 2017 war es für unseren Helden George Hero an der Zeit, eine dringend benötigte mentale Pause einzulegen. Schweren Herzens verabschiedete er sich aus M’Gladbach und verschwand für gut ein Jahr von der Bildfläche. Die anfänglichen Gedanken, sich für immer vom Trainerdasein zu verabschieden, verdünnisierten sich mit der Zeit und spätestens im Frühjahr 2018 begann es plötzlich wieder zu jucken. George Hero wollte zurück ins Geschäft. Heißester Kandidat für ein Engagement war lange Zeit der ehemalige französische Meister Olympique Lyon. Doch obwohl die Verträge eigentlich so gut wie unterschrieben waren, entschied sich George nach einer langen Nacht mit Bruno Hübner für Eintracht Frankfurt.


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    In den Medien und auch bei meinen Lesern sorgte diese Entscheidung für große Überraschung, schließlich hatte die SGE die Saison nur als 14. Abgeschlossen und war weit entfernt vom europäischen Geschäft. Doch genau diese Herausforderung war es, die unseren Helden so sehr reizte. Denn mit einem Blick auf die letzten Jahre und den aktuellen Kader schlummerte einiges Potenzial in Frankfurt:


    2013/14 07. / 49 Punkte

    2014/15 08. / 47 Punkte

    2015/16 13. / 44 Punkte

    2016/17 07. / 52 Punkte

    2017/18 14. / 36 Punkte



    KADER 2018/2019


    Torhüter: Sebastian MIELITZ (28) - Hideyuki TAKADA (21) - Andrej IVANOVIC (16)


    Abwehr:

    LV: Ylli SALLAHI (24) - Niko GIESSELMANN (26)

    IV: Jannik VESTERGAARD (25) – Emil BERGSTRÖM (25) – Adem ÖZTÜRK (18) – Dany NOUNKEU (32)

    RV: Christian TRÄSCH (30), Stefano CELOZZI (29)


    Mittelfeld:

    DM: Rani KHEDIRA (24) – Tino COSTA (33) – Steven DEFOUR (30) – Slobodan MEDOJEVIC (27)

    ZM: Marc STENDERA (22) – Gabriel IANCU (24) – Felix BRÜCKNER (19)

    ML: Takashi INUI (30) – Wahbi KHAZRI (27)

    MR: Massimo BRUNO (24) – Jiloan HAMAD (27) – Knowledge MUSONA (28)


    Sturm: Samuel ARMENTEROS (28) – Héctor LALA (19) – Nils PETERSEN (29)


    Die Mannschaft besaß einen guten Mix aus Jung und Alt, mit dem sicherlich ein einstelliger Tabellenplatz möglich war. Wir benötigten nicht lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Der Saisonstart verlief grandios. Nach sechs Spieltagen grüßte die Eintracht mit fünf Siegen und einer Niederlage von Rang 2. Da wir uns in der 2. Runde früh aus dem Pokal verabschiedeten (2:3 n.V. gegen HSV), lag im Anschluss die volle Konzentration auf der Bundesliga. Das hohe Niveau konnten wir aber nicht ganz halten. Der Herbst der Eintracht war bisweilen sehr verrückt. Unter anderem setzte es gegen Schalke (0:3) und abermals den HSV (3:4) bittere Pleiten. Dafür glänzten wir aber auch beim 6:2 gegen Hoffenheim (8. Spieltag) oder beim 5:1 gegen den SC Freiburg (15. Spieltag). Am 9. Spieltag feierte George Hero sogar einen Sieg gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber (2:1 gegen Gladbach). Zum Abschluss gab es am 23. Dezember noch ein 2:0 gegen den VfL Wolfsburg. Ich war sehr zufrieden mit dem ersten Halbjahr.


    Zitat

    „Wir beenden die Hinrunde als Tabellendritter! Das ist unglaublich. Damit hätte niemand gerechnet. Aber wir stehen dort verdientermaßen, überzeugten wir doch mit teils sehr ansehnlichem Offensivfußball.“


    Der Rückstand auf den Tabellenführer (natürlich FC Bayern) betrug nur 6 Punkte, der Vorsprung auf den Tabellensiebten M’Gladbach ebenfalls 6 Punkte. Wir setzten nach der Winterpause unsere Leistungen konstant fort. Wir revanchierten uns für das 0:3 aus der Hinrunde gegen Schalke (4:1) und konnten uns ebenso am HSV rächen (3:1). Bei einer emotionalen Rückkehr in den Borussia-Park gewannen wir mit 2:1 (26. Spieltag), gegen die Topteams FC Bayern (0:2) und Borussia Dortmund (1:2) sahen wir aber noch kein Land. So beendeten wir die Saison auf einem sehr, sehr starken 4. Rang. Wir waren damit klar das Überraschungsteam der Saison und qualifizierten uns zugleich für die Europa League.


    TABELLE

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    ONES TO WATCH


    Adem ÖZTÜRK (IV / 19 / 3,8 Mio. EUR)

    Unser größtes Talent. Schon damals war klar, dass ihm eine große Karriere bevorstünde. Ehe es ihn jedoch zu Arsenal und später zu Real Madrid zog, musste er in dieser Saison noch mit den erfahrenen Verteidigern Emil BERGSTRÖM (7,25 Mio. EUR) und Jannik VESTERGAARD (5,25 Mio. EUR) konkurrieren. Sie waren ihm noch ein wenig voraus. Hoffentlich würden wir ihn noch ein wenig halten können.

    (28 Spiele / 2 Tore / 1 Vorlage / Note: 7.02)


    Rani KHEDIRA (DM / 25 / 9,25 Mio. EUR)

    Unser Chef im Mittelfeld, der eine herausragende Saison spielte. Rani war unser starker Leader, der 2014 aus Stuttgart an den Main kam und nie wieder ging. Auch 2029 (Vertrag bis 2030) stand Rani noch in unseren Reihen.

    (34 Spiele / 2 Tore / 2 Vorlagen / Note: 7.11)


    Gabriel IANCU (OM / 25 / 10,25 Mio. EUR)

    Gut, dass wir seinen Vertrag im Frühling verlängern konnten. Mit 20 Assists glänzte Iancu in der Bundesliga als bester Vorlagengeber. Dazu erzielte er 6 Tore. Der Rumäne war das Herzstück unserer Offensive und absolvierte als einziger Akteur alle Saisonspiele.

    (39 Spiele / 6 Tore / 22 Vorlagen / Note: 7.21)


    Samuel ARMENTEROS (ST / 29 / 4,7 Mio. EUR)

    Im Laufe des kommenden Jahrzehnts prägten zahlreiche große Spieler die Position der Einzelspitze bei der Eintracht. Unser Kuba-Schwede war mein erster Torjäger, der uns mit 16 Toren in dieser Saison beschenkte. Sein großes Plus war seine Vielseitigkeit. Egal, wo ich Samu aufstellte (ob auf den Außen, zentral oder in der Sturmspitze), er erzielte immer zuverlässig seine Tore.

    (39 Spiele / 16 Tore / 9 Vorlagen / Note: 7.08)



    2019/2020


    Nach meiner Debütsaison war es an der Zeit, die Zukunft der Eintracht zu gestalten. Damals sah ich Frankfurt nur als Zwischenstation. Ich würde vielleicht zwei oder drei Jahre bleiben. Tatsächlich hatte ich nur einen Zweijahresvertrag unterschrieben, der im Sommer 2020 auslief. Im Sommer 2019 gab es bzgl. einer Verlängerung noch keine Gespräche. Trotzdem war es wichtig, den Kader entsprechend für das neue Jahrzehnt aufzustellen.


    KADER 2019/2020


    Torhüter Sebastian MIELITZ (29) - Hideyuki TAKADA (22) - Andrej IVANOVIC (17)


    Abwehr

    LV: Ylli SALLAHI (25) - Niko GIESSELMANN (27) – Quentin DE PAUW (19)

    IV: Jannik VESTERGAARD (27) – Emil BERGSTRÖM (26) – Adem ÖZTÜRK (19) – Michael BÖHM (19)

    RV: Julian KORB (27) – Christian TRÄSCH (32)


    Mittelfeld

    DM: Rani KHEDIRA (25) –Steven DEFOUR (31) – Slobodan MEDOJEVIC (28)

    ZM: Marc STENDERA (23) – Lucas DE FELIPPE (21)

    OM: Gabriel IANCU (25)

    ML: Takashi INUI (31) – Wahbi KHAZRI (28)

    MR: Massimo BRUNO (24) – Rudi NEUMANN (19) Milos LEKIC (20)


    Sturm Samuel ARMENTEROS (29) – Kévin GÉRARD (20) – Héctor LALA (20) – Nils PETERSEN (30)


    *neu



    Abgänge:


    NAME




    ALTER




    POS




    ZU




    ABLÖSE




    Jiloan HAMAD




    28




    OML




    Sheffield Wednesday




    2,5 Mio. EUR




    Knowledge MUSONA




    29




    OMR




    Hannover 96




    1,5 Mio. EUR




    Stefano CELOZZI




    30




    VR




    Arbeitsamt




    Ablösefrei




    Tino COSTA




    34




    DM




    Karriereende







    Jan ROSENTHAL




    33




    ZM




    Karriereende










    Zugänge:


    NAME




    ALTER




    POS




    VON




    ABLÖSE




    Michael BÖHM




    19




    ZM




    VfB Stuttgart




    7,0 Mio. EUR




    Kévin GÉRARD




    20




    ST




    RSC Anderlecht




    Ablösefrei




    Julian KORB




    27




    RV




    Borussia M’Gladbach




    3,3 Mio. EUR




    Lucas DE FELIPPE




    21




    ZM




    VfB Stuttgart




    3,3 Mio. EUR




    Quentin DE PAUW




    19




    LV




    FC Brügge




    Leihe




    Rudi NEUMANN




    19




    MR




    Eigene Jugend







    Milos LEKIC




    20




    MR




    Eigene Jugend








    Wie man an den Transfers gut erkennen kann, erhielt der Kader in meiner zweiten Saison bei Frankfurt eine deutliche Verjüngungskur. Mit Kévin GÉRARD aus Anderlecht hatte ich meinen Wunschstürmer bekommen und mit BÖHM und DE FELIPPE zwei junge Talente vom Absteiger aus Stuttgart. Zudem holte ich mit Julian KORB einen alten Bekannten aus M’Gladbach. Im Winter kam noch Amin YOUNES dazu, wodurch ich meine beiden Lieblingsschüler wieder bei mir hatte.


    Der Saisonstart wurde jedoch – aufgrund von zahlreichen Verletzten und einer schweren Eingewöhnungsphase – ordentlich verpatzt. Nach dem 1:2 gegen Köln am 9.Spieltag hatten wir den absoluten Tiefpunkt erreicht. Wir waren nur 14. und hatten bereits 8 Punkte Rückstand auf die europäischen Ränge. An die durften wir in der aktuellen Situation aber auch gar nicht denken. Vielmehr musste ich mir Sorgen um meinen Job machen. Auch in der Europa League hatten wir erhebliche Schwierigkeiten. Nach dem 2:5 bei Metalist Charkiw brannte Anfang Oktober schon der Baum, obwohl Weihnachten noch weit entfernt war. Glücklicherweise trugen meine taktischen Umstellungen Früchte, weswegen wir im November durch einige gute Ergebnisse wieder in ruhigeres Fahrwasser manövrierten und uns peu á peu nach vorne arbeiteten. So schlossen wir das Jahr 2019 in der Bundesliga tatsächlich noch als Vierter ab und holten in der EL den Gruppensieg vor Charkiw.


    Unser Publikumsliebling INUI verabschiedete sich im Winter Richtung Emirate, weswegen wir YOUNES holten, der zum Start ins neue Jahr voll einschlug und in den ersten vier Spielen mit 3 Toren und 3 Assists glänzte. Ähnlich wie im letzten Jahr spielten wir in der Rückrunde auf einem konstant hohen Niveau mit nur gelegentlichen Aussetzern. Das brachte uns nach 34 Spieltagen Platz 3 ein. In der Europa League trafen wir bereits in der ersten Ausscheidungsrunde mit dem AS Rom auf einen schweren Gegner. Gegen die Römer waren wir chancenlos im ersten Spiel (0:2). Das Rückspiel war sagenhaft (3:1). Leider fehlte am Ende noch ein Tor zum Weiterkommen. Trotzdem - eine unfassbar starke Leistung der Eintracht, wo doch der Saisonstart so flöten ging. Nächstes Jahr also CL.


    Doch würde auch George Hero dann noch dabei sein? Die Vertragsgespräche mit Bruno Hübner gestalteten sich zäh. Lange Zeit sah es so aus, als würden wir uns nicht einigen können. Zwischendrin erhielt ich u.a. ein Angebot aus Sevilla, das ich jedoch ablehnte. Ich wollte unbedingt die Saison zu Ende bringen. Erst im Juni konnte ich mich jedoch mit Hübner und Bruchhagen einigen. Ich unterschrieb erneut für zwei Jahre. Im Rückblick bin ich über diesen Schritt sehr froh. Hätte ich im Frühsommer 2020 ein lukratives Angebot bekommen: Ich wäre gegangen! So gab ich der Eintracht noch eine Chance.


    TABELLE

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    ONES TO WATCH


    Niko GIESSELMANN (LV / 28 / 2 Mio. EUR)

    Einer der unscheinbareren Spieler, der von meiner taktischen Umstellung auf offensivere Außenverteidiger und zugleich der langen Verletzung von Ylli SALLAHI profitierte. Niko war kein Mann für die besonderen Momente. Dafür glänzte er durch hohe Konstanz und spielte seine beste Saison bei der Eintracht.

    (31 Spiele / 3 Tore / 4 Assists / Note: 7.05)


    Emil BERGSTRÖM (IV / 27 / 8 Mio. EUR)

    Adem ÖZTÜRK hatte sich mittlerweile zum Stammspieler gemausert. Den Platz neben ihm nahm – vor allem in der Rückrunde – unser Schwede Bergström ein. Er degradierte VESTERGAARD in die zweite Reihe und war eine wichtige Stütze auf dem Weg zur CL-Qualifikation.

    (30 Spiele / 4 Tore / Note: 7.17)


    Julian KORB (RV / 28 / 6,5 Mio. EUR)

    Mein Wunschtransfer im Sommer. Seine Leistungen bestätigten dies zu hundert Prozent. Julian trat bisweilen famos auf und erzielte sogar vier Tore. In den acht vorherigen Jahren in Gladbach erzielte er ebenso viele...

    (35 Spiele / 4 Tore / 8 Vorlagen / Note: 7.22)


    Marc STENDERA (ZM / 24 / 7,25 Mio. EUR)

    Marc hatte vor meiner Ankunft in Frankfurt keinen leichten Stand. Er galt lange als großes Talent, konnte dies jedoch nie unter Beweis stellen. Mittlerweile hatte er sich zum Stammspieler entwickelt, der im zentralen Mittelfeld an der Seite von Kapitän KHEDIRA die Fäden zog.

    (45 Spiele / 6 Tore / 13 Vorlagen / Note: 7.18)


    Amin YOUNES (ML / 26 / 10,5 Mio. EUR)

    Was für eine tolle Rückrunde von meinem zweiten Gladbacher Lieblingsschüler! In der Hinrunde war die linke Seite unsere große Schwäche. Hinten war SALLAHI lange verletzt, vorne überboten sich Wahbi KHAZRI und Takashi INUI mit Negativleistungen. So reagierten wir im Winter, verkauften den Japaner und holten uns mit meinem ehemaligen Musterschüler den Spieler der Rückrunde ins Team. Amin hatte keine Eingewöhnungsprobleme und legte sofort los wie die Feuerwehr. 13 Scorerpunkte in 19 Spielen, dazu notenbester Spieler im Team.

    (19 Spiele / 7 Tore / 6 Vorlagen / Note: 7.32)


    Massimo BRUNO (MR / 26 / 4,2 Mio. EUR)

    Das positive Gegenstück zu Amin Younes. Aufgrund seiner Leistungen will ich Massimo oft einfach nur umarmen, dann sogleich aber wieder mit ihm schimpfen. Der Belgier war ein begnadeter Fußballer, der sich leider viel zu oft verletzte. Trotzdem glänzte er in 32 Spielen mit 13 Toren.

    (32 Spiele / 13 Tore / 6 Vorlagen / Note: 7.17)


    Kévin GÉRARD (ST / 21 / 6,25 Mio. EUR)

    Mit dem Belgier war uns im Sommer ein Top-Transfer gelungen. Er hatte Startschwierigkeiten, entwickelte sich spätestens in der Rückrunde aber zu einer wirklichen Waffe. Schon damals ahnte ich, dass auch er ein Spieler sein würde, den wir wohl nicht allzu lange halten könnten.

    (50 Spiele / 21 Tore / 8 Vorlagen / Note: 7.10)

  • Willkommen zurück, zumindest für eine Weile!:) Ich geniesse diese Zusammenfassung schon jetzt in vollen Zügen. Ich bin in der Vergangenheit immer mal wieder in die Ruhmeshalle oder andere ältere Stories eingetaucht. Leider haben zahlreiche Foren- und Softwareupdates bei den meisten stark am Layout genagt, sodass der Lesegenuss nicht immer so gross ist, wie er sein könnte oder sollte. Daher begrüsse ich es sehr, dass du uns hier nochmal in Kurzform auf deine Abenteuer mitnimmst. Mehr habe ich gar nicht zu sagen, ausser: weitermachen!

  • Fanakick
    Herzlichen Dank. Ich genieße es auch, wieder in diesen alten Spielstand einzutauchen. Pure Football Manager Romantic! Glücklicherweise ist diese Story noch eine, die man gut lesen kann. Deswegen verlief der Rückblick ohne große Probleme. Bei anderen hat es das Layout so zerschossen, dass sie teilweise gar nicht mehr lesbar sind. Wünsche weiterhin viel Spaß beim Lesen.


    TEIL IV - JETZT GEHTS LOS



    2020/2021

    Mit dem zweiten CL-Spieltag 20/21 endete meine Berichterstattung in der Story. Da ich eine Zwischenspeicherung vom Mai 21 habe, kann ich noch umfassend über dieses Jahr berichten. Die nächste Zwischenspeicherung datiert vom Oktober 2029, weswegen mir spätestens ab der nächsten Spielzeit ein paar Daten wie beispielsweise die Tabellenstände unter der Saison fehlen werden. Auch Leistungen von Spielern, die 2029 mittlerweile ihre Karriere beendet hatten, sind teilweise nur schwer zu rekonstruieren. In der Berichterstattung sollte das allerdings nicht so schwer ins Gewicht fallen.

    Nach den Rängen 4 und 3 in den beiden letzten Jahren waren die Erwartungen in der Mainmetropole plötzlich gestiegen. Klar, zwei gute Platzierungen reichen noch nicht, um ernsthafte Ansprüche im Meisterschaftskampf zu stellen. Dafür waren Bayern und Dortmund noch eine Nummer zu groß. Wir hatten aber gezeigt, dass wir unter den Verfolgern der beiden Topvereine relativ weit vorne landen können. Deshalb war unser gesetztes Ziel die Qualifikation für die Champions League.


    Zitat

    Bayern und Dortmund seit 2014


    FCB: 01. / 01. / 01. / 01. / 01. / 02. / 01.

    BVB: 02. / 02. / 03. / 04. / 03. / 01. / 02.


    Unseren Kader verstärkten wir in diesem Sommer nur geringfügig, dafür jedoch u.a. mit einem Spieler, der dieses Jahrzehnt bei der Eintracht prägen sollte: Lars BOROWSKI. Den 21-jährigen Mittelfeldspieler wollte ich bereits in der vergangenen Saison. Die Verhandlungen scheiterten damals am Preis. Nun bekamen wir Lars deutlich günstiger, da dem VfB Stuttgart die Wiederaufstieg nicht gelungen war und mit Borowski eines der größten deutschen Fußballtalente auf einen Wechsel drängte. Neben ihm holten wir mit dem Ivorer Serge TOURÉ noch einen weiteren Mann für die Zentrale, die nun qualitativ und quantitativ sehr gut besetzt war. Stark umworbene Spieler wie ÖZTÜRK, DE FELIPPE und GÉRARD konnten wir weiterhin halten. Mit Nils PETERSEN und Slobodan MEDOJEVIC verließen uns nur Reservisten. Unser Management funktionierte und scheinbar hatte die Vertragsverlängerung von George Hero auch den einen oder anderen Spieler vom Projekt SGE überzeugt.


    KADER 2020/2021


    Torhüter: Sebastian MIELITZ (31) - Hideyuki TAKADA (23) - Andrej IVANOVIC (18)


    Abwehr:

    LV: Ylli SALLAHI (26) - Niko GIESSELMANN (28)

    IV: Jannik VESTERGAARD (27) – Emil BERGSTRÖM (27) – Adem ÖZTÜRK (20) – Michael BÖHM (20)

    RV: Julian KORB (28) – Christian TRÄSCH (32)


    Mittelfeld:

    DM: Rani KHEDIRA (26) – Lars BOROWSKI (21) Serge TOURÉ (23) - Steven DEFOUR (32)

    ZM: Marc STENDERA (24) – Lucas DE FELIPPE (22)

    OM: Gabriel IANCU (26)

    ML: Amin YOUNES (26) – Wahbi KHAZRI (29)

    MR: Massimo BRUNO (26) – Rudi NEUMANN (20)


    Sturm: Samuel ARMENTEROS (30) – Kévin GÉRARD (21) – Héctor LALA (21) – Milos LEKIC (21)



    Abgänge:


    NAME




    ALTER




    POS




    ZU




    ABLÖSE




    Nils PETERSEN




    31




    ST




    Arbeitsamt




    Ablösefrei




    Slobodan MEDOJEVIC




    29




    DM




    Arbeitsamt




    ablösefrei







    Zugänge:


    NAME




    ALTER




    POS




    VON




    ABLÖSE




    Lars BOROWSKI




    21




    DM




    VfB Stuttgart




    9,5 Mio. EUR




    Serge TOURÉ




    23




    DM




    FC Genua 1893




    3,0 Mio. EUR







    Zunächst mussten wir aber durch die CL-Quali, wo wir mit dem ukrainischen Meister Schachtar Donezk auf einen schweren Gegner trafen. Doch nach einem souveränen 3:0 zu Hause und einem 1:1 in der Ukraine qualifizierte sich die Eintracht zum ersten Mal für die Champions League.


    Zum Auftakt in die Saison gelang uns gegen den FCB ein respektables 1:1. Im Anschluss gewannen für fünf Mal in Folge. Am sechsten Spieltag grüßten wir zuerst von Platz 1, dann erneut am zehnten und dieses Mal hielten wir die Führung bis zum 29. Spieltag. Es war unglaublich, obwohl wir wahrlich keinen Zauberfußball spielten. Gerade in der Hinrunde gewannen wir einen Großteil der Spiele mit nur einem Tor Unterschied. Die SGE hatte vor allem im mentalen Bereich zugelegt und war deshalb nach 17 Spieltagen doch ein ernsthafter Titelanwärter.


    Während es in der Liga zumeist knapp zuging, spielten wir in der CL eine sehr torreiche Gruppe D gegen Juventus Turin (1:3 / 4:1), ZSKA Moskau (1:1 / 4:1) und OSC Lille (1:0 / 1:4). Diese teils hohen Ergebnisse berechtigten uns als Tabellenzweiter zum Weiterkommen. Auch im DFB Pokal überwinterten wir, nach einem 2:0 n.V. gegen den 1.FCK.


    Leider verloren wir dann im Winter doch einen unserer Besten: Der Argentinier Lucas DE FELIPPE, zweifelsfrei mit großem Talent gesegnet, wurde von der AS Monaco für 28,5 Mio. EUR abgeworben. Das ist eine Summe, bei der du als SGE-Coach nicht Nein sagen kannst. Dafür verpflichteten wir den 24-jährigen kroatischen Nationalspieler Damir TURINA (7,5 Mio. EUR).


    In der Rückrunde setzte meine Mannschaft ihre gute Leistung fort. Nach fünf Siegen in Folge war für viele klar: Die Meisterschaft ging in diesem Jahr nur über die Eintracht. Dann allerdings verloren wir am 23. Spieltag beim FC Schalke 04 völlig unerwartet mit 0:5, was den Einbruch unserer Euphorie zur Folge hatte. Wir holten aus den nächsten 7 Spielen „nur“ 10 Punkte, wodurch wir uns die Tabellenführung am 29. Spieltag plötzlich mit den Bayern teilen mussten. Da auch Dortmund noch mitten im Titelrennen war, erwartete die Fans ein großer Dreikampf um die Deutsche Meisterschaft. Da wir im CL-Achtelfinale am FC Chelsea (1:4 / 1:2) gescheitert waren, konnten wir uns voll und ganz darauf konzentrieren. Leider trafen wir am 30. Spieltag ausgerechnet auf meinen Angstgegner, den HSV, gegen den wir mit 1:2 verloren. Glücklicherweise verlor der BVB und die Bayern spielten nur 0:0 gegen Schalke. Wir hatten immer noch 3 Punkte Vorsprung. Doch am 31. Spieltag gelang uns nur ein 1:1 gegen Freiburg. Während der BVB nur ein 1:1 in Wolfsburg holte, gewannen die Bayern 3:1 gegen Augsburg. Vor den letzten drei Spieltagen sah die Ausgangslage folgendermaßen aus:

    • EINTRACHT FRANKFURT 66
    • FC BAYERN MÜNCHEN 65
    • BORUSSIA DORTMUND 63

    Während wir am 32. Spieltag gegen den 1.FC Köln (2:1) und der BVB gegen Mainz 05 (2:1) ablieferten, verloren die Bayern gegen Gladbach (1:2). Meine alte Truppe schien alles dafür zu tun, mir die erste Bundesliga-Trophäe zu bescheren.


    Am 33. Spieltag hatten wir die große Chance! 3 Punkte Vorsprung auf den BVB, vier Punkte auf die Bayern. Ein Sieg im direkten Duell gegen die Borussia und die Meisterschaft wäre uns sicher. Doch gegen heimstarke Dortmunder waren wir chancenlos. Wir verloren mit 0:2 und hatten die Meisterschaft plötzlich nicht mehr in der eigenen Hand. Der BVB hatte ein um acht Tore besseres Torverhältnis. Da auch die Bayern ihr Spiel gegen Wolfsburg mit 4:0 gewonnen hatten, mussten wir am letzten Spieltag gar noch um die direkte CL-Quali zittern.


    Wunder gibt es immer wieder. An diesem Tag allerdings sollte keines geschehen. Amin YOUNES und Kévin GÉRARD verschafften uns ein 3:1 zu Hause gegen den Club. Beim HSV gegen den BVB stand es bis zur 60. Minute 1:1, ehe Anthony Martial den entscheidenden Treffer zur Meisterschaft erzielte. Das Hoffen bis zum Schluss war vergebens. Ich hatte eines der spannendsten Bundesliga-Finals nur denkbar knapp verloren. Und wäre das nicht schon genug gewesen, verloren wir auch noch das DFB Pokal-Halbfinale im Elfmeterschießen gegen die Bayern.


    Tja, so ist es halt im Fußball. Mal verlierst du, mal gewinnen die anderen. Dortmund und Bayern waren uns immer noch einen – wenn auch nur sehr kleinen Schritt – voraus. Doch das sollte sich ganz bald ändern. Im Nachhinein betrachtet war diese knappe Niederlage im Titelkamp ein wichtiger Faktor, der die Eintracht nicht nur in der nächsten Spielzeit, sondern für das komplette Jahrzehnt beflügeln sollte. Trotz des enttäuschenden Endes konnte ich sehr stolz auf meine Mannschaft sein.


    TABELLE



    ONES TO WATCH



    Sebastian MIELITZ (TW / 31 / 2,8 Mio. EUR)

    Der ehemalige Bremer war nun schon seit einigen Jahren die klare Nummer 1 im Kasten der Eintracht. Sebastian absolvierte in dieser Saison als einziger Akteur alle Spiele und war ein sicherer Rückhalt. Trotzdem machten wir uns so langsam Gedanken über seine Nachfolge.

    (49 Spiele / 53 Gegentore / 17 Spiele zu Null / Note: 6.89)


    Emil BERGSTRÖM (IV / 28 / 6,5 Mio. EUR)

    Unser Schwede war in dieser Saison nahezu unantastbar. Mit ÖZTÜRK, VESTERGAARD und Neuzugang TOURÉ hatte er starke Konkurrenz, neben der er aber voll glänzen konnte und als Bester herausstach.

    (32 Spiele / 3 Tore / 1 Vorlage / Note: 7.22)


    Steven DEFOUR (DM / 33 / 10.000 EUR)

    Wo es viele Gewinner gibt, muss es auch Verlierer geben. Der ehemalige belgische Nationalspieler hatte sich in der letzten Saison die Achillessehne gerissen und gleich zum Auftakt in die neue Spielzeit den Arm gebrochen. Es war für ihn im Grunde das Karriereende. Nach seiner Rückkehr war er im stark besetzten Mittelfeld gegen KHEDIRA, STENDERA und BOROWSKI chancenlos. Steven entschied sich am Ende der Saison zum Karriereende. Ins Fußballgeschäft kehrte er nicht mehr zurück.

    (1 Spiel / 0 Tore / 0 Vorlagen / Note: 6.80)


    Rudi NEUMANN (OMR / 20 / 2,5 Mio. EUR)

    Rudi war neben Marc STENDERA und Adem ÖZTÜRK das dritte Eigengewächs, das den Sprung in die erste Mannschaft geschafft hatte. In seiner zweiten Profisaison war er zwar noch kein Stammspieler, absolvierte aber 36 Spiele und glänzte mittlerweile auch in der U21-Nationalmannschaft. Der in Frankfurt geborene Rechtsaußen musste noch ein paar Schritte gehen, dann würde er den Durchbruch schaffen. Da war ich mir sicher.

    (36 Spiele / 5 Tore / 3 Vorlagen / Note: 6.82)


    Marc STENDERA (MZ / 25 / 6,75 Mio. EUR)

    Ob als Sechser, Achter oder Zehner: Marc konnte in der Zentrale alle Positionen mit großer Leichtigkeit ausfüllen. Das Frankfurter Spiel war ohne ihn kaum noch vorstellbar. Deshalb verlängerten wir seinen Vertrag frühzeitig bis 2023.

    (39 Spiele / 5 Tore / 8 Vorlagen / Note: 7.09)


    Héctor LALA (ST / 22 / 3,1 Mio. EUR)

    Der Franzose war mein erster Transfer in Frankfurt. Eigentlich hatten wir gehofft, mit ihm einen richtig starken Stürmer aufbauen zu können. Nachdem seine erste Saison auch ganz brauchbar war, baute er in den letzten beiden Spielzeiten sukzessive ab. In diesem Jahr kam er nur auf 12 Einsätze. Die Konkurrenz aus ARMENTEROS und GÉRARD war einfach zu stark für Héctor. Wir sollten ihn im Sommer abgeben.

    (12 Spiele / 0 Tore / 0 Vorlagen / Note: 6.72)


    Kévin GÉRARD (ST / 22 / 8 Mio. EUR)

    Des einen Leid ist des andern Freud! Mit dem Belgier GÉRARD hatten wir einen absoluten Topstürmer in unseren Reihen, der auf dem besten Weg zu einer großen Karriere war. Mit seinen 27 Toren war Kévin ein wichtiger Faktor für unsere erfolgreiche Saison. Hoffentlich würden wir ihn auch weiterhin halten können.

    (44 Spiele / 27 Tore / 10 Vorlagen / Note: 7.15)

  • Schorsch Held

    Hat das Label Football Manager 2014 (SI) hinzugefügt
  • TEIL V – Die erste Meisterschaft seit 1959


    2021/2022

    Dreimal in Folge unter den besten 3 der Liga abgeschnitten hatte die Eintracht in ihrer langen Geschichte nur Anfang der 90er Jahre, in der großen Zeit von Okocha, Yeboah, Bein, Möller und Co. Mit der sensationellen Vizemeisterschaft von 2021 hatten wir diese Leistung nun wiederholt und zugleich mit Platz 2 einen neuen Bundesliga-Rekord der Eintracht aufgestellt. Ja, tatsächlich, dieser Verein war seit Bestehen der Bundesliga noch nie über Rang 3 hinausgekommen. Bis zur Zeit von Öztürk, Khedira, Iancu, Gérard und Co.


    Nachdem wir den Meistertitel im vergangenen Jahr nur denkbar knapp verpasst hatten, war es nun an der Zeit, uns neue Ziele zu setzen. Klar, neben den Bayern und Dortmund Ansprüche auf den Titel zu stellen, war vielleicht noch zu viel. Viele Vereine waren in den letzten Jahren stets daran gescheitert. Insofern lautete unser bescheidenes Ziel abermals die erneute Qualifikation für die Champions League. Diese Mannschaft war mittlerweile so stabil, dass uns dieses Ziel als realistisch erschien.


    Um dieses Ziel zu erreichen, bastelten wir weiter am Kader. Die Eintracht fußte mittlerweile auf einem finanziell starken Fundament. Das vorhandene Transferbudget konnte um einige Verkäufe noch erhöht werden. Mit Jannik VESTERGAARD (IV / FC Bologna) und Ylli SALLAHI (LV / 1.FC Köln) befanden sich darunter auch zwei Leistungsträger aus den letzten Jahren. Vestergaard hatte in meiner Zeit insgesamt 122 Spiele absolviert, Sallahi 89. Steven DEFOUR (DM) hatte im Sommer wie bereits erwähnt seine Karriere beendet und auch für Wahbi KHAZRI (ML / Werder Bremen) war kein Platz mehr. Weiterhin verließen uns mit Milos LEKIC (ST / 1.FC Köln), Héctor LALA (ST / Olympique Marseille) und Hideyuki TAKADA (TW / FC Genua) drei Talente, die bei uns den Sprung nicht geschafft hatten. Vor allem bei Lala (65 Spiele / 9 Tore) sahen wir zuletzt keine Fortschritte mehr.


    Nachdem der Kader zunächst also deutlich ausgedünnt worden war, verstärkten wir diesen gezielt mit (hoffentlich) künftigen Schlüsselspielern. Auf der Torhüterposition holten wir Frank SCHINDLER (21) aus Gelsenkirchen. Ein großes Talent, dass nicht nur MIELITZ bei der Eintracht, sondern langfristig auch Neuer und ter Stegen bei der Nationalmannschaft beerben könnte.


    In der Innenverteidigung war nach dem Abgang von VESTERGAARD nun ein Platz frei geworden. Diesen bekam Michael BÖHM, der im vergangenen Jahr an Mainz ausgeliehen war und dort sehr gute Leistungen abgerufen hatte. Auf der Linksverteidiger-Position besserten wir vorerst nicht nach. Niko GIESSELMANN (29) war gesetzt. Zudem hatten wir als Backup noch Lars BOROWSKI (DM), der ebenfalls einen guten Außenverteidiger abgab.


    Im Mittelfeld verstärkten wir uns mit Felix BRÜCKNER (ZM / 22) aus der 2. Mannschaft und dem jungen Ricardo CORIA (ML / 19), der für ein Jahr aus Bordeaux ausgeliehen wurde.


    Unser Königstransfer fand sich jedoch im Sturm. Ja, ich hatte mal wieder bei meinem ehemaligen Arbeitgeber geräubert. Nach Julian KORB und Amin YOUNES holte ich mit Dennis NAGEL (ST / 18,75 Mio. EUR) meinen dritten Lieblingsschüler aus M’Gladbach. Der mittlerweile 22-jährige hatte 2017 im Alter von 17 Jahren debütiert und sich in den letzten Jahren zum absoluten Leistungsträger entwickelt. Da die Borussia in ihrer Entwicklung selbst stagnierte, war es nun für Dennis an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen. Die 18,75 Mio. EUR Ablöse zeigen zudem, dass wir ihn unbedingt haben wollten. So blieb dann auch kaum noch Geld für andere Transfers.



    KADER 2021/2022

    Torhüter: Sebastian MIELITZ (32) – Frank SCHINDLER (21) – Andrej IVANOVIC (19)


    Abwehr:

    LV: Niko GIESSELMANN (29)

    IV: Emil BERGSTRÖM (28) – Adem ÖZTÜRK (21) – Michael BÖHM (21)

    RV: Julian KORB (29) – Christian TRÄSCH (33)


    Mittelfeld:

    DM: Rani KHEDIRA (27) – Lars BOROWSKI (22) – Serge TOURÉ (24)

    ZM: Marc STENDERA (25) – Damir TURINA (24)

    OM: Gabriel IANCU (27) – Felix BRÜCKNER (22)

    ML: Amin YOUNES (27) – Ricardo CORIA (19)

    MR: Massimo BRUNO (27) – Rudi NEUMANN (21)


    Sturm: Kévin GÉRARD (22) – Dennis NAGEL (22) – Samuel ARMENTEROS (31)



    Abgänge:


    NAME




    ALTER




    POS




    ZU




    ABLÖSE




    Jannik VESTERGAARD




    28




    IV




    FC Bologna 1909




    3,0 Mio. EUR




    Milos LEKIC




    22




    ST




    1. FC Köln




    2,8 Mio. EUR




    Ylli SALLAHI




    27




    LV




    1. FC Köln




    2,5 Mio. EUR




    Héctor LALA




    22




    ST




    Olympique Marseille




    2,5 Mio. EUR




    Hideyuki TAKADA




    24




    TW




    FC Genua 1893




    2,1 Mio. EUR




    Wahbi KHAZRI




    30




    ML




    SV Werder Bremen




    1,0 Mio. EUR




    Steven DEFOUR




    33




    MZ




    Karriereende










    Zugänge:


    NAME




    ALTER




    POS




    VON




    ABLÖSE




    Dennis NAGEL




    22




    ST




    Borussia M’Gladbach




    18,75 Mio. EUR




    Frank SCHINDLER




    21




    TW




    FC Schalke 04




    Ablösefrei




    Ricardo CORIA




    19




    ML




    Girondins Bordeaux




    Leihe




    Felix BRÜCKNER




    22




    OM




    Eigene Jugend









    Die Saison begann klassisch mit der ersten Runde im DFB Pokal. Hier besiegten wir ohne große Mühe den TSV Kleinrinderfeld mit 4:0 (2x Gérard, Stendera, Younes). Unsere Offensive hatte sich behutsam warm geschossen. Der Start in die Bundesliga verlief großartig. Bis zum ersten Highlight, einem 1:1 gegen den BVB Anfang September, gewannen wir alle Spiele und grüßten damit nach 5 Spieltagen von der Tabellenspitze. Der Start in die Champions League verlief ähnlich erfolgreich. Wir besiegten Dinamo Zagreb auswärts mit 4:0 (2x Coria, Stendera, Iancu). Meine Mannschaft war enorm konstant. Tatsächlich gab es bis zur Winterpause nur eine einzige Niederlage, ausgerechnet gegen M’Gladbach (2:3). Ansonsten zeigte sich die Eintracht sehr souverän. Wir besiegten sogar die Bayern mit 1:0 (Bruno) und gewannen 3:0 gegen unseren Angstgegner HSV (2x Iancu, Gérard). So grüßten wir an Weihnachten mit satten 42 Punkten von der Tabellenspitze und waren damit ein ganz heißer Kandidat auf den Titel.


    Während wir im Pokal leider wieder früh scheiterten (0:1 gegen SV Freiburg in der 3. Runde), warteten in der CL neben Zagreb mit PSG und Tottenham harte Brocken. Gegen beide holten wir jeweils ein Unentschieden im Hinspiel. Nachdem wir Zagreb auch im Rückspiel 2:1 besiegt hatten (Nagel, Iancu), mussten wir uns sowohl Tottenham (2:3) als auch PSG (1:2) beugen. Aber wir hatten großartig gekämpft und wurden immerhin noch mit der Teilnahme an der Europa League belohnt.


    Obwohl mittlerweile alle Positionen sehr gut besetzt waren, klaffte nun doch eine kleine Lücke auf der linken Seite. Niko GIESSELMANN schwächelte ein wenig und auch Lars BOROWSKI zeigte keine allzu starken Leistungen. Deswegen holten wir im Winter gleich zwei Linksverteidiger. Der Serbe Alija SABANOVIC (21) kam für 10,5 Mio. EUR von Hertha BSC Berlin. Zudem liehen wir den jungen Iren Shane Long (20) von Manchester United aus. Doch leider konnten beide unser Problem nicht beheben. SABANOBVIC verletzte sich früh, Shane LONG hatte Probleme mit dem deutschen Fußball, also spielte nun doch wieder Niko GIESSELMANN. Die Linksverteidigerposition sollte tatsächlich noch ein paar Jahre Probleme machen.


    Unserem Lauf in der Liga tat das allerdings keinen Abbruch. Wir starteten mit einem 2:0 gegen Hoffenheim (Iancu, Touré) und einem 3:1 gegen Stuttgart (Iancu, Gérard, Younes) ins Jahr 2022. Die zweite Niederlage der laufenden Saison holten wir uns am 21. Spieltag gegen den VfL Wolfsburg (0:1). Im Anschluss besiegten wir unseren schärfsten Verfolger aus Dortmund mit 1:0 (Younes) und fegten in der Europa League den RSC Anderlecht mit 5:1 vom Platz (Iancu, 2x Bruno, Younes, Neumann). Im Rückspiel glänzten wir mit einem 4:1 (2x Gérard, Coria, Bergström) und rächten uns anschließend auch noch mit einem 4:2 gegen M’Gladbach (Öztürk, Gérard, 2x Iancu) für die Hinspielniederlage. Da wir uns auch in der darauffolgenden Woche beim 2:2 (Stendera, Turina) in der Allianz Arena sehr souverän schlugen, standen die Zeichen weiterhin klar auf Meisterschaft.


    In der vergangenen Saison hatten wir unsere Schwächelphase ausgerechnet im März. Sie kostete uns den Titel. Auch dieser März verlief durchwachsen. Erst schmiss uns Juventus Turin (1:1, 0:1) aus der Europa League und dann verloren wir auch noch 2:4 beim Hamburger SV (Stendera, Iancu). Als wir am 1. April zu Hause gegen den 1. FC Köln nicht über ein 1:1 (Iancu) hinauskamen, läuteten die Alarmglocken. Bitte nicht wieder wie letztes Jahr!


    Am 30. Spieltag trafen wir im richtungsweisenden Duell auf den Tabellendritten FC Schalke 04, ein unangenehmer Gegner, allem voran in der heimischen Veltins Arena. Lange Zeit sahen die Fans ein Duell auf Augenhöhe. Und als alles bereits auf ein torloses Unentschieden hinauslief, nahm sich unser Belgier Kévin GÉRARD in der 88. Minute ein Herz und hämmerte den Ball in den Winkel. Die Knappen hatten wir damit abgehängt. Mit 66 Punkten führten wir die Tabelle vor dem BVB (62) an. Roberto Mancinis Bayern waren ebenfalls schon abgehängt. Sie spielten die schlechteste Saison seit vielen Jahren und wurden am Ende gar nur Siebter. Für den italienischen Trainerstar das Aus in München.


    Doch zurück nach Frankfurt. Es galt, 4 Punkte ins Ziel zu retten. Durch Siege gegen Hannover (1:0 / Stendera) und Freiburg (3:2 / Iancu, 2x Gérard) konnten wir unseren Vorsprung nach 32 Spieltagen auf sechs Zähler ausbauen. Da Dortmund allerdings das bessere Torverhältnis vorweisen konnte, waren wir gewarnt. Trotzdem herrschte die klare Stimmung vor: Diesen Titel lassen wir uns nicht mehr nehmen. Heute nicht! Und mit dieser Einstellung fegten wir Eintracht Braunschweig mit 3:0 (Nagel, Korb, Öztürk) vom Feld und feierten vor heimischem Publikum die erste Deutsche Meisterschaft seit 1959.


    Es war unbeschreiblich! Nach vier Jahren hatte ich mit dem DFB Pokal in M’Gladbach meinen ersten Titel geholt. Nach vier Jahren in Frankfurt gewann ich nun zum ersten Mal die Deutsche Meisterschaft. Nachdem wir in den letzten Jahren Vierter, Dritter und Zweiter geworden waren, war dieser Erfolg nun der logische Schritt. Im Vergleich zu meinen Gladbach-Jahren entschied ich mich nun aber nicht zu gehen. Ich blieb und war heiß auf weitere Titel mit der Eintracht!


    TABELLE

    ONES TO WATCH


    Frank SCHINDLER (TW / 21)

    Frank kam im Sommer ablösefrei vom FC Schalke 04. Die Knappen waren ebenfalls ein Team, das in den letzten Jahren immer wieder mal die Bayern und den BVB ärgern konnten. Dass er seine Zukunft bei uns sah, sagte viel über unser Projekt aus. Seine Verpflichtung hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Dass er nicht gekommen war, um auf der Bank zu sitzen, zeigte er uns von Beginn an. Deswegen gab ich Frank viel Spielzeit neben Sebastian MIELITZ, den er vor allem zum Ende der Saison vollends verdrängt hatte. Während Schindlers Karriere nun richtig begonnen hatte, endete damit auch die Ära MIELITZ zwischen den Frankfurter Pfosten. Er sollte uns im Sommer verlassen.

    (32 Spiele / 23 Gegentore / 16x zu Null / Note: 6.95)


    Michael BÖHM (IV / 21)

    Wir holten Böhmi vor zwei Jahren für 7 Mio. EUR aus Stuttgart. Nachdem er in seiner ersten Saison wenig zum Zug gekommen war, verliehen wir Michael anschließend für eine Saison nach Mainz. Dort hatte er sich großartig entwickelt und diese Entwicklung setzte er bei seiner Rückkehr fort. Michael Böhm, der sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt wurde, war ein wichtiger Faktor auf dem Weg zur Meisterschaft. Die damals hohe Ablöse hatte sich nun also ausgezahlt.

    (42 Spiele / 2 Tore / 0 Vorlagen / Note: 7.18)


    Gabriel IANCU (OMZ / 27)

    Unser rumänischer Spielmacher war der notenbeste Akteur der Meistermannschaft. Mit seinen 27 Jahren war er nun am Höhepunkt seiner Karriere angelangt. Ich werde nie vergessen, mit welchem Drive er uns zum Titel führte. Toppen konnte er diese Saison in den kommenden Jahren nicht mehr.

    (39 Spiele / 14 Tore / 13 Vorlagen / Note: 7.21)


    Dennis NAGEL (ST / 22)

    Seine erste Saison bei der Eintracht hatten wir uns anders vorgestellt. Nachdem sich Dennis Ende Juli den Fuß gebrochen hatte, war die Hinrunde für ihn gelaufen. Erst im Dezember absolvierte er seine ersten Pflichtspiele für Frankfurt. Eine Knieverletzung im Januar zwang ihn aber erneut zu einer langen Pause von 6 Wochen. Und als er gerade wieder zurück war und langsam Fahrt aufnahm, machte die Kniesehne (3 Wochen) Probleme. Es war eine Saison zum Vergessen für unseren Rekordeinkauf. Doch in den paar Spielen, die NAGEL absolvierte, hatte er uns sein Potential absolut gezeigt. Wir hofften, dass er in der kommenden Saison voll durchstarten würde.

    (14 Spiele / 4 Tore / 2 Vorlagen / Note: 7.01)


    Kévin GÉRARD (ST / 22)

    Wie sollte es auch anders sein? Unser belgischer Star war mit seinen 34 direkten Torbeteiligungen unser Topstürmer in dieser Saison. Auch in seiner dritten Saison hatte Kévin voll abgeliefert. Seine Leistungen blieben in Europa natürlich nicht unentdeckt, weswegen wir zahlreiche Anfragen für ihn erhielten. Doch dazu mehr im nächsten Update.

    (47 Spiele / 25 Tore / 9 Vorlagen / Note: 7.12)

  • TEIL VI – Der große Umbruch



    2022/2023

    Eintracht Frankfurt Deutscher Meister! Das will ich mir an dieser Stelle nochmals auf der Zunge zergehen lassen. Deutscher Meister! Wahnsinn! Wir hatten wirklich eine fantastische Saison gespielt und unsere starken Leistungen aus den Vorjahren noch getoppt. Natürlich blieb das in Europa nicht unentdeckt. Logisch, wenn ein Außenseiter so overperformt, weckt das Begehrlichkeiten. Eine Meisterschaft alleine reicht leider nicht, um alle Leistungsträger im Verein zu halten. Die ganz Großen hatten angeklopft und drei meiner Besten verließen im Sommer 2022 den Verein. Während Deutschland bei der WM im Finale mit 1:3 gegen die Niederlande verlor, kam der große Umbruch nach Frankfurt.


    Adem ÖZTÜRK, seit meiner Ankunft vor vier Jahren DAS große Abwehrtalent, verließ uns für die Rekordablöse von 34,5 Mio. EUR zum FC Arsenal. Ebenso verloren wir mit Kévin GÉRARD unseren besten Stürmer, der sich für 28 Mio. EUR dem FC Liverpool anschloss. Weiterhin mussten wir auch noch den Abgang von Damir TURINA verkraften. Den Kroaten zog es für 16,5 Mio. EUR zum FC Barcelona. Außerdem verließen uns mit Linksverteidiger Niko GIESSELMANN (Al-Ahli) und Stürmer Samuel ARMENTEROS (Guangzhou Yiyao) zwei weitere verdiente Spieler aus den letzten Jahren.


    Unsere Transfererlöse beliefen sich auf knapp 80 Mio. EUR. Mit dem zusätzlichen Transferbudget hatte ich also so viel Ausgabenspielraum wie noch nie in meiner Karriere zuvor. Es war an der Zeit, mal so richtig schön shoppen zu gehen!


    Mein Königstransfer war Moritz SÖDER, ein 20-jähriges Stürmerjuwel vom BVB. Der Junge debütierte bereits als 17-Jähriger 2019, erzielte letztes Jahr 10 BL-Tore und war Bestandteil des Kaders, der das WM Finale gegen die Niederlande verlor. Er erinnerte mich stark an Dennis NAGEL, der ebenfalls im WM Finale auflief – schien aber noch ein Stückchen talentierter als Dennis zu sein. Dass der BVB ihn für 20 Mio. EUR hatte ziehen lassen, war mir ein Rätsel; es freute mich aber sehr. Meine Hoffnung war, dass durch SÖDER der Abgang von GÉRARD nicht allzu hart sein würde.


    Da wir im Sturm mit GÉRARD und ARMENTEROS gleich zwei Spieler verkauft hatten, musste natürlich noch ein zweiter Stürmer folgen. Wir bedienten uns bei der 2. Mannschaft des FC Bayern und holten den jungen Österreicher Jens JÄGER ablösefrei. Die Bayern hatten mal wieder gezeigt, dass sie einfach kein Händchen für Talente hatten. Ich hielt Jens für einen klasse Stürmer, der absolutes Bundesliga-Potenzial aufzeigte.


    Eine Verpflichtung, die ich nicht geplant hatte, war Toni KROOS. Eigentlich waren wir im Mittelfeld gut besetzt. Aber wenn du einen KROOS ablösefrei verpflichten kannst, dann sagst du nicht Nein. Zudem war er ein guter Ersatz für den Kroaten TURINA, der uns bekanntlich zum FC Barcelona verließ.


    Ein wirklicher Wunschspieler hingegen war Adrian AHLF (18), den ich für 16,75 Mio. EUR von unserem Angstgegner HSV holte. Adrian war ein waschechter Hamburger Jung. Einer, den man eigentlich nicht gehen lässt. Deswegen zahlten wir auch einen so hohen Preis für ihn; und natürlich, weil er ebenfalls einer der Besten seiner Altersgruppe war. Bereits in jungen Jahren kam er letzte Saison auf 19 BL-Einsätze. AHLF war keine Investition in die Zukunft. Ich plante, dass er von Beginn an mit STENDERA und KROOS um Spielminuten kämpfen sollte.


    Den Weggang von Adem ÖZTÜRK versuchten wir durch Roland HEINRICH zu kompensieren. Er kam aus der Schule des FC Bayern, spielte zwei Jahre in Barcelona und konnte sich dort nicht gegen die starke Konkurrenz durchsetzen. Dafür dass er in den letzten beiden Jahren kaum spielte, kostete Roland viel Geld. Nun war es an der Zeit für ihn, sein ohne Frage großes Talent unter Beweis zu stellen.


    Für unsere Problemposition auf der linken Seite holte ich erneut einen neuen Mann. Nachdem uns Niko GIESSELMANN verlassen hatte, war mit Alija SABANOVIC nur noch ein gelernter LV im Kader. Und der hatte in der letzten Halbsaison nicht unbedingt geglänzt. Deswegen kam mit Akwasi ISSIFU ein junger Ghanaer von Ajax Amsterdam, der den Konkurrenzkampf mit dem Serben beleben sollte.


    Und auf der rechten Verteidigerposition schnappten wir uns den jungen Franzosen Hamid YILDIRIM von Olympique Lyon. Super Talent, bereits mit Spielerfahrung in der Ligue 1 und ablösefrei. Wir gingen hier kein Risiko ein! Mit Hamid konnten wir nur gewinnen.


    Mein achter Transfer war Christian SCHÜTZ, ein Torwart vom SC Freiburg. Er benötigte noch Zeit, hatte aber das Potenzial, um irgendwann in der Bundesliga zu spielen.


    Oh wow! Acht neue Spieler. That escalated quickly! Wir verkauften drei Spieler für rd. 80 Mio. EUR und verpflichteten acht neue Akteure für rd. 60 Mio. EUR. Die Zahlen sprachen für sich: Die Eintracht war nun im Geschäft der Großen angekommen. Meine Transfers hatten eine klare George-Hero-Handschrift. Außer bei der Verpflichtung von Toni KROOS hatte ich nur in junge Talente investiert. Das war bereits mein Weg in M’Gladbach und diesen setzte ich nun bei der Eintracht fort.


    Aber war diese Transferoffensive genug, um gegen die Bayern und den BVB anzukommen? Die Münchner waren letzte Saison nur Siebter geworden. Das war die schlechteste Platzierung seit 1992. Als Folge auf diese Seuchensaison wurde Roberto MANCINI gefeuert und nur einen Tag darauf Jürgen KLOPP verpflichtet worden. Und Jürgen ließ sich nicht lumpen. Er investierte gut 100 Mio. EUR in den Kader. Für Spieler wie Toni KROOS, THIAGO und Sergio AGÜERO war kein Platz mehr. Im Winter-Transferfenster legten Rummenigge und Kloppo nach und investierten nochmal 100 Mio. EUR in den Kader. Der FC Bayern wollte mit aller Macht zurück an die Spitze. Koste, was es wolle.


    Und der BVB? Die Dortmunder mussten sich mitten in der Vorbereitung von Luis ENRIQUE trennen, weil dieser nach der WM die spanische Nationalmannschaft übernommen hatte. Glücklicherweise erklärte sich der nun ehemalige Ex-Trainer Spaniens bereit, den Trainertausch zu vollziehen: Es war kein Geringerer als Pep GUARDIOLA. Der wiederum investierte „nur“ rd. 50 Mio. EUR in den Kader.


    So hatten wir in der Bundesliga nun also die großartige Situation, dass Jürgen KLOPP bei den Bayern und Pep GUARDIOLA in Dortmund war. Sowas klappt auch nur im Manager. Das Wettrüsten der großen Drei in Deutschland war aber in höchstem Maße interessant. Es sollte uns eine spannende Saison bevorstehen.




    KADER 2022/2023


    Torhüter: Frank SCHINDLER (22) – Sebastian MIELITZ (33) – Andrej IVANOVIC (20) – Christian SCHÜTZ (20)


    Abwehr:

    LV: Alija SABANOVIC (22) – Akwasi ISSIFU (21)

    IV: Emil BERGSTRÖM (29) – Michael BÖHM (22) – Roland HEINRICH (22)

    RV: Julian KORB (30) – Hamid YILDIRIM (21) – Christian TRÄSCH (34)


    Mittelfeld:


    DM: Rani KHEDIRA (28) – Lars BOROWSKI (23) – Serge TOURÉ (25)

    ZM: Marc STENDERA (25) – Toni KROOS (32) Adrian AHLF (18)

    OM: Gabriel IANCU (28) – Felix BRÜCKNER (23)

    ML: Amin YOUNES (28)

    MR: Massimo BRUNO (28) – Rudi NEUMANN (22)


    Sturm: Dennis NAGEL (22) – Moritz SÖDER (20) Jens JÄGER (23)



    Abgänge:


    NAME

    ALTER

    POS

    ZU

    ABLÖSE

    Adem ÖZTÜRK

    22

    IV

    FC Arsenal London

    34,5 Mio. EUR

    Kévin GÉRARD

    23

    ST

    FC Liverpool

    28 Mio. EUR

    Damir TURINA

    25

    ZM

    FC Barcelona

    16,5 Mio. EUR

    Samuel ARMENTEROS

    32

    ST

    Guangzhou Yiyao

    245.000 EUR

    Niko GIESSELMANN

    30

    LV

    Al-Ahli

    Ablösefrei




    Zugänge:


    NAME

    ALTER

    POS

    VON

    ABLÖSE

    Moritz SÖDER

    20

    ST

    Borussia Dortmund

    20 Mio. EUR

    Toni KROOS

    32

    ZM

    FC Bayern München

    Ablösefrei

    Roland HEINRICH

    22

    IV

    FC Barcelona

    17,5 Mio. EUR

    Adrian AHLF

    18

    ZM

    Hamburger SV

    16,75 Mio. EUR

    Hamid YILDIRIM

    21

    RV

    Olympique Lyon

    Ablösefrei

    Akwasi ISSIFU

    21

    LV

    Ajax Amsterdam

    7,75 Mio. EUR

    Jens JÄGER

    23

    ST

    FC Bayern München

    Ablösefrei

    Christian SCHÜTZ

    20

    TW

    SC Freiburg

    Ablösefrei



    Hatte ich schon von unseren Zielen für diese Saison gesprochen? Obwohl wir Deutscher Meister waren, fühlten wir uns irgendwie immer noch nicht als Favorit auf den Titel. Das lag vielleicht an unserer bescheidenden Art, aber noch viel mehr an der Tatsache, dass der Aufstieg der Eintracht in den letzten vier Jahren so schnell stattfand, dass wir unsere Position immer noch nicht wirklich realisiert hatten. Weil der Kader im Sommer einige Umstrukturierungen erfuhr und wir uns ob der Integration der vielen neuen Spieler noch nicht sicher waren, backten wir kleine Brötchen und gaben als Ziel die Champions League Qualifikation aus. Darüber hinaus hoffte ich, dass wir vielleicht in diesem Jahr mehr Erfolg im Pokal und auf europäischem Parkett haben würden. Hier hatten wir uns bislang vornehm zurückgehalten.


    Auch wenn die Bedeutung des Supercups oft heruntergespielt wird, war ich heiß auf den ersten Titel des Jahres. Ich war nun seit neun Jahren als Trainer im Profigeschäft und hatte mit einer Deutschen Meisterschaft in Frankfurt und einem Pokalsieg in M’Gladbach zwei Titel vorzuweisen. Nach dem 2:1 (Bruno, Jäger) gegen den 1.FC Köln im Supercup hatte ich derer nun drei. Supercup: Check!


    In die Saison starteten wir mit einem fulminanten 9:0 (2x Stendera, Nagel, 3x Söder, Borowski, Böhm, Younes) gegen den VfL Frohnlach im DFB Pokal, woraufhin ein 4:2 (Nagel, 2x Younes, Stendera) gegen Bremen am 1. Spieltag und ein 3:0 (2x Söder, Böhm) gegen die Bayern am 3. Spieltag folgte. Wir waren offensiv on Fire, auch wenn wir die beiden kommenden Spieltage gegen Wolfsburg (1:2 / Söder) und Dortmund (1:3 / Younes) verloren.


    In der CL trafen wir in der Gruppe F mit Partizan Belgrad und dem FC Porto auf machbare Gegner, wurden aber mit der AS Monaco dem europäischen Topteam schlechthin zugewiesen. Die Mannschaft von Slaven Bilic wechselte sich in der Ligue 1 in aller Regelmäßigkeit mit PSG als französischer Meister ab und gewann die Champions League in den Jahren 2019, 2020 und 2022. Eine ähnliche Dominanz hatten zuletzt die Bayern hingelegt (2013, 2014, 2015). Trotz großen Respekts hielten wir im Hinspiel in Monaco ein 0:0. Während wir beim 4:0 (2x Stendera, Söder, Böhm) gegen Belgrad souverän waren, patzten wir beim 1:1 (Stendera) gegen den FC Porto. Im Rückspiel in Portugal setzten wir uns durch einen Kraftakt mit 2:1 (Söder, Younes) durch, gewannen anschließend sensationell gegen Monaco (1:0 / Stendera) und bestanden auch im Hexenkessel von Belgrad (3:0 / Younes, Nagel, Stendera). Mit 14 Punkten gewannen wir somit die Gruppe vor Monaco und zogen zum zweiten Mal in ein CL-Achtelfinale ein.


    Derweil in der Bundesliga: Die Tormaschinerie kam ein wenig ins Stocken, hinderte uns aber nicht daran, unsere Punkte zu holen. Zumeist waren es knappe Siege. Die Mannschaft hatte sich jedenfalls gut eingespielt. Vor allem Marc STENDERA glänzte in dieser Hinrunde mit zahlreichen Torbeteiligungen. Toni KROOS hatte es da schwer, sich in der Zentrale gegen die starke Konkurrenz um STENDERA, KHEDIRA, BOROWSKI und TOURÉ durchzusetzen. Deshalb ließ ich ihn vermehrt im offensiven Mittelfeld als Entlastung für Gabriel IANCU auflaufen. Den großen Impact, den ich mir erwartet hatte, brachte die Verpflichtung von KROOS jedoch nicht.


    Wir schlossen die Hinrunde mit 38 Punkten als Tabellenerster ab, ganz dicht gefolgt vom FC Bayern. Durch die Siege gegen Köln (3:0 / 3x Nagel) und den HSV (3:1 / Böhm, Nagel, Younes) zogen wir ins DFB Pokal-Viertelfinale ein und überwinterten so in allen drei Wettbewerben. Nur zwei Wochen nach dem Sieg gegen Hamburg zeigte unser Angstgegner mal wieder, dass er eben unser Angstgegner war. Wir verloren das letzte Spiel im Jahr 2022 mit 0:3. War das ein schlechtes Vorzeichen für das neue Jahr?


    Ja, tatsächlich! Denn der Januar und Februar gingen leider völlig in die Hose. Nachdem wir gegen den FC Ingolstadt (1:0 / Iancu) noch gut aus der Pause gestartet waren, setzte es im Anschluss Niederlagen gegen die Bayern (19. ST / 1:3 / Söder), Dortmund (22. ST / 1:4 / Söder), Leverkusen (23. ST / 0:1) und Stuttgart (24. ST / 0:1). Nur 7 Punkte aus den ersten 7 Spielen ließen unsere Hoffnungen von der Titelverteidigung deutlich schrumpfen. Warum wir so eingebrochen waren, kann ich aus der Retrospektive nicht mehr zusammen puzzeln. Fakt war aber: Nachdem wir auch DFB Pokal-Viertelfinale gegen Leverkusen (1:2 / Iancu) verloren hatten, waren unsere Saisonziele ernsthaft in Gefahr.


    Glücklicherweise gelang uns in dieser Schwächephase immerhin ein 3:2 (Nagel, 2x Söder) Erfolg im CL-Achtelfinale gegen den FC Villareal. Söder hatte das entscheidende Tor in der 93. Minute erzielt. Weil wir auch das Rückspiel zu Hause gewannen (2:1 / Söder, Stendera), standen wir zum ersten Mal in einem CL-Viertelfinale. Im Allgemeinen brachte der März eine deutliche Entspannung der Lage. Wir schlugen Hoffenheim (2:1 / Bergström, Stendera), Hannover (2:1 / Nagel, Söder) sowie Nürnberg (5:1 / 2x Söder, Heinrich, Kalu, Iancu) und waren im März damit ohne Punktverlust geblieben.


    Im CL-Viertelfinale trafen wir erneut auf die AS Monaco, den Titelverteidiger und Topfavoriten. Wir räumten uns wenig Chancen ein, zogen aber durch ein 1:0 (Böhm) und 1:1 (Söder) sensationell ins Halbfinale ein. Dort standen neben uns auch noch der FC Schalke 04 und Borussia Dortmund. Es waren fantastische Wochen für den deutschen Fußball.


    Auch in der Bundesliga war unser Tief überwinden. Die Eintracht setzte ihre Siegesserie aus dem März mit Siegen gegen Mainz (28. ST / 3:0 / 3x Kalu), Freiburg (29. ST / 4:0 / 2x Söder, Nagel, Khedira) und Gladbach (30. ST / 2:0 / 2x Söder) fort und war zurück im Titelrennen. Wir lagen mit 63 Punkten auf Platz 2 hinter den Bayern (66) und vor Wolfsburg (62). Der BVB war diese Saison abgeschlagen (55 Punkte).


    Am 31. Spieltag trafen wir auf Köln und kamen über ein 0:0 nicht hinaus (64 Punkte). Die Bayern verloren glücklicherweise (66 Punkte), das Überrraschungsteam aus Wolfsburg zog mit einem Sieg an uns vorbei (65 Punkte).


    Leider folgten auf das torlose Duell gegen den FC noch zwei weitere Nullnummern. Im CL-Halbfinale, obwohl favorisiert, verloren wir das Hinspiel auf Schalke mit 0:1. Nur zwei Tage später mussten wir erneut in die Veltins Arena, nun in der Bundesliga, und verloren sogar mit 0:3. Hatten diese beiden Spiele die Saison entschieden? Zwei Spieltage vor Saisonende lagen wir nun 5 Punkte hinter den Bayern, die im Spitzenspiel Wolfsburg geschlagen hatten. Die Meisterschaft war nur noch durch ein Wunder zu erreichen. Als wir am 33. Spieltag auch gegen Hertha BSC (1:1 / Söder) keinen Sieg holen konnten, war das Wunder sowieso ausgeträumt. Die Bayern gewannen ihrerseits und sicherten sich damit vorzeitig den Titel, da auch Wolfsburg nicht über ein Unentschieden beim BVB hinauskam.


    So blieb uns also „nur“ noch die Champions League, wo wir gegen Schalke mit dem Rücken zur Wand standen. Es galt zu Hause ein 0:1 noch zu wenden, was uns mit einem 4:1 (4x Söder!!!) sensationell gelang. Das war eine dieser magischen Europapokalnächte, die du nicht allzu oft erlebst. Unser 21-jähriger Stürmer Moritz Söder, der zwar vom BVB zu uns gekommen, aber im Grunde ein Schalker war, hatte die Knappen im Alleingang besiegt und uns tatsächlich ins CL-Finale gebracht.


    Dort trafen wir am 27.05. auf einen alten Bekannten, den BVB. Ein rein deutsches Finale hatte es zuletzt 2013 und 2014 gegeben, als die Bayern beide Male die Oberhand gegen Dortmund behielten. Unsere beiden Aufeinandertreffen in der Liga hatten wir in dieser Saison deutlich verloren (1:3/1:4). Leider mussten wir uns nun auch geschlagen geben. Pep Guardiolas Mannen waren uns einfach überlegen. Früh lagen wir 0:2 zurück. Der Anschlusstreffer durch Innenverteidiger Michi BÖHM (81.) kam leider zu spät.


    Somit musste sich unser Held George Hero in dieser Saison mit dem Titel des DFL-Supercups begnügen. In der entscheidenden Phase der Saison waren wir einfach zu inkonstant. Letztlich wurden wir in der Bundesliga sogar nur Dritter. Unsere CL-Saison mit dem Erreichen des Finales war sagenhaft, vor allem die vier Spiele gegen Monaco und nicht zuletzt das 4:1 gegen Schalke 04 werden uns in Erinnerung bleiben. Ebenso wie das Finale selbst, das im ehrwürdigen Santiago Bernabeu ausgetragen wurde. Es sollte eben mal wieder nicht reichen. Trotzdem war ich enorm stolz auf meine Jungs. Viele von ihnen standen erst am Anfang ihrer Karriere und sollten im Laufe des Jahrzehnts noch für einigen Wirbel in Europa sorgen.


    TABELLE




    ONES TO WATCH


    RV – Julian KORB – GER – 30 Jahre

    Als 20-Jährigen machte ich ihn in Gladbach zum Stammspieler. Zehn Jahre später stand er mit mir zusammen im Champions League Finale. Die Beziehung zu einem meiner „Lieblingsschüler“ war eine ganz besondere. Julian spulte auch in dieser Saison ganz starke Leistungen wie ein Uhrwerk ab. Während Christian TRÄSCH (34) seine letzte Saison spielte, stand mit Hamid YILDIRIM (21) aber schon ein großes Talent in den Startlöchern. Würde Korb bald seinen Stammplatz verlieren?

    47 Spiele – 0 Tore – 2 Vorlagen – Note: 7.13



    IV – Michael BÖHM – GER – 22 Jahre

    Ob als Innenverteidiger, im defensiven Mittelfeld oder auch als Rechtsverteidiger. Ich konnte Michi BÖHM überall einsetzen. Überwiegend aber spielte er im Abwehrzentrum und war dort mittlerweile zum Chef aufgestiegen. Neben ihm wechselten sich Emil BERGSTRÖM und Roland HEINRICH in aller Regelmäßigkeit ab. Was Böhmi auch auszeichnete, war seine große Torgefährlichkeit. Mit sieben Toren war er fünftbester Schütze in dieser Saison.

    47 Spiele – 7 Tore – 1 Vorlage – Note: 7.21



    ZM – Marc STENDERA – GER – 25 Jahre

    WOW! WOW! WOW! Marc STENDERA zeigte diese Spielzeit eine Leistung, vor der ich mich nur verneigen kann. Als zentraler Mittelfeldmann hatte er in 41 Spielen 35 direkte Torbeteiligungen, womit er seinen Konkurrenten BOROWSKI, KROOS und AHLF eindeutig die Show gestohlen hatte. Marc war unbestritten der Spieler der Saison. Warum er vom Bundestrainer noch keine Einladung erhalten hatte, war mir ein Rätsel.

    41 Spiele – 14 Tore – 21 Vorlagen – Note: 7.26



    OML – Yakubu KALU – FRA – 21 Jahre

    „Yakubu wer?“ wird sich jetzt der aufmerksame Leser meiner Geschichte fragen. Ich holte den jungen Franzosen im Winter für 5 Mio. EUR von PSG. Damit war der talentierte Linksaußen ein wirkliches Schnäppchen. Da wir mit Amin YOUNES nur noch einen gelernten linken Mittelfeldspieler hatten und wir zugleich in drei Wettbewerben überwintert hatten, erschien es mir ein guter Schachzug gewesen zu sein. Weil KALU keine Eingewöhnungszeit brauchte und sofort ablieferte, war es auf jeden Fall der richtige Schachzug. Zum Leidwesen von YOUNES, der in der Rückrunde verdrängt worden war und sich im Sommer einen neuen Verein suchte.

    21 Spiele – 5 Tore – 10 Vorlagen – Note: 7.22



    ST – Dennis NAGEL – GER – 22 Jahre

    Nach seiner letztjährigen Seuchensaison blieb Dennis in diesem Jahr zum Glück verletzungsfrei. Durch die Verpflichtungen von Moritz SÖDER und Jens JÄGER hatte er allerdings große Konkurrenz im Sturmzentrum bekommen. Deshalb ließ ich Dennis vermehrt auf den Außenpositionen auflaufen. Auch wenn seine Statistiken im Vergleich zu SÖDER und STENDERA nicht so stark waren, hatte er gezeigt, dass die 18,75 Mio. EUR Ablöse vor zwei Jahren gerechtfertig waren. Zudem war Dennis weiterhin sehr jung. Er stand ja nach wie vor erst am Anfang seiner Karriere.

    43 Spiele – 16 Tore – 9 Vorlagen – Note: 7.14



    ST – Moritz SÖDER – 20 Jahre

    Mit ihm war uns ein großartiger Transfer gelungen. Moritz brauchte keine Eingewöhnungszeit und nahm sofort die Rolle als GÉRARDS Nachfolger im Sturmzentrum an. 51 Torbeteiligungen in 49 Spielen – und das als erst 20-jähriger! Unbestrittener Höhepunkt der Saison: Sein Viererpack im CL-Halbfinale gegen Schalke 04. Dieser Junge war auf dem besten Weg zu einem ganz Großen. Bruno HÜBNER und ich machten uns bereits Sorgen, wie lange wir ihn überhaupt in Frankfurt würden halten können.

    49 Spiele – 36 Tore – 15 Vorlagen – Note: 7.32

  • Ach Schorsch, zum einen schön das du im Moment Zeit hast uns die Fortsetzung von we can be Heroes zu schreiben. Zum anderen freue ich mich schon darüber das du überhaupt noch da bist, ich hab dich echt vermisst. Ich glaub das weißt du auch.


    Was ich weiß ist das du weißt das ich genau diese Form der Berichterstattung liebe, sie erinnert mich stark an Kastenmaier und seinen Allmanach. Aber das hier ist besser. Das passte damals in seine Zeit und das hier ist eben das heute. Ich fühle mich großartig unterhalten und möchte mich einfach nur Bedanken.

    Danke dir Schorsch

    "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
    "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.


    Autor: unbekannt

  • Lancelot

    Danke für die Liebeserklärung :D

    Ich hoffe dir weiter Freude bereiten zu dürfen. Was ich weiß ist, dass du weißt, dass meine Updates immer länger werden, je mehr Freude ich am Schreiben habe. Es macht mir echt Spaß.


    TMU

    Danke dir. Hoffentlich war das nicht die Letzte :)

    ___________________________________________________________________________

    TEIL VII – FÜR DIE GROSSE NUMMER BRAUCHT ES MEHR


    2023/2024

    Im Sommer 2023 feierte unser Held George Hero sein zehnjähriges Bundesliga-Jubiläum. Nach vier Jahren M’Gladbach und einem Jahr „Inspirationspause“ ging er nun mittlerweile in seine sechste Saison bei der Eintracht. Seinen Vertrag hatte er schon vorzeitig bis 2025 verlängert. Heros Wechselgedanken waren über die Jahre leiser geworden. Er hatte sich mittlerweile voll und ganz dem Projekt Frankfurt verschrieben. In den letzten 5 Jahren, in denen man jeweils unter den Top-4 gelandet war, hatte George Eintracht Frankfurt zu einem Spitzenteam geformt. In der Bundesliga gab es nun nicht mehr nur Bayern und Dortmund, sondern Bayern, Dortmund und Frankfurt. Naja, und ein bisschen Schalke vielleicht… Aber lassen wir George doch einfach selbst seine Einschätzung für die neue Saison abgeben.


    Vor ein paar Monaten stand ich im Santiago Bernabeu, CL-Finale. 80.000 Zuschauer! Was für eine Stimmung! Nach der knappen Niederlage gegen den BVB schwor ich mir noch am gleichen Abend, dass ich wieder zurückkehren würde. Nicht unbedingt ins Santiago Bernabeu, aber ins Champions League Finale. Erfolg ist aus meiner Sicht nur dann langfristig, wenn er nachhaltig geplant wird.


    In den vergangenen beiden Jahren hatte sich in unserem Kader viel verändert. Nachdem uns in diesem Sommer auch Sebastian MIELITZ (215 Spiele) und Christian TRÄSCH (183 Spiele) verlassen hatten, hatte ich mit BERGSTRÖM, KHEDIRA, STENDERA und IANCU noch vier Spieler aus meiner ersten Saison im Kader. Alle vier spielten auch weiterhin eine wichtige Rolle in meinem Team. Bei der Kaderplanung und dem Umgang mit meinen Spielern waren mir stets Weitsicht, Loyalität und vertrauensvolle Partnerschaft sehr wichtig. Das spiegelte sich ja auch in der Verpflichtung meiner drei Gladbacher Lieblingsschüler KORB, YOUNES und NAGEL. Mit Amin YOUNES verließ uns im Sommer 2023 einer dieser Jungs. Nachdem er seinen Stammplatz in der Rückrunde an den Franzosen KALU abgeben musste, suchte er nach einer neuen Herausforderung, bei der ich ihm keine Steine in den Weg lag. In den vier Jahren bei der Eintracht absolvierte YOUNES 123 Spiele (28 Tore/28 Vorlagen). Er hatte es sich verdient, auch mal von einem anderen Trainer trainiert zu werden. Viel Erfolg! Neben YOUNES verließ uns mit MASSIMO BRUNO (99 Ligaspiele / 24 Tore) noch ein weiterer Außenspieler. Er ging zurück nach Belgien zu KRC Genk.


    Als Ersatz für Amin YOUNES verpflichteten wir den Argentinier Osvaldo RODRIGUEZ für 7,25 Mio. EUR. Bereits in jungen Jahren zog es ihn nach Europa zu Schachtar Donezk. Weil er sich dort in vier Jahren allerdings nicht durchsetzen konnte, wechselte Osvaldo 2020 zurück nach Argentinien zu den Boca Juniors. Dort war er in den letzten drei Jahren eine feste Größe. Nun wollte er es in Europa nochmal wissen. Für mich hatte er absolutes Stammplatzpotenzial.


    Mein zweiter Transfer in diesem Sommer war der Österreicher Jonas WEIMER, den ich für 15 Mio. EUR von Vitesse Arnheim geholt hatte. Der Innenverteidiger wechselte als junger Mann schon 2016 von Salzburg zu Arsenal. Einige Leihgeschäfte später ging er 2022 für 2,1 Mio. EUR in die Niederlande. Was ihm bei Arsenal nicht gelang, zeigte er nun in Arnheim. So verpflichteten wir ihn für eine stattliche Summe als vierten Innenverteidiger. Da wir schließlich wieder für drei Wettbewerbe planten, wollte ich eine entsprechende Personaldecke haben. Weitere Transfers blieben aus. Ich hatte meinen Kader gefunden, um erneut die Deutsche Meisterschaft in Angriff zu nehmen.



    KADER 2023/2024



    Torhüter: Frank SCHINDLER (23) – Andrej IVANOVIC (21) – Christian SCHÜTZ (21)



    Abwehr:


    LV: Alija SABANOVIC (23) – Akwasi ISSIFU (22)


    IV: Michael BÖHM (23) – Emil BERGSTRÖM (30) – Roland HEINRICH (23) – Jonas WEIMER (24)


    RV: Julian KORB (31) – Hamid YILDIRIM (22)



    Mittelfeld:


    DM: Rani KHEDIRA (29) – Lars BOROWSKI (24) – Serge TOURÉ (26)


    ZM: Marc STENDERA (26) – Toni KROOS (33) – Adrian AHLF (19)


    OM: Gabriel IANCU (29) – Felix BRÜCKNER (24)


    ML: Osvaldo RODRIGUEZ (25)


    MR: Yakubu KALU (24) – Rudi NEUMANN (23)



    Sturm: Dennis NAGEL (23) – Moritz SÖDER (21) – Jens JÄGER (24)




    Abgänge:


    NAME


    ALTER


    POS


    ZU


    ABLÖSE


    Massimo BRUNO


    29


    MR


    KRC Genk


    1 Mio. EUR


    Amin YOUNES


    29


    ML


    Bröndby IF


    Ablösefrei


    Christian TRÄSCH


    35


    VR


    VfR Aalen


    Ablösefrei


    Sebastian MIELITZ


    34


    TW


    Kayseri Erciyesspor


    Ablösefrei




    Zugänge:


    NAME


    ALTER


    POS


    VON


    ABLÖSE


    Jonas WEIMER


    24


    IV


    Vitesse Arnheim


    15 Mio. EUR


    Osvaldo RODRIGUEZ


    25


    ML


    Boca Juniors


    7,25 Mio. EUR





    Die verflixte 3. Runde

    Wie auch schon im letzten Jahr begann die Saison mit einem fulminanten 9:0 (4x Nagel, 2x Rodriguez, 2x Söder, Kalu) im DFB Pokal gegen den VfB Lübeck. Der Pokal war nicht unbedingt mein Freund, seitdem ich ihn 2017 mit Gladbach gewonnen hatte. 2021 kamen wir mal ins Halbfinale, ansonsten war zumeist bereits in der 3. Runde Schluss. In der diesjährigen 2. Runde hatten wir gegen Heidenheim (3:1 / 2x Iancu, Weimer) keine Probleme und trafen in der 3. Runde auf den VfL Wolfsburg. Gegen den Vizemeister verloren wir 1:2 (Söder) nach Verlängerung. Nein, der DFB Pokal und ich standen weiterhin auf Kriegsfuß.


    Toreflut im November

    In der Bundesliga gelang uns ein ordnungsgemäßer Start. In den ersten sieben Spielen blieben wir ohne Niederlage (15 Punkte), verloren dann aber gegen den BVB mit 1:3 (Böhm). Gegen die Bayern machten wir es besser und entführten aus München immerhin einen Punkt (10. ST / 2x Söder). Bis zum November hatten wir uns ordentlich warm geschossen. Erst gewannen in der CL gegen Piräus mit 5:2 (3x Kalu, Söder, Iancu), besiegten anschließend Eintracht Braunschweig mit 8:0 (2x Rodriguez, 3x Jäger, 2x Nagel, Eigentor) und den VfL Wolfsburg mit 4:0 (Heinrich, Bergström, Stendera, Nagel). Das wirklich verrückteste Spiel kam jedoch noch. Am 16.12. empfingen wir zu Hause den 1.FC Köln, ein Gegner, gegen den wir immer mal wieder ein paar Probleme hatten. So auch in diesem Spiel. Rudi NEUMANN (15.), Osvaldo RODRIGUEZ (36.) und Rani KHEDIRA (38.) hatten uns eine komfortable Führung verschafft. Norbert SOMODI (40.) von Köln besiegelte den 3:1 Pausenstand. Nach der Halbzeit erhöhte KHEDIRA (48.) auf 4:1, ehe wir dann völlig unnötig einbrachen. SOMODI (53./63.) und Jonas HECTOR (74.) glichen für die Kölner zum 4:4 aus. Wir waren in dieser Phase des Spiels total abwesend. Erst RODRIGUEZ erlöste uns in der 86. Minute mit dem 5:4. Was für ein Spiel!


    Gruppensieger in der Champions League

    Als Drittplatzierter mussten wir in der CL zunächst durch die Playoffs. Hier gewannen wir gegen den FC Utrecht locker mit 2:0 (Söder, Nagel) und 3:0 (Söder, Böhm, Jäger). In der Gruppe E hatten wir nach 3 Spielen gegen Dinamo Zagreb (4:0 / 2x Rodriguez, 2x Iancu), den AC Mailand (0:2) und Piräus (4:0 / 3x Nagel, Söder) 6 Punkte vorzuweisen. Nachdem wir Piräus (5:2) und Zagreb (1:0 / Söder) auch in der Rückrunde besiegten, kam es zum Showdown um den Gruppensieg gegen den AC Milan. Diesen gewannen wir zu Hause mit 3:1 (2x Jäger, Nagel).


    Offenes Rennen im Kampf um die Meisterschaft

    Mit 34 Punkten gingen wir in die Winterpause. Trotz einiger Kantersiege fehlte es uns ein wenig an Konstanz, weswegen wir im Vergleich zum Meisterjahr 2022 8 Punkte weniger vorweisen konnten. Herbstmeister war etwas überraschend Schalke 04 (40 Pkt.). Die Knappen lagen vor dem BVB (35), uns (34) und Gladbach (34). Auf Rang 5 war Leverkusen (30). Und die Bayern? In dieser Hinrunde abgeschlagen mit nur 26 Punkten. Die Titelverteidigung war quasi schon abgeschrieben. Der Vizemeister Wolfsburg spielte ebenfalls keine Rolle (21).


    POS. VEREIN PUNKTE
    01. FC SCHALKE 04 40
    02. BORUSSIA DORTMUND 35
    03. EINTRACHT FRANKFURT 34
    04. BORUSSIA M'GLADBACH 34
    05. BAYER 04 LEVERKUSEN 30


    Eine Verstärkung des Kaders war aus meiner Sicht nicht notwendig. Alle Leistungsträger blieben bei uns – zumindest vorerst bis zum Sommer. Die Verhandlungen mit einigen unserer Topspieler waren wirklich schwer. Ob Yakubu KALU, Moritz SÖDER oder Lars BOROWSKI über den Sommer hinaus in Frankfurt bleiben würden, würde stark von unserem Abschneiden abhängen. Im Winter verpflichteten wir lediglich den erst 16-jährigen Italiener Rilwan EBOH, einen Rechtsverteidiger von Sampdoria Genua, für 4,4 Mio. EUR. Ein "kleines" Invest in die Zukunft.


    Ein gelungener Start ins neue Jahr

    Scheinbar hatte ich meine Jungs im Winter richtig eingestimmt. Denn der Start in die Rückrunde war sehr zufriedenstellend. Wir gewannen gegen Stuttgart (2:0 / 2x Söder), Hoffenheim (4:0 / Borowski, Korb, Stendera, Jäger) und den HSV (4:0 / 3x Söder, Iancu). Unsere Offensive um KALU, RODRIGUEZ, SÖDER, NAGEL und IANCU performte diese Saison auf höchstem Niveau. Auch defensiv standen wir grundsätzlich sehr solide. Nur beim verrückten 3:6 gegen den 1.FC Nürnberg (22.ST / 2x Söder, Stendera) waren wir richtig desolat. Bis zum 27. Spieltag hatten wir in der Rückrunde von möglichen 30 ganze 20 Punkte geholt. Um unsere Ambitionen auf die Meisterschaft offen zu halten, war das ausreichend. Um Topfavorit auf den Titel zu sein, leider nicht. Aber noch hatten wir die Schale nicht abgeschrieben.


    Die offene Rechnung mit Chelsea

    Im CL-Achtelfinale trafen wir auf Newcastle United. Im Hinspiel in England trennten wir uns 2:2 (Stendera, Rodriguez). In Frankfurt waren die Magpies – trotz guter Voraussetzung – chancenlos. Sie verabschiedeten sich mit einem 2:7 (4x Kalu, Söder, Böhm, Stendera) und wir feierten zugleich den höchsten Europapokalsieg seit 1993, als Gaudino, Yeboah und Co. Dinamo Moskau im UEFA Cup 6:0 besiegt hatten. Im Viertelfinale kam es zum Wiedersehen mit Chelsea London. Gegen die Blues hatte ich bislang keine gute Statistik. 2017 scheiterte ich mit M’Gladbach 3:3 und 1:5 im CL-Halbfinale. Vier Jahre später in Frankfurt war im Achtelfinale Schluss (1:4 / 1:2). Ich hatte also noch eine offene Rechnung mit den Londonern. Nun begegneten wir Chelsea im Viertelfinale und mussten uns abermals geschlagen geben. Das Hinspiel verloren wir 1:3 (Stendera). An unserem Ausscheiden änderte auch ein 1:0 (Iancu) im Rückspiel nichts.


    Die Bayern sweepen durch die Rückrunde

    Ab dem 30. Spieltag konnten wir uns also voll und ganz auf die Bundesliga konzentrieren. Die Ausgangslage sah folgendermaßen aus:


    POS. VEREIN PUNKTE
    01. BORUSSIA DORTMUND 68
    02. FC BAYERN MÜNCHEN 61
    03. EINTRACHT FRANKFURT 60
    04. FC SCHALKE 04 60
    05. BORUSSIA M'GLADBACH 60


    Es sah also nicht so gut aus in Sachen Meisterschaft. Der BVB hatte eindeutig die besten Chancen auf den Titel. Schalke 04 war in der Rückrunde eingebrochen, verlor die Tabellenführung und die Bayern hingegen waren explodiert, hatten bislang 35 Punkte in der Rückrunde geholt und sich somit in die Pole Position als BVB-Jäger gesetzt. Doch 7 Punkte Rückstand waren zu viel, vor allem nachdem der BVB durch Siege gegen Hoffenheim (6:1) und den HSV (2:0) die Meisterschaft vorzeitig eintütete. Herzlichen Glückwunsch!


    Endspiel gegen Schalke

    Der Kampf um Platz 2 gestaltete sich aber noch sehr spannend. Wir selbst gewannen gegen den FCA 4:1 (Eigentor, Söder, Nagel, Iancu) und den Mitkonkurrenten Gladbach ebenfalls 4:1 (2x Söder, 2x Nagel). Damit hielten wir den Vorsprung auf Schalke und die Fohlen. Weil wir aber am 33. Spieltag gegen den 1.FC Köln nicht über ein 1:1 (Yildirim) hinauskamen, war Platz 2 dahin, da die Bayern einfach munter weitersiegten. Im Alles-oder-Nichts-Spiel am 34. Spieltag empfingen wir Schalke 04. Bei einem Sieg wäre uns die CL sicher, bei einer Niederlage drohte die Europa League. Doch dank meiner beiden Topstürmer SÖDER und NAGEL behielten wir mit 2:0 die Oberhand und retteten Platz 3. Immerhin bedeutete dieser 3. Rang ab der nächsten Saison die direkte CL-Quali. Wir würden keine Play-offs im August spielen müssen.

    Alles in allem konnte ich mit dieser Saison zufrieden sein. Dieser 3. Platz regte mich aber so langsam auf. Seit Beginn meiner Karriere im Sommer 2013 war ich in insgesamt 10 aktiven Spielzeiten als Trainer ganze SECHS Mal Dritter geworden. Seitdem wir 2022 die Meisterschaft geholt hatten, konnte ich mit einem dritten Platz aber nicht mehr zufrieden sein. Um eine große Nummer zu sein, brauchte es mehr. Es musste sich etwas ändern!


    TABELLE



    DIE MANNSCHAFT


    TORHÜTER

    NAME NATION ALTER SPIELE GGT ZU NULL NOTE
    Frank SCHINDLER GER 23 38 40 16 6.93
    Andrej IVANOVIC CRO 21 12 11 8 7.07


    Da Sebastian MIELITZ den Verein im Sommer verlassen hatte, ging Frank SCHINDLER in seine erste Saison als feste Nummer 1. Er war ein sicherer Rückhalt, brach sich Anfang Januar aber leider das Schlüsselbein und fiel für ca. 7 Wochen aus. In dieser Zeit vertrat ihn Andrej IVANOVIC (21), der seinen Job wirklich gut machte. Das Eigengewächs ist auf einem guten Weg, hat aber einen schweren Stand gegen Frank, der nach seiner Rückkehr im März zum ersten Mal für Deutschland auflief und anschließend auch mit zur Euro nach Italien fuhr. An TER STEGEN kam er da aber noch nicht vorbei.


    VERTEIDIGUNG

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Akwasi ISSIFU LV GHA 22 29 0 2 7.23
    Alija SABANOVIC LV SRB 23 12 0 1 7.31
    Michael BÖHM IV GER 23 44 4 2 7.27
    Jonas WEIMER IV AUT 24 25 1 0 6.96
    Roland HEINRICH IV GER 23 22 1 0 6.98
    Emil BERGSTRÖM IV SWE 30 ohne Daten ohne Daten
    Hamid YILDIRIM RV FRA 22 35 1 6 7.39
    Julian KORB RV GER 31 22 1 3 7.31


    Die Linksverteidiger-Position war ein paar Jahre lang unsere Problemstelle. In diesem Jahr hatte ich nichts zu bemängeln. Der Ghanaer ISSIFU hatte sich als Stammspieler durchgesetzt. SABANOVIC - auch von Verletzungen geplagt - zeigte in seinen 12 Spielen ebenfalls gute Leistungen. Zudem half Michael BÖHM ein paar Mal links aus.

    In der Innenverteidigung hatten wir mit Michi BÖHM einen klaren Chef. Hinter ihm stritten sich BERGSTRÖM, HEINRICH und Neuzugang WEIMER um den zweiten Platz. Ein offener Kampf, bei dem ich aber einen Favoriten für die nächsten Jahre hatte: Der Österreicher Jonas WEIMER. Emil BERGSTRÖM fiel es zunehmend schwer, auf höchstem Niveau in der CL mitzuhalten. Roland HEINRICH, für viele Millionen verpflichtet, konnte sich auch im zweiten Jahr nicht vollends durchsetzen. Zudem klopften während der Euro, wo er für Deutschland in vier Spielen in der Startelf stand, einige Interessenten an. Ich war gesprächsbereit.

    Auf der rechten Seite erlebten wir in diesem Jahr die erwartete Wachablösung. Obwohl Julian KORB in der letzten Spielzeit überragend abgeliefert hatte, wurde er von YILDIRIM in dieser Saison überholt. Das lag auch an wiederkehrenden Verletzungen von Julian, aber vor allem an einer ganz starken Saison von Hamid, der im Sommer mit Frankreich ebenfalls nach Italien fuhr.


    MITTELFELD

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Rani KHEDIRA DM GER 29 25 2 1 7.20
    Lars BOROWSKI DM GER 24 43 3 5 6.95
    Serge TOURÉ DM CIV 26 31 1 3 7.06
    Marc STENDERA ZM GER 26 27 7 12 7.41
    Adrian AHLF ZM GER 19 32 2 3 6.97
    Toni KROOS ZM GER 33 ohne Daten ohne Daten
    Gabriel IANCU OM ROU 29 29 13 8 7.30
    Felix BRÜCKNER OM GER 24 2 0 0 6.90
    Osvaldo RODRIGUEZ OML ARG 25 33 11 18 7.43
    Yakubu KALU OMR FRA 24 37 12 16 7.35
    Rudi NEUMANN OMR GER 23 16 1 2 6.93


    Lars BOROWSKI hatte sich mittlerweile zu einer festen Größe bei der Eintracht und auch in der Deutschen Nationalmannschaft entwickelt. Während er bei uns oft zwischen defensivem und zentralem Mittelfeld sowie der Linksverteidiger-Position rotierte, war er bei der Euro gesetzt als Taktgeber in der DFB-Elf, die er schlussendlich zur Europameisterschaft führte. Rani KHEDIRA hatte es zunehmend schwer, sich gegen Lars und Serge TOURÉ durchzusetzen. Das lag auch daran, dass er fast die komplette Hinrunde wegen einer Hüftverletzung zum Zuschauen gezwungen war.

    In der Schaltzentrale war Marc STENDERA weiterhin gesetzt, wenn auch der junge AHLF durch konstante Leistungen immer stärkeren Druck ausübte. Dass Adrian insgesamt auf mehr Spiele kam, lag aber daran, dass sich STENDERA Ende der letzten Saison den Fuß gebrochen hatte und erst im Oktober wieder zurückkam. Bei Toni KROOS fehlen mir leider die Daten. Ich weiß noch, dass er oft im offensiven Mittelfeld aushalf, aber nie die große Rolle spielte, wie sie STENDERA und IANCU einnahmen. Für die Toni war es die vorletzte Saison bei der Eintracht.

    Im offensiven Mittelfeld überzeugte Gabriel IANCU nun schon seit neun Jahren bei der Eintracht. Der Rumäne war zu einer Institution geworden und lieferte auch in diesem Jahr wieder ab. Die Einsätze nahmen ab (was wohl an KROOS lag), seine Leistungen waren weiterhin brilliant. Unser Eigengewächs Felix BRÜCKNER war chancenlos und verließ uns dann auch im Sommer.

    Auf den Außen hatte sich bei uns einiges geändert. Unsere Flügelzange um BRUNO und YOUNES hatte uns verlassen und war durch RODRIGUEZ und KALU ersetzt worden. Die beiden hoben uns mit ihren Leistungen nochmal auf ein höheres Niveau. RODRIGUEZ brauchte kaum Eingewöhnungszeit und KALU machte einfach da weiter, wo er letzte Rückrunde aufgehört hatte. Vor allem beim Franzosen war schon im Mai klar, dass wir ihn wohl nicht würden halten können. Rudi NEUMANN machte mir seit zwei Jahren vermehrt Sorgen. Leider stagnierte er in seiner Entwicklung. Er war von KALU eindeutig abgehängt worden und spielte nur noch eine Nebenrolle.


    STURM

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Dennis NAGEL ST GER 23 44 22 16 7.32
    Moritz SÖDER ST GER 21 42 29 14 7.52
    Jens JÄGER ST AUT 24 29 11 7 7.18


    Wow! Ein 62-Tore-Sturm! Leckomio. Diese Jungs haben es wirklich drauf! Mal wieder überragte Moritz SÖDER als treffsicherster und notenbester Stürmer. Dennis NAGEL, der auch oft auf Links zum Einsatz kam, war in seiner dritten Saison nun endgültig in Frankfurt angekommen. Und Jens JÄGER, in der letzten Rückrunde noch verliehen, blühte ebenfalls auf. Der Österreicher spielte sehr stark, hatte aber zwei große Probleme: SÖDER und NAGEL.

  • Ein Klasseding auf jeden Fall wieder, auch wenn es zu deinem Leidwesen "nur" Platz 3 und "nur" Viertelfinale geworden ist. Wenn ich was zu meckern hätte dann höchstens an der Statistik. Du hast 49 Spiele absolviert? Wenn ich richtig rechne waren es 3x Pokal und 12 x CL, dazu 34 x Bundesliga, sind 49 Spiele.


    Die Sportskameraden Schindler und Ivanovic kommen zusammen auf 50 Spiele. Du sprichst von der schweren Verletzung von Schindler, also hast du ihn vermutlich auswechseln müssen, schon passt das.

    Aber, jetzt kommts, mehmen wir mal die drei aus dem DM, Khedira 25, Borowski 43, Touré 31 Spiele. Das sind also locker 109 Spiele. Natürlich kapier ich das du gewechselt haben musst, gerade auf der Position auch nicht weiter verwunderlich, nur und da kommt jetzt meine Kritik, warum schreibst du nicht z.B. 10 (15), also 10x Startelf, 15x eingewechselt? Dann könnte man die Statistik noch besser verstehen meine ich.


    Außerdem, wer ist denn dein zweiter OML? Den hast du uns auch verschwiegen.


    So, von wegen also Liebeserklärung, hier wird knallhart kritisiert TMU ;)

    "Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
    "Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.


    Autor: unbekannt

  • Wie sich die Einsätze zusammengesetzt haben, weiß ich natürlich nicht mehr. Zu lange her. So ist jedenfalls die Verteilung:


    KHEDIRA 23 (2) - hat oft auch als ZM gespielt

    BOROWSKI 41 (2) - Einsätze als DM, ZM und LV

    TOURÉ 21 (10) - Einsätze als DM und IV



    Warum ich die Statistik nicht "normal" darstelle? Lass mich kurz ausholen :)

    Wie beschrieben habe ich dieses Savegame auf meinem alten Laptop, der suuuper lahm läuft. Es macht wirklich keinen Spaß, darauf zu spielen und gleichzeitig darauf zu schreiben. Also habe ich mir alle Spielerdaten in eine Excel eingetragen, damit ich auf meinem Mac schreiben kann. Eigentlich wollte ich anfangs in nur 3 bis 4 Updates vom Rest meiner Karriere berichten (also ca. 3 Jahre pro Update abhandeln). Dafür hätte ich diese genauen Spielerdaten nicht gebraucht. Jetzt aber mache ich doch alles ausführlicher. Warum? Ist einfach so passiert :patsch:


    Weil mich das und auch andere fehlende Details gestört haben, habe ich das Savegame mittlerweile am Mac installiert. Ab nächstem Update kann ich also auch die Einwechslungen beleuchten. Schade um die Excel :D

    Ich hoffe diese Erklärung war ausführlich genug. Den zweiten OML habe ich nicht verschwiegen. Er heißt Dennis NAGEL. Da er aber offiziell Stürmer ist, führe ich ihn als ST auf. Bin offen für jede Kritik und Anmerkung :)

  • TEIL VIII – DER BEGINN DER ITALIENISCHEN JAHRE / DIE RÜCKKEHR DER NAGEL BRÜDER



    2024/2025

    Sind wir mal ehrlich: Als ich dieses Projekt vor ein paar Wochen startete, hatte ich eher so vier, fünf Updates im Sinn. Ein paar Saisons pro Update und dann hätten wir die restliche Karriere von George Hero schon erklärt. Es kam mal wieder – wer hätte es gedacht – anders! Bei der Auseinandersetzung mit diesem Savegame fühlt es sich richtig an, nochmal tief einzutauchen. Ich habe den Spielstand mittlerweile auf meinen Mac gezogen und spiele dort in der Saison 2029/30 weiter. Also mal sehen, wie lange das hier noch wird… Aber kommen wir zurück ins Jahr 2024. Beim Titel dieses Updates konnte ich mich nicht entscheiden. Deswegen hat Teil 8 einfach zwei Überschriften.


    Die Europameisterschaft in Italien hatte ich im letzten Update kurz angerissen. Ein zufriedener George Hero verfolgte diese aufgeregt vor dem Fernseher. Dabei sah er, wie Deutschland mit sieben Siegen aus sieben Spielen den Titel feierte. Im Finale in San Siro schlug man Belgien mit 3:1. Glückwunsch! Belgien wiederum hatte Italien im Viertelfinale aus dem Turnier geschmissen, was schließlich dazu führte, dass Trainer Antonio Conte, immerhin seit sechs Jahren Nationaltrainer, sein Traineramt nach der EM zur Verfügung stellte. Aber was hatte das mit George Hero zu tun?


    Ein italienischer Herbst

    Ich war schon immer ein großer Italien-Fan und wollte dort sowieso mehr Urlaub machen. Also griff ich zum Hörer und bewarb mich als Contes Nachfolger. Machen wir es kurz: Ich bekam den Job und war nun zweigleisig unterwegs. Ligaalltag mit Frankfurt, Nationalmannschaft in Italien. Dolce Vita: Ich kam! Der Kader der Squadra Azzura war gespickt mit etablierten Topstars und einigen großen Talenten. Bereits im September begann die Qualifikation für die WM Endrunde 2026 in den USA. Wir trafen in der Gruppe 3 auf Kroatien, Albanien, Russland, Norwegen und Moldawien. Keine leichte, aber auf jeden Fall eine machbare Gruppe. In meiner Berichterstattung will ich gar nicht zu tief in mein Italien-Abenteuer einsteigen. Insofern hier nur die Ergebnisse:



    DATUM GEGNER ORT ERGEBNIS TORE
    06.09.2024 RUSSLAND Moskau 1:1 1:0 A. DZAGOEV (45.)
    1:1 T. TULISSI (74.)
    10.09.2024 MOLDAWIEN Verona 2:0 1:0 T. TULISSI (7.)
    2:0 J. CRUZ CANTILLANA (41.)
    11.10.2024 ALBANIEN Udine 3:1 1:0 J. CRUZ CANTILLANA (18.)
    2:0 L. MICHELETTI (47.)
    3:0 L. MICHELETTI (59.)
    3:1 B. AHMETAJ (82.)
    15.10.2024 NORWEGEN Parma 5:3 1:0 D. BERARDI (15.)
    2:0 D. BERARDI (19.)
    3:0 D. BERARDI (46.)
    4:0 C. CECCOBELLI (70.)
    5:0 C. CECCOBELLI (73.)
    5:1 G. WIKHEIM (75.)
    5:2 S. JOHANSEN (80.)
    5:3 S. TRONSTAD (87.)
    15.11.2024 KROATIEN Zagreb 2:3 0:1 K. PETERNAC (17.)
    0:2 I. BUBALO (27.)
    0:3 D. PARAZAJDER (44.)
    1:3 L. MICHELETTI (58.)
    2:3 D. BIAGINI (66.)


    Hundertprozentig zufrieden war ich nicht mit diesen ersten Ergebnissen. Vor allem das letzte Spiel des Jahres in Zagreb war kein Glanzlicht meiner italienischen Dolce-Vita-Heroes. Dadurch belegten wir in unserer Gruppe vorerst nur Rang 2 hinter Kroatien, und dicht gefolgt von Albanien.


    Die Kaderplanung

    Leider ist es uns nicht gelungen, unseren Rechtsaußen Yakubu KALU zu halten. Sowohl die Finanzstärke als auch das Prestige europäischer Topvereine ist im Vergleich zu Frankfurt noch zu stark. Immerhin konnten wir mit der Ablöse von 37,5 Mio. EUR einen neuen Vereinsrekord aufstellen und dabei gleichzeitig einen Gewinn von 32,5 Mio. EUR einfahren, da wir Yakubu vor 1,5 Jahren günstig von PSG loseisten. Nun wechselte zum FC Arsenal in die Premier League. In seiner kurzen Zeit bei der Eintracht kam KALU in 58 Einsätzen auf 17 Tore und 26 Vorlagen.


    Mit Akwasi ISSIFU verloren wir leider etwas überraschend unseren Linksverteidiger. Der FC Nantes, der sich in den letzten Jahren zur dritten französischen Größe hinter Monaco und PSG entwickelt hatte, bot uns für den talentierten Ghanaer 26,5 Mio. EUR. Auch wenn uns die Entscheidung schwer gefallen war: Wir nahmen das Angebot an. ISSIFU absolvierte in zwei Jahren in Frankfurt 44 Spiele mit sechs Torvorlagen.


    Bei Roland HEINRICH war ein Abgang absehbar. Leider hatte es der deutsche Nationalspieler nicht geschafft, sich in unserer Innenverteidigung durchzusetzen. Während der EM stellten wir ihn ins Schaufenster. Der englische Meister FC Chelsea sicherte sich für 18,75 Mio. EUR seine Dienste und immerhin sprang für uns noch ein Transfergewinn von 1,25 Mio. EUR heraus. Roland hatte 56 Einsätze und zwei Tore.


    Mit Serge TOURÉ verabschiedeten wir uns von einem verdienten Spieler, der sich immer in den Dienst der Mannschaft stellte. Obwohl er mit KHEDIRA und BOROWSKI starke Konkurrenz hatte, zeigte sich der Ivorer stets kämpferisch. Nun verließ er uns Ende August zum OSC Lille für 14,5 Mio. EUR. Serge lief 131 Mal für die Eintracht auf und hatte in diesen Spielen acht direkte Torbeteiligungen.


    Fast 100 Mio. EUR Transfereinnahmen verbuchten wir damit im Sommer 2024. Durch den Abgang von ISSIFU mussten wir zuerst die wichtige Position des Linksverteidigers neu besetzen. Von Beginn an hatte ich hierfür nur einen Namen im Kopf: Jonas NAGEL, den jüngeren Bruder von meinem Stürmerstar Dennis. Beide entdeckte ich damals in der Gladbacher Jugend. Während Dennis als 17-jähriger erste Bundesliga-Luft unter mir geschnuppert hatte, war Jonas noch zu jung gewesen. Beide entwickelten sich im Laufe ihrer BMG-Zeit zu deutschen Nationalspielern. Sie spielten bis 2021 zusammen in Gladbach, ehe Dennis nach Frankfurt wechselte. Jonas blieb noch ein Jahr länger und ging dann für 20 Mio. EUR zum FC Barcelona. Nun holte ich ihn für die neue Rekordablöse von 43 Mio. EUR zurück zu seinem Bruder. Herzlich Willkommen in Frankfurt! Ich war sicher, dass wir mit ihm viel Spaß haben würden.


    Unsere übrigen Neuzugänge waren weniger prominent. Der Australier Liam GALLAGHER, zuerst vier Jahre in Nantes, dann eine Saison in Florenz, schloss die durch Roland HEINRICH entstandene Lücke in der Innenverteidigung. Für Yakubu KALU einen Ersatz zu finden, gestaltete sich deutlich schwieriger. Weil wir uns nicht entscheiden konnten, holten wir mit Eddy MONTESDEOCA (8 Mio. EUR), einem kolumbianischen No-Name, und Brian THYCHOSEN (9 Mio. EUR) von PSV Eindhoven, gleich zwei neue Rechtsaußen. Ich kann jetzt schon vorwegnehmen: Wir hätten uns das Geld für beide sparen können.



    KADER 2024/2025

    Torhüter: Frank SCHINDLER (24) – Andrej IVANOVIC (22)


    Abwehr:

    LV: Jonas NAGEL (24) – Alija SABANOVIC (24)

    IV: Michael BÖHM (24) – Liam GALLAGHER (25) – Jonas WEIMER (AUT) – Emil BERGSTRÖM (31)

    RV: Hamid YILDIRIM (23) – Julian KORB (32)


    Mittelfeld:

    DM: Rani KHEDIRA (30) – Lars BOROWSKI (25)

    ZM: Marc STENDERA (27) – Toni KROOS (34) – Adrian AHLF (20)

    OM: Gabriel IANCU (30) – Felix BRÜCKNER (25)

    ML: Osvaldo RODRIGUEZ (26)

    MR: Rudi NEUMANN (24) – Eddy MONTESDEOCA (20) Brian THYCHOSEN (23)


    Sturm: Dennis NAGEL (25) – Moritz SÖDER (22) – Jens JÄGER (25)



    Abgänge:


    NAME

    ALTER

    POS.

    ZU

    ABLÖSE

    Yakubu KALU

    25

    OMR

    FC Arsenal London

    37,5 Mio. EUR

    Akwasi ISSIFU

    23

    LV

    FC Nantes

    26,5 Mio. EUR

    Roland HEINRICH

    24

    IV

    FC Chelsea London

    18,75 Mio. EUR

    Serge TOURÉ

    27

    DM

    OSC Lille

    14,5 Mio. EUR


    Zugänge:


    NAME

    ALTER

    POS

    VON

    ABLÖSE

    Jonas NAGEL

    24

    LV

    FC Barcelona

    43 Mio. EUR

    Liam GALLAGHER

    25

    IV

    AC Florenz

    15 Mio. EUR

    Brian THYCHOSEN

    23

    OMR

    PSV Eindhoven

    9 Mio. EUR

    Eddy MONTESDEOCA

    20

    OMR

    Rosario Central

    8 Mio. EUR




    Der Saisonstart

    Unser Saisonziel: Bloß nicht wieder Dritter werden! Würde meine Offensive wieder so stark sein wie im letzten Jahr, müsste ich mir wenig Sorgen um ein erfolgreiches Abschneiden machen. Entscheidend war die Defensive, wo wir gleich zwei Schlüsselstellen neu besetzen mussten. Auch aufgrund der starken Konkurrenz um Bayern, Dortmund und Schalke waren wir etwas zurückhaltend in unserer Zielsetzung. Ein bajuwarisches Selbstvertrauen, wie man es aus München vernahm, herrschte in Frankfurt nicht. Wir waren bescheiden und gaben die CL Quali vor.


    Erwartungsgemäß starteten wir mit einem Kantersieg im DFB Pokal gegen den SV Hülben 1898 (7:0 / 2x Söder, 2x Stendera, Gallagher, J. Nagel, Jäger). In der 2. Runde im September schoben wir ein 3:0 gegen Chemnitz nach (3x Jäger). In der für Frankfurt scheinbar schicksalhaften 3. Runde gelang uns immerhin ein Zittersieg gegen Eintracht Braunschweig (2:1 / Neumann, Jäger). Somit überwinterten wir schon mal im DFB Pokal.


    Beim ernsthaft richtungsweisenden Saisonauftakt – dem 1. Spieltag in der Liga – begrüßten wir unseren Angstgegner, den HSV. In der ausverkauften Commerzbank-Arena behielten wir mit 2:0 (Söder, Stendera) die Oberhand. Darauf folgten leider drei Spiele ohne Sieg. Erst verloren wir 0:4 gegen die Bayern (eine wirkliche Machtdemonstration) und spielten dann gegen Hoffenheim 1:1 (Söder) und gegen Mainz 2:2 (2x Neumann). Am 6. Spieltag wendeten wir eine Niederlage gegen den BVB in letzter Sekunde noch ab (2:2 / Jäger, Rodriguez). In Leverkusen verloren wir 1:3 (Jäger) und auch gegen Energie Cottbus kamen wir zu Hause nicht über ein 2:2 (Stendera, Gallagher) hinaus. Immerhin bezwangen wir meinen Ex-Klub M’Gladbach am 10. Spieltag 2:1 (Rodriguez, Neumann). Aber 16 Punkte nach 10 Spielen war schwach und ganz bestimmt nicht das, was ich mit „Wir müssen etwas ändern“ meinte. Schon früh in der Saison drohte uns so unser Ziel abhanden zu kommen.


    Ein anderes Gesicht

    In der Champions League trafen wir in dieser Saison in der Gruppenphase auf Real Madrid, den RSC Anderlecht und Schachtar Donezk. Hätten wir ähnliche Leistungen gebracht wie in der Bundesliga, wäre ein Weiterkommen ernsthaft in Gefahr gewesen. Doch glücklicherweise zeigten meine Jungs auf europäischem Rasen ein anderes Gesicht. Zum Start gelang uns gegen den RSC Anderlecht ein knappes 2:1 (2x Söder). Zu Hause schlugen wir die großen Madrilenen 1:0 (Söder) und zum Abschluss der Hinrunde fertigten wir die Ukrainer aus Donezk mit 3:0 (3x Söder) ab. Sechs Tore, sechs Mal SÖDER. Unser Topstürmer zeigte sich in Bestform. Das Rückspiel in Donezk gewannen wir ebenfalls (2:0 / D. Nagel, Yildirim) und auch gegen den RSC Anderlecht behielten wir mit 2:0 (Stendera, Neumann) die Oberhand. Nach 5 Siegen aus 5 Spielen hatten wir den Einzug ins Achtelfinale als Gruppensieger gesichert. Daran änderte auch eine 0:4 Klatsche im Santiago Bernabeu nichts mehr. Zufrieden war ich mit diesem Ergebnis trotzdem nicht. Der Mannschaft fehlte in diesem Halbjahr etwas der Fokus.


    Stabilisierung im Herbst

    Nach dem wichtigen Auswärtssieg in Gladbach ging es eine Woche später nach Berlin zur Hertha. Dort erlebten wir beim 5:4 (Jäger, 2x Stendera, Rodriguez, J. Nagel) das torreichste Spiel der Hinrunde. Es offenbarte zugleich unsere aktuell größte Schwäche: Die Defensive. Hier war es mir bislang keine Stabilisierung gelungen. Der in dieser Hinrunde besonders formstarke Österreicher Jens JÄGER hatte mit seinen Toren großen Anteil daran, dass wir trotzdem wichtige Punkte einfahren konnten. Am 13. Spieltag sah ich gegen Werder Bremen das gleiche Problem. Wir verloren 2:4 (2x Iancu) und nahmen dieses Mal auch keine Punkte mit. Nach Siegen gegen Nürnberg (1:0 / Söder), Köln (2:0 / 2x Jäger) und Schalke 04 (4:0 / 2x Stendera, Söder, Jäger) hatten wir uns zumindest tabellarisch stabilisiert. Ein 0:2 zum Abschluss der Hinrunde in Stuttgart zeigte uns aber, dass wir in dieser Saison keineswegs die Konstanz aus den Vorjahren hatten. Mit 31 Punkten rangierten wir auf Platz 4, schon 10 Punkte hinter dem BVB. Überraschend schwach waren die Bayern (29 Punkte), die u.a. eine historische 1:8 Niederlage in Hoffenheim hinnehmen mussten. Die Meisterschaft ging scheinbar über Dortmund (41 Punkte). Dahinter folgten Schalke 04 (34 Punkte) und – nächste Überraschung – der VfB Stuttgart (33 Punkte).


    Ein schwacher Februar

    Das Wintertransferfenster verlief in Frankfurt ruhig. Wir hatten weder Ab- noch Zugänge zu verzeichnen. Der Start ins neue Jahr verlief super. Erst rächten wir uns für das 0:4 in München mit einem 2:0 (Rodriguez, Söder) und gewannen dann gegen Mainz mit 6:0 (3x Neumann, 2x Stendera, Yildirim). Der Februar begann ebenfalls gut. In einer klassischen „Februar-Schlechter-Rasen-Arschkaltes-Wetter-Flutlicht-Pokalschlacht“ besiegten wir M’Gladbach mit 4:3 (2x Söder, Jäger, Stendera). Dann jedoch erlebte die Eintracht wettbewerbsübergreifend sieben Spiele ohne Sieg. In sechs BL-Partien holten wir nur ganze 3 Pünktchen und im CL-Achtelfinale spielten wir auswärts beim FC Porto 2:2 (2x Jäger). Das Rückspiel gewannen wir 5:3 (3x Iancu, Jäger, Gallagher). Danach waren meine Nerven am Ende. Bereits nach 30 Minuten führten wir mit 3:0. Das Weiterkommen war uns kaum noch zu nehmen. Doch nach 53 Minuten stand es plötzlich 3:3. So etwas darf nicht passieren! Glücklicherweise packten sich meine Jungs an der Ehre. Gabriel IANCU erzielte das wichtige 4:3. Wir zitterten bis zum Ende, ehe Liam GALLAGHER in der 94. Minute das erlösende 5:3 erzielte. Wir hatten uns das Leben mal wieder unnötig schwer gemacht, aber am Ende immerhin gewonnen. Wir standen im CL-Viertelfinale.


    Ein kleines Fußballmärchen

    Obwohl wir in der Liga die seit meiner Ankunft in Frankfurt schwächste Saison spielten, standen wir in den Pokalwettbewerben immer noch gut da. Nachdem wir uns in der Bundesliga wieder stabilisiert hatten (und die Meisterschaft aussichtslos war), konnten wir uns verstärkt auf die Champions League konzentrieren. Wir trafen im CL-Viertelfinale auf den FC Liverpool. Ein großer Name, aber lange nicht so gut wie in der heutigen Realität. In der Premier League zumeist Vierter, 2016 mal Dritter. Aber das war es auch schon. Mit Max MEYER und Gerd EXSLAGER spielten u.a. zwei Schalker Jungs dort. Im Hinspiel an der Anfield Road trennten wir uns 0:0. Kleiner Vorteil Liverpool. Im Rückspiel feierten wir die große Rückkehr von Dennis NAGEL. Der hatte sich in der Hinrunde erst den Fuß, dann den Arm gebrochen und war bislang nur auf wenige Einsätze gekommen. Gegen Liverpool zeigte er sein altes Gesicht und erzielte beim 3:0 alle drei Tore. Wir standen im CL-Halbfinale. Sänk ju Dennis.


    Dort kam es zum Wiedersehen mit Real Madrid, die uns die bittere 4:0 Niederlage am Ende der Gruppenphase zufügten. Nach 20 Minuten stand es 1:0 für Real. Adem ÖZTÜRK, unser ehemaliger Innenverteidiger, spielte mittlerweile bei den Madrilenen. Und er war es auch, der uns in diesem Hinspiel mit einem Eigentor in der 72. Minute zurück ins Spiel brachte. Rudi NEUMANN (80.) erzielte sogar die Führung. Tatsächlich war dieses Tor unser einziger Torschuss in diesem Spiel gewesen. Weil aber mit Jonas NAGEL (85.) und Liam GALLAGHER (90.) gleich zwei Spieler aus meiner Viererkette Gelb/Rot sahen, kam es wie es kommen musste. Real Madrid bekam einen Elfmeter in der 91. Minute. Yannick GERHARDT trat an und verwandelte zum 2:2. Madrid hatte sich nochmal gerettet. Ich ärgerte mich maßlos und wusste, dass ich zugleich froh sein konnte, überhaupt ein 2:2 erzielen zu können.


    Trotzdem wir im Rückspiel zu Hause antraten und mit dem Ergebnis aus dem Hinspiel die bessere Ausgangslage hatten, gingen die Spanier als Favorit in diese Partie. Dieses Mal kamen wir deutlich besser zurecht mit Madrid, wo mit Lucas SILVA noch ein weiterer ehemaliger Weggefährte spielte. Ich holte ihn 2015 aus Brasilien nach Deutschland. 1,5 Jahre später ging er zu Real, wo er seitdem Stammspieler auf der 6 war. Aber zurück zum Spiel: Wir begannen super! Meine Mannschaft war wie ausgewechselt. Dennis NAGEL traf nach 27 Minuten zum 1:0 und erhöhte in der 57. Minute auf 2:0. Real brauchte nun zwei Tore, um immerhin noch in die Verlängerung zu kommen. Dem ehemaligen Mainzer Igor ANIER (80.) gelang spät der Anschlusstreffer, ehe meine beiden Innenverteidiger Michael BÖHM (84.) und Jonas WEIMER (90.) alles klar machten. Wir gewannen 4:1 und standen zum zweiten Mal nach 2023 im Finale.


    Wenn 24 Torschüsse immer noch zu wenig sind

    Festwochen in Frankfurt. Nach dem Halbfinale-Rückspiel gegen Madrid reisten wir nach Hoffenheim, wo wir im DFB Pokal-Halbfinale auf die TSG trafen. THIAGO (nicht der, sondern ein Brasilianer) erzielte per unverdientem Elfmeter das 1:0 zum Pausenstand. Wir waren drückend überlegen und kamen nach 54 Minuten durch Jonas WEIMER zum verdienten Ausgleich. Etliche Großchancen später pfiff der Schiedsrichter ab. Es ging in die Verlängerung und wir wussten selbst nicht so genau, wieso eigentlich. Hoffenheim war offensiv absolut wirkungslos. Bis zur 101. Minute, als Torsten STRIEGEL plötzlich zum 2:1 für die TSG traf und damit den Spielverlauf völlig auf den Kopf stellte. Wir waren geschockt! Am Ende hatten wir 24:4 Torschüsse und kuckten trotzdem traurig in den Sinsheimer Abendhimmel.


    Ein wenig Bundesliga wurden zwischen Champions League- und DFB Pokal-Drama auch noch gespielt. Die Meisterschaft war weg, der BVB enteilt, aber um Platz 2 hatte sich ein spannender Vierkampf gebildet. Wir verloren diesen schlussendlich. Schalke wurde Zweiter, Leverkusen Dritter und wir immerhin Vierter. Fünfter nur waren die Bayern. Eine Saison, die ich schnell abhaken wollte.


    Das deutsche Fußballfest

    Doch Stopp! Da war doch noch was. An einem beschaulichen Sommerabend traf im Berliner Olympiastadion der Tabellenvierte der Bundesliga auf den Tabellenfünften der Bundesliga. Was nach DFB Pokal klang, war Champions League. Wir standen zum zweiten Mal innerhalb von 3 Jahren im Finale. Schon das alleine war sensationell. Beim letzten Mal verloren wir knapp gegen Dortmund. Nun trafen wir mit dem FC Bayern wieder auf einen deutschen Vertreter. Und das auch noch im Olympiastadion. Es war alles gerichtet für ein deutsches Fußballfest!


    Die Bayern standen zum ersten Mal seit 10 Jahren wieder in einem CL-Finale. 2015 gewannen sie gegen den FC Everton. Mit Matthias GINTER gab es noch einen bekannten Namen in der Startaufstellung der Münchner. Auf der Bank saßen zudem ein 39-jähriger Manuel NEUER, der nach dieser Saison seine Karriere beenden sollte, sowie ein 36-jähriger Javi MARTINEZ. Mit KHEDIRA, STENDERA (Startelf) sowie KORB und IANCU hatte ich noch vier „Nicht-Newgens“ im Kader. Meine Aufstellung:


    SCHINDLER + J. NAGEL – BÖHM – GALLAGHER – YILDIRIM + KHEDIRA (C) - BOROWSKI + RODRIGUEZ – STENDERA – SÖDER + D. NAGEL


    Das Spiel war sehr ausgeglichen und auf hohem Niveau. Die Bayern gingen nach 20 Minuten durch den 26-jährigen argentinischen Topstürmer Andrés SABELLA (Torschützenkönig BL) in Führung. Kurz vor der Pause gelang Marc STENDERA (43.) der verdiente Ausgleich. Im zweiten Abschnitt schenkten sich beide Teams nichts. Es war das erwartete Fußballfest, nur ohne viele Tore. Obwohl es hart zuging, verschuldeten wir nur sechs Fouls. Darüber war ich sehr erfreut. Trotz großer Anstrengung mussten beide Teams in die Verlängerung. Dort erlöste uns Dennis NAGEL (96.) nach schöner Flanke von Moritz SÖDER mit dem 2:1. Die Bayern erhöhten nun Minute um Minute den Druck. Doch BÖHM und GALLAGHER hielten diesem gut stand. Einen daraus resultierenden Konter leitete Moritz SÖDER selbst ein, schlug den Ball nach rechts auf NEUMANN, der zurück in die Mitte und da stand auch schon wieder Moritz SÖDER, der den Ball einköpfte. Nach dem 3:1 in der 111. Minute war die Gegenwehr der Bayern gebrochen. Sie gaben nicht auf, kamen aber einfach nicht mehr durch. Der krönende Abschluss dieser tollen Verlängerung war ein Eckstoß für uns in der 121. Minute. Eigentlich hätte Rizzoli einfach abpfeifen können. Er ließ jedoch ausführen. SÖDER schlug den Ball in die Mitte. Dort entstand ein heilloses Chaos und irgendwie drückte Lars BOROWSKI den Ball zum 4:1 über die Linie. Ganz eindeutig: Dieser Sieg war wohl um zwei Tore zu hoch ausgefallen. Aber wisst ihr was? Es war mir in diesem Moment komplett egal! Alle Dämme brachen im Olympiastadion! Eintracht Frankfurt war Champions League Sieger 2025! Wer hätte das vor ein paar Wochen gedacht, als wir sieben sieglose Spiele aneinanderreihten? Der Mann des Spiels war heute eindeutig Moritz SÖDER, der maßgeblich an allen vier Toren beteiligt war und vor allem in der Verlängerung den besten Fußball auspackte, den man in einem CL-Finale nur zeigen kann. Seine Mitspieler trugen ihn auf Schultern. Und alles, was in Europa Rang, Namen und ein wenig Kleingeld hatte, hatte sich in diesem Moment endgültig vorgenommen, Moritz SÖDER zu kaufen. Koste es, was es wolle.



    TABELLE




    DIE MANNSCHAFT


    TORHÜTER

    NAME NATION ALTER SPIELE GGT ZU NULL NOTE
    Frank SCHINDLER GER 24 46 63 15 6.83
    Andrej IVANOVIC CRO 22 6 6 3 6.98


    Frank SCHINDLER musste in dieser Saison deutlich zu oft hinter sich greifen. Die Verunsicherung der Verteidigung hatte auch ihn ergriffen. Es war nicht sein bestes Jahr, ließ mich aber trotzdem nicht an Frank zweifeln. Ich plante mit ihm langfristig.


    VERTEIDIGUNG

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Jonas NAGEL LV GER 24 43 (2) 2 4 7.20
    Alija SABANOVIC LV SRB 24 8 (4) 0 1 6.94
    Michael BÖHM IV GER 24 37 (5) 3 3 7.01
    Liam GALLAGHER IV AUS 25 42 3 1 7.07
    Jonas WEIMER IV AUT 25 22 (5) 2 0 6.99
    Emil BERGSTRÖM IV SWE 31 ohne Daten ohne Daten
    Hamid YILDIRIM RV FRA 23 30 (2) 3 5 7.17
    Julian KORB RV GER 32 23 (8) 0 2 7.02


    Die Abwehr war in dieser Saison unsere große Schwachstelle. An den beiden Neuzugängen Jonas NAGEL und Liam GALLAGHER lag es jedenfalls nicht. Sie zeigten noch die beste Leistung. Der Rest musste noch eine Schippe drauf legen, wenn wir in der Bundesliga irgendwann wieder Meister werden wollten. Für SABANOVIC war es womöglich seine letzte Saison in Frankfurt. Auch Julian KORB und Emil BERGSTRÖM näherte sich in langsamen Schritten dem Karriereende.


    MITTELFELD

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Rani KHEDIRA DM GER 30 39 (3) 0 2 6.97
    Lars BOROWSKI DM GER 25 33 (6) 1 2 6.95
    Serge TOURÉ DM CIV 27 3 0 0 6.73
    Marc STENDERA ZM GER 27 39 (5) 16 11 7.13
    Adrian AHLF ZM GER 20 27 (5) 0 3 7.05
    Toni KROOS ZM GER 34 ohne Daten ohne Daten
    Gabriel IANCU OM ROU 30 11 (18) 6 5 7.02
    Osvaldo RODRIGUEZ OML ARG 26 32 (3) 8 7 7.10
    Rudi NEUMANN OMR GER 24 34 (4) 10 21 7.35
    Eddy MONTESDEOCA OMR COL 20 5 (18) 1 5 6.85
    Brian THYCHOSEN OMR DEN 24 2 (5) 0 0 6.64


    Serge TOURÉ verließ uns Ende August. KHEDIRA und BOROWSKI füllten die Position ohne ihn gut aus, spielten aber beide keine überragende Saison. Bester Mann in der Zentrale war mal wieder Marc STENDERA, der nun auch vermehrt im offensiven Mittelfeld auflief. Gabriel IANCU zeigte seine erste schwächere Spielzeit und Toni KROOS verabschiedete sich mit dem Champions League Titel von der großen Fußballbühne. Er beendete im Anschluss seine Karriere.

    Wer in diesem Jahr auf jeden Fall das richtige Zeichen setzte, war unser Eigengewächs Rudi NEUMANN. Der mittlerweile 24-jährige hatte in den letzten Jahren irgendwo den Anschluss verloren. Nun setzte ich ihm nach KALUS Abgang zwei neue Spieler vor die Nase. Und was machte er? Spielte die beste Saison seines Lebens mit 31 Torbeteiligungen in 38 Spielen. Super Rudi! Während ich in MONTESDEOCA noch Entwicklungspotenzial sah, war THYCHOSEN ein absoluter Fehlkauf. Man kann eben nicht alles richtig machen...


    STURM

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Dennis NAGEL ST GER 24 16 (8) 13 5 7.39
    Moritz SÖDER ST GER 22 40 (7) 23 16 7.24
    Jens JÄGER ST AUT 25 25 (15) 20 6 7.18


    Dennis NAGEL war mal wieder vom Verletzungspech verfolgt und fehlte uns mehrere Monate. In der entscheidenden Saisonphase kehrte er zurück und spielte eine wichtige Rolle auf dem Weg zum CL Titel. Moritz SÖDER glänzte derweil schon in der CL Gruppenphase. Während er sich in der Liga ein wenig zurückhielt (12 Tore), glänzte Moritz in Europa umso stärker. Es war tatsächlich nicht seine stärkste Saison für Frankfurt, was vielleicht auch daran lag, dass ich ihn oft auf den Außen einsetzte. Trotzdem war klar, dass wir ihn nur schwer würden halten können, vor allem nach diesem CL Finale. Der Gewinner dieser Situation zwischen NAGEL und SÖDER war eindeutig Jens JÄGER, der mich mit seinen 20 Saisontoren eindeutig überzeugte. Ein Topwert für einen dritten Stürmer!

  • IX – WAS KOMMT NACH DEM CL-TITEL?


    2025/2026

    Ich möchte die Frage aus dem Titel direkt aufnehmen: Was kommt nach dem CL-Titel? Unser Protagonist George Hero hatte im Jahr 2025 alles erreicht, was man sich als Trainer wünscht. Er hatte den DFB Pokal gewonnen (2017), war Deutscher Meister geworden (2022) und hatte den CL Pokal in den Himmel gereckt (2025). Seine Mission bei der Eintracht war damit aber nicht beendet. Vielmehr störte es ihn, dass er in den vergangenen drei Jahren nicht Deutscher Meister geworden war. Und den Pokal hatte er mit Frankfurt auch noch nicht gewonnen. George hatte also noch viele Ziele und verschrieb sich auch nach dem Gewinn der CL voll und ganz dem Projekt Eintracht Frankfurt. Naja… „voll und ganz“ stimmte nicht so sehr. Schließlich gab es da noch die italienische Nationalmannschaft, die unser Held zur Weltmeisterschaft 2026 führen wollte. Ob ihm das gelang? Wir lassen es ihn gerne selbst erzählen.



    Thriller im Kampf um die WM


    Im März 2025 ging es weiter mit der WM Qualifikation. Die Saison 24/25 war noch in vollem Gange und wir waren gerade in der entscheidenden Phase, als ich nach Italien reiste, um mein Team zu empfangen. Das von mir erhoffte „Dolce Vita“ war – wer hätte auch etwas anderes erwartet – ein Trugschluss. Nationaltrainer zu sein ist harte Arbeit. Du bist viel unterwegs und verbringst mehr Zeit an Flughäfen, Bahnhöfen und in ungemütlichen Konferenzräumen als Espresso-schlürfend am Ufer des Gardasees oder der Fontana di Trevi. Aber die Arbeit machte mir trotzdem Spaß und ich konnte mich eigentlich nicht beschweren. Im März hatten wir Russland zu Hause in Rom mit 2:1 (Casalnuovo, Berardi) besiegt. Im Spätsommer und Herbst hatten wir noch 4 Spiele zu absolvieren in unserer Gruppe, in der Kroatien und Albanien unsere schärfsten Konkurrenten waren. Am 05.09. besiegten wir den Tabellenletzten Moldawien mit 4:1 (2x Daoudi, Luciani, Biagini). Unser Neu-Frankfurter DAOUDI (dazu gleich mehr) stach in diesem mit einem Doppelpack besonders hervor. Vier Tage später reisten wir nach Albanien und verloren dort überraschenderweise mit 0:2. Das hatte den Kampf um die ersten beiden Plätze unnötig spannend gemacht. Die Ausgangslage sah folgendermaßen aus:


    POS. NATION PUNKTE TORE DIFF.
    01. KROATIEN 19 20:11 +09
    02. ALBANIEN 19 17:08 +09
    03. ITALIEN 16 19:11 +08


    Wir standen mit dem Rücken zur Wand und mussten unsere beiden letzten Spiele unbedingt gewinnen. Wir trafen auf Norwegen und Kroatien. Albanien musste gegen Kroatien und Russland spielen, Kroatien gegen Albanien und Italien. Norwegen war eine Pflichtaufgabe, die wir mit 3:0 (Ceccobelli, Tulissi, Biagini) erfüllten. Albanien verlor gegen Kroatien 0:3, was uns aufatmen ließ:


    POS. NATION PUNKTE TORE DIFF.
    01. KROATIEN 22 23:11 +12
    02. ITALIEN 19 22:11 +11
    03. ALBANIEN 19 17:11 +06


    Um das Weiterkommen zu sichern, mussten wir also gegen Kroatien gewinnen. Aufgrund der Tordifferenz genügte uns ein 1:0. Albanien hatte es in dieser Hinsicht schwerer. Sie mussten darauf hoffen, dass wir verlieren. Nach 26 Minuten waren wir ausgeschieden. Während Albanien früh in Führung ging, erzielte Daniel BONAFFINI ein Eigentor. Erst in der Nachspielzeit der 1. Hälfte glich Juan CRUZ CANTILLANA zum 1:1 aus, was aber immer noch nicht reichte, da Albanien weiterhin führte. Kurz nach der Pause gelang zuerst Russland das 1:1, während Domenico BERARDI für uns das 2:1 besorgte. Albanien schlug gegen Russland aber zurück. Das 2:1 führte dazu, dass alle drei Teams 22 Punkte hatten. Wir waren Erster, Kroatien Zweiter und Albanien Dritter. Das Torverhältnis entschied. In der 63. Minute erzielte Juan CRUZ CANTILLANA (ebenfalls ein Neu-Frankfurter) das 3:1, das Igor BUBALO nur drei Minuten später mit dem 3:2 beantwortete. Ein weiteres Gegentor und wir wären wieder raus. In Albanien tat sich derweil nichts mehr. Man gewann 2:1 gegen Russland und hoffte auf Kroatien. In einem nervenaufreibenden Spiel blieben wir jedoch konzentrationsstark. Domenico BERARDI traf in der 80. Minute zum 4:2 und legte in der 85. Minute per Elfmeter sogar noch das 5:2 hinterher. 80.000 Zuschauer im San Siro waren auf Ausrasten. Wir hatten die Belastungsprobe bestanden und waren als Gruppenerster weitergekommen. Was für ein Thriller! Wir hatten nochmal Glück gehabt. Bei der Gruppenauslosung im Dezember hatten wir dieses Glück aber verloren. Wir wurden in die Todesgruppe mit Portugal, Chile und Mexiko gelost.


    TABELLE


    Wie wir uns bei der WM schlugen, erfahrt ihr im nächsten Update. Jetzt kommen wir aber zurück nach Frankfurt.



    KADER 2025/2026

    Torhüter: Frank SCHINDLER (25) – Andrej IVANOVIC (23)


    Abwehr:

    LV: Jonas NAGEL (25) – Alija SABANOVIC (28)

    IV: Michael BÖHM (25) – Liam GALLAGHER (26) – Jonas WEIMER (26) – Emil BERGSTRÖM (32)

    RV: Hamid YILDIRIM (24) – Julian KORB (33) – Rilwan EBOH (18)


    Mittelfeld:

    DM: Rani KHEDIRA (31) – Lars BOROWSKI (26) Tobias HOFFMANN (18)

    ZM: Marc STENDERA (28) – Adrian AHLF (21) – Benjamin IJzerman (20)

    OM: Gabriel IANCU (31) – Juan CRUZ CANTILLANA (26)

    ML: Osvaldo RODRIGUEZ (27)

    MR: Rudi NEUMANN (25) – Yasin DAOUDI (25)


    Sturm: Dennis NAGEL (26) – Jens JÄGER (26)



    Abgänge:


    NAME

    ALTER

    POS

    ZU

    ABLÖSE

    Moritz SÖDER

    23

    ST

    FC Paris St. Germain

    75,0 Mio. EUR

    Eddy MONTESDEOCA

    21

    OMR

    Manchester United

    22,5 Mio. EUR

    Brian THYCHOSEN

    24

    OMR

    FC Villareal

    8,75 Mio. EUR

    Toni KROOS

    35

    ZM

    Karriereende

    ---


    Zugänge:


    NAME

    ALTER

    POS

    VON

    ABLÖSE

    Yasin DAOUDI

    25

    OMR

    FC Villareal

    66,0 Mio. EUR

    Emre CAN

    31

    DM

    Manchester City

    19,5 Mio. EUR

    Juan CRUZ CANTILLANA

    26

    OM

    AC Mailand

    19,25 Mio. EUR

    Tobias HOFFMANN

    18

    DM

    FC Bayern München

    9,0 Mio. EUR

    Benjamin IJzerman

    20

    ZM

    FC Groningen

    8,75 Mio. EUR




    Wir haben gekämpft. Doch letztlich war es einfach nicht möglich, Moritz SÖDER in Frankfurt zu halten. Seine Gehaltswünsche hätten wir ihm zwar erfüllen können, nur wollten wir nicht unbedingt. In Frankfurt hatten wir uns schließlich vorgenommen, keine Unsummen an Gehaltskosten zu haben. Am Ende des Sommers musste ich diese Aussage ein wenig revidieren. Doch zurück zu Moritz SÖDER. Unser Topstürmer verließ den Verein zu Paris St. Germain für die Rekordablöse von 75 Mio. EUR. Man bedenke: Im FM 2014 war das noch sehr viel Geld… Wir verabschiedeten uns also von SÖDER, der in drei Spielzeiten in Frankfurt in 141 Spielen auf 90 Tore und 45 Vorlagen kam. Damit hatte er sich seinen Platz in den Geschichtsbüchern gesichert.


    Weiterhin verließen uns die beiden Rechtsaußen Eddy MONTESDEOCA und Brian THYCHOSEN, die ich erst im letzten Sommer gekauft hatte. Doch beide waren Missverständnisse gewesen, die sich in der letzten Saison nicht in den Kader einfügen konnten. MONTESDEOCA hätte ich noch eine Chance gegeben, aber bei 22,5 Mio. EUR Ablöse sagst du nicht Nein.


    Wir hatten also eine Lücke, sowohl im Sturm als auch auf der rechten Seite. Da unser Geldbeutel nicht nur durch den Verkauf von SÖDER, sondern auch durch den Gewinn der CL ordentlich gefüllt war, gingen wir auf große Einkaufstour und tätigten dabei den ersten Mega-Transfer der SGE-Geschichte. Durch meine zwischenzeitliche Anstellung als italienischer Nationaltrainer war mir Yasin DAOUDI vom FC Villareal aufgefallen. Der Junge, in Marokko geboren, tauchte 2015 in der Jugendakademie von Slavia Prag auf. Noch im selben Jahr wechselte er zu Cagliari Calcio, wo er als 16-jähriger in der Serie A debütierte. Sieben Jahre später wechselte Yasin für 11 Mio. EUR zum FC Villareal. In 301 Spielen erzielte er bislang 90 Tore. Das ist kein sagenhafter Wert für einen Offensivmann, zumindest keiner, der es rechtfertigt, 66 Mio. EUR für ihn auf den Tisch zu legen. Sicherlich extrem viel Geld, doch Cagliari ließ uns kaum eine Wahl und ich wollte DAOUDI unbedingt haben. In der Squadra Azzura war der Junge gesetzt, nun also auch in Frankfurt. Zugleich war die Summe ein Zeichen in Richtung europäischer Konkurrenz. Macht euch auf was gefasst: Die Eintracht spielt jetzt mit im Spiel der Großen!


    Letztes Update hatte ich vom Beginn der italienischen Jahre gesprochen. Diese begannen für mich mit meinem Abenteuer in Italien. Nun holte ich auch weitere Italiener nach Frankfurt. Neben Yasin DAOUDI war dies der junge Rechtsverteidiger Rilwan EBOH, den wir schon vor 1,5 Jahren gekauft hatten und der nun bereit für die 1. Mannschaft war. Weiterhin war ich auf der Suche nach einem neuen offensiven Mittelfeldspieler fündig geworden. Gabriel IANCU war so langsam in die Jahre gekommen. Deswegen holte ich Juan CRUZ CANTILLANA für 19,5 Mio. EUR vom AC Mailand. Der 26-jährige war CL-erfahren, konnte sich beim italienischen Serienmeister zuletzt aber nicht mehr durchsetzen.


    Mit Tobias HOFFMANN (18) und Benjamin IJzerman (20) verpflichteten wir weiterhin zwei junge Talente für die Zentrale. Im Übrigen: Benjamin IJzerman wird bei mir im Football Manager tatsächlich mit zwei Großbuchstaben zu Beginn geschrieben. Handelt es sich um einen Rechtschreibfehler oder gibt es diesen Namen mit dieser Schreibweise im Niederländischen wirklich? Kennt sich da jemand aus?



    DFB POKAL - TEIL I

    Erwartungsgemäß überwinterten wir im DFB Pokal. In der ersten Runde hatten wir mit Union Berlin einen etwas stärkeren Gegner. Wir gewannen jedoch mit 3:0 (Rodriguez, D. Nagel, Söder). Im September besiegten wir Fortuna Düsseldorf mit 3:1 (Daoudi, 2x D. Nagel) und Anfang Dezember Greuther Fürth mit 4:0 (Cantillana, Rodriguez, 2x Stendera). Wir gaben uns keine Blöße.


    UEFA SUPER CUP

    In Rom trafen wir auf den frisch gebackenen Europa League Sieger Newcastle United. Die Engländer erlebten in der Premier League eine Seuchensaison, wurden nur 13ter. In der Europa League spielten sie sich jedoch in einen Rausch und räumten Udinese Calcio, Juventus Turin, FC Schalke 04 und Inter Mailand aus dem Weg. Im Finale gegen den FC Arsenal erlebten die Zuschauer ein sensationelles 3:3, das Newcastle schließlich im Elfmeterschießen für sich entscheiden konnte. Im Super Cup behielten nun wir die Oberhand und gewannen 3:1 (Cantillana, Jäger, Stendera). Es war der nächste Titel in meiner Sammlung.


    BUNDESLIGA - HINRUNDE

    In der letzten Saison feierten wir mit dem CL-Titel den größten Erfolg in der Geschichte der Eintracht. Da konnte man schon mal vergessen, dass wir in der Bundesliga nur Vierter geworden waren. In diesem Jahr wollten wir wieder ganz oben mitmischen. In der gesamten Hinrunde mussten wir insgesamt nur zwei Niederlagen hinnehmen. Leider ausgerechnet gegen unsere beiden größten Konkurrenten Bayern München (0:2) und Borussia Dortmund (0:1). Ansonsten waren wir ganz gut, spielten vier Mal unentschieden und gewannen den Rest. Nach 15 Spielen hatten wir 31 Punkte auf dem Punkte. Durch die Klub WM blieb es an Weihnachten bei diesem Stand. Mit zwei Spielen weniger standen wir auf Rang 4. Ganz oben war der BVB (43 Punkte), dahinter Schalke 04 (36 Punkte) und der FC Bayern (31 Punkte).


    CHAMPIONS LEAGUE

    SPIELTAG ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    1 H AS ROM 4:3 D. Nagel, Eigentor, J. Weimer, Eigentor
    2 A FC BRÜGGE 2:0 2x D. Nagel
    3 A ATLETICO MADRID 2:4 D. Nagel, Y. Daoudi
    4 H ATLETICO MADRID 0:0
    5 A AS ROM 1:3 D. Nagel
    6 H FC BRÜGGE 5:0 4x D. Nagel, O. Rodriguez


    TABELLE


    Bis zum letzten Spieltag war es spannend. Wir mussten gegen den FC Brügge gewinnen und hielten dem Druck stand. Für den Gruppensieg reichte es nicht. Hier war Atletico Madrid zu stark. Für das Achtelfinale wurden wir gegen PSG gelost. Ein sehr schwerer Gegner.


    KLUB WM

    Halten wir uns nicht lange damit auf: Wir gewannen die Klub WM im Finale gegen Club Atletico Banfield aus Argentinien mit 3:1 (2x D. Nagel, Cantillana). Der nächste Titel in meiner Sammlung. Check!


    WINTERTRANSFERS

    NAME

    ALTER

    POS

    VON

    ABLÖSE

    Emre CAN

    31

    DM

    Manchester City

    19,5 Mio. EUR

    Jean-Luc CLERMONT

    23

    OML

    FC Toulouse

    13,75 Mio. EUR


    Der Großteil meiner Mannschaft war im Winter ausgelaugt und müde. Die Pause kam zum rechten Zeitpunkt. Da wir noch in allen drei Wettbewerben vertreten waren, schlugen wir weitere zwei Mal auf dem Transfermarkt zu. Mit Emre CAN holten wir uns viel Erfahrung und Klasse ins defensive Mittelfeld und mit dem Franzosen Jean-Luc CLERMONT einen vielversprechenden Linksaußen, der in erster Linie Osvaldo RODRIGUEZ entlasten sollte.


    BUNDESLIGA RÜCKRUNDE - TEIL I

    Im Januar und Februar absolvierten vier acht Spiele, in denen wir 16 Punkte holen konnten. Leider verloren wir abermals gegen Borussia Dortmund 0:1 und auch überraschend hoch gegen den 1.FC Köln 1:4 (Stendera). Dafür gewannen wir immerhin mit 1:0 (Rodriguez) gegen die Bayern. Die Ausgangslage nach 25 Spieltagen war die gleiche. Wir hatten immer noch zwei Spiele weniger. Der BVB war aber schon weit enteilt und Pep Guardiola auf dem Weg zur nächsten Meisterschaft.


    POS. VEREIN SPIELE PUNKTE
    1. BORUSSIA DORTMUND 25 62
    2. EINTRACHT FRANKFURT 23 47
    3. FC SCHALKE 04 25 46
    4. FC BAYERN MÜNCHEN 25 42


    CHAMPIONS LEAGUE

    Leider war für den Titelverteidiger schon im Achtelfinale Schluss. Im Hinspiel waren wir noch das bessere Team und führten mit 2:1, ehe Rani KHEDIRA mit Rot vom Feld flog und wir uns am Ende noch das 2:2 einfingen. Doch die beiden Tore waren letztlich egal, da ausgerechnet der Ex-Frankfurter SÖDER mit zwei frühen Toren im Rückspiel alles entschied. Wir kamen nach diesem Schock nicht mehr zurück und verloren letztlich chancenlos mit 0:3.


    ACHTELFINALE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    HINSPIEL H FC PARIS ST. GERMAIN 2:2 0:1 LÉO (38.)
    1:1 K. SHIMODA ET (44.)
    2:1 J. CRUZ CANTILLANA (48.)
    2:2 J. GREALISH (78.)
    RÜCKSPIEL A FC PARIS ST. GERMAIN 0:3 0:1 M. SÖDER (03.)
    0:2 M. SÖDER (07.)
    0:3 O. MEDVEDEV (73.)



    DFB POKAL - TEIL II

    Im DFB Pokal machten wir es aber besser. Über den VfB Stuttgart und Hannover 96 zogen wir ins Finale gegen Eintracht Braunschweig ein. Gegen den Zweitligisten waren wir in allen Belangen besser und feierten ein Schützenfest. CRUZ CANTILLANA überragte mit einem Dreierpack und ebnete uns mit seinem frühen Tor auch den Weg zum Sieg. Endlich durfte ich mit der Eintracht den DFB Pokalsieg feiern. Super Leistung!


    RUNDE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    VIERTELFINALE H VFB STUTTGART 2:0 1:0 O. RODRIGUEZ (18.)
    2:0 Y. DAOUDI (87.)
    HALBFINALE A HANNOVER 96 2:1 1:0 O. RODRIGUEZ (32.)

    1:1 G. NTANAS (87.)

    2:1 J-L. CLERMONT (93.)
    FINALE N EINTRACHT BRAUNSCHWEIG 6:2 1:0 J. CRUZ CANTILLANA (03.)
    2:0 Y. DAOUDI (06.)
    2:1 J. FÖRSTER (22.)
    3:1 D. NAGEL (24.)
    4:1 J. CRUZ CANTILLANA (37.)
    5:1 J. CRUZ CANTILLANA (54.)
    6:1 D. NAGEL (64.)
    6:2 B. PERIC (74.)



    BUNDESLIGA RÜCKRUNDE – TEIL II

    Von den fünf Spielen im März gewannen wir vier Mal. Leider verloren wir unser Nachholspiel gegen den VfB Stuttgart 2:3 (Rodriguez, Daoudi). Ende März besiegten wir Kaiserslautern mit 4:0 (3x Daoudi, D. Nagel) und hatten somit nach 28 Spielen 59 Punkte. Der Rückstand auf Borussia Dortmund betrug nur noch 7 Punkte. Schalke und Bayern waren aus dem Titelkampf so gut wie raus. Von den vier Spielen im April gewannen wir 3x. Wir verloren gegen Schalke 04 0:2, hatten aber gegen Hoffenheim (3:0 / ET, Clermont, D. Nagel), Leipzig (D. Nagel) und Leverkusen 3:2 (Stendera, ET, Can) wichtige Punkte geholt. Dortmund schwächelte ein wenig, holte im April aber trotzdem 7 Punkte. Zwei Spieltage vor dem Ende hatten wir 5 Punkte Rückstand. Platz 2 war gesichert und unsere Chancen auf den Titel minimal. Am 33. Spieltag besiegten wir Stuttgart mit 2:0 (Stendera, Rodriguez). Dortmund patzte beim 0:0 gegen die Bayern. Es waren nur noch 3 Punkte Rückstand, die Meisterschaft rechnerisch noch nicht entschieden, theoretisch aber aufgrund des schlechteren Torverhältnisses nahezu unerreichbar.


    POS. VEREIN SPIELE TORE PUNKTE DIFFERENZ
    1. BORUSSIA DORTMUND 33 64:19 74 +45
    2. EINTRACHT FRANKFURT 33 70:31 71 +39
    3. FC SCHALKE 04 33 64:28 67 +36
    4. FC BAYERN MÜNCHEN 33 57:31 57 +57



    DOCH MANCHMAL GESCHEHEN WUNDER

    Am 34. Spieltag musste Borussia Dortmund zu meinem ehemaligen Verein nach Gladbach. Das Spiel war lange offen, ehe Gladbach in der 68. Minute das 1:0 erzielte. Zu diesem Zeitpunkt führten wir in Wolfsburg schon 7:0!!! Wir waren in der 68. Minute also Deutscher Meister aufgrund der um zwei Tore besseren Differenz. Ab der 26. Minute waren wir durch eine Gelb/Rote Karte für Innenverteidiger Jonas WEIMER nur noch zu Zehnt. Zu diesem Zeitpunkt führten wir aber auch schon mit 5:0. Dieses Spiel war der Wahnsinn!


    SPIELTAG ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    34 A VFL WOLFSBURG 7:0 1:0 L. BOROWSKI (02.)
    2:0 Y. DAOUDI (06.)
    3:0 O. RODRIGUEZ (08.)
    4:0 J. CRUZ CANTILLANA (17.)
    5:0 J. CRUZ CANTILLANA (19.)
    6:0 O. RODRIGUEZ (31.)
    7:0 J. CRUZ CANTILLANA (51.)


    Wolfsburg war famos schlecht. Weil sich bis zum Ende am 7:0 nichts mehr änderte und der BVB tatsächlich 0:1 verloren hatte, feierten wir tatsächlich die Deutsche Meisterschaft in der Autostadt. Hatte es jemals so ein Saisonfinale, so eine Aufholjagd schon gegeben? Alles roch nach Manipulation. Wie konnte Wolfsburg in der 1. Halbzeit nur so schlecht sein? Sie waren 75 Minuten ein Mann mehr gewesen. Der BVB war konsterniert. Ich werde nie vergessen, wie ungläubig Pep Guardiola am Spielfeldrand stand und auf die Stadionanzeige blickte. Er hatte tatsächlich 3 Punkte Vorsprung und eine um 6 Tore bessere Differenz noch aus der Hand gegeben. Uns selbst war der plötzliche Titelgewinn auch surreal. Kaum einer war wirklich auf eine Meisterfeier vorbereitet. Es war absurd! Zur Krönung dieses Titels fuhren wir eine Woche später nach Berlin und fertigten dort Eintracht Braunschweig mit 6:2 ab. Mein italienischer Offensivmann Juan CRUZ CANTILLANA erzielte in beiden Spielen sechs Tore und hatte sicherlich einen entscheidenden Anteil am ersten Double der Eintracht. Aber auch der Rest des Teams war in diesen Spielen und über die gesamte Saison fantastisch.


    ABSCHLUSSTABELLE




    DIE MANNSCHAFT


    TORHÜTER

    NAME NATION ALTER SPIELE GGT ZU NULL NOTE
    Frank SCHINDLER GER 25 47 52 18 6.94
    Andrej IVANOVIC CRO 23 4 0 4 6.95


    Frank SCHINDLER hatte sich gegenüber der Vorsaison wieder gesteigert. Er war der sichere Rückhalt, der uns zum Double führte. Ersatzkeeper und Eigengewächs Andrej IVANOVIC, immerhin schon seit 2018 im Profikader, war wie immer eine perfekte Nummer 2. Ihn muss ich an dieser Stelle wirklich mal loben. Er begehrte nie auf und fügte sich optimal in die Rolle des Ersatzkeepers. Solche Leute brauchst du, wenn du Titel gewinnen willst.


    VERTEIDIGUNG

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Jonas NAGEL LV GER 25 44 (1) 0 3 7.17
    Alija SABANOVIC LV SRB 28 5 (4) 0 1 7.07
    Michael BÖHM IV GER 25 43 (1) 2 0 7.21
    Liam GALLAGHER IV AUS 26 16 (3) 2 0 7.11
    Jonas WEIMER IV AUT 25 43 (1) 3 0 7.05
    Emil BERGSTRÖM IV SWE 32 ohne Daten ohne Daten
    Hamid YILDIRIM RV FRA 24 38 (1) 0 6 7.11
    Julian KORB RV GER 33 4 (11) 0 1 6.84
    Rilwan EBOH RV ITA 18 8 (5) 0 2 7.08


    Beginnen wir mit den Linksverteidigern. Jonas NAGEL ist dort seit letztem Jahr klar gesetzt. Es war auch in diesem Jahr wieder eine Augenweide, ihm zuzusehen. Vor allem defensiv ist der Junge eine Bank. Offensiv hat er durchaus noch etwas Luft nach oben. Für Alija SABANOVIC war es endgültig die letzte Saison. Der Serbe konnte sich nie wirklich durchsetzen und suchte nach Abschluss der Spielzeit nach einer neuen Herausforderung.

    In der Innenverteidigung konnte der Österreicher Jonas WEIMER seinen Konkurrenten Liam GALLAGHER verdrängen. Michi BÖHM überzeugte mich wie schon auch in den letzten Jahren. Emil BERGSTRÖM feierte sein zehnjähriges Jubiläum. Der Schwede bekam sein Ehrenspiel in der Wintervorbereitung und kündigte gleichzeitig an, dass die nächste Saison seine letzte sein würde. Als Verteidiger Nummer 4 hatten wir mit ihm einen guten Mann.

    Hamid YILDIRIM ging nun schon in seine vierte Spielzeit bei der Eintracht. Er war für uns kaum noch wegzudenken von der linken Seite. Aber wie auch NAGEL hatte er nach vorne noch Potenzial. Julian KORBS Einsatzzeiten nahmen zunehmend ab. Der mittlerweile 33-jährige näherte sich wie BERGSTRÖM dem Karriereende, hatte aber noch zwei Jahre Vertrag. Sein Nachfolger stand mit dem 18-jährigen Rilwan EBOH bereits in den Startlöchern. Er spielte seine erste Saison bei den Profis und wusste in seinen Einsätzen durchaus zu überzeugen.


    MITTELFELD

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Rani KHEDIRA DM GER 31 34 (8) 0 2 7.06
    Lars BOROWSKI DM GER 26 37 (4) 1 2 7.08
    Emre CAN DM GER 31 16 (4) 2 3 7.11
    Tobias HOFFMANN DM GER 18 0 0 0 Leihe
    Marc STENDERA ZM GER 28 34 (3) 11 12 7.16
    Adrian AHLF ZM GER 21 22 (13) 3 5 7.07
    Benjamin IJzerman ZM NED 20 2 (7) 0 1 6.70
    Juan CRUZ CANTILLANA OMZ ITA 26 30 (4) 14 15 7.46
    Gabriel IANCU OMZ ROU 31 5 (16) 2 0 6.91
    Osvaldo RODRIGUEZ OML ARG 27 34 (7) 15 16 7.42
    Jean-Luc CLERMONT OML FRA 23 6 (5) 2 1 6.96
    Yasin DAOUDI OMR ITA 25 26 (9) 16 12 7.28
    Rudi NEUMANN OMR GER 25 8 (22) 2 8 6.90


    Seit nunmehr 12 Jahren ist Rani KHEDIRA unsere feste Konstante im Mittelfeld. Auch dieses Jahr war wie auf seinen jüngeren Kollegen Lars BOROWSKI Verlass. Mit Emre CAN kam noch ein weiterer Hochkaräter ins Mittelfeld, der sich sofort einfügte und super Leistungen zeigte. Der junge HOFFMANN war an Augsburg ausgeliehen.

    Marc STENDERA und Adrian AHLF hatten auf der zentralen Position vor der DM wieder alles unter Kontrolle. AHLF wurde so langsam erwachsen und STENDERA zeigte sich tor- und vorlagenhungrig wie eh und je. Die hohe Zahl der Scorerpunkte lag freilich an seinen Fähigkeiten, aber auch daran, dass ich ihn oft als OMZ spielen ließ. Benjamin IJzerman, der Mann mit den zwei Großbuchstaben, hatte in der Zentrale noch das Nachsehen. Durchaus war er aber einer für die Zukunft.

    Juan CRUZ CANTILLANA, mein italienischer Neuzugang mit argentinischen Wurzeln, hatte voll und ganz eingeschlagen. Seine sechs Tore in den beiden letzten Spielen waren ein ganz wichtiger Faktor für das Double. Die 29 Scorerpunkte in 34 Spielen wurden im Mittelfeld nur noch getoppt von RODRIGUEZ. Gabriel IANCU, viele Jahre die klare Nummer 1 im offensiven Mittelfeld, hatte seinen Stammplatz verloren und wollte eine neue Herausforderung. Dieser Bitte sollte ich im Sommer nachgeben.

    Osvaldo RODRIGUEZ legte in seiner dritten Saison bei der Eintracht noch eine Schippe obendrauf. Er hatte sich mittlerweile zu einem der besten Linksaußen der Welt entwickelt und - das kann ich schon vorwegnehmen - wurde am Ende des Jahres mit dem Ballon d'Or belohnt. Jean-Luc CLERMONT, das klang nach französischem Film-Noir-Regisseur, war aber ein ganz talentierter linker Mittelfeldmann, der sich gegen RODRIGUEZ durchsetzen wollte. In seiner ersten Halbsaison gelang ihm das noch nicht.

    Yasin DAOUDI verteilte seine 35 Einsätze auf die Stürmer- und die Rechtsaußenposition. Unser Rekordtransfer spielte eine sehr gute erste Saison in Frankfurt. Rudi NEUMANN, letztes Jahr noch großartig, spielte wieder eine schlechtere Saison. Er war mittlerweile Nationalspieler, aber so richtig durchstarten wollte er immer noch nicht.


    STURM

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Dennis NAGEL ST GER 25 46 (3) 36 14 7.47
    Jens JÄGER ST AUT 26 6 (13) 1 3 6.77
    Moritz SÖDER ST GER 23 2 (1) 2 0 7.23


    Endlich verletzungsfrei! Dennis NAGEL performte auf höchstem Niveau und sicherte uns durch 50 Scorerpunkte in 49 Partien den Weg zum Titel. Dennis fehlte in nur zwei Partien. Das machte es schwer für Jens JÄGER, der sich nach seiner starken letzten Saison eigentlich mehr erhofft hatte und dieses Jahr ganz klar enttäuschte. Moritz SÖDER verließ uns Ende August und kehrte mit PSG im CL Achtelfinale zurück. Leider war er mit zwei Treffern maßgeblich an unserem Ausscheiden beteiligt.

  • TEIL X - Das Jahr der puren Dominanz

    Die Jahre gingen so langsam ins Land. Nur wenige Spielstände in meiner FM-Karriere hatten die Marke von 10 Jahren überdauert. Jetzt ging ich schon in meine 14. Saison als Trainer - und ich war noch lange nicht müde. George Hero hatte die Eintracht zu einem europäischen Spitzenverein geformt und war weiterhin hungrig. Die Saison 2026/2027 setzte - so viel kann ich vorwegnehmen - die Entwicklung aus den letzten Jahren erfolgreich fort. Und neben der Eintracht gab es für George Hero im Sommer 2026 noch ein weiteres Highlight: Die WM in den USA mit Italien.



    WELTMEISTERSCHAFT 2026

    Der große Moment war gekommen. Nach zwei Jahren Qualifikation, die uns durch ein Herzschlagfinale am letzten Spieltag als Gruppensieger zur WM geführt hatten, war es endlich so weit. Die Vorbereitung auf das Turnier verlief allerdings bescheiden. Gegen die Elfenbeinküste spielten wir 1:1 (Daoudi), in Griechenland gelang uns ein knappes 1:0 (Berardi) und in Kanada verloren wir sogar mit 2:3 (Berardi, Micheletti). Der Start in unsere Todesgruppe mit Portugal, Chile und Mexiko stand also nicht gerade unter den besten Vorzeichen. Und leider war es uns nicht gelungen, unsere Probleme zum Turnierstart in den Griff zu bekommen. Im Auftaktmatch gegen Portugal spielten wir nur 2:2.


    GRUPPE G ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    1. Spieltag Dallas PORTUGAL 2:2 0:1 Luca MICHELETTI (19.)
    1:1 Tomàs SERRA (23.)
    2:1 Tomàs SERRA (84.)
    2:2 Tiziano TULISSI (94.)


    Eigentlich waren wir hier das bessere Team und am Ende mussten wir trotzdem froh sein, immerhin einen Punkt mitgenommen zu haben. Tomás SERRA, eine Art neuer Cristiano RONALDO, der im letzten Jahr für die Rekordsumme von 78 Mio. EUR von Liverpool zum AC Mailand gewechselt war, brachte uns mit seinem Doppelpack ins Wanken. Erst in allerletzter Sekunde konnte uns Tiziano TULISSI durch einen sensationellen Freistoß noch den Punkt sichern. Das 2:2 war letztlich okay, auch weil Portugal sicherlich neben uns favorisiert für das Weiterkommen war. In Spiel 2 standen wir nun aber schon unter erheblichem Druck.


    GRUPPE G ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    2. Spieltag Philadelphia CHILE 1:3 0:1 ET Osei APPIAH (26.)
    0:2 Juan Carlos PIZARRO (55.)
    1:2 Cristian CECCOBELLI (71.)
    1:3 Hans TORRES (85.)


    Lächerlich! Beschämend! Wie konnten wir heute verlieren? Ich erkannte meine Mannschaft nicht mehr wieder. Chile hatte im ersten Spiel gegen Mexiko ebenfalls nur 2:2 gespielt. Die Ausgangslage war also die gleiche. Obwohl wir wieder die bessere Mannschaft waren, mussten wir uns am Ende mit 1:3 geschlagen geben. Die Südamerikaner zeigten sich vor dem Tor eiskalt, während wir unsere Chancen nicht verwerteten. Der Anschlusstreffer durch den Linksaußen CECCOBELLI (Paris St. Germain) kam zu spät und obendrein erhöhte Hans TORRES (AC Mailand) noch auf 1:3. Da sich Portugal und Mexiko im Parallelspiel aber nur 3:3 trennten, hatten wir immer noch eine Chance auf das Weiterkommen. Wir waren aber auf Schützenhilfe von Chile angewiesen. Portugal durfte nicht gewinnen, da wir gegenüber Chile das schlechtere Torverhältnis hatten und den direkten Vergleich verlieren würden.


    GRUPPE G ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    3. Spieltag Kansas City MEXIKO 1:0 1:0 Aldo CASALNUOVO (12.)


    Gegen Mexiko erfüllten wir unsere Pflicht. Aldo CASALNUOVO (SSC Neapel), mein Dreh- und Angelpunkt im offensiven Mittelfeld, brachte uns früh in Führung. Die Mexikaner drückten ab der 60. Minute vehement auf den Ausgleich. Würde Chile gegen Portugal gewinnen, würde Mexiko sogar ein Unentschieden reichen. Wir hielten dem Druck aber Stand und blickten ebenfalls gebannt nach Los Angeles, wo sich Portugal letztlich knapp mit 3:2 gegen Chile durchsetzen konnte. Das bedeutete sowohl für uns als auch Mexiko das Aus. Wir waren punktgleich mit Chile, hatten aber das schlechtere Torverhältnis. Dadurch war mein Traum, den WM Pokal in die Höhe zu recken, bereits in der Gruppenphase gescheitert. Natürlich war es knapp, natürlich unglücklich. Aber wir hatten einfach keine gute Leistung in diesen Spielen gebracht und waren demnach auch verdient ausgeschieden.


    TABELLE


    RESTLICHER TURNIERVERLAUF


    Herzlichen Glückwunsch nach Belgien, das seinen ersten WM Titel feiern durfte. Es war ein verdienter Sieg, bei dem auf dem Weg mit Deutschland, Portugal, Argentinien und Kroatien viele Schwergewichte ausgeschaltet wurden. Trainerlegende Ronald KOEMAN war der Vater des Erfolgs, mit dem er selbst seine eigene Karriere gekrönt hatte. Für mich war nach dem frühen Ausscheiden klar, dass es in Italien nicht weitergehen würde. Dafür hatte ich zu wenig abgeliefert. Trotzdem hätte ich gerne weiter gemacht. Nach Beendigung des Turniers kam aber der Anruf, der mein Aus besiegelte. Ich entschied mich daraufhin, nach Frankfurt zurückzukehren uns vorerst dort zu bleiben. Ich hatte kein weiteres Engagement als Nationaltrainer geplant.



    KADERPLANUNG 2026/2027

    ABGÄNGE

    NAME NAT ALTER POS SEIT SPIELE TORE VORL. ZU ABLÖSE
    Jens JÄGER AUT 27 ST 2022 103 34 19 PSV Eindhoven 15 Mio. EUR
    Gabriel IANCU ROU 32 OMZ 2015 360 86 91 Rayo Vallencano ablösefrei
    Alija SABANOVIC SRB 29 LV 2021 64 0 6 AC Florenz ablösefrei
    Felix BRÜCKNER GER 27 OMZ 2016 9 0 0 Omonia Nikosia ablösefrei
    Benjamin IJzerman NED 21 ZM 2025 9 0 1 1.FC Kaiserslautern Leihe


    Wieder verabschiedeten wir uns von einem großen Namen, der das Spiel der Eintracht viele Jahre maßgeblich geprägt hat. Gabriel IANCU, der 2015 aus Bukarest gekommen war, war von Beginn an eine feste Stütze im offensiven Mittelfeld und verlor seinen Stammplatz tatsächlich erst in der letzten Saison durch die Verpflichtung von Juan CRUZ CANTILLANA. In seiner Zeit bei Frankfurt absolvierte IANCU wettebwerbsübergreifend 360 Spiele, in denen ihm 86 Tore und 91 Assists gelangen. Er entschied sich nun dazu, seine Karriere beim spanischen Zweitligisten Rayo Vallencano fortzusetzen. Viel Erfolg dabei!

    Unseren österreichischen Stürmer Jens JÄGER zog es zum niederländischen Meister PSV Eindhoven. In vier Jahren in Frankfurt war es ihm leider nie gelungen, sich vollends im Sturm durchzusetzen. Mit der Rolle des Reservisten wollte sich JÄGER nicht länger zufrieden geben. Das Angebot von Eindhoven war fair und entsprach unseren Vorstellungen. Ciao Jens!

    Mit Alija SABANOVIC und Felix BRÜCKNER gingen zwei Spieler, denen der Durchbruch nie gelungen war. Vor allem bei SABANOVIC war ich enttäuscht. Er hatte uns damals 10,5 Mio. EUR gekostet. Er versuchte sein Glück nun in Italien beim AC Florenz. Einen Nachfolger als Ersatz für Jonas NAGEL holte ich derweil nicht. Mit Michael BÖHM und Lars BOROWSKI hatte ich noch zwei Spieler im Kader, die diese Position gut bekleiden konnten.

    Felix BRÜCKNER kam 2016 in unsere Jugendabteilung und galt als aufstrebendes Talent. Zehn Jahre und nur 9 Profieinsätze später verließ er uns nun in Richtung Zypern.



    ZUGÄNGE

    NAME NAT ALTER POS VON ABLÖSE
    Jürgen FRITZ GER 24 ST VfB Stuttgart 18,5 Mio. EUR
    RATO BRA 20 IV FC Barcelona ablösefrei
    Arno VAN BEEK NED 18 ST eigene Jugend ---


    Durch den Abgang von Jens JÄGER war im Sturm eine Lücke entstanden, die wir mit der Verpflichtung von Jürgen FRITZ aus Stuttgart gestopft wurde. Transfers vom VfB zur Eintracht hatten mittlerweile Tradition. Rani KHEDIRA kam 2014, Michi BÖHM 2019 und Lars BOROWSKI 2020. Nun holten wir den ehemaligen U21-Nationalspieler für 18,5 Mio. EUR. FRITZ konnte offensiv alle Positionen bekleiden. In der vergangenen Saison konnte er in 30 Ligaspielen 14 Scorerpunkte vorweisen. Zudem zogen wir den jungen Niederländer Arno VAN BEEK aus der eigenen Jugend hoch. In den letzten Jahren hatte sich kein einziger Jugendspieler in der 1. Mannschaft durchsetzen können. Das störte mich. Der Jugendbereich wurde sukzessive verbessert und so langsam schien es sich auszuzahlen. VAN BEEK war das erste einer ganzen Reihe von Talenten, die in den kommenden Jahren das Spiel der Eintracht bereichern sollten.

    Mit der Verpflichtung von RATO war uns ein kleiner Coup gelungen. Der Brasilianer hatte enormes Talent und war ablösefrei zu haben. In Barcelona, wohin er 2023 aus der Jugendakademie von CR Flamengo gewechselt war, hatte er einen schweren Stand. Er brauchte mehr Spielzeit, die ich ihm in Frankfurt geben würde.


    DAS TEAM


    Torhüter: Frank SCHINDLER (26) – Andrej IVANOVIC (24)


    Abwehr:

    LV: Jonas NAGEL (26)

    IV: Michael BÖHM (26) – Liam GALLAGHER (27) – Jonas WEIMER (27) – Emil BERGSTRÖM (33) – RATO (20)

    RV: Hamid YILDIRIM (25) – Julian KORB (34) – Rilwan EBOH (19)


    Mittelfeld:

    DM: Lars BOROWSKI (27) – Rani KHEDIRA (32) – Emre CAN (32) – Tobias HOFFMANN (19)

    ZM: Adrian AHLF (22) – Benjamin IJzerman (21)

    OM: Juan CRUZ CANTILLANA (27) – Marc STENDERA (29)

    ML: Osvaldo RODRIGUEZ (28) – Jean-Luc CLERMONT (24)

    MR: Yasin DAOUDI (26) – Rudi NEUMANN (26)


    Sturm: Dennis NAGEL (27) – Jürgen FRITZ (24) Arno VAN BEEK (18)



    DFL SUPERCUP

    Das erste Highlight unserer Saison war der Super Cup, den wir als Double Sieger gegen den Vizemeister Borussia Dortmund bestritten. Wenige Tage zuvor feierten wir Marc STENDERA in dessen Ehrenspiel. Unser Mittelfeldmann war seit 2010 im Verein und nur 2017/18 an den VfB Suttgart ausgeliehen. Seit meiner Anstellung war Marc als Mittelfeldstratege gesetzt. Er hatte sich dieses Testimonial mehr als verdient. Gegen den BVB stand er aber nicht in der Startaufstellung. Hier vertraute ich auf die Doppelsechs BOROWSKI und CAN. Es war ein hochklassiges Duell, das die derzeit beiden besten deutschen Vereine zeigten. Wir gewannen am Ende im Elfmeterschießen mit 5:4 und freuten uns über unseren zweiten Sieg in diesem Wettbewerb.


    FINALE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    3. Spieltag Signal Iduna Park BORUSSIA DORTMUND 2:2 / 4:5 n.E. 0:1 Dennis NAGEL (27.)
    1:1 Guillaume DELAPORTE (28.)
    1:2 Yasin DAOUDI (49.)
    2:2 Ahmed AL-MUTAIRI (75.)



    DFB POKAL - TEIL I

    RUNDE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    1. Runde Brinkumer Stadion BRINKUMER SV 0:1 0:1 Juan CRUZ CANTILLANA (89.)
    2. Runde Commerzbank Arena FC Rot-Weiß Erfurt 4:0 1:0 Rudi NEUMANN (Elf.)
    2:0 Yasin DAOUDI (65.)
    3:0 Yasin DAOUDI (68.)
    4:0 Yasin DAOUDI (75.)
    3. Runde MAGE SOLAR Stadion SC Freiburg 0:3 0:1 Yasin DAOUDI (16.)
    0:2 RATO (53.)
    0:3 Jürgen FRITZ (73.)


    Ein Zittersieg in der 1. Runde gegen den Brinkumer SV. Das hatten wir uns anders vorgestellt. Aber so ist es eben manchmal im Pokal. Die Kleinen wachsen über sich hinaus. Immerhin gelang uns kurz vor Schluss noch das erlösende Tor. Gegen Erfurt und Freiburg hatten wir anschließend keine Probleme. Die Angst vor der 3. Runde hatten wir mittlerweile überwunden. Hier gab es schon lange kein Ausscheiden mehr.



    BUNDESLIGA - HINRUNDE

    In die Bundesliga starteten wir mit fünf Siegen in Folge. Dabei gewannen wir unter anderem gegen die Bayern 3:0 (J. Nagel, Cantillana, D. Nagel), gegen Gladbach 3:1 (D. Nagel, Borowski, Rodriguez) und gegen Schalke 2:0 (2x D. Nagel). Am 6. und am 7. Spieltag verloren wir gegen Leverkusen 0:1 und gegen Bremen 1:3 (Daoudi). Ab dann gab es bis zum Ende der Hinrunde nur noch Siege zu bestaunen. Wir legten in diesen Spielen eine Dominanz an den Tag, die man so vorher in Frankfurt nicht gesehen hatte. Auch Dortmund war gegen diese Leistungsstärke chancenlos und verlor 0:2 (D. Nagel, Weimer). So hatten wir am Ende der Hinrunde sensationelle 45 Punkte auf dem Konto, mit einem Vorsprung von 11 Zählern auf den BVB, 14 auf die Bayern und sogar 25 auf Schalke 04, das in dieser Halbserie ordentlich geschwächelt hatte. Natürlich war meine gesamte Mannschaft sehr stark, aber unser Stürmer Dennis NAGEL ragte mit 15 Toren in 17 Einsätzen besonders heraus.


    POS. VEREIN SPIELE PUNKTE
    1. EINTRACHT FRANKFURT 17 45
    2. BORUSSIA DORTMUND 17 34
    3. FC BAYERN MÜNCHEN 17 31
    4. BORUSSIA M'GLADBACH 17 30
    5. HAMBURGER SV 17 28



    CHAMPIONS LEAGUE - GRUPPENPHASE

    SPIELTAG ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    1 City of Manchester Stadium MANCHESTER CITY 0:3 0:1 Francesco ALBANI (15.)
    0:2 MARTI (18.)
    0:3 Francesco ALBANI (31.)
    2 Commerzbank Arena OLYMPIAKOS PIRÄUS 6:1 1:0 Dennis NAGEL (10.)
    1:1 BRUNO (21.)
    2:1 Osvaldo RODRIGUEZ (23.)
    3:1 Dennis NAGEL (41.)
    4:1 Yasin DAOUDI (51.)
    5:1 Dennis NAGEL (64.)
    6:1 Osvaldo RODRIGUEZ (68.)
    3 Commerzbank Arena PSV EINDHOVEN 3:3 1:0 Dennis NAGEL (27.)
    2:0 Dennis NAGEL (31.)
    2:1 Lex HAAK (36.)
    2:2 Yannick OMEONGA (68.)
    2:3 Yannick OMEONGA (92.)
    3:3 Adrian AHLF (95.)
    4 Philipps Stadion PSV EINDHOVEN 0:4 0:1 ET DICO (20.)
    0:2 Dennis NAGEL (31.)
    0:3 Rudi NEUMANN (70.)
    0:4 Juan CRUZ CANTILLANA (79.)
    5 Commerzbank Arena MANCHESTER CITY 4:3 0:1 Luca MICHELETTI (03.)
    1:1 Osvaldo RODRIGUEZ (14.)
    2:1 Dennis NAGEL (22.)
    3:1 Liam GALLAGHER (59.)
    3:2 Konstantin GRACHEV (62.)
    3:3 Luca MICHELETTI (86.)
    4:3 Jürgen FRITZ (91.)
    6 Karaiskakis Stadion OLYMPIAKOS PIRÄUS 0:3 0:1 Juan CRUZ CANTILLANA (44.)
    0:2 Jonas WEIMER (71.)
    0:3 Dennis NAGEL (81.)


    TABELLE


    In dieser Saison erlebten wir eine sehr torreiche CL-Gruppenphase. Mit nur 4 Punkten nach 3 Spielen mussten wir in der Rückrunde zwingend in Eindhoven gewinnen. Wir hielten dem Druck stand und gewannen souverän mit 4:0. Der Höhepunkt dieser Gruppenphase war sicherlich das 4:3 gegen Manchester City, das wir erst in letzter Sekunde gewannen. Ein weiteres Last-Minute-Tor gelang Adrian AHLF, der beim 3:3 gegen Eindhoven in der 95. Minute den Ausgleich erzielte. Die meisten Tore hatte abermals Dennis NAGEL. Er traf acht Mal.



    BUNDESLIGA - RÜCKRUNDE

    In der Winterpause gab es keine Veränderungen am Kader. Wir starteten hochmotiviert in das Jahr 2027 und gewannen unseren Auftakt zu Hause gegen Stuttgart mit 5:0 (3x Cantillana, D. Nagel, Weimer). Das war zu diesem Zeitpunkt unser 13. Sieg in Folge. Ein neuer Rekord in der Geschichte der Eintracht. Die Serie endete am 19. Spieltag beim 1:1 gegen die Bayern (Daoudi). Von unserer Mission "Titel" ließen wir uns auch von der sehr ansehnlichen Niederlage gegen Schalke nicht abbringen (4:5 / 3x D. Nagel, Daoudi). Die Tormaschinerie lief und wir feierten einige Kantersiege in dieser Rückrunde. Unter anderem zerlegten wir Leverkusen mit 5:0 (Rodriguez, Ahlf, 3x D. Nagel), Hertha BSC mit 6:0 (2x Rodriguez, 2x Daoudi, Cantillana, Can), Cottbus mit 5:1 (ET, 2x D. Nagel, Clermont, Cantillana), Paderborn mit 6:0 (Daoudi, 3x D. Nagel, Cantillana, Weimer) und den HSV mit 6:0 (2x D. Nagel, Cantillana, 2x Daoudi, Clermont). Wir waren einfach nicht aufzuhalten. Unseren ärgsten Verfolger, den BVB, hielten wir stets auf ca. 10 Punkte Abstand. Am 31. Spieltag kam es zum Aufeinandertreffen der beiden Giganten in der Liga. Uns genügte ein Unentschieden zum Titel und das holten wir beim 1:1 (Rodriguez) auch. Damit feierten wir ausgerechnet in Dortmund den nächsten Meistertitel. Pep Guardiola war wieder Mal bedient. Am Ende wurden wir Deutscher Meister mit 12 Punkten Vorsprung. Wir erzielten 103 Tore und übertrafen damit den bestehenden Torrekord des FC Bayern aus der Saison 71/72 (101). Dennis NAGEL sicherte sich souverän die Torjägerkanone mit 34 Toren in 33 Spielen. Zum Fußballer des Jahres wurde Yasin DAOUDI gewählt und Trainer des Jahres wurde natürlich ich. Es war mein vierter Titel in dieser Kategorie.


    TABELLE



    DFB POKAL - TEIL II

    RUNDE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    Viertelfinale Commerzbank Arena SC PADERBORN 3:0 1:0 Dennis NAGEL (23.)
    2:0 Dennis NAGEL (68.)
    3:0 Dennis NAGEL (90.)
    Halbfinale Wirsol Rhein-Neckar-Arena TSG 1899 HOFFENHEIM 1:2 1:0 EWANDRO (12.)
    1:1 Juan CRUZ CANTILLANA (15.)
    1:2 Juan CRUZ CANTILLANA (66.)


    Auf dem Weg ins Finale gaben wir uns keiner Blöße hin. Dennis NAGEL schoss uns alleine ins Halbfinale. Dort schoss uns dann CANTILLANA ins Finale. Zwei herausragende Spieler mit herausragenden Leistungen. Im Finale trafen wir auf den BVB.



    CHAMPIONS LEAGUE - KO-RUNDE

    RUNDE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    Achtelfinale Hinspiel Commerzbank Arena UDINESE CALCIO 3:0 1:0 Hamid YILDIRIM (17.)
    2:0 Yasin DAOUDI (36.)
    3:0 Jean-Luc CLERMONT (55.)
    Achtelfinale Rückspiel Commerzbank Arena UDINESE CALCIO 1:3 0:1 Dennis NAGEL (26.)
    0:2 Yasin DAOUDI (27.)
    1:2 Nikita RYABININ (55.)
    1:3 Yasin DAOUDI (64.)
    Viertelfinale Hinspiel Allianz Arena FC BAYERN MÜNCHEN 1:2 0:1 Yasin DAOUDI (13.)
    1:1 Matthias GINTER (14.)
    1:2 Juan CRUZ CANTILLANA (41.)
    Viertelfinale Rückspiel Commerzbank Arena FC BAYERN MÜNCHEN 0:1 0:1 Gorka BELLIDO (40.)
    Halbfinale Hinspiel Commerzbank Arena AS MONACO 2:2 0:1 Emanuel CAMPOS (30.)
    0:2 Matias RECCHIA (39.)
    1:2 Juan CRUZ CANTILLANA 851.)
    2:2 Jonas NAGEL (85.)
    Halbfinale Rückspiel Ettori Park AS MONACO 2:4 1:0 Carlos Alberto GARCIA (14.)
    1:1 Dennis NAGEL (20.)
    1:2 Rudi NEUMANN (61.)
    1:3 Dennis NAGEL (64.)
    2:3 Matias RECCHIA (83.)
    2:4 Dennis NAGEL (84.)


    In der Champions League ließen wir uns ebenfalls von Nichts und Niemandem aufhalten. Gegen die Bayern war es sehr knapp im Viertelfinale, doch aufgrund der Auswärtstorregel hatten wir uns durchgesetzt. Im Halbfinale wartete mal wieder die AS Monaco, der Titelverteidiger aus dem letzten Jahr. Das französische Schwergewicht hatte seit 2019 vier Mal die CL gewonnen. Zuletzt waren wir im CL Viertelfinale 2022/23 aufeinandergetroffen. In zwei engen Spielen setzten wir uns - damals noch überraschend - durch. Heute waren die Vorzeichen andere. Wir waren kein Außenseiter mehr und stellten dies mit insgesamt sechs Toren eindrucksvoll unter Beweis. Zwei Mal lagen wir in Rückstand, zwei Mal schlugen wir konsequent zurück und zogen so in unser drittes CL Finale ein. Im Rückspiel in Monaco war mal wieder Dennis NAGEL der entscheidende Mann. Was für eine unglaubliche Saison von ihm!



    DFB POKAL - FINALE

    RUNDE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    Finale Olympiastadion BORUSSIA DORTMUND 0:1 0:1 Ahmed AL-MUTAIRI (70.)


    Das Duell der beiden deutschen Topteams bekam seinen Höhepunkt mit dem Pokalfinale in Berlin. Ich hatte Pep Guardiola zuletzt einiges zugemutet. An diesem Tag jedoch sollte der Spanier die Oberhand behalten. Schade! Damit war die Hoffnung auf das Triple weg. Trotz allem zeigte ich mich als fairer Verlierer und gönnte Guardiola den Titelgewinn. Die Duelle, die wir uns in diesen Jahren lieferten, waren fantastisch und beste Unterhaltung für die Fans.



    CHAMPIONS LEAGUE - FINALE

    RUNDE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    Finale Giuseppe Meazza MANCHESTER UNITED 3:0 1:0 Jonas WEIMER (03.)
    2:0 Dennis NAGEL (11.)
    3:0 Jonas WEIMER (24.)


    Unglaublich! Manchester United war nach einer halben Stunde schon besiegt. Zwar konnte in 60 Minuten Fußball viel passieren. Doch die Red Devils, die eine eigentlich schwache Saison spielten und nur auf Platz 6 in der Premier League gelandet waren, waren psychisch nicht in der Lage zurückzuschlagen. Dazu waren wir einfach zu dominant und auch zu kaltschnäuzig vor dem Tor. Unser Innenverteidiger Jonas WEIMER traf zwei Mal nach einer Ecke und Dennis NAGEL nach einer perfekten Flanke von Hamid YILDIRIM. Wir feierten den zweiten CL-Sieg innerhalb von vier Jahren. Dennis NAGEL wurde mit 13 Treffern Torschützenkönig. Nur José ALTAFINI (1962/63) und Lionel MESSI (2011/12) hatten in der Geschichte dieses Wettbewerbs öfter getroffen. Zum besten Spieler des Turniers wurde unser Linksaußen Osvaldo RODRIGUEZ gewählt, der mit 3 Toren und 11 Vorlagen ebenfalls einen entscheidenden Anteil am Titel hatte. Am Ende des Jahres erhielt der Argentinier den Ballon d'Or.



    DIE MANNSCHAFT

    TORHÜTER

    NAME NATION ALTER SPIELE GGT ZU NULL NOTE
    Frank SCHINDLER GER 26 46 47 21 6.96
    Andrej IVANOVIC CRO 24 7 6 3 7.14
    Matthias SCHWANDT GER 18 1 0 1 6.90


    Hier gab es keine Veränderung in der Hierarchie. Frank SCHINDLER war ein starker Rückhalt und Andrej IVANOVIC die beste Nummer 2, die man sich wünschen konnte. Der 18-jährige Matthias SCHWANDT kam am 5. Spieltag überraschend zu seinem Profidebüt, da sowohl SCHINDLER als auch IVANOVIC verletzungsbedingt fehlten.



    VERTEIDIGUNG

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Jonas NAGEL LV GER 26 49 (1) 3 4 7.47
    Engin AYDIN LV TUR 21 1 (2) 0 1 6.97
    Michael BÖHM IV GER 26 34 (3) 1 0 7.21
    Jonas WEIMER IV AUT 27 43 (2) 8 2 7.28
    Liam GALLAGHER IV AUS 27 12 (5) 1 1 7.10
    RATO IV BRA 20 20 (6) 2 1 7.30
    Emil BERGSTRÖM IV SWE 33 0 0 0 ---
    Hamid YILDIRIM RV FRA 25 39 1 7 7.54
    Julian KORB RV GER 34 5 0 0 6.80
    Rilwan EBOH RV ITA 19 4 (5) 0 0 7.06


    Jonas NAGEL spulte sein Programm auf höchstem Niveau ab, war wieder eine Bank auf der linken Seite und dort absolut konkurrenzlos. In einigen wenigen Spielen vertrat ihn unser Eigengewächs Engin AYDIN, der sonst aber in der 2. Mannschaft spielte.

    In der Innenverteidigung hatte sich Jonas WEIMER mittlerweile zum besten Mann entwickelt. Seine zwei Tore im CL Finale bleiben unvergessen in Frankfurt. Der Österreicher erzielte acht Tore in diesem Jahr und war auf dem Höhepunkt seiner Karriere angekommen. Auch der junge Brasilianer RATO spielte sich immer mehr in den Vordergrund. Zum Leidwesen von Liam GALLAGHER, immerhin Stammspieler beim CL Gewinn 2025. Der Australier war nur noch Innenverteidiger Nummer 4 und suchte bereits nach einem Ausweg. Emil BERGSTRÖM machte kein einziges Spiel mehr und beendete im Anschluss seine Karriere. Ich werde ihn im nächsten Update nochmal würdigen.

    Auf der rechten Seite ließ Hamid YILDIRIM seinen Konkurrenten kaum eine Chance. Er war überragend.


    MITTELFELD

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Lars BOROWSKI DM GER 27 44 (3) 1 7 7.16
    Emre CAN DM GER 32 22 (14) 1 4 7.09
    Rani KHEDIRA DM GER 32 18 (16) 0 3 7.14
    Tobias HOFFMANN DM GER 19 5 (4) 0 0 7.21
    Adrian AHLF ZM GER 22 32 (5) 6 10 7.33
    Marc STENDERA ZM GER 29 6 (8) 1 4 6.95
    Benjamin IJzerman ZM NED 21 0 0 0 Leihe
    Juan CRUZ CANTILLANA OMZ ITA 27 42 (6) 17 21 7.33
    Osvaldo RODRIGUEZ OML ARG 28 45 (3) 15 29 7.41
    Jean-Luc CLERMONT OML FRA 24 9 (20) 6 6 7.13
    Yasin DAOUDI OMR ITA 26 39 (4) 27 22 7.64
    Rudi NEUMANN OMR GER 26 13 (21) 4 6 6.98


    Es war ein schleichender Prozess, aber in dieser Saison hatte Lars BOROWSKI seinen Kollegen Rani KHEDIRA endgültig als Mittelfeldchef abgelöst. Rani war immer noch sehr stark und spielte in meinen Plänen auch weiterhin eine Rolle. Ebenso wie Emre CAN.

    Auf der zentralen Position davor sahen wir Ähnliches. Adrian AHLF hatte Marc STENDERA abgelöst. Marc war in den vergangenen Jahren unheimlich konstant, fiel aber dieses Jahr in ein Formloch, aus dem er bis zum Ende der Saison nicht mehr herauskam. Nach dem CL Gewinn kam er zu mir und bat um einen Wechsel, da er bei uns nun alles erreicht hatte und perspektivisch kein Stammspieler mehr war. Ich nahm die Bitte an.

    Zu Juan CRUZ CANTILLANA muss man nicht viel sagen. In zwei Saisons erzielte er 31 Tore und gab 36 Vorlagen. Der Italiener fühlte sich pudelwohl in Frankfurt und hatte endlich den Durchbruch im europäischen Spitzenfußball geschafft.

    Bei Osvaldo RODRIGUEZ erwähnte ich bereits, dass er am Ende des Jahres den Ballon d'Or erhielt. Der CL Titel war die Krönung einer Saison, in der er in 48 Spielen großartige 44 direkte Torbeteiligungen hatte. Der Franzose Jean-Luc CLERMONT konnte da einfach nicht mithalten und musste sich - trotz akzeptabler Leistungen - mit dem Bankplatz genügen.

    Auf der rechten Seite überzeugte mit Yasin DAOUDI ein weiterer Italiener. Unser Rekordtransfer kam sogar auf 49 direkte Torbeteiligungen in 43 Spielen. Wie CLERMONT hatte Rudi NEUMANN einen schweren Stand.


    STURM

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Dennis NAGEL ST GER 27 51 51 14 7.74
    Jürgen FRITZ ST GER 24 8 (19) 2 5 6.91
    Arno VAN BEEK ST NED 18 3 (4) 2 0 7.22


    Bei Dennis NAGEL gehen mir fast die Superlative aus. Diese Saison war grandios und ich gönnte es ihm so sehr, da er immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde und jetzt endlich mal eine Saison topfit durchspielte. 51 Tore in 51 Startelfeinsätzen sind bei der Eintracht bis heute unerreicht. Jürgen FRITZ und Arno VAN BEEK blieb lediglich die Reservistenrolle bei dieser Leistung. Mit 84 Ligatoren war Dennis NAGEL im Übrigen nun auf Platz 4 der meisten Bundesligatore Frankfurts. Vor ihm lagen nur noch Jürgen GRABOWSKI (109), Bernd NICKEL (141) und Bernd HÖLZENBEIN (160). Würde er noch ein paar Jahre so weiter treffen, könnte Dennis HÖLZENBEIN und NICKEL eventuell noch gefährlich werden.

  • TEIL XI - Das neue Gerüst der Eintracht


    Das Jahrzehnt ging in seine letzte Phase. Die Bundesliga wurde in den 20ern hauptsächlich von vier Mannschaften geprägt: Eintracht Frankfurt (3x Meister), Borussia Dortmund (3x Meister), FC Bayern München (2x Meister), FC Schalke 04 ("ewiger Dritter"). Vereinen wie Leverkusen, M'Gladbach oder Wolfsburg gelang es ab und an, diese Phalanx zu durchbrechen, aber sowohl leistungs- wie auch markwerttechnisch waren wir vier Vereine in unserer eigenen Liga. Nachdem wir 2026 äußerst knapp und 2027 äußerst souverän Deutscher Meister wurden, gab es für uns in diesem Jahr nur ein Ziel: Dritter Meistertitel in Folge! Ob uns das gelang? Viel Spaß beim Lesen.


    KADERPLANUNG 2027/2028

    ABGÄNGE

    NAME NAT ALTER POS SEIT SPIELE TORE VORL. ZU ABLÖSE
    Marc STENDERA GER 31 ZM 2010 371 84 103 Rayo Vallecano ablösefrei
    Jean-Luc CLERMONT FRA 25 OML 2025 42 8 7 AC Mailand 30,0 Mio. EUR
    Liam GALLAGHER AUS 28 IV 2024 78 6 2 Manchester United 17,25 Mio. EUR
    Emil BERGSTRÖM SWE 33 IV 2015 233* 13* ---* Karriereende ---

    * keine vollständige Statistik mehr vorhanden. Nur BL-Einsätze


    Die großen Namen aus dem vergangenen Jahrzehnt verabschiedeten sich so langsam. 2025 beendete Toni KROOS seine Karriere, 2026 verabschiedete sich Gabriel IANCU und in diesem Sommer war es Marc STENDERA, der den Verein nach 17 Jahren verließ. Mit meiner Anstellung gelang STENDERA im Alter von 22 Jahren der Durchbruch bei Frankfurt. Von 2018 bis 2026 war er unumstritten Stammspieler. Das änderte sich in der letzten Saison. STENDERA hatte nun alles erreicht mit der Eintracht und folgte seinem Freund Gabriel IANCU zu Rayo Vallencano in die 2. Liga Spaniens. Mit 279 BL-Einsätzen für Frankfurt liegt Marc in der ewigen Rangliste der Eintracht auf Platz 7.

    Jean-Luc CLERMONT wollten wir nicht zwingend abgeben, aber bei diesem Angebot aus Mailand konnten wir einfach nicht Nein sagen, zumal CLERMONT hinter dem ehemaligen Weltfußballer Osvaldo RODRIGUEZ nur unsere Nummer 2 auf der linken Seite war.

    Liam GALLAGHER spielte drei Jahre in Frankfurt, in denen er 2x Deutscher Meister wurde, 2x die Champions League und den DFB Pokal gewann. Beim ersten CL-Titel war er noch Stammspieler. Dann überholte ihn Jonas WEIMER. Zuletzt war GALLAGHER nur noch Verteidiger Nummer 4. Er wechselte für eine ordentliche Summe zu Manchester United und spielte dort fortan wieder regelmäßiger.

    Zuletzt möchte ich mich von Emil BERGSTRÖM verabschieden, der in den vergangenen Jahren nicht mehr viel Spielzeit erhielt, aber über viele Jahre eine wichtige Abwehrstütze war. Emil beendete seine Karriere, kehrte dem Fußball den Rücken und ging zurück in seine Heimat Schweden. Mit 233 BL-Einsätzen für Frankfurt lag er in der Bestenliste auf Platz 11.



    ZUGÄNGE

    NAME NAT ALTER POS VON ABLÖSE
    Kim SUN-WOO KOR 24 DM TSG 1899 Hoffenheim 11,5 Mio. EUR
    Francisco Javier LOPEZ ESP 17 TW Real Betis Balompié ablösefrei
    Karsten DERCHO GER 19 ZM eigene Jugend ---
    Erjon HOXHA GER 18 OML eigene Jugend ---
    Stefan GEISSINGER GER 17 ST eigene Jugend ---


    Wenn eine Mannschaft Deutscher Meister und CL-Sieger wurde, dann benötigt sie eigentlich keine wirkliche Verstärkung. Da wir keine Schlüsselspieler verloren, waren wir diesen Sommer also bescheiden und verstärkten uns lediglich in der Breite mit dem Südkoreaner Kim SUN-WOO aus Hoffenheim.

    Bei der Verpflichtung von Francisco Javier LOPEZ dachten wir ganz eindeutig an die Zukunft. Er galt als größtes Torhütertalent Spaniens.

    Ich habe ja bereits im letzten Update angekündigt, dass wir in den letzten Jahren viel in die eigene Jugend investierten. Nach Arno VAN BEEK im letzten Jahr kamen nun Karsten DERCHO, Erjon HOXHA und Stefan GEISSINGER in den erweiterten Kader der 1. Mannschaft. Es war uns wichtig, in der Zukunft auf eigene Talente setzen zu können.


    DAS TEAM


    Torhüter: Frank SCHINDLER (27) – Andrej IVANOVIC (25) – Francisco Javier LOPEZ (17)


    Abwehr:

    LV: Jonas NAGEL (27) – Engin AYDIN (22)

    IV: Michael BÖHM (27) – Jonas WEIMER (28) – RATO (21)

    RV: Hamid YILDIRIM (26) – Julian KORB (35) – Rilwan EBOH (20)


    Mittelfeld:

    DM: Lars BOROWSKI (28) – Rani KHEDIRA (33) – Emre CAN (33) – Kim SUN-WOO (24)Tobias HOFFMANN (20)

    ZM: Adrian AHLF (23) – Karsten DERCHO (19)Benjamin IJzerman (22)

    OM: Juan CRUZ CANTILLANA (28) – Jürgen FRITZ (24)

    ML: Osvaldo RODRIGUEZ (29) Erjon HOXHA (18)

    MR: Yasin DAOUDI (27) – Rudi NEUMANN (27)


    Sturm: Dennis NAGEL (28) – Arno VAN BEEK (19) – Stefan GEISSINGER (17)


    Mit Julian KORB, Rani KHEDIRA und Emre CAN hatte die Mannschaft drei sehr erfahrene Spieler, die nicht mehr weit entfernt waren vom Karriereende. Während KORB seine Schuhe voraussichtlich am Ende dieser Saison an den Nagel hängen würde, hatten wir die Verträge von KHEDIRA und CAN nochmal bis 2029 verlängert. Ganz einfach deswegen, weil sie immer noch eine Rolle spielten - zwar nicht mehr die Hauptrolle, aber handlungsrelevante Nebencharaktere. Ich denke, dass es uns in den letzten Jahren sehr gut gelungen war, ein ordentliches Gleichgewicht im Kader herzustellen. Hinter der Generation KHEDIRA-STENDERA-IANCU hatten wir langsam und beständig die nächste Achse an Führungsspielern aufgebaut. Sie hatten nun endgültig übernommen:


    Frank SCHINDLER (27), unser fester Rückhalt seit 2021. Herausragender Führungsspieler, großartiger Kommunikator auf und neben dem Feld. Nicht nur bei uns die Nummer 1, sondern auch in der Deutschen Nationalmannschaft.

    Michael BÖHM (27), unser Fighter, der durch sein tolles Positionsspiel glänzte. Ging mittlerweile in seine neunte Spielzeit bei Frankfurt. Hatte letztes Jahr leistungstechnisch ein wenig abgebaut, doch war in den Jahren zuvor unser wichtigster Innenverteidiger. In der Nationalmannschaft war ihm nie der Durchbruch gelungen. Umso mehr Erfolge feierte er in Frankfurt.

    Jonas NAGEL (27) kam zwar "erst" 2024 in unsere Mannschaft. Doch es fühlte sich an, als würde er mit seiner fantastischen Physis schon immer unsere linke Abwehrseite beackern. Zusammen mit seinem Bruder Dennis bildete er das wohl beste Brüderpaar, das der deutsche Fußball je gesehen hatte.

    Lars BOROWSKI (28) hatte sich in Frankfurt zu einem der weltbesten Mittelfeldspieler entwickelt. Er war unser Leader, ein begnadeter Linksfuß, der vor der Abwehr alles abräumte und den Ball im Anschluss auch selbst in das gefährliche gegnerische Drittel brachte. Mit 28 Jahren war er auf dem Höhepunkt seines Leistungsvermögens und er machte den Eindruck, dass er noch lange nicht genug hatte.

    Osvaldo RODRIGUEZ (29) ging nun in seine fünfte Saison bei Frankfurt. Auch er war aus meiner Mannschaft kaum noch wegzudenken. Der Linksaußen kam 2023 für 7,25 Mio. EUR aus Argentinien und entwickelte sich sofort zu einem der besten Offensivspieler auf den europäischen Spielfeldern. 2026 gewann er den Ballon d'Or. Seine Kreativität war ansteckend, sein Ballgefühl herausragend. Der beste Transfer, den wir je getätigt hatten.

    Dennis NAGEL (28), der Beste zum Schluss. Unser Topstürmer kam 2021 aus Gladbach an den Main. Trotz vieler Verletzungsprobleme hatte er sich zu einem der besten Stürmer Europas entwickelt. In den letzten beiden Saisons gelangen ihm unglaubliche 86 Tore für Frankfurt. Damit war er schon jetzt einer der besten Stürmer in der Historie der Eintracht, der - sollte er verletzungsfrei bleiben - vielleicht sogar noch der Torrekord von HÖLZENBEIN (160 Tore) knacken könnte.


    Diese Jungs waren mein Gerüst. Auf sie konnte ich bauen. Diese Spieler waren die Eintracht und ohne sie wären wir lange nicht so gut gewesen in diesen Jahren.




    DFL SUPERCUP

    FINALE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    24.07.2020 Signal Iduna Park BORUSSIA DORTMUND 1:1 / 5:6 n.E. 1:0 Guillaume DELAPORTE (01.)
    1:1 RATO (31.)


    Wie im Vorjahr auch gingen wir als Sieger aus diesem Duell. Wieder musste die Entscheidung im Elfmeterschießen her, wieder blieben meine Jungs nervenstark. Adrian AHLF war der entscheidende Schütze, der Frankfurt den dritten Titel in diesem Wettbewerb bescherte.



    UEFA SUPER CUP

    FINALE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    27.08.2020 Lüttich NEWCASTLE UNITED 1:3 1:0 Alberto CERRI (17.)
    1:1 Jürgen FRITZ (39.)
    1:2 Jürgen FRITZ (78.)
    1:3 Jürgen FRITZ (92.)


    Ein frohes Wiedersehen! In unserem zweiten UEFA Super Cup Finale trafen wir abermals auf Newcastle United. Unter Startrainer Didier Deschamps gewannen die Magpies 2025 und 2027 die Europa League, 2026 den Capital One Cup und 2027 die Premier League. Es war die erfolgreichste Zeit in der langen Geschichte von Newcastle. Deschamps heuerte in diesem Sommer aber beim FC Barcelona an. Sein Nachfolger Matthew Upson war mit zwei Niederlagen aus drei Spielen in die Saison gestartet und verlor auch gegen uns 1:3. Jürgen FRITZ, im letzten Jahr nur Backup für NAGEL und CANTILLANA, schoss uns mit einem Dreierpack zum nächsten Titelgewinn.



    DFB POKAL - TEIL I

    RUNDE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    1. Runde Stubenrauchstraße TSV RUDOW 0:14 4x D. NAGEL, 3x DAOUDI, 2x FRITZ
    2x GEISSINGER, AHLF, BOROWSKI,
    EIGENTOR
    2. Runde Commerzbank Arena KARLSRUHER SC 4:0 1:0 Jürgen FRITZ (04.)
    2:0 Arno VAN BEEK (15.)
    3:0 Erjon HOXHA (68.)
    4:0 Rani KHEDIRA (75.)
    3. Runde BayArena SC Freiburg 4:3 0:1 Jürgen FRITZ (03.)
    1:1 Moritz SAUER (21.)
    1:2 RATO (33.)
    1:3 Jochen SEEMANN (37.)
    2:3 Jonas GLOGER (43.)
    3:3 Niklas DAUT (79.)
    4:3 Niklas DAUT (93.)


    In der 1. Runde im DFB Pokal schossen sich meine Spieler in einen wahren Rausch. Das 14:0 gegen TSV Rudow brachte uns gleich zwei Rekorde ein. Es war zum einen der höchste Pflichtspielsieg aller Zeiten in der langen Geschichte der Eintracht und zum anderen trug sich Stefan GEISSINGER im Alter von 17 Jahren und 81 Tagen als jüngster SGE-Torschütze aller Zeiten in die Torjägerliste ein. Viele sahen in ihm bereits den legitimen Thronfolger von Dennis NAGEL, der im Übrigen vier Mal in diesem Spiel traf. In der 2. Runde gegen den KSC waren wir ebenfalls klar überlegen. In Runde 3 ging es nach Leverkusen. Dort traten wir aufgrund wichtiger Spiele in Bundesliga, Champions League und Klub WM mit einigen Bankspielern und sogar Reservisten an. Obwohl wir 3:1 führten, brachen wir in der Schlussphase ein und verloren verdient mit 3:4. Leverkusen war an diesem Tag das bessere Team und wir hatten den Wettbewerb nicht ernst genug genommen. Somit war das Ausscheiden gerechtfertigt.



    BUNDESLIGA - HINRUNDE

    Wir starteten mit einem 2:1 (Rodriguez, Daoudi) gegen Bremen und mit einem 4:1 (Rodriguez, D. Nagel, 2x Daoudi) gegen Stuttgart in die Saison. Am 3. Spieltag verloren wir gegen Gladbach 1:3 (Daoudi) und das sollte dann auch die einzige Niederlage der Hinrunde bleiben. Meine Jungs waren wieder Mal sensationell. Dortmund musste sich uns mit 0:4 (2x Rodriguez, Daoudi, D. Nagel) geschlagen geben, die Bayern verloren 0:3 (2x Neumann, Can) und Schalke 04 verlor mit 1:2 (D. Nagel, Daoudi). Wir waren nicht zu stoppen! Aufgrund der Klub WM absolvierten wir nur 15 Spiele, in denen wir 40 Punkte holten. Damit hatten wir zwei Spiele weniger als die Konkurrenz, waren aber trotzdem mit 5 Punkten Vorsprung auf den FCB Tabellenführer. Die deutsche Meisterschaft - das war klar - würde auch im Jahr 2028 einzig und allein nur über Eintracht Frankfurt gehen. Borussia Dortmund, unser härtester Konkurrent aus den letzten Jahren, enttäuschte in dieser Hinrunde mit nur 27 Punkten.


    POS. VEREIN SPIELE PUNKTE
    1. EINTRACHT FRANKFURT 15 40
    2. FC BAYERN MÜNCHEN 17 35
    3. FC SCHALKE 04 17 33
    4. BAYER 04 LEVERKUSEN 17 31
    5. BORUSSIA M'GLADBACH 17 30



    CHAMPIONS LEAGUE - GRUPPENPHASE

    In der Gruppenphase der CL trafen wir in diesem Jahr auf den FC Nantes (hinter Monaco und PSG dritte Macht in Frankreich), auf IF Elfsborg aus Schweden und Vitesse Arnheim. Den Auftakt gewannen wir gegen Nantes mit 1:0 (Yildirim). Am 2. Spieltag erlebten wir in Schweden eine peinliche Niederlage. Im hohen Norden verloren wir 1:2 (Fritz). In den Spielen gegen Vitesse Arnheim sahen unsere Zuschauer zwei Gesichter. Zuhause gewannen wir 6:0 (3x Daoudi, Weimer, Neumann, D. Nagel), auswärts verloren wir 1:2 (Rodriguez). Somit hatten wir aus 4 Spielen nur 6 Punkte geholt. Die Qualifikation für das Achtelfinale war ernsthaft in Gefahr. Es brannte lichterloh, als wir auch noch in Nantes 1:2 (Daoudi) verloren. Schon lange nicht mehr waren wir so schlecht in der CL. Es kam zum letzten und entscheidenden Spiel. Wir spielten zu Hause gegen Elfsborg, Vitesse Arnheim (9 Punkte) traf auf den FC Nantes (9 Punkte). Ein torloses Unentschieden hätte beiden gereicht, um weiterzukommen. Dann wären wir raus gewesen. Bei einem Sieg - egal von wem - wären wir aufgrund des besseren direkten Vergleichs weiter, sofern natürlich wir selbst gewinnen würden. Meine Jungs erfüllten diese Pflichtaufgabe gegen Elfsborg und gewannen 3:1 (2x Fritz, Ahlf). Nun mussten wir auf das Ergebnis aus Arnheim hoffen. Dort gewann das Heimteam - durchaus überraschend - mit 3:0 gegen Nantes, wodurch wir noch auf Platz 2 sprangen. Nichts für schwache Nerven diese Vorrunde. Vor allem in einer Gruppe, die nun wahrlich nicht mit großen Namen gespickt war. Wir hatten unsere Gegner ganz eindeutig unterschätzt und konnten am Ende einfach nur glücklich sein, überhaupt noch dabei zu sein.


    TABELLE



    KLUB WM

    RUNDE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    Halbfinale Cairo International Stadium KANO PILLARS 6:0 1:0 Jonas WEIMER (25.)
    2:0 RATO (38.)
    3:0 Jonas WEIMER (45.)
    4:0 Jürgen FRITZ (50.)
    5:0 Dennis NAGEL (65.)
    6:0 Dennis NAGEL (66.)
    Finale Cairo International Stadium CLUB ATLETICO BANFIELD 5:0 1:0 Yasin DAOUDI (04.)
    2:0 Yasin DAOUDI (12.)
    3:0 Dennis NAGEL (32.)
    4:0 Jürgen FRITZ (53.)
    5:0 Arno VAN BEEK (61.)


    Obwohl die Mannschaft kurz vor Weihnachten ziemlich ausgelaugt war, zauberte sie in Ägypten nochmal großen Fußball auf die Bühne. Gegen Nigerias Spitzenmannschaft gewannen wir 6:0 im Halbfinale. Im Finale trafen wir wie 2025 wieder auf Banfield aus Argentinien. Wir ließen auch dem Gewinner der Copa Sudamericana keine Chance und gewannen mit 5:0. Mit dem Titel "Beste Mannschaft der Welt" kehrten wir zurück nach Europa und genossen eine verdiente Pause über Weihnachten und Silvester.



    WINTERTRANSFERS

    NAME

    ALTER

    POS

    VON

    ABLÖSE

    Mate OBSIVAC

    28

    ST

    Borussia Dortmund

    Leihe

    Paul ANI

    17

    OML

    AS St. Etienne

    13,25 Mio. EUR


    Im Winter 27/28 sahen wir, dass unser Sturm ein bisschen dünn besetzt war. Jürgen FRITZ und Yasin DAOUDI wurden hauptsächlich im Mittelfeld eingesetzt, wodurch Dennis NAGEL enorm viel Spielzeit im Sturm erhielt. Wir liehen deshalb den Kroaten OBSIVAC aus Dortmund, damit wir hinter Dennis NAGEL noch einen erfahrenen Ersatzmann hätten. Mit 13,25 Mio. EUR investierten wir zudem ein kleines Vermögen in den Franzosen Paul ANI. Der junge Linksaußen hatte noch kein einziges Profispiel bestritten. Diese Summe war also riskant und sorgte für viel Aufsehen in der Bundesliga. Wir würden sehen, ob sich die Investition lohnen würde.



    BUNDESLIGA - RÜCKRUNDE

    Mit zwei Spielen weniger, dafür aber mit 5 Punkten Vorsprung auf Platz 2 starteten wir in die Rückrunde, wo uns nach zwei souveränen Auftritten gegen Stuttgart (3:1 / D. Nagel, Daoudi, Rodriguez) und M'Gladbach (4:0 / D. Nagel, 2x Daoudi, van Beek) vom FC Bayern beim 2:5 (Daoudi, D. Nagel) in der Allianz Arena ordentlich den Hintern versohlt wurde. Wie schon in der letzten Saison erlebten wir eine sehr torreiche Rückrunde. Wir besiegten im Februar unter anderem Bremen mit 4:0 (Fritz, Daoudi, Rato, J. Nagel), Hannover 4:1 (2x Cantillana, Weimer, Rodriguez), Freiburg 5:0 (Eigentor, 2x Fritz, 2x van Beek) und Bochum 6:1 (Fritz, 3x Neumann, van Beek, Obsivac). Wir verloren aber auch mit 0:3 gegen den BVB, womit die Bilanz gegen unsere beiden härtesten Widersacher weiterhin negativ blieb. Am 27. Spieltag empfingen wir den FC Ingolstadt und gewannen sogar 10:0 (4x D. Nagel, 2x Neumann, 3x Cantillana, Rato). Es war der Wahnsinn! Der Titel war uns auch in diesem Jahr nicht zu nehmen, trotz der beiden Niederlagen gegen Bayern und Dortmund. Bereits am 31. Spieltag stand unsere dritte Meisterschaft in Folge fest. Am Ende hatten wir fantastische 14 Punkte Vorsprung auf den FC Bayern. Schalke und Dortmund komplettierten wieder Mal die Top-4. Unseren Torrekord aus dem Vorjahr übertrafen wir nochmals um 2 Tore. Wir hatten eine Differenz von +74! Mit "nur" 20 Toren in der Liga verpasste Dennis NAGEL in diesem Jahr die Torjägerkanone. Sie ging mit 26 Toren zum Schalker Spitzenstürmer Luciano NATALINI.


    TABELLE



    CHAMPIONS LEAGUE - K.O. RUNDE

    RUNDE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    Achtelfinale Hinspiel Commerzbank Arena ASTON VILLA 4:0 1:0 Jürgen FRITZ (07.)
    2:0 Rudi NEUMANN (73.)
    3:0 Jürgen FRITZ (74.)
    4:0 Arno VAN BEEK (88.)
    Achtelfinale Rückspiel Villa Park ASTON VILLA 1:2 0:1 Adam PIMLOTT (30.)
    0:2 Drew JENKINS (42.)
    1:2 Rudi NEUMANN (61.)
    Viertelfinale Hinspiel Estadio de Madrid ATLETICO MADRID 3:4 0:1 Yasin DAOUDI (05.)
    1:1 Trevor GRUBISIC (16.)
    1:2 Dennis NAGEL (40.)
    1:3 Yasin DAOUDI (44.)
    2:3 Raad ABBAS (47.)
    3:3 Josu MARTINEZ (79.)
    3:4 Juan CRUZ CANTILLANA (91.)
    Viertelfinale Rückspiel Commerzbank Arena ATLETICO MADRID 5:2 1:0 Jonas WEIMER (09.)
    1:1 Josu MARTINEZ (12.)
    2:1 Jonas WEIMER (15.)
    2:2 Josu MARTINEZ (16.)
    3:2 RATO (18.)
    4:2 Yasin DAOUDI (66.)
    5:2 Osvaldo RODRIGUEZ (90.)
    Halbfinale Hinspiel Parc des Princes FC PARIS ST. GERMAIN 1:4 0:1 Jonas WEIMER (13.)
    1:1 Moritz SÖDER (20.)
    1:2 Dennis NAGEL (29.)
    1:3 Yasin DAOUDI (40.)
    1:4 Dennis NAGEL (58.)
    Halbfinale Rückspiel Commerzbank Arena FC PARIS ST. GERMAIN 0:1 0:1 Moritz SÖDER (07.)
    Finale Millenium Stadium, Cardiff AS MONACO 0:4 0:1 FLAVINHO (12.)
    0:2 Emanuel CAMPOS (15.)
    0:3 Emanuel CAMPOS (27.)
    0:4 FLAVINHO (80.)


    Es gab so viele Geschichten zu erzählen aus dieser Champions League Saison. Wo soll ich da nur anfangen? Im Achtelfinale gab es noch am wenigsten zu erzählen. Wir gewannen das Hinspiel gegen Aston Villa souverän und gingen es im Rückspiel entspannt an. Etwas zu entspannt vielleicht. Rudi NEUMANN machte den Viertelfinal-Einzug nach einer Stunde perfekt. Dort trafen wir auf den spanischen Meister Atletico Madrid. In einem sauspannenden Hinspiel setzten wir uns auswärts mit 4:3 durch. Im Rückspiel zu Hause hielt es keinen Zuschauer auf den Sitzen. Bis zur 18. Minute fielen 5 Tore. Meine beiden Innenverteidiger WEIMER und RATO hatten das Toreschießen übernommen. Das Spiel war lange offen, Atletico musste zwei Tore erzielen, um in die Verlängerung zu kommen. Als DAOUDI in der 66. Minute das 4:2 erzielte, waren wir durch. RODRIGUEZ legte noch einen nach und wir zogen mit einem deutlichen 5:2 ins Halbfinale. Dort musste sich auch Paris unserem Torhunger beugen. Bereits nach einer Stunde führten wir 4:1, das war mehr als das halbe Ticket für das Finale. PSG startete im Rückspiel gut, traf früh durch unseren ehemaligen Stürmer SÖDER, aber kam über das 1:0 nicht mehr hinaus. Somit standen wir zum vierten Mal innerhalb von sechs Jahren in einem Champions League Finale. Dort trafen wir mal wieder auf die AS Monaco. Die Franzosen wollten uns den Titel wieder entreißen und taten dies auch in eindrucksvoller Manier. Beim 4:0 war Monaco eiskalt. Ihre Superstars FLAVINHO und CAMPOS hatten Monaco bereits nach 30 Minuten mit 3:0 in Führung gebracht. Ein Rückstand, den wir nicht mehr aufholen konnten. Aber wenn man auf diese CL Saison zurückblickt, muss man eingestehen, dass der Titel wohl auch unverdient wäre. Schließlich zogen wir mit 5 Niederlagen ins Finale ein. Auch eine ungewöhnliche Zahl...



    DIE MANNSCHAFT

    TORHÜTER

    NAME NATION ALTER SPIELE GGT ZU NULL NOTE
    Frank SCHINDLER GER 27 40 42 15 7.03
    Andrej IVANOVIC CRO 25 14 11 5 7.11
    Francisco Javier LOPEZ ESP 17 1 4 0 6.50


    Frank SCHINDLER fehlte uns leider von Mitte Oktober bis Ende Januar verletzungsbedingt. Andrej IVANOVIC machte seine Sache gut und vertrat ihn wieder Mal hervorragend. Als SCHINDLER zurückkehrte und IVANOVIC wieder auf die Bank versetzte, bekam mein Ersatzkeeper erste Zweifel. Er hatte durchaus das Potenzial zu einem Stammplatz in der Bundesliga. Zudem hatten wir mit LOPEZ nun einen weiteren Mann, der die Rolle des Ersatztorhüters einnehmen könnte. Wir wussten also nicht, ob wir IVANOVIC würden halten können.



    VERTEIDIGUNG

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Jonas NAGEL LV GER 27 40 2 6 7.40
    Engin AYDIN LV TUR 22 1 (2) 0 0 7.00
    Jonas WEIMER IV AUT 28 39 (1) 12 0 7.42
    RATO IV BRA 21 46 7 1 7.33
    Michael BÖHM IV GER 28 22 (13) 1 0 7.10
    Hamid YILDIRIM RV FRA 26 38 2 5 7.49
    Rilwan EBOH RV ITA 20 17 (5) 0 1 7.11
    Julian KORB RV GER 35 0 0 0 ---


    In unserer Innenverteidigung, die sich gegenüber dem letzten Jahr um zwei Spieler reduziert hatte, gelang in diesem Jahr dem Brasilianer RATO der endgültige Durchbruch in der Bundesliga. Mit 46 Einsätzen (alle von Beginn) war er unser Mann mit den meisten Einsätzen. Jonas WEIMER überzeugte neben ihm und zeigte sich noch torgefährlicher als sonst mit seinen 12 Treffern. Auch RATO wusste mit 7 Toren zu überzeugen. Mein ehemaliger Abwehrchef Michi BÖHM hatte es da zunehmend schwer und musste sich zumeist mit der Reservistenrolle begnügen.

    Auf der linken Abwehrseite war unverändert Jonas NAGEL unumstritten, auf der rechten Seite war es der Franzose Hamid YILDIRIM. Der Italiener Rilwan EBOH bekam in diesem Jahr zum ersten Mal mehr Einsätze. Wurde auch Zeit, dass er endlich den nächsten Schritt ging. Von Julian KORB verabschiedeten wir uns nun endgültig. Er beendete seine Karriere bei unserer 2. Mannschaft in der 3. Liga. Ich werde ihn im nächsten Update nochmals ausführlich würdigen.


    MITTELFELD

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Lars BOROWSKI DM GER 28 41 (4) 1 11 7.25
    Kim SUN-WOO DM KOR 24 15 (16) 1 1 7.14
    Emre CAN DM GER 33 13 (17) 1 1 7.23
    Rani KHEDIRA DM GER 33 16 (5) 1 3 7.20
    Tobias HOFFMANN DM GER 20 2 (3) 0 0 6.70
    Adrian AHLF ZM GER 23 34 (4) 4 6 7.30
    Karsten DERCHO ZM GER 19 2 (3) 0 0 6.93
    Benjamin IJzerman ZM NED 22 0 0 0 Leihe
    Jürgen FRITZ OMZ GER 24 36 (5) 24 15 7.72
    Juan CRUZ CANTILLANA OMZ ITA 28 15 (16) 8 10 7.21
    Osvaldo RODRIGUEZ OML ARG 29 41 (5) 13 31 7.59
    Erjon HOXHA OML GER 18 3 (2) 4 0 7.48
    Paul ANI OML FRA 17 0 (1) 0 0 ---
    Yasin DAOUDI OMR ITA 27 40 (3) 29 14 7.63
    Rudi NEUMANN OMR GER 27 21 (12) 15 17 7.59


    Unser Neuzugang Kim SUN-WOO hatte sich ganz gut eingelebt. Aber im Grunde spielte auch er nur eine Nebenrolle. Die beiden Hauptfiguren in unserer Zentrale blieben Lars BOROWSKI und Adrian AHLF. Tobias HOFFMANN und Benjamin IJZERMAN, zwei vielversprechende Talente, die wir 2025 geholt hatten, konnten abermals nicht überzeugen. Sie standen in diesem Sommer vor dem Scheideweg.

    Die größte Überraschung in diesem Jahr stellte Jürgen FRITZ dar. Letztes Jahr war er noch Edelreservist im Sturm, nun verdrängte er Juan CRUZ CANTILLANA von der OMZ-Position. Das lag vor allem daran, dass unser Italiener mit vielen Verletzungen in der Hinrunde zu kämpfen hatte. FRITZ nutzte die Chance und wurde zu unserem notenbesten Spieler in dieser Saison.

    Auf der linken Seite überzeugte Osvaldo RODRIGUEZ abermals mit großartigen Leistungen. Seine 31 Vorlagen in dieser Spielzeit waren ein neuer Vereinsrekord. Da er mittlerweile aber auch auf die 30 zuging, war es an der Zeit, hinter ihm junge Talente aufzubauen. Mit HOXHA und ANI hatte ich da zwei vielversprechende Kandidaten.

    Rudi NEUMANN war einfach nicht unterzukriegen. Ein Stehaufmännchen sondergleichen und auch so etwas wie der stille Held in dieser Mannschaft voller Weltstars. Ständig setzte ich ihm einen neuen Topspieler vor die Nase. Seit drei Jahren war es Yasin DAOUDI, immerhin Weltfußballer 2027. Und trotzdem gelang es Rudi NEUMANN immer wieder, starke Leistungen zu zeigen. In diesem Jahr ganz besonders: In nur 33 Einsätzen gelangen ihm 32 Scorerpunkte.


    STURM

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Dennis NAGEL ST GER 28 38 (3) 31 20 7.51
    Arno VAN BEEK ST NED 19 14 (22) 8 4 7.12
    Mate OBSIVAC ST CRO 28 3 (7) 2 3 6.97
    Stefan GEISSINGER ST GER 17 1 (4) 2 2 7.35


    Dennis NAGEL erzielte 20 Tore weniger als im Vorjahr, war aber immer noch unser bester Torschütze. Mit 20 Treffern in der Liga hatte er nun 104 Ligatore für die Eintracht vorzuweisen und war nur noch 5 Tore vom drittplatzierten Jürgen GRABOWSKI (109) entfernt.

    Hinter ihm hatte sich mit dem Niederländer Arno VAN BEEK ein junger Mann positioniert, der immer besser wurde. Die Dortmunder Leihgabe Mate OBSIVAC erfüllte in der Rückrunde seine Aufgabe als Joker gut. Er kehrte aber zum BVB zurück, da wir für die Zukunft ganz klar mit VAN BEEK und dem nicht minder talentierten GEISSINGER aus der eigenen Jugend planten. Stefan GEISSINGER wurde in dieser Saison zum jüngsten SGE-Torschützen aller Zeiten. Um weitere Spielpraxis zu sammeln, verliehen wir ihn in der Winterpause an Werder Bremen, wo er in 12 Spielen immerhin 5 Tore erzielte.

  • TEIL XII - Der spannende Dreikampf um den Titel

    "Was kommt nach dem Titel-Hattrick?" 3x in Folge hatten wir nun die Bundesliga gewonnen. National spielten wir in den vergangenen beiden Jahren wie von einem anderen Stern. Nichts und niemand konnte uns in der Liga aufhalten. Auch international war die Eintracht eine Mannschaft der absoluten Spitzenklasse, mit vier CL-Finalteilnahmen in den letzten sechs Jahren. Immerhin zwei davon hatten wir gewonnen. Mit Pokalsieg, Klub-WM und Supercup hatten wir schon alles gewonnen, was man auf Vereinsebene gewinnen kann. Es fehlte nur noch das Triple, welches fortan unser erklärtes Ziel war.



    KADERPLANUNG 2028/2029

    ABGÄNGE

    NAME NAT ALTER POS SEIT SPIELE TORE VORL. ZU ABLÖSE
    Julian KORB GER 36 RV 2019 234 9 28 Karriereende ---
    Jürgen FRITZ GER 25 OMZ 2026 58 26 20 FC Arsenal London 55 Mio. EUR
    Rilwan EBOH ITA 21 RV 2023 44 0 3 Manchester United 22,5 Mio. EUR
    Tobias HOFFMANN GER 21 DM 2025 14 0 0 FC Bayern München ablösefrei
    Stefan GEISSINGER GER 18 ST 2024 5 2 2 FC Granada Leihe


    Wie schnell die Zeit verging. Am 20.06.2013 begrüßte ich den damals 21-jährigen Julian KORB zu meinem ersten Training in Gladbach. 15 Jähre später verabschiedete er sich an meiner Seite in den Ruhestand. Julian war einer meiner Lieblingsschüler, der mir im Jahr 2019 nach Frankfurt gefolgt war. In 9 Jahren bei der Eintracht absolvierte KORB 234 Spiele, erzielte 9 Tore und bereitete 28 Treffer vor. Zukünftig würde er gerne im Jugendbereich arbeiten. Vielleicht würde ich ihn dann ja wieder zu mir holen.

    Für Jürgen FRITZ, dem eine überragende letzte Saison gelungen war, erhielten wir ein unverschämt hohes Angebot von Arsenal London, bei dem wir nicht Nein sagen konnten. Der deutsche Nationalspieler wechselte für 55 Mio. EUR nach England. In Frankfurt kam er auf 58 Spiele und 46 Scorerpunkte.

    Rilwan EBOH war der Durchbruch am Main bislang nicht gelungen. Manchester hatte großes Interesse, weswegen wir unser Talent ziehen ließen. Hinter Hamid YILDIRIM hätte er auf der Rechtsverteidiger-Position so schnell wohl auch keinen Stammplatz erhalten.

    Tobias HOFFMANN war leider ein Missverständnis. Wir holten ihn für 9 Mio. EUR von den Bayern. Nun ging er ablösefrei dorthin zurück. Wirklich ärgerlich war, dass er sich dort in den kommenden Jahren zum Leistungsträger und Nationalspieler entwickelte.



    ZUGÄNGE

    NAME NAT ALTER POS VON ABLÖSE
    Aldo CASALNUOVO ITA 28 OMZ SSC Neapel 46,5 Mio. EUR
    Florian EGGESTEIN GER 20 RV Bayer 04 Leverkusen 16,5 Mio. EUR
    Francisco CAMPANO ESP 17 OMZ Real Madrid 12,0 Mio. EUR


    Mit Aldo CASALNUOVO holten wir in diesem Sommer einen Weltstar an den Main. Ein ungewöhnlicher Transfer, da unsere Transferstrategie weitgehend auf den Kauf von jungen Talenten ausgerichtet war. Nach dem Abgang von FRITZ entschied ich mich jedoch 46,5 Mio. EUR in den offensiven Mittelfeldspieler zu investieren, den ich bereits gut aus meiner Zeit als italienischen Nationalspieler kannte. Bis auf zwei Leihgeschäfte verbrachte CASALNUOVO seine bisherige Karriere beim SSC Neapel, wo er in 252 Ligaspielen 51 Tore erzielte sowie je ein Mal Meister und Pokalsieger wurde.

    Da uns zwei Rechtsverteidiger verlassen hatten und wir in der Zentrale nur noch drei gelernte Innenverteidiger hatten, investierten wir 16,5 Mio. EUR in Florian EGGESTEIN, der beide Positionen sehr gut bekleiden konnte. Der Junge kam aus Leverkusen und war vorerst als Backup eingeplant.

    Der Spanier Francisco CAMPANO war ein Transfer für die Zukunft. Wenn meine beiden Italiener CANTILLANA und CASALNUOVO in einigen Jahren zu alt wären, hätte ich CAMPANO als neuen Spielmacher. Mal sehen, ob dieser Plan aufgehen würde.



    DAS TEAM


    Torhüter: Frank SCHINDLER (28) – Andrej IVANOVIC (26) – Francisco Javier LOPEZ (18)


    Abwehr:

    LV: Jonas NAGEL (28) – Engin AYDIN (23)

    IV: Jonas WEIMER (29) – RATO (22) – Michael BÖHM (28)

    RV: Hamid YILDIRIM (27) – Florian EGGESTEIN (20)


    Mittelfeld:

    DM: Lars BOROWSKI (29) – Rani KHEDIRA (34) – Emre CAN (34) – Kim SUN-WOO (25)

    ZM: Adrian AHLF (24) – Karsten DERCHO (20)Benjamin IJzerman (23)

    OM: Aldo CASALNUOVO (28)Juan CRUZ CANTILLANA (29) – Francisco CAMPANO (17)

    ML: Osvaldo RODRIGUEZ (30) Erjon HOXHA (19) – Paul ANI (18)

    MR: Yasin DAOUDI (28) – Rudi NEUMANN (28)


    Sturm: Dennis NAGEL (29) – Arno VAN BEEK (20) – Stefan GEISSINGER (18)

    DFL SUPERCUP

    FINALE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    22.07.2028 Signal Iduna Park BORUSSIA DORTMUND 2:2 / 4:5 n.E. 1:0 Olexandr KUMACHOV (03.)
    1:1 Jonas NAGEL (37.)
    2:1 Guillaume DELAPORTE (50.)
    2:2 Dennis NAGEL (65.)


    Pep Guardiola ist ein armer Kerl, fast schon zu bemitleiden. Zum dritten Mal in Folge trafen wir im Super Cup auf den BVB, zum dritten Mal in Folge gewannen wir im Elfmeterschießen. Die Nagel-Brothers hatten uns mit ihren Toren dorthin gebracht. Im Elfmeterschießen gelang dann unserem Neuzugang Aldo CASALNUOVO der entscheidende Treffer. Insgesamt war es unser vierter Sieg in diesem Wettbewerb.



    DFB POKAL - TEIL I

    RUNDE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    1. Runde Stadion an der Lohmühle VFB LÜBECK 0:9 4x D. NAGEL, 3x DAOUDI,
    CASALNUOVO, NEUMANN
    2. Runde Borussia Park BORUSSIA M'GLADBACH 2:0 1:0 CARLAO (06.)
    2:0 Ariel BANEGAS (78.)


    Es blieb auch in dieser Saison dabei: Der Pokal war nicht unser bester Freund. Nachdem wir im letzten Jahr in der 3. Runde gescheitert waren, mussten wir nun bereits in Runde 2 die Segel streichen. Gladbach war natürlich kein einfaches Los, aber als beste Mannschaft Deutschlands hätten wir das trotzdem gewinnen müssen. Das Triple war hiermit dahin.



    BUNDESLIGA - HINRUNDE

    POS. VEREIN SPIELE PUNKTE
    1. EINTRACHT FRANKFURT 17 44
    2. FC BAYERN MÜNCHEN 17 43
    3. BORUSSIA DORTMUND 17 40
    4. FC SCHALKE 04 17 26
    5. 1. FC NÜRNBERG 17 26


    Wenn eine Hinrunde die Vormachtstellung dieser drei Vereine am besten kennzeichnen konnte, dann war es mit weitem Abstand diese. Pep Guardiola, Jürgen Klopp und ich spielten mit unseren Vereinen in einer anderen Liga. 14 Punkte klafften zwischen dem BVB und Schalke 04. Doch die symbolische Lücke war noch viel größer. Für Eintracht Frankfurt glich diese Hinrunde wieder Mal einem Spaziergang. Versteht mich nicht falsch, ich möchte nicht, dass das hochnäsig klingt: Aber wir hatten ein Torverhältnis von 47:12! Wir verloren lediglich gegen Borussia M'Gladbach 2:3 (2x D. Nagel) und spielten gegen die Bayern 0:0. Hinzu kam noch ein 1:1 gegen Cottbus. Das war peinlich, doch schnell abgehakt. Wir waren mit diesen Ergebnissen aber nicht alleine. Denn auch Klopps Bayern und Peps BVB lieferten auf höchstem Niveau ab. Dass wir in den letzten beiden Jahren so souverän Deutscher Meister geworden waren, lag vor allem daran, dass Dortmund und Bayern nicht ganz so dominant wie wir performten. Nun aber waren wir Drei auf Augenhöhe und die Rückrunde versprach ein unheimlich spannendes Wettrennen zu werden.



    CHAMPIONS LEAGUE - GRUPPENPHASE

    In der diesjährigen CL-Gruppenphase wurden wir dem AC Mailand, dem FC Valencia und Malmö FF zugelost. In der Hinrunde holten wir klare Siege gegen Malmö FF (3:1 / 3x D. Nagel) und den AC Mailand (2:0 / Rodriguez, D. Nagel). Zu Hause gegen Valencia spielten wir 1:1 (van Beek). Im Rückspiel siegten wir 3:1 (2x van Beek, D. Nagel). Und gegen Malmö FF gaben wir uns beim 7:0 (3x Daoudi, 2x D. Nagel, Hoxha, van Beek) keiner Blöße hin. Nach diesen Erfolgen stand unser Gruppensieg fest. Im abschließenden Spiel gegen den AC Mailand verloren wir - vielleicht auch deswegen - mit 0:3. Das änderte aber nichts daran, dass auch die CL-Gruppenphase eher ein Spaziergang für uns war.


    TABELLE



    WINTERTRANSFERS

    NAME NAT ALTER POS SEIT SPIELE TORE VORL. ZU ABLÖSE
    Kim SUN-WOO KOR 25 DM 2027 43 1 2 FC Nantes 21 Mio. EUR


    Im Winter verkauften wir den Südkoreaner Kim SUN-WOO nach Frankreich. Der FC Nantes hatte angeklopft und bei einer Ablöse von 21 Mio. EUR für einen Mann, der hinter BOROWSKI und AHLF nur Ersatzmann war, konnten wir nicht Nein sagen. Wir entschlossen uns, keinen Ersatz zu verpflichten, da wir mit unseren Silberrücken KHEDIRA und CAN noch genug Erfahrung in petto hatten.



    BUNDESLIGA - RÜCKRUNDE

    Ein spannender Dreikampf um den Titel stand uns bevor. Doch unsere Ambitionen, den vierten Titel in Folge zu holen, erhielten am 19. und 20. Spieltag einen herben Dämpfer, als wir erst gegen Schalke 04 1:3 (Daoudi) und dann gegen Hertha BSC 0:2 verloren. Die Reaktion darauf war ein 9:0 (Ahlf, Daoudi, 4x Geissinger, D. Nagel, Rato, Borowski) gegen den SC Freiburg am 21. Spieltag. Das Niveau aus der Hinrunde hielten wir in der Rückrunde trotzdem nicht mehr so ganz. Nach 30 Spieltagen hatten wir 68 Punkte geholt und waren mittlerweile vom FCB (71) und dem BVB (70) überholt worden. Am 31. Spieltag empfingen wir Gladbach, das einzige Team, gegen das wir in dieser Saison bislang 2x verloren hatten. An diesem Tag jedoch feierten wir ein ungefährdetes 4:0 (ET, 2x van Beek, Geissinger). Weil auch die Bayern und Dortmund jeweils einen Dreier einfuhren, blieb es bei Rang 3. Am 32. Spieltag hatten wir im direkten Duell gegen den FCB allerdings die Möglichkeit, wieder gleichzuziehen. Leider hatten meine Jungs ausgerechnet in dieser Partie noch das CL-Halbfinal-Hinspiel in den Knochen. In München taten wir uns sehr schwer. Bayerns Topstürmer Michal RUSNAK erzielte nach 18 Minuten die Führung, die Rudi NEUMANN zum Glück in der 72. Minute noch ausgleichen konnte. Die Bayern ärgerten sich zurecht über das Unentschieden. Kloppo hätte hier gewinnen müssen. Glück im Unglück: Der BVB patzte zu Hause ebenfalls und spielte nur 1:1 gegen Nürnberg. Das war die Chance für Guardiola und er hatte sie kläglich vergeben. Als der BVB am 33. Spieltag gegen Bremen 2:4 verlor, war endgültig klar: Guardiola hatte das Sieger-Gen verloren. Wir hatten aber noch die Chance, da wir gegen Ingolstadt 3:0 (Neumann, van Beek, Weimer) gewannen und die Bayern beim 1:1 in Köln patzten. Das war doppelt bitter für den BVB. Die Ausgangslage für den letzten Spieltag sah folgendermaßen aus: Die Bayern waren Erster (76), wir waren Zweiter (75), der BVB war Dritter (74). Ich will es nicht noch spannender machen und fasse mich kurz: Die Bayern holten den Titel durch ein souveränes 7:0 gegen Schalke 04. Fünf lange Jahre mussten die Bayern-Fans auf diese Meisterschaft warten. Nun reckte Jürgen Klopp endlich seine zweite Meisterschale mit den Bayern in den Münchner Himmel. Wir sicherten uns derweil durch ein 2:0 (2x Daoudi) gegen Köln den 2. Platz. Der BVB gewann ebenfalls, aber musste sich mit Platz 3 begnügen.


    TABELLE


    CHAMPIONS LEAGUE - K.O. RUNDE

    RUNDE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    Achtelfinale Hinspiel City of Manchester Stadium MANCHESTER CITY 0:0 ---
    Achtelfinale Rückspiel Commerzbank-Arena MANCHESTER CITY 3:1 1:0 Jonas WEIMER (08.)
    2:0 Aldo CASALNUOVO (23.)
    2:1 Durrel DALE (57.)
    3:1 Yasin DAOUDI (80.)
    Viertelfinale Hinspiel Commerzbank Arena REAL MADRID 2:0 1:0 Arno VAN BEEK (05.)
    2:0 Yasin DAOUDI (60.)
    Viertelfinale Rückspiel Santiago Bernabeu REAL MADRID 1:0 1:0 Pantelis BOGIATZIS (03.)
    Halbfinale Hinspiel Commerzbank-Arena ATLETICO MADRID 1:1 1:0 Yasin DAOUDI (11.)
    1:1 Horatio LINORD (50.)
    Halbfinale Rückspiel Estadio de Madrid ATLETICO MADRID 3:1 1:0 ET Jonas WEIMER (06.)
    2:0 RAFAEL (35.)
    3:0 Laurent RICHARD (44.)
    3:1 Arno VAN BEEK (87.)


    Wieder waren wir in der CL sehr weit gekommen. In diesem Jahr scheiterten wir jedoch am Finaleinzug. Wir erlebten aber drei sehr spannende Runden. Im Achtelfinal-Rückspiel zitterten wir beim Stand von 2:1 ordentlich, da City enorm drückte. Glücklicherweise erlöste uns DAOUDI 10 Minuten vor dem Ende mit dem entscheidenden 3:1. Im Viertelfinale verschafften wir uns nach dem Hinspiel eine tolle Ausgangslage und zitterten uns in Madrid dann ins Halbfinale. Beim 0:1 gelang uns kein einziger Torschuss in 90 Minuten. Im Halbfinale mussten wir erneut nach Madrid. Nachdem das Hinspiel unentschieden endete, sorgte Atletico bereits zur Halbzeit für die Entscheidung. Wir waren im Rückspiel chancenlos und verloren verdient mit 1:3. Atletico gewann schließlich das Finale gegen die AS Monaco mit 3:2 und feierte dadurch seinen ersten CL-Titel. Glückwunsch! Uns selbst blieb in diesem Jahr mit dem DFL Super Cup nur ein Titel. Das angestrebte Triple hatten wir klar verfehlt.



    DIE MANNSCHAFT

    TORHÜTER

    NAME NATION ALTER SPIELE GGT ZU NULL NOTE
    Frank SCHINDLER GER 28 43 33 22 7.01
    Andrej IVANOVIC CRO 26 5 6 2 6.82
    Francisco Javier LOPEZ ESP 18 1 1 0 6.90


    Vor der Saison war es uns gelungen, unseren Ersatztorwart Andrej IVANOVIC bei der Eintracht zu halten. Er wurde dadurch jedoch nicht glücklicher und drängte weiterhin auf einen Wechsel. Für mich war er immer noch ein wichtiger Mann hinter der Nummer 1 Frank SCHINDLER. Aber die Unruhe wuchs.



    VERTEIDIGUNG

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Jonas NAGEL LV GER 28 40 2 4 7.60
    Jonas WEIMER IV AUT 29 46 6 1 7.28
    RATO IV BRA 22 42 1 1 7.25
    Michael BÖHM IV GER 29 15 (8) 0 1 7.13
    Hamid YILDIRIM RV FRA 27 35 1 6 7.40
    Florian EGGESTEIN RV GER 20 16 (9) 0 2 7.24


    Nein, ich habe hier niemanden vergessen. Unsere Verteidigung in der Saison 28/29 bestand nur aus sechs Spielern. Glücklicherweise blieben alle verletzungsfrei, ansonsten hätte ich auf die Reserve zurückgreifen müssen. An der Statistik lässt sich auch gut erkennen, auf welche Spieler ich baute: NAGEL - WEIMER - RATO - YILDIRIM. Kein einziger dieser Akteure wurde in dieser Saison eingewechselt. Wenn sie spielten, dann von Beginn an. Michael BÖHM und unser Neuzugang Florian EGGESTEIN zeigten ebenfalls tolle Leistungen, standen aber klar im Schatten dieser Männer.


    MITTELFELD

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Lars BOROWSKI DM GER 29 39 (2) 2 9 7.28
    Kim SUN-WOO DM KOR 25 8 (4) 0 1 6.95
    Emre CAN DM GER 34 6 (22) 0 0 6.81
    Rani KHEDIRA DM GER 34 13 (6) 0 0 6.95
    Adrian AHLF ZM GER 24 31 (1) 1 4 7.28
    Karsten DERCHO ZM GER 20 3 (6) 0 0 7.13
    Aldo CASALNUOVO OMZ ITA 28 40 (2) 17 16 7.47
    Juan CRUZ CANTILLANA OMZ ITA 29 10 (20) 1 4 6.96
    Osvaldo RODRIGUEZ OML ARG 30 25 (3) 9 9 7.51
    Erjon HOXHA OML GER 19 11 (7) 2 9 7.06
    Paul ANI OML FRA 18 0 0 0 Reserve
    Yasin DAOUDI OMR ITA 28 38 (5) 21 16 7.46
    Rudi NEUMANN OMR GER 28 21 (13) 8 6 6.98


    Mein neuer italienischer Topstar Aldo CASALNUOVO hatte sofort eingeschlagen. Juan CRUZ CANTILLANA blieb wieder nur die zweite Geige im offensiven Mittelfeld. Ansonsten gab es wenig Neues. Lars BOROWSKI und Adrian AHLF performten wie gewohnt auf hohem Niveau, während Emre CAN und Rani KHEDIRA ihre Rolle als angegraute Edelreservisten sehr gut ausfüllten. Beide verlängerten ihren Vertrag nochmals um eine Saison.

    Auf der linken Seite bekam Osvaldo RODRIGUEZ, immerhin seit sechs Jahren unumstrittener Stammspieler, mit dem jungen Eigengewächs Erjon HOXHA stärkere Konkurrenz. Dieser bekam vermehrt Einsatzzeiten, weil RODRIGUEZ' Saison von vielen Knieproblemen geprägt war. Es freute uns aber sehr, dass wir mit HOXHA und auch dem jungen Franzosen ANI, der ausschließlich in der Reserve kickte, zwei junge Talente in den Startlöchern hatten, die Osvaldo irgendwann beerben würden.

    Auf Rechtsaußen war Yasin DAOUDI abermals große Klasse. Der ehemalige Weltfußballer äußerte jedoch Wechselgedanken und wir erwarteten keinen ruhigen Sommer bei seiner Personalie.


    STURM

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Dennis NAGEL ST GER 29 31 (2) 32 10 7.62
    Arno VAN BEEK ST NED 20 13 (15) 12 4 7.14
    Stefan GEISSINGER ST GER 18 7 (9) 6 3 7.13


    Dass wir in der entscheidenden Saisonphase sowohl Bundesliga als auch CL verspielten, lag unter anderem auch an der Tatsache, dass uns Dennis NAGEL ab Ende Februar fehlte. Eine Kniesehnenentzündung hatte seine Saison vorzeitig beendet. Bis dahin waren ihm in 33 Spielen 32 Tore gelungen. Wenn dir so ein Stürmer plötzlich fehlt, wird es schwer. In 23 Ligaspielen erzielte Dennis abermals 20 Tore. Damit schraubte er seine Torausbeute auf 124 Tore und war nur noch 36 Treffer von Bernd HÖLZENBEINS Rekord entfernt. Jürgen GRABOWSKI (109) hatte er schon überholt. Nun lag nur noch Bernd NICKEL (141) zwischen ihm und HÖLZENBEIN.

    Nach NAGELS Ausfall erhielt vor allem Arno VAN BEEK viel Spielzeit. Der Niederländer zahlte das Vertrauen mit guten Leistungen zurück. Doch im Vergleich zu Dennis NAGEL hatten er und sein jüngerer Kollege GEISSINGER noch viel zu lernen. Um auf dieses Niveau zu kommen, hatten beide aber auch noch einige Jahre Zeit.

  • TEIL XIII - Das Ende einer Ära

    Es ist nun bald schon zwei Monate her, dass ich auf diesen alten Spielstand gestoßen bin. Ich kramte ihn hervor, sammelte die Daten in einer Excel und entschied mich, davon zu berichten, was ich euch noch schuldig war. Durch den Lockdown hatte ich dafür auch wieder Zeit. Mein anfänglicher Plan, in ein paar wenigen Updates vom Jahrzehnt der 20er zu berichten, scheiterte kläglich. Ich war wieder voll drin im Schreiben und bin es bis heute. Der Lockdown ist nun mittlerweile vorbei und ich arbeite zunehmend wieder vom Büro aus. Das bedeutet, dass das alte Leben so langsam wieder zurückkehrt und eigentlich jetzt genau der richtige Zeitpunkt wäre, meine Shortstory zu beenden. Verstärkt wird diese Idee dadurch, dass wir nun eigentlich am Ende angekommen sind. Ich habe diese Karriere bis September 2029 gespielt. Es wäre nun vorbei!

    Dann aber begann ich plötzlich, diesen alten Spielstand weiter zu spielen; und es machte wieder Spaß wie am ersten Tag. Stand jetzt bin ich schon im Jahr 2031 angekommen und es spricht wenig dagegen, dass ich euch diese Entwicklung vorenthalten sollte. Wenn das Leben nun wieder seinen gewohnten Lauf nimmt, werde ich sicherlich wieder weniger Zeit zum Spielen und Schreiben haben. Aber ich nehme mir zumindest vor, euch weiterhin von der Karriere des George Hero zu berichten.



    KADERPLANUNG 2029/2030


    ABGÄNGE

    NAME NAT ALTER POS SEIT SPIELE TORE VORL. ZU ABLÖSE
    Yasin DAOUDI ITA 29 OMR 2025 164 93 64 FC Paris St. Germain 78,0 Mio. EUR
    Benjamin IJZERMAN NED 24 ZM 2025 9 0 2 Real Sporting de Gijon ablösefrei
    Engin AYDIN TUR 24 LV 2019 7 0 1 Al-Ahli ablösefrei


    Unsere Mannschaft hatte sich nicht groß verändert und doch hatte sich durch einen Transfer ganz schön viel verändert. Mit Yasin DAOUDI verließ uns einer der besten Spieler der Welt in Richtung Paris. Die Franzosen hatten mit ständigen Angeboten ordentlich Druck aufgebaut und irgendwann konnten wir diesem nicht mehr standhalten. Der italienische Weltfußballer verließ uns für die Rekordsumme von 78,0 Mio. EUR. Für die damalige 14-er Version des FM war das extrem viel Geld. In seinen vier Jahren bei Frankfurt kam DAOUDI in 164 Spielen auf 157 Scorerpunkte. Eine sensationelle Statistik, die DAOUDIS Wert für uns bestens spiegelt. Im Alter von 29 Jahren erhielt er nun in Paris seinen wohl letzten großen Vertrag.

    Dass es auch weniger erfolgreiche Karrieren geben muss, zeigen die anderen beiden Abgänge. Mit Benjamin IJZERMAN und Engin AYDIN verließen uns in diesem Sommer zwei Spieler, denen der Durchbruch nicht gelungen war. Natürlich wünschte ich ihnen ebenso gutes Gelingen wie DAOUDI in Paris.



    ZUGÄNGE

    NAME NAT ALTER POS VON ABLÖSE
    Salah JAOUHARI FRA 19 OMR SSC Neapel 24,5 Mio. EUR
    Timo HORN GER 36 TW Olympique Marseille ablösefrei
    Heiko BÜTTNER GER 17 IV Borussia M'Gladbach 9,5 Mio. EUR
    Leonid ZUEVYCH UKR 18 OMZ Schachtar Donezk 1,7 Mio. EUR
    Dennis ROTH GER 18 MZ eigene Jugend ---


    Natürlich galt es den Abgang von Yasin DAOUDI irgendwie zu kompensieren, sofern das leistungstechnisch überhaupt möglich wäre. Da wir das bezweifelten, entschieden wir uns gegen den Transfer eines teuren Weltklasse-Spielers und verpflichteten den gerade 19-jährigen Salah JAOUHARI vom SSC Neapel. Dies passte auch vielmehr in unsere über Jahre erfolgreich gepflegte Strategie, junge Talente zu entwickeln. Der Franzose mit marrokanischen Wurzeln war aber keineswegs günstig. Die Italiener verlangten 24,5 Mio. EUR für einen Spieler, der eine akzeptable Saison in Neapel absolviert hatte (27 Spiele / 3 Tore / 8 Vorlagen). Meine Scouts sahen jedoch etwas in ihm und wir verpflichteten Salah in der Hoffnung, dass er in die Fußstapfen von DAOUDI würde treten können.

    Timo HORN! Ja, ihr lest richtig. Es gibt sie noch, die "echten" Spieler. Zu Timo hatte ich eine besondere Beziehung. 2014 holte ich ihn als Nachfolger von TER STEGEN nach Gladbach; und das ausgerechnet vom Rivalen aus Köln. HORN entwickelte sich zu einem der besten Torhüter Deutschlands und absolvierte sogar zwei Spiele für die Nationalmannschaft. 2023 wechselte er nach Frankreich zu Olympique Marseille, ehe ich ihn jetzt nach Frankfurt holte. Da ich ja drei sehr gute Torhüter hatte, war die Verpflichtung eigentlich unnötig. Aber aus einer gewissen Romantik heraus fand ich es schön, Timo nochmal für ein Jahr zu mir zu holen.

    Dennis ROTH, Heiko BÜTTNER und Leonid ZUEVYCH waren junge Spieler, die wir für die Zukunft verpflichteten. Wir hofften, dass sie mehr Erfolg haben würden als IJZERMAN und AYDIN.



    DAS TEAM


    Torhüter: Frank SCHINDLER (29) – Andrej IVANOVIC (27) – Francisco Javier LOPEZ (19) – Timo HORN (36)


    Abwehr:

    LV: Jonas NAGEL (29)

    IV: Jonas WEIMER (30) – RATO (23) – Michael BÖHM (29) – Heiko BÜTTNER (17)

    RV: Hamid YILDIRIM (28) – Florian EGGESTEIN (21)


    Mittelfeld:

    DM: Lars BOROWSKI (30) – Rani KHEDIRA (35) – Emre CAN (35)

    ZM: Adrian AHLF (25) – Karsten DERCHO (21)Dennis ROTH (18)

    OM: Aldo CASALNUOVO (29)Juan CRUZ CANTILLANA (30) – Francisco CAMPANO (18) – Leonid ZUEVYCH (18)

    ML: Osvaldo RODRIGUEZ (31) Erjon HOXHA (20) – Paul ANI (19)

    MR: Salah JAOUHARI (19) – Rudi NEUMANN (29)


    Sturm: Dennis NAGEL (30) – Arno VAN BEEK (21) – Stefan GEISSINGER (19)



    DFL SUPERCUP

    FINALE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    28.07.2029 Commerzbank Arena FC BAYERN MÜNCHEN 0:1 0:1 Martin VAN RAAIJ (48.)


    Der vierte Supercup-Sieg in Folge blieb uns verwehrt. Die Bayern behielten die Oberhand und sendeten mit dem Sieg zugleich ein klares Zeichen nach Frankfurt: Die letztjährige Meisterschaft sollte keine Ausnahme gewesen sein. Mit dem FC Bayern war wieder zu rechnen!



    DFB POKAL - TEIL I

    RUNDE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    1. Runde Stadion an der Lohmühle VFB LÜBECK 0:5 0:1 Stefan GEISSINGER (15.)
    0:2 Salah JAOUHARI (27.)
    0:3 Jonas WEIMER (40.)
    0:4 Dennis NAGEL (74.)
    0:5 Dennis NAGEL (90.)
    2. Runde RheinEnergieStadion 1. FC KÖLN 1:3 1:0 Ales HAMAN (06.)
    1:1 Norbert DELI ET (37.)
    1:2 Osvaldo RODRIGUEZ (54.)
    1:3 Stefan GEISSINGER (75.)
    3. Runde Commerzbank Arena 1. FSV MAINZ 05 1:0 1:0 Aldo CASALNUOVO (70.)


    Nach zwei schwachen Jahren hatten wir uns wieder mehr für den Pokal vorgenommen. Immerhin hatten wir die erste Hürde erreicht und würden im Pokal überwintern. Das Spiel gegen Mainz war jedoch kein wirklich gutes und ich frage mich wirklich, wieso wir so oft Probleme in der 3. Runde haben?



    BUNDESLIGA - HINRUNDE

    POS. VEREIN SPIELE PUNKTE
    1. EINTRACHT FRANKFURT 17 45
    2. FC BAYERN MÜNCHEN 17 39
    3. BORUSSIA M'GLADBACH 17 30
    4. BORUSSIA DORTMUND 17 29
    5. FC SCHALKE 04 17 29


    Wir spielten wieder eine der besten Hinrunden aller Zeiten und stellten unseren Punkterekord von 2027 ein. Damit beendeten wir dieses Jahrzehnt mit dem Herbstmeistertitel. Jürgen Klopp war uns mit seinen Bayern aber auf den Fersen. Der Vorsprung auf den Rekordmeister betrug 6 Punkte, während wir zum Rest der Liga schon einen weiten Abstand hatten. Dortmund spielte keine gute Hinserie. Die Form aus der Mitte des Jahrzehnts konnte Pep Guardiola momentan nicht mehr abrufen. Vielleicht lag es an zu vielen knappen und bitteren Niederlagen? Rekordsiege mit mehr als 5 Toren (in den letzten Jahren keine Seltenheit) gab es in dieser Hinserie nicht. Die meisten Spiele gewannen wir knapp. Unsere Chancenverwertung war auf jeden Fall schon mal besser gewesen. Ende November verloren wir (mal wieder) gegen die Bayern 0:1. In den direkten Duellen hatten wir immer noch meistens das Nachsehen. Doch entscheidend ist, wer am Ende auf Platz 1 stehen würde. Nach der Hälfte aller Spiele konnte man hier bereits sagen: Entweder Frankfurt oder München.



    CHAMPIONS LEAGUE - GRUPPENPHASE

    Die CL Gruppenphase war in den letzten Jahren oft eher ein Schaulaufen. 2027/2028 zitterten wir uns etwas durch, aber am Weiterkommen gab es eigentlich keine Zweifel mehr. In Europa gab es eine Hand voll Teams, die uns noch das Wasser reichen konnte. Das waren in erster Linie Monaco und PSG, aus England Chelsea und Arsenal sowie die Spanier von Atletico Madrid und Real Madrid. Der FC Barcelona gehörte natürlich noch zu den großen Mannschaften, hatte aber nicht mehr den Glanz aus der Messi-Ära. Letzte Saison wurde man sogar nur Achter in der Liga. Nur ein Mal in der glorreichen Geschichte Barcelonas war man schlechter: 1942 (Platz 12)! Aber wir schweifen ab. In unserer diesjährigen CL-Gruppe erwarteten wir den FC Valencia (mit Startrainer Per Mertesacker), den FC Luzern und AS Rom. Gegen Luzern und Rom spielten wir jeweils 1x Remis, ansonsten gewannen wir unsere Spiele souverän. Luzern war die große Überraschung und zog neben uns ins Achtelfinale ein.


    TABELLE



    BUNDESLIGA - RÜCKRUNDE

    Der Zweikampf um den Titel wurde in der Rückrunde ein heißer Showdown, der auf den 30. Spieltag hinauslief. Denn an diesem spielten wir gegen die Bayern. Bis dahin zeigten wir uns souverän, wenn auch mit gelegentlichen Ausrutschern. Wir verloren am 20. Spieltag in Dortmund 0:1 und spielten jeweils 1:1 gegen M'Gladbach (24 ST / Geissinger), Bayer Leverkusen (28 ST / D. Nagel) und Schalke 04 (29 ST / D. Nagel). Unser Vorsprung bestand aber immer noch aus 4 Punkten. Das bittere daran: Am 19. Spieltag lagen wir sogar 10 Zähler vor den Bayern. Die starteten dann aber eine Siegesserie von neun Spielen, die am 29. Spieltag beim 0:0 gegen den BVB ihr Ende fand. Wir wussten also: Ein Sieg gegen die Bayern wäre ziemlich sicher die Vorentscheidung. Doch in München ging alles schief, was schief gehen konnte. Wir wurden gedemütigt und mit einem 1:6 nach Hause geschickt. Es war einer der letzten Auftritte von Rani KHEDIRA im Trikot der Eintracht. Unsere Vereinslegende hatte sich dazu entschieden, seine Schuhe am Ende der Saison an den Nagel zu hängen. Wäre es da nicht schön gewesen, sich mit einem Titel zu verabschieden? In der Bundesliga war dieser nach 30 Spieltagen in Gefahr, da wir nach dem 1:6 nur noch einen Punkt Vorsprung hatten und die Bayern den psychologischen Vorteil besaßen. Unsere Reaktion auf die Niederlage war ein 4:2 gegen Hamburg, ehe wir am 32. Spieltag beim bitteren 3:4 (2x D. Nagel, Jaouhari) in Nürnberg die Meisterschaft verspielten. Die Bayern gaben sich nämlich keiner Blöße mehr hin, gewannen ihr komplettes Restprogramm und feierten die zweite Meisterschaft in Folge. Wir waren mit 81 Punkten nur Zweiter geworden. Das war hart. Gefühlt hatte sich die Saison in zwei Spielen entschieden. Im direkten Duell gegen die Bayern und gegen den 1. FC Nürnberg. Aber so ist es eben im Fußball, wenn du großartige Konkurrenten hast. Letztlich konnten wir froh sein, in diesem Jahrzehnt Gegner wie den FC Bayern und Borussia Dortmund zu haben, die uns immer wieder anspornten und motivierten, noch besser zu werden.


    TABELLE



    DFB POKAL - TEIL II

    RUNDE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    Viertelfinale Commerzbank Arena BORUSSIA M'GLADBACH 4:1 1:0 Salah JAOUHARI (23.)
    1:1 Adiel BLAZE (31.)
    2:1 RATO (35.)
    3:1 Stefan GEISSINGER (54.)
    4:1 Stefan GEISSINGER (73.)
    Halbfinale Commerzbank Arena HERTHA BSC BERLIN 6:0 1:0 Aldo CASALNUOVO (03.)
    2:0 Stefan GEISSINGER (26.)
    3:0 Adrian AHLF (45.)
    4:0 Rudi NEUMANN (65.)
    5:0 Aldo CASALNUOVO (70.)
    6:0 Stefan GEISSINGER (87.)


    Stefan GEISSINGER war in dieser Saison unser Pokalheld. Der 19-jährige Stürmer erzielte in sechs Pokalspielen sechs Tore und führte uns damit maßgeblich ins Finale. Das 6:0 gegen die Hertha folgte auf die 1:6 Klatsche gegen den FC Bayern. Es war eine großartige Antwort auf eine der höchsten Niederlagen, die ich in meiner Karriere je erhalten hatte.



    CHAMPIONS LEAGUE - TEIL II

    RUNDE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    Achtelfinale Hinspiel St. James Park NEWCASTLE UNITED 4:1 0:1 Rudi NEUMANN (43.)
    1:1 Adam PRINGLE (53.)
    2:1 Adam PRINGLE (68.)
    3:1 Jake POLE (84.)
    4:1 Adam PRINGLE (90.)
    Achtelfinale Rückspiel Commerzbank Arena NEWCASTLE UNITED 5:1 1:0 Stefan GEISSINGER (13.)
    2:0 Aldo CASALNUOVO (20.)
    3:0 Aldo CASALNUOVO (34.)
    4:0 Lars BOROWSKI (41.)
    5:0 Aldo CASALNUOVO (54.)
    5:1 Ryan GAULD (75.)
    Viertelfinale Hinspiel Old Trafford MANCHESTER UNITED 1:1 1:0 Federico GRILLI (20.)
    1:1 Rudi NEUMANN (87.)
    Viertelfinale Rückspiel Commerzbank Arena MANCHESTER UNITED 0:1 0:1 Hocine KEDJOUR (57.)


    In den letzten drei Jahren waren wir immer mindestens ins Halbfinale der Champions League gekommen. Wir verpassten es in diesem Jahr nach einer Niederlage gegen Manchester United. Im Achtelfinale erlebten wir aber zuerst eine sensationelle Aufholjagd. Im Hinspiel hatten wir die Partie ganz gut im Griff, ehe uns Newcastle mit vier Toren in der 2. Halbzeit aus dem St. James Park schoss. Doch meine Jungs zeigten sich nervenstark und führten im Rückspiel bereits zur Pause 4:0. Aldo CASALNUOVO, mein italienischer Trequartista, erzielte drei Tore und war beim 5:1 der Held des Abends. Die beiden Spiele gegen Manchester fielen dann in unsere einzige wirkliche Schwächephase diese Saison. Ausgerechnet im entscheidenden Saisonabschnitt Ende März/Anfang April hatten wir 5 Spiele in Folge ohne Sieg. Auf das 0:1 gegen Manchester folgte schließlich das 1:6 gegen die Bayern. Die Frage, die sich mir stellte, war aber: Fielen diese Spiele jetzt zufällig in eine Schwächephase oder waren wir gegen Manchester und Bayern einfach nicht gut genug? Bestimmt beides. Und letztlich will ich das Ausscheiden im Viertelfinale auch gar nicht überbewerten. Das kommt eben mal vor. Wichtig war vor allem unsere Antwort im nächsten Jahr.



    DFB POKAL - FINALE

    RUNDE ORT GEGNER ERGEBNIS TORE
    Finale Olympiastadion BORUSSIA DORTMUND 1:1 / 4:2 n.E. 1:0 Jonas WEIMER (39.)
    1:1 Florian MOORS (88.)


    Eine titellose Saison? Das kommt eben mal vor. Aber zwei Mal hintereinander ist nicht okay. Deswegen war es unheimlich wichtig, in diesem Finale gegen Borussia Dortmund zu gewinnen. Rani KHEDIRA, Emre CAN und Timo HORN, die allesamt ihr Karriereende angekündigt hatten, verabschiedeten sich mit diesem letzten Spiel von der großen Fußballbühne. In der Startaufstellung waren sie aber nicht mehr zu finden. Gegen den BVB hatten wir in den vergangenen Jahren stets enge und zumeist für den BVB ernüchternde, teils sogar dramatische Ausgänge. Heute war nicht anders. Nachdem Rudi Neumann den entscheidenden Elfmeter verwandelt hatte, zog Pep Guardiola die Schultern nach oben und schenkte mir ein gequältes Lächeln. Ich hatte ihn endgültig gebrochen. Rani KHEDIRA wurde übrigens in der 67. Minute für Lars BOROWSKI eingewechselt und trug mit einer starken Leistung dazu bei, dass wir nach 2026 den zweiten Pokalsieg feiern durften. Traurigster Mann des Abends war Florian MOORS. Der offensive Mittelfeldmann war seit Jahren der beste deutsche Fußballer und zeigte mit seinem Freistoßtor in der 88. Minute, dass er einer für die großen Momente war. Als er gut 45 Minuten später einen Elfmeter verschoss, war er zum traurigen Helden des Abends geworden.



    DIE MANNSCHAFT

    TORHÜTER

    NAME NATION ALTER SPIELE GGT ZU NULL NOTE
    Frank SCHINDLER GER 30 49 44 19 6.91
    Andrej IVANOVIC CRO 28 0 0 0 ---
    Francisco Javier LOPEZ ESP 20 0 0 0 ---
    Timo HORN GER 37 2 3 0 6.90


    Mit vier sehr guten Torhütern hatten wir ein wahres Luxusproblem zwischen den Pfosten. Frank SCHINDLER war in diesem Jahr aber wieder unantastbar. Timo HORN schenkte ich zwei Einsätze, mit denen er sich in den Ruhestand verabschiedete. Während mein Juwel LOPEZ in der Reserve spielte, blieb Andrej IVANOVIC oft nur die Zuschauerrolle. Für ihn war das Fass nun übergelaufen. Eigentlich hatte er schon vor einem Jahr innerlich gekündigt. Ich hätte ihn wohl früher gehen lassen müssen. Nun trennten wir uns im Streit, was sehr bedauerlich war.



    VERTEIDIGUNG

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Jonas NAGEL LV GER 30 36 1 4 7.49
    Jonas WEIMER IV AUT 31 46 5 1 7.18
    RATO IV BRA 24 46 (1) 3 2 7.21
    Michael BÖHM IV GER 30 15 (9) 0 1 7.06
    Heiko BÜTTNER IV GER 18 0 0 0 Leihe
    Hamid YILDIRIM RV FRA 29 44 1 5 7.25
    Florian EGGESTEIN RV GER 21 12 (12) 0 2 6.85


    Jonas NAGEL hatte in diesem Jahr ein paar Verletzungssorgen, wurde während seiner Abwesenheit aber gut vertreten von Michi BÖHM. Der wiederum war abermals nur Verteidiger Nummer 3. WEIMER und RATO waren einfach zu stark und blieben verletzungsfrei. Für Michi war die Zeit nun gekommen, Abschied zu nehmen. Unser langjähriger Abwehrchef entschloss sich, nach der Saison den Verein zu verlassen.


    MITTELFELD

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Lars BOROWSKI DM GER 31 42 (5) 2 8 7.13
    Emre CAN DM GER 36 8 (10) 1 0 6.92
    Rani KHEDIRA DM GER 36 7 (15) 0 0 6.80
    Adrian AHLF ZM GER 26 36 (1) 6 5 7.27
    Karsten DERCHO ZM GER 22 8 (7) 1 0 7.15
    Dennis ROTH ZM GER 19 3 (3) 0 0 6.90
    Aldo CASALNUOVO OMZ ITA 30 45 (3) 23 14 7.36
    Juan CRUZ CANTILLANA OMZ ITA 31 11 (20) 2 5 6.98
    Francisco CAMPANO OMZ ESP 19 0 0 0 Leihe
    Leonid ZUEVYCH OMZ UKR 18 0 (2) 0 0 ---
    Osvaldo RODRIGUEZ OML ARG 32 24 (2) 7 8 7.22
    Erjon HOXHA OML GER 21 2 (3) 0 2 6.85
    Paul ANI OML FRA 19 6 (6) 1 3 6.92
    Salah JAOUHARI OMR FRA 20 44 (2) 16 17 7.38
    Rudi NEUMANN OMR GER 29 14 (11) 6 4 7.10


    Unser Kader war im Mitelfeld mittlerweile sehr breit geworden. Wir hatten neben unserem über viele Jahre etablierten Stammpersonal einige junge Spieler an die 1. Mannschaft gebracht. Doch in diesem Jahr wollte keiner von ihnen den nächsten Schritt gehen. Vielmehr waren die beiden 36-jährigen Rani KHEDIRA und Emre CAN meistens meine Wahl, wenn es um den Backup von BOROWSKI und AHLF ging. Eigentlich hatte ich große Stücke in Karsten DERCHO gesetzt. Der drängte jedoch zu sehr auf einen Stammplatz, zerstritt sich deshalb mit mir und landete noch in der Hinrunde im Kader der Reserve.

    Im Allgemeinen erkannten wir am Ende dieser Saison, dass es im Sommer zu einigen Veränderungen im Mittelfeld kommen müsste. Nach den Karriereenden von KHEDIRA und CAN sowie den ziemlich sicheren Wechseln von DERCHO und wohl auch CANTILLANA würden uns gleich vier Spieler wegbrechen. Zudem waren weitere Führungsspieler wie BOROWSKI und RODRIGUEZ ebenfalls schon über 30.

    Auf Linksaußen kam der Generationenwechsel ebenfalls ins Stocken. Obwohl Osvaldo RODRIGUEZ wieder viele Wochen verletzungsbedingt ausfiel, konnten Erjon HOXHA und Paul ANI nicht in die Bresche springen. Stattdessen ließen wir oft die erfahrenen Dennis NAGEL und Rudi NEUMANN spielen.

    Immerhin auf der rechten Seite konnten wir zufrieden sein. Salah JAOUHARI hatte ein paar Anlaufschwierigkeiten, schlug dann jedoch voll ein. Der junge Franzose spielte mit viel Selbstvertrauen und unterhielt das Publikum mit zahlreichen ansehnlichen Dribblings. Rudi NEUMANN war der gewohnt erfahrene Ersatzmann, äußerte jedoch ebenfalls Wechselgedanken. Es wäre sehr schade, würden wir ihn auch noch verlieren. Der Sommer versprach sehr spannend zu werden. Man konnte mit dem Ende des Jahrzehnts auch fast vom Ende einer Ära sprechen.



    STURM

    NAME POS. NATION ALTER SPIELE TORE VORL. NOTE
    Dennis NAGEL ST GER 31 45 (3) 24 12 7.16
    Stefan GEISSINGER ST GER 20 17 (21) 13 6 7.10
    Arno VAN BEEK ST NED 22 1 (16) 1 2 6.93


    Mit "nur" 24 Toren hatte Dennis NAGEL, mittlerweile ebenfalls über 30, eine etwas schwächere Saison als in den letzten Jahren abgeliefert. Das lag vermutlich auch daran, dass ich ihn oft auf Linksaußen einsetzte. Immerhin 21 seiner Tore erzielte er in der Bundesliga, was bedeutete, dass Dennis nun 145 Ligatore auf dem Konto hatte und somit Bernd NICKEL (141) in der ewigen Torjägerliste der Eintracht auf Rang 3 schob. Jetzt fehlten NAGEL nur noch 15 Tore bis zu HÖLZENBEIN und eigentlich konnte ihn nur noch eine schwere Verletzung stoppen. Man will nicht daran denken, aber Dennis' Körper war schon schwer gezeichnet von all den Jahren, in denen er viele Verletzungen auskurieren musste.

    In der Hierarchie der Stürmer verdrängte Stefan GEISSINGER in dieser Saison den Niederländer Arno VAN BEEK. Zweifellos waren beide sehr talentiert. In GEISSINGER sah ich aber mehr NAGELS Nachfolger. Seine 13 Tore waren gut, aber in ihm schlummerte noch viel mehr Potenzial.







  • TEIL XIII - Willkommen in den 30ern

    Ich werde der diesjährigen Kaderplanung ein eigenes Update widmen. Wie im letzten Bericht bereits erwähnt, endete mit dem Abgang unseres treuesten Spielers Rani KHEDIRA eine Ära in Frankfurt. Mit ihm zusammen verließen viele weitere Spieler die Eintracht. Insgesamt kamen diese auf 1.714 Spiele für Frankfurt. Sie erzielten zusammen 124 Tore und legten 149 Treffer vor. Diesen enormen Zahlen und das, was danach kommen wird, will ich an dieser Stelle exponiert betrachten. Viel Spaß beim Lesen.



    KADERPLANUNG 2030/2031


    ABGÄNGE

    NAME NAT ALTER POS SEIT SPIELE TORE VORL. ZU ABLÖSE
    Rani KHEDIRA GER 36 DM 2014 537 20 36 Karriereende ---
    Emre CAN GER 36 DM 2027 132 5 8 Karriereende ---
    Timo HORN GER 37 TW 2029 2 0 0 Karriereende ---
    Michael BÖHM GER 30 IV 2019 368 21 8 vereinslos ablösefrei
    Juan CRUZ CANTILLANA ITA 31 OMZ 2025 174 42 55 vereinslos ablösefrei
    Adrian AHLF GER 26 ZM 2022 262 22 37 Manchester City 52,0 Mio. EUR
    RATO BRA 24 IV 2026 161 13 5 AS Monaco 39,5 Mio. EUR
    Andrej IVANOVIC CRO 28 TW 2016 49 0 0 Hertha BSC Berlin 8,25 Mio. EUR
    Karsten DERCHO GER 22 ZM 2022 29 1 0 Borussia M'Gladbach 7,5 Mio. EUR


    Das waren ganz schön viele Abgänge in diesem Sommer. Beginnen müssen wir mit Rani KHEDIRA. Der defensive Mittelfeldspieler war DAS Gesicht der Eintracht. Nun - nach 16 Jahren in Frankfurt - beendete er im Alter von 36 Jahren seine erfolgreiche Karriere, in der er mit seinem Herzensverein 4x Deutscher Meister wurde, jeweils 2x die Champions League und den DFB Pokal gewann sowie 2x den UEFA Super Cup, 4x den DFL Super Cup und die Klub WM. Dass ein Spieler mit solchen Statistiken keinen Nationalmannschaftseinsatz und nicht mal U21-Spiele aufweisen kann, ist erstaunlich. Mochte er bei anderen auch unter dem Radar laufen, war er bei mir jahrelang eine feste Stütze als DM. Bei meinem Amtsantritt 2018 gab ich ihm die Kapitänsbinde, die er bis 2027 stolz überstreifte, ehe ihn Lars BOROWSKI ablöste. Mit 404 Ligaeinsätzen für Eintracht Frankfurt liegt er in der ewigen Bestenliste auf Platz 5, hinter den klangvollen Namen KÖRBEL, GRABOWSKI, NICKEL, HÖLZENBEIN. Rani gehörte nun zu ihnen und war nun auch ein Teil dieser Legenden.


    Mit Emre CAN ging unser zweiter Silberrücken, ebenfalls 36-jährig, in den Ruhestand. CAN ist ein Kind dieser Stadt und wechselte 2009 im Alter von 15 Jahren von der Eintracht zu den Bayern. Ehe er 2027 nach Frankfurt zurückkehrte, gelang ihm eine Weltkarriere in Europa. Über die Zwischenstation Leverkusen kehrte er 2015 zum FCB zurück und wurde 2017 von Atletico Madrid verpflichtet. Dort spielte Emre bis 2024, ehe er für 1,5 Jahre zu Manchester City ging. Als wir anklopften, überlegte CAN nicht lange. Er kehrte zurück in seine Heimat und verbrachte den Karriereabend zu Hause.


    Timo HORN beendete ebenfalls seine Karriere, nachdem er mit mir nochmal den DFB Pokal gewonnen hatte. Das war uns zusammen bereits 2017 in Gladbach gelungen. Ich holte ihn nur für eine Saison zurück. Geschadet hat es uns beiden nicht.


    Wie man gut an seinen Einsätzen erkennen kann, ist Michael BÖHM einer der wichtigsten SGE-Spieler in den 20ern gewesen. Er war damals einer meiner ersten Transfers in Frankfurt. Wir zahlten für ihn 7 Mio. EUR, was damals sehr viel Geld für die Eintracht war. Nach zwei Lehrjahren übernahm er die Führungsrolle in unserer Abwehr. Sechs Jahre lang war Michi unumstritten Stammspieler, ehe ihm das Duo WEIMER/RATO den Rang ablief. Fortan war BÖHM Edelreservist, der sich nie über zu wenig Einsatzzeiten beschwerte. Nun - im Alter von 30 Jahren - hatte er mit Frankfurt alles erreicht, was man erreichen konnte. Er suchte nach einer neuen Herausforderung, die er aber vorerst nicht fand. Nach einem halben Jahr Arbeitslosigkeit heuerte er im Winter bei Krylya Sowetow Samara in Russland an.


    Juan CRUZ CANTILLANA kam 2025 zu uns und war für viele der Inbegriff der italienischen Jahre in Frankfurt. Im offensiven Mittelfeld war er unser Anführer. Als seine Einsatzzeiten nach zwei starken Jahren, in denen er unter anderem 2026 am Double und 2027 am CL-Titel große Anteile hatte, zunehmend schwanden, machten wir uns Gedanken über seinen Abgang. Auch in diesem Jahr war CANTILLANA hinter Neuzugang Aldo CASALNUOVO (Italiener hatte Italiener abgelöst) nur noch zweite Wahl. Der Vertrag des 31-jährigen wurde nicht verlängert, um den Weg für unsere Youngster freizumachen.


    Der Abgang von Adrian AHLF kam unerwartet und ich bin ehrlich: Ich bereue ihn und bin der Meinung, dass es die falsche Entscheidung war. Manchester City wedelte mit den Scheinen und wir wurden schwach. Am wenigsten begeistert davon war Adrian selbst, der es in Frankfurt liebte und die Annahme des Angebots von City als Vertrauensbruch unsererseits sah. Das Tischtuch war zerschnitten und ich konnte meinen Fehler nicht mehr reparieren. Mit AHLF verließ unser zentraler Mittelfeldmann die Eintracht und hinterließ eine riesige Lücke. Er war eine Identifikationsfigur und im Grunde genommen das Musterbeispiel unserer Transferstrategie, da wir ihn 17-jährig verpflichteten und zum Weltstar aufbauten. Bei Manchester City führte er diesen Weg nun fort. Traurig blieben aber beide Seiten zurück.


    Es kam aber noch schlimmer: Nach Adrian AHLF ging auch noch RATO, der sich in Frankfurt zum Weltklasse-Innenverteidiger entwickelt hatte. AS Monaco, das in der französischen Liga überraschend nur Sechster geworden war und dadurch die CL verpassen würde, musste seine Stars verkaufen. RATO sollte zum Chef der neuen Verteidigung werden. Wir kämpften lange um ihn, gaben dann jedoch auf. Der Brasilianer ging für 39,5 Mio. EUR nach Frankreich und wir hatten die nächste große Lücke zu beklagen.


    Neben Timo HORN verließ uns auf der Torwartposition auch noch Andrej IVANOVIC. Dieser Wechsel hatte sich in den letzten Jahren bereits angekündigt. Mit dem Wechsel zu Hertha BSC erfüllte sich unser Ersatzkeeper endlich den Traum von einer Stammposition. IVANOVIC kam mit 15 Jahren in den Verein und verlässt ihn nun mit 28 Jahren. Für einen Ersatztorwart eine sehr lange Zeit. Danke für die Treue und alles Gute!


    Einen haben wir noch: Karsten DERCHO war eines der ersten eigenen Talente aus unserer Akademie, das in die 1. Mannschaft kam. Hinter Adrian AHLF war es für ihn natürlich nicht leicht. Zu Beginn der letzten Saison spielte er aufgrund einer Verletzung AHLFS öfter von Beginn an. Nach Adrians Rückkehr musste er wieder ins zweite Glied, womit sich Karsten aber nicht zufrieden gab. Er stiftete immer mehr Unruhe und ich war gezwungen, ihn in die Reserve zu verschieben. Von dort wechselte er nun zu Borussia M'Gladbach.



    ZUGÄNGE

    NAME NAT ALTER POS VON ABLÖSE
    Sylvain MICHAUD FRA 28 OMZ Manchester City 42,0 Mio. EUR
    Diego AGUILAR PAR 27 DM Manchester City 38,0 Mio. EUR
    MARTÌ ESP 28 IV Manchester City 37,5 Mio. EUR
    Julio César HAM ARG 18 LV Boca Juniors 4,4 Mio. EUR
    Stanislav KUZMICHEV RUS 19 TW AC Chievo Verona 2,4 Mio. EUR
    Sebastian KRAUSE GER 18 TW 1. FSV Mainz 05 1,8 Mio. EUR
    Timo LEWANDOWSKI GER 17 DM eigene Jugend ---
    Haldun ALPASLAN TUR 18 DM eigene Jugend ---


    Wieso hatten wir drei Spieler von Manchester City für insgesamt 117,5 Mio. EUR verpflichtet? Um das zu erklären, muss ich etwas ausholen.


    ERSTER GRUND

    Mit einem Blick auf den Kader zeigte sich, dass unsere Mannschaft keinen wirklich ausgewogenen Altersmix mehr hatte. Entweder sie waren über 30 oder Anfang 20. Dazwischen gab es nach dem Abgängen von RATO und Adrian AHLF nichts mehr. Also war mein erstes Ziel, dieses Ungleichgewicht durch Spieler im besten Fußballeralter auszugleichen. Ansonsten hätten wir in ein paar Jahren, wenn die Generation um BOROWSKI und NAGEL abtreten würde, ein echtes Problem.


    ZWEITER GRUND

    Ein Transfer in dieser Sphäre war okay, gleich drei widersprach unserer bisher erfolgreich verfolgten Transferphilosophie, junge Spieler zu kaufen, sie zu entwickeln und für mehr Geld weiterzuverkaufen. Aber wir waren mittlerweile an einem Punkt angekommen - sowohl finanziell als auch reputativ - an dem wir nicht mehr verkaufen mussten. Nach zwei Saisons, in denen wir Bundesliga und CL-Titel verpassten, hielt ich es für richtig, die Abgänge mit Spielern von Weltklasseformat zu ersetzen. Diese haben eben ihren Preis!


    DRITTER GRUND

    Es machte einfach Sinn, drei Spieler aus einem erfolgreichen Team zu verpflichten. Ich bekam sie, weil City analog zu AS Monaco die CL-Qualifikation verpasste und deswegen viele Stars gehen wollten, um in der Königsklasse zu spielen. Mit MARTÌ und AGUILAR hatte ich die perfekten Spieler gefunden, um uns defensiv noch stärker aufzustellen. Sylvain MICHAUD sollte zudem den Konkurrenzkampf in unserer Offensive beleben.


    Und die anderen Spieler? Waren allesamt wieder Investitionen in die Zukunft. Bei den Torhütern wurde KUZMICHEV ausgeliehen und KRAUSE ging in die Reserve. Ebenfalls in der Reserve spielen sollte Haldun ALPASLAN, während unser nächstes Riesen-Talent Timo LEWANDOWSKI (touted as the next Katsche Schwarzenbeck!!!) fest zu den Profis kam. Julio César HAM war eine Entdeckung meiner Scouts in Südamerika. Eigentlich verpflichte ich nur selten Spieler direkt aus Südamerika. Der letzte war Osvaldo RODRIGUEZ vor 7 Jahren, und der Transfer hatte sich ja gelohnt.




    DAS TEAM

    TORHÜTER

    NAME NATION ALTER WERT GEHALT P/W VERTRAG
    Frank SCHINDLER GER 30 21,0 Mio. EUR 140,000 EUR 2033
    Francisco Javier LOPEZ ESP 20 7,5 Mio. EUR 41,500 EUR 2032
    Stanislav KUZMICHEV RUS 19 3,5 Mio. EUR 13,250 EUR 2034
    Sebastian KRAUSE GER 18 1,5 Mio. EUR 7,250 EUR 2033


    Wir haben zwei Torhüter verloren und zwei neue geholt. Frank SCHINDLER ging auch in diese Saison als unsere Nummer 1. Francisco Javier LOPEZ war ab sofort sein erster Vertreter. Der Junge hatte ein enormes Potenzial. KUZMICHEV hatten wir nochmal ein Jahr ausgeliehen und KRAUSE war neuer Stammkeeper in der Reserve.


    ABWEHR

    NAME POS. NATION ALTER WERT GEHALT P/W VERTRAG
    Jonas NAGEL LV GER 30 19,25 Mio. EUR 130,000 EUR 2032
    Julio César HAM LV ARG 18 4,4 Mio. EUR 7,500 EUR 2032
    Batuhan KARAPINAR LV TUR 23 4,3 Mio. EUR 30,000 EUR 2032
    Jonas WEIMER IV AUT 31 7,5 Mio. EUR 100,000 EUR 2033
    MARTÌ IV ESP 28 37,0 Mio. EUR 160,000 EUR 2035
    Heiko BÜTTNER IV GER 18 5,5 Mio. EUR 22,500 EUR 2032
    Hamid YILDIRIM RV FRA 29 35,0 Mio. EUR 130,000 EUR 2033
    Florian EGGESTEIN RV GER 21 11,5 Mio. EUR 53,000 EUR 2032


    Jonas NAGEL bekam auf der linken Seite Verstärkung. Aber waren HAM und KARAPINAR (Reserve) wirklich Konkurrenz? Nein! NAGEL war gesetzt und wenn er fit sein würde, dann würde er auch spielen.

    In der Innenverteidigung ging ich mit dem Duo WEIMER / MARTÌ in die Saison. Mein langjähriger Abwehrchef WEIMER sowie der Spanier, der aus Manchester kam, waren ebenfalls unangefochten gesetzt. Erster Verteter war Florian EGGESTEIN. Heiko BÜTTNER sollte hauptsächlich in der Reserve spielen.

    Auf der rechten Seite gab es ebenfalls eine klare Rangfolge: Florian EGGESTEIN würde nur dann spielen, wenn Hamid YILDIRIM eine Pause bräuchte.


    MITTELFELD

    NAME POS. NATION ALTER WERT GEHALT P/W VERTRAG
    Diego AGUILAR DM PAR 27 43,5 Mio. EUR 225,000 EUR 2035
    Timo LEWANDOWSKI DM GER 17 3,3 Mio. EUR 5,000 EUR 2032
    Haldun ALPASLAN DM TUR 18 3,8 Mio. EUR 18,500 EUR 2033
    Lars BOROWSKI ZM GER 31 20,5 Mio. EUR 125,000 EUR 2032
    Dennis ROTH ZM GER 19 6,25 Mio. EUR 34,000 EUR 2032
    Aldo CASALNUOVO OMZ ITA 30 27,0 Mio. EUR 155,000 EUR 2033
    Sylvain MICHAUD OMZ FRA 28 44,0 Mio. EUR 200,000 EUR 2035
    Francisco CAMPANO OMZ ESP 19 6,0 Mio. EUR 29,000 EUR 2033
    Leonid ZUEVYCH OMZ UKR 19 3,7 Mio. EUR 7,750 EUR 2032
    Osvaldo RODRIGUEZ OML ARG 32 2,6 Mio. EUR 135,000 EUR 2032
    Paul ANI OML FRA 19 10,25 Mio. EUR 41,500 EUR 2033
    Erjon HOXHA OML GER 21 6,5 Mio. EUR 43,500 EUR 2033
    Salah JAOUHARI OMR FRA 20 31,0 Mio. EUR 53,000 EUR 2034
    Rudi NEUMANN OMR GER 29 15,25 Mio. EUR 120,000 EUR 2033


    Mit Diego AGUILAR hatten wir einen richtigen Kracher auf der 6 verpflichtet. KHEDIRA und CAN hatten sich zuvor ja mit ihrer Reservistenrolle abgefunden, aber der Südamerikaner würde das sicher nicht machen. Da im ZM ebenfalls eine Stelle frei geworden war, sollte unser bisheriger DM Lars BOROWSKI eine Position nach vorne rücken, damit AGUILAR die 6 ausfüllen könnte. Die anderen Jungs sollten auch zu ihren Einsätzen kommen, waren aber noch nicht so weit, BOROWSKI oder AGUILAR wirklich challengen zu können.

    Im OMZ bekam Aldo CASALNUOVO Konkurrenz durch den französischen Neuzugang Sylvain MICHAUD. Auch hier galt: Nur einer würde spielen können. Wir würden zwar oft rotieren müssen, aber ich bin ein Freund von klaren Hierarchien. CASALNUOVO könnte ebenfalls als ZM spielen. Dann würden wir ihm aber seiner Torgefahr berauben. Sylvain MICHAUD könnte ebenfalls als Stürmer eingesetzt werden. Hier hatten wir aber Dennis NAGEL und Stefan GEISSINGER. Ich war noch unschlüssig und legte mich zu Beginn der Saison auf keine Nummer 1 als OMZ fest. Meine Probleme waren eindeutig Luxusprobleme.

    Links offensiv würde in dieser Saison womöglich eine Wachablösung stattfinden. Osvaldo RODRIGUEZ zeigte sich zuletzt oft verletzungsanfällig. Seine Topleistungen aus den vergangenen Jahren, als er sogar zum Weltfußball gekürt wurde, konnte er nicht mehr abrufen. So waren also Paul ANI und Erjon HOXHA gefragt. ANI galt als größeres Talent, hatte aber bislang kaum etwas davon gezeigt. Ich war sehr gespannt auf dieses Duell.

    Rechtsaußen plante ich wieder mit Salah JAOUHARI, der im letzten Jahr voll eingeschlagen hatte. Der Franzose war sofort zum Leistungsträger geworden. Rudi NEUMANN hatte seinen Abschied bereits verkündet, da er ebenfalls eine neue Herausforderung wollte. Tatsächlich gab es aber keine Interessenten für unseren Edeljoker, weswegen er sich kurz vor Ende der Transferphase dazu entschied, in Frankfurt zu bleiben.

    STURM

    NAME NATION ALTER WERT GEHALT P/W VERTRAG
    Dennis NAGEL GER 31 5,25 Mio. EUR 145,000 EUR 2032
    Stefan GEISSINGER GER 20 7,0 Mio. EUR 33,500 EUR 2034
    Arno VAN BEEK NED 22 7,75 Mio. EUR 46,500 EUR 2031


    Dennis NAGEL war natürlich gesetzt im Sturm. GEISSINGER und VAN BEEK sollten weiterhin als Nachfolger aufgebaut werden.



    SAISONZIELE

    Trotz der großen Zahl an Abgängen hatten wir mit Adrian AHLF und RATO nur zwei Stammspieler verloren. Der Kern der Mannschaft war also weiterhin intakt und wurde mit MARTÌ, AGUILAR und MICHAUD um drei Spieler erweitert, die viel Erfahrung und viel Klasse mitbrachten. Damit würden wir - so schätzte ich - einen Kader haben, mit dem wir wieder Titel feiern könnten. In den letzten beiden Jahren bestand unsere Zielsetzung aus dem Triple. In beiden Jahren wurden wir nicht mal Meister. Das sollte sich nun wieder ändern. Schließlich war die Meisterschaft weiterhin unser wichtigstes Ziel. Ob daraus ein Triple werden könnte, würden wir und werdet ihr im nächsten Update sehen.